|
ISSN 0931-4288
|
|
Kommentiertes
Register des Sachgebietes Uranmunition
|
|
Deutschland
|
Golfkriegsfolgen und Irak-Krieg
|
& Zurück zum Register
|
|
Jugoslawien
|
Physiologie und Toxizität
|
Artikel bestellen
|
|
.
|
.
|
.
|
|
|
Sie können mit Hilfe der Artikel-Nummern
die vollständigen Texte in Ihren gesammelten Strahlentelex-Ausgaben finden. Die
Artikel-Nummer beginnt mit der Nummer der Strahlentelex-Ausgabe, danach folgt
das Erscheinungsjahr und schließlich die Seitenzahl(en) in der jeweiligen
Ausgabe. Die letzte Zahl ist eine Kontrollnummer und gibt Ihnen die Zahl der
Seiten an, auf denen der vollständige Text verteilt ist.
Alle Artikel sind auch als Papierkopie
per Briefpost erhältlich. Die Bearbeitung und der Postweg dauern im
allgemeinen 3 bis 4 Tage. Bitte notieren Sie sich dazu die Artikel-Nummern
und betätigen Sie das Feld "Artikel bestellen".
|
Artikel-Nummer:
|
|
Deutschland
|
Zurück zum Anfang
|
|
Deutschland
|
DU-Munition: „Todesstaub“ Mit
einem Sechs-Punkte-Antrag reagierte die Bündnisgrüne Bundestagsfraktion auf
einen offenen Brief der Pritzwalker Initiative „Gesicht zeigen“. Deren
Mitglieder hatten im Herbst 2008 zum zweiten Mal Adressaten in Berlin
angeschrieben, um die Ächtung von DU-Munition zu erreichen.
|
Stx528-529.2009.4.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
|
|
Deutschland
|
Abgereichertes Uran: HorriDU!
„Jagdmunition aus Uran – der Umwelt zu Liebe!“ Jagdmunition aus Uran? Der
Umwelt zu Liebe? Weshalb nicht, wenn doch bei Behörden und Agrar-Lobby keine
Bedenken gegen Uran in unserer Umwelt bestehen? – Eine Eulenspiegelei von
Professor Dr. Dr. Ewald Schnug, Institutsleiter an der
Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft in Braunschweig.
|
Stx500-501.2007.6-8.3 (3 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Deutschland
|
Universität Hamburg, 16. bis 19. Oktober 2003: http://www.uranwaffenkonferenz.de
Zu einer Welt-Uranwaffen-Konferenz lädt die Gewaltfreie Aktion Atomwaffen
Abschaffen (GAAA) für den 16. bis 19. Oktober 2003 in die Universität Hamburg
ein. Ziel der Konferenz ist es, eine Kampagne zur Ächtung von Uranwaffen und
deren Klassifizierung als Massenvernichtungswaffen zu organisieren.
|
Stx398-399.2003.2,3.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Deutschland
|
"Wissenschaftlicher Diskurs" unter Ausschluß von Kritikern.
Vom 19. bis 22. Juni 2001 veranstaltete die Gesellschaft für Strahlen- und
Umweltforschung mbH (GSF) aus Neuherberg im Physik-Zentrum in Bad Honnef
einen internationalen Experten-Workshop zum Thema abgereichertes Uran (DU)
und Uranmunition, zu dem auch die Strahlenschutzkommission (SSK) eingeladen
war. Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW)
hinterfragen den Wert dieser Veranstaltung, die offensichtlich unter
Ausschluß kritischer Wissenschaftler durchgeführt wurde. Anmeldungen von
IPPNW-Teilnehmern oder anderer als Kritiker bekannter Wissenschaftler waren
zwar vor dem in den Ausschreibungen genannten Endtermin eingereicht worden,
doch Professor Herwig Paretzke vom Forschungszentrum für Umwelt und
Gesundheit lehnte diese mit der Begründung ab, daß das einen optimalen
wissenschaftlichen Austausch erlaubende Maximum an Teilnehmern bereits vor
Antragsstellung erreicht worden sei. Gina Mertens, Epidemiologin und
IPPNW-Expertin zu Uranmunition, befürchtet, daß die Begrenzung dazu benutzt
wurde, "Kritiker fernzuhalten, um den eigenen Standpunkt und dessen
Präsentation in der Öffentlichkeit nicht zu gefährden".
|
Stx352-353.2001.4.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Deutschland
|
Uranmunition gefährdet die Gesundheit. Das Uran in sogenannten
DU-Geschossen (Depleted Uranium; DU) stammt in Wirklichkeit aus der
Wiederaufarbeitung und ist mit Plutonium verunreinigt. Während die
Debatte über ein "Balkan-Syndrom" und seine Ursachen in der
europäischen Öffentlichkeit relativ neu ist, wird sie in den USA bereits seit
zehn Jahren geführt. Seit dem Feldzug gegen Saddam Hussein 1991 haben im
Golfkrieg eingesetzte Soldaten in einer Häufigkeit über verschiedenartige Gesundheitsprobleme
geklagt, daß sie schließlich mit dem Begriff "Golfkriegs-Syndrom"
umschrieben und akzeptiert wurden. Das sogenannte abgereicherte Uran (DU)
wurde nicht, wie dieser Name nahelegt, aus Natururan gewonnen, sondern stammt
aus der Wiederaufarbeitung. Deshalb ist es zusätzlich mit Uran-236 und
Plutonium verunreinigt. Das hat die Nato Mitte Januar 2001 zugegeben. Anhand
von Urinuntersuchungen im Auftrage des Bundesverteidigungsministeriums kommt
das Institut für Strahlenschutz des GSF-Forschungszentrums in Neuherberg
jedoch zu dem Schluß, daß die Gefahr einer Inkorporation von DU in
gesundheitsgefährdenden Ausmaßen bei den Angehörigen des deutschen
Kontingents der KFOR nicht bestehe. Dem Widerspricht die Gesellschaft für
Strahlenschutz (GSS). Deren Wissenschaftler weisen auf schwerwiegende
methodische Mängel der GSF-Studie hin und halten die Urinanalysen und deren
Bewertung für fragwürdig. Sie fordern neue Untersuchungen und dabei die
Methoden der biologischen Dosimetrie anzuwenden.
|
Stx338-339.2001.1-5.5 (5 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Deutschland
|
Uranmunition womöglich auch in Deutschland. Bürger vermuten, daß
auf dem US-Truppenübungsplatz Grafenwöhr Munition mit abgereichertem Uran
(DU) verschossen wurde.
|
Stx304-305.1999.5.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
|
|
Deutschland
|
Mainz: US-Panzer mit Uran gepanzert. Die uranverstärkten US-Panzer
des Typs M1-A1 aus Deutschland abzuziehen, forderten 1992 die Grünen im
rheinland-pfälzischen Landtag. nach Informationen der Grünen sind die
uranverstärkten Kampfpanzer seit 1988 im Einsatz. Platten aus abgereichertem
Uran-238 hätten sich als extrem hart erwiesen und seien zur Verstärkung der
Panzerung benutzt worden.
|
Stx144-145.1993.11.1 (1 Seite)
|
|
Golfkriegsfolgen und
Irak-Krieg
|
Zurück zum Anfang
|
|
Golfkriegsfolgen und Irak-Krieg
|
DU-Munition: „Todesstaub“ Mit
einem Sechs-Punkte-Antrag reagierte die Bündnisgrüne Bundestagsfraktion auf
einen offenen Brief der Pritzwalker Initiative „Gesicht zeigen“. Deren
Mitglieder hatten im Herbst 2008 zum zweiten Mal Adressaten in Berlin
angeschrieben, um die Ächtung von DU-Munition zu erreichen.
|
Stx528-529.2009.4.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
|
|
Irak-Krieg
|
DU-Geschosse: Abgereichertes Uran
aus dem Irakkrieg wurde womöglich auch über Europa verteilt. Die
britische Umweltberatungsorganisation Green Audit veröffentliche im Februar
2006 einen Bericht über einen Anstieg der Urankonzentration in der Luft im
Frühjahr 2003. Sie weist darauf hin, daß sich möglicherweise abgereichertes
Uran (DU) aus den Bombardierungen des 2. Golfkriegs im Frühjahr 2003 mit
Luftströmungen über ganz Europa ausbreitete und Großbritannien innerhalb von
9 Tagen nach Kriegsbeginn erreichte.
|
Stx460-461.2006.5,6.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Irak-Krieg
|
Die Weltgesundheitsorganisation hält Studie über die Folgen von
Uranmunition im Irak zurück. Strahlenexperten warnen in einem
unveröffentlichten Bericht, daß die von den Alliierten im Golfkrieg
verwendeten Waffen mit abgereichertem Uran (DU), ein langfristiges
Gesundheitsrisiko darstellen. Ein Expertenbericht, der davor warnt, daß
die Gesundheit der irakischen Zivilbevölkerung längerfristig durch britische
und US-Waffen mit abgereichertem Uran (depleted Uranium, DU) gefährdet würde,
ist bisher geheimgehalten worden. Das berichtete Rob Edwards am 22. Februar
2004 in Schottland in der Zeitung Sunday Herald. Die von drei führenden
Wissenschaftlern der Strahlenforschung verfaßte Studie gibt zu bedenken, daß
Kinder und Erwachsene Krebs bekommen können, wenn sie Staub einatmen, der DU
enthält, das radioaktiv und chemisch toxisch ist. Diese Studie wurde jedoch
von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht zur Veröffentlichung
freigegeben. Hauptautor ist Dr. Keith Baverstock, der bis zu seiner
Pensionierung im Mai 2003 11 Jahre lang als oberster Experte der WHO für
Radioaktivität und Gesundheit beschäftigt war. Mitautoren sind Professor
Carmel Mothersill von der McMaster University in Kanada und Dr. Mike Thorne.
|
Stx412-413.2004.5,6.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Irak-Krieg
|
Akute Gefahren durch ungesicherte Atomanlagen im Irak. Internationale
Ärzteorganisation IPPNW fordert Schutz der Bevölkerung. Meldungen aus dem
Irak über Plünderungen in Atomanlagen und Fälle akuter Strahlenkrankheit
beunruhigen die internationale Ärzteorganisation IPPNW. Sie fordert deshalb
von der deutschen Regierung, sich für den Schutz der Menschen im Irak vor
radioaktiven Materialien einzusetzen. Nötigenfalls sollte Deutschland eine
UNO-Resolution für die sofortige Wiederaufnahme der Nuklear-Inspektionen und
die internationale Sicherung aller irakischen Atomanlagen initiieren, um die
offensichtlichen Gefährdungen für Mensch und Umwelt zu beenden und fehlende
radioaktive Materialien aufzufinden und zu sichern.
|
Stx394-395.2003.6.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Irak-Krieg
|
Einsatz uranhaltiger Munition. Substantielle genetische Schäden und
langfristige Gesundheitsrisiken durch DU-Geschosse. Zwölf Jahre nach dem
erstmaligen Einsatz von abgereichertem Uran (Depleted Uranium, DU) in
panzerbrechenden Geschossen im ersten Golfkrieg, haben die Armeen der USA und
Großbritanniens diesen Waffentyp jetzt erneut eingesetzt. Im Golfkrieg von
1991 war es zu Panzerschlachten entlang der Grenzen zu Kuwait gekommen.
Diesmal gab es offenbar zwar weniger Panzer-Gefechte, allerdings lag der
Schwerpunkt der militärischen Auseinandersetzungen entlang der
Versorgungslinien nach Bagdad und in die Stadt hinein. Diese Strecken führen
durch städtische Gebiete, was die Gefahr einer Belastung durch toxische
Uranpartikel für die dort lebenden Menschen erhöht.
|
Stx392-393.2003.1-3.3 (3 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Irak-Krieg
|
Ärzte warnen vor nuklearen bunkerbrechenden Bomben der US-Armee.
Unterirdische Depots für chemische und biologische Kampfstoffe sollen zu den wichtigsten
Zielen der US-Armee im Irak-Krieg gehören. Doch die gut geschützten Anlagen
können womöglich nur mit nuklearen bunkerbrechenden Bomben zerstört werden.
In einer am 21. März 2003 in Washington vorgestellten Studie warnte die
internationale Ärzteorganisation zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW)
eindringlich vor dem Einsatz dieser Waffen. Am 28. März 2003, dem 9. Tag des
Irak-Krieges, meldeten US-Militärs aus dem Pentagon den erstmaligen Abwurf
von zwei "bunker buster" auf Bagdad.
|
Stx390-391.2003.1,2.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Golfkriegsfolgen
|
Uranmunition: Chromosomenschäden bei Golfkriegsveteranen nachgewiesen. Britische
Soldaten, die in kriegerischen Auseinandersetzungen mit Uranmunition
(abgereichertes Uran, DU) in Berührung gekommen waren, haben substantielle
genetische Schäden erlitten. Das ist Ergebnis einer neuen Untersuchung an
acht Veteranen der Konflikte am Golf 1991, in Bosnien und im Kosovo. Sie
weisen eine zehnfach höhere Zahl an deformierten Chromosomen auf, als im Bevölkerungsdurchschnitt
zu finden sind, verbunden mit einem entsprechend höheren Risiko an Krebs zu
erkranken und mißgebildete Kinder zu zeugen. Das berichtete in der britischen
Zeitung The Express (Dec. 24, 2001, p. 24) Dr. Albrecht Schott, emeritierter
Chemieprofessor an der Freien Universität Berlin, der die Untersuchung
koordiniert.
|
Stx362-363.2002.5,6.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Golfkriegsfolgen
|
Kinderkrebs durch Uran-Munition. Auf den Schlachtfeldern in Kuwait
und Irak liegt tonnenweise uranhaltige amerikanische Munition. Die USA hatten
1991 bei ihrer Operation "Wüstensturm" Granaten verwandt, die zur
Verbesserung der panzerbrechenden Wirkung gehärtetes Uran enthielten - eine
nach Angaben des Hamburger Friedensforschers Götz Neuneck aus Deutschland
stammende Technologie. Rheinmetall Düsseldorf fertigt die Kanone des
amerikanischen Panzers M1 auch für den Leopard II. Offenbar strahlt es so
stark, daß auch mindestens 35 GIs vom Pentagon ab Juli 1993 in einem
mehrjährigen Langzeitprogramm medizinisch kontrolliert werden sollen.
|
Stx156-157.1993.6,7.2 (2 Seiten)
|
|
Golfkriegsfolgen
|
Kuwait/Irak: Uran aus dem Golfkrieg bedroht die Gesundheit.
|
Stx118-119.1991.8.1 (1 Seite)
|
|
Jugoslawien
|
Zurück zum Anfang
|
|
Jugoslawien
|
Immer noch ist abgereichertes Uran aus dem Kosovo-Krieg in der Luft.
Neuer Bericht der Unep. Drei Jahre nach dem Kosovo-Krieg sind mehrere
Regionen in Serbien und Montenegro immer noch mit abgereichertem Uran
kontaminiert. Die Belastung von Boden, Pflanzen und der Luft sei weit
verbreitet, aber niedrig, hieß es am 28. März 2002 in einem in Genf
veröffentlichten Bericht der Uno-Umweltbehörde (Unep). Eine direkte Bedrohung
für die Umwelt oder die menschliche Gesundheit bestünde nicht,
Vorsichtsmaßnahmen seien aber dringend angeraten, erklärte der Unep-Direktor
Klaus Töpfer. Bei den Luftangriffen auf Jugoslawien 1999 hatten die USA
Munition mit abgereichertem Uran eingesetzt. Das Expertenteam sei überrascht
gewesen, so lange nach dem Ende des Krieges noch Partikel abgereicherten
Urans in der Luft vorzufinden, erklärte der Teamleiter Pekka Haavisto nun.
Langfristig bereite vor allem die mögliche Verseuchung des Grundwassers durch
langsam verrostende Munitionsteile Sorge. Die Wasserqualität müsse jährlich
überprüft werden. Auch die Bevölkerung müsse über die Risiken aufgeklärt
werden, forderte Haavisto.
|
Stx368-369.2002.7.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Jugoslawien
|
Unep verneint Gefahren durch abgereichertes Uran. Die von
Nato-Flugzeugen in Kosovo verschossene Munition aus abgereichertem Uran
stelle für die Bevölkerung zwar keine direkte Gefahr dar, sie empfehle jedoch
die Säuberung aller Gebiete, die im Krieg von 1999 mit abgereichertem Uran
beschossen wurden. Besondere Vorsicht sei auch im Umgang mit nicht zerstörten
Geschossen geboten. Das verlautbarte das Umweltprogramm der Vereinten
Nationen (Unep) am 13. März 2001 in Genf. Dazu hatte die Unep 355 Proben aus
elf von der Nato dafür freigegebenen Kampfzonen des Kosovo von fünf
europäischen Labors untersuchen lassen. Das Untersuchungsergebnis der Unep
und ein am selben Tag in Genf vorgestellter Bericht der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) stützten die These nicht, daß
abgereichertes Uran an einer Zunahme von Leukämie-Erkrankungen und dem
sogenannten Golfkriegs-Syndrom unter den Soldaten Schuld sei. Die
Radioaktivität der Uranmunition sei unbedeutend und die chemische Giftigkeit
nicht höher als die anderer Schwermetalle wie Blei oder Quecksilber.
"Die sehr schwache Radioaktivität ist auf einen Umkreis von 20 bis 25
Meter begrenzt und es besteht kein Risiko für die Landwirtschaft, die
Nahrungsmittel und das Trinkwasser", sagte den Berichten zufolge der
frühere finnische Umweltminister Pekka Haavisto, der das Unep-Team leitete.
Unep-Exekutivdirektor Klaus Töpfer sagte: "Unsere wissenschaftlichen
Resultate sollten die Menschen beruhigen, die in Kosovo leben oder
arbeiten".
|
Stx342-343.2001.7.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Jugoslawien
|
Uranmunition gefährdet die Gesundheit. Das Uran in sogenannten
DU-Geschossen (Depleted Uranium; DU) stammt in Wirklichkeit aus der
Wiederaufarbeitung und ist mit Plutonium verunreinigt. Während die
Debatte über ein "Balkan-Syndrom" und seine Ursachen in der
europäischen Öffentlichkeit relativ neu ist, wird sie in den USA bereits seit
zehn Jahren geführt. Seit dem Feldzug gegen Saddam Hussein 1991 haben im
Golfkrieg eingesetzte Soldaten in einer Häufigkeit über verschiedenartige
Gesundheitsprobleme geklagt, daß sie schließlich mit dem Begriff
"Golfkriegs-Syndrom" umschrieben und akzeptiert wurden. Das
sogenannte abgereicherte Uran (DU) wurde nicht, wie dieser Name nahelegt, aus
Natururan gewonnen, sondern stammt aus der Wiederaufarbeitung. Deshalb ist es
zusätzlich mit Uran-236 und Plutonium verunreinigt. Das hat die Nato Mitte
Januar 2001 zugegeben. Anhand von Urinuntersuchungen im Auftrage des
Bundesverteidigungsministeriums kommt das Institut für Strahlenschutz des
GSF-Forschungszentrums in Neuherberg jedoch zu dem Schluß, daß die Gefahr
einer Inkorporation von DU in gesundheitsgefährdenden Ausmaßen bei den
Angehörigen des deutschen Kontingents der KFOR nicht bestehe. Dem Widerspricht
die Gesellschaft für Strahlenschutz (GSS). Deren Wissenschaftler weisen auf
schwerwiegende methodische Mängel der GSF-Studie hin und halten die
Urinanalysen und deren Bewertung für fragwürdig. Sie fordern neue
Untersuchungen und dabei die Methoden der biologischen Dosimetrie anzuwenden.
|
Stx338-339.2001.1-5.5 (5 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Jugoslawien
|
Bericht über den militärischen Einsatz abgereicherten Urans im Kosovo
erwartet. Seit November 2000 sucht eine Expertenkommission der Internationalen
Atomenergiebehörde im Kosovo nach Spuren und Folgen der dort von der NATO
eingesetzten Uranmunition (DU). An sechs Orten - ausgewählt nach Angaben der
sich lange dagegen sträubenden NATO - sollen sie Proben entnehmen und zum
Anfang des Jahres 2001 einen Bericht vorlegen. Bedenken gegen den erwarteten
Bericht äußerte bereits die frühere Europaabgeordnete der Grünen Solange
Fernex auf einer internationalen Konferenz in Manchester, England. Anstatt
eine unabhängige Expertenkommission zuzulassen, würden erneut Personen
herangezogen, von denen bekannt sei, daß sie die Folgen radioaktiver
Niedrigstrahlung bestreiten. Zum 4. und 5. November 2000 hatte die Campaign
Against Depleted Uranium Weapons (CADU), die Kampagne gegen Abgereicherte
Uranmunition, zu einem internationalen Erfahrungsaustausch über alle Aspekte
der Uranmunition eingeladen.
|
Stx336-337.2001.4.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Jugoslawien
|
Abgereichertes Uran: Nato gibt Einsatz von Uranmunition im Kosovo-Krieg
zu. Die Nato hat auch offiziell zugegeben, im Kosovo-Krieg Geschosse mit
sogenanntem abgereicherten Uran eingesetzt zu haben. Das berichtete die
UN-Umweltorganisation Unep am 21. März 2000 in Genf unter Berufung auf eine
schriftliche Stellungnahme der Nato. Danach setzten amerikanische Soldaten
bei etwa 100 Angriffsflügen mit A-10-Flugzeugen über dem Kosovo rund 31.000
Geschosse mit insgesamt zehn Tonnen abgereichertem Uran ein.
|
Stx318-319.2000.6.1 (1 Seite)
|
|
Jugoslawien
|
Uranmunition im Jugoslawienkrieg. Auf den Schlachtfeldern in Kuwait
und dem Irak wurde ebenfalls tonnenweise uranhaltige amerikanische Munition
verwendet.
|
Stx296-297.1999.1,2.2 (2 Seiten)
|
|
Physiologie und
Toxizität
|
Zurück zum Anfang
|
|
Physiologie und Toxizität
|
Uranmunition wird im Boden schnell
zersetzt und Uranverbindungen gelangen ins Grundwasser. Langzeitstudie aus
Neuherberg und Dresden-Rossendorf zur Auflösung von Uranmunition. In
einer bisher wohl einmaligen Langzeitstudie haben Wissenschaftler des GSF Forschungszentrums
für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg in Kooperation mit dem
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) untersucht, was mit
panzerbrechender Uranmunition passiert, die lange im Boden lagert und damit
Verwitterungs- und Auswaschungsprozessen ausgesetzt ist. Die Ergebnisse
zeigen einer Mitteilung des FZD vom 20. Juni 2007 zufolge, daß die Munition
schnell zersetzt wird und Uranverbindungen in das Grundwasser gelangen
können.
|
Stx492-493.2007.6.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
|
|
Physiologie und Toxizität
|
Partikelförmiges abgereichertes
Uran ist für menschliche Lungenzellen zytotoxisch und verursacht
Chromosomenbrüche. Abgereichertes Uran (DU) wird häufig in militärischen
Waffen und Munition eingesetzt. Deshalb sind ihm Soldaten und unbeteiligte
Zivilisten vermutlich häufig und weiträumig ausgesetzt. DU wird zwar für ein
menschliches Karzinogen gehalten, das die Bronchialzellen der Lunge angreift,
Untersuchungen darüber gibt es aber kaum. Sandra S. Wise vom Wise Laboratory
of Environmental and Genetic Toxicology der University of Southern Maine in
Portland (USA) und Kollegen haben deshalb die Zytotoxizität und die
Chromosomenbrüche verursachenden (klastogenen) Eigenschaften von sowohl
partikelförmigem (wasserunlöslichem) und wasserlöslichem DU in menschlichen
bronchialen Fibroblasten (WTHBF-6-Zellen) bestimmt.
|
Stx492-493.2007.4.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
|
|
Physiologie und Toxizität
|
"Metall der Schande – Metal of Dishonor": Munition aus
abgereichertem Uran (DU) verseucht Böden in Krisengebieten. Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler des Instituts für Pflanzenernährung und Bodenkunde der
Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) untersuchen unter der
Leitung von Prof. Dr. Dr. Ewald Schnug seit 5 Jahren in umfangreichen und
aufwendigen Versuchen Faktoren, die für die Auflösung von Uran und seinen
Oxiden im Boden verantwortlich sind. Dazu untersuchten sie Böden mit
Uran-Konzentrationen, wie sie für Belastungen eines
"Standardbeschusses" mit DU-Munition typisch sind. Die Ergebnisse
zeigen laut Schnug, daß in den Boden als Uranoxid eingebrachtes Uran durch
physikochemische und biologische Vorgänge gelöst und für Pflanzen aufnehmbar wird.
|
Stx444-445.2005.4,5.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Physiologie und Toxizität
|
Uran im Urin. Neue Untersuchungsmethode sorgt für Aufregung. In
Untersuchungen, die jetzt am Mineralogischen Institut der Universität Frankfurt/Main
von Dr. Axel Gerdes durchgeführt wurden, konnte gezeigt werden, daß in Böden
und teilweise auch in geringen Mengen im Urin von Bewohnern der von den
beiden Golfkriegen betroffenen Gebiete und der dort eingesetzten US-Soldaten
abgereichertes Uran (DU, Depleted Uranium) nachgewiesen werden kann.
|
Stx420-421.2004.3,4.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Physiologie und Toxizität
|
In Schweden war mehr Uran im Urin als im Kosovo. Das
Forschungsinstitut des schwedischen Verteidigungsministeriums FOI hat den
Urangehalt im Urin von 200 schwedischen Soldaten, die nach sechs Monaten aus dem
Kosovo nach Hause kamen, mit dem Urangehalt von 200 Soldaten verglichen, die
erst dorthin reisen sollten. Das überraschende Ergebnis war, daß die
Soldaten, die in Schweden geblieben waren, drei- bis viermal mehr Uran im
Urin hatten als die zurückgekehrten Soldaten aus dem Kosovo.
|
Stx352-353.2001.5.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Physiologie und Toxizität
|
Die Uranausscheidung von Soldaten mit möglicher DU-Kontamination lag um
60 Prozent über dem Erwartungswert. Kommentar zu den Untersuchungen der GSF
zur Uranausscheidung im Urin von deutschen KFOR-Soldaten. "Das
Design der bisher durchgeführten Untersuchungen weist erhebliche
Unzulänglichkeiten auf". Zu dieser Beurteilung gelangen der Bremer
Privatdozent Dr. Wolfgang Hoffmann und Prof. Dr. Eberhard Greiser vom Bremer
Institut für Präventionsforschung, Sozialmedizin und Epidemiologie (BIPSE)
sowie der Diplom-Biologe Bernd Franke vom IFEU-Institut für Energie- und
Umweltforschung Heidelberg GmbH in einer kommentierenden Bewertung der im
Januar 2001 vom Institut für Strahlenschutz des bundeseigenen GSF-Forschungszentrums
für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg durchgeführten Untersuchungen zur
Uranausscheidung im Urin von deutschen KFOR-Soldaten. Die GSF-Publikation war
zu dem Schluß gekommen: "Die bisher erhobenen Werte der
Uran-Ausscheidung im Urin zeigen, dass es bei keinem der bisher untersuchten
Probanden einen Hinweis auf Inkorporation von DU (abgereichertes Uran aus im
Kosovo-Krieg von der Nato eingesetzter Uranmunition; d. Red.) gibt." Dem
widersprechen Hoffmann und Kollegen und stellen unter anderem fest, daß die
Uranausscheidung der Gruppe mit möglicher DU-Kontamination tatsächlich um
etwa 60 Prozent über dem Erwartungswert gelegen habe. Mit den angewandten
Methoden sei eine Inhalation von schwerlöslichem DU zudem erst dann
verläßlich nachweisbar, wenn die dadurch verursachte Folgedosis um mehr als
das 1000-fache über der Dosis liegt, die jährlich durch die mittlere
Hintergrundbestrahlung mit Uran aus natürlichen Quellen verursacht wird.
Dieser Sachstand sei dadurch bedingt, daß das Uran aus natürlichen Quellen
überwiegend in stärker löslicher Form aufgenommen und um ein Vielfaches
stärker mit dem Urin ausgeschieden werde.
|
Stx352-353.2001.4,5.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Physiologie und Toxizität
|
Streit um Uran im Urin. Neue Uran-Tests an Bundeswehrsoldaten,
ergänzend zu den Urintests seines Instituts, seien nicht notwendig, meinte
der Direktor des bundeseigenen GSF-Instituts für Strahlenschutz in
Neuherberg, Herwig G. Paretzke, in einer am 13. Februar 2001 veröffentlichten
Gegenrede. Die Gesellschaft für Strahlenschutz (GSS) hatte zuvor methodische
Mängel der GSF-Urinstudie kritisiert und vor einer Verharmlosung des Problems
der Uranmunition gewarnt. Aufgrund der bislang vorliegenden Daten, so die
Fachgesellschaft, lasse sich weder die These von der Verursachung der
Leukämiefälle unter Soldaten durch Uranmunition noch die Behauptung des
Gegenteils mit einiger wissenschaftlicher Sicherheit begründen. Sie hatte
deshalb ergänzend eine biologische Dosimetrie für betroffene Soldaten
angeregt. Mit den bei der GSF angewandten Methoden ist eine Inhalation von
schwerlöslichem abgereicherten Uran aus Urangeschossen erst dann verläßlich
im Urin nachweisbar, wenn die dadurch verursachte Strahlendosis 1.000-fach
über der Dosis liegt, die jährlich durch die mittlere Hintergrundbelastung
mit Uran aus natürlichen Quellen verursacht wird. Dies zeigt der
Diplom-Biologe Bernd Franke vom IFEU-Institut für Energie-und Umweltforschung
in Heidelberg.
|
Stx340-341.2001.5-7.3 (3 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Physiologie und Toxizität
|
Abgereichertes Uran: Schadwirkung von inkorporiertem Uran-238 durch
Einsatz von Uranwaffen. Rückstoßchemische Reaktionen sind für die
Folgeschäden entscheidend. Bei der Verwendung von DU-Munition (DU steht
für Depleted Uranium = abgereichertes Uran) werden vorrangig
Uranoxid-Partikel (UO2) gebildet, deren Form und
Festkörperstruktur weitgehend unbekannt ist. Es gibt jedoch Hinweise, daß
verzweigte kettenähnliche Gebilde vorliegen. Die Aufnahme und Resorption
aerosolförmiger radioaktiver Teilchen ist generell noch wenig untersucht.
Sicher ist, daß Aggregatzustand, Dispersionsgrad und Form der Teilchen für
Geschwindigkeit und Umfang der Inkorporation von entscheidender Bedeutung
sind. Was die Aufnahme durch den Atemtrakt betrifft, so ist bekannt, daß die
Eindringtiefe mit der Feinheit der Partikel zunimmt. Die Resorption hängt
stark vom chemischen Bindungszustand ab, da dieser die Löslichkeit und die
Reaktivität bestimmt. Anlagerung und Verweilzeit von UO2-Teilchen
(Alphastrahler) in den Lungenbläschen erhöhen mit Sicherheit die Bildung von
Lungenkrebs. Ein Beitrag von Dr. Rolf Bertram, Göttingen. Der Autor ist
Universitätsprofessor a.D. für Physikalische Chemie an der Technischen
Universität Braunschweig.
|
Stx322-323.2000.5,6.2 (2 Seiten)
|
|
Physiologie
|
"Die biologische Halbwertszeit von abgereichertem Uran aus
Kriegswaffen beträgt nach dem Einatmen in Wirklichkeit mehr als 10
Jahre". Mehr als 10 Jahre nach dem Einatmen von Staub aus Waffenuran
ist die Hälfte davon noch im Körper. Das erklärt die prominente kanadische
Epidemiologin Dr. Rosalie Bertell. Sie stellt sich gegen die landläufige
Ansicht, abgereichertes Uran aus Geschossen sei nur chemisch giftig und nicht
so sehr radiotoxisch.
|
Stx304-305.1999.1-3.3 (3 Seiten)
|
|
Toxizität
|
Anmerkungen zur Toxizität von Uran. Die Nierenschädlichkeit von
Uran ist aus der Erzaufbereitung bekannt. Darauf weist die IPPNW hin.
|
Stx302-303.1999.5.1 (1 Seite)
|
|
Toxizität
|
Auch angereichertes Uran ist "weniger radioaktiv als
Natururan". Dr. Andreas Holländer.
|
Stx298-299.1999.3,4.2 (2 Seiten)
|
|
& Zurück zum Register
|
Artikel bestellen
|
Zurück zum Anfang
|
|
|
|
|
|