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Geschichte |
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Die Geschichte des Strahlentelex |
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Im Dezember 1986, dem Jahr der Katastrophe
von Tschernobyl, begann die Unabhängige Strahlenmeßstelle Berlin ihre
Tätigkeit. Der Chemiker Dr. Peter Plieninger und der Kerntechniker Dipl.-Ing.
Bernd Lehmann nahmen im Schaufenster eines Ladengeschäfts in Berlin-Moabit
einen sogenannten Gamma-Meßplatz in Betrieb. Das Radioaktivitätsmeßgerät war
aus den Überschüssen eines Benefizkonzertes in der Berliner Waldbühne
erworben worden, die zu diesem Zweck dem Berliner Verein Aktiv gegen
Strahlung e.V. zur Verfügung gestellt worden waren.
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Das war auch die Geburtsstunde des
Informationsdienstes Strahlentelex.
Die erste Ausgabe erschien am 15. Januar 1987 unter der redaktionellen
Verantwortung des Diplom-Ingenieurs und Wissenschaftsjournalisten Thomas
Dersee, der es seitdem in ununterbrochener Folge publiziert. Ab 1994
arbeitete die Bremer Diplombiologin Bettina Dannheim und danach seit Mitte
2001 der Berliner Medizinphysiker Dr. Sebastian Pflugbeil in der Redaktion
mit. Bis Mai 1989 erschien Strahlentelex
vierzehntägig, seitdem monatlich.
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Die Spezialität des Strahlentelex in den ersten Jahren nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahre 1986 war die Veröffentlichung von Radioaktivitätsmeßwerten in Nahrungsmitteln bei offener Nennung der Produkt- und Firmennamen. Diese Namen zu nennen war den staatlichen Meßstellen verboten - das ist bis heute so - und erforderte eine unabhängige Einrichtungen, was den besonderen Wert und Erfolg des Strahlentelex ausmachte. In Form von vergleichenden Warentests, deren Methode die Stiftung Warentest vermittelt hatte, wurden die ersten systematischen Meßreihen zu Milch und Babynahrung durchgeführt und veröffentlicht. Damit erhielten besorgte Eltern kleiner Kinder - immerhin neun Monate nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl - erstmals konkrete und unverschlüsselte Daten, die es ihnen ermöglichten, die Strahlenbelastung ihrer Kinder so gering wie den Umständen entsprechend möglich zu halten. Die Einschränkung für staatliche Meßstellen erforderte unabhängige Meßstellen und unabhängige Publikationen. Groß war die Unterstützung durch Einzelpersonen, Elterninitiativen und Vereinen wie Mütter und Väter gegen atomare Bedrohung e.V.. Bis zu 3.000 Abonnenten hatte Strahlentelex in dieser Zeit. Das ermöglichte die kontinuierliche Finanzierung der Arbeit der Unabhängigen Strahlenmeßstelle Berlin. Besonders hilfreich bis heute ist die Unterstützung durch die Mitglieder eines Wissenschaftlichen Beirates. |
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Strahlentelex
entwickelte sich schon frühzeitig zu einem Spezialinformationsdienst, dem die
Minimierung der Strahlenbelastungen zentrales Anliegen ist. Die Dokumentation
der Auseinandersetzungen über die Wirkungen kleiner Strahlendosen erstreckt
sich über die Bereiche der Umweltradioaktivität bis zu Strahlenanwendungen in
der Medizin, etwa bei der Mammographie. Mit dem abnehmenden Interesse der
Öffentlichkeit an reinen Radioaktivitätsmeßwerten veränderte sich auch das
Interesse am Strahlentelex. Wie
sich am Beispiel des Streits um die Leukämiehäufung in der Umgebung des
Atomkraftwerkes Krümmel und der GKSS in der Elbmarsch zeigt, ist dies das
Feld, auf dem die Auseinandersetzung um eine strahlenreiche oder strahlenarme
Zukunft ausgefochten wird.
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Im Dezember 1993 mußte die unabhängige
Strahlenmeßstelle wegen des nachlassenden Interesses an konkreten
Meßergebnissen ihre Pforten schließen und Strahlentelex
kooperierte nun weiterhin mit den wenigen noch arbeitenden freien Meßstellen
und Initiativen besonders in Kiel, München und Wien.
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Seit April 1995 enthält Strahlentelex zusätzlich regelmäßig den ElektrosmogReport, einen unabhängigen Fachinformationsdienst zur Bedeutung elektrischer und magnetischer Felder für Umwelt und Gesundheit. Er wurde bis Ende 2005 von dem Diplom-Physiker Michael Karus, dem Arzt Dr.med. Franjo Grotenhermen, dem Diplom-Physiker Dr. Peter Nießen und der Diplom-Geographin Monika Bathow, redaktionell erstellt. Seit Januar 2006 besorgt die Diplombiologin Isabel Wilke vom Katalyse-Institut für angewandteUmweltforschung e.V., Köln, die Redaktion des ElektrosmogReports. Mit dem ElektrosmogReport wird der wissenschaftliche Meinungsstreit über die Wirkung nichtionisierender Strahlung kritisch begleitet und dokumentiert. |
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Im Gegensatz zu den ersten Jahren nach
Tschernobyl, als die regelmäßige Veröffentlichung vergleichender Warentests
im Strahlentelex für Eltern kleiner
Kinder von besonderer Bedeutung war, sind Strahlentelex
mit ElektrosmogReport bis heute zunehmend als Fachinformation in den
Bereichen Strahlenschutz, Risikoabschätzung und -kommunikation gefordert, als
Anlaufstelle für recherchierende Journalisten, Auskunftsuchende aus den
Bereichen Medizin und Physik, und besonders auch für interessierte Laien, die
sich in die Problematik von Strahlung und Strahlenschutz einarbeiten wollen.
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Im April 2006 verlieh die Deutsche Umweltstiftung an Thomas Dersee ihren 19. Umweltpreis fürJournalisten und würdigte eine 20-jährige unabhängige Informationsarbeit von Strahlentelex mit Elektrosmogreport. |
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Strahlentelex mit ElektrosmogReport Informationsdienst l Thomas Dersee Waldstr. 49, D-15566 Schöneiche b. Berlin ( +49 30 - 435 28 40, Fax +49 30 - 64 32 91 67 Email: Strahlentelex@t-online.de |
Wissenschaftlicher Beirat: Dr.med. Helmut Becker, Berlin, Dr. Thomas Bigalke, Berlin, Dr. Ute Boikat, Hamburg, Prof. Dr.med. Karl Bonhoeffer, Dachau, Prof. Dr. Friedhelm Diel, Fulda, Prof. Dr.med. Rainer Frentzel-Beyme, Bremen, Dr.med. Joachim Großhennig, Berlin, Dr.med. Ellis Huber, Berlin, Dipl.-Ing. Bernd Lehmann, Berlin, Dr.med. Klaus Lischka, Berlin, Prof. Dr. E. Randolph Lochmann, Berlin, Dipl.-Ing. Heiner Matthies, Berlin, Dr. Werner Neumann, Altenstadt, Dr. Peter Plieninger, Berlin, Dr. Ernst Rößler, Berlin, Prof. Dr. Jens Scheer †, Prof. Dr.med. Roland Scholz, Gauting, Priv.-Doz. Dr. Hilde Schramm, Berlin, Jannes Kazuomi Tashiro, Kiel. |
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Herausgeber und Verlag: Thomas Dersee, Strahlentelex |
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© Copyright by Thomas Dersee, Strahlentelex. Alle Rechte vorbehalten. |
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Redaktion Strahlentelex: Thomas Dersee, Dipl.-Ing. (verantwortl.), Dr. Sebastian Pflugbeil, Dipl.-Phys. |
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Redaktion ElektrosmogReport: Isabel Wilke, Dipl.-Biol. (verantwortl.) |
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