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ISSN 0931-4288
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Kommentiertes
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Haftung
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Haftung
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Ungedeckte Haftung für nukleare Schäden. Innerhalb der Europäischen Union sind die Summen, mit denen ein
Anlageninhaber für Schäden haftet, die von Atomkraftwerken verursacht wurden,
nur in Deutschland und Österreich unbegrenzt. Dies geht aus einer Antwort der
Bundesregierung (Bundestagsdrucksache 16/9979 vom 15.07.2008) auf eine Kleine
Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen zum Störfall im slowenischen Atomkraftwerk
Krsko sowie im Atomkraftwerk Philippsburg (Baden-Württemberg) hervor. In
Spanien belaufe sich die Haftungssumme auf rund 700 Millionen Euro, in
Belgien, Lettland, Rumänien und Schweden auf etwa 330 Millionen Euro und in
den Niederlanden auf 313 Millionen Euro. In Tschechien betrage die
Haftungssumme rund 250 Millionen Euro, in Finnland rund 194 Millionen Euro,
in Großbritannien, Polen und Slowenien etwa 165 Millionen Euro und in Ungarn
etwa 100 Millionen Euro. Die Haftungssumme für Frankreich gibt die Regierung
mit etwa 84 Millionen Euro, für die Slowakei mit etwa 82,5 Millionen Euro,
für Dänemark mit rund 66 Millionen Euro und für Bulgarien mit 16,5 Millionen
Euro an. Die Haftungssumme Italiens beläuft sich den Angaben zufolge auf 5,5
Millionen Euro, die Litauens auf 3,3 Millionen Euro. In den übrigen
EU-Staaten gibt es keine gesetzlichen Regelungen, zum Teil, weil es dort
keine Atomkraftwerke gibt. Kritische Stimmen machen darauf aufmerksam, daß
auch in Deutschland keine ausreichende Haftpflichtversicherung für
Atomkraftwerke besteht.
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Stx528-529.2009.7-8.2 (2 Seiten)
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Haftung
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Terroristische Angriffe auf Kernkraftwerke aus rechtlicher Sicht. Keine
Handhabe zum Abschalten nach dem Atomgesetz. Atomindustrie will
Schadensersatz, falls einer Abschaltung doch kein terroristischer Angriff
folgt. Seit den terroristischen Anschlägen in den USA am 11. September
2001 werden als Bedrohungsszenario auch derartige Angriffe, insbesondere
durch den Einsatz von Flugzeugen, auf kerntechnische Anlagen diskutiert. Sich
daraus ergebende rechtliche Fragen wurden am 13. Dezember 2001 im Rahmen
einer Vortragsveranstaltung des Informationskreises Kernenergie in Berlin von
Prof. Dr. Fritz Ossenbühl beantwortet. Professor Ossenbühl leitete lange
Jahre an der Bonner Universität das Institut für Öffentliches Recht mit den
Hauptarbeitsgebieten Staats- und Verwaltungsrecht sowie Staatshaftungsrecht.
Zudem ist er ordentliches Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der
Wissenschaften. Die Ergebnisse seiner Überlegungen faßte Professor Ossenbühl
in sechs Punkten zusammen, die das Deutsche Atomforum e.V., die
Werbeorganisation der Atomindustrie, verbreitete.
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Stx360-361.2002.7.1 (1 Seite)
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Haftung
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15 Jahre nach Tschernobyl: 75.000 Unterschriften für eine Atomhaftpflichtversicherung
und 27.000 Unterschriften für einen Ausstieg bis zum Jahr 2002. 75.000
Bürger, Professoren, ehemalige Bundesminister, Prominente und Unternehmen
fordern eine volle Haftpflichtversicherung für Atomkraftwerke. Anläßlich des
15. Jahrestages von Tschernobyl berichteten die Ärzteorganisation IPPNW und
der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) von einer breiten
gesellschaftlichen Unterstützung ihrer seit einem Jahr laufenden
Unterschriftenaktion mit der Forderung nach einer "sofortigen vollen
Haftpflichtversicherung für die deutschen Atomkraftwerke". Im Februar
2001 hatte zudem die parteiunabhängige Initiative für den Ausstieg aus der
Kernenergie bis zum Jahr 2002 über 27.000 Unterschriften dem
Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages übergeben. Weitere Informationen
unter http://www.atomhaftpflicht.de
und http://webserver.comlink.org/atomausstieg
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Stx344-345.2001.7.1 (1 Seite)
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Haftung
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Ausreichende Versicherung für Atomkraftwerke gefordert.
Unterschriftenaktion von IPPNW, NRV und BUND im Jahr 2000. Die Deckungsvorsorge
für den Fall einer Katastrophe in einem Atomkraftwerk deckt weniger als 0,1
Prozent der möglichen Sach- und Vermögensschäden ab. Die Betreiber sind gegen
einen Großschaden total unterversichert und gehen im Fall einer
Atomkatastrophe sofort in Konkurs. Auch der Staat kann einen Großschaden
nicht zahlen, der sich auf das zwanzigfache des jährlichen Bundeshaushaltes
belaufen würde. Das volle Risiko eines Atomunfalls trägt somit der Bürger
selbst und nicht der Betreiber der Atomkraftwerke. Deshalb richten in einer
jetzt bundesweit angelaufenen Unterschriftenaktion die Deutsche Sektion der
Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer
Verantwortung (IPPNW) e.V., die Neue Richtervereinigung (NRV), der Bund
Naturschutz in Bayern e.V. und der Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland e.V. (BUND) an den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung
die Forderung, unverzüglich als Risikovorsorge für den Betrieb von
Atomkraftwerken eine Betriebshaftpflichtversicherung mit ausreichender
Deckung für alle Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden vorzuschreiben.
Kontakt und Unterschriftenlisten: http://www.atomhaftpflicht.de
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Stx320-321.2000.6,7.2 (2 Seiten)
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Haftung
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Gefährliche Geschäfte mit der Reaktorsicherheit: Haftungsauschluß für
deutsche Sicherheitstechnik bei der Nachrüstung russischer Atomkraftwerke.
Im Juni 1998 wurde in Bonn ein Nuklearhaftungsabkommen mit Rußland
unterzeichnet. Darin geht es um nukleare Unfälle in der Russischen
Föderation, die auf Lieferungen aus Deutschland zurückzuführen sind. Der
Medizinphysiker Dr. Sebastian Pflugbeil, Vorsitzender der Berliner Vereins
Kinder von Tschernobyl, für das Neue Forum ehemals Minister ohne
Geschäftsbereich in der letzten Modrow-Regierung der DDR, sagt dazu seine
Meinung.
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Stx282-283.1998.12.1 (1 Seite)
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Haftung
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IAEO: Vereinbarung über Haftung nach Atomunfällen. Die Delegierten
der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) haben sich am 12. September
1997 in Wien auf eine neue Konvention zur Haftung und Entschädigung nach
atomaren Unfällen geeinigt.
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Stx258-259.1997.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Haftung
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Bonn: "Eine unbegrenzte Nuklearhaftung ist kaum
durchsetzbar". Belastungen durch Umweltfaktoren können sich
grundsätzlich nachteilig auf die menschliche Gesundheit auswirken und
zusätzliche Risiken für bestimmte Erkrankungen darstellen, erklärte die
Bundesregierung in ihrer Antwort (Bundestagsdrucksache 12/7606) vom 26. Mai
1994 auf eine Kleine Anfrage von SPD-Abgeordneten (12/7039). Den Umfang der
volkswirtschaftlichen Verluste durch die Umweltverschmutzung beziffert die
Bundesregierung in einer Antwort vom selben Tag (12/7605) auf eine weitere
Kleine Anfrage von SPD-Abgeordneten (12/7021) zu "versteckten und
vergessenen Kosten" mit 200 bis 600 Milliarden DM pro Jahr für ganz
Deutschland. Dabei scheint eine unbegrenzte Haftung der Verursacher kaum
durchsetzbar, wie das Beispiel der Nuklearhaftung zeigt.
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Stx180-181.1994.5,6.2 (2 Seiten)
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Hochtemperaturreaktor
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Hochtemperaturreaktor
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Der THTR ist auch in Südafrika gescheitert. Renaissance einer Pleite. Während die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen
(NRW) und ihr Innovationsminister Pinkwart in den letzten Wochen nicht nur
ihr Bekenntnis zur Atomkraft erneuern, sondern sogar von neuen
Atomkraftwerken der Generation IV (also auch Hochtemperaturreaktoren)
schwärmen, hat die Kritik an dieser Reaktorlinie nicht nur deutlich
zugenommen, sondern zum Abbruch der Bauvorbereitungen in Südafrika geführt.
Dies zeigt deutlich, wie realitätsfern CDU und FDP in der Energiepolitik
agieren. Das Märchen von der „inhärenten Sicherheit“ wurde widerlegt Im
November 2007 kritisierte eine vom österreichischen Lebensministerium (!) in
Auftrag gegebene Untersuchung die geplanten neuen Reaktoren in Grund und
Boden. Anfang 2008 sorgten Krebsfälle in der Umgebung des
Thorium-Hochtemperatur-Reaktors (THTR) in Hamm in zahlreichen
Tageszeitungsberichten für Schlagzeilen. Im Juni 2008 erfolgte mit der
englischsprachigen Moormann-Studie aus Jülich, wo der THTR vor 40 Jahren
entwickelt wurde, der weltweite Durchbruch in der internationalen Diskussion . Bei dem Rückbau des Mini-THTRs in Jülich
wurde offenbar, dass sich der radioaktive Kugelbruch an Stellen befand, an
denen man es nie für möglich hielt. Der Wissenschaftler deckte ausgehend von
diesen Kontaminationen zahllose konstruktive Mängel der gesamten Reaktorgeneration
auf, die die bisherige Propaganda von der „inhärenten Sicherheit“ in das
Reich der Märchen verwies. Von Horst Blume, Bürgerinitiative Umweltschutz
Hamm.
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Stx536-537.2009.7-8.2 (2 Seiten)
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Hochtemperaturreaktor
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Inhärente Störfälle und Radioaktivitätsabgaben bei HTR-Linie. Eine neue Untersuchung von Rainer Moormann
vom Institut für Sicherheitsforschung und Reaktortechnik (ISR) des
Forschungszentrums Jülich über den Betrieb des Thorium Hochtemperaturreaktors
in Jülich stellt die bisherige offizielle Sicherheitsarchitektur dieser
Reaktorlinie in Frage und erschüttert die Aussagen der internationalen
Atomgemeinde über die Vorzüge der neuen Generation IV-Reaktoren in ihren
Grundfesten. Ein Bericht von Horst Blume.
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Stx522-523.2008.7-8.2 (2 Seiten)
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Hochtemperaturreaktor
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Kugelreaktor in Südafrika. Die Firma Uhde in Dortmund, eine Tochter
des Thyssen-Krupp-Konzerns, will die nukleare Brennelementefabrik für den in
der Nähe von Kapstadt in Südafrika als "Pebble Bed Modular Reactor
(PBMR)" geplanten Hochtemperaturreaktor (HTR) bauen. Die seit 1962 in
Südafrika aktive Firma erhielt den Auftrag, das 20 Millionen Dollar-Projekt
auf dem Gelände der Atomfabrik Pelindaba zu realisieren, an deren Grenze erst
vor wenigen Wochen von Earth Life Africa und der Böll-Stiftung beunruhigend
hohe Werte radioaktiver Verseuchung gemessen wurden.
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Stx446-447.2005.4,5.2 (2 Seiten)
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Hochtemperaturreaktor
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Das atomare Dreieck Deutschland, Südafrika und Pakistan. Die
jahrzehntelange zivil-militärische Forschung der "Gesellschaft zur
Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt" (GKSS), direkt neben
dem Atomkraftwerk Krümmel, hat Auswirkungen bis heute. Eine Betrachtung von
Horst Blume.
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Stx434-435.2005.1-3.3 (3 Seiten)
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Hochtemperaturreaktor
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HTR-Zusammenarbeit auch mit Bulgarien. 1988 prüfte Asea Brown
Boveri (ABB), wie der Hochtemperaturreaktor HTR-100 für die Karbidproduktion
in Bulgarien einzusetzen sei.
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Stx38.1988.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Hochtemperaturreaktor
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Hochtemperatur-Reaktorbau auf dem Vormarsch. Am 12. Februar 1988
hatte die Siemens AG (KWU) und die Interatom GmbH mit dem Nuclear Power
Bureau des Ministeriums für Nuklearindustrie der Volksrepublik China eine
Zusammenarbeit auf der Basis des vom Unternehmen entwickelten
Hochtemperatur-Modul-Kernkraftwerkes (HTR-Modul) geschlossen. Am 4. März 1988
haben das Staatskomitee der UdSSR für die Nutzung der Atomenergie und die
Gesellschaften BBC Brown Boveri AG sowie Hochtemperatur-Reaktorbau GmbH (HRB)
(beide ASEA Brown Boveri-Gruppe (ABB), früher Brown, Boveri & Cie., BBC)
eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei Entwicklung, Bau und Nutzung
von Kernkraftwerken mit Hochtemperaturreaktor unterzeichnet. Und am 11. März
1988 ist in Peking zwischen der Volksrepublik China und der deutschen Innotec
Energietechnik KG eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei Planung und
Bau von Hochtemperaturreaktoren unterzeichnet worden.
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Stx36.1988.6.1 (1 Seite)
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Plutoniumwirtschaft
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Plutoniumwirtschaft
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Schwindende Uranreserven machen die Hoffnungen in eine atomare
Energieversorgung zunichte. Die
Energy Watch Group warnt: Die Lücke zwischen Uranproduktion und Verbrauch
klafft immer stärker, die Uranproduktion wird den Bedarf des jetzigen
weltweiten Atomkraftwerkparks nur noch wenige Jahrzehnte decken können. Das
sehen Atomfreunde auch und setzen deshalb ihre Hoffnung auf Schnelle Brüter.
Das wäre der Übergang zur Plutoniumwirtschaft. Mit einem Kommentar von Thomas
Dersee.
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Stx490-491.2007.4-5.2 (2 Seiten)
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Plutoniumwirtschaft
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Sellafield nach Störfall stillgelegt. Skandal um
Konstruktionsfehler und Spekulationen um endgültige Stillegung. Die Freisetzung
von circa 83.000 Litern hoch radioaktivem, in konzentrierter Salpetersäure
aufgelöstem Kernbrennstoff aus abgebrannten Brennelementen, ist in der
britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield monatelang unentdeckt
geblieben.
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Stx442-443.2005.7.1 (1 Seite)
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Plutoniumwirtschaft
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30 Kilogramm Plutonium werden in Sellafield vermißt. Der jährliche
Kontrollbericht der britischen Atomenergiebehörde weist zum Ende des Jahres
2004 für die Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield einen "Verlust"
von 29,6 Kilogramm Plutonium auf, genug für den Bau von 7 bis 8 Atombomben.
Bereits 2003 waren 19 Kilogramm des radioaktiven Materials als
"verschwunden" gemeldet worden.
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Stx436-437.2005.5.1 (1 Seite)
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Plutoniumwirtschaft
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BESSY im Nahen Osten. Die Bundesregierung hat die Berliner
Beschleunigeranlage BESSY I nach Jordanien verschenkt. Der Marburger Kernchemiker
Professor Reinhard Brandt warnt erneut vor der Möglichkeit, damit
waffenfähiges Plutonium zu erzeugen. Er erwähnt dabei die OSIRAK-Anlage in
Bagdad, einen Kernforschungsreaktor, der von den Israelis aus Angst vor
irakischen Atomwaffenentwicklungen zerbombt worden war. Es ist nicht
nachzuvollziehen, daß die deutsche Regierung einfach überhört, daß in Israel
von ernstzunehmenden Leuten bereits OSIRAK und BESSY in einem Atemzug genannt
werden.
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Stx428-429.2004.5.1 (1 Seite)
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Plutoniumwirtschaft
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Das Bundesumweltministerium feiert den Wiedereinstieg in die
Wiederaufarbeitung als "sichere Räumung des Plutoniumbunkers in
Hanau". Rot-Grün will 1,5 Tonnen Plutonium nach Frankreich
verschieben. Entsetzt äußerten sich Greenpeace und andere Umweltverbände über
neue deutsche Verträge mit der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in
Frankreich. Nach dem gescheiterten Export der Hanauer MOX-Fabrik nach China
riskiert Rot-Grün jetzt erneut die Glaubwürdigkeit seiner Atompolitik. Am 16.
Juni 2004 gab das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter bekannt,
daß Plutonium aus den Schnellen Brütern Kalkar und Karlsruhe nach Frankreich
in die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague exportiert werden soll. Das
bedeutet, daß die Besitzer des Plutoniums, der Stromversorger RWE und das
bundeseigene Forschungszentrum Karlsruhe, neue Wiederaufarbeitungsverträge
eingehen. Das widerspreche dem Plan der rot-grünen Bundesregierung, aus
dieser gefährlichen Technologie so schnell wie möglich auszusteigen,
kritisiert Greenpeace.
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Stx420-421.2004.5,6.2 (2 Seiten)
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Plutoniumwirtschaft
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Der Export von Plutonium-Anlagen aus Deutschland geschieht mit
unterschiedlicher Sorgfalt. Beim Export von Plutonium-Anlagen ist die
Bundesregierung verpflichtet, die mögliche Proliferationsgefahr derartiger
Anlagen in den Bestimmungsländern zu prüfen. Es ist aber nicht
auszuschließen, daß unsere Bundesregierung dieser Aufgabe möglicherweise mit
unterschiedlichen Graden ihrer Sorgfaltspflicht nachkommt. Manchmal hat man
den Eindruck, daß die Umstände "je nach dem" gewertet werden. Das
erläutert der Marburger Kernchemiker Professor Dr. Reinhard Brandt an den
beiden Beispielen Hanauer Plutoniumanlage und Berliner
Synchrotronstrahlenquelle BESSY.
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Stx416-417.2004.3-4.2 (2 Seiten)
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Plutoniumwirtschaft
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Ärzte wollen die Plutoniumfabrik Hanau kaufen. "Wir kaufen
Hanau" – unter diesem Motto will die deutsche Sektion der
Internationalen Ärztevereinigung zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW)
gemeinsam mit Prominenten und PolitikerInnen Siemens das bessere Angebot
machen. "Wir wollen die Hanauer Plutoniumfabrik für 50 Millionen und
einen Euro kaufen, bevor sie nach China geht. China bietet bloß 50 Millionen
Euro", sagt IPPNW-Sprecherin Angelika Wilmen. Die IPPNW habe die
Initiative "Hanau selber kaufen" am 26. Februar 2004 gestartet,
weil die Anlage der chinesischen Regierung helfen würde, große Mengen
atomwaffenfähiges Plutonium zu produzieren. Und China habe bereits Pakistan
und dem Iran bei ihren illegalen Atomwaffenprogrammen geholfen. Zu den
prominenten UnterstützerInnen der Aktion gehören unter anderen Peter Sodann,
Hermann Scheer, Winfried Nachtwei, Andrea Nahles, Hans-Christian Ströbele,
Konstantin Wecker, Martin Buchholz, Angelika Zahrnt (BUND) und Eduard
Bernhard (BBU). Die IPPNW ruft dazu auf, Mitbesitzer der
MOX-Brennelementefabrik in Hanau zu werden und die Welt vor dem Umgang mit
Plutonium und waffenfähigem Material zu schützen. Die
Selbstverpflichtungserklärung kann man sich unter http://www.hanauselberkaufen.de
ausdrucken. Fällig werde das Geld nur dann, wenn der Kaufpreis tatsächlich
zusammenkommt, wird erklärt.
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Stx412-413.2004.8.1 (1 Seite)
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Plutoniumwirtschaft
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Chinesische Leuchtzeichen über Hanau. Proteste gegen deutsche
Pro-Atom-Politik für China. Gegen den möglichen Export der Hanauer
Plutoniumfabrik nach China protestierte Greenpeace mit einer
Großbild-Projektion an der Fabrik. In chinesischen Schriftzeichen war zu
lesen: "Gefahr!", sowie auf deutsch: "Keine Atomfabrik nach
China!" Greenpeace fordert von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und
Außenminister Joschka Fischer (Grüne), den Export der Fabrik auf keinen Fall
zu genehmigen. Die Plutoniumfabrik könne große Mengen waffenfähiges Plutonium
verarbeiten und sei ein Risiko für die internationale Sicherheit. Nach
Ansicht des Vorsitzenden der Reaktorsicherheitskommission, Michael Sailer,
ist das zivile chinesische Atomprogramm heute noch viel zu bescheiden, als
daß die Hanauer Anlage dort einen Sinn machen könnte.
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Stx408-409.2004.3,4.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Plutoniumwirtschaft
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Weiterhin Peinlichkeiten um Bomben-Plutonium aus dem nach Jordanien
verschenkten Berliner Elektronensynchrotron. Die Leserinnen und Leser des
Strahlentelex erinnern sich: Im Sommer 1998 erschien eine Pressemitteilung,
daß die ausgediente Synchrotronstrahlenquelle BESSY 1 von Berlin nach
Palästina "verbracht" werden sollte. Damit war der Export recht
moderner Nuklear-Beschleuniger in eine "delikate" Weltgegend
verbunden. Die Frage nach dem möglichen Mißbrauch der Anlage zur
Plutoniumherstellung wurde nicht gestellt. Jetzt heißt es: "Die
Produktion von Plutonium [dürfte] um eine Grössenordnung unter 1 Milliarde
[Atome] pro Sekunde liegen." So Professor M. Popp vom Karlsruher
Forschungszentrum an Professor R. Brandt. Professor Brandt berichtet.
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Stx404-405.2003.4-6.3 (3 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Plutoniumwirtschaft
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Lesermeinung: "Bessy" gegen "Dimona". Das
Berliner Elektronensynchrotron "BESSY", in Jordanien mit 340-fach
verbesserter Leistung als "BESSY 1a" wieder aufgebaut, könnte das
Schicksal des Reaktors "OSIRIS" in Bagdad erleiden. In der vorigen
Ausgabe des Strahlentelex (Nr. 386-387 vom 06.02.2003, S. 1+2) hatte Dr.
Reinhard Brandt, Professor i. R. für Kernchemie an der Philipps-Universität
Marburg, davor gewarnt. "OSIRIS" ("OSIRAK") war
seinerzeit kurz vor Fertigstellung von Israel zerstört worden. Auch mit
"BESSY" läßt sich Plutonium zum Bombenbau produzieren. Professor
Dr. Hartwig Spitzer vom Institut für Experimentalphysik und der Arbeitsgruppe
für Naturwissenschaft und Internationale Sicherheit (CENSIS) in der
Universität Hamburg, hält solche Befürchtungen für übertrieben. Brandt sieht
seine Bedenken durch die Ausführungen von Spitzer bestätigt.
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Stx388-389.2003.3.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Plutoniumwirtschaft
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Das Berliner Elektronensynchrotron ist jetzt in Jordanien. 8
Millionen Euro für den Aufbau von BESSY 1a im Nahen Osten – vielleicht für
das Schicksal von OSIRIS in Bagdad. BESSY 1, das Elektronensynchrotron
aus Berlin, ist jetzt nach Jordanien "verbracht" worden – so nennt
man eine delikate Schenkung im Beamtendeutsch. Die Problematik dieser
Angelegenheit wurde im vorigen Jahr zweimal in der deutschen Öffentlichkeit
publiziert: Im Strahlentelex Nr. 366-367 vom 4. April 2002 gab es einen
Artikel "Plutoniumwirtschaft: BESSY 1 soll in den Orient" (Reinhard
Brandt) und im Berliner Tagesspiegel vom 19. Februar 2002 stand:
"Plutonium für Nahost – ein Forscher warnt" (Kohlenberg). Leider
gab es darauf kaum eine Resonanz oder offene Diskussion in Deutschland. So
wird jetzt im Nahen Osten von einer neuen, internationalen Organisation
SESAME diese Nuklearanlage zur Produktion von Synchrotronstrahlung mit einer
um den Faktor 340 verbesserten Leistung und mit dem Segen der UNESCO als
BESSY 1a wieder aufgebaut. Teilkosten in Höhe von 8 Millionen Euro soll die
Europäische Union tragen. Die Reaktionen aus Israel zu diesem Vorhaben sind
zwiespältig: Einerseits ist Israel kürzlich offizielles Mitglied der
SESAME-Organisation geworden, andererseits hat Ende November 2002 der
deutsche Professor H. Schopper, der Hauptverantwortliche dieser ganzen
Transaktion, auf einer Sitzung der israelischen Akademie der Wissenschaften
zu Jerusalem über dieses Vorhaben berichtet – und er wurde dort mit
erheblichen Bedenken konfrontiert. Darüber berichtete Frau Traubmann am 4.
Dezember 2002 in der großen israelischen Tageszeitung Haaretz in einer für
eine Demokratie üblichen und ausgewogenen Weise. Damit nun beschäftigt sich
Dr. Reinhard Brandt, pensionierter Professor für Kernchemie im Fachbereich
Chemie der Philipps-Universität Marburg.
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Stx386-387.2003.1,2.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Plutoniumwirtschaft
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Bessy I soll in den Orient. Jordanien und Armenien stehen als
Empfängerländer für das Berliner Elektronensynchrotron zur Auswahl. Die
Bundesregierung verschenkt das ausrangierte Berliner Elektronensynchrotron
Bessy I in den Nahen Osten. Damit läßt sich jedoch Bomben-Plutonium
herstellen, warnt Professor Reinhard Brandt. Vor bald einem Jahr, im Mai
2001, wurde in dieser Zeitschrift von Dr. Reinhard Brandt, pensionierter
Professor für Kernchemie im Fachbereich Chemie der Philipps-Universität
Marburg, ein Artikel publiziert mit dem Titel: "Plutoniumwirtschaft:
BESSY I soll nach Jordanien" (Stx344-345.2001.1-3.3).
Darauf gab es nur in einer Fachzeitschrift, der
"StrahlenschutzPraxis", öffentliche Reaktionen, die im Ton
unerfreulich und in der Sache zu unausgewogen waren, um ein richtiges Bild in
der Öffentlichkeit entstehen zu lassen. Es ist dann am 19. Februar 2002 im
Berliner "TAGESSPIEGEL" auf der Seite 3 ein längerer Artikel unter
dem Titel: "Das chemische Gefühl - Plutonium für Nahost / Ein Forscher
warnt" zu diesem Thema mit einer beunruhigenden Zusatznachricht
erschienen: Mit der Auslieferung der alten Elektronensynchrotron-Anlage BESSY
I aus Berlin nach Jordanien per Flugzeug soll ab Ende März dieses Jahres
begonnen werden, ohne daß die Gesamtproblematik dieser
"Verbringung" (so heißt so etwas in Amtsdeutsch, wenn die
Bundesregierung solche Anlagen verschenkt) auch nur ansatzweise in der
Öffentlichkeit in ihren positiven und negativen Aspekten diskutiert worden
ist. Deshalb geht Brandt hier noch einmal auf diese Angelegenheit ein.
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Stx366-367.2002.1-3.3 (3 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Plutoniumwirtschaft
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Atommüll: Zurückgenommenes Plutonium soll wieder in Atomkraftwerken
eingesetzt werden. Nach den derzeitigen Planungen der
Energieversorgungsunternehmen soll das gesamte in der Wiederaufarbeitung
bereits abgetrennte und in Zukunft noch abzutrennende Plutonium, das nach
Deutschland zurückgenommen werden muß, in Form von
Mischoxid(MOX)-Brennelementen wieder in deutschen Kernkraftwerken eingesetzt
werden. Das teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (14/5861) auf eine
Kleine Anfrage der PDS-Bundestagsfraktion (14/5126) mit. Die nach Angaben der
Energieversorger noch zu liefernden Mengen umfaßten 42,5 Tonnen Schwermetall
aus den Anlagen im britischen Sellafield, 147,5 Tonnen Schwermetall aus dem
belgischen Dessel und 262,6 Tonnen Schwermetall aus dem französischen
Cadarache.
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Stx344-345.2001.5.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Plutoniumwirtschaft
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BESSY I soll nach Jordanien. Das Bundeskanzleramt hat nichts dagegen.
Mit dem ausgemusterten Berliner Elektronensynchrotron ließe sich im Nahen Osten
Bombenplutonium herstellen. Im Juli 1998 hatte in Berlin-Adlershof der
neue Elektronenspeicherring für Synchrotronstrahlung BESSY II seinen Betrieb
aufgenommen. Seit Januar 1999 stellt nun die 195 Millionen Mark teure Anlage
zum Zwecke der Forschung Strahlung vom infraroten bis in den Röntgenbereich
zur Verfügung. Zum 1. Januar 2000 wurde daraufhin die kleinere
Vorläuferanlage BESSY I am Breitenbachplatz in Berlin-Wilmersdorf
stillgelegt. Interessierte Kreise aus der Europäischen Organisation für Kernforschung
in Genf (CERN) planen nun, BESSY I nach Jordanien zu exportieren. Aber:
"Mit den 850 MeV Elektronen von BESSY läßt sich saftig Plutonium-239
herstellen", warnt der Kernchemiker Dr. Reinhard Brandt, pensionierter
Professor an der Philipps Universität Marburg. Und er fragt nach dem Sinn, in
einem Krisengebiet 20 Kilometer von Israel entfernt eine deutsche Anlage
aufzubauen, mit der Bombenplutonium hergestellt werden kann.
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Stx344-345.2001.1-3.3 (3 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Plutoniumwirtschaft
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Deutschland ist Experte für den Export von Problemen. Sie wollen
die neuesten Zahlen zu Deutschlands Plutonium-Beständen wissen? Da
Deutschland zu einer Gruppe von neun Ländern gehört, die im Dezember 1997
übereinkamen, grundlegende Informationen zu ihrer Plutoniumpolitik nach
gemeinsamen "Richtlinien zum Plutonium-Management" zu
veröffentlichen, sollte das eigentlich keine schwierige Frage sein. Sollte
... .Plutonium Investigation Deutschland. Von Mycle Schneider
und Mathieu Pavageau, Paris. Übersetzung aus dem Englischen von Annette Hack.
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Stx274-275.1998.1-6,11.7 (7 Seiten)
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Plutoniumwirtschaft
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IPPNW-Studie warnt vor deutschem Waffenplutonium. Die Analyse bisher
unveröffentlichter Dokumente aus Frankreich zeigt, daß das
Atom-Kontrollsystem durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) und
die Europäische Atomenergiebehörde (EURATOM) an die Bedürfnisse der
französischen Militärs angepaßt wurde und nur eine beschränkte Auswahl von
Einrichtungen betrifft.
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Stx254-255.1997.10-12.3 (3 Seiten)
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Plutoniumwirtschaft
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Japan: Plutoniumvorräte bilanziert. Japan hat im November 1994
erstmals genauere Angaben über die Plutoniumvorräte seiner Atomindustrie gemacht
und ist nach eigener Darstellung das erste Land, das die Vorräte derart genau
bekanntgibt.
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Stx190-191.1994.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Plutoniumwirtschaft
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Japanisches Plutonium für Siemens. In Japan befinden sich 42 Kernkraftwerke
mit einer Gesamtleistung von 33.400 Megawatt in Betrieb. Bis zum Jahr 2000
ist der Ausbau auf 55 Kernkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 46.400
Megawatt geplant. Dies teilte die Bundesregierung in ihrer Antwort (12/3993)
vom 18. Dezember 1992 auf eine Kleine Anfrage von Abgeordneten der
SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag mit.
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Stx154-155.1993.6.1 (1 Seite)
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Plutoniumwirtschaft
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"Eine Kette von Ungereimtheiten". Die Kritik an der
Plutoniumwirtschaft, mit der sich das Bundesverfassungsgericht aufgrund eines
Ende April 1988 von der SPD-Bundestagsfraktion eingereichten
Normenkontrollantrages zu beschäftigen hat, provozierte die Befürworter zu
Gegengutachten, wobei offenbar mit falschen und veralteten Informationen
gearbeitet wird. Mit einer Ende 1987 vorgelegten Denkschrift hatte Dr. Horst
Kuni, Arzt und Professor für Nuklearmedizin am Medizinischen Zentrum für
Radiologie der Philipps-Universität Marburg, die SPD-Initiative gestützt, die
atomtechnische Nutzung von Plutonium für verfassungswidrig erklären zu
lassen. Im März 1989 hatte Kuni sein Gutachten gegen Kritik aus dem
Kernforschungszentrum Karlsruhe verteidigt und gezeigt, daß dort mit falschen
und veralteten Informationen über die Gefährlichkeit von Plutonium gearbeitet
wird. Auf Aussagen des Strahlenbiologen Professor Vladimir Volf von der
Fakultät für Bio- und Geowissenschaften der Universität Karlsruhe gestützten
Angriffen in der Presse hat Kuni in einer vom Strahlentelex dokumentierten
Stellungnahme im April 1989 erneut geantwortet.
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Stx54.1989.1,2,5,6.4 (4 Seiten)
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Plutoniumwirtschaft
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Leventhal: Plutoniumkreislauf ist unwirtschaftlich. Diese Ansicht
vertrat der Direktor des renommierten amerikanischen Nuclear Control
Institute, Paul Leventhal, im Juni 1988 vor einem Untersuchungsausschuß des
Deutschen Bundestages.
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Stx37.1988.6.1 (1 Seite)
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Uranmarkt
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Zurück zum Anfang
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Uranmarkt
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Stromkonzerne steigen aus der
Urananreicherung aus. Die Stromkonzerne RWE und Eon steigen aus der
Urananreicherung in Gronau aus. Die Anteile beider Unternehmen an der
Nuklearfirma Urenco stünden zum Verkauf. Das verlautete im September 2011 aus
den Firmen. Es sei denkbar, daß noch in diesem Herbst ein Käufer gefunden
werde. Wegen des Atomausstiegs werde die Urananreicherung nicht mehr
benötigt, hieß es zur Begründung.
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Stx596-597.2011.11-12.2 (2 Seiten)
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Uranmarkt
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Schweizer Urangeschäfte mit
Rußland. Schweizer Atomstrom wird immer schmutziger. Nachdem Greenpeace
Schweiz vor zwei Jahren enthüllt hatte, daß die Schweizer AKW-Betreiberin
Axpo ihre Brennelemente in der atomaren Dreckschleuder Majak produzieren
läßt, wurde nun am 14. September 2011 in einem Bericht des Schweizer
Fernsehens bekannt, daß der AKW-Betreiber einen neuen Vertrag für
Uranlieferungen aus der sibirischen Produktionsanlage Seversk, auch bekannt
als Anlage Tomsk-7, abgeschlossen hat, obwohl die Umgebung in Seversk
ebenfalls weiträumig radioaktiv verseucht ist. Zuvor hatte die Axpo
versprochen, ihre Brennstofflieferungen besser zu überprüfen. Greenpeace
Schweiz fordert nun von der Axpo, ganz aus den Uran-Geschäften mit Rußland
auszusteigen.
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Stx594-595.2011.16.1 (1 Seite)
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Uranmarkt
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Kernbrennstoffe dürften eigentlich
nicht nach Rußland, solche aus Rossendorf aber doch. Die Abgabe von
bestrahlten Kernbrennstoffen aus Kraftwerken zur Stromerzeugung an eine
Anlage zur Aufarbeitung bestrahlter Kernbrennstoffe ist zwar unzulässig –
darauf weist die Bundesregierung in ihrer Antwort vom 08.12.2010 auf eine
Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hin. Bei den
Rossendorf-Brennelementen handele es sich jedoch um hochangereicherte
bestrahlte Brennelemente aus einem stillgelegten Forschungsreaktor, erläutert
die Bundesregierung.
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Stx578-579.2011.8.1 (1 Seite)
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Uranmarkt
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Uranbergbau: Deutschland
verschleiert die Herkunft des Urans. IPPNW: Grobe
Menschrechtsverletzungen und massive Umweltzerstörungen in den Abbauländern.
Die deutsche Bundesregierung und die EURATOM Supply Agency verschleiern die
Herkunft des Urans, das für den Betrieb deutscher Atomkraftwerke genutzt
wird. Zu diesem Ergebnis kommt die Internationale Ärzteorganisation zur
Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) nach einer systematischen Auswertung der
Quellen der europäischen Atombehörde EURATOM sowie von Antworten der
deutschen Bundesregierung auf parlamentarische Anfragen. Zwar lassen sich
anhand des Datenmaterials die Lieferländer nachvollziehen, nicht aber die
Ursprungsländer. „Wir fordern die Bundesregierung daher auf, Informationen
über Einfuhr, Herkunftsländer, Ausfuhr und Empfangsländer von Uran endlich
offen zu legen“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen.
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Stx568-569.2010.3-4.2 (2 Seiten)
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Uranmarkt
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Uranhexafluorid. In
Deutschland lagern derzeit in der Urananreicherungsanlage Gronau circa 4.700
Tonnen Uranhexafluorid (UF6). Diese Menge nennt die Bundesregierung in einer
Antwort (Bundestagsdrucksache 17/253 vom 16.12.2009) auf eine Kleinen Anfrage
von Bündnis 90/Die Grünen über die Lagerung und Sicherung von
Uranhexafluorid. Den Urandurchsatz in der Anlage Gronau schätzt die
Bundesregierung für das Jahr 2009 auf rund 4.550 Tonnen, nach jeweils 4.450
Tonnen in den beiden Jahren zuvor.
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Stx556-557.2010.14.1 (1 Seite)
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Uranmarkt
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Keine Hinweise auf eine Renaissance der Atomenergie. Gigantische
Fehlinvestitionen der Energiekonzerne. Auch die Absichtserklärungen neuer Länder, zukünftig auf Atomenergie
setzen zu wollen, werden den Rückgang der Atomenergie nicht bremsen können.
Denn tatsächlich befindet sich die Atomenergie weltweit alles andere als im
Aufwind. Zu diesem Ergebnis kommen der Priv.-Doz.
Dr. Lutz Mez, Geschäftsführer der 1986 gegründeten Forschungsstelle für
Umweltpolitik am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, Mycle
Schneider, Wissenschaftsjournalist in Paris und Träger des Alternativen
Nobelpreises, sowie Steve Thomas, Professor für Energiepolitik an der
University of Greenwich, in ihrem jetzt in England herausgegebenen Sammelband
zu den Internationalen Perspektiven der Energiepolitik und die Rolle der
Atomenergie. In insgesamt 31 Länderstudien wird gezeigt, daß die Atomtechnik
ihren Zenit bereits überschritten hat und die Zukunft der Energiesysteme eher
von Erneuerbaren Energieformen und Übergangsstrategien bestimmt wird. Die
Projektionen der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) für die von ihr
geförderte Atomenergie streben zwar immer noch nach oben, das entspringe
jedoch lediglich Wunschdenken, ihre tatsächliche Bedeutung nehme stetig ab,
konstatieren Mez und Schneider. Seit Beginn der 1990er Jahre würden mehr
Atomkraftwerke abgeschaltet als neu in Betrieb genommen.
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Stx538.2009.7-8.2 (2 Seiten)
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Uranmarkt
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Uran im Dünger: Landwirte
wollen Phosphor und bringen Uran auf den Acker. Landwirte wollen Phosphor
und bringen damit Uran auf den Acker. In Zukunft wird mehr uranverseuchtes
Phosphat importiert werden, weil die zur Zeit bekannten „uranarmen“
Phosphatlagerstätten beschränkt sind und die heimatlichen Märkte beliefern.
Die mineralische Phosphordüngung ist eine zunehmende Gefahr für Grund- und
Trinkwasser. Von Inge Lindemann
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Stx532-533.2009.14-17.4 (4 Seiten)
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Uranmarkt
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Tansania – das neue Bergbaueldorado. Ab 2010 soll in der Vereinigten Republik Tansania Uran abgebaut werden.
Die Explorationsarbeiten laufen auf Hochtouren. Die Bevölkerung ist
aufgebracht. Sie soll den Explorationsfirmen weichen. 25 Gesellschaften aus
aller Welt sind bisher dem Ruf des ostafrikanischen Landes gefolgt und suchen
dort nach Uran. Von Martin Kurz und Inge Lindemann
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Stx530-531.2009.9-10.2 (2 Seiten)
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Uranmarkt
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Aufgeheiztes Klima: Areva weitet Uranabbau in Niger aus. Am 18. Dezember 2008 reiste die Chefin des
französischen Atommultis AREVA, Anne Lauvergeon, in Nigers Hauptstadt Niamey,
um mit Präsident Mamadou Tandja die Abbaugenehmigung für das Uranvorkommen
Imouraren auszuhandeln. Imouraren liegt ungefähr 80 Kilometer südlich des
bisherigen Uranabbaugebiets von Arlit, eine der kolonialen
Hinterlassenschaften Frankreichs im Norden des Niger. AREVA’s
Explorationslizenz für Imouraren läuft im Februar 2009 aus. Tandja, der bei
den Präsidentschaftswahlen in diesem Jahr wieder antritt, handelte eine
staatliche Beteilung von 33,5 Prozent an dem neuen Uranprojekt mit AREVA aus.
Die Abbaulizenz beinhaltet eine Steigerung der Erlöse für Niger um 50 Prozent
gegenüber den bisherigen Erträgen aus dem Uranabbau von Arlit. 2012 soll Imouraren
in Betrieb gehen. Laut AREVA ist es dann eines der größten Uranbergwerke der
Welt. Von Günter Wippel und Inge Lindemann
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Stx530-531.2009.8-9.2 (2 Seiten)
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Uranmarkt
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Energiepolitik in der Sackgasse. Uran aus Afrika zum Schutz des Klimas in Europa. Um Ressourcen wurden
in der Vergangenheit und werden in der Gegenwart Kriege geführt. Zuweilen
kommt die gewalttätige Beschaffungsstrategie im anderen Gewand daher, als
erwartet. Aber der „Kampf um Rohstoffe“ gehört zum Alltag und bestimmt die
Energiepreise auch hierzulande. Der afrikanische Kontinent, reich an
begehrten Bodenschätzen, soll diese den Märkten der Welt zur Verfügung
stellen. Ein neuer Bergbauboom bedroht 924 Millionen Menschen. Mit Uran aus
Afrika will die Atomindustrie ihre Reaktoren bedienen und in Europa das Klima
retten. Von Inge Lindemann
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Stx530-531.2009.7-8.2 (2 Seiten)
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Uranmarkt
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Uranhaltige Phosphat-Düngemittel im Bundestag. Uranhaltige Phosphat-Düngemittel sind
Gegenstand einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im
Bundestag (Bundestags-Drucksache 16/10968 vom 13.11. 2008). Die Grünen
möchten unter anderem wissen, welche Erkenntnisse der Bundesregierung über
den Urangehalt bisher bekannter Phosphatlagerstätten vorliegen und wie lange
die globalen Vorräte uranfreien Phosphats voraussichtlicht reichen werden.
Außerdem wird nach möglichen Belastungen von Agrarprodukten durch uranhaltige
Dünger gefragt.
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Stx526-527.2008.8.1 (1 Seite)
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Uranmarkt
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Erneut dramatischer Wassereinbruch im Uranbergwerk Cigar Lake in
Kanada. Branchengigant Cameco
sieht reiche Uranreserven im kanadischen Saskatchevan wegbrechen. Die
Deutsche Thyssen Schachtbau GmbH ist verantwortlich für Bohrungen und
Niederbringung der Schächte in Cigar Lake. Bericht von Inge Lindemann.
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Stx520-521.2008.4-6.3 (3 Seiten)
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Uranmarkt
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Atompolitik: Jordanien ist auf
Atomkurs. In Amman unterzeichneten der Vorsitzende der jordanischen
Atomenergie-Kommission, Khaled Touquan, und der chinesische Botschafter Gong
Xiaosheng am 19. August 2008 eine Vereinbarung, derzufolge China und
Jordanien im Bereich der Atomenergie und des Uranabbaus kooperieren wollen.
Jordanien plant im Jahr 2030 30 Prozent des eigenen Energiebedarfs nuklear zu
erzeugen und will die Wasserentsalzung zur Trinkwassergewinnung vorantreiben,
so der jordanischen König Abdullah. Nach Angaben aus dem jordanischen
Energieministerium stützt sich das Land auf Uranreserven von 80.000 Tonnen
und zusätzlichen 100.000 Tonnen Uran, die beim Abbau von Rohphosphaten
gewonnen werden können. Bericht von Inge Lindemann.
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Stx520-521.2008.4.1 (1 Seite)
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Uranmarkt
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Uran im Wasser: Die Technologie
zur Abtrennung von Uran aus Trinkwasser wurde vervollkommnet. Die Wismut will wieder Uran verkaufen. Das Problem mit
anfallenden Reststoffen beim Filtern von Natururan aus Trinkwasser ist
gelöst. Das verkündete die Wismut Umwelttechnik GmbH (WISUTEC) in Chemnitz am
8. August 2008.
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Stx520-521.2008.3-4.2 (2 Seiten)
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Uranmarkt
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Uran im Wasser: Das Kriterium
„natürliche Reinheit“ der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung ist überholt. Höhere
Urangehalte im Wasser finden sich speziell in Buntsandstein-Gebieten und im Leitungswasser
sind auch schon Uraneinträge aus der Phosphatdüngung zu finden. Diese
Ergebnisse präsentierte der Diplom-Geologe Friedhart Knolle am 14. August
2008 an der Technischen Universität Braunschweig.
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Stx520-521.2008.2-3.2 (2 Seiten)
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Uranmarkt
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Uran im Boden: Uran im
Trinkwasser ist nur die Spitze des „Uranbergs“. Das Hamburger Umweltinstitut
fordert: Der Urangehalt in Düngemitteln sollte der Diskussionsschwerpunkt für
gesetzliche Richtwerte sein.
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Stx520-521.2008.1-2.2 (2 Seiten)
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Uranmarkt
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Bei steigenden Rohstoffpreisen soll Uran aus Meerwasser gewonnen
werden. Kommentar von Inge
Lindemann. Bereits heute kann Uran aus Meerwasser gewonnen werden, heißt es aus
Kreisen der Atomwirtschaft, um Atomenergie als vermeintlich klimaneutrale und
weitreichende Energiealternative zu propagieren. Aufgrund des aktuellen
Uranpreises sei diese Technologie jedoch noch nicht konkurrenzfähig. Das
sieht der französische Atommulti Areva, zuletzt in den Schlagzeilen wegen
einer Serie von Störfällen und der Verstrahlung von Mitarbeitern in
heimischen Atomanlagen, anders. Wird die Uranabtrennung an die
energieintensive Trinkwassergewinnung aus dem Meer gekoppelt, könnte sich das
schon heute rechnen.
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Stx518-519.2008.4-5.2 (2 Seiten)
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Uranmarkt
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Mehr Uran aus Russland für die USA. Russland wird die USA künftig mit größeren Mengen angereicherten
Urans für die amerikanischen Atomkraftwerke beliefern als bisher. Ein
entsprechendes Abkommen zur Liberalisierung der russischen Uranexporte ist am
1 Februar 2008 von US-Handelsminister Carlos Gutierrez und dem Chef der
russischen Atomenergiebehörde Rosatom, Sergej Kirijenko, in Washington
unterzeichnet worden, wie das US-Handelsministerium einer Meldung der
Nachrichtenagentur AFP vom 4. Februar 2008 zufolge mitteilte.
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Stx508-509.2008.12.1 (1 Seite)
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Uranmarkt
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Uranboom im afrikanischen Niger – verseuchtes Wasser, verstrahlter Sand. Von Inge Lindemann und Günter Wippel.
„Vor rund 40 Jahren kam die französische Cogema, heute AREVA, in die Region
von Agadez im Norden Nigers und sie sagten uns, es würde wie das Paradies
werden,“ erzählte Almoustapha Alhacen, Tuareg und Umweltschützer aus Niger.
„Dann wurden die Stadt Arlit geschaffen und die Uranabbaue von Arlit und
Akouta in der Wüste, am Rande des Air-Gebirges“. Seitdem hinterließ AREVA
beim Abbau von rund 100.000 Tonnen Uran 46 Millionen Tonnen Abraum unter
freiem Himmel. Dieses Gestein enthält noch bis zu 80 Prozent der ursprünglichen
Radioaktivität. „Unser Trinkwasser ist verseucht, strahlender Staub weht über
die Wüste und die Menschen werden krank. Der Uranabbau brachte zwar Arbeit,
aber keine Infrastruktur und medizinische Betreuung für die Bevölkerung,
geschweige denn - ein Paradies“, so Alhacen bitter. „Die Arbeiter gingen in
ihrer staubigen Kleidung, die sie bei der Arbeit getragen hatten, nach Hause
– die Kinder spielten auf ihrem Schoß – und die Frauen wuschen die Kleidung
mit der Hand …. Die Arbeiter wussten nicht, was Uran ist und hatten keine
Ahnung von Radioaktivität … sie haben ihre Mahlzeiten direkt im Steinbruch
auf den radioaktiven Steinbrocken sitzend, eingenommen ...“, berichtete
Alhacen weiter. Bis 1986 gab es für die Bergarbeiter keinerlei
Arbeitskleidung. Erst nach der Katastrophe von Tschernobyl seien Handschuhe
und Arbeitsanzüge sowie Staubschutzmasken ausgegeben worden. „Doch die Masken
schützen vor dem Staub, aber nicht vor der Radioaktivität“, so Alhacen.
„Heute gibt es sogar Strahlendosimeter, doch auch die Dosimeter schützen
nicht vor der Strahlung.“
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Stx.508-509.2008.9-12.4 (4 Seiten)
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Uranmarkt
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Futter für Dimona. Uran aus Dünger für Israels geheimes Atomprogramm. Rohphosphate sind eine kaum beachtete, aber
sehr bedeutende Quelle der Uranbeschaffung. Um mehr Transparenz in die
Stoffströme von radioaktivem Material zu bringen, sollten die Urangehalte in
Phosphordüngern deklariert werden. Phosphatlagerstätten in der Wüste Negev
liefern genug Uran für Israels Brennelemente und Bomben. Die
Düngemittelfabrik Rotem Amfert Mishor verarbeitet das Rohphosphat zu Dünger
und speist vermutlich den nahegelegenen Nuklearkomplex Dimona mit spaltbarem
Uran. Der Internationalen Atomenergieagentur IAEA in Wien liegen angeblich
keine Erkenntnisse zu Israels Atomanlagen vor. Die globale
Atomüberwachungsbehörde unterstützt ihre Mitgliedstaaten seit 50 Jahren bei
der Weiterverbreitung der Atomtechnologie, auch bei der Urangewinnung aus
Rohphosphat. Von Inge Lindemann
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Stx496-497.2007.6-10.5 (5 Seiten)
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Uranmarkt
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Uran-Abbau schürt Konflikt in Nordwestafrika. Tuareg-Revolte in Niger
droht zu eskalieren. Die
Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen hat Ende Juni 2007 vor
einer Ausweitung der Tuareg-Revolte in dem nordwestafrikanischen Staat Niger
gewarnt. Zwölf Jahre nach der Beilegung der letzten Tuareg-Rebellion
eskaliere die Gewalt im Norden des Niger erneut. Die Zahl der bewaffneten
Auseinandersetzungen zwischen der Armee und der Tuareg-Freiheitsorganisation
„Bewegung der Nigerier für Gerechtigkeit“ (MNJ) nehme stetig zu, seit die MNJ
im Februar 2007 mit ersten Angriffen auf sich aufmerksam gemacht habe.
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Stx492-493.2007.7.1 (1 Seite)
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Uranmarkt
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Für zusätzlich 350 Jahre lässt sich Reaktorbrennstoff bei der
Herstellung von Phosphatdüngern abtrennen. Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler aus 20 Ländern beteiligten sich im Juni 2007 an einem
Uran-Symposium der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in
Braunschweig. Um weitere 350 auf
400 Jahre läßt sich die Reichweite des Urans zur Nutzung als
Reaktorbrennstoff verlängern, wenn den Rohphosphaten bei der
Düngerherstellung das in ihnen enthaltene Uran entzogen wird. Also nicht nur
für 50 Jahre reicht das Uran noch, wie in der Vergangenheit auf der Basis des
klassischen Uranerzbergbaus und für etwa gleichbleibenden Verbrauch berechnet
worden war. Zu dieser Erkenntnis gelangten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
eines Internationalen Symposiums, an dem sich Wissenschaftler aus 20 Ländern
vom 4. bis 6. Juni 2007 in Braunschweig beteiligten. Eingeladen dazu hatte
Professor Dr. Dr. Ewald Schnug, Leiter des Instituts für Pflanzenernährung
und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL). Erstmals
wurden hier belastbare Daten über die weltweiten Urankonzentrationen in
Böden, in Gewässern und in Düngemitteln vorgestellt und über den Eintrag und
Verbleib von Uran aus Düngemitteln in der Umwelt diskutiert.
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Stx492-493.2007.5,6.2 (2 Seiten)
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Uranmarkt
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Schwindende Uranreserven machen die Hoffnungen in eine atomare
Energieversorgung zunichte. Die
Energy Watch Group warnt: Die Lücke zwischen Uranproduktion und Verbrauch
klafft immer stärker, die Uranproduktion wird den Bedarf des jetzigen
weltweiten Atomkraftwerkparks nur noch wenige Jahrzehnte decken können. Das
sehen Atomfreunde auch und setzen deshalb ihre Hoffnung auf Schnelle Brüter.
Das wäre der Übergang zur Plutoniumwirtschaft. Mit einem Kommentar von Thomas
Dersee.
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Stx490-491.2007.4-5.2 (2 Seiten)
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Uranmarkt
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Die Urananreicherungsanlage im niederländischen Almelo soll wie die in
Gronau ausgebaut werden. Der
deutsche Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e.V. hat gegen
den beantragten Ausbau der niederländischen Urananreicherungsanlage (UAA) im
grenznah zu Deutschland gelegenen Almelo Einspruch beim Umweltministerium
(VROM) in Den Haag erhoben. Durch die Ausbaupläne sieht der BBU Gefahren für
die Bevölkerung in den Niederlanden, aber auch in der Bundesrepublik
Deutschland, zum Beispiel durch Urantransporte, durch erhöhte
Niedrigdosisstrahlung und denkbare Störfälle. In der Anlage wird das
radioaktive Uranhexafluorid verarbeitetet, das bei Freisetzungen unter
anderem zu gefährlicher Flußsäure reagieren könne.
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Stx482-483.2007.7.1 (1 Seite)
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Uranmarkt
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Kanadisches Uranbergwerk säuft ab. Das Betreiberkonsortium unter Leitung der kanadischen Cameco
Corporation kann das Eindringen von Wasser in den geplanten Abbau der Cigar
Lake Lagerstätte im Norden Saskatchewans nicht verhindern, nachdem es am 22.
Oktober 2006 in der Folge eines Einsturzes unter Tage zu einem massiven
Wassereinbruch in der Abbauregion gekommen war. „In einigen Tagen steht das
gesamte Bergwerk unter Wasser“, erklärte Gerald W. Grandey, Präsident der
weltweit führenden kanadischen Bergbaugesellschaft Cameco Corporation am
darauffolgenden Tag auf einer eiligst einberufenen Pressekonferenz in
Saskatoon, dem Sitz des Unternehmens.
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Stx476-477.2006.7.1 (1 Seite)
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Uranmarkt
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Brasilien startet Urananreicherung. Vor dem Hintergrund des Irankonflikts wurde in Brasilien am 5. Mai 2006
die erste Anlage zur Urananreicherung eingeweiht. Das angereicherte Uran soll
zur Herstellung von Brennstäben für die zwei brasilianischen Atomkraftwerke
dienen. Die Brennelemente wurden bisher aus Europa geliefert. Ein Bericht von
Inge Lindemann.
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Stx468-469.2006.6-7.2 (2 Seiten)
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Uranmarkt
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Studie: Uranvorräte reichen höchstens bis 2070. „Atomkraft ist endlich, Uran reicht
maximal noch 65 Jahre. Versorgungssicherheit und Umweltschutz lassen sich mit
Atomkraft nicht realisieren. Die einzige Antwort auf die Energiefrage in Deutschland
sind Erneuerbare Energien und Effizienz“, erklärte die deutsche Sektion der
Umweltorganisation Greenpeace am 9. Februar 2006 und veröffentlichte einen
von Peter Diehl aus Arnsdorf bei Dresden im Januar 2006 fertiggestellten
Report über die Reichweite der Uranvorräte der Welt.
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Stx460-461.2006.7.1 (1 Seite)
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Uranmarkt
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Analysten erwarten eine Verdoppelung des Uranpreises. In den nächsten fünf Jahren dürfte sich der
Preis für Uran am Terminmarkt mehr als verdoppeln. Das erwarten Analysten der
Investmentbank Merrill Lynch und begründen dies mit der Nachfrage durch
Kernkraftwerke, die das Angebot übertreffen. Selbst durch die Verdreifachung
des Uranpreises in den vergangenen zwei Jahren auf inzwischen 33 US-Dollar je
Pfund am Tagesmarkt wurde die Nachfrage nicht gedrückt, erklärte die
Analystin Vicky Binns Anfang November 2005 in Sydney.
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Stx458-459.2006.6.1 (1 Seite)
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Uranmarkt
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Sonderbare Geschäfte mit der Wiederanreicherung aus Atomabfällen. Den Import von westeuropäischen
Atomabfällen mit abgereichertem Uran (DU) zur Wiederanreicherung in Rußland
hat die Umweltorganisation Ecodefense Rußland in Moskau als illegales
Atommüllgeschäft gegeißelt und den Stopp des Imports gefordert. Dazu wurde
ein von Peter Diehl vom Uraniumprojekt des World Information Service on
Energy (WISE) in Arnsdorf bei Dresden erstellter
47-seitiger Bericht vorgelegt.
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Stx450-451.2005.7.1 (1 Seite)
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Uranmarkt
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Der Ausbau der Urananreicherungsanlage in Gronau ist genehmigt. Am
14. Februar 2005 hat der nordrhein-westfälische Energieminister Axel
Horstmann (SPD) die Erweiterung der Urananreicherungsanlage in Gronau durch
die Betreiberfirma Urenco genehmigt. Zur Zeit reicht die Kapazität der
Atomfabrik aus, um 14 Atomkraftwerke mit Uran zu versorgen, künftig werden es
etwa 35 sein. Durch den Ausbau der Atomanlage wird sich auch die Zahl der
Urantransporte durch das Bundesgebiet und durch benachbarte Länder drastisch
erhöhen.
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Stx436-437.2005.4.1 (1 Seite)
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Uranmarkt
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RWE Nukem sieht Kernbrennstoff knapp werden. Immer wieder gab es
Warnungen vor Uranverknappungen und damit verbundenen drastischen
Preiserhöhungen. Genau so oft öffneten sich jedoch unerwartet umfangreiche
sowohl zivile als auch militärische Versorgungsquellen in Form von
überschüssigen Inventaren von Reaktorbetreibern, ehemals staatlichen
strategischen Inventaren und ehemals waffenfähige, zu Reaktorbrennstoffen
umgewandelte Materialien. Das finden die Manager der RWE Nukem GmbH. Diese
sogenannten "Sekundärquellen" hätten nachhaltig die Uranpreise
gedrückt und in der Uranindustrie zu einer starken Konsolidierung geführt,
verbunden mit einer sinkenden Zahl von Produzenten. Jetzt jedoch, so die
Manager von RWE Nukem, gebe es immer mehr Anzeichen dafür, daß es mittelfristig
tatsächlich zu einer beträchtlichen Verknappung von Uran kommen könnte. Die
zur Deckung des Bedarfs noch verfügbaren Sekundärquellen gingen langsam zur
Neige. Selbst die Umwandlung von weiterem Material aus den Waffenarsenalen
der beiden Supermächte USA und Rußland zu Kernbrennstoffen könne den
Zeitpunkt der Brennstoffverknappung nur unwesentlich hinausschieben.
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Stx408-409.2004.5.1 (1 Seite)
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Uranmarkt
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Songlines to Gorleben: Global denken - lokal handeln. Oder was
australische Aboriginals mit den Salzstöcken in Gorleben zu tun haben.
Die Bundesrepublik Deutschland bezieht fast die Hälfte des im Kakadu National
Park in Australien abgebauten Urans. Diese Bergwerke liegen auf dem Land der
australischen Ureinwohner, den Aboriginals, das vor etwa 15 Jahren von der
australischen Regierung den indigenen Bevölkerungen mit Rechtstitel
"zurückgegeben" wurde. Der Kakadu Park ist von den Vereinten
Nationen (UN) als Weltkulturerbe anerkannt. Die Betreiberfirma des Bergwerkes
drängt auf die Erweiterung ihrer Konzession. Deutsche Firmen halten etwa 15
Prozent der Aktien und tragen damit auch Verantwortung für die
Nichtanerkennung der Rechte der indigenen Bevölkerung sowie für die mit dem
Uranabbau verbundenen Umweltbeeinträchtigungen. Ein Bericht von Richard
Ledgar, Darwin, und Jürgen Gliese, Frankfurt/M..
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Stx246-247.1997.10.1 (1 Seite)
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Uranmarkt
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London: Steigende Uranproduktion vorausgesagt. Das Uranium
Institute in London hat im Juli 1994 eine Studie über den Uranmarkt
vorgelegt. Demzufolge soll die weltweit installierte Kernkraftwerksleistung
bis 2010 um 19 Prozent steigen. Der Bericht stützt sich auf Schätzungen des
"World Energy Council", daß die Energienachfrage im Jahr 2020 um 50
Prozent höher als 1990 sein soll.
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Stx186-187.1994.8.1 (1 Seite)
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Afrika, Australien, Kanada
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Afrika, Australien, Kanada
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Uranbergbau: Delegierte indigener
Völker fordern Ende der Atomindustrie. Die Delegierten der
IPPNW-Vorkonferenz „Sacred Lands, Poisoned Peoples“ haben am 29. August 2010
in Basel eine gemeinsame Erklärung verabschiedet. Darin fordern sie,
Uranabbau und dessen Weiterverarbeitung zu stoppen sowie den
unverantwortlichen Umgang mit radioaktivem Abfall, Atomenergie und Atomwaffen
zu beenden.
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Stx568-569.2010.2-3.2 (2 Seiten)
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Afrika
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Tansania – das neue Bergbaueldorado. Ab 2010 soll in der Vereinigten Republik Tansania Uran abgebaut werden.
Die Explorationsarbeiten laufen auf Hochtouren. Die Bevölkerung ist
aufgebracht. Sie soll den Explorationsfirmen weichen. 25 Gesellschaften aus
aller Welt sind bisher dem Ruf des ostafrikanischen Landes gefolgt und suchen
dort nach Uran. Von Martin Kurz und Inge Lindemann
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Stx530-531.2009.9-10.2 (2 Seiten)
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Afrika
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Aufgeheiztes Klima: Areva weitet Uranabbau in Niger aus. Am 18. Dezember 2008 reiste die Chefin des
französischen Atommultis AREVA, Anne Lauvergeon, in Nigers Hauptstadt Niamey,
um mit Präsident Mamadou Tandja die Abbaugenehmigung für das Uranvorkommen
Imouraren auszuhandeln. Imouraren liegt ungefähr 80 Kilometer südlich des
bisherigen Uranabbaugebiets von Arlit, eine der kolonialen
Hinterlassenschaften Frankreichs im Norden des Niger. AREVA’s
Explorationslizenz für Imouraren läuft im Februar 2009 aus. Tandja, der bei
den Präsidentschaftswahlen in diesem Jahr wieder antritt, handelte eine
staatliche Beteilung von 33,5 Prozent an dem neuen Uranprojekt mit AREVA aus.
Die Abbaulizenz beinhaltet eine Steigerung der Erlöse für Niger um 50 Prozent
gegenüber den bisherigen Erträgen aus dem Uranabbau von Arlit. 2012 soll
Imouraren in Betrieb gehen. Laut AREVA ist es dann eines der größten
Uranbergwerke der Welt. Von Günter Wippel und Inge Lindemann
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Stx530-531.2009.8-9.2 (2 Seiten)
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Afrika
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Energiepolitik in der Sackgasse. Uran aus Afrika zum Schutz des Klimas in Europa. Um Ressourcen wurden
in der Vergangenheit und werden in der Gegenwart Kriege geführt. Zuweilen
kommt die gewalttätige Beschaffungsstrategie im anderen Gewand daher, als
erwartet. Aber der „Kampf um Rohstoffe“ gehört zum Alltag und bestimmt die
Energiepreise auch hierzulande. Der afrikanische Kontinent, reich an
begehrten Bodenschätzen, soll diese den Märkten der Welt zur Verfügung
stellen. Ein neuer Bergbauboom bedroht 924 Millionen Menschen. Mit Uran aus
Afrika will die Atomindustrie ihre Reaktoren bedienen und in Europa das Klima
retten. Von Inge Lindemann
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Stx530-531.2009.7-8.2 (2 Seiten)
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Afrika
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Atompolitik: Jordanien ist auf
Atomkurs. In Amman unterzeichneten der Vorsitzende der jordanischen
Atomenergie-Kommission, Khaled Touquan, und der chinesische Botschafter Gong
Xiaosheng am 19. August 2008 eine Vereinbarung, derzufolge China und
Jordanien im Bereich der Atomenergie und des Uranabbaus kooperieren wollen.
Jordanien plant im Jahr 2030 30 Prozent des eigenen Energiebedarfs nuklear zu
erzeugen und will die Wasserentsalzung zur Trinkwassergewinnung vorantreiben,
so der jordanischen König Abdullah. Nach Angaben aus dem jordanischen
Energieministerium stützt sich das Land auf Uranreserven von 80.000 Tonnen
und zusätzlichen 100.000 Tonnen Uran, die beim Abbau von Rohphosphaten gewonnen
werden können. Bericht von Inge Lindemann.
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Stx520-521.2008.4.1 (1 Seite)
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Afrika
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Uranboom im afrikanischen Niger – verseuchtes Wasser, verstrahlter Sand. Von Inge Lindemann und Günter Wippel.
„Vor rund 40 Jahren kam die französische Cogema, heute AREVA, in die Region
von Agadez im Norden Nigers und sie sagten uns, es würde wie das Paradies
werden,“ erzählte Almoustapha Alhacen, Tuareg und Umweltschützer aus Niger.
„Dann wurden die Stadt Arlit geschaffen und die Uranabbaue von Arlit und
Akouta in der Wüste, am Rande des Air-Gebirges“. Seitdem hinterließ AREVA
beim Abbau von rund 100.000 Tonnen Uran 46 Millionen Tonnen Abraum unter
freiem Himmel. Dieses Gestein enthält noch bis zu 80 Prozent der
ursprünglichen Radioaktivität. „Unser Trinkwasser ist verseucht, strahlender
Staub weht über die Wüste und die Menschen werden krank. Der Uranabbau
brachte zwar Arbeit, aber keine Infrastruktur und medizinische Betreuung für
die Bevölkerung, geschweige denn - ein Paradies“, so Alhacen bitter. „Die
Arbeiter gingen in ihrer staubigen Kleidung, die sie bei der Arbeit getragen
hatten, nach Hause – die Kinder spielten auf ihrem Schoß – und die Frauen
wuschen die Kleidung mit der Hand …. Die Arbeiter wussten nicht, was Uran ist
und hatten keine Ahnung von Radioaktivität … sie haben ihre Mahlzeiten direkt
im Steinbruch auf den radioaktiven Steinbrocken sitzend, eingenommen ...“,
berichtete Alhacen weiter. Bis 1986 gab es für die Bergarbeiter keinerlei
Arbeitskleidung. Erst nach der Katastrophe von Tschernobyl seien Handschuhe
und Arbeitsanzüge sowie Staubschutzmasken ausgegeben worden. „Doch die Masken
schützen vor dem Staub, aber nicht vor der Radioaktivität“, so Alhacen.
„Heute gibt es sogar Strahlendosimeter, doch auch die Dosimeter schützen
nicht vor der Strahlung.“
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Stx.508-509.2008.9-12.4 (4 Seiten)
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Afrika
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Uran-Abbau schürt Konflikt in Nordwestafrika. Tuareg-Revolte in Niger
droht zu eskalieren. Die
Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen hat Ende Juni 2007 vor
einer Ausweitung der Tuareg-Revolte in dem nordwestafrikanischen Staat Niger
gewarnt. Zwölf Jahre nach der Beilegung der letzten Tuareg-Rebellion
eskaliere die Gewalt im Norden des Niger erneut. Die Zahl der bewaffneten
Auseinandersetzungen zwischen der Armee und der Tuareg-Freiheitsorganisation
„Bewegung der Nigerier für Gerechtigkeit“ (MNJ) nehme stetig zu, seit die MNJ
im Februar 2007 mit ersten Angriffen auf sich aufmerksam gemacht habe.
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Stx492-493.2007.7.1 (1 Seite)
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Afrika
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Neues Uranbergwerk in der Wüste von
Namibia genehmigt. Bergbauministerium sieht keine Bedenken. „Earthlife
Africa“ beauftragte deutsches Öko-Institut mit Umweltgutachten. Weil die
Uranpreise – nach Jahrzehnten der Flaute – in den letzten zwei Jahren wieder
stark angezogen haben, erlebt die Uranförderung weltweit einen neuen Boom. Zu
den Gewinnern der Uran-Renaissance zählt Namibia, konstatierte das
Handelsblatt in seiner Ausgabe vom 17. Januar 2006. Durch den Preisanstieg
auf mittlerweile 36,50 Dollar für ein britisches Pfund (454 Gramm) Uran, mit
steigender Tendenz, ist die Zukunft des größten Urantagebaus der Welt, der
namibianischen Rössing-Mine, gesichert. Mitte Dezember gab der betreibende
Rohstoffkonzern Rio Tinto bekannt, den Abbau in Rössing bis 2016 fortsetzen
und dort 112 Millionen Dollar investieren zu wollen. Der Rössing-Tagebau
liegt 65 Kilometer östlich der Küstenstadt Swakopmund. Ein Bericht von Inge
Lindemann.
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Stx458-459.2006.5,6.2 (2 Seiten)
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China
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China
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Keine Hinweise auf eine Renaissance der Atomenergie. Gigantische
Fehlinvestitionen der Energiekonzerne. Auch die Absichtserklärungen neuer Länder, zukünftig auf Atomenergie
setzen zu wollen, werden den Rückgang der Atomenergie nicht bremsen können.
Denn tatsächlich befindet sich die Atomenergie weltweit alles andere als im
Aufwind. Zu diesem Ergebnis kommen der Priv.-Doz.
Dr. Lutz Mez, Geschäftsführer der 1986 gegründeten Forschungsstelle für
Umweltpolitik am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, Mycle
Schneider, Wissenschaftsjournalist in Paris und Träger des Alternativen
Nobelpreises, sowie Steve Thomas, Professor für Energiepolitik an der
University of Greenwich, in ihrem jetzt in England herausgegebenen Sammelband
zu den Internationalen Perspektiven der Energiepolitik und die Rolle der
Atomenergie. In insgesamt 31 Länderstudien wird gezeigt, daß die Atomtechnik
ihren Zenit bereits überschritten hat und die Zukunft der Energiesysteme eher
von Erneuerbaren Energieformen und Übergangsstrategien bestimmt wird. Die
Projektionen der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) für die von ihr
geförderte Atomenergie streben zwar immer noch nach oben, das entspringe
jedoch lediglich Wunschdenken, ihre tatsächliche Bedeutung nehme stetig ab,
konstatieren Mez und Schneider. Seit Beginn der 1990er Jahre würden mehr
Atomkraftwerke abgeschaltet als neu in Betrieb genommen.
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Stx538.2009.7-8.2 (2 Seiten)
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China
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Atompolitik: Jordanien ist auf
Atomkurs. In Amman unterzeichneten der Vorsitzende der jordanischen
Atomenergie-Kommission, Khaled Touquan, und der chinesische Botschafter Gong
Xiaosheng am 19. August 2008 eine Vereinbarung, derzufolge China und
Jordanien im Bereich der Atomenergie und des Uranabbaus kooperieren wollen.
Jordanien plant im Jahr 2030 30 Prozent des eigenen Energiebedarfs nuklear zu
erzeugen und will die Wasserentsalzung zur Trinkwassergewinnung vorantreiben,
so der jordanischen König Abdullah. Nach Angaben aus dem jordanischen
Energieministerium stützt sich das Land auf Uranreserven von 80.000 Tonnen
und zusätzlichen 100.000 Tonnen Uran, die beim Abbau von Rohphosphaten
gewonnen werden können. Bericht von Inge Lindemann.
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Stx520-521.2008.4.1 (1 Seite)
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China
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Für zusätzlich 350 Jahre lässt sich Reaktorbrennstoff bei der
Herstellung von Phosphatdüngern abtrennen. Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler aus 20 Ländern beteiligten sich im Juni 2007 an einem
Uran-Symposium der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in
Braunschweig. Um weitere 350 auf
400 Jahre läßt sich die Reichweite des Urans zur Nutzung als
Reaktorbrennstoff verlängern, wenn den Rohphosphaten bei der
Düngerherstellung das in ihnen enthaltene Uran entzogen wird. Also nicht nur
für 50 Jahre reicht das Uran noch, wie in der Vergangenheit auf der Basis des
klassischen Uranerzbergbaus und für etwa gleichbleibenden Verbrauch berechnet
worden war. Zu dieser Erkenntnis gelangten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
eines Internationalen Symposiums, an dem sich Wissenschaftler aus 20 Ländern
vom 4. bis 6. Juni 2007 in Braunschweig beteiligten. Eingeladen dazu hatte
Professor Dr. Dr. Ewald Schnug, Leiter des Instituts für Pflanzenernährung
und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL). Erstmals
wurden hier belastbare Daten über die weltweiten Urankonzentrationen in
Böden, in Gewässern und in Düngemitteln vorgestellt und über den Eintrag und
Verbleib von Uran aus Düngemitteln in der Umwelt diskutiert.
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Stx492-493.2007.5,6.2 (2 Seiten)
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China
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China baut zwei Atomkraftwerke für Iran. China wird in Iran zwei
Atomkraftwerke mit einer Leistung von jeweils 300 Megawatt bauen, meldete die
amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua im Februar 1993.
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Stx148-149.1993.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Deutschland
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Deutschland
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EURATOM-Ausstieg jetzt auch für
Deutschland gefordert. Polen will ein eigenes Atomprogramm starten – Aufruf
an die deutsche Öffentlichkeit zur Stellungnahme. Nachdem in Österreich
bereits seit Jahren der Ausstieg aus der Europäischen Atomfördergemeinschaft
Euratom propagiert wird, hat die Grüne Bundestagsfraktion nun am 8. November
2011 einen Antrag an die Bundesregierung zur Beendigung der Euratom-Förderung
beschlossen. Ein gemeinsamer Antrag mit der SPD kam nicht zustande, da die SPD
nicht bereit war, von Euratom abzurücken.
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Stx598-599.2011.11-12.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Universitäten über
Stiftungsprofessuren von der Atomlobby unterwandert. Die vier größten Energiekonzerne
finanzieren rund 30 Stiftungsprofessuren und bestimmen damit maßgeblich,
worüber an den Universitäten diskutiert wird. Dabei haben sie sich auf
regionale Zuständigkeiten geeinigt.
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Stx598-599.2011.11.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Stromkonzerne steigen aus der
Urananreicherung aus. Die Stromkonzerne RWE und Eon steigen aus der
Urananreicherung in Gronau aus. Die Anteile beider Unternehmen an der
Nuklearfirma Urenco stünden zum Verkauf. Das verlautete im September 2011 aus
den Firmen. Es sei denkbar, daß noch in diesem Herbst ein Käufer gefunden
werde. Wegen des Atomausstiegs werde die Urananreicherung nicht mehr
benötigt, hieß es zur Begründung.
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Stx596-597.2011.11-12.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Kernbrennstoffe dürften eigentlich
nicht nach Rußland, solche aus Rossendorf aber doch. Die Abgabe von
bestrahlten Kernbrennstoffen aus Kraftwerken zur Stromerzeugung an eine
Anlage zur Aufarbeitung bestrahlter Kernbrennstoffe ist zwar unzulässig –
darauf weist die Bundesregierung in ihrer Antwort vom 08.12.2010 auf eine
Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hin. Bei den
Rossendorf-Brennelementen handele es sich jedoch um hochangereicherte
bestrahlte Brennelemente aus einem stillgelegten Forschungsreaktor, erläutert
die Bundesregierung.
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Stx578-579.2011.8.1 (1 Seite)
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Deutschland
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EU schließt Kartellverfahren wegen
Laufzeitverlängerung nicht aus. Direkt nach dem Beschluß der
Regierungskoalition, die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke zum Teil
drastisch zu verlängern, hatte sich die Deutsche Umweltstiftung an den EU-Wettbewerbskommissar
Joaquin Almunia in Brüssel und an den Präsidenten des Bundeskartellamts in
Bonn, gewandt und eine kartellrechtliche Prüfung des Beschlusses angeregt. In
einem Antwortschreiben an die Deutsche Umweltstiftung bestätigte der
EU-Wettbewerbskommissar nun: „Tatsächlich ist es möglich, daß die
Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken den Wettbewerb verzerren
könnte, wenn die Vorteile der Verlängerung ausschließlich einem oder mehreren
marktbeherrschenden Unternehmen zugute kämen und diese so einen
ungerechtfertigten Vorteil erhielten“
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Stx678-579.2011.7.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Designierte AKW-Chefin versagte bei
praktischer Prüfung. Vattenfall gibt in Krümmel und Brunsbüttel auf. Die
vom AKW-Betreiber Vattenfall als neue Betriebsleiterin für das AKW Krümmel an
der Elbe vorgesehene Ulrike Welte ist im Dezember 2010 bei der praktischen
Prüfung durchgefallen. Die 56-jährige Physikerin sollte den Reaktor in einer
Simulation auf dem Übungsleitstand des Atomkraftwerks in 30 bis 60 Minuten in
einen sicheren Zustand herunterfahren, was ihr auch nach zwei Stunden nicht
gelungen war. Die grundsätzliche Zuverlässigkeit und Eignung von Vattenfall
zum Betreiben von Atomkraftwerken steht nun in Frage und Vattenfall will
jetzt die Betriebsführung der AKW Krümmel und Brunsbüttel an den
Miteigentümer Eon übergeben. Das teilten beide Konzerne am 15. Dezember 2010
mit.
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Stx576-577.2011.6-7.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Energiewirtschaft: 17
Atomkraftwerke sollen im Mittel zwölf Jahre länger am Netz bleiben.
Greenpeace: 5.000 Tonnen hochradioaktiver Atommüll werden so zusätzlich
erzeugt. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat am 28. September 2010 ein
neues Energiekonzept beschlossen, das die Bundeskanzlerin als „Revolution“
bezeichnete. Die 17 deutschen Atomkraftwerke sollen im Mittel zwölf Jahre
länger am Netz bleiben. Nach dem Willen der Regierung sollen die sieben vor
1980 ans Netz gegangenen Kraftwerke acht Jahre länger laufen und die übrigen
zehn 14 Jahre. Damit würde das letzte Atomkraftwerk nicht vor dem Jahr 2036
vom Netz gehen. Wird ein Reaktor früher abgeschaltet, dürfen dessen restliche
Strommengen auf jüngere Anlagen übertragen werden. Damit soll der von der
früheren rot-grünen Regierung vor zehn Jahren durchgesetzte Atom-Ausstieg
korrigiert werden. Hiernach wäre das letzte Kernkraftwerk bis etwa 2022
abgeschaltet worden. Wirtschafts- und Umweltverbände sowie die Opposition
bezeichnen das Vorgehen der Bundesregierung als energiepolitischen Irrsinn
und Kriegserklärung gegen die erfolgreichste Wirtschaftsbranche, nämlich die
Branche der Erneuerbaren Energien.
Atomausstieg selber machen. Alle Stromverbraucher können ihren
Atomausstieg selber machen. Nach der Entscheidung der Bundesregierung, die
Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern, rufen deshalb die Umweltverbände
alle Stromkunden des Atom-Kartells zur Kündigung auf. „Wer noch Strom von
E.ON, RWE, Vattenfall oder EnBW bekommt, finanziert damit das dreckige
Atomgeschäft dieser Konzerne“, erklärte Florian Noto, Sprecher der Kampagne
„Atomausstieg selber machen“, der 21 Umweltverbände angehören. Die
AKW-Betreiber vertreiben ihren Strom unter zahlreichen Marken. Dazu gehören
Eprimo, enviaM, Enervie, KEVAG, Lechwerke LEW und Süwag, energis, lekker
Energie (alle RWE), E-wie-einfach (E.ON), ENSO und Nuon (Vattenfall) sowie
Yello, NaturEnergie, Stadtwerke Düsseldorf, EWE und ZEAG (alle EnBW). Beim
Wechsel des Stromanbieters ist es wichtig darauf zu achten, daß der
Ökostromanbieter den Konzernen wirklich Konkurrenz macht, erläuterte Noto.
Besonders empfehlenswert seien die Elektrizitätswerke Schönau, Greenpeace
Energy, Lichtblick und Naturstrom. Viele andere Stromversorger würden den
Strom direkt oder über die Strombörse bei den vier Atomkonzernen kaufen.
Siehe www.atomausstieg-selber-machen.de
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Stx570-571.2010.11-12.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Uranbergbau: Deutschland
verschleiert die Herkunft des Urans. IPPNW: Grobe
Menschrechtsverletzungen und massive Umweltzerstörungen in den Abbauländern.
Die deutsche Bundesregierung und die EURATOM Supply Agency verschleiern die
Herkunft des Urans, das für den Betrieb deutscher Atomkraftwerke genutzt
wird. Zu diesem Ergebnis kommt die Internationale Ärzteorganisation zur
Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) nach einer systematischen Auswertung der
Quellen der europäischen Atombehörde EURATOM sowie von Antworten der
deutschen Bundesregierung auf parlamentarische Anfragen. Zwar lassen sich
anhand des Datenmaterials die Lieferländer nachvollziehen, nicht aber die
Ursprungsländer. „Wir fordern die Bundesregierung daher auf, Informationen
über Einfuhr, Herkunftsländer, Ausfuhr und Empfangsländer von Uran endlich
offen zu legen“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen.
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Stx568-569.2010.3-4.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Energiepolitik: Gutachten zur
Laufzeitverlängerung der AKW mit verzerrten Ergebnissen. „Zwölf bis
zwanzig Jahre am besten“ – „Eine Verlängerung ist sinnlos“. Zur Vorbereitung ihres
Energiekonzeptes hatte die Bundesregierung Gutachten in Auftrag gegeben, die
am 27. August 2010 von den auftragnehmenden Instituten übergeben, jedoch
nicht veröffentlicht wurden. Entsprechend sind die Nachrichten und Deutungen
widersprüchlich.
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Stx568-569.2010.1-2.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Atom-Multis verdienen an ihrem Müll. Trotz jahrzehntelanger Proteste und andauernder Diskussionen wird
Gorleben als einziger Endlagerstandort für hochradioaktiven Müll weiter
erkundet. Das freut die Atomwirtschaft. Nicht nur, weil sie einen Platz für
ihren strahlenden Abfall braucht, sondern weil sie schon jetzt mit der Suche
danach Geld verdient. Denn verantwortlich für die Erkundungsarbeiten in
Gorleben ist die kaum bekannte Firma DBE. Diese „Deutsche Gesellschaft zum
Bau und Betrieb von Endlagern“ (DBE) ist zu 75 Prozent im Eigentum der vier
großen Atomkonzerne. Seit Jahrzehnten führt die DBE alle Bergarbeiten zur
Vorbereitung von Endlagern aus, nicht nur in Gorleben, sondern auch im
Schacht Konrad bei Salzgitter und im ehemaligen DDR-Lager Morsleben. So holt
sich die Atomindustrie einen Teil ihrer Abfallgebühren, die sie für die
Einlagerung bezahlen, wieder zurück und verdient im Fall Morsleben sogar
reines Steuergeld. Die Grundlage sind demnach Verträge aus Zeiten, in denen
die DBE ein reines Staatsunternehmen war. 1984 jedoch stiegen die Konzerne in
die Gesellschaft ein. Trotz Warnungen vor einer zu großen Nähe zu den
Energieunternehmen schaffte aber niemand die vertraglich zugesicherten
Privilegien der DBE ab.
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Stx566-567.2010.6.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Rückstellungen für Stilllegung, Rückbau und Entsorgung. Die Energieversorgungsunternehmen (EVU)
sind gesetzlich verpflichtet, für Stilllegung und Rückbau von Atomkraftwerken
(AKW) sowie für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle Rückstellungen zu
bilden. Zudem obliegt ihnen die Gewährleistung, daß die Finanzmittel zum
entsprechenden Zeitpunkt in erforderlicher Höhe zur Verfügung stehen. Dies
war jedoch in der Vergangenheit aufgrund akuter Finanznot der
Betreibergesellschaften nicht immer der Fall, so zum Beispiel beim Thorium
Hochtemperatur Reaktor in Hamm-Uentrop (THTR). Solange die Rückstellungen
nicht in einen öffentlich kontrollierten Fond überführt sind, ist zu befürchten, daß sich dies wiederholen könnte,
insbesondere in der jetzigen Finanz- und Wirtschaftskrise, meint man in der
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Die vier in Deutschland tätigen
Energieversorgungsunternehmen E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall Europe hatten
zum Jahresende 2008 zusammen Rückstellungen in Höhe von 27,52 Milliarden Euro
für die Stilllegung und den Rückbau von Atomkraftwerken sowie für die
Entsorgung von radioaktiven Betriebsabfällen und bestrahlten Brennelementen
gebildet.
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Stx564-565.2010.8-9.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Die Regierungskoalition will Atomkraftwerke 15 Jahre länger laufen
lassen. Hans-Jürgen Papier stoppt AKW-Verlängerungsträume der
Bundesregierung. Die
schwarz-gelbe Regierungskoalition hat sich nach Informationen des
Bundesvorstands des Verbands der NaturFreunde Deutschlands bereits auf eine
Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken um 15 Jahre verständigt. Das
heißt: Das Ende der nuklearen Stromerzeugung in Deutschland sei erst für das
Jahr 2036 zu erwarten. CDU/CSU und FDP würden diese Information noch intern
halten, um in ihrer schwierigen Situation nicht noch mehr Turbulenzen zu
erzeugen. Das aber ist ein Irrtum, erklären die NaturFreunde, die für den 18.
September 2010 in Berlin geplante Demonstration gegen die Atompolitik der
Bundesregierung werde zu einer der größten Kundgebungen in Deutschland
werden. Nach Überzeugung des im Mai 2010 verabschiedeten Präsidenten des
Bundesverfassungsgerichts Hans-Jürgen Papier muß auch der Bundesrat einer
Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken zustimmen.
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Stx564-565.2010.6.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Uranbergbau: WISUTEC
Umwelttechnik privatisiert. Die bundeseigene Wismut GmbH verkauft ihre
Tochtergesellschaft WISUTEC Umwelttechnik GmbH an die G.E.O.S. Ingenieurgesellschaft
mbH mit Sitz in Freiberg/Sachsen. Das teilte die Wismut GmbH am 18. Mai 2010
mit. Im Jahr 2002 war die WISUTEC Umwelttechnik GmbH als Tochterunternehmen
der Wismut GmbH gegründet worden, um das in der Uranerzbergbausanierung der Wismut erworbene Know-how international zu vermarkten.
Der Verkauf der WISUTEC an einen am Markt führenden Partner war dabei von
Anfang an erklärtes Ziel des Bundes und der Wismut GmbH, heißt es. Dies habe
nun mit G.E.O.S. als starkes und traditionsreiches sächsisches Unternehmen
realisiert werden können. Die WISUTEC arbeitet mit ihren gegenwärtig 31
Mitarbeitern international auf den Gebieten bergbaunaher Dienstleistungen,
Verfahrenstechnik und Wasserbehandlung, Datenmanagement, Strahlenschutz und
Management radioaktiver Stoffe. G.E.O.S. ist auf den Gebieten Bergbau,
Energie, Umwelt und Infrastrukturentwicklung im In- und Ausland tätig.
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Stx562-563.2010.8.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Laufzeitverlängerung für Biblis A gekauft. Der Energiekonzern RWE erwarb von seinem Konkurrenten Eon ein von dem
im Jahre 2003 stillgelegten Atomkraftwerk Stade übrig gebliebenes
Stromkontingent von 4,8 Terawattstunden, um damit dem ältesten deutschen
Atomkraftwerk Biblis A eine Laufzeitverlängerung zu ermöglichen. Das teilten
die beiden Konzerne am 9. Mai 2010 nach der Schließung der Wahllokale in
Nordrhein-Westfalen mit. Der Vertrag sei am Tag zuvor unterzeichnet worden.
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Stx562-563.2010.6.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Uranhexafluorid. In
Deutschland lagern derzeit in der Urananreicherungsanlage Gronau circa 4.700
Tonnen Uranhexafluorid (UF6). Diese Menge nennt die Bundesregierung in einer
Antwort (Bundestagsdrucksache 17/253 vom 16.12.2009) auf eine Kleinen Anfrage
von Bündnis 90/Die Grünen über die Lagerung und Sicherung von
Uranhexafluorid. Den Urandurchsatz in der Anlage Gronau schätzt die
Bundesregierung für das Jahr 2009 auf rund 4.550 Tonnen, nach jeweils 4.450
Tonnen in den beiden Jahren zuvor.
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Stx556-557.2010.14.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Ohne Endlager keine längeren Laufzeiten. Längere Laufzeiten für deutsche Atomkraftwerke, wie sie die
schwarz-gelbe Bundesregierung derzeit vorbereitet, wären wegen der nicht im
Ansatz geklärten Entsorgung der hochradioaktiven Abfälle rechts- und
verfassungswidrig. Das ist das Ergebnis eines Rechtsgutachtens der Anwältin
und Expertin für Umweltrecht Dr. Cornelia Ziehm, das die Deutsche Umwelthilfe
e. V. (DUH) am 28. Januar 2010 in Berlin vorstellte.
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Stx554-555.2010.5.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Atom-Hardliner zum Chef der Atomaufsicht ernannt. Gegen eine Beteiligung des neuen Chefs der
Atomaufsicht im BMU an atomrechtlichen Verwaltungsverfahren erhebt die
Deutsche Umwelthilfe rechtliche Einwände.
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Stx552-553.2010.4.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke, Ausbau von Gorleben und
Hermesbürgschaften für Atomexporte. Vorhaben der schwarz-gelben
Regierungskoalition. Bemerkenswert
wenige Worte enthält der Koalitionsvertrag der neuen
CDU/CSU/FDP-Regierungskoalition zu der von ihr für die beginnende 17.
Legislaturperiode beschlossenen Revision des Atomausstiegs. „Die Kernenergie
ist eine Brückentechnologie, bis sie durch erneuerbare Energien verlässlich
ersetzt werden kann“, steht beinahe versteckt im Kapitel „Nachhaltiges
Wirtschaften und Klimaschutz“ des Vertrages. „Dazu sind wir bereit, die
Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke (…) zu verlängern“, heißt es, ohne den in
Rede stehenden Zeitraum von zunächst zehn Jahren explizit zu nennen. Jedoch:
„Das Neubauverbot im Atomgesetz bleibt bestehen.“ In einer „möglichst schnell
zu erzielenden Vereinbarung mit den Betreibern“ sollen „nähere Regelungen“ zu
den Voraussetzungen einer Laufzeitverlängerung getroffen werden. Dazu gezählt
werden speziell die „Betriebszeiten der Kraftwerke, Sicherheitsniveau, Höhe
und Zeitpunkt eines Vorteilsausgleichs, Mittelverwendung zur Erforschung vor
allem von erneuerbaren Energien, insbesondere von Speichertechnologien“. Die
Vereinbarung müsse für alle Beteiligten Planungssicherheit gewährleisten,
wird verlangt und eine verantwortungsvolle Nutzung der Kernenergie bedinge
auch die sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle: „Wir werden deshalb das
Moratorium zur Erkundung des Salzstockes Gorleben unverzüglich aufheben“,
schreiben die schwarz-gelben Koalitionspartner. „Wir wollen, dass eine
International Peer Review Group begleitend prüft, ob Gorleben den neuesten
internationalen Standards genügt.“ Der gesamte Prozeß werde „öffentlich und
transparent“ gestaltet. Die Endlager Asse II und Morsleben sollen „in einem
zügigen und transparenten Verfahren“ geschlossen werden und die
Energieversorger seien „an den Kosten der Schließung der Asse II zu
beteiligen“.
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Stx548-549.2009.6-8.3 (3 Seiten)
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Deutschland
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Die Atomenergie kostet die Bundesbürger bereits 258 Milliarden Euro
Subventionen. Erste umfassende Bilanzierung der staatlichen Förderung von Atomenergie
in Deutschland. Die Nutzung der
Atomenergie in Deutschland kostete die Bundesbürger seit 1950 bis 2008
mindestens 165 Milliarden Euro an staatlichen Fördermitteln. Mindestens 92,5
Milliarden Euro kommen künftig an Ausgaben noch hinzu. Diese tatsächlichen
Kosten der Atomenergie beziffert jetzt eine von Greenpeace beim Forum
Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft in Auftrag gegebene und Anfang September
2009 vorgestellte Studie. Dabei handelt es sich um die erste umfassende
Bilanzierung der staatlichen Förderung der Atomenergie in Deutschland. Die in
der Greenpeace-Studie bezifferten bisherigen realen Fördermittel von 165
Milliarden Euro setzen sich zusammen aus direkten Finanzhilfen des Bundes wie
Forschungsförderung, Kosten für den Betrieb der Atommüllendlager Asse II und
Morsleben oder die Stilllegung der ostdeutschen Atommeiler. Hinzu kommen
Steuervergünstigungen, beispielsweise die Nichtbesteuerung bis 2006 im
Vergleich zu anderen Energieträgern und budgetunabhängige Leistungen. Damit
finanzieren die Steuerzahler jede Kilowattstunde Strom mit rund vier Cent
zusätzlich zum Strompreis.
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Stx546-547.2009.10.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Strahlende Zukunft. Der russische Atomkonzern Rosatom und Siemens
schmieden ein Komplott: Sie wollen den Weltmarkt der Atomkraftwerke erobern. „Deutschland und Russland bauen
Zusammenarbeit weiter aus“, titelte eine Zeitung nach dem jüngsten Besuch des
russischen Präsidenten Dmitrij Medwedjew in Deutschland am 16. Juli 2009. Wie
sehr hatte man doch im Kalten Krieg auf derartige Schlagzeilen gewartet.
Besonders strahlende Perspektiven bieten sich nun der russischen und
deutschen Atomindustrie. Am 3. März 2009 hatten der Chef des staatlichen
russischen Atomkonzerns Rosatom, Sergej Kirijenko, und Siemens-Chef Peter
Löscher ein „Memorandum of Understanding“ für eine weitere Zusammenarbeit
unterzeichnet. Noch in diesem Jahr wollen Siemens und Rosatom ein gemeinsames
Unternehmen gründen. Sein Ziel: Gemeinsam will man ein Drittel des boomenden
Weltmarktes neu zu bauender Atomkraftwerke erobern, gemeinsam die Nummer eins
in dieser neuerdings wieder gefragten Wirtschaftssparte sein. Bericht von
Bernhard Clasen.
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Stx544-545.2009.3-4.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Landesbank Baden-Württemberg kalkuliert Milliardengewinne bei
Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) erwartet bei einem Wahlsieg von
CDU und FDP steigende Aktienkurse für Stromerzeuger. Die deutschen
Atomstromkonzerne könnten durch eine Laufzeitverlängerung für ihre
Kernkraftwerke dreistellige Milliardengewinne erwirtschaften. Einer Studie
der LBBW zufolge, die Anfang Juli 2009 in der Presse zitiert wurde, würden
Eon, RWE und EnBW Zusatzerlöse von über 200 Milliarden Euro erzielen, falls
die Atomkraftwerke 25 Jahre länger laufen dürfen und die Strompreise steigen.
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Stx542-543.2009.5-6.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Neue Sicherheits- und Prüfkriterien für AKW sollen erst noch 15 Monate
lang an den veralteten Regeln gemessen werden. Bund und Länder haben sich im Juni 2009 auf ein Verfahren zur
Einführung neuer Sicherheitsregeln für AKW geeinigt. Am 1. Juli soll eine
15-monatige Probephase beginnen. Das teilte das Bundesumweltministerium (BMU)
am 10. Juni 2009 mit. Dem von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel
vorgeschlagenen Verfahren zur Einführung des neuen Kerntechnischen Regelwerks
haben inzwischen alle Bundesländer, in denen Atomkraftwerke betrieben werden,
zugestimmt. Das sind die Länder Hessen, Baden-Württemberg,
Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bayern. Ab 1. Juli 2009 sollen in einer
15-monatigen Erprobungsphase Bund und Länder die neuen Regeln probeweise und
parallel zu dem bisherigen Regelwerk anwenden. Bis Mitte 2011 sollen die
dabei gesammelten Erfahrungen ausgewertet werden, bevor das Regelwerk
offiziell im Bundesanzeiger veröffentlicht und in Kraft gesetzt werden soll.
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Stx540-541.2009.4-5.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Keine Hinweise auf eine Renaissance der Atomenergie. Gigantische
Fehlinvestitionen der Energiekonzerne. Auch die Absichtserklärungen neuer Länder, zukünftig auf Atomenergie
setzen zu wollen, werden den Rückgang der Atomenergie nicht bremsen können.
Denn tatsächlich befindet sich die Atomenergie weltweit alles andere als im
Aufwind. Zu diesem Ergebnis kommen der Priv.-Doz.
Dr. Lutz Mez, Geschäftsführer der 1986 gegründeten Forschungsstelle für
Umweltpolitik am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, Mycle
Schneider, Wissenschaftsjournalist in Paris und Träger des Alternativen
Nobelpreises, sowie Steve Thomas, Professor für Energiepolitik an der
University of Greenwich, in ihrem jetzt in England herausgegebenen Sammelband
zu den Internationalen Perspektiven der Energiepolitik und die Rolle der
Atomenergie. In insgesamt 31 Länderstudien wird gezeigt, daß die Atomtechnik
ihren Zenit bereits überschritten hat und die Zukunft der Energiesysteme eher
von Erneuerbaren Energieformen und Übergangsstrategien bestimmt wird. Die
Projektionen der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) für die von ihr
geförderte Atomenergie streben zwar immer noch nach oben, das entspringe
jedoch lediglich Wunschdenken, ihre tatsächliche Bedeutung nehme stetig ab,
konstatieren Mez und Schneider. Seit Beginn der 1990er Jahre würden mehr
Atomkraftwerke abgeschaltet als neu in Betrieb genommen.
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Stx538.2009.7-8.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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AKW Rheinsberg: Keine grüne
Wiese mehr. Das Reaktorgebäude des ehemaligen DDR-Atomkraftwerks
Rheinsberg soll nun doch noch nicht abgerissen werden. Die Betonkonstruktion
ist stärker radioaktiv belastet, als ursprünglich angenommen und müßte unter
Strahlenschutzbedingungen erfolgen, meldete der Fernsehsender von Rundfunk
Berlin Brandenburg (rbb) im Februar 2009. Aus Kostengründen wollen die
Energiewerke Nord (EWN) deshalb die Strahlung zunächst etwas abklingen lassen
und das Gebäude erst in einigen Jahrzehnten abreißen.
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Stx532-533.2009.11.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Gorleben kostete 1,51 Mrd. Euro. Für das atomare Endlagerprojekt Gorleben in Niedersachsen sind von 1977
bis Ende 2007 Kosten in Höhe von 1,51 Milliarden Euro entstanden. Das teilte
die Bundesregierung im August 2008 in ihrer Antwort (Bundestagsdrucksache 16/
10077) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zu den volkswirtschaftlichen
Kosten der Atomenergie mit. Im Haushaltsjahr 2008 seien zudem 27,6 Millionen
Euro für das Projekt Gorleben veranschlagt worden. Die künftigen Kosten
hingen vor allem von einer politischen Grundsatzentscheidung zum weiteren
Vorgehen bei der Endlagerung hochaktiver, wärmeentwickelnder Abfälle aus
Kernkraftwerken ab.
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Stx528-529.2009.6.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Morddrohung gegen bulgarische AKW-Gegner. RWE unterschrieb Vertrag über einen Einstieg in das Atomkraftwerk
Belene und fühlt sich nicht zuständig. Die bulgarischen Atomkraftgegner Petko
Kovatchev und Albena Simenova haben im Dezember 2008 Morddrohungen wegen
ihres Engagements gegen das geplante Atomkraftwerk Belene erhalten. Beide
wurden gewarnt, daß ihr Leben in Gefahr sei, wenn sie ihr Engagement gegen
Belene fortsetzen. Lokale Bürgermeister hatten sich Anfang Dezember 2008 mit
der Bitte an RWE gewandt, nicht als strategischer Investor bei Belene
einzusteigen, weil es zu viele Bedenken gegen das Projekt gibt. „RWE
behauptet, daß Sicherheit oberste Priorität habe und dies auch für
internationale Projekte gelte“, erklärt Heffa Schücking, Geschäftsführerin
der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation Urgewald. „Nach unserer Bitte,
beim bulgarischen Innenminister vorstellig zu werden, um sich für den Schutz
der Atomkraftgegner einzusetzen, hat sich RWE jedoch nicht zurückgemeldet.
Offenbar fühlt sich der Konzern hier nicht zuständig“, berichtet Schücking.
„Es ist uns ein Rätsel, wie RWE bei einem Projekt wie Belene hohe
Sicherheitsstandards garantieren will, wenn in Bulgarien Projektkritiker um
ihr Leben fürchten müssen“, fügte sie hinzu.
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Stx528-529.2009.4-5.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Uranhaltige Phosphat-Düngemittel im Bundestag. Uranhaltige Phosphat-Düngemittel sind Gegenstand
einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag
(Bundestags-Drucksache 16/10968 vom 13.11. 2008). Die Grünen möchten unter
anderem wissen, welche Erkenntnisse der Bundesregierung über den Urangehalt
bisher bekannter Phosphatlagerstätten vorliegen und wie lange die globalen
Vorräte uranfreien Phosphats voraussichtlicht reichen werden. Außerdem wird
nach möglichen Belastungen von Agrarprodukten durch uranhaltige Dünger
gefragt.
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Stx526-527.2008.8.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Inhärente Störfälle und Radioaktivitätsabgaben bei HTR-Linie. Eine neue Untersuchung von Rainer Moormann
vom Institut für Sicherheitsforschung und Reaktortechnik (ISR) des
Forschungszentrums Jülich über den Betrieb des Thorium Hochtemperaturreaktors
in Jülich stellt die bisherige offizielle Sicherheitsarchitektur dieser
Reaktorlinie in Frage und erschüttert die Aussagen der internationalen
Atomgemeinde über die Vorzüge der neuen Generation IV-Reaktoren in ihren
Grundfesten. Ein Bericht von Horst Blume.
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Stx522-523.2008.7-8.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Endlagerung: Neue Maßstäbe für
die Lagerung hochradioaktiver Abfälle. Bundesumweltministerium paßt
Sicherheitsanforderungen dem „Stand von Wissenschaft und Technik“ an. „Geringfügige
Freisetzungen“ werden zugelassen. Mit der Veröffentlichung eines
Regelungsentwurfs für „Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung
wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle“ will das Bundesumweltministerium
(BMU) jetzt neue Maßstäbe für die Sicherheit eines Atommüll-Lagers setzen.
Die aktualisierten Sicherheitsanforderungen beschreiben den „Stand von
Wissenschaft und Technik“, der für den Betrieb und den Verschluß eines
Endlagers einzuhalten und von der Genehmigungsbehörde zu prüfen ist, teilte
das BMU am 12. August 2008 mit.
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Stx520-521.2008.7-8.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Uran im Wasser: Die Technologie
zur Abtrennung von Uran aus Trinkwasser wurde vervollkommnet. Die Wismut will wieder Uran verkaufen. Das Problem mit
anfallenden Reststoffen beim Filtern von Natururan aus Trinkwasser ist
gelöst. Das verkündete die Wismut Umwelttechnik GmbH (WISUTEC) in Chemnitz am
8. August 2008.
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Stx520-521.2008.3-4.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Uran im Wasser: Das Kriterium „natürliche
Reinheit“ der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung ist überholt. Höhere
Urangehalte im Wasser finden sich speziell in Buntsandstein-Gebieten und im
Leitungswasser sind auch schon Uraneinträge aus der Phosphatdüngung zu
finden. Diese Ergebnisse präsentierte der Diplom-Geologe Friedhart Knolle am
14. August 2008 an der Technischen Universität Braunschweig.
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Stx520-521.2008.2-3.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Uran im Boden: Uran im
Trinkwasser ist nur die Spitze des „Uranbergs“. Das Hamburger
Umweltinstitut fordert: Der Urangehalt in Düngemitteln sollte der
Diskussionsschwerpunkt für gesetzliche Richtwerte sein.
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Stx520-521.2008.1-2.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Unterschlagene Kosten des
Atomstroms – zum Beispiel des Atommülllagers Morsleben. In der Zeit nach
dem Zusammenbruch der DDR konnte zwar die Schließung von sechs laufenden
Leistungsreaktoren und die Aufgabe von fünf weiteren KKW-Baustellen
durchgesetzt werden – die in den Wirren des Zusammen bruchs zugänglich
gewordenen streng geheimen Zustandsberichte belegten den schlechten
Sicherheitszustand der KKW russischer Bauart überzeugend – aber das Endlager
für Radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) überlebte die Wiedervereinigung,
obwohl auch zum ERAM gravierende Sicherheitsmängel bekannt geworden waren.
Der Druck einer gewaltigen Menge von Atommüll, der sich im Westen an
verschiedenen Stellen angesammelt hatte, fegte den kritischen Sachverstand in
den Reihen der Ostdeutschen Bürgerbewegungen einfach beiseite. In den ersten
20 Betriebsjahren (1971-1991) wurden im ERAM etwa 14.400 Kubikmeter schwach-
und mittelradioaktive Abfälle entsorgt. Als besonders gefährlich wurde die
Praxis eingeschätzt, daß Abfälle lose in große Hohlräume abgekippt wurden.
Bis heute weiß niemand genau, was dort alles liegt. Es ist kaum bekannt, daß
zwischen 1994 und 1998 noch wesentlich mehr Atommüll eingelagert wurde als in
den ersten 20 Jahren. Mehr als 22.000 Kubikmeter Atommüll landeten in diesem
kurzen Zeitraum in Moorsleben – ein wesentlicher Teil aus dem Westen. Die
Bonner Politik folgte dem Druck der Atomlobby und schlug alle Warnungen in
den Wind. Einer der damals verantwortlichen Männer war Walter Hohlefelder,
Abteilungsleiter Endlagersicherheit in der Regierungszeit von Helmut Kohl. Er
ist niemals für seine Fehlentscheidungen zur Verantwortung gezogen worden,
heute ist er Präsident des Deutschen Atomforums, der Zentrale des deutschen
Atomlobbyismus. Das Umweltministerium in Sachsen-Anhalt hatte die ernsten
Probleme im ERAM verstanden. Es befaßte sich mit eindringendem Wasser, mit
gefährdeter Standsicherheit, mit der immer noch geübten Praxis des einfachen
Versturzes ganzer Fässer mit über 400 Kilogramm Gewicht in darunterliegende
Hohlräume, was zu schweren Erschütterungen und oft zum Aufplatzen der Fässer
führte. Das Umweltministerium in Sachsen-Anhalt konnte zeitweilig die
Einlagerung blockieren. Auf der Bonner Ebene erregte das Mißfallen, die
damalige Umweltministerin Merkel folgte dem Druck der Atomlobby und wies die
Landesregierung Sachsen-Anhalt 1997 an, „den zur Optimierung des laufenden
Einlagerungsbetriebes geplanten Versturz von Abfallfässern bis 1.100
Kilogramm in dem Endlager (…) nicht weiter zu blockieren“. – Von Sebastian Pflugbeil
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Stx518-519.2008.5-6.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Lügen für die Atomkraft. Die Behauptung
der Befürworter der Kernenergie, der Kernkraftstrom sei preiswerter im
Vergleich zu anderen, insbesondere erneuerbaren Energien, mag rein
betriebswirtschaftlich betrachtet zutreffen, weil die Atomkraftwerke
inzwischen größtenteils abgeschrieben sind. Bei solcher
Rentabilitätsberechnung des Atomkraftstroms fehlen allerdings mehrere
entscheidende Kostenblöcke, die als betriebsexterne Kosten für die Gesamtheit
der Volkswirtschaft anfallen. So haftet zum Beispiel bei dieser Branche in
realsozialistischer Manier auch immer noch der Staat für die Risiken. Diese
externen Kostenfaktoren bei der Erzeugung von Atomkraftstrom hatte bereits
das Bundeswirtschaftsministerium unter der Regierung von Bundeskanzler Helmut
Kohl (CDU) 1992 durch das renommierte Baseler Forschungsinstitut Prognos AG
berechnen lassen. Aus dieser Studie mit dem Titel „Identifizierung und
Internalisierung der externen Kosten der Energieversorgung“ geht hervor, daß
bei Berücksichtigung der externen Gesamtkosten der wirkliche, für die gesamte
Volkswirtschaft entstehende Preis einer Kilowattstunde Atomkraftstrom, schon
damals circa 4 DM betragen hat. Das wären heute ungefähr 2 Euro.
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Stx518-519.2008.5.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Weniger Atom-Strom erzeugt. Die
deutschen Atomkraftwerke haben im Jahr 2007 so wenig Strom geliefert wie seit
16 Jahren nicht mehr. Die 17 Atommeiler hätten zusammen lediglich 140,5
Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt, teilte das Internationale
Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit. 2006 waren noch
167,4 Milliarden Kilowattstunden Atomstrom ins Netz gegangen und 1991 waren
es 147,4 Milliarden Kilowattstunden.
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Stx516-517.2008.7.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Atompolitik: Strommengen dürfen
nicht von neueren auf ältere AKW übertragen werden. Auch der Block I des
Atomkraftwerks Neckarwestheim muß nach dem regulären Ende seiner Laufzeit
voraussichtlich Ende 2009 endgültig abgeschaltet werden. Bundesumweltminister
Sigmar Gabriel lehnte am 12. Juni 2008 den Antrag des Betreibers EnBW auf
Laufzeitverlängerung für den 32 Jahre alten Reaktor aus Sicherheitsgründen
ab. Der Atomkonzern, dem auch der jüngere Block II am selben Standort gehört,
hatte beantragt, den Betrieb des älteren Reaktors verlängern und dafür die
Laufzeit der jüngeren Anlage entsprechend verkürzen zu dürfen. Eine solche
Übertragung sei nicht zulässig, entschied nun das Bundesumweltministerium als
zuständige Behörde. Der Block I des Kraftwerks verfüge über weniger
Sicherheitsreserven als der modernere, jüngere Block II, so der Bescheid des
Ministeriums, der dem Betreiber am 12. Juni 2008 zugestellt wurde. Zur
Sicherstellung der Energieversorgung und zum Klimaschutz sei ein längerer
Betrieb von Neckarwestheim I nicht erforderlich. Beim Bundesumweltministerium
waren drei Anträge auf Zustimmung zu Strommengenübertragungen von neueren auf
ältere Anlagen gestellt worden.
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Stx516-517.2008.6-7.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Bürgerinitiative erzwingt bei Cuxhaven die Absage eines
Atommüll-Projektes von Eon. Begeistert
gibt sich in einer Mitteilung vom 24. Juni 2008 die Bürgerinitiative „Gegen
e.on-DEKONTA-Ansiedlung“ (GEDA) in Sandstedt in der Samtgemeinde Hagen im
Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen über ihren Erfolg: „Die Mitteilung der
Samtgemeinde Hagen über den Verzicht der Eon-Tochterfirma Dekonta auf die
geplante Errichtung einer Atomanlage nahe der Autobahn A 27 ist so ungefähr
das schönste Sommeranfangs-Geschenk, das man sich vorstellen kann“, schwärmte
GEDA-Sprecherin Gitta Brede: „Wir betrachten den Rückzug von dem Projekt als
einen eindeutigen Erfolg unserer Arbeit und unserer breiten Verankerung in
der Bevölkerung Sandstedts und seiner Nachbargemeinden.“
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Stx516-517.2008.4.1 (1 Seite)
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Deutschland
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RWE-Atom-Allianzen. Der
Energiekonzern RWE will seine deutschen Kernkraftwerke, die wegen des
Berliner Atomausstiegs stillgelegt werden müssen, durch neue Nuklearmeiler in
Ost- und Südosteuropa ersetzen. Zu seinen Vorhaben gehört als besonders
umstrittenes Projekt der Bau eines Atomkraftwerks in einem bulgarischen
Erdbebengebiet. RWE will außerdem ein neues Nuklearprogramm der britischen
Regierung nutzen und bietet für die Übernahme des größten britischen
Energieerzeugers, British Energy.
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Stx514-515.2008.6-7.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Atomenergie ist keine Lösung, sondern
ein Problem. Der deutsche Sonderweg bei der Kernenergienutzung führe auf
ein energiepolitisches Abstellgleis, die ehrgeizigen deutschen
CO2-Reduktionsziele würden verfehlt, die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes
Deutschland gefährdet und die Abhängigkeit von Energieimporten aus dem
Ausland steige – das erklärte der Präsident der Lobby-Organisation Deutsches
Atomforum, Dr. Walter Hohlefelder, in seiner Eröffnungsrede zur Jahrestagung
Kerntechnik 2008, einer Werbeveranstaltung der Atomwirtschaft, am 27. Mai
2008 in Hamburg. Deutschland habe angesichts der gewachsenen
Herausforderungen im Bereich der Energiepolitik keine Alternative zur
Neubewertung der Kernenergie. Die Antwort könne dabei nur sein, die
Laufzeiten der bestehenden Kernkraftwerke zu verlängern. Dies sei nicht
zuletzt auch notwendig, um eine drohende „Stromlücke“ abzuwenden. Die
Hochtechnologie Kernenergie sei eine Errungenschaft, die ihresgleichen suche
und mit zum Wohlstand hierzulande beigetragen habe. Dr. Gerd Rosenkranz,
Leiter Politik und Presse der Deutschen Umwelthilfe, Hanna Poddig von der
Fachgruppe Energie bei Robin Wood und Peter Dickel von der
Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad und Koordination Endlagerstandorte,
machten dagegen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz deutlich, daß die
Atomenergie keine Zukunftstechnologie sein könne. Atomenergie helfe nicht
beim Klimaschutz und könne aufgrund ihrer enormen Risiken keinen Beitrag für
eine ökologische und zukunftsweisende Energiepolitik liefern. Atomenergie sei
keine Lösung, sondern ein Problem.
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Stx514-515.2008.5-6.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Polen: AKW-Bau an der Grenze zu
Brandenburg. Polen forciert offenbar den Bau von Atomkraftwerken. Bereits
2006 war als Standort die westpolnische Stadt Gryfino (Greifenhagen) genannt
worden, nur drei Kilometer entfernt vom brandenburgischen Ort Mescherin in
der Uckermark.
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Stx514-515.2008.4-5.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Krebsstudie zum THTR in Hamm
gefordert. „Die Umgebung aller in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke wurde
untersucht, nur nicht die Region des Reaktors mit den meisten Pannen und
Störfällen innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes: Hamm und das Lippetal als
Standort des Thorium-Hochtemperaturreaktors (THTR) sind bewußt ausgespart
worden.“ – Das beklagt die Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm e.V. in einer
Presseerklärung vom März 2008 mit Blick auf die Ende 2007 veröffentlichte
Fall-Kontrollstudie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken
(KiKK-Studie). Die Nichtberücksichtigung des THTR in der Studie habe zu
großer Unruhe und Empörung in der Bevölkerung geführt. Inzwischen fordern
auch der Rat von Lippetal und der Stadt Hamm eine Krebsstudie für ihre
Region.
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Stx510-511.2008.7-8.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Das Atomkraftwerk Brunsbüttel hatte
noch nie eine sichere Notstromversorgung. Von Sebastian Pflugbeil – Ein
Kommentar. Im Januar 2008 wurde der Deutschen Umwelthilfe ein internes Papier
der schleswig-holsteinischen Atomaufsicht zugespielt. Demnach hatte das
Atomkraftwerk Brunsbüttel noch nie eine sichere Notstromversorgung.
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Stx506-507.2008.5-6.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Warnung vor Flugzeugabsturz.
Ein Terroranschlag mit einem Passagierflugzeug auf das hessische Atomkraftwerk
Biblis A könnte je nach Windrichtung die Evakuierung von Berlin, Prag, Wien
oder Teilen der Niederlande erforderlich machen. Das geht aus einer im
Auftrage der Sonnenenergie-Vereinigung Eurosolar erstellten Studie des
Öko-Instituts hervor, die der SPD-Politiker und Eurosolar-Präsident Hermann
Scheer am 26. November 2007 in Wiesbaden vorstellte.
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Stx502-503.2007.7.1 (1 Seite)
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Deutschland
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„Der Spiegel“ verbreitet Legenden vom
harmlosen Atom. Kommentar von Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der
Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.. Mit der Veröffentlichung des Artikels
„Legenden vom bösen Atom“ von Matthias Schulz in „Der Spiegel“ vom 19.
November 2007 betätigt sich das in Hamburg produzierte Nachrichtenmagazin
unkommentiert als Verbreiter von Legenden vom angeblich harmlosen Atom. Der
Autor dieses Spiegel-Artikels stützt sich auf alte, längst widerlegte Zahlen
sowie auf Aussagen des Münchner Strahlenbiologen Professor Dr. Albrecht
Kellerer. Dieser ist als ausgewiesener Befürworter der Atomenergie bekannt
und hatte die gesundheitlichen Folgen von Tschernobyl bereits 1990
bestritten, als diese wissenschaftlich noch überhaupt nicht abgeschätzt
waren.
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Stx502-503.2007.5,6.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Darmstadt, 27. Okt. 2007: Fachkongress
Biblis jetzt abschalten. Die Frage des Weiterbetriebs des Atomkraftwerks
Biblis A und B ist eine Kernfrage der Energiepolitik. Der BUND Hessen hält
die von der Anlage ausgehenden Gefahren für nicht akzeptabel und lädt in
Kooperation mit der IPPNW, dem BUND Baden-Württemberg, dem BUND
Rheinland-Pfalz und dem Bund Naturschutz in Bayern zu einem Fachkongress am
27. Oktober 2007 in die Hochschule Darmstadt. Insbesondere bei der Diskussion
um eine Laufzeitverlängerung werden die immensen Gefahren radioaktiver
Freisetzungen, gravierender Störfälle und der ungelösten Endlagerung kaum
beachtet, erklären die Veranstalter in ihrer Einladung und wollen diese
Probleme deshalb drei Monate vor der Landtagswahl in Hessen wieder ins
Bewußtsein der Öffentlichkeit bringen. Als Referenten sind angekündigt Prof.
Dr. Klaus Traube, Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Henrik Paulitz, Dr.
Helmut Hirsch, Prof. Dr. Olav Hohmeyer, Dr. Peter Becker und Dr. Werner
Neumann. Anmeldung und Information: BUND Hessen, Guido Carl, Waldstr. 35,
64653 Lorsch, Fax 03221-2351096, www.bund-hessen.de
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Stx498-499.2007.8.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Personen: Die Gesichter des
Störfalls. Entlassung und Rücktritte bei Vattenfall. Wie die Tagesmedien
ausführlich berichteten, war es in den vom schwedischen Stromkonzern
Vattenfall betriebenen deutschen Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel seit
dem 28. Juni 2007 zu einer Pannenserie mit Bränden und weiteren
Unregelmäßigkeiten gekommen. Zwei Wochen später stellte das Bundesumweltministerium
Fehlverhalten des Personals fest und die schleswig-holsteinische Atomaufsicht
warf Vattenfall Inkompetenz und Täuschung von Behörden und Öffentlichkeit
vor. Am 13. Juli schließlich wurde die Polizei mit einem
Durchsuchungsbeschluß in den Büroräumen des AKW Krümmel vorstellig, um die
Namen des beteiligten Personals zu ermitteln, die Vattenfall zuvor nicht
nennen wollte. Vattenfall räumte nun – nach zwei Wochen – Bedienungs- und
Kommunikationsfehler ein und entließ am 16. Juli 2007 Bruno Thomauske, den
Chef der deutschen Atomsparte. Gleichzeitig trat auch der PR-Chef und
Pressesprecher Johannes Altmeppen von seiner Funktion zurück. Schließlich
trat am 18. Juli auch der Chef von Vattenfall Europe, Klaus Rauscher, zurück
und der Chef des schwedischen Mutterkonzerns, Lars Göran Josefsson, versprach
einen „Neuanfang“ und „größtmögliche Offenheit“.
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Stx494-495.2007.11-12.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Deutsche Atomkraftwerke haben
schwere Sicherheitsdefizite.Deutsche Atomkraftwerke schneiden im
internationalen Vergleich schlecht ab. Gefährliche Fehlkonstruktion in
deutschen Atomkraftwerken. Brände können zum Super-GAU führen.
Brunsbüttel-Mängelliste dokumentiert gefährliche Kungelei von Atomindustrie,
Gutachterorganisationen und Aufsichtsbehörde in Schleswig-Holstein. Die
Ärzteorganisation IPPNW widerspricht Ansichten wie der des bayerischen
Wirtschaftsministers Erwin Huber (CSU), die deutschen Atomreaktoren seien
„die sichersten Kernkraftwerke der Welt“ (Bayern2Radio vom 16. Juli 2007).
Die Ärzteorganisation verweist auf einen bereits 1997 von der OECD
veröffentlichten internationalen Vergleich von Atomkraftwerken, eine Art
„Pisa-Studie für Kernkraftwerke“. Demnach ist bei deutschen Atomkraftwerken
die Gefahr extrem hoch, daß es bei einer Kernschmelze zu massiven
Freisetzungen von Radioaktivität kommt. Der OECD-Vergleich ergab, daß in dem
deutschen Referenz-Atomkraftwerk Biblis B die bei einer Kernschmelze zu
erwartende Wasserstoffkonzentration im Sicherheitsbehälter mit 19 Prozent
weitaus größer ist als in ausländischen Referenz-Anlagen (mit 10 bis 15
Prozent).
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Stx494-495.2007.9-11.3 (3 Seiten)
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Deutschland
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Sicherheitsmängel des
Atomkraftwerks Brunsbüttel bleiben Staatsgeheimnis. Das
Oberverwaltungsgericht Schleswig nennt das EU-Umweltinformationsrecht
„geringerwertig“ im Vergleich zum Geheimhaltungsinteresse des AKW-Betreibers
Vattenfall. Vattenfall: Die Veröffentlichung der Mängelliste des AKW
Brunsbüttel würde den Verkaufspreis des Altreaktors mindern.
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Stx488-489.2007.8.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Die Schwachstellenliste von
Brunsbüttel soll vorerst Staatsgeheimnis bleiben. Die Schwachstellenliste
des Siedewasserreaktors Brunsbüttel, die die Ergebnisse einer seit dem Sommer
2001 abgeschlossenen Sicherheitsüberprüfung zusammenfaßt, soll weiter geheim
bleiben. Das entschied am 13. Februar 2007 das Verwaltungsgericht Schleswig
(Az.: 12 B 85/06). Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) hat dagegen Beschwerde
beim Oberverwaltungsgericht Schleswig eingelegt, um doch noch Zugang zu der
von Vattenfall Europe und dem schleswig-holsteinischen Sozialministerium
unter Verschluß gehaltenen Liste mit „hunderten offener Punkte“ zu erhalten.
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Stx484-485.2007.7.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Den Wortbruch der Atomkonzerne mit dem Wechsel zu Ökostrom-Anbietern
beantworten. Den Wortbruch der
Atomkonzerne mit einem Wechsel zu Ökostrom-Anbietern zu beantworten – mit
dieser Aufforderung an alle Stromkunden reagierte das Aktionsbündnis
„Atomausstieg selber machen“ auf den am 21. Dezember 2006 bekannt gewordenen
Antrag der Energie Baden-Württemberg (EnBW), den Alt-Atommeiler
Neckarwestheim 1 länger als im Atomgesetz vorgesehen am Netz zu lassen. Die
Strategie des Wortbruchs der deutschen Atomkraftwerksbetreiber erreicht mit
diesem Antrag einen neuen Höhepunkt, erklärt Dr. Gerd Rosenkranz, Leiter des
Referats Politik & Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Umwelthilfe e.V..
Nach dem Essener Stromkonzern RWE demonstriere nun auch das Karlsruher
Unternehmen und sein Vorstandsvorsitzender Utz Claassen, daß ihnen
vertragliche Verpflichtungen, eigene Beteuerungen oder die Wünsche der
Mehrheit ihrer Kunden wenig bedeuten.
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Stx482-483.2007.1,2.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Nuklidhandel: Polonium. 69
US-Dollar kosten 0,1 Mikrocurie (µCi) Polonium-210 bei United Nuclear
Scientific Supplies, einem amerikanischen Anbieter. Das sind 3.700 Becquerel.
Einzige Einschränkung: der Versand erfolgt angeblich nur innerhalb der USA.
In Deutschland liegt diese Menge unterhalb der Freigrenze. Die Aktivität der
Freigrenze für Polonium-210, bis zu der der radioaktive Stoff nicht der
Überwachung durch die Strahlenschutzverordnung unterliegt, war in Deutschland
mehrfach erhöht worden: von ursprünglich 3.700 Becquerel im Jahre 1976 auf
5.000 Becquerel in 1989 und schließlich auf 10.000 Becquerel bei der letzten
Neufassung der Strahlenschutzverordnung in 2001. Auch Cäsium-137, Cobalt-60,
Strontium-90, Thallium-204 oder Cadmium-109 sind unter anderem per Internet
erhältlich. Der Anbieter versteht sich als „Supply for the Science Hobbyist“.
Polonium ist jüngst durch Alexander Litwinenko, russischer Ex-Spion und
glühender Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin, in die
Schlagzeilen geraten. Litwinenko erlag Ende November 2006 in London einer
Vergiftung mit radioaktivem Polonium-210.
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Stx478-479.2006.5,6.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Krisenmanagement und
Krisenkommunikation: Tschernobyl – Forsmark – Brunsbüttel. Von
Sebastian Pflugbeil. Der Störfall im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark des
Betreibers Vattenfall am 25. Juli 2006 hat bereits gemachte Erfahrungen
reaktiviert: • Störfälle treten auf, wenn niemand sie erwartet. • Sie treten
in einer Art und Weise auf, die niemand vorhergesehen hat. • Während des
Störfalls werden die Betriebsvorschriften ignoriert. Manchmal war das die
Rettung, wie im Fall Forsmark, manchmal war das Bestandteil des Störfalls,
wie im Fall Tschernobyl. • Die Betreiber und die Aufsichtsbehörden verstehen
den Störfall als Beweis für ein funktionierendes Sicherheitssystem. • Der
Bevölkerung wird erzählt, sie wäre zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen. •
Zusammen mit der ersten internationalen Meldung zum Störfall wird in den
Nachbarländern erklärt, daß ein solcher Störfall bei ihnen niemals auftreten
könne. Wie platt insbesondere diese letzte Platitüde ist, erschließt sich nach
kurzem Nachdenken, dennoch wurde sie bei vergleichbaren Anlässen regelmäßig
zur Volksverdummung eingesetzt.
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Stx472-473.2006.1-3.3 (3 Seiten)
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Deutschland
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„Ringtausch“ von Restlaufzeiten ist unzulässig. Presseberichte über einen „Ringtausch“ von
Restlaufzeiten zwischen Atomkraftwerken wies der Sprecher des
Bundesumweltministeriums, Michael Schroeren, in einer Mitteilung vom 16. Juni
2006 zurück.
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Stx470-471.2006.12.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Atomwirtschaft: BfS schloß
staatliche Verwahrung von Kernbrennstoffen in Hanau. Die Staatliche
Verwahrung von Kernbrennstoffen in Hanau wurde nach 25 Jahren zum Ende des
Jahres 2005 endgültig geschlossen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat
die letzten dort noch lagernden Kernbrennelemente abtransportiert. Das teilte
das BfS am 30.12.2005 mit.
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Stx458-459.2006.8.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Sonderbare Geschäfte mit der Wiederanreicherung aus Atomabfällen. Den Import von westeuropäischen
Atomabfällen mit abgereichertem Uran (DU) zur Wiederanreicherung in Rußland
hat die Umweltorganisation Ecodefense Rußland in Moskau als illegales
Atommüllgeschäft gegeißelt und den Stopp des Imports gefordert. Dazu wurde
ein von Peter Diehl vom Uraniumprojekt des World Information Service on
Energy (WISE) in Arnsdorf bei Dresden erstellter
47-seitiger Bericht vorgelegt.
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Stx450-451.2005.7.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Geringere Sicherheit nach Atomkonsens. Nach einem Bericht von Greenpeace gehören die vier Atomkraftwerke
Biblis A und B, Brunsbüttel und Neckarwestheim 1, die laut Ausstiegsplan in
der nächsten Legislaturperiode vom Netz gehen sollen, zu Deutschlands
störanfälligsten Reaktoren. Diese ältesten Atommeiler Deutschlands weisen
demnach alle besondere bauartbedingte Mängel auf, sind Spitzenreiter beim
Unfallrisiko, schneiden bei mehreren Bewertungskriterien deutlich am
schlechtesten ab und sind besonders verwundbar bei Terrorangriffen. Schuld
daran ist der Atomkonsens, meint Greenpeace.
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Stx450-451.2005.7.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Atomkraftwerk Obrigheim nach 37 Jahren abgeschaltet. Das
Atomkraftwerk Obrigheim in Baden-Württemberg wurde Mitte Mai 2005, 37 Jahre
nach der Fertigstellung, abgeschaltet. Nach dem Atomkraftwerk Stade, das im
November 2003 heruntergefahren worden war, ist die Anlage in Obrigheim das
zweite aktive deutsche Atomkraftwerk, das nach dem 2002 beschlossenen Gesetz
über den Atomausstieg stillgelegt wurde.
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Stx442-443.2005.7-8.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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"Tolles Produktionsergebnis". BMU: "Weiter so!"
Im Jahr 2004 wurden in den 18 in Betrieb befindlichen deutschen
Kernkraftwerken insgesamt 167,1 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt.
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Stx436-437.2005.5.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Der Ausbau der Urananreicherungsanlage in Gronau ist genehmigt. Am
14. Februar 2005 hat der nordrhein-westfälische Energieminister Axel
Horstmann (SPD) die Erweiterung der Urananreicherungsanlage in Gronau durch
die Betreiberfirma Urenco genehmigt. Zur Zeit reicht die Kapazität der
Atomfabrik aus, um 14 Atomkraftwerke mit Uran zu versorgen, künftig werden es
etwa 35 sein. Durch den Ausbau der Atomanlage wird sich auch die Zahl der
Urantransporte durch das Bundesgebiet und durch benachbarte Länder drastisch
erhöhen.
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Stx436-437.2005.4.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Das atomare Dreieck Deutschland, Südafrika und Pakistan. Die
jahrzehntelange zivil-militärische Forschung der "Gesellschaft zur
Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt" (GKSS), direkt neben
dem Atomkraftwerk Krümmel, hat Auswirkungen bis heute. Eine Betrachtung von
Horst Blume.
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Stx434-435.2005.1-3.3 (3 Seiten)
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Deutschland
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"Den Atomkonsens-Unsinn in Gronau aufdecken!" Aufruf zur
Demonstration für die sofortige Stillegung aller Atomanlagen. Trotz der
Tschernobyl-Katastrophe wurde in Deutschland die Atomenergienutzung und die damit
verbundene Atommüllproduktion bis heute nicht gestoppt – obwohl die Mehrheit
der Bevölkerung die Atomenergie ablehnt. Das beklagt der Arbeitskreis Umwelt
Gronau (AKU) und ruft auf zur Teilnahme an einer "möglichst großen
Anti-Atomkraft-Demonstration" am 9. Oktober 2004 ab 11 Uhr auf dem
Theodor-Heuss-Platz in Gronau. Besonders deutlich werde der Betrug des
"Atomkonsens" im westfälischen Gronau, circa 20 Kilometer nördlich
des Ahauser Atommüllzwischen-lagers, erklärt der AKU Gronau. Hier betreibt
die international tätige Urenco die bundesweit einzige
Urananreicherungsanlage (UAA). Im Mai 1986, nur wenige Tage nach dem
Super-GAU in Tschernobyl, hatten der damalige Bundesforschungsminister Heinz
Riesenhuber (CDU) und Landesminister Raimut Jochimsen (SPD) die Anlage
eingeweiht. Sie dient der Anreicherung des Uranisotops 235 im Uran zur
Verarbeitung als Brennstoff in Atomreaktoren. Fast alle Atomkraftwerke im In-
und Ausland benötigen angereichertes Uran als Kernbrennstoff. In Gronau wird
nicht nur für deutsche Atomkraftwerke angereichert, sondern für den
weltweiten Markt. Die Urananreicherungsanlage in Gronau wird als Teil der
britisch-niederländisch-deutschen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der
Uranisotopentrennung mit Hilfe der Zentrifugentrennung betrieben.
Schwesteranlagen waren bereits 1981 in Almelo (Niederlande) und 1982 in
Capenhurst (Großbritannien) errichtet worden und gehören ebenfalls der
Urenco-Gruppe. Informationen und Kontakt: www.aku-gronau.de,
info@aku-gronau.de und www.uaa-gronau.de, info@uaa-gronau.de.
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Stx424-425.2004.7,8.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Zukunftssorgen: GRS-Jahresbericht 2002/2003 veröffentlicht. Mit
ihrem Ende Juli 2004 vorgelegten Jahresbericht 2002/2003 mache sie deutlich,
"daß sie in den letzten beiden Jahren wie bisher ihrer Verantwortung für
die Erhaltung und die Weiterentwicklung der Sicherheit der deutschen
kerntechnischen Anlagen gerecht wurde", teilt die Gesellschaft für
Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH mit. Ihre Arbeitsfelder umfassen die
Reaktorsicherheit, Entsorgung und Strahlenschutz. Für ihre Zukunftssicherung
setze sie sich neue Schwerpunkte auf den Gebieten Wissensmanagement und
Kompetenzerhaltung, "um dem Verlust an Know-how durch den
altersbedingten Rückzug vieler Sachverständiger wirksam zu begegnen", erklärt
die GRS.
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Stx422-423.2004.4,5.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Große Mehrheit der Deutschen lehnt neue Atomkraftwerke ab. 3-Länder-Initiative
gegen eine atomare Renaissance in Deutschland gestartet. Eine weitere
Nutzung der Atomenergie, wie sie die CDU-Chefin Angela Merkel und Bayerns
Ministerpräsident Edmund Stoiber befürworten, wird von der Mehrheit der
Deutschen abgelehnt. In einer Forsa-Umfrage unter 1007 repräsentativ
ausgewählten Bundesbürgern am 3. und 4. Juni 2004 im Auftrage des Hamburger
Magazins stern sprachen sich 47 Prozent der Befragten für einen allmählichen
Verzicht auf die Kernenergie aus. 18 Prozent plädierten sogar dafür, so
schnell wie möglich auszusteigen. Dafür, daß die Kernenergie weiter wie
bisher genutzt werden soll, stimmten nur 30 Prozent. Das 3-Ländertreffen –
ein Zusammenschluß von deutschen, tschechischen und österreichischen
Anti-Atom-Organisationen – startete am 25. Juni 2004 in Passau eine
Initiative, mit der der Wiedereinstieg Deutschlands in die Nutzung der
Atomenergie unter Einbindung von PolitikerInnen, WissenschafterInnen,
Religionsgemeinschaften, der Wirtschaft und von Prominenten aus Kultur und
Sport verhindert werden soll. Damit reagieren die Anti-Atom-Gruppierungen aus
Deutschland, Österreich und Tschechien erstmals gemeinsam auf die Aussagen
von CDU- und CSU-Politikerinnen und Politikern der vergangenen Wochen.
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Stx420-421.2004.6.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Europäischer Kongreß der IPPNW, 7.-9. Mai 2004 in Berlin: Ärzte warnen
vor amerikanischem Kriegstreiben und Gefahren der Atomenergie-Nutzung. Die
USA bereiten sich für kommende Kriege auf den Einsatz von Atomwaffen vor.
Dies ist die einhellige Einschätzung der australischen Kinderärztin Helen
Caldicott, des amerikanischen Arztes und IPPNW-Gründers Professor Bernard
Lown, des malaysischen IPPNW-Präsidenten Ron McCoy, des kanadischen
Ökonomieprofessors Michel Chossudovsky und des EUROSOLAR-Präsidenten und
SPD-Bundestagsabgeordneten Hermann Scheer. Sie warnten auf dem Kongreß
"Atomenergie und Atomwaffen in einer instabilen Welt", den die Internationalen
Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) vom 7. bis 9. Mai 2004 in
Berlin veranstalteten, vor dem geplanten Einsatz von taktischen Atomwaffen,
sogenannten Mini-Nukes. "Die neue Atompolitik der USA involviert
ausdrücklich die großen Rüstungsfirmen in der Planung des Atomkrieges",
so Chossudovsky. "Diese bestimmen auch die Agenda des Einsatzes von
Atomwaffen mit." Dies sei gleichbedeutend mit der "Privatisierung
des Atomkrieges". Ein Kongreßbericht.
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Stx418-419.2004.1-5.5 (5 Seiten)
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Deutschland
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Das Atomkraftwerk Stade ist abgeschaltet. In der Nacht zum 14.
November 2003 ist das Atomkraftwerk im niedersächsischen Stade, das im Januar
1972 in Betrieb gegangen war, vom Netz genommen worden. Damit ist das erste
Atomkraftwerk dreieinhalb Jahre nach der Einigung zwischen der
Bundesregierung und der deutschen Energiewirtschaft auf den sogenannten
Atomkonsens abgeschaltet worden. Die rot-grüne Bundesregierung und die
Betreiber der Atomkraftwerke hatten sich im Juni 2000 auf eine schrittweise
Stillegung aller 19 noch in Betrieb befindlichen deutschen Atomkraftwerke
geeinigt. Auf der Grundlage einer Gesamtlaufzeit von 32 Jahren je Werk wurden
übertragbare Restlaufzeiten festgelegt. Das Werk Stade wurde wegen nicht
angerechneter Stillstandszeiten knapp ein Jahr früher abgeschaltet, als es
die Vereinbarung vorschreibt. Der Betreiber Eon begründete die bereits im
Sommer 2001 beantragte Stillegung des Werks Stade mit sinkenden Erlösen auf
dem Strommarkt, einer drastischen Erhöhung des Wasserentnahmeentgeltes in
Niedersachsen und dem Verbot der Wiederaufarbeitung im Ausland von 2005 an.
Dadurch sei das Kraftwerk unrentabel geworden.
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Stx408-409.2004.5,6.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Atomkraft gefährdet die Versorgungssicherheit. Die AKW-Betreiber sollen
die finanzielle Verantwortung für die Endlagerung von Atommüll übernehmen.
Wer sich auf Atomkraft verläßt, gefährdet die Versorgungssicherheit. Dieses
Fazit zog Bundesumweltminister Jürgen Trittin aus den Stromausfällen und
Versorgungsengpässen des Sommers 2003. In Frankreich, den USA und
Skandinavien sei die Anfälligkeit von Versorgungsstrukturen, die sich in
hohem Maße auf Atomkraft verlassen, zu Tage getreten.
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Stx408-409.2004.4,5.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Personen: Seitenwechsel. Dr. Bruno Thomauske, bisher Leiter der
Projektgruppe beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter, in deren
Hand die Genehmigung von Atommüll-Zwischenlagern an den AKW-Standorten liegt,
ist jetzt als Prokurist bei Vattenfall Mining and Generation und der Vattenfall-Tochter
Hamburgische Electricitäts-Werke AG (HEW) tätig. Diese betreibt zusammen mit
E.ON unter anderem die Atomkraftwerke Brunsbüttel, Krümmel, Brokdorf und
Stade. Laut BfS-Sprecher Volker Schäfer ist das "ein ganz normaler
Wechsel".
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Stx404-405.2003.8.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Leiharbeit: Atomopfer Michael Weber gestorben. Der Initiator des
Vereins Atomopfer e.V., Michael Weber, ist am 17. September 2003 nach langer,
schwerer Krankheit gestorben. Er starb an den Folgen eines Arbeitsunfalls,
den er 1971 als 19-jähriger bei einem Ferienjob als Leiharbeiter in der
Uranfabrik RBG-Siemens in Hanau erlitten hatte. Einen Prozess gegen Siemens
konnte Weber aus finanziellen Gründen nicht zu Ende führen.
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Stx404-405.2003.8.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Die Kapazität der deutschen Urananreicherungsanlage in Gronau soll um
150 Prozent erhöht werden. "Strahlend fährt der Tod durchs Land.
Stoppt die Uranfabrik Gronau!" Das stand auf dem Transparent, das
AktivistInnen der Umweltschutzorganisation Robin Wood am 7. Juli 2003 auf dem
Gelände der nordrhein-westfälischen Landesgartenschau über Bahngleise spannten,
über die üblicherweise die Waggons mit strahlendem, stark giftigem Uran in
die Uranfabrik Gronau rollen. Mit der Aktion protestierten die
UmweltschützerInnen anläßlich des am folgenden Tag im Örtchen Legden
beginnenden Erörterungstermins gegen die trotz "Atomausstieg"
geplante Kapazitätserweiterung der bundesweit einzigen
Urananreicherungsanlage (UAA) und den Neubau eines "Zwischenlagers"
für gigantische 60.000 Tonnen Uranoxid neben der UAA. Dem Energieministerium
im rot-grün regierten Nordrhein-Westfalen liegen rund 7.000 Einwendungen vor.
260 Bahnwaggons oder 750 Lkws rollen jährlich mit Uranhexafluorid beladen
durch das Gronauer Stadtgebiet. Ziel ist die Urananreicherungsanlage der
Firma Urenco. Schon jetzt reicht die Kapazität der Atomfabrik aus, um 14
Atomkraftwerke mit Brennstoff zu versorgen. Doch die Urenco plant eine
Erweiterung der Atomfabrik um das Anderthalbfache. Dies hätte zur Folge, daß
jährlich bis zu 840 Bahnwaggons oder 2.770 Lkws mit Uran beladen durch die
Gronauer Innenstadt rollen würden. Zusätzlich zum Zwischenlager soll auch
noch mehr Uranhexafluorid in Fässern unter freiem Himmel gelagert werden.
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Stx398-399.2003.5.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Die Urananreicherungsanlage Gronau soll erweitert werden. Gronau steht
außerhalb des Atomkonsens. Der AKU bittet um
Beteiligung bei den Einwendungen. Die Genehmigung zur Erweiterung der
Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau steht bevor. Die Anlage soll von bisher
1.800 Tonnen Urantrennarbeit (UTA) pro Jahr auf 4.500 Tonnen pro Jahr
erweitert werden und so 800 Tonnen angereichertes Uran produzieren. Beantragt
ist außerdem die Neuerrichtung eines "Zwischen"-Lagers für 60.000
Tonnen Uranoxid. Die Erweiterung ist die Grundlage für einen Ausbau der
Atomenergiegewinnung auch im europäischen Rahmen und soll der Versorgung von
circa 35 Atomkraftwerken statt bisher 15 dienen. Sie steht damit im Gegensatz
zu dem von den rot-grünen Regierungsparteien im "Atomkonsens" behaupteten
Ausstieg aus der Atomenergie. Die Einwendungsfrist läuft bis zum 26. März
2003. Der Erörterungstermin soll dann im Herbst 2003 stattfinden.
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Stx388-389.2003.2,3.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Buchmarkt: Statusbericht zur Kernenergienutzung. Mit Stand vom
31.12.2001 und unter Berücksichtigung von Ereignissen bis Juni 2002 hat das
Bundesamt für Strahlenschutz jetzt mit Datum November 2002 einen
Statusbericht zur Kernenergienutzung in der Bundesrepublik Deutschland 2001
veröffentlicht (BfS-KT-27/02). Aufgeführt sind in dem 86 Seiten umfassenden
A4-Heft Daten aller Kernkraftwerke, Forschungsreaktoren und der Anlagen der
Kernbrennstoffver- und -entsorgung.
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Stx386-387.2003.7.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Obrigheim bleibt in Betrieb. Das Atomkraftwerk Obrigheim bleibt bis
Ende 2004 - zwei Jahre länger als ursprünglich vorgesehen - in Betrieb. Das
teilte Bundesumweltminister Trittin (Grüne) am 14. Oktober 2002 in Berlin
mit. Er habe dem Bundeskanzler und dem Bundeswirtschaftsminister
vorgeschlagen und mit beiden Einvernehmen darüber erzielt, dem Antrag der
Betreiber, der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), mit der Maßgabe
zuzustimmen, daß die Strommengenübertragung nicht wie beantragt vom jüngsten
Kraftwerk Neckarwestheim 2, sondern von dem älteren AKW Philippsburg Block 1,
erfolge. Es würden auch nicht die beantragten 15 Terawattstunden, sondern 5,5
Terawattstunden übertragen. Diese Menge entspreche einer Laufzeitverlängerung
von zwei Jahren. Die Zustimmung zu diesem Antrag berücksichtige die Zusage
des Bundeskanzlers an die EnBW.
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Stx380-381.2002.7.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Bei Hochwasser garantieren auch Atomkraftwerke die Energieversorgung
nicht. Die Meinung, daß Atomkraftwerke im Gegensatz zu Wasserkraftwerken eine
Stromversorgung auch bei Hochwasser sicherstellen würden, bezeichnet Mathilde
Halla, Obfrau der Oberösterreichischen Plattform gegen Atomgefahr, als reine
Schimäre. Gerade Atomkraftwerke seien massiv von Hochwasser bedroht. Der
enorme Bedarf an Kühlwasser mache eine flussnahe Ansiedlung unabdingbar. Wäre
das letzte Hochwasser nicht in Sachsen sondern in Baden-Württemberg
aufgetreten, hätte das Atomkraftwerk Neckarwestheim mit einer Überflutung von
20 Zentimetern rechnen müssen. Im Atomkraftwerk Gundremmingen wären es sogar
1 Meter Fluthöhe, wie der Verein "Forum Gemeinsam gegen das
Zwischenlager + für eine verantwortbare Energiepolitik e.V." in
Dillingen in einer Pressemitteilung befürchtet. Nicht gerade
vertrauenerweckend, findet man bei der österreichischen Plattform die Aussage
der Sprecherin der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), daß die
Atomkraft-werke (AKWs) im Falle eines Hochwassers in einem sicher
abgeschalteten Zustand gehalten werden könnten. "Das
Jahrhundert-Hochwasserereignis in Österreich, Tschechien und Deutschland
sollte bei allen Verantwortlichen der AKWs an Rhein, Neckar und anderen
großen Flüssen sämtliche Alarmanlagen läuten lassen und eine neuerliche
Prüfung der geplanten Zwischenlager nach sich ziehen", meint Mathilde
Halla. Das älteste kommerzielle Atomkraftwerk, Obrigheim, sollte derweil laut
Atomausstiegsgesetz im Frühjahr 2003 vom Netz gehen. Doch die EnBW will nun
sogenannte Reststrommengen vom moderneren AKW Neckarwestheim auf Obrigheim
übertragen und es weiterbetreiben. Dem müßte lediglich das
Bundesumweltministerium in Abstimmung mit dem Wirtschaftsministerium und dem
Bundeskanzleramt zustimmen, hofft die EnBW. Sie genießt die Unterstützung
ihrer Landesregierung.
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Stx378-379.2002.8.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Atomstromrekord in 2001. Im Jahr 2001 haben die deutschen
Atomkraftwerke bisher nie dagewesene Produktionsrekorde aufgestellt. Die
erzeugte Strommenge sei auf 171,3 Milliarden Kilowattstunden gestiegen,
meldete das Deutsche Atomforum, Werbeorganisation der Atomwirtschaft, am 25.
Februar 2002. Damit produziere Deutschland mit der vergleichsweise niedrigen
Zahl von 19 Reaktoren unter den 31 Atomstrom erzeugenden Nationen der Erde
die vierthöchste Strommenge, gleich hinter den USA, Frankreich und Japan.
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Stx368-369.2002.8.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Siedewasserreaktoren sind besonders verwundbar bei terroristischen
Angriffen. Das Betriebsrisiko und die Genehmigungsfähigkeit der 6
deutschen Siedewasserreaktoren (SWR) betrachtet der Münchner Diplom-Physiker
Reiner Szepan unter dem aktuellen Aspekt (terroristischer) Einwirkungen von
Außen (EVA). Dabei bezieht er sich auf das Kerntechnische Regelwerk (KTA),
das dem Atomgesetz zufolge dem Stand von Wissenschaft und Technik entsprechen
soll. Szepan stellt bisher unbekannte Katastrophenszenarien dar und
bezweifelt, daß die geübte Praxis und das neue Atomgesetz mit dem Grundgesetz
vereinbar sind.
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Stx366-367.2002.3-5.3 (3 Seiten)
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Deutschland
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"Terroranschläge haben das Restrisiko von Atomkraftwerken
verändert". Anhörung vor dem Umweltausschuß des Deutschen Bundestages am
5. November 2001 zur Atomgesetz-Novelle. Die heutige Weigerung der
Bundesregierung, den im Wahlkampf zuvor versprochenen schnellen Ausstieg aus
der Atomenergienutzung herbeizuführen, wurde maßgeblich mit dem zu
berücksichtigenden Eigentumsschutz der Atomindustrie begründet. Die
Terroranschläge in den USA haben nun nach Auffassung von Professor Georg
Hermes dazu geführt, daß sich die Grenze des sogenannten "hinnehmbaren
Restrisikos" bei Atomkraftwerken verschoben hat. Das erklärte der Jurist
von der Universität Frankfurt am Main am 5. November 2001 auf der Anhörung
des Bundestag-Umweltausschusses zum Gesetzentwurf von SPD und Bündnis 90/Die
Grünen "zur geordneten Beendigung der Kernenergienutzung zur
gewerblichen Erzeugung von Elektrizität" und dem wortgleichen
Gesetzentwurf der Bundesregierung. Hermes erklärte, bei gezielten
Flugzeugangriffen auf Kernkraftwerke befinde man sich nicht mehr im Bereich
des tolerierbaren Restrisikos. Er betonte die Verantwortung der Betreiber von
gefährlichen Anlagen, da nie völlig ausgeschlossen werden könne, daß
Flugzeuge auf Kernkraftwerke fallen. Es sei verfassungskonform, wenn der
Gesetzgeber von Betreibern verlange, Risiken "so gut wie"
auszuschließen, um das Grundrecht auf Leben und Gesundheit mit wirtschaftlichen
Interessen zu vereinbaren.
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Stx358-359.2001.9,10.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Neuordnung der staatlichen Verwahrung von Kernbrennstoff in Hanau. Der
Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, hat am 26.
März 2001 mit der Siemens AG und der RWE Power AG zwei Verträge
unterzeichnet, die die Zukunft der staatlichen Verwahrung von
Kernbrennstoffen in Hanau in den nächsten Jahren regeln sollen. "Mit der
Siemens AG habe ich vereinbart, daß das Bundeslager in Hanau in absehbarer
Zeit aufgelöst werden kann. Mit der RWE Power AG bin ich übereingekommen, daß
deren Kernbrennstoffe mittelfristig in private Verantwortung übergehen",
sagte König zum Kernpunkt der Verträge. Seit 1981 verwahrt das BfS als
zuständige Behörde in angemieteten Räumen des Plutoniumbunkers der Siemens AG
überwiegend Kernbrennstoffe verschiedener privater Einlagerer. Den größten
Teil hiervon bilden 123 unbenutzte Brennelemente, die der RWE Power
AG-Tochter Restabwicklung SNR 300 (RSNR) GmbH gehören. Sie sollen für den
aufgegebenen Schnellen Brüter in Kalkar vorgesehen gewesen sein. 82
Brennelemente des Reaktorkerns des Schnellen Brüters befinden sich noch in
Dounreay (GB) und müßten von der RSNR auf Grund privatrechtlicher
Verpflichtungen gegenüber dem britischen Wiederaufarbeiter United Kingdom
Atomic Energy Authority (UKAEA) zeitnah zurück genommen werden.
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Stx342-343.2001.7,8.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Atomstromboykott. Im Frühjahr 2000 startete die Kampagne "Kein
Atomstrom in Hamburg". Die Initiatoren sind davon überzeugt, daß eine
derartige Kampagne bundesweit Bedeutung erlangen könnte. Unmittelbares Ziel
der Kampagne sei es, die öffentliche Stromversorgung in Städten und Gemeinden
künftig atomstromfrei zu bekommen. Auf Grund der Liberalisierung der
Strommärkte kann heute jede Kommune den Stromlieferanten frei wählen. Weitere
Informationen und Kontakt: Dirk Seifert, Stresemannstr. 29, 22769 Hamburg,
Telefon 040 / 42823-4837.
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Stx326-327.2000.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Deutschland
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Der Stromwirtschaft kostet der Ausstieg nichts. Bundeswirtschaftsminister
Werner Müller: Die Kernenergie befindet sich ohnehin international "in
einem Restnutzungsprozeß". Durch den Atomkonsens zwischen Regierung
und Wirtschaft entsteht den Stromunternehmen kein wirtschaftlicher Schaden.
"Der Stromwirtschaft kostet der Ausstieg nichts", sagte
Bundeswirtschaftsminister Werner Müller in einem Interview mit der Hamburger
Wochenzeitung DIE ZEIT vom 29. Juni 2000.
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Stx326-327.2000.5,6.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Vorsitzender der Reaktorsicherheitskommission (RSK) der Bundesregierung
äußert Kritik am Atomkonsens. Überraschend hat der Vorsitzende der
deutschen Reaktorsicherheitskommission (RSK), Lothar Hahn, scharfe Kritik an
der Atompolitik der rot-grünen Bundesregierung formuliert. Vor
Atomkraftgegnern forderte Hahn am 4. Juli 2000 in Rodenkirchen, alte Meiler
sofort abzuschalten. Zu Kraftwerken mit veralteter Technik zählt Hahn all
jene, die vor 1980 in Betrieb genommen wurden, wie das Atomkraftwerk
Unterweser in Esenshamm. Sie genügten trotz der Nachrüstungen vergangener
Jahre noch am wenigsten den Sicherheitsanforderungen.
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Stx326-327.2000.5.1 (1 Seite)
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Deutschland
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83 Milliarden Mark Gewinn beim schnellen Atomausstieg. Studie an der Universität
Flensburg zeigt volkswirtschaftliche Vorteile beim schnellen Atomausstieg
auf. Bei einem kurzfristigen Ausstieg aus der Atomenergie können den
betroffenen Städten und Kommunen die meisten Arbeitsplätze erhalten bleiben.
Bundesweit würden durch einen Umstieg auf umweltfreundliche Energieerzeugung
bis zum Jahre 2025 sogar rund 24.500 neue Arbeitsplätze entstehen. Nach
vorübergehendem Anstieg der Emissionen von Kohlendioxid bis zum Jahre 2005
würden sich diese danach dauerhaft verringern, so daß bis zum Jahr 2025 rund
1086 Millionen Tonnen Kohlendioxid weniger in die Luft abgegeben werden als
beim Weiterbetrieb der Atomanlagen. Dabei entsteht ein volkswirtschaftlicher
Gewinn von rund 83 Milliarden DM. Zu diesen Ergebnissen kommen Professor Dr.
Olav Hohmeyer, Dr. Roland Menges und Diplomvolkswirt Anton Schweiger von der
Universität Flensburg, in einer Untersuchung im Auftrage von Greenpeace
Deutschland, die Hohmeyer am 5. April 2000 in Berlin der Presse vorstellte.
Greenpeace will die Studie mit dem Titel "Chance Atomausstieg -
Perspektiven für neue Arbeitsplätze an Atomstandorten" in einigen der
betroffenen Regionen mit den Beschäftigten von Atomkraftwerken und
Lokalpolitikern diskutieren.
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Stx320-321.2000.7.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Deutsche Atomkraftwerke melden Rekordergebnis. Die Atomkraftwerke
in Deutschland haben nach Auskunft des Deutschen Atomforums im Jahr 1999 ein
Rekordergebnis in der Stromerzeugung erzielt: Sie lieferten 169,7 Milliarden
Kilowattstunden (kWh) gegenüber 161,7 im Jahr 1998. In der internationalen
Bilanz belegten unter den zehn leistungsstärksten Atomkraftwerken insgesamt
sieben deutsche Reaktoren die Plätze eins bis vier sowie die Plätze sechs,
sieben und acht. Damit sei nach den politisch bedingten Stillstandszeiten im
Jahr 1998 das bisher beste Jahresergebnis von 1997 mit 170,4 Milliarden kWh
knapp nicht erreicht worden, teilte Clemens Range vom Deutschen Atomforum in
einer Pressemitteilung vom 23. Februar mit. Der Absatz des Atomstroms weise
somit einen deutlichen Zuwachs aus - und dies, obwohl zwischenzeitlich ein
starker Preiswettbewerb entstanden sei. Mit einem Kommentar von Bettina
Dannheim.
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Stx316-317.2000.5.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Bundeshaushalt: Mehr Geld für die Endlagerung radioaktiver Abfälle.
Der Etatentwurf des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit für das Jahr 2000. – Für die Endlagerung radioaktiver
Abfälle sollen im Jahr 2000 319,23 Millionen DM zur Verfügung stehen. In 1999
warten es 303,84 Millionen DM. Davon sind im Etatentwurf des
Bundesumweltministeriums 99 Millionen DM (1999: 118 Millionen DM) für das
Projekt Gorleben und 48 Millionen DM (47 Millionen DM) für das Projekt
Schacht Konrad vorgesehen. Erneut aufgestockt werden sollen die Mittel für
die Stillegung des Endlagers für radioaktive Abfälle in Morsleben
(Sachsen-Anhalt). Hierfür will die Bundesregierung 155 Millionen DM (122
Millionen DM) bereitstellen.
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Stx306-307.1999.7.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Dreiviertel der deutschen Bevölkerung lehnen den Import von Atomstrom
aus Osteuropa ab. Laut jüngster Forsa-Meinungsumfrage stützen nur 13
Prozent der Bevölkerung den Atomkurs des Bundeskanzlers Schröder gegenüber
der Ukraine.
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Stx302-303.1999.1.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Mecklenburg-Vorpommern: Greifswald bedeutet Ende und Neuanfang der
deutschen Atomindustrie. Bis 1990, also bis zum Ende der sozialistischen
DDR, war das Atomkraftwerk "Bruno Leuschner" in Lubmin am
Greifswalder Bodden der ganze Stolz der DDR-Energiewirtschaft. Zwischen 1974
und 1979 wurden die ersten vier Druckwasserreaktoren russischer Bauart (WWER
440) in Betrieb genommen, Block 5 befand sich 1989 im Probebetrieb. Mit je
440 Megawatt installierter Leistung deckten sie immerhin circa 10 Prozent des
Strombedarfs der DDR. Eine Erweiterung auf acht Blöcke war geplant. Von
Rosmarie Poldrack und Anke Wagner.
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Stx274-275.1998.12,13.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Siemens Nuklear: Alternativer Bericht über die Atomgeschäfte von
Siemens. Siemens ist inzwischen der einzige deutsche Großkonzern, der die
Atomenergie technisch und politisch weiter vorantreibt. Das ist die Kernthese
des Alternativen Geschäftsberichtes "Siemens Nuklear", der vom
Koordinationskreis Siemens-Boykott in Auftrag gegeben wurde.
Koordinationskreis Siemens-Boykott (Hrsg.), Henrik Paulitz: Siemens Nuklear -
Alternativer Bericht über die Atom-Geschäfte der Siemens AG. Buchbesprechung.
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Stx270-271.1998.15,16.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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"Weihnachtsboykott" gegen Siemens-Atomtechnik. Eine
internationale Kampagne gegen Siemens starteten Ende 1996 Organisationen in
Deutschland, Österreich und der Slowakei.
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Stx238.1996.12.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Jahrestagung Kerntechnik 1996: Die marktwirtschaftliche Orientierung der
Energieversorgungsunternehmen wird mit einer deutlichen Botschaft an die
Politik verbunden. Den Weg der deutschen Elektrizitätsunternehmen,
"ganz normale" Unternehmen zu werden, beschrieb Dr. Hans-Dieter
Harig, Vorstandsvorsitzender der PreussenElektra AG , in seinem Beitrag
während der Jahrestagung Kerntechnik 1996 in Mannheim. Strahlentelex zitiert.
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Stx234-235.1996.9,10.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Greifswald: Deutschland und Frankreich haben kein Geld für die
"künstliche Sonne" ITER, aber Mecklenburg-Vorpommern für das
Fusionsexperiment "Wendelstein".
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Stx234-235.1996.10.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Siemens blockiert den Atomausstieg. Nachrüstungen fesseln an den
Atomstrom. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die der Koordinationskreis
"Siemens-Kampagne" beim Römerberger "Institut für
Regional-Ökonomie" in Auftrag gegeben hatte. Vordergründig, so Henrik
Paulitz, Autor der Studie, erscheine es natürlich vorteilhaft, wenn
Atomreaktoren sicherheitstechnisch nachgerüstet werden. Doch die von Siemens
weltweit durchgeführten Nachrüstungen begünstigen strukturell den
Weiterbetrieb von Atomanlagen. Die Nachrüst- und Reparaturmaßnahmen machen
inzwischen rund 50 Prozent des Geschäftsvolumens der Atomabteilung von
Siemens/KWU aus.
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Stx226-227.1996.3,4.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Siemens-Boykott. Seit 1993 haben sich circa 120 Initiativen und
Organisationen im Koordinationskreis Siemens-Kampagne zusammengeschlossen.
Durch den Boykott von Produkten des Siemens-Konzerns und der Firmen-Töchter
Osram, Constructa und Nixdorf soll der Ausstieg des Konzerns aus der
Atomenergie erzwungen werden. Zwei Jahre nach der Gründung des
Koordinationskreises Siemens-Kampagne erschien Ende 1995 die erste Nummer des
Informationsblattes "Stichwort: Siemens Die Boykott-Depesche".
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Stx220-221.1996.11,12.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Bundeshaushalt: Finanzminister wollen Atomrückstellungen anzapfen.
Die Stromkonzerne können sich ihrer großen finanzielen Reserven, die für die
Entsorgung ihrer Atomkraftwerke gebildet wurden, nicht mehr sicher sein. Die
Finanzministerien des Bundes und der Länder haben 1995 einen
"Arbeitskreis Bilanztechnische Fragen der Kernenergiewirtschaft"
gebildet, der die Besteuerung der Branche neu regeln soll.
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Stx212-213.1995.12.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Gronau: Stillegung statt Erweiterung der einzigen
Urananreicherungsanlage in Deutschland gefordert. Im Dezember 1994
beantragte die Betreiberfirma Urenco Deutschland eine Erweiterung der
Kapazität auf insgesamt 1800 Tonnen Urantrennarbeit pro Jahr.
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Stx194-195.1995.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Deutschland
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Bonn: Die Bundesrepublik ist Transitland für den Atomschmuggel. Als
Transitländer spielten aber auch die skandinavischen Staaten, das Baltikum,
Polen, die Tschechische Republik, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Österreich und
die Schweiz eine Rolle, erklärte die Bundesregierung im September 1994.
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Stx190-191.1994.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Deutschland
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100 Jahre Hamburger Elektrizitäts-Werke - ein alternativer Bericht.
Im März 1994 hatten die Hamburger Elektrizitäts-Werke (HEW) ihr
hundertjähriges Jubiläum. Buchbesprechung.
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Stx180-181.1994.6.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Forschung zur Demontage wird extra bezahlt. Künftige
Arbeitsbereiche des Kernforschungszentrums Karlsruhe (KfK) sollen
"Forschung" sowie "Stillegung und Rückbau von kerntechnischen
Anlagen" sein. Das hat der Aufsichtsrat des KfK im Juli 1993 zur Neustrukturierung
der Großforschungseinrichtung beschlossen.
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Stx160-161.1993.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Deutschland
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Kunden zahlen für nicht vorhandenen Atomstrom. Nur 13 Monate erzeugte
das Atomkraftwerk Mülheim-Kärlich bei Koblenz Strom. Seit 1988 steht die
Anlage still. Trotzdem wurden in den fünf Jahren bis 1993 67,6 Millionen Mark
als Dividende an die Eigentümer ausgeschüttet.
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Stx158-159.1993.8.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Atomausstieg ist bei RWE kein Thema. Mit seinen Aussagen im April
1993 setzt sich der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns
Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerke (RWE), Friedhelm Gieske, in
deutlichen Gegensatz zu moderateren Tönen des Ostern 1993 zu Tode gekommenen
Veba-Chefs Klaus Piltz.
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Stx152-153.1993.8.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Der Ausstieg ist möglich. Der Ausstieg aus der Atomenergie ist
möglich. Sogar für Niedersachsen, das 60 Prozent seiner Elektrizität aus Atomkraftwerken
bezieht, ist das bis zum Jahr 2005 machbar. Trotz des im Vergleich zum
Bundesdurchschnitt überproportional hohen Atomstromanteils könnte dabei sogar
der Ausstoß an Kohlendioxid ungefähr gleichbleiben. Das ist Ergebnis eines
von der Prognos AG Basel, dem Eduard Prestel Institut (ISP) Hannover und dem
Öko-Institut Freiburg Ende November 1992 fertiggestellten Gutachtens für das
niedersächsische Umweltminsterium. Unter dem Titel "Ökologische und
ökonomische Konsequenzen eines Verzichts auf die Kernenergie bei der
Stromerzeugung und energiepolitische Alternativen in Niedersachsen" hat
das Umweltministerium in Hannover im Frühjahr 1993 den 389 Seiten umfassenden
Endbericht zum Gutachten veröffentlicht.
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Stx148-149.1993.1,2.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Berlin, Dresden, München: Wissenschaftler empfehlen
"Spallationsquelle" als Alternative zu Forschungsreaktoren.
Eine Denkschrift zum Forschungsreaktor München II haben Wissenschaftler der Technischen Universität München 1991 verfaßt und ihn als
bereits vor Baubeginn überholt bezeichnet.
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Stx116-117.1991.3,4.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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5 Jahre Rechtsstreit gegen Berliner Forschungsreaktor. Seit 1986
streitet Dietrich Antelmann als direkt betroffener Anwohner des
Hahn-Meitner-Instituts in Berlin gegen Planung und Inbetriebnahme des
Forschungsreaktors BER II vor dem Oberverwaltungsgericht. Letztlich war ihm
kein Erfolg beschieden, der Reaktor ist in Betrieb. Eine Bilanz von Dietrich
Antelmann.
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Stx116-117.1991.4-6.3 + Stx118-119.1991.5,6.2 (5 Seiten)
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Deutschland
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Bundesregierung will Endlager nur für die Bau- und Betriebsphase
privatisieren. Der Bau neuer Kernkraftwerke in Stendal und Greifswald sei
als "Teilersatz" für stillgelegte beziehungsweise in Bau
befindliche Anlagen sowjetischer Bauart "in Betracht zu ziehen".
Das erklärte die Bundesregierung im Mai 1991.
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Stx106-107.1991.8.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Aus für Schnellen Brüter in Kalkar. Der seit Jahren heftig umstrittene
Schnelle Brutreaktor (SNR 300) in Kalkar wird nicht in Betrieb gehen. Das
verkündete Bundesforschungsminister Heinz Riesenhuber (CDU) im März 1991 in
Bonn nach Gesprächen mit den beteiligten Unternehmen.
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Stx104-105.1991.8.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Abriß der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe für 1,9 Milliarden Mark.
Die 1960 geplante und im September 1971 auf dem Gelände des
Kernforschungszentrums Karlsruhe (KfK) in Betrieb genommene Anlage war als
Vorläufer einer späteren kommerziellen Wiederaufarbeitung von Atommüll
gedacht. Als die deutsche Atomindustrie sich 1989 von der
Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) in Wackersdorf abwandte und stattdessen mit
den Betreibern britischer und französischer Anlagen zu kooperieren begann,
bedeutete das Ende 1990 auch das endgültige Aus für die Karlsruher Anlage.
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Stx104-105.1991.8.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Neue Atomkraftwerke in Ostdeutschland. Zu einer neuen
milliardenschweren Bestellung von Atomkraftwerken konnte sich bisher in der alten
Bundesrepublik niemand aufraffen. Ursache dafür waren die enormen
Kraftwerks-Überkapazitäten aufgrund falscher Stromverbrauchsprognosen. Im
März 1991 jedoch sagte Bundeswirtschaftsminister Jürgen Möllemann (FDP) in
einer von seinem Ministerium veröffentlichten Erklärung der Stromwirtschaft
Unterstützung beim Bau von neuen Atomkraftwerken in Ostdeutschland zu.
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Stx104-105.1991.8.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Veba/Preussen-Elektra: WAA-Aus senkt
Strompreise. Nach dem Verzicht auf die Wiederaufarbeitungsanlage
Wackersdorf will der führende Atomstromerzeuger in der Bundesrepublik,
Preussen-Elektra AG, ab 1990 den Stompreis senken.
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Stx60-61.1989.10.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Die prinzipielle Unverantwortbarkeit der Atomtechnik. Gastkommentar
von Otto Ullrich, Mitglied der Enquête-Kommission des Deutschen Bundestages
zur Abschätzung von Technologiefolgen, vom 21.Januar 1988.
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Stx25.1988.1,2.2 (2 Seiten)
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Deutschland
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Kalkar: "Schneller Brüter ist ein Projekt des Bundes". Das
dürfe man bei der ganzen Auseinandersetzung darüber nicht vergessen, erklärte
Dr. Friedrich Gieske, einer der beiden Sprecher des Vorstandes der
Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke AG (RWE), Essen, Anfang 1988.
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Stx25.1988.6.1 (1 Seite)
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Europa
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Zurück zum Anfang
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Europa
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EURATOM-Ausstieg jetzt auch für
Deutschland gefordert. Polen will ein eigenes Atomprogramm starten – Aufruf
an die deutsche Öffentlichkeit zur Stellungnahme. Nachdem in Österreich
bereits seit Jahren der Ausstieg aus der Europäischen Atomfördergemeinschaft
Euratom propagiert wird, hat die Grüne Bundestagsfraktion nun am 8. November
2011 einen Antrag an die Bundesregierung zur Beendigung der Euratom-Förderung
beschlossen. Ein gemeinsamer Antrag mit der SPD kam nicht zustande, da die SPD
nicht bereit war, von Euratom abzurücken.
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Stx598-599.2011.11-12.2 (2 Seiten)
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Europa
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RWE steigt aus dem
Atomkraftwerksbau in den neuen EU-Beitrittsstaaten aus. RWE und GdF Suez
steigen aus dem Bau der Blöcke 3 und 4 des Atomkraftwerks Cernavoda in
Rumänien aus. Das hat RWE am 20. Januar 2011 bekannt gegeben. Das
Atomkraftwerk sollte für vier Milliarden Euro um eine Leistung von 1.400
Megawatt erweitert werden und 2016 in Betrieb gehen. Der Anteil von RWE an
der Projektgesellschaft liegt bei 9,15 Prozent. Zuvor war der Essener
Energiekonzern auch schon aus der Atomkraftwerks-Planung im bulgarischen
Belene ausgestiegen. RWE wollte sich mit Investitionen von rund 1,3
Milliarden Euro zu 49 Prozent an dem Atomkraftwerk beteiligen. Das AKW Belene
sollte mit zwei 1.000-Megawatt-Blöcken 2014 ans Netz gehen.
Umweltorganisationen hatten das in einem Erdbebengebiet liegende Projekt
scharf kritisiert.
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Stx578-579.2011.7.1 (1 Seite)
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Europa / Deutschland
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EU schließt Kartellverfahren wegen
Laufzeitverlängerung nicht aus. Direkt nach dem Beschluß der
Regierungskoalition, die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke zum Teil
drastisch zu verlängern, hatte sich die Deutsche Umweltstiftung an den
EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia in Brüssel und an den Präsidenten des
Bundeskartellamts in Bonn, gewandt und eine kartellrechtliche Prüfung des
Beschlusses angeregt. In einem Antwortschreiben an die Deutsche
Umweltstiftung bestätigte der EU-Wettbewerbskommissar nun: „Tatsächlich ist
es möglich, daß die Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken den
Wettbewerb verzerren könnte, wenn die Vorteile der Verlängerung
ausschließlich einem oder mehreren marktbeherrschenden Unternehmen zugute
kämen und diese so einen ungerechtfertigten Vorteil erhielten“
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Stx678-579.2011.7.1 (1 Seite)
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Europa / Iran
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Iranischer Reaktor Buschehr offiziell in Betrieb genommen. Nach 35 Jahren Bauzeit begannen in der
iranischen Hafenstadt Buschehr am Persischen Golf am 21. August 2010
russische und iranische Techniker die ersten von insgesamt 163 Brennstäben in
den dortigen Reaktor einzusetzen. Bis zum 5. September 2010 soll das Beladen
des Leichtwasserreaktors abgeschlossen werden, der dann im November 2010 ans
Netz gehen und bis März 2011 seine Maximalleistung von 1.000 Megawatt
erreichen soll. Der deutsche Siemens-Konzern hatte den Bau des Atomkraftwerks
bereits während der Herrschaft des 1979 gestürzten Schahs begonnen. Von 1980
bis 1988, während des Krieges zwischen Iran und Irak, ruhten dann die
Bauarbeiten und der Westen verweigerte wegen der islamischen Revolution die
weitere Zusammenarbeit. 1994 einigte sich Teheran schließlich mit Rußland auf
eine Wiederaufnahme des Projekts. Rußland übernimmt für die nächsten 10 Jahre
die Lieferung und Entsorgung des atomaren Brennstoffs.
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Stx568-569.2010.6.1 (1 Seite)
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Europa
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Ökonomen sagen nein. Atomkraft
rechnet sich nicht. Zu diesem Ergebnis kommen Analysten der Citibank in einer
im November 2009 erstellten Expertise. Explodierende Kosten, die langen
Planungs- und Bauzeiten und der hohe Strompreis dämpfen die Erwartungen der
Ökonomen an eine Renaissance der Atomenergie. Ohne staatliche finanzielle
Förderung gehe es nicht. Erst nach 30 Jahren Laufzeit, wenn sie bereits
abgeschrieben sind, werfen neue Atomkraftwerke einen Gewinn ab. P
Atherton, A M Somms et al.: New Nuclear – The Economics Say No, Citi
Investment Research & Analysis, 9 Nov 2009, https://www.citigroupgeo.com/pdf/SEU27102.pdf
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Stx558-559.2010.8.1 (1 Seite)
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Europa
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Atomaufsichtsbehörden kritisieren das Sicherheitssystem des EPR. Die englischen, französischen und
finnischen Atomaufsichtsbehörden kritisieren gemeinsam das Sicherheitssystem des
Europäischen Druckwasserreaktors EPR.
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Stx552-553.2010.3-4.2 (2 Seiten)
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Europa
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Keine Hinweise auf eine Renaissance der Atomenergie. Gigantische
Fehlinvestitionen der Energiekonzerne. Auch die Absichtserklärungen neuer Länder, zukünftig auf Atomenergie
setzen zu wollen, werden den Rückgang der Atomenergie nicht bremsen können.
Denn tatsächlich befindet sich die Atomenergie weltweit alles andere als im
Aufwind. Zu diesem Ergebnis kommen der Priv.-Doz.
Dr. Lutz Mez, Geschäftsführer der 1986 gegründeten Forschungsstelle für
Umweltpolitik am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, Mycle
Schneider, Wissenschaftsjournalist in Paris und Träger des Alternativen
Nobelpreises, sowie Steve Thomas, Professor für Energiepolitik an der
University of Greenwich, in ihrem jetzt in England herausgegebenen Sammelband
zu den Internationalen Perspektiven der Energiepolitik und die Rolle der
Atomenergie. In insgesamt 31 Länderstudien wird gezeigt, daß die Atomtechnik
ihren Zenit bereits überschritten hat und die Zukunft der Energiesysteme eher
von Erneuerbaren Energieformen und Übergangsstrategien bestimmt wird. Die
Projektionen der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) für die von ihr
geförderte Atomenergie streben zwar immer noch nach oben, das entspringe
jedoch lediglich Wunschdenken, ihre tatsächliche Bedeutung nehme stetig ab,
konstatieren Mez und Schneider. Seit Beginn der 1990er Jahre würden mehr
Atomkraftwerke abgeschaltet als neu in Betrieb genommen.
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Stx538.2009.7-8.2 (2 Seiten)
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Europa
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Atommüll-Skandal in Frankreich. In 25 französischen Departements lagern Uranabfälle und radioaktiver Müll
aus über 200 Urananlagen, die von 1945 bis 1951 den Brennstoff für Atommeiler
verarbeitet hatten. „Man läuft gegen eine Mauer. Die Atomwirtschaft stellt
sich taub“, klagt die ehemalilige Umweltministerin Corinne Lepage.
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Stx532-533.2009.20.1 (1 Seite)
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Europa
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Atompolitik: Staffelübergabe
der Atomlobbyisten. Tschechien will während seines EU-Ratsvorsitzes eine
„Enttabuisierung“ der Atomkraft erreichen. Der EU-Ratsvorsitz der Tschechischen
Republik seit Anfang dieses Jahres (2009) wird wohl zum Werbefeldzug für die
Atomindustrie verkommen, befürchtet die Bürgerorganisation
Atomstopp-Oberösterreich. Führende tschechische Politiker hatten bereits im
Vorfeld der Übernahme des EU-Ratsvorsitzes angekündigt, Tschechien wolle sich
während seines EU-Ratsvorsitzes um eine „Enttabuisierung“ der Atomkraft
bemühen. „Nach dem atomfixierten Frankreich ein glatter Staffellauf der
Atomlobbyisten“, meint Atomstopp-Oberösterreich in einer Erklärung zum
Jahreswechsel.
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Stx528-529.2009.5.1 (1 Seite)
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Europa
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Morddrohung gegen bulgarische AKW-Gegner. RWE unterschrieb Vertrag über einen Einstieg in das Atomkraftwerk
Belene und fühlt sich nicht zuständig. Die bulgarischen Atomkraftgegner Petko
Kovatchev und Albena Simenova haben im Dezember 2008 Morddrohungen wegen
ihres Engagements gegen das geplante Atomkraftwerk Belene erhalten. Beide
wurden gewarnt, daß ihr Leben in Gefahr sei, wenn sie ihr Engagement gegen
Belene fortsetzen. Lokale Bürgermeister hatten sich Anfang Dezember 2008 mit
der Bitte an RWE gewandt, nicht als strategischer Investor bei Belene
einzusteigen, weil es zu viele Bedenken gegen das Projekt gibt. „RWE behauptet,
daß Sicherheit oberste Priorität habe und dies auch für internationale
Projekte gelte“, erklärt Heffa Schücking, Geschäftsführerin der Umwelt- und
Menschenrechtsorganisation Urgewald. „Nach unserer Bitte, beim bulgarischen
Innenminister vorstellig zu werden, um sich für den Schutz der
Atomkraftgegner einzusetzen, hat sich RWE jedoch nicht zurückgemeldet.
Offenbar fühlt sich der Konzern hier nicht zuständig“, berichtet Schücking.
„Es ist uns ein Rätsel, wie RWE bei einem Projekt wie Belene hohe Sicherheitsstandards
garantieren will, wenn in Bulgarien Projektkritiker um ihr Leben fürchten
müssen“, fügte sie hinzu.
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Stx528-529.2009.4-5.2 (2 Seiten)
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Europa
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RWE-Atom-Allianzen. Der
Energiekonzern RWE will seine deutschen Kernkraftwerke, die wegen des
Berliner Atomausstiegs stillgelegt werden müssen, durch neue Nuklearmeiler in
Ost- und Südosteuropa ersetzen. Zu seinen Vorhaben gehört als besonders
umstrittenes Projekt der Bau eines Atomkraftwerks in einem bulgarischen
Erdbebengebiet. RWE will außerdem ein neues Nuklearprogramm der britischen
Regierung nutzen und bietet für die Übernahme des größten britischen
Energieerzeugers, British Energy.
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Stx514-515.2008.6-7.2 (2 Seiten)
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Europa
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Atomkraft verliert an Bedeutung. Die Grünen im Europäischen Parlament stellten am 21. November 2007 in
Brüssel den World Nuclear Industry Status Report 2007 vor. Es handelt sich
dabei um eine aktualisierte Neuauflage des Berichtes zum Stand der
Atomindustrie in der Welt, den sie erstmals 2004 veröffentlicht hatten. Die
Bedeutung der Atomkraft als Energielieferant hat demnach in den vergangenen
fünf Jahren weltweit abgenommen und wird weiter schrumpfen.
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Stx502-503.2007.7.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
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Europa
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Brüssel, 7.-8. März 2007: EURATOM:
50 Jahre zu viel. Am 25. März 2007 jährt sich die Gründung von Euratom
zum 50. Mal. Aus diesem Anlaß veranstalten die Fraktion der Grünen/EFA im
Europaparlament und die Heinrich Böll-Stiftung am 7. und 8. März 2007 unter
dem Motto: „EURATOM: 50 years too much“ eine Tagung in Brüssel. Nukleare
Sicherheit und Proliferation sowie die Zukunft des EURATOM-Vertrages sollen
im Blickpunkt der Inhalte stehen. Spezialisten aus den USA und Indien sollen
der Debatte eine internationale Perspektive geben. Information, Anmeldung und
Kontakt: www.rebecca-harms.de .
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Stx484-485.2007.3.1 (1 Seite)
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Europa
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Die Urananreicherungsanlage im niederländischen Almelo soll wie die in
Gronau ausgebaut werden. Der
deutsche Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e.V. hat gegen
den beantragten Ausbau der niederländischen Urananreicherungsanlage (UAA) im
grenznah zu Deutschland gelegenen Almelo Einspruch beim Umweltministerium
(VROM) in Den Haag erhoben. Durch die Ausbaupläne sieht der BBU Gefahren für
die Bevölkerung in den Niederlanden, aber auch in der Bundesrepublik
Deutschland, zum Beispiel durch Urantransporte, durch erhöhte
Niedrigdosisstrahlung und denkbare Störfälle. In der Anlage wird das
radioaktive Uranhexafluorid verarbeitetet, das bei Freisetzungen unter
anderem zu gefährlicher Flußsäure reagieren könne.
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Stx482-483.2007.7.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Europa
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Finanzierungsabkommen für Kernfusionsreaktor Iter unterzeichnet. Am 21. November 2006 unterzeichneten die
sieben Partner des „International Thermonuclear Experimental Reactor“ (Iter)
in Paris das Finanzierungsabkommen für den Fusionsreaktor, vertreten durch
EU-Kommissionspräsident Barroso und Repräsentanten der USA, Japans, Chinas,
Rußlands, Indiens und Südkoreas. Mit dem auf 10 Milliarden Euro geschätzten
Projekt soll erforscht werden, ob eine Energiegewinnung durch Kernfusion
praktisch möglich ist. Man hofft auch, damit die Atommüll-Entsorgungsfrage zu
lösen, die mit der bisherigen Atomkraftnutzung durch Kernspaltung verbunden
ist.
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Stx478-479.2006.6.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Europa
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Nuklidhandel: Polonium. 69
US-Dollar kosten 0,1 Mikrocurie (µCi) Polonium-210 bei United Nuclear
Scientific Supplies, einem amerikanischen Anbieter. Das sind 3.700 Becquerel.
Einzige Einschränkung: der Versand erfolgt angeblich nur innerhalb der USA.
In Deutschland liegt diese Menge unterhalb der Freigrenze. Die Aktivität der
Freigrenze für Polonium-210, bis zu der der radioaktive Stoff nicht der
Überwachung durch die Strahlenschutzverordnung unterliegt, war in Deutschland
mehrfach erhöht worden: von ursprünglich 3.700 Becquerel im Jahre 1976 auf
5.000 Becquerel in 1989 und schließlich auf 10.000 Becquerel bei der letzten Neufassung
der Strahlenschutzverordnung in 2001. Auch Cäsium-137, Cobalt-60,
Strontium-90, Thallium-204 oder Cadmium-109 sind unter anderem per Internet
erhältlich. Der Anbieter versteht sich als „Supply for the Science Hobbyist“.
Polonium ist jüngst durch Alexander Litwinenko, russischer Ex-Spion und
glühender Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin, in die
Schlagzeilen geraten. Litwinenko erlag Ende November 2006 in London einer
Vergiftung mit radioaktivem Polonium-210.
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Stx478-479.2006.5,6.2 (2 Seiten)
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Europa / Bulgarien
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Kein Geld für Risikoreaktor.
Einen Teilsieg in ihrem Kampf gegen das bulgarische Atomkraftwerk Belene
haben die Umweltgruppen Urgewald, Ausgestrahlt und Greenpeace errungen.
Deutsche Bank und HypoVereinsbank haben am Abend des 19. Oktober 2006
erklärt, sich nicht an der Finanzierung des umstrittenen Atomkraftwerks zu
beteiligen.
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Stx476-477.2006.7.1 (1 Seite)
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Europa
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AKW Temelin: Atomkraftwerk als
Ausflugsziel. In Temelin in Tschechien reißen die Störmeldungen und
Unfälle in der Anlage nicht ab. Die Bevölkerung ist beunruhigt, auch in den
angrenzenden Nachbarländern. Temelin liegt 50 Kilometer von der
österreichischen, 60 Kilometer von der deutschen Grenze und rund 100
Kilometer Luftlinie von Passau entfernt. Die beiden AKW-Blöcke, gebaut nach
russischem Design und ausgestattet mit amerikanischem Innenleben, stellen
höchst umstrittene Prototyp-Anlagen dar und sind seit 2000 bzw. 2002 am Netz.
Ein Bericht von Inge Lindemann.
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Stx472-473.2006.3,4.2 (2 Seiten)
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Europa
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Krisenmanagement und Krisenkommunikation:
Tschernobyl – Forsmark – Brunsbüttel. Von Sebastian Pflugbeil. Der
Störfall im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark des Betreibers Vattenfall am
25. Juli 2006 hat bereits gemachte Erfahrungen reaktiviert: • Störfälle
treten auf, wenn niemand sie erwartet. • Sie treten in einer Art und Weise
auf, die niemand vorhergesehen hat. • Während des Störfalls werden die
Betriebsvorschriften ignoriert. Manchmal war das die Rettung, wie im Fall
Forsmark, manchmal war das Bestandteil des Störfalls, wie im Fall
Tschernobyl. • Die Betreiber und die Aufsichtsbehörden verstehen den Störfall
als Beweis für ein funktionierendes Sicherheitssystem. • Der Bevölkerung wird
erzählt, sie wäre zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen. • Zusammen mit der
ersten internationalen Meldung zum Störfall wird in den Nachbarländern
erklärt, daß ein solcher Störfall bei ihnen niemals auftreten könne. Wie
platt insbesondere diese letzte Platitüde ist, erschließt sich nach kurzem
Nachdenken, dennoch wurde sie bei vergleichbaren Anlässen regelmäßig zur
Volksverdummung eingesetzt.
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Stx472-473.2006.1-3.3 (3 Seiten)
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Europa
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Bundesrechnungshof warnt vor Schuldenloch bei CERN. Der Bundesrechnungshof hat den Bundestag
alarmiert, weil eine Finanzkrise der Europäischen Kernforschungs-Organisation
CERN teure Folgekosten für die deutschen Steuerzahler verursacht. Dabei habe
die Bundesregierung hinter dem Rücken des Bundestages finanzielle Pflichten
in dreistelliger Millionenhöhe übernommen, kritisieren die Rechnungsprüfer in
einem Bericht an den Haushaltsausschuß.
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Stx464-465.2006.7-8.2 (2 Seiten)
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Europa
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20 Jahre nach Tschernobyl – und kein bißchen weise. Mit aller Macht und alter Propaganda
versucht die Atomlobby wieder die nukleare Karte auszuspielen:
Ressourcenverknappung, Klimaschutz und die Rede von „Öl und Gas als Waffen im
strategischen Energiepoker“ sollen die Politik zur Rückkehr in die
Atomgläubigkeit bewegen. Wissenschaftler halten dagegen, erwarten in Europa
ohnehin einen Rückgang der Stromproduktion – und zwar sowohl in relativen als
auch in absoluten Zahlen. Dr. Lutz Mez, Hochschullehrer am Otto-Suhr-Institut
für Politikwissenschaft und Geschäftsführer der Forschungsstelle
Umweltpolitik der Freien Universität Berlin, veröffentlichte anläßlich des
20. Jahrestages von Tschernobyl in der Zeitschrift „Osteuropa“ einen Beitrag
zum Thema „Auslaufmodell? – Die Zukunft der Atomenergie in der EU“. Ein
Bericht von Inge Lindemann.
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Stx464-465.2006.6-7.2 (2 Seiten)
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Europa
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EU soll Förderung der Atomenergie beenden. 1 Million Europäer sollen
bis zum 20. Tschernobyl-Jahrestag in 2006 abstimmen. Zum 19.
Tschernobyl-Jahrestag im April 2005 haben atomkritische Organisationen in
ganz Europa ein Auslaufen des Euratom-Vertrages verlangt. Da der Vertrag zum
Anhang der neuen EU-Verfassung gehört, solle die Bevölkerung der Europäischen
Union darüber entscheiden, ob sie den Atom-Privilegien aus diesem Vertrag
zustimme oder nicht. Dafür wollen Umweltorganisationen wie der Bund für Umwelt
und Naturschutz Deutschland (BUND) gemeinsam mit anderen
Anti-Atom-Initiativen europaweit bis zum 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe
im nächsten Jahr eine Million Unterschriften sammeln. Die neue Verfassung
verpflichtet die EU-Kommission, aktiv zu werden, wenn eine Million Bürger
dies fordern. Die EU leiste sich mit Euratom eine Organisation, deren
erklärtes Ziel die aktive Förderung der europäischen Nuklearindustrie ist,
wird kritisiert. Die Online-Unterschriftenaktion gegen Euratom findet sich im
Internet unter: http://www.bund.net/aktionen/antiatom/
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Stx440-441.2005.7.1 (1 Seite)
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Europa
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"Den Atomkonsens-Unsinn in Gronau aufdecken!" Aufruf zur
Demonstration für die sofortige Stillegung aller Atomanlagen. Trotz der
Tschernobyl-Katastrophe wurde in Deutschland die Atomenergienutzung und die
damit verbundene Atommüllproduktion bis heute nicht gestoppt – obwohl die
Mehrheit der Bevölkerung die Atomenergie ablehnt. Das beklagt der
Arbeitskreis Umwelt Gronau (AKU) und ruft auf zur Teilnahme an einer
"möglichst großen Anti-Atomkraft-Demonstration" am 9. Oktober 2004
ab 11 Uhr auf dem Theodor-Heuss-Platz in Gronau. Besonders deutlich werde der
Betrug des "Atomkonsens" im westfälischen Gronau, circa 20
Kilometer nördlich des Ahauser Atommüllzwischen-lagers, erklärt der AKU
Gronau. Hier betreibt die international tätige Urenco die bundesweit einzige
Urananreicherungsanlage (UAA). Im Mai 1986, nur wenige Tage nach dem
Super-GAU in Tschernobyl, hatten der damalige Bundesforschungsminister Heinz
Riesenhuber (CDU) und Landesminister Raimut Jochimsen (SPD) die Anlage
eingeweiht. Sie dient der Anreicherung des Uranisotops 235 im Uran zur Verarbeitung
als Brennstoff in Atomreaktoren. Fast alle Atomkraftwerke im In- und Ausland
benötigen angereichertes Uran als Kernbrennstoff. In Gronau wird nicht nur
für deutsche Atomkraftwerke angereichert, sondern für den weltweiten Markt.
Die Urananreicherungsanlage in Gronau wird als Teil der
britisch-niederländisch-deutschen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der
Uranisotopentrennung mit Hilfe der Zentrifugentrennung betrieben.
Schwesteranlagen waren bereits 1981 in Almelo (Niederlande) und 1982 in
Capenhurst (Großbritannien) errichtet worden und gehören ebenfalls der
Urenco-Gruppe. Informationen und Kontakt: www.aku-gronau.de,
info@aku-gronau.de und www.uaa-gronau.de, info@uaa-gronau.de.
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Stx424-425.2004.7,8.2 (2 Seiten)
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Europa
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Fortschritte in Tschernobyl. Strahlentelex hat über den Plan
berichtet, einen zweiten Sarkophag über dem zerstörten Tschernobylreaktor zu
bauen. Langsam kommt Bewegung in dieses gigantische Projekt. Praktische
Bauarbeiten gibt es noch nicht, sie sollen erst in drei bis vier Jahren beginnen.
Berichten der deutschen Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS)
mbH zufolge wurde jedoch bereits überlegt, daß das geplante Bauwerk ein
solides Fundament braucht.
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Stx422-423.2004.6,7.2 (2 Seiten)
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Europa
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Genehmigung für Cattenom. Bei der Neuerteilung der Genehmigung für
die Entnahme von Wasser aus der Mosel und für Ableitungen aus dem
Atomkraftwerk Cattenom hat die französische Regierung Einwendungen aus
Deutschland berücksichtigt, teilte das deutsche Bundesumweltministerium in
einer Erklärung mit. Die neue Genehmigung, die am 24. Juni 2004 im
französischen "Journal Officiel" veröffentlicht wurde, schreibt
demnach vor, daß das Atomkraftwerk alle Vorkehrungen zu treffen habe, um den
Wasserverbrauch sowie die Auswirkungen der Ableitungen auf Mensch und Umwelt
unter Verwendung der besten verfügbaren und wirtschaftlich vertretbaren
Technologie zu begrenzen. Die Genehmigung enthalte Höchstwertbegrenzungen für
Ableitungen von Tritium, Hydrazin, Chloriden, Zink und Kupfer. Die
französischen Behörden lehnten damit die vom Betreiber geforderten höheren
Ableitungswerte ab.
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Stx420-421.2004.7.1 (1 Seite)
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Europa
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Europäischer Kongreß der IPPNW, 7.-9. Mai 2004 in Berlin: Ärzte warnen
vor amerikanischem Kriegstreiben und Gefahren der Atomenergie-Nutzung. Die
USA bereiten sich für kommende Kriege auf den Einsatz von Atomwaffen vor. Dies
ist die einhellige Einschätzung der australischen Kinderärztin Helen
Caldicott, des amerikanischen Arztes und IPPNW-Gründers Professor Bernard
Lown, des malaysischen IPPNW-Präsidenten Ron McCoy, des kanadischen
Ökonomieprofessors Michel Chossudovsky und des EUROSOLAR-Präsidenten und
SPD-Bundestagsabgeordneten Hermann Scheer. Sie warnten auf dem Kongreß
"Atomenergie und Atomwaffen in einer instabilen Welt", den die
Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) vom 7. bis 9.
Mai 2004 in Berlin veranstalteten, vor dem geplanten Einsatz von taktischen
Atomwaffen, sogenannten Mini-Nukes. "Die neue Atompolitik der USA
involviert ausdrücklich die großen Rüstungsfirmen in der Planung des
Atomkrieges", so Chossudovsky. "Diese bestimmen auch die Agenda des
Einsatzes von Atomwaffen mit." Dies sei gleichbedeutend mit der
"Privatisierung des Atomkrieges". Ein Kongreßbericht
.
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Stx418-419.2004.1-5.5 (5 Seiten)
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Europa
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Frankreich: "Enquête publique relative aux rejets et prélèvements
Cattenom" Der Name des französischen Kernkraftwerkes Cattenom steht
für eine lange Liste technischer Pannen. Jetzt (2003) nimmt die
Betreibergesellschaft Electricité de France (EDF) Kurs auf ein noch nicht
genehmigtes neues Betriebsregime und beantragt für wichtige Radionuklide und
chemische Gifte deutlich höhere Abgaben in die Mosel. Damit werden direkt die
Belange deutscher Bürger betroffen. Stellungnahme von Dr. Sebastian Pflugbeil
zum Antrag auf Neuerteilung der Genehmigungen zur Wasserentnahme sowie für
Ableitungen für das Kernkraftwerk Cattenom im Auftrag der Bendorfer
Umweltinitiative e.V.
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Stx406-407.2003.4,5.2 (2 Seiten)
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Europa
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Europaparlament fordert Euratom-Reform. Das Europäische Parlament
hat sich am 24. September 2003 in einer Resolution mehrheitlich für eine
Reform des Euratom-Vertrages ausgesprochen. An die Staats- und
Regierungschefs, die am 4. Oktober 2003 in Rom die EU-Regierungskonferenz
eröffnen, ergeht damit der Handlungsauftrag zur Einberufung einer eigenen
Konferenz, die sich mit dem Euratom-Vertrag auseinandersetzt. Die Stellung
des Euratom-Vertrages in einer Europäischen Verfassung ist umstritten. Der
Entwurf des Verfassungskonvents hatte vorgesehen, daß der Euratom-Vertrag
unverändert als Protokoll der Europäischen Verfassung angehängt wird und
seine volle Wirksamkeit behält.
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Stx402-403.2003.3.1 (1 Seite)
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Europa
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Der Euratom-Vertrag bleibt draußen. Die Förderung der Atomenergie
wird nun doch nicht Grundbestandteil eines neuverfassten Europa. "Das
Schreckensszenario eines einzementierten Euratom-Vertrages als völlig
unverändertes Protokoll zur ersten Europäischen Verfassung bleibt uns
erspart", freut sich Mathilde Halla, Obfrau der Oberösterreichischen
Plattform gegen Atomgefahr über die jüngste Entscheidung, daß der
Euratom-Vertrag nicht dem Verfassungsvertrag beigefügt wird. Am 14. März 2003
hatte das Präsidium des EU-Verfassungskovents einen "Vorschlag für das
Vorgehen in Bezug auf den Euratom-Vertrag" vorgelegt (CONV 621/03).
Dieser sollte in unveränderter Form als Protokoll dem Verfassungsvertrag
beigefügt werden, wodurch die Förderung der Atomenergie Grundbestandteil
eines neuverfassten Europa geworden wäre. Allerdings wird die Energiepolitik
im Vertragsentwurf über eine Verfassung für Europa weiterhin als Hauptbereich
"geteilter Zuständigkeit" der Union der freien Verfügung durch die
Mitgliedstaaten entzogen (Artikel 13).
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Stx398-399.2003.1,2.2 (2 Seiten)
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Europa
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Ein neues Atomkraftwerk lohnt sich nicht. Stromkonzerne verwerfen
Finnlands Plan, einen neuen Atomreaktor zu bauen. In sechs Jahren sollte
eigentlich ein fünfter Atomreaktor in Finnland ans Netz gehen, europaweit
bisher der einzige geplante AKW-Neubau im neuen Jahrtausend. So hatte es im
Jahr 2002 eine knappe Mehrheit im finnischen Parlament gewollt. Die Grünen
hatten unter Protest die damalige Regierungskoalition des
sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Paavo Lipponen verlassen. Im Herbst
2003 sollten nun die Bauaufträge vergeben werden. Mehrere Angebote werden
gerade geprüft. Doch nun hat die Stromwirtschaft nachgerechnet und ist dabei
zu dem Ergebnis gekommen, daß der Bau auch bei den derzeit rekordverdächtigen
Strompreisen in Nordeuropa wirtschaftlich nicht lohnt.
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Stx394-395.2003.7.1 (1 Seite)
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Europa
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45 Jahre Atomförderung sind genug. Es ist Zeit für einen Wandel von
Euratom. Die Zivilgesellschaft fordert die Abschaffung des 1957
abgeschlossenen Vertrages zur Gründung der Europäischen
Atomenergiegemeinschaft, sagen Friends of the Earth Europe und hundert
weitere Bürger-Organisationen aus 29 europäischen Ländern. Strahlentelex
dokumentiert in einer Übersetzung aus dem Englischen den Forderungskatalog
des Umweltnetzwerkes, der Anfang März 2003 in Brüssel übergeben worden ist.
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Stx388-389.2003.1,2.2 (2 Seiten)
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Europa
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In Finnland soll ein neues Atomkraftwerk gebaut werden. Während in
Deutschland und Schweden der Ausstieg aus der Kernenergie versucht wird und
in Österreich Unterschriften gegen das benachbarte Atomkraftwerk Temelin
gesammelt werden, will man in Finnland dazubauen. Am 17. Januar 2002 hat die
finnische Regierung mit zehn zu sechs Stimmen einem Antrag des
Energiekonzerns Teollisuuden Voima Oy (TVO) zugestimmt, in Finnland ein
fünftes Atomkraftwerk zu bauen. Der Beschluß war von der europäischen
Energiewirtschaft, besonders in Deutschland und Frankreich, und von der
Umweltbewegung mit Spannung erwartet worden. Der Bau des Kraftwerks wird der
erste in Europa seit Jahren sein, falls er verwirklicht wird. Die endgültige
Entscheidung soll das Parlament in Helsinki im Mai fällen. Ein früherer
Antrag war 1993 im Parlament gescheitert.
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Stx362-363.2002.7.1 (1 Seite)
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Europa
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135.000 Unterschriften gegen den Europäischen Druckwasserreaktor. Ende
November 2000 schlug die europäische Energiekommissarin Loyola de Palacio in
Strassburg vor, die Nutzung der Atomenergie als klimaschonend und notwendig
für die Versorgungssicherheit in das geplante Grünbuch der EU-Kommission
aufzunehmen. Dieser Vorschlag traf beim Deutschen Atomforum auf große
Zustimmung und bestärkte die Reaktorbauer und -betreiber in ihrem Bemühen, an
der Atomenergienutzung festzuhalten. Markus Pflüger berichtet über die
Bestrebungen, baldmöglichst eine neue europäische Reaktorgeneration zu
etablieren, wenn nicht in Deutschland, so doch möglicherweise in Frankreich.
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Stx336-337.2001.2.1 (1 Seite)
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Europa
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Unterschriften gegen eine neue Reaktorgeneration. Die Aktion des
Réseau Sortir du nucléaire,die Bürgerinitiative
Lüchow-Dannenberg u.a. sammeln 100.000 Unterschriften gegen den Europäischen
Druckwasserreaktor EPR.
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Stx304-305.1999.5.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Europa
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Forschungsprogramme: EU-Minister fördern Kernfusion und geizen bei
erneuerbaren Energien. Die Forschungsminister der Europäischen Union (EU)
haben Anfang 1995 acht Programme beschlossen, die in den vier folgenden
Jahren mit zwölf Milliarden Mark gefördert werden.
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Stx194-195.1995.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Europa
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Atomkraft Ost: Aufrüstung mit EG-Geldern. Erhebliche finanzielle
Mittel stellt die EG-Kommission im Rahmen ihrer Programme PHARE und TACIS für
die Nachrüstung von Kernkraftwerken in Osteuropa und der früheren Sowjetunion
zur Verfügung. Die EG gewähre international sowohl finanziell als auch bei
der technischen Hilfe die meiste Unterstützung, berichtet die Vertretung der
EG-Kommission in Deutschland in ihren Informationen vom 5. Juli 1993.
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Stx158-159.1993.5.1 (1 Seite)
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Europa
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Kolonisierung Osteuropas. Vor der Illusion eines schnellen
Atomausstiegs in Deutschland angesichts einer rücksichtslosen Kolonisierung
Osteuropas durch die deutsche Nuklearwirtschaft hat der Bundesverband der
Christlichen Demokraten gegen Atomkraft (CDAK) im Mai 1993 gewarnt.
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Stx158-159.1993.5.1 (1 Seite)
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Europa
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Weltbank-Studie: Stillegung von Ost-Reaktoren empfohlen. Die
25 gefährlichsten Atomreaktoren in Osteuropa können bis 1995 stillgelegt werden,
ohne daß es besondere technische und ökonomische Probleme gebe. Dies ist im
Gegenteil deutlich billiger als eine Nachrüstung. Das geht aus einer Studie
der Weltbank und der Internationalen Energieagentur hervor.
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Stx156-157.1993.8.1 (1 Seite)
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Großbritannien
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Großbritannien
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Nuklidhandel: Polonium. 69
US-Dollar kosten 0,1 Mikrocurie (µCi) Polonium-210 bei United Nuclear
Scientific Supplies, einem amerikanischen Anbieter. Das sind 3.700 Becquerel.
Einzige Einschränkung: der Versand erfolgt angeblich nur innerhalb der USA.
In Deutschland liegt diese Menge unterhalb der Freigrenze. Die Aktivität der
Freigrenze für Polonium-210, bis zu der der radioaktive Stoff nicht der
Überwachung durch die Strahlenschutzverordnung unterliegt, war in Deutschland
mehrfach erhöht worden: von ursprünglich 3.700 Becquerel im Jahre 1976 auf
5.000 Becquerel in 1989 und schließlich auf 10.000 Becquerel bei der letzten Neufassung
der Strahlenschutzverordnung in 2001. Auch Cäsium-137, Cobalt-60,
Strontium-90, Thallium-204 oder Cadmium-109 sind unter anderem per Internet
erhältlich. Der Anbieter versteht sich als „Supply for the Science Hobbyist“.
Polonium ist jüngst durch Alexander Litwinenko, russischer Ex-Spion und
glühender Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin, in die
Schlagzeilen geraten. Litwinenko erlag Ende November 2006 in London einer
Vergiftung mit radioaktivem Polonium-210.
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Stx478-479.2006.5,6.2 (2 Seiten)
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Großbritannien
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Sellafield nach Störfall stillgelegt. Skandal um
Konstruktionsfehler und Spekulationen um endgültige Stillegung. Die
Freisetzung von circa 83.000 Litern hoch radioaktivem, in konzentrierter
Salpetersäure aufgelöstem Kernbrennstoff aus abgebrannten Brennelementen, ist
in der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield monatelang unentdeckt
geblieben.
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Stx442-443.2005.7.1 (1 Seite)
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Großbritannien
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Kein Endlager in Sellafield. Die britische Atomindustrie darf auf
dem Gelände von Sellafield kein Endlager für radioaktive Abfälle errichten.
Das hat die britische Regierung im März 1997 entschieden. Der Beschluß hat
zur Folge, daß Großbritannien ebenso wie andere Länder nun für mindestens 20
bis 30 Jahre über kein atomares Endlager verfügen wird.
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Stx248-249.1997.9,10.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Großbritannien
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Britische Finanzexperten zweifeln an der Wirtschaftlichkeit der
Atomindustrie. Britische Finanzexperten haben einem
Bericht der Financial Times vom 2. Juni 1993 zufolge Zweifel an der
Wirtschaftlichkeit der britischen Atomindustrie geäußert.
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Stx156-157.1993.8.1 (1 Seite)
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GUS, Rußland, Ukraine, ...
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Rußland
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Schweizer Urangeschäfte mit
Rußland. Schweizer Atomstrom wird immer schmutziger. Nachdem Greenpeace Schweiz
vor zwei Jahren enthüllt hatte, daß die Schweizer AKW-Betreiberin Axpo ihre
Brennelemente in der atomaren Dreckschleuder Majak produzieren läßt, wurde
nun am 14. September 2011 in einem Bericht des Schweizer Fernsehens bekannt,
daß der AKW-Betreiber einen neuen Vertrag für Uranlieferungen aus der
sibirischen Produktionsanlage Seversk, auch bekannt als Anlage Tomsk-7,
abgeschlossen hat, obwohl die Umgebung in Seversk ebenfalls weiträumig
radioaktiv verseucht ist. Zuvor hatte die Axpo versprochen, ihre
Brennstofflieferungen besser zu überprüfen. Greenpeace Schweiz fordert nun
von der Axpo, ganz aus den Uran-Geschäften mit Rußland auszusteigen.
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Stx594-595.2011.16.1 (1 Seite)
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Rußland
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Kernbrennstoffe dürften eigentlich
nicht nach Rußland, solche aus Rossendorf aber doch. Die Abgabe von
bestrahlten Kernbrennstoffen aus Kraftwerken zur Stromerzeugung an eine
Anlage zur Aufarbeitung bestrahlter Kernbrennstoffe ist zwar unzulässig – darauf
weist die Bundesregierung in ihrer Antwort vom 08.12.2010 auf eine Kleine
Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hin. Bei den
Rossendorf-Brennelementen handele es sich jedoch um hochangereicherte
bestrahlte Brennelemente aus einem stillgelegten Forschungsreaktor, erläutert
die Bundesregierung.
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Stx578-579.2011.8.1 (1 Seite)
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Rußland
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Rußlands erstes schwimmendes Atomkraftwerk vom Stapel gelassen. Am 5. Juli 2010 wurde in der St.
Petersburger Werft „Baltische Fabrik“ das weltweit erste schwimmende
Atomkraftwerk vom Stapel gelassen. An der Zeremonie nahmen der russischen
Nachrichtenagentur RIA Novosti zufolge der Chef der
Föderalen Agentur für Atomenergie „Rosatom“, Sergej Kirienko, die
Gouverneurin von St. Petersburg, Valentina Matwienko, und der Generaldirektor
des Konzerns Rosenergoatom, Sergej Obosow, teil.
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Stx568-569.2010.6-7.2 (2 Seiten)
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Rußland
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Rußland erstickt an Atommüll. Eigenen Angaben zufolge erstickt Rußland an radioaktivem Müll und hat
dringenden Handlungsbedarf. Wie die Vizechefin der staatlichen Atomholding
Rosatom, Tatjana Jelfimowa, nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax
sagte, haben sich inzwischen etwa 550 Millionen Tonnen Strahlenabfälle,
darunter auch Uran aus Deutschland, in ihrem Land angesammelt. Die Lösung
dieses Problems werde Jahrzehnte in Anspruch nehmen, erklärte sie bei der
Vorstellung einer Gesetzesinitiative vor dem Energieausschuß des russischen
Parlaments. In dem Gesetz ist vorgesehen, die Menge des Atommülls bis 2025
auf 385 Millionen Tonnen zu verringern. Dazu soll in 2010 eigens eine
Beseitigungsfirma gegründet werden, hieß es. Bis 2035 solle zudem eine sichere
Endlagerstätte für den Atommüll gefunden werden, der vor allem aus
Atomkraftwerken und der militärischen Nutzung stammt.
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Stx556-557.2010.15.1 (1 Seite)
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Rußland
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Strahlende Zukunft. Der russische Atomkonzern Rosatom und Siemens
schmieden ein Komplott: Sie wollen den Weltmarkt der Atomkraftwerke erobern. „Deutschland und Russland bauen
Zusammenarbeit weiter aus“, titelte eine Zeitung nach dem jüngsten Besuch des
russischen Präsidenten Dmitrij Medwedjew in Deutschland am 16. Juli 2009. Wie
sehr hatte man doch im Kalten Krieg auf derartige Schlagzeilen gewartet.
Besonders strahlende Perspektiven bieten sich nun der russischen und
deutschen Atomindustrie. Am 3. März 2009 hatten der Chef des staatlichen
russischen Atomkonzerns Rosatom, Sergej Kirijenko, und Siemens-Chef Peter
Löscher ein „Memorandum of Understanding“ für eine weitere Zusammenarbeit
unterzeichnet. Noch in diesem Jahr wollen Siemens und Rosatom ein gemeinsames
Unternehmen gründen. Sein Ziel: Gemeinsam will man ein Drittel des boomenden
Weltmarktes neu zu bauender Atomkraftwerke erobern, gemeinsam die Nummer eins
in dieser neuerdings wieder gefragten Wirtschaftssparte sein. Bericht von
Bernhard Clasen.
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Stx544-545.2009.3-4.2 (2 Seiten)
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GUS
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Keine Hinweise auf eine Renaissance der Atomenergie. Gigantische
Fehlinvestitionen der Energiekonzerne. Auch die Absichtserklärungen neuer Länder, zukünftig auf Atomenergie
setzen zu wollen, werden den Rückgang der Atomenergie nicht bremsen können.
Denn tatsächlich befindet sich die Atomenergie weltweit alles andere als im
Aufwind. Zu diesem Ergebnis kommen der Priv.-Doz.
Dr. Lutz Mez, Geschäftsführer der 1986 gegründeten Forschungsstelle für
Umweltpolitik am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, Mycle
Schneider, Wissenschaftsjournalist in Paris und Träger des Alternativen
Nobelpreises, sowie Steve Thomas, Professor für Energiepolitik an der
University of Greenwich, in ihrem jetzt in England herausgegebenen Sammelband
zu den Internationalen Perspektiven der Energiepolitik und die Rolle der
Atomenergie. In insgesamt 31 Länderstudien wird gezeigt, daß die Atomtechnik
ihren Zenit bereits überschritten hat und die Zukunft der Energiesysteme eher
von Erneuerbaren Energieformen und Übergangsstrategien bestimmt wird. Die
Projektionen der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) für die von ihr
geförderte Atomenergie streben zwar immer noch nach oben, das entspringe
jedoch lediglich Wunschdenken, ihre tatsächliche Bedeutung nehme stetig ab,
konstatieren Mez und Schneider. Seit Beginn der 1990er Jahre würden mehr
Atomkraftwerke abgeschaltet als neu in Betrieb genommen.
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Stx538.2009.7-8.2 (2 Seiten)
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Rußland
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Mehr Uran aus Russland für die USA. Russland wird die USA künftig mit größeren Mengen angereicherten
Urans für die amerikanischen Atomkraftwerke beliefern als bisher. Ein
entsprechendes Abkommen zur Liberalisierung der russischen Uranexporte ist am
1 Februar 2008 von US-Handelsminister Carlos Gutierrez und dem Chef der
russischen Atomenergiebehörde Rosatom, Sergej Kirijenko, in Washington
unterzeichnet worden, wie das US-Handelsministerium einer Meldung der
Nachrichtenagentur AFP vom 4. Februar 2008 zufolge mitteilte.
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Stx508-509.2008.12.1 (1 Seite)
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Litauen / Belarus
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Atommüll: Litauen baut Endlager
an der Grenze zu Weißrußland. Radioaktive Abfälle aus dem Atomkraftwerk
Ignalina will Litauen am Ort Stabatiskes, vier Kilometer von der Grenze zu
Weißrußland entfernt, endlagern. Bei der Auswahl des Ortes sei Litauen auf
heftige Proteste von Nachbarländern gestoßen, berichtete das litauische
Fernsehen am 2. Januar 2008 einer Meldung der russischen Nachrichtenagentur
Nowosti zufolge. „In anderen Ländern dauern Diskussionen über den Standort
für solche Objekte Jahrzehnte. Uns gelang es aber, die Untersuchungsarbeiten
im Laufe von etwa vier Jahren abzuschließen“, wird der Direktor der
litauischen Agentur für die Endlagerung radioaktiven Abfalls, Dainius
Janenas, zitiert.
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Stx504-505.2008.12.1 (1 Seite)
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GUS
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Kasachstan beteiligt sich an Westinghouse. Der von Kasachstan kontrollierte Uranproduzent Kazatomprom hat im
August 2007 für 540 Millionen Dollar einen Anteil von 10 Prozent an dem
amerikanischen Kernkraftwerkshersteller Westinghouse von dessen japanischer
Muttergesellschaft Toshiba übernommen. Toshiba behält an Westinghouse noch
eine Beteiligung von 67 Prozent. Für Toshiba bedeutet dieser Handel einen
verbesserten Zugang zu Uranvorkommen.
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Stx498-499.2007.7.1 (1 Seite)
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Rußland
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Schwimmende AKWs für Nordrussland. Schwimmende Atomkraftwerke werden vor allem in nordrussischen Gebieten
gefragt sein, wo es keine eigenen Stromquellen gibt, erklärte Sergej
Kirijenko, Leiter der russischen Atomenergiebehörde Rosatom, am 8. Juni 2007
einer Meldung der Nachrichtenagentur RIA Novosti zufolge. Demnach soll das
erste schwimmende Atomkraftwerk 2010 im russischen Werk Sewmasch
(Sewerodwinsk) fertiggestellt sein. Weitere sollen auf der Fernost-Halbinsel
Tschukotka, an den Stützpunkten der Nordflotte sowie im Autonomen Bezirk der
Jamal-Nenzen errichtet werden. Zuvor war berichtet worden, daß in Rußland
innerhalb von zehn Jahren sechs schwimmende AKW gebaut werden sollen. Rußland
sammelt seit Jahrzehnten Erfahrungen beim Bau von kleineren und sicheren
Atomenergieanlagen, die etwa in Kriegsschiffen und Eisbrechern betrieben
werden und könnte kleine Atomenergieanlagen auch in Staaten liefern, die erst
beginnen, Atomenergie zu erschließen oder keine entwickelte Energiewirtschaft
haben, etwa in Südostasien, Afrika und Lateinamerika, meinte Kirijenko.
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Stx492-493.2007.8.1 (1 Seite)
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Rußland
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Nuklidhandel: Polonium. 69
US-Dollar kosten 0,1 Mikrocurie (µCi) Polonium-210 bei United Nuclear
Scientific Supplies, einem amerikanischen Anbieter. Das sind 3.700 Becquerel.
Einzige Einschränkung: der Versand erfolgt angeblich nur innerhalb der USA.
In Deutschland liegt diese Menge unterhalb der Freigrenze. Die Aktivität der
Freigrenze für Polonium-210, bis zu der der radioaktive Stoff nicht der
Überwachung durch die Strahlenschutzverordnung unterliegt, war in Deutschland
mehrfach erhöht worden: von ursprünglich 3.700 Becquerel im Jahre 1976 auf
5.000 Becquerel in 1989 und schließlich auf 10.000 Becquerel bei der letzten Neufassung
der Strahlenschutzverordnung in 2001. Auch Cäsium-137, Cobalt-60,
Strontium-90, Thallium-204 oder Cadmium-109 sind unter anderem per Internet
erhältlich. Der Anbieter versteht sich als „Supply for the Science Hobbyist“.
Polonium ist jüngst durch Alexander Litwinenko, russischer Ex-Spion und
glühender Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin, in die
Schlagzeilen geraten. Litwinenko erlag Ende November 2006 in London einer
Vergiftung mit radioaktivem Polonium-210.
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Stx478-479.2006.5,6.2 (2 Seiten)
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Rußland
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Schwimmende Atomkraftwerke für die Meeresküsten. Die russische Atomenergiebehörde hat bei
einer Werft in Severodwinsk das erste schwimmende Atomkraftwerk der Welt in
Auftrag gegeben. Das meldete die Internetzeitung von RUFO Russland-Aktuell am
15. Juni 2006. Derartige Mini-AKWs sollen abgelegene Polarstädte versorgen.
Der vom russischen Atomagentur-Chef Sergej Kirijenko mit der Werft „Sewmasch“
unterzeichnete Vertrag sieht demnach den Bau des ersten auf einem Ponton
stehenden Atomkraftwerkes bis zum Jahr 2010 vor. Der Reaktor basiere auf
einem 70 Megawatt leistenden Aggregat, wie es bisher in Atomeisbrechern zum
Einsatz kam, heißt es.
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Stx468-469.2006.6.1 (1 Seite)
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Ukraine / Rußland
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Ukraine auf Atomkurs. Die
Ukraine setzt voll auf die nukleare Karte. Der Westen unterstützt sie dabei,
Rußland hantiert am Gashahn und der ukrainische Präsident will die Sperrzone
von Tschernobyl wieder besiedeln lassen. Ein Bericht und Kommentar von Inge
Lindemann.
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Stx456-457.2006.7,8.2 (2 Seiten)
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Rußland
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Sonderbare Geschäfte mit der Wiederanreicherung aus Atomabfällen. Den Import von westeuropäischen
Atomabfällen mit abgereichertem Uran (DU) zur Wiederanreicherung in Rußland
hat die Umweltorganisation Ecodefense Rußland in Moskau als illegales
Atommüllgeschäft gegeißelt und den Stopp des Imports gefordert. Dazu wurde
ein von Peter Diehl vom Uraniumprojekt des World Information Service on
Energy (WISE) in Arnsdorf bei Dresden erstellter
47-seitiger Bericht vorgelegt.
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Stx450-451.2005.7.1 (1 Seite)
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Weißrußland / Belarus
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AKW-Neubau soll die Abhängigkeit Weißrußlands vom russischen Erdgas
verringern. Weißrußlands Staatsführung hat im Januar 2005 ein Programm
zum beschleunigten Bau eines neuen Atomkraftwerks gebilligt.
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Stx434-435.2005.3,4.2 (2 Seiten)
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Rußland
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Reaktoren vom Typ Tschernobyl sollen länger laufen. Die elf
russischen Atomreaktoren vom Typ Tschernobyl bleiben länger als geplant am
Netz. Das meldete die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) Mitte Oktober
2004 aus Moskau. Sie seien modernisiert worden, eine Explosion wie 1986 in
Tschernobyl könne sich daher nicht mehr ereignen, erklärte demnach Nikolai
Sorokin, stellvertretender Leiter der staatlichen russischen
Kraftwerksbehörde Rosenergoatom. Alle Gründe, die seinerzeit zu der
Katastrophe geführt hätten, seien beseitigt worden. Jewgeni Adamow vom
Dolleschal-Institut, das die Reaktoren konstruiert hat, erklärte, die
Nachteile des Typs seien in der Anlage von Kursk im Westen des Landes
korrigiert worden, in anderen Anlagen laufe die Umrüstung. Mit einem
Kommentar von Dr. Sebastian Pflugbeil.
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Stx428-429.2004.7.1 (1 Seite)
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Ukraine
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Fortschritte in Tschernobyl. Strahlentelex hat über den Plan
berichtet, einen zweiten Sarkophag über dem zerstörten Tschernobylreaktor zu
bauen. Langsam kommt Bewegung in dieses gigantische Projekt. Praktische
Bauarbeiten gibt es noch nicht, sie sollen erst in drei bis vier Jahren
beginnen. Berichten der deutschen Gesellschaft für Anlagen- und
Reaktorsicherheit (GRS) mbH zufolge wurde jedoch bereits überlegt, daß das
geplante Bauwerk ein solides Fundament braucht.
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Stx422-423.2004.6,7.2 (2 Seiten)
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Rußland
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Euratom-Gelder für die Fertigstellung von russischen Atomkraftwerken. Umstrittene
Projekte der Atomindustrie, die durch Euratom-Gelder mitfinanziert werden
sollen, sind nicht nur die oft angeprangerte Fertigstellung von Cernavoda II
in Rumänien, die mögliche Auszahlung des Kredites für K2R4 (Khmelnitsky 2 und
Rovno 4) in der Ukraine, zu der die EU-Kommission schon teilweise ihre
Zustimmung gegeben hat, und die weitere Auszahlung der Kredite für Kosloduj 5
und 6 in Bulgarien. Kalinin 3 und 4, Balokovo 5 und 6, Kursk 5 (ein
Atomkraftwerk des Tschernobyl-Typs) und Rostov 2 - sind Atomkraftwerke im Bau
(Rostov 2 schon seit 1980), die Rußland mit einer Finanzspritze aus dem
Euratom-Topf endlich fertigstellen möchte.
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Stx386-387.2003.6.1 (1 Seite)
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Rußland
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Rußland will Atommüll importieren. Staatsduma billigte neue Gesetze. Ungeachtet
zahlreicher Proteste von Umweltschutzorganisationen und der Ablehnung durch
die Mehrheit seiner Bürger hat Rußlands Präsident Wladimir Putin am 11. Juli
2001 ein Gesetzespaket unterzeichnet, das die Einfuhr von Atommüll aus dem
Ausland erlaubt. Zuvor hatte die russische Staatsduma mit 243 von 450 Stimmen
am 6. Juni 2001 zugestimmt. Das russische Atomministerium verspricht sich
davon ein Milliardengeschäft. In den kommenden zehn Jahren soll Rußland durch
die Einfuhr und Lagerung von 20.000 Tonnen abgebrannter Brennelemente 21
Milliarden Dollar einnehmen.
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Stx352-353.2001.5,6.2 (2 Seiten)
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Ukraine, Rußland
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Letzter Reaktorblock von Tschernobyl abgeschaltet. Rußland bietet sich
als atomares Endlager an. Der dritte und letzte noch arbeitende Reaktor
im Atomkraftwerk Tschernobyl ist am 15. Dezember 2000, wie es heißt
endgültig, abgeschaltet worden. Während eines Festaktes in Kiew gab Präsident
Kutschma das Kommando an den Betriebsdirektor, den Reaktor stillzulegen. Die
sieben führenden Industriestaaten und die Europäische Union (EU) hatten die
Ukraine zuvor über Jahre hinweg vergeblich zu diesem Schritt gedrängt.
Zuallererst wird laut Kutschma mit der Abschaltung der Opfer gedacht, die
nach dem atomaren Desaster vom 26. April 1986 zum Löschen und Aufräumen nach
Tschernobyl geschickt worden waren und infolge der Verstrahlung starben. Laut
Schätzungen seien zudem allein 3,5 Millionen Ukrainer auf Grund erhöhter
Radioaktivität erkrankt. Kutschma meinte vor diesem Hintergrund, die Ukraine
habe sich nun endgültig vom totalitären Regime und von seiner Tyrannei
gegenüber der Gesellschaft und der Natur losgesagt. Am 22. Dezember 2000,
wenige Tage nach der Schließung des Atomkraftwerks Tschernobyl und ungeachtet
mehrerer schwerer Unfälle im Plutoniumwerk Majak im Ural kam die russische
Duma dem Wunsch des Ministeriums für Atomwesen Rußlands nach und billigte den
Import von Atommüll nach Rußland. Damit bietet sich Rußland als atomares
Endlager an und will so in den nächsten zehn Jahren bis zu 20 Milliarden
Dollar verdienen.
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Stx336-337.2001.1,2.2 (2 Seiten)
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Rußland
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Trendwende in Rußland. Anfang der 90er Jahre schien der
rußländische Nuklearsektor vor dem Zusammenbruch zu stehen. Seit 1989 war
auch das dramatische Ausmaß nuklearer Verseuchung auf dem Gebiet der
ehemaligen UdSSR durch offizielle Stellen bestätigt worden. Wenige Jahre
später scheint sich das Bild gewandelt zu haben. Die rußländische Regierung
hat 1992 ein umfassendes Ausbauprogramm ihrer Atomenergieanlagen
verabschiedet. Ein Bericht zur Studie von David Oberhuber, Universität Mannheim.
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Stx230-231.1996.4,9,10.3 (3 Seiten)
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GUS
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Uranimporte aus der GUS nehmen zu. Die Nachfolgestaaten der
Sowjetunion (GUS) haben ihren Anteil am Natururanmarkt der Europäischen
Gemeinschaft (EG) im Laufe des Jahres 1992 deutlich ausgeweitet.
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Stx156-157.1993.7.1 (1 Seite)
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Rußland
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Rußland plant 23 neue Atomkraftwerke. Rußland plant nach Angaben
des Atomministers Viktor Michailow bis zum Jahr 2010 weitere 23
Atomkraftwerke zu bauen.
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Stx148-149.1993.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Rußland
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Russische Staatskasse soll durch vermehrte Uranexporte aufgefüllt
werden. Rußland plant eine gewaltige Steigerung seiner Uranexporte, haben
Vertreter des russischen Atomenergieministeriums im Januar 1992 mitgeteilt.
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Stx122-123.1992.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Ukraine
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Kiew: Ukraine will neuen Atomreaktor bauen. Am 18. Jahrestag der
Nuklearkatastrophe von Tschernobyl hat der ukrainische Energieminister Serhi
Tulub den Bau eines neuen Atomreaktors angekündigt. Der Reaktor neuen Typs
werde zwischen 2010 und 2012 auf dem Gelände des Atomkraftwerks Chmelnizki
fertiggestellt, teilte der Minister am 26. April 2004 mit. Der Reaktor solle
eine Kapazität von "mindestens tausend Megawatt" haben. "Wir
haben die Lektion von Tschernobyl gelernt", versicherte Tulub. Der neue
Reaktor werde sicher sein. Derzeit sind in der Ukraine 13 Reaktoren in
Betrieb. Zwei weitere sollen noch in diesem Jahr fertiggestellt werden.
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Stx416-417.2004.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Ukraine
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Kiew: Ukrainisches Staatskomitee für Atomenergie gibt Tschernobyl nicht
auf. Das ukrainische Staatskomitee für Atomenergie, Derschkomatom, hat
auch nach der Unterzeichnung des Memorandums über die Schließung des
Atomkraftwerks Tschernobyl den Kampf um den Weiterbetrieb des
Unglückskraftwerks nicht aufgegeben. Der von Staatspräsident Kutschma
abgesetzte Chef des Atomkomitees und ehemalige Tschernobyl-Direktor von 1987
bis 1992, Umanez, hat vor Journalisten in Kiew seine Ansicht bekräftigt,
Tschernobyl könne modernisiert und weiterbetrieben werden.
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Stx218-219.1996.4.1 (1 Seite)
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Ukraine
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Erster Tschernobyl-Block ist wieder am Netz. Der erste Block des
ukrainischen Atomreaktors in Tschernobyl ist am 13. Dezember 1992 wieder ans Netz
gegangen. Der erzeugte Strom wird allerdings nicht für den eigenen Bedarf,
sondern für den Export nach Österreich benötigt.
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Stx144-145.1993.1.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Ukraine
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Kiew: Tschernobyl-Reaktor angeschaltet. Der bei der Katastrophe im April
1986 ebenfalls schwer beschädigte dritte Reaktor des sowjetischen
Atomkraftwerks Tschernobyl ist im Dezember 1987 wieder in Betrieb genommen
worden. Am 4. Dezember 1987 hatte die Zeitung "Sozialistitscheskaja
Industrija" von mangelndem Arbeitsschutz im Atomkraftwerk Tschernobyl
berichtet. In den zehn Monaten zuvor habe es wieder 36 Unfälle gegeben, davon
drei mit tötlichem Ausgang.
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Stx23.1987.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Japan
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Japan
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Keine Hinweise auf eine Renaissance der Atomenergie. Gigantische
Fehlinvestitionen der Energiekonzerne. Auch die Absichtserklärungen neuer Länder, zukünftig auf Atomenergie
setzen zu wollen, werden den Rückgang der Atomenergie nicht bremsen können.
Denn tatsächlich befindet sich die Atomenergie weltweit alles andere als im
Aufwind. Zu diesem Ergebnis kommen der Priv.-Doz.
Dr. Lutz Mez, Geschäftsführer der 1986 gegründeten Forschungsstelle für
Umweltpolitik am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, Mycle
Schneider, Wissenschaftsjournalist in Paris und Träger des Alternativen
Nobelpreises, sowie Steve Thomas, Professor für Energiepolitik an der
University of Greenwich, in ihrem jetzt in England herausgegebenen Sammelband
zu den Internationalen Perspektiven der Energiepolitik und die Rolle der
Atomenergie. In insgesamt 31 Länderstudien wird gezeigt, daß die Atomtechnik
ihren Zenit bereits überschritten hat und die Zukunft der Energiesysteme eher
von Erneuerbaren Energieformen und Übergangsstrategien bestimmt wird. Die
Projektionen der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) für die von ihr
geförderte Atomenergie streben zwar immer noch nach oben, das entspringe
jedoch lediglich Wunschdenken, ihre tatsächliche Bedeutung nehme stetig ab,
konstatieren Mez und Schneider. Seit Beginn der 1990er Jahre würden mehr
Atomkraftwerke abgeschaltet als neu in Betrieb genommen.
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Stx538.2009.7-8.2 (2 Seiten)
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Japan
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Kasachstan beteiligt sich an Westinghouse. Der von Kasachstan kontrollierte Uranproduzent Kazatomprom hat im
August 2007 für 540 Millionen Dollar einen Anteil von 10 Prozent an dem
amerikanischen Kernkraftwerkshersteller Westinghouse von dessen japanischer
Muttergesellschaft Toshiba übernommen. Toshiba behält an Westinghouse noch
eine Beteiligung von 67 Prozent. Für Toshiba bedeutet dieser Handel einen
verbesserten Zugang zu Uranvorkommen.
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Stx498-499.2007.7.1 (1 Seite)
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Japan
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Erdbeben direkt unter Japans
Atomkraftwerken. Größter Atomkraftwerkskomplex der Welt steht auf einer
geologischen Verwerfung. Ein starkes Erdbeben am 15. Juli 2007 in
unmittelbarer Nähe des größten Atomkraftwerkskomplexes der Welt hat Japans
Atomprogramm erschüttert. Am dritten Tag, nach dem Beben mußten der
Kernkraftwerksbetreiber Tokyo Electric Power (Tepco) und das für die
Atomaufsicht zuständige Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie
(Meti) eingestehen, daß das AKW Kashiwazaki Kariwa entgegen bisherigen
Beteuerungen wahrscheinlich direkt auf der Verwerfung steht, die mit dem
Zentrum neun Kilometer vom Kraftwerk entfernt ein Beben der Stärke 6,8 auf
der Richter-Skala ausgelöst hatte.
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Stx494-495.2007.12.1 (1 Seite)
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Mexiko
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Mexiko
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Beim neuen Kernkraftwerk neben dem Vulkan sind im Katastrophenfall
"Türen und Fenster zu schließen". 1989 soll rund 300 Kilometer
östlich von Mexiko City an der Golfküste das erste Kernkraftwerk Mexikos mit
einem 654-Megawatt-Reaktor in Betrieb gehen. Mit der Füllung des Reaktorkerns
mit 442 Uran-Brennstäben ist im Oktober 1988 begonnen worden. Mit dem Bau
dieses Laguna Verde (Grüne Lagune) genannten ersten Atomkraftwerks im
mittelamerikanischen und karibischen Raum war bereits fast 20 Jahre zuvor
begonnen worden. Die Fertigstellung verzögerte sich immer wieder. Inzwischen
sei der technische Stand des Reaktors veraltet, meinen Kritiker.
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Stx47.1988.6.1 (1 Seite)
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Polen
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Polen
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EURATOM-Ausstieg jetzt auch für
Deutschland gefordert. Polen will ein eigenes Atomprogramm starten – Aufruf
an die deutsche Öffentlichkeit zur Stellungnahme. Nachdem in Österreich
bereits seit Jahren der Ausstieg aus der Europäischen Atomfördergemeinschaft
Euratom propagiert wird, hat die Grüne Bundestagsfraktion nun am 8. November
2011 einen Antrag an die Bundesregierung zur Beendigung der Euratom-Förderung
beschlossen. Ein gemeinsamer Antrag mit der SPD kam nicht zustande, da die SPD
nicht bereit war, von Euratom abzurücken.
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Stx598-599.2011.11-12.2 (2 Seiten)
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Polen
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Energiewirtschaft: Neubau von AKWs
in Polen geplant. Die polnische Regierung plant, den Bau von zwei Atomanlagen
mit insgesamt vier Reaktorblöcken zu prüfen. Einige der favorisierten
Standorte sind nicht sehr weit von Berlin entfernt.
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Stx562-563.2010.7.1 (1 Seite)
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Polen
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AKW-Bau an der Grenze zu
Brandenburg. Polen forciert offenbar den Bau von Atomkraftwerken. Bereits
2006 war als Standort die westpolnische Stadt Gryfino (Greifenhagen) genannt
worden, nur drei Kilometer entfernt vom brandenburgischen Ort Mescherin in
der Uckermark.
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Stx514-515.2008.4-5.2 (2 Seiten)
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Slowakei
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Slowakei
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Havarien ohne Ende im KKW A1 in
Jaslovske Bohunice. Das KKW A1 in Jaslovske Bohunice in der Slowakei
sollte als erstes tschechoslowakisches Atomkraftwerk ein Prototyp werden.
Nach fast 16 Jahren Bauzeit ging es im Dezember 1972 ans Netz und lief kaum
sieben Jahre. Die Geschichte dieses KKW ist eine Kette von Havarien, aber
selbst heute – 31 Jahre nach der endgültigen Abschaltung – wird über diese
Havarien und ihre Auswirkungen nicht offen geredet. Insofern ist der Beitrag
von Michal Pisko in der slowakischen Zeitung SME vom 12. Mai 2008
bemerkenswert. Bericht von Sebastian Pflugbeil.
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Stx514-515.2008.3-4.2 (2 Seiten)
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Slowakei
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Bohunice, Temelin: Atomstrom aus dem Osten. Nach jahrelangem Hin
und Her hat die slowakische Regierung am 28. September 1999 der EU-Kommission
versprochen, das veraltete Atomkraftwerk Bohunice abzuschalten, um damit den
EU-Beitritt ihres Landes zu befördern. Kurzmeldung mit Kommentar.
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Stx306-307.1999.7.1 (1 Seite)
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Spanien
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Spanien
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Atomkraftwerk bei Tarragona im Mai 1990 wegen
Unwirtschaftlichkeit geschlossen.
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Stx80-81.1990.12.1 (1 Seite)
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Tschechien
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Tschechien
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Atompolitik: Staffelübergabe
der Atomlobbyisten. Tschechien will während seines EU-Ratsvorsitzes eine
„Enttabuisierung“ der Atomkraft erreichen. Der EU-Ratsvorsitz der
Tschechischen Republik seit Anfang dieses Jahres (2009) wird wohl zum
Werbefeldzug für die Atomindustrie verkommen, befürchtet die
Bürgerorganisation Atomstopp-Oberösterreich. Führende tschechische Politiker
hatten bereits im Vorfeld der Übernahme des EU-Ratsvorsitzes angekündigt,
Tschechien wolle sich während seines EU-Ratsvorsitzes um eine
„Enttabuisierung“ der Atomkraft bemühen. „Nach dem atomfixierten Frankreich
ein glatter Staffellauf der Atomlobbyisten“, meint Atomstopp-Oberösterreich
in einer Erklärung zum Jahreswechsel.
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Stx528-529.2009.5.1 (1 Seite)
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Originalseite im pdf-Format
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Tschechien
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Gefährlicher Betrieb in der tschechischen Atomanlage Temelin. Von Inge
Lindemann. Österreichischer
Expertenbericht fordert die Umsetzung sicherheitstechnischer Maßnahmen.
― Tschechische Regierung führt die Störanfälligkeit der Anlage auf den
unerprobten Einsatz von Westtechnik in einem russischen Reaktordesign zurück.
― Österreichische Regierung will bilateralen Sicherheitsdialog mit der
Tschechischen Republik im Rahmen des Melk-Protokolls fortsetzen.
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Stx462-463.2006.5-7.3 (3 Seiten)
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Tschechien
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Atomkraftwerk Temelin: Erste Pannen beim Anheizen des Atomreaktors in
Tschechien. Seit 17 Jahren wird an dem tschechischen Atomkraftwerk
Temelin gebaut. Am 28. August 2000 kam es beim Anheizen eines Reaktorblocks
zu einem Stromausfall. Österreich und Deutschland hatten wiederholt gegen die
Inbetriebnahme protestiert.
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Stx328-329.2000.6.1 (1 Seite)
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Tschechien
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Tschechische Regierung entscheidet im März (1999) über Baustopp
des Atomkraftwerkes Temelin. Der Bau des Atomkraftwerks Temelin begann in
der früheren Tschechoslowakei im Jahre 1983. Von den ursprünglich vier
geplanten Reaktoren des sowjetischen Typs WWER-1000 wurden nach den
politischen Veränderungen 1989 der Bau an den Blöcken drei und vier
eingestellt. Im März 1993 beschloß die tschechische Regierung die
Fertigstellung der Reaktoren eins und zwei.
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Stx292-293.1999.9,10.2 (2 Seiten)
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Türkei
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Türkei
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Siemens. Verstärkte Proteste gegen Atompläne in der Türkei nach
Erdbeben. Zusammen mit der französischen Firma Framatome hat sich die
Siemens AG in der Türkei um die Errichtung eines Atomkraftwerkes beworben.
Angeboten wurde ein Reaktor der von Siemens entwickelten
"Konvoi-Klasse" mit einer Leistung von 1482 Megawatt. Das Atomprojekt
wird insbesondere kritisiert, weil es in einem Erdbebengebiet errichtet
werden soll und weil es Gefahr läuft, ein Baustein für ein türkisches
Atomwaffenprogramm zu werden. Zuletzt hatte sich am 27. Juni 1998 nur etwa
130 Kilometer vom geplanten Standort entfernt ein schweres Erdbeben der
Stärke 6,3 auf der nach oben offenen Richterskala ereignet. Die örtliche
türkische Bevölkerung lehnt das Atomkraftwerk ab und leistet seit Jahren
Widerstand. Die deutsche Anti-Atom-Bewegung möchte Siemens mit einem Boykott
unter Druck setzen, die Bewerbung zurückzuziehen.
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Stx278-279.1998.20.1 (1 Seite)
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Türkei
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Türkische Anti-Atom-Bewegung droht mit Hausgeräte-Boykott gegen Siemens.
Atomkraftwerk in türkischer Erdbebenregion geplant.
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Stx274-275.1998.6.1 (1 Seite)
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Türkei
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Die Türkei hält am Bau eines Atomkraftwerks in der durch Erdbeben
gefährdeten Region Akkuyu fest. Das Firmenkonsortium NPI unter Führung
von Siemens und Framatome (Frankreich) will die Ausschreibung gewinnen.
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Stx304-305.1999.3,4.2 (2 Seiten)
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Ungarn
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Ungarn
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Sowjetischer Atomexport zum Handelsbilanzausgleich. Die positive
Handelsbilanz gegenüber der Sowjetunion verursacht in Ungarn Umweltschutzprobleme.
Die Sowjetunion plane zum Abbau ihres Handelsbilanzdefizits, ein weiteres
Atomkraftwerk an Ungarn zu liefern, erklärte Anfang 1989 der Nationalökonom
und Redakteur der ungarischen Umweltschutzzeitschrift "Vizjel",
Ferenc Langmár, gegenüber der Presseagentur phoenix in Wien.
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Stx51.1989.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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USA
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USA
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Ökonomen sagen nein. Atomkraft
rechnet sich nicht. Zu diesem Ergebnis kommen Analysten der Citibank in einer
im November 2009 erstellten Expertise. Explodierende Kosten, die langen
Planungs- und Bauzeiten und der hohe Strompreis dämpfen die Erwartungen der
Ökonomen an eine Renaissance der Atomenergie. Ohne staatliche finanzielle
Förderung gehe es nicht. Erst nach 30 Jahren Laufzeit, wenn sie bereits
abgeschrieben sind, werfen neue Atomkraftwerke einen Gewinn ab. P
Atherton, A M Somms et al.: New Nuclear – The Economics Say No, Citi
Investment Research & Analysis, 9 Nov 2009, https://www.citigroupgeo.com/pdf/SEU27102.pdf
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Stx558-559.2010.8.1 (1 Seite)
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USA
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Keine Hinweise auf eine Renaissance der Atomenergie. Gigantische Fehlinvestitionen
der Energiekonzerne. Auch die
Absichtserklärungen neuer Länder, zukünftig auf Atomenergie setzen zu wollen,
werden den Rückgang der Atomenergie nicht bremsen können. Denn tatsächlich
befindet sich die Atomenergie weltweit alles andere als im Aufwind. Zu diesem
Ergebnis kommen der Priv.-Doz. Dr. Lutz Mez,
Geschäftsführer der 1986 gegründeten Forschungsstelle für Umweltpolitik am
Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, Mycle Schneider,
Wissenschaftsjournalist in Paris und Träger des Alternativen Nobelpreises,
sowie Steve Thomas, Professor für Energiepolitik an der University of
Greenwich, in ihrem jetzt in England herausgegebenen Sammelband zu den
Internationalen Perspektiven der Energiepolitik und die Rolle der
Atomenergie. In insgesamt 31 Länderstudien wird gezeigt, daß die Atomtechnik
ihren Zenit bereits überschritten hat und die Zukunft der Energiesysteme eher
von Erneuerbaren Energieformen und Übergangsstrategien bestimmt wird. Die
Projektionen der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) für die von ihr
geförderte Atomenergie streben zwar immer noch nach oben, das entspringe
jedoch lediglich Wunschdenken, ihre tatsächliche Bedeutung nehme stetig ab,
konstatieren Mez und Schneider. Seit Beginn der 1990er Jahre würden mehr Atomkraftwerke
abgeschaltet als neu in Betrieb genommen.
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Stx538.2009.7-8.2 (2 Seiten)
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USA
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Mehr Uran aus Russland für die USA. Russland wird die USA künftig mit größeren Mengen angereicherten
Urans für die amerikanischen Atomkraftwerke beliefern als bisher. Ein
entsprechendes Abkommen zur Liberalisierung der russischen Uranexporte ist am
1 Februar 2008 von US-Handelsminister Carlos Gutierrez und dem Chef der
russischen Atomenergiebehörde Rosatom, Sergej Kirijenko, in Washington
unterzeichnet worden, wie das US-Handelsministerium einer Meldung der
Nachrichtenagentur AFP vom 4. Februar 2008 zufolge mitteilte.
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Stx508-509.2008.12.1 (1 Seite)
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USA
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Kasachstan beteiligt sich an Westinghouse. Der von Kasachstan kontrollierte Uranproduzent Kazatomprom hat im
August 2007 für 540 Millionen Dollar einen Anteil von 10 Prozent an dem
amerikanischen Kernkraftwerkshersteller Westinghouse von dessen japanischer
Muttergesellschaft Toshiba übernommen. Toshiba behält an Westinghouse noch
eine Beteiligung von 67 Prozent. Für Toshiba bedeutet dieser Handel einen
verbesserten Zugang zu Uranvorkommen.
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Stx498-499.2007.7.1 (1 Seite)
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USA
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Nuklidhandel: Polonium. 69
US-Dollar kosten 0,1 Mikrocurie (µCi) Polonium-210 bei United Nuclear
Scientific Supplies, einem amerikanischen Anbieter. Das sind 3.700 Becquerel.
Einzige Einschränkung: der Versand erfolgt angeblich nur innerhalb der USA.
In Deutschland liegt diese Menge unterhalb der Freigrenze. Die Aktivität der
Freigrenze für Polonium-210, bis zu der der radioaktive Stoff nicht der
Überwachung durch die Strahlenschutzverordnung unterliegt, war in Deutschland
mehrfach erhöht worden: von ursprünglich 3.700 Becquerel im Jahre 1976 auf
5.000 Becquerel in 1989 und schließlich auf 10.000 Becquerel bei der letzten
Neufassung der Strahlenschutzverordnung in 2001. Auch Cäsium-137, Cobalt-60,
Strontium-90, Thallium-204 oder Cadmium-109 sind unter anderem per Internet
erhältlich. Der Anbieter versteht sich als „Supply for the Science Hobbyist“.
Polonium ist jüngst durch Alexander Litwinenko, russischer Ex-Spion und glühender
Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin, in die Schlagzeilen
geraten. Litwinenko erlag Ende November 2006 in London einer Vergiftung mit
radioaktivem Polonium-210.
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Stx478-479.2006.5,6.2 (2 Seiten)
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USA
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Kein Glaube mehr an die Atomenergie. Die Zahl derjenigen, die
überhaupt noch in Erwägung ziehen würden, in Zukunft neue Atomkraftwerke zu
ordern, hat von 1993 auf 1994 nahezu halbiert. Dies ergibt sich aus einer im
Januar 1994 von der Washingtoner Internationalen Energiegruppe (WIEG)
veröffentlichten Umfrage unter Vertreterinnen und Vertreter von
Energieversorgungsunternehmen (EVU) in den Vereingten Staaten von Amerika.
Die WIEG sieht EVU, die Atomkraftwerke betreiben im Vergleich zu anderen in
einer schwächeren Position. Sie rät den Unternehmen mit älteren
Atomkraftwerken, für die die Höhe der Betriebs- und Wartungskosten einen
langfristigen Betrieb fragwürdig erscheinen lassen, oder die neue Reaktoren
mit großen Leistungseinheiten besitzen, entweder zu drastischen Maßnahmen zur
Durchsetzung eines langfristigen Betriebes ihrer Anlagen oder zum Verkauf der
Kraftwerke. Ein Bericht von Heiko Ziggel.
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Stx174-175.1994.6.1 (1 Seite)
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USA
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Konkurs durch Atomkraftwerk. Die Betreibergesellschaft des
US-Atomkraftwerks Seabrook im US-Bundesstaat New Hampshire hat am 28. Januar
1988 Konkurs angemeldet. Zwei Tage zuvor hatte der Oberste Gerichtshof von
New Hampshire eine Klage der "Public Service Corporation" (PCS) auf
dringende Erhöhung der Stromtarife abgewiesen.
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Stx26.1988.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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