StrahlenTelex [ Nahrungsmittel-Belastungen ]

 

 

 

 

 

Kommentiertes Register des Sachgebietes Nahrungsmittel-Belastungen

 

Vergleichende Warentests

Nahrungsmittel-Belastungen Im Überblick

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Fleisch

Gemüse, Getreide, Kräuter

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Nüsse

Pilze

Tee

 

Zigaretten

Milch, Milchpulver, Säuglingsnahrung

Trinkwasser - Mineralwasser

Meßwerte: Uran im Leitungs- und Mineralwasser

 

Molkepulver

Radionuklid-Stoffwechsel

Strontium-90

 

Nahrungsmittelhandel

Strahlengrenzwerte

Verbraucherschutz

 

Österreich, Schweden, Schweiz, Reiseländer

 





 

Fleisch

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Fleisch

29 Jahre nach Tschernobyl: Wildschweine in Bayern weiterhin mit höchsten radioaktiven Belastungen. Geheimniskrämerei um Radioaktivitätsmeßwerte. Knapp drei Jahrzehnte nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl ist die Strahlenbelastung der bayerischen Wildschweine höher als bislang bekannt. Darauf macht das Informationszentrum für die Landwirtschaft proplanta in einer Mitteilung vom 18. April 2015 aufmerksam. Doch die Messdaten sind großenteils unter Verschluss. Der Jagdverband fürchte Schaden für die Jäger.

Stx680-681.2015.11-12.2 (2 Seiten)

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Fleisch

Interaktive Karte mit Meßergebnissen von Pilzen und Wild. Seit der Katastrophe von Tschernobyl untersucht das Umweltinstitut München unter anderem Wildpilze, Waldbeeren und Wildfleisch, die auch 28 Jahre nach dem Super-GAU noch erheblich mit radioaktivem Cäsium belastet sind. Die Messergebnisse hat das Institut jetzt in eine interaktive Karte eingespeist, die es dem Nutzer erlaubt, sich einen Überblick zu verschaffen, ob auch seine Gegend zu den belasteten Regionen gehört. Zusätzlich hat das Umweltinstitut München eine Karte der radioaktiven Belastung von Wildschweinen in Bayern erstellt. Die Daten stammen von einem engagierten Bürger, der sowohl eigene Messungen durchführt als auch Messwerte von bayerischen Jägern sammelt. Das bayerische Umweltministerium weigert sich bislang, die Daten der Jäger zu veröffentlichen. Die Belastungen sind immer noch erschreckend hoch.

Stx670-671.2014.7.1 (1 Seite)

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Fleisch

Folgen von Tschernobyl: Virtuelle Schweinejagd. Computersimulation statt Messungen: Neues Programm zur Abschätzung des Radiocäsiumgehalts von Wildschweinen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) schläft nicht. Im Vorhaben „Bundesweiter Überblick über die Radiocäsiumkontamination von Wildschweinen“ des BfS wurden von U. Fielitz und K. Richter die bundesdeutschen Messungen zur Radiocäsiumkontamination von Wildschweinen sowie die kontaminationsbestimmenden Einflußfaktoren recherchiert und in ein Geographisches Informationssystem (GIS) zur ortsbezogenen Weiterverarbeitung überführt. Das wird in einem am 24. Oktober 2013 veröffentlichten Ressortforschungsbericht des BfS erklärt. Es wurde ein radioökologisches Modell (Eco Wild) entwickelt, mit dem die zu erwartende Radiocäsiumkontamination von Wildschweinen für beliebige Orte und Zeitpunkte berechnet und grafisch dargestellt werden kann.

Stx644-645.2013.9.1 (1 Seite)

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Fleisch

Folgen von Tschernobyl: Beschränkungen bei Schafen in Großbritannien nach 26 Jahren aufgehoben. 26 Jahre nach dem 26. April 1986, als in Tschernobyl der Reaktor 4 explodierte, waren noch 334 Farmen in Nordwales und auf 8 Farmen in Cumbria in Großbritannien Beschränkungen der Vermarktung in Kraft. Mit dem 1. Juni 2012 hat nun die Food Standards Agency (FSA) die Beschränkungen auf diesen Bauernhöfen aufgehoben.

Stx614-615.2012.5.1 (1 Seite)

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Fleisch

Der Verzehr von Lammfleisch aus Schottland ist wieder erlaubt – mit Belastungen bis 1.000 Becquerel Radiocäsium pro Kilogramm. Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl waren Schafsweiden in Großbritannien so stark durch den radioaktiven Niederschlag verseucht, daß 1986 etwa 9.700 Schäfereien mit mehr als 4 Millionen Tieren unter die außerordentliche Aufsicht der Lebensmittelüberwachung gestellt wurden. Wanderschäferei und Verkauf von Schafen wurden in bestimmten Gebieten von Cumbria, Nordwales, Schottland und Nordirland eingeschränkt oder verboten. Für Schaffleisch gilt dort seit 1986 ein Grenzwert von 1.000 Becquerel Radiocäsium pro Kilogramm (Bq/kg), der angeblich auf der Grundlage von Empfehlungen aus EU-Gremien festgelegt wurde, jedoch deutlich über dem EU-Grenzwert von 600 Bq/kg liegt. Am 21. Juni 2010 wurde nun die letzte Schäferei in Schottland aus der außerordentlichen Kontrolle der Food Standards Agency (FSA) entlassen. In Nordirland waren die Kontrollen bereits im Jahr 2000 aufgehoben worden. In Wales bestehen jedoch weiterhin Beschränkungen.

Stx566-567.2010.5.1 (1 Seite)

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Fleisch

19 Jahre nach Tschernobyl: Radioaktive Belastungen im Bayerischen Wald. Untersuchung des Bundesamt für Strahlenschutz – Keine Entwarnung für den Verzehr von Wildbret. 19 Jahre nach Tschernobyl ist Wildbret noch immer radioaktiv belastet. Das belegt eine vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Auftrag gegebene Studie, bei der die radioaktive Belastung von Wildbret, Pflanzen und Böden des Bayerischen Waldes gemessen wurden. Bei Wildschweinen steigt die radioaktive Belastung seit 1996 sogar wieder an.

Stx448-449.2005.3,4.2 (2 Seiten)

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Fleisch

Anhaltend hohe Cäsiumverseuchung von Wildfleisch. Fleisch von Wildtieren im Bayerischen Wald ist weiterhin hoch mit radioaktivem Cäsium aus Tschernobyl verseucht und nicht für den Verzehr geeignet.

Stx166-167.1993.8.1 (1 Seite)

Fleisch

Anhaltend hohe Cäsiumverseuchung von Elchen. Das Fleisch von Elchen aus der Umgebung von Härnösand, rund 370 Kilometer nördlich von Stockholm, ist weiterhin hoch mit radioaktivem Cäsium aus Tschernobyl verseucht. Von 300 geschossenen Tieren hatten nach einer Meldung der schwedischen Zeitung Dagens Nyheter vom 30. September 1993 80 über dem schwedischen Grenzwert von 1500 Becquerel Cäsium pro Kilogramm liegende Belastungen. Kurzbericht nach einer Übersetzung von Ingeborg Kleinhans.

Stx164-165.1993.8.1 (1 Seite)

Fleisch

Großbritannien: Radioaktives Lammfleisch aus Wales. 1989, mehr als drei Jahre nach Tschernobyl gibt es in Nord-Wales immer noch 416 Farmen mit etwa 300.000 Schafen, die wegen der hohen Cäsiumbelastungen des Weidegrases Handels- und Schlachtbeschränkungen unterworfen sind.

Stx70-71.1989.9.1 (1 Seite)

Fleisch

Irland: Mehr als 1.000 Becquerel pro Kilogramm in Schaffleisch. Zur landesweiten Überwachung und Einschränkungen beim Verzehr von Schaffleisch hat die irische Umweltorganisation Earthwatch Anfang 1988 aufgerufen. Bereits im September 1987 waren in drei Landwirtschaftsdistrikten Nordirlands Schlachtbeschränkungen für Schafe verfügt worden.

Stx28.1988.4.1 (1 Seite)

Fleisch

Niedersachsen: Damwild mit über 6.000 Becquerel pro Kilogramm Cäsium-Gesamtaktivität wurde im November 1987 im Raum Gartow erlegt.

Stx22.1987.1.1 (1 Seite)

Fleisch

Berlin: Rentierschinken aus der Zeit vor Tschernobyl ebenfalls hoch belastet. Schwedischer Rentierschinken aus Lappland, der am 30. Januar 1987 auf der Grünen Woche in Berlin angeboten wurde, war mit 104 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm belastet. Der überprüfte Rentierschinken stammte eindeutig aus der Zeit vor Tschernobyl, da Cäsium-134 nicht nachzuweisen war. Daraus ist zu schließen, daß es sich um eine radioaktive Altlast aus der Zeit der oberirdischen Atombombenversuche handelt.

Stx2.1987.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

Gemüse, Getreide, Kräuter

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Gemüse

Uran gelangt vermehrt in Wurzelgemüse und Kartoffeln. Die globale Abrüstung und der Ausstieg vieler Länder aus der Kernenergie hat eine ungewollte und bisher kaum beachtete Nebenwirkung: Der Kernbrennstoff Uran gelangt zunehmend mit Mineraldünger auf die Felder und dort in Wurzelfrüchte wie zum Beispiel Kartoffeln. Das berichtete Hans Schuh in der Wochenzeitung Die Zeit Anfang Juni 2005.

Stx444-445.2005.4.1 (1 Seite)

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Gemüse

Radioökologie: Unterschiede bei der Ablagerung von Radionukliden auf verschiedenen Blattgemüsearten. Nach einer Radionuklidfreisetzung in die Umwelt dient Blattgemüse als Indikatorpflanze für die Höhe der Kontamination der gesamten einheimischen pflanzlichen Nahrungsmittel. In einem Forschungsvorhaben hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gemeinsam mit dem GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg bei München deshalb die sich aufgrund artspezifischer Wuchsform und Oberflächenrauhigkeit der Blätter ergebenden Einflüsse quantifiziert. Mit diesem Wissen will das BfS "im Ereignisfall die radioökologische Bewertung von Messwerten und die darauf aufbauenden Empfehlungen verbessern, die im Rahmen des Strahlenschutzvorsorgegesetzes (StrVG) durchzuführen sind."

Stx422-423.2004.8.1 (1 Seite)

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Gemüse

Gemüseanbau: 18-fach überhöhtes tödliches Krebsrisiko für Selbstversorger in Gebieten mit Cäsium-Belastungen wie in Südostbayern oder Mittelschweden kalkuliert. Der Verzehr von Gemüse, das auf mit im Mittel 160.000 Becquerel Cäsium-137 pro Quadratmeter verseuchtem Ackerland angebaut wird, führt zu einem etwa 18-fach überhöhten tödlichen Krebsrisiko. Zu diesem Ergebnis kommen die inzwischen verstorbenen amerikanischen Wissenschaftler J. F. Seel und D. C. Adriano vom Savannah River Ökologie-Laboratorium des US-Energieministeriums und der noch lebende F. W. Whicker von der Colorado State University in Fort Collins in einer im Juni 1995 veröffentlichten Untersuchung. Die von ihnen angegebenen Bodenbelastungen entsprechen denen, wie sie heute auch für Südostbayern und Mittelschweden typisch sind.

Stx206-207.1995.9,10.2 (2 Seiten)

Getreide

Viel Radioaktivität in Weizen aus Anbau im Vorfruchtsystem gefunden. 46 Becquerel Cäsium-Gesamtaktivität pro Kilogramm Korn ermittelte Ende Januar 1989 die Radioaktivitätsmeßstelle des Fachbereichs Physik der Universität Oldenburg in einem Demeter-Weizen der Ernte 1988. Das ist eine recht hohe Aktivität und steht im Widerspruch zu sonstigen Erfahrungen. Weitere Messungen des gleichen Korns über verschiedene Lieferanten ergaben Werte zwischen 30 und 54 Becquerel pro Kilogramm. Weizenkorn desselben Erzeugers aus der Ernte 1987 hatte 16 Becquerel Cäsium pro Kilogramm enthalten. In den aus dem vorher ungemessenen Demeter-Weizen gebackenen Broten einer Bio-Bäckerei lagen die Cäsium-Belastungen bei bis zu 32 Becquerel pro Kilogramm, je nach Höhe des Weizenanteils. Nach den vorliegenden Erfahrungen war dies zwar ein Einzelfall, jedoch einer mit Methode.

Stx53.1989.1,3.2 (2 Seiten)

Getreide

Bestätigung durch Studie: Radioaktives Cäsium bevorzugt in Vollkornmehl. Das dem Kalium chemisch verwandte Cäsium lagert sich wie viele andere Mineralstoffe bevorzugt in den Randschichten des Weizenkorns ab. Das bestätigt die 1988 an der Fachhochschule Fulda (Prof. Dr. Friedhelm Diel) vorgelegte Diplomarbeit der Lebensmitteltoxikologin Sylke Wode über die Verteilung von Cäsium-134 und -137 im Weizenkorn und seinen Vermahlungsprodukten.

Stx35.1988.4.1 (1 Seite)

Kräuter

Kräuter gegen Strahlung? Gibt es Heilpflanzen, die einen Schutz vor der latenten radioaktiven Verseuchung bieten? Auf diese Frage läßt sich der Münchner Heilpraktiker Josef Karl in seinem 1990 erschienenen Buchbeitrag mutig ein, hält das ganze Gebiet der Kernenergie allerdings primär für politisches Terrain und nicht für ein phytotherapeutisches. Daß die Bundesregierung Jodtabletten für Notfallsituationen bereitstellen läßt, findet er zu wenig und trägt seine erweiterte "erste Idee" aus der Sicht der Naturheiler vor. Buchbesprechung. Josef Karl: Gibt es Heilpflanzen, die einen Schutz bieten vor der latenten radioaktiven Verseuchung?, in: Möglichkeiten und Grenzen der Ganzheitlichen Krebstherapie, Dr. Renate Gussmann, Manfred D. Kuno (Hrsg.), Sommer-Verlag GmbH Teningen 1990, ISBN 3-925367-56-X, 245 S.

Stx84-85.1990.6,8.2 (2 Seiten)

Kräuter

Kräuter und ätherische Öle: Deutliche Unterschiede bei der radioaktiven Belastung von Teeaufgüssen. Teeaufgüsse und wäßrige Auszüge von radioaktiv verseuchten Kräutern wiesen zwischen 5 und 68 Prozent, destillierte ätherische Öle unter 1 bis 5,4 Prozent der radioaktiven Ausgangsbelastung der Kräuter auf. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung von Dr. Syed Laik Ali und Dr. Michael Ihrig vom Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker, die sie im Oktober 1987 veröffentlichten.

Stx20.1987.2.1 (1 Seite)

Nüsse

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Nüsse

Radium: Fast 200 Becquerel pro Kilogramm in Paranüssen gefunden. In Paranüssen findet man je nach Herkunftsland unterschiedlich hohe Radioaktivitätskonzentrationen von Radium. Die Landesmeßstelle für Radioaktivität an der Universität Bremen ermittelte im Dezember 1987 und Januar 1988 Werte zwischen 50 und 90 Becquerel pro Kilogramm für Radium-226 und 36 bis 104 Becquerel pro Kilogramm für Radium-228.

Stx26.1988.1,5.2 (2 Seiten)

Nüsse

Aufforderung zur Warnung: Strahlende Paranüsse. Paranüsse enthalten 100- bis 1.000mal mehr Radium als andere Lebensmittel. Radium-226 mit seiner hohen energetischen Alphastrahlung von 5,35 MeV entstammt der Thorium-Zerfallsreihe und ist hinsichtlich seiner biophysikalischen Wirkung mit Strontium-90 zu vergleichen. Es wird in der Knochensubstanz angereichert und verweilt dort praktisch lebenslang. Da mit einer Mindestaktivität der Radiumisotope in Paranüssen von 8 Becquerel pro Kilogramm gerechnet werden muß, ist vom Verzehr abzuraten. Eine Importkontrolle scheint geboten. Dies kostatierte die Fachzeitschrift "Ärztliche Praxis" am 3.11.1987.

Stx22.1987.6.1 (1 Seite)

Pilze

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Pilze

28 Jahre nach Tschernobyl: Messwerte aus 2014 über radioaktive Kontaminationen von Speisepilzen. Pilze sind für viele Menschen eine beliebte Ergänzung des Speisezettels. Doch auch fast drei Jahrzehnte nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl werden in einigen Pilzarten weiterhin erhöhte Aktivitäten des Radionuklids Cäsium-137 gemessen.

Stx692-693.2015.10.1 (1 Seite)

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Pilze

Radioaktive Speisepilze. Auch mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl werden in einigen Pilzarten weiterhin erhöhte Aktivitäten des Radionuklids Cäsium-137 (Cs-137) gemessen. Trompetenpfifferlinge und Mohrenkopfmilchlinge aus dem Bayerischen Wald können beispielsweise noch einige tausend Becquerel pro Kilogramm Cs-137 in der Frischmasse aufweisen. Das berichten Eva Kabai und Lydia Hiersche in ihrer jetzt (Erscheinungsdatum 26.01.2015) vom Fachbereich Strahlenschutz und Umwelt des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) herausgegebenen Untersuchungen über die radioaktive Kontamination wild wachsender Speisepilze im Süden Deutschlands. http://doris.bfs.de/jspui/bitstream/urn:nbn:de:0221-2015012612255/3/BfS-SW-17-15_Radioaktivit%c3%a4t-Speisepilze-2013.pdf

Stx674-675.2015.12.1 (1 Seite)

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Pilze

Interaktive Karte mit Meßergebnissen von Pilzen und Wild. Seit der Katastrophe von Tschernobyl untersucht das Umweltinstitut München unter anderem Wildpilze, Waldbeeren und Wildfleisch, die auch 28 Jahre nach dem Super-GAU noch erheblich mit radioaktivem Cäsium belastet sind. Die Messergebnisse hat das Institut jetzt in eine interaktive Karte eingespeist, die es dem Nutzer erlaubt, sich einen Überblick zu verschaffen, ob auch seine Gegend zu den belasteten Regionen gehört. Zusätzlich hat das Umweltinstitut München eine Karte der radioaktiven Belastung von Wildschweinen in Bayern erstellt. Die Daten stammen von einem engagierten Bürger, der sowohl eigene Messungen durchführt als auch Messwerte von bayerischen Jägern sammelt. Das bayerische Umweltministerium weigert sich bislang, die Daten der Jäger zu veröffentlichen. Die Belastungen sind immer noch erschreckend hoch.

Stx670-671.2014.7.1 (1 Seite)

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Pilze

Weiterhin Spitzenwerte bei Pilzen. Tschernobyl ist noch immer nicht „gegessen“. Die Spitzenwerte der im Jahr 2012 vom Umweltinstitut München gemessenen Pilze liegen wie bereits im Jahr zuvor über 2000 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm Frischgewicht (Bq/kg). Maronenröhrlinge aus Fischach im Landkreis Garmisch-Partenkirchen enthielten 2300 Bq/kg und Maronenröhrlinge aus Buchach im Ostallgäu immerhin 2000 Bq/kg. Werte im vierstelligen Becquerel-Bereich sind bei uns leider noch längst keine Seltenheit.

Stx624-625.2013.8.1 (1 Seite)

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Pilze

Auch Tschernobyl ist noch nicht gegessen. Der diesjährige Spitzenwert der Pilzmessungen des Umweltinstituts München liegt bei 2.500 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm. Diese Belastung wiesen Maronenröhrlinge aus dem Gebiet um Mark Oberdorf im Allgäu auf, gefunden im Oktober 2011. Werte im 4-stelligen Bereich sind leider noch keine Seltenheit, vor allem bei Maronenröhrlingen und Semmelstoppelpilzen. Diese Sorten können Cäsium besonders gut aufnehmen.

Stx596-597.2011.11.1 (1 Seite)

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Pilze

Strahlende Pfifferlinge aus der Fußgängerzone. Weiterhin werden hohe radioaktive Belastungen in Pilzen gefunden und die bisherige Grenzwertregelung läuft Ende März 2010 aus.

Stx550-551.2009.4.1 (1 Seite)

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Pilze

16 Jahre nach Tschernobyl: Das Bundesamt für Strahlenschutz rät zur Minimierung der Strahlenbelastung zum Verzicht auf Wildbret, Waldpilze und Waldbeeren Auch 16 Jahre nach Tschernobyl sind Auswirkungen der Reaktorkatastrophe in Deutschland zu beobachten. Zwar seien die Nahrungsmittel insgesamt nur noch sehr gering radioaktiv kontaminiert, einzelne Produkte wie Wild und bestimmte Pilzarten seien aber immer noch hoch belastet. Das teilte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit. Wenn Wildbret, wildwachsende Speisepilze und Waldbeeren in üblichen Mengen verzehrt würden, sei die zusätzliche Strahlenexposition zwar vergleichsweise gering, aber vermeidbar. Wer seine persönliche Exposition minimieren möchte, solle deshalb auf den Genuß dieser Lebensmittel verzichten, meint das BfS. Einen aufschlußreichen Überblick über die Folgen des Tschernobyl-Unfalls in Weißrußland, der Ukraine und in Rußland, merkt das BfS ergänzend an, gebe ein neuer Bericht der beiden UN-Organisationen UNICEF und UNDP "The Human Consequences of the Chernobyl Nuclear Accident" http://www.undp.org/dpa/publications/chernobyl.pdf. Danach werde unter anderem die Zahl der Fälle von Schilddrüsenkrebs bei Jugendlichen von rund 2.000 in den nächsten Jahren auf 8.000 bis 10.000 Erkrankungen ansteigen.

Stx376-377.2002.5,6.2 (2 Seiten)

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Pilze

Radioaktive Pilze aus Bulgarien in Frankreich konfisziert. Vier Ladungen mit radioaktiv belasteten Pilzen sind jetzt in Frankreich beschlagnahmt worden. 2.470 Becquerel Radiocäsium pro Kilogramm habe man gemessen, etwa viermal so viel wie erlaubt, wird berichtet. Auf den Importpapieren hatte der bulgarische Exporteur dagegen eine radioaktive Belastung von nur 50 Becquerel pro Kilogramm angegeben.

Stx306-307.1999.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

 

Pilze

Bundesamt für Strahlenschutz: Radioaktiv belastete Pilze. Während in den landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie Gemüse, Kartoffeln und Getreide 1996 nur noch geringe Mengen an radioaktivem Cäsium als Folge des Reaktorunfalls in Tschernobyl nachzuweisen sind, liegen die Werte bei wildwachsenden Pilzen und Beeren im Vergleich deutlich höher.

Stx234-235.1996.10.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

 

Pilze

"Dürfen wir sie sammeln und verzehren?" - Oder sind sie unzulässig hoch radioaktiv belastet? - fragt das Bundesamt für Strahlenschutz im Jahre 1995.

Stx210-211.1995.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

 

Pilze

Bundesamt für Strahlenschutz: Waldpilze sind weiterhin radioaktiv belastet.

Stx182-183.1994.8.1 (1 Seite)

 

Pilze

Bundesamt für Strahlenschutz: Warnung vor Wildpilzen. In maronen und Semmelstoppelpilzen aus Südbayern und dem Bayerischen Wald wurden 1993 noch einige 1000 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm Frischgewicht gemessen. Steinpilze und Pfifferlinge wiesen einige 100 Becquerel pro Kilogramm auf.

Stx162-163.1993.10,11.2 (2 Seiten)

 

Pilze

Trotz anderer Pressemeldungen: Waldpilze strahlen weiter. Sieben Proben Maronenröhrlinge vom Oktober 1990 aus der Gegend von Rathenow, etwa 70 Kilometer westlich von Berlin, hatten zwischen 3500 und 1610 Becquerel Cäsium-Gesamtaktivität pro Kilogramm Frischgewicht.

Stx92-93.1990.8.1 (Kurzmitteilung, 1 Seite)

 

Pilze

Farbstoff des Maronenröhrlings bindet radioaktives Cäsium besonders gut. Aufgrund des radioaktiven Niederschlags aus den oberirdischen Atomversuchen bis Mitte der sechziger Jahre und verstärkt durch den Fallout aus Tschernobyl sind nicht nur in Deutschland wild wachsende Pilze stark radioaktiv belastet. Extrem hohe Belastungen weisen dabei Maronenröhrlinge auf, die - soweit sie am selben Standort gewachsen sind - ein Zehnfaches der Belastungen von Steinpilzen aufweisen. Maronenröhrlinge mit weit mehr als 10.000 Becquerel Cäsium-Gesamtaktivität pro Kilogramm Frischgewicht waren im Sommer 1988 in Süddeutschland gefunden worden. Den Professoren Wolfgang Steglich und Dieter C. Aumann und Mitarbeiter von der Universität Bonn zufolge reichert sich beim Maronenröhrling das Radionuklid besonders stark in der braunen Haut des Pilzhutes an.

Stx64-65.1989.9,10.2 (2 Seiten)

 

Pilze

Pilze bleiben über Jahre hinaus hoch verseucht. Maronenröhrlinge aus Süddeutschland enthielten 1988 bis zu 11.400 Becquerel Cäsium-Gesamtaktivität pro Kilogramm Frischgewicht. Steinpilze enthielten beim selben Standort im Mittel etwa ein Zehntel des radioaktiven Cäsiums der Maronenröhrlinge. Champignons gehören zu den geringer mit Cäsium belasteten Pilzsorten. Das sind Ergebnisse aus einer Übersicht von rund 200 Meßwerten für Pilze der Ernte 1988 in der Ausgabe des Strahlentelex vom 6. Oktober 1988. Mit den im Strahlentelex dokumentierten Meßwerten stimmen in der Tendenz bereits 1987 veröffentlichte Untersuchungen von G. Rückert vom Botanischen Institut der Universität Karlsruhe und J. F. Diehl von der Bundesforschungsanstalt für Ernährung, Karlsruhe, über die Anreicherung von Cäsium-137 und Cäsium-134 in verschiedenen Pilzarten nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl überein.

Stx42.1988.1,3,4.3 (3 Seiten)

 

Tee

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Tee

Nahrungsmitteltest: Grüner Tee - „Sehr leichte Hintergrundbelastung“. Die Zeitschrift „Ökotest“ veröffentlichte in ihrer Februarnummer 2012 einen Test von 22 Sorten Grüntee, die im deutschen Handel erhältlich sind und vor allem auf Pestizide untersucht wurden. Bis auf drei aus Indien stammende Tees wurden alle Grüntees auch auf Radioaktivität untersucht. Vier von 19 untersuchten Tees wiesen laut Ökotest eine „sehr leichte Hintergrundbelastung“ auf. Von diesen hatte nur einer eine Herkunftsangabe, nämlich „China, Zhejiangs“ (vermutlich: Zhejiang, die südlich von Shanghai gelegene Provinz). Der einzige Japantee im Test wies keine radioaktive Belastung auf.

Was, bitte, ist eine „sehr leichte Hintergrundbelastung“? Der Leser erfährt es nicht, erfährt nicht, nach welchen radioaktiven Stoffen gesucht wurde, und welche Belastungen tatsächlich gemessen wurden.

Stx604-605.2012.5.1 (1 Seite)

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Tee

Ankara: Endlager für Tee gesucht. Rund 45.000 Tonnen radioaktiv verseuchten Tees bereiteten den türkischen Behörden Kopfzerbrechen. Etwa ein Drittel der Ernte von 1986 war abgeschrieben worden, nachdem die türkische Regierung in Ankara zunächst versucht hatte, die Gefahr nach Tschernobyl herunterzuspielen.

Stx27.1988.6.1 (1 Seite)

 

Tee

Tee in der Türkei hoch belastet. Von Meldungen in der Presse beunruhigt, brachten türkische Familien Tee in die Unabhängige Strahlenmeßstelle Berlin, den sie als Vorrat für das ganze Jahr aus ihrer Heimat mitgebracht hatten. Diese Proben wiesen zu 60 Prozent eine extrem hohe radioaktive Verseuchung mit Cäsium-Werten bis 40.000 Becquerel pro Kilogramm auf.

Stx1.1987.6.1 (1 Seite)

 

Zigaretten

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Zigaretten

Strahlenfolgen: Die Kenntnisse über Gesundheitsschäden durch Radioaktivität im Tabak wurden jahrzehntelang von der Industrie unterdrückt. Tabakkonzerne wußten mehr als 4 Jahrzehnte lang, daß Zigarettenrauch radioaktive Alphateilchen enthält und entwickelten ein „tiefes und intimes“ Wissen über das krebserregende Potential dieser Partikel, speziell Polonium-210. Dieses Wissen wurde aber mit Absicht vor der Öffentlichkeit geheimgehalten. Das zeigt eine Studie auf, die online im Magazin „Nicotine & Tobacco Research“, dem Studienjournal der „Society for Research on Nicotin and Tobacco“ veröffentlicht wurde. Die Autoren analysierten Dutzende von früher nicht untersuchten internen Dokumenten der Tabakindustrie, die im Jahre 1998 als Ergebnis einer juristischen Auseinandersetzung zugänglich wurden.

Stx604-605.2012.8.1 (1 Seite)

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Zigaretten

Brasilien: Strahlende Zigaretten. Zigaretten können nicht unbeträchtliche Mengen Uran enthalten. Dies wurde 1992 unter Berufung auf den Forscher Joao Arruda Neto von der Universität Sao Paulo berichtet. Europäische und amerikanische Sorten enthalten demzufolge im Durchschnitt 0,07 ppm Uran, wobei das Rauchen von etwa sechs Packungen der Strahlenbelastung einer Röntgenuntersuchung entsprechen würden, heißt es.

Stx140-141.1992.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

 

Milch, Milchpulver, Säuglingsnahrung

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Milch

Ganzkörperbelastungen: Milchtrinken in Bremen war bereits früher riskant. Die Belastungen durch künstliche radioaktive Bestandteile in der Nahrung waren bereits vor Tschernobyl nicht überall gleich. In Bremen wurde 1984 bei Ganzkörpermessungen an der Fachsektion Physik der Universität Bremen bei Milchtrinkern zwischen 1,4 und 5,44 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm Körpergewicht festgestellt. Der Milchkonsum lag bei den Betroffenen bei 1 bis 2 Litern Milch pro Tag. Im Bundesmittel waren es dagegen zwischen 1981 und 1984 nur 0,5 bis 0,25 Becquerel pro Kilogramm Körpergewicht. Während der Gehalt an Cäsium-137 in Trinkmilch 1984 im Bundesmittel bei weniger als 0,12 Becquerel pro Liter lag, waren es in Bremen bis zu 1,32, bei Schafsmilch sogar 3,2 Becquerel pro Liter. Nicht-Milchtrinker in Bremen wiesen dagegen im Vergleich zum Bundesmittel keine erhöhten Körperbelastungen auf.

Stx43.1988.5.1 (1 Seite)

 

Milch

Radioaktivitätsgehalt: Keine Kennzeichnung von Milch. Einen Antrag der Grünen im Bundestag zur Kennzeichnung von Milch, Milchprodukten und Säuglingsnahrung mit Werten radioaktiver Belastung hat der Bundestagsausschuß für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit am 18. Mai 1988 abgelehnt.

Stx35.1988.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

 

Milch

Jamaika: Radioaktive Milchgaben aus der Bundesrepublik. Der karibische Inselstaat Jamaika hat 500 Tonnen Milchpulver mit Tschernobyl-Radioaktivität aus EG-Beständen zurückgewiesen. Das Gesundheitsministerium des Landes hatte bei diesen Lieferungen aus dem Jahre 1987 eine Belastung von im Mittel 284 Becquerel pro Kilogramm festgestellt.

Stx34.1988.6.1 (1 Seite)

 

Milch

Bilanz 1987: Viel Radioaktivität fein verteilt. Atomkraftwerke sind nicht abgeschaltet, die Radioaktivität aus Tschernobyl ist breiter verteilt und die Belastung verschiedener Nahrungsmittel entsprechend gesenkt worden. Im Mittel 8 Becquerel pro Liter radioaktives Cäsium in unserer Milch infolge der Atombombenversuche in der Atmosphäre bis Mitte der sechziger Jahre war damals Anlaß zu größter Sorge. Im Rahmen der Winterfütterung war 1987 das Drei- bis Vierfache der damaligen Belastung üblich.

Stx23.1987.1,3.2 (2 Seiten)

 

Milch

Europäische Gemeinschaft: Höhere Radioaktivität bei überhöhter Milcherzeugung. Die EG-Milcherzeuger haben die ihnen zugesprochenen Garantiemengen (Quoten) im Wirtschaftsjahr 1986/87 um knapp ein Prozent überschritten. Die höchste Überproduktion gab es mit 2,4 Prozent oder 0,56 Milliarden Litern in der Bundesrepublik Deutschland. Wäre auf diese Milchmenge bei der Produktion von Trinkmilch in den besonders hoch belasteten Gegenden Oberbayerns verzichtet worden, hätte die mittlere radioaktive Belastung der Trinkmilch im Winter 1986/87 um etwa ein Viertel verringert werden können.

Stx19.1987.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

 

Milch

Lüchow-Dannenberg: Fütterungsverhalten und Radioaktivität der Milch. In vier Fällen aus dem Raum Lüchow-Dannenberg konnte die Unabhängige Strahlenmeßstelle Berlin 1987 den Radioaktivitätsgehalt der Kuhmilch in Abhängigkeit von der Belastung des Futters dokumentieren.

Stx9.1987.6.1 (1 Seite)

 

Milch

Österreich: Hohe radioaktive Belastung der Milch. Aus Österreich, einem der Länder mit der höchsten radioaktiven Belastung durch das Unglück von Tschernobyl, berichteten im Februar 1987 österreichische Wissenschaftler im "New England Journal of Medicine" über die radioaktive Belastung von Milch mit Jod-131 und Radiocäsium.

Stx6.1987.6.1 (1 Seite)

 

Milch

Bonn: Endlager Bundeswehr? Echtes Milchpulver sollen sich die Soldaten der Bundeswehr auf Anordnung von Verteidigungsminister Wörner wieder in den Kaffee schütten. Das meldeten die Nachrichtenagenturen im Februar 1987. Die bisher in den Ein-Mann-Verpflegungspackungen enthaltenen Tütchen "Kaffeeweißer" enthalten Kokosfett, aber so gut wie keine Milch. Mit seiner Anordnung nimmt Wörner Rücksicht auf die Interessen der durch das Unglück in Tschernobyl geschädigten Milchindustrie.

Stx4.1987.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

 

Milchpulver

Hessen: Zensur durch Bundesumweltminister. Hoch radioaktiv belastet sei Milchpulver, stellte der Hessische Sozialminister Armin Claus (SPD) bei der Vorlage seine wöchentlichen Strahlenberichtes Ende Januar 1987 fest, nachdem in Proben Werte von 534 und 443 Becquerel pro Kilogramm Cäsium-137 und -134 gemessen worden waren. Daher, so Claus, habe er als Empfehlung vorgeschlagen, die Bürger sollten "unbedingt Frischmilch statt Milchpulver verwenden". Dieser Satz wurde jedoch von Bundesumweltminister Wallmann bei der Zensur in Bonn aus dem Bericht gestrichen, gab das Hessische Sozialministerium in einer Erklärung bekannt.

Stx2.1987.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

 

Säuglingsnahrung

Im Überblick: Beim Einkauf von Babynahrung ist neue Aufmerksamkeit nötig. Die Geschäfts- und Marktpolitik der Hersteller läßt sich aus den Meßergebnissen für Babynahrung ablesen. Ein Kommentar vom Juli 1987.

Stx13.1987.1,6.2 (2 Seiten)

 

Trinkwasser - Mineralwasser

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Trinkwasser

Brandenburg / Uckermark: Wasserwerk darf bis 2014 uranhaltiges Wasser liefern. Die Einwohner von Schönfeld, Amt Gartz in der Uckermark, müssen weiterhin mit Trinkwasser leben, das unzulässig erhöhte Uranwerte aufweist. Die Kreisverwaltung teilte am 13. Juli 2012 mit, daß vom Gesundheitsamt auf Antrag des belasteten Wasserwerks eine Ausnahmegenehmigung für die Trinkwasserversorgung des Ortes bis 2014 erlassen wurde. Bei Routinekontrollen des Trinkwassers wurden im Mai und Juni 2012 erhöhte Uranwerte von 17 Mikrogramm pro Liter gemessen.

Stx614-615.2012.5-6.2 (2 Seiten)

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Trinkwasser

Uran in Phosphor-Düngemitteln und dessen Verbleib in der Umwelt. Von Ewald Schnug. Pest oder Cholera? - Uran aus Düngern über den Boden ins Trinkwasser oder in Atomstrom? Mit Düngemitteln wird jedes Jahr die gleiche Menge Uran auf deutsche Äcker gestreut, wie in dem maroden Atommüll-Lager Asse abzusaufen droht. Das mit Phosphor-Düngern auf die Äcker gestreute giftige Radionuklid ist bereits im Trinkwasser zu finden - ein Problem, das die Politik vehement verneint. Kritische Stimmen sollen mundtot gemacht werden. Saubere, weitgehend Uran-freie Dünger herzustellen ist technisch kein Problem, aber mit der Gewinnung von Kernbrennstoff verbunden. Das rechnet sich wirtschaftlich sogar rentabel, wenn aus dem Dünger abgetrenntes Uran als Kernbrennstoff verstromt Würde und die Folgekosten der Atomkatastrophen unberücksichtigt bleiben: Pest oder Cholera? Der Beitrag von Ewald Schnug erläutert das Problem und Lösungsoptionen.

Stx612-613.2012.3-10 (8 Seiten)

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Trinkwasser

Phosphatdünger erhöhen den Urangehalt in Böden und im Grundwasser. In den letzten 10 Jahren wurden zusammen mit Phosphatdünger  im Mittel jährlich 167 Tonnen Uran auf die Felder geschüttet, kalkuliert die Bodenschutz-Kommission beim Umweltbundesamt.

Stx610-611.2012.9-10.2 (2 Seiten)

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Trinkwasser

Die WHO verdoppelte ihren Trinkwasser-Richtwert für Uran auf 30 Mikrogramm pro Liter. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzte 2004 ihren provisorischen lebenslang gesundheitlich duldbaren Trinkwasserleitwert (provisional drinking water guide value) von 2 µg U/l auf 15 µg U/l hoch – bei unveränderter Berechnungsgrundlage. Im Juli 2011 nun hob die WHO in ihrer Trinkwasser-Richtlinie diesen Wert erneut an, diesmal sogar auf 30 µg/l. Dies würde sich aus neuen epidemiologischen Studien ableiten lassen und ersetze den bisherigen Wert, der aus tierexperimentellen Studien abgeleitet worden sei, begründet das die WHO. Außerdem berücksichtige dieser Wert die „Schwierigkeiten in Bezug auf die technische Realisierbarkeit kleinerer Werte“ in der Trinkwasserversorgung.

Stx592-593.2011.4-5.2 (2 Seiten)

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Trinkwasser – Mineralwasser

Neue Trinkwasserverordnung: Der Urangehalt im Trinkwasser darf höher als in Babynahrung sein. Am 11. Mai 2011 hat das Bundesgesundheitsministerium die Änderung der Trinkwasserverordnung bekanntgegeben. Sie tritt am 1. November 2011 in Kraft und legt einen Uran-Grenzwert von 10 Mikrogramm pro Liter fest. Demgegenüber darf Mineralwasser, das als „geeignet für die Zubereitung als Säuglingsnahrung“ beworben wird, nicht mehr als 2 Mikrogramm Uran pro Liter enthalten. Demnach wäre Leitungswasser nicht mehr unbesehen für Säuglinge geeignet.

Stx590-591.2011.18.1 (1 Seite)

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Trinkwasser – Mineralwasser

Uran im Trinkwasser: 2 Mikrogramm Uran für Babys im Mineralwasser, aber 10 Mikrogramm im Leitungswasser. In der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) findet sich bisher kein Grenzwert für Uran. Im Dezember 2009 hatte die Bundesregierung angekündigt, sie wolle die nötige Änderung der Trinkwasserverordnung im Frühjahr 2010 dem Bundesrat zur Beschlußfassung zuleiten. Das ist jedoch nicht geschehen, weshalb die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag in einer sogenannten Kleinen Anfrage die Bundesregierung danach fragte. In ihrer Antwort vom 28. Juni 2010 (veröffentlicht am 13. Juli 2010) erklärt die Bundesregierung nun, sie wolle das „noch vor der Sommerpause“ nachholen und strebe dabei einen Grenzwert für Uran in Höhe von 10 Mikrogramm pro Liter (µg/l) an.

Stx566-567.2010.1-2.2 (2 Seiten)

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Trinkwasser – Mineralwasser

Verbraucherinformation: Jede 7. bis 8. Mineralwassersorte enthält zuviel Uran. Nur ein Drittel aller Mineralwässer weisen nach heutigem Stand der Meßtechnik keine nachweisbaren Gehalte an Uran auf. Aktuelle Leitungs- und Mineralwasser-Messwerte unter www.strahlentelex.de/uran_im_wasser.htm

Stx538-539.2009.6-7.2 (2 Seiten)

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Trinkwasser – Mineralwasser

Verbraucherinformation: BfS bestimmt Uran im Trinkwasser. Das Bundesamt für Strahlenschutz bestimmte bei circa 580 Wasserversorgungsanlagen die Gehalte an natürlicher Radioaktivität im Trinkwasser. Die Veröffentlichung der konkreten Meßergebnisse läßt weiter auf sich warten.

Stx530-531.11.1 (1 Seite)

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Trinkwasser – Mineralwasser

Uran im Wasser: Das Kriterium „natürliche Reinheit“ der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung ist überholt. Höhere Urangehalte im Wasser finden sich speziell in Buntsandstein-Gebieten und im Leitungswasser sind auch schon Uraneinträge aus der Phosphatdüngung zu finden. Diese Ergebnisse präsentierte der Diplom-Geologe Friedhart Knolle am 14. August 2008 an der Technischen Universität Braunschweig.

Stx520-521.2008.2-3.2 (2 Seiten)

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Trinkwasser – Mineralwasser

Uran im Boden: Uran im Trinkwasser ist nur die Spitze des „Uranbergs“. Das Hamburger Umweltinstitut fordert: Der Urangehalt in Düngemitteln sollte der Diskussionsschwerpunkt für gesetzliche Richtwerte sein.

Stx520-521.2008.1-2.2 (2 Seiten)

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Trinkwasser – Mineralwasser

Verbraucherschutz: Radioaktives und giftiges Uran im Trinkwasser. Von Verbrauchertäuschung und hohen Urangehalten im Trink- und Mineralwasser ist in der Presse zu lesen, an denen die Politik sich auf der Suche nach einem Grenzwert für Uran orientierte. Uran im Trinkwasser wird als Gefahr noch immer unterschätzt. Nur so lässt sich das Pokern um Orientierungs- und Richtwerte erklären, welches die nationale und internationale Diskussion in Fachkreisen bestimmt. Industrie und Wirtschaft setzen Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger in den Behörden unter Druck. Die Regulatoren verweisen auf die EU in Brüssel, die länderübergreifend einen Grenzwert für Uran im Trinkwasser festlegen soll . Der Schutz der Bevölkerung ist nachrangig, denn noch immer gibt es wenige konkrete Angaben zu Urangehalten seitens der Mineralwasserwirtschaft, den Trinkwasserversorgern und vor allem den Gesundheitsämtern der Länder. In den Bundesministerien wird das Thema „ausgesessen“. Ein Bericht und Kommentar von Inge Lindemann

Stx512-513.2008.3-7.5

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Trinkwasser – Mineralwasser

Deutscher Uran-Grenzwert in Aussicht, europäischer Grenzwert in der Diskussion. Ein Bericht von Inge Lindemann. Die bundesweite Untersuchung der Urangehalte im Trinkwasser ist abgeschlossen. Im Dezember 2007 beendete das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) seine Messungen. Nach vierjähriger Laufzeit soll das Programm die Daten zur Berechnung und Festlegung eines Urangrenzwertes liefern. Für die wissenschaftliche Auswertung der Ergebnisse ist die Trinkwasserkommission des Umweltbundesamtes zuständig. Für das Frühjahr 2008 wird mit der Veröffentlichung eines Berichtes durch das Bundesumweltministerium gerechnet. Außerdem testete die Bundesforschungsanstalt in Braunschweig (FAL) im August und November 2006 Trinkwasserproben aus Haushalten im gesamten Bundesgebiet auf das radioaktive und giftige Schwermetall Uran. Die ersten Ergebnisse wurden bereits auf einer internationalen Wissenschaftstagung im Juni 2007 in Braunschweig vorgestellt. Die Messwerte veröffentlichte Strahlentelex auf seiner Homepage www.strahlentelex.de/uran_im_wasser.htm .Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin fordert wegen der gesundheitlichen Gefahren, die von Uran im Wasser ausgehen, einen EU-weiten Grenzwert für Uran im Trinkwasser und im Mineralwasser. Erste diesbezügliche Vorstöße wurden bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit Mitte des Jahres 2007 unternommen. Wie aus den zuständigen Behörden bekannt wurde, ist ein deutscher Grenzwert für Uran im Trinkwasser in Aussicht. Kenner der Lage sehen ihn bei 10 Mikrogramm Uran pro Liter Wasser, entsprechen dem vom Umweltbundesamt vorgegebenen Richtwert. Auf europäischer Ebene hat sich kürzlich auch die Europäische Atomgemeinschaft EURATOM in die Diskussion eingeschaltet. Euratom fördert laut ihren Statuten unter anderem die „sichere Nutzung der Kernspaltung und den Einsatz von ionisierenden Strahlen in der Industrie und Medizin“.

Stx504-505.2008.8-11.4 (4 Seiten)

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Trinkwasser – Mineralwasser

Meßwerte Uran im Leitungswasser und im Mineralwasser, Stand 2007.

Zur Datei Meßwerte Uran im Wasser

 

Mineralwasser

Verbraucherschutz: Erster deutscher Grenzwert für Uran in Mineralwasser festgelegt. Nun ist es offiziell: Deutschlands erster Grenzwert für Uran in Mineralwasser wurde am 24. November 2006 vom Bundesrat verabschiedet und tritt demnächst in Kraft. Dann dürfen nur noch die Mineralwässer als geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ausgelobt werden, die maximal zwei Mikrogramm Uran pro Liter enthalten. Daraus ergeben sich Konsequenzen für die Mineralwasserwirtschaft. Über die Hälfte der von den zuständigen Behörden der Länder getesteten Wässer überschreitet die Marge von zwei Mikrogramm, und zwar teilweise erheblich. Das Image des gesunden Sprudels aus der Flasche ist angekratzt. Ein Bericht von Inge Lindemann.

Stx478-479.2006.1,2.2 (2 Seiten)

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Trinkwasser - Mineralwasser

Uran im Wasser: Verringerung der Uran-Belastungen durch bewußtes Konsumverhalten bei Trinkwässern. Die Häufigkeit von Nierenerkrankungen und der Mineralwasserkonsum steigen seit langem im selben Ausmaß an. Prof. Dr. Dr. Ewald Schnug (FAL) empfiehlt deshalb ein bewußtes Konsumverhalten zur Verringerung der Uranbelastung. Ein Bericht von Ewald Schnug und Inge Lindemann.

Stx476-477.2006.4,5.2 (2 Seiten)

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Mineralwasser

Uran in Mineralwasser: Verbraucher fordern Aufklärung und Transparenz. Ergänzend zu den eher wenig aussagekräftigen bisherigen Angaben auf den Mineralwasseretiketten ist die Deklarierung von Schwermetallen und Radioaktivität zu fordern, auch wenn diese natürlichen Ursprungs sind. Andere natürliche Inhaltstoffe werden ja auch auf dem Etikett angegeben. Geschieht das nicht vollständig, geht der Käufer des Trinkwassers aus der Flasche das Risiko ein, vielleicht ein Wasser zu erwischen, dessen Urangehalt zwar eher niedrig ist, das aber trotzdem kräftig strahlt. Denn aus den Urangehalten lassen sich keine Rückschlüsse auf die gesamte Radioaktivität des Wassers ziehen. Für die Strahlung im Wasser ist nämlich wesentlich auch Radium verantwortlich. Der Hintergrundwert für Uran in Oberflächengewässern liegt in Deutschland bei 0,33 Mikrogramm Uran pro Liter. Einen Grenzwert gibt es in Deutschland noch nicht. Über die politische Zuordnung des Uranthemas sollte der für Mitte September 2006 in Aussicht gestellte und überarbeitete Entwurf der Mineral- und Tafelwasserverordnung aufklären. Die neue Verordnung sieht eine Uran-Regelung für Mineralwässer vor, die für die Zubereitung von Säuglingsnahrung als geeignet ausgelobt werden. Ein Bericht von Inge Lindemann.

Stx472-473.2006.6.1 (1 Seite)

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Mineralwasser

Uran im Mineralwasser: Verbraucherinformation geht vor Geschäftsinteressen. Das Verwaltungsgericht Magdeburg hat am 19. Juli 2006 die Regierung des Landes Sachsen-Anhalt dazu verurteilt, das Vorkommen von Uran in Mineralwasser öffentlich zu machen. Der Klage auf Auskunftsanspruch eines Rechercheurs von foodwatch gegen das Gesundheitsministerium wurde in vollem Umfang stattgegeben. Das natürlich vorkommende Uran ist radioaktiv, als Schwermetall giftig und gilt als nierenschädigend.

Stx470-471.2006.10.1 (1 Seite)

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Mineralwasser

Verbraucherinformation: Uran im Mineralwasser. Verbraucherschützer verklagen das Gesundheitsministerium in Sachsen-Anhalt. Um die Bevölkerung nicht zu beunruhigen, verweigert das Gesundheitsministerium des Landes Sachsen-Anhalt die Auskunft über Urangehalte im Mineralwasser. Das Geschäftsinteresse der Mineralwasserindustrie wird über das Informationsbedürfnis der Bevölkerung gestellt. Deshalb hat die Verbraucherorganisation „foodwatch“ jetzt das Gesundheitsministerium in Sachsen-Anhalt verklagt. Eine Entscheidung des Gerichts wird für den Spätsommer erwartet. Bericht von Inge Lindemann.

Stx464-465.2006.8.1 (1 Seite)

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Mineralwasser

Säuglingsnahrung: Politikwechsel: Uranhaltiges Mineralwasser ist für Säuglinge nun unbedenklich, meinen BfS und BfR. 2 Mikrogramm Uran pro Liter Mineralwasser sollen noch als geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung gelten. Trotz Warnungen von Experten will die Bundesregierung jetzt uranhaltiges Mineralwasser als für Säuglinge unbedenklich erklären. Ein Grenzwert soll demnächst erstmals festgelegt werden. Im November 2005 war das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft noch der Ansicht, Mineralwasser müsse praktisch frei von Uran sein, wenn es als geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung gekennzeichnet ist. Einem Verordnungsentwurf zur Änderung der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung vom 15. November 2005 zufolge war ein Höchstwert von 0,0002 Milligramm (0,2 Mikrogramm) Uran pro Liter vorgesehen. Nach Einsprüchen von Seiten des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) will das Ministerium jetzt einen zehnfach höheren Grenzwert zulassen: 2 Mikrogramm Uran pro Liter Wasser. Verbraucherschützer vermuten, die Änderung gehe auf Druck seitens der Mineralwasserlobby zurück.

Stx462-463.2006.4.1 (1 Seite)

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Trinkwasser

Uran im Trinkwasser: Bundesforschungsanstalt veröffentlicht Trinkwasserstudie aus Norddeutschland. Mineralwasser enthält meistens mehr natürliches Uran als Trinkwasser aus der Leitung. Zu diesem Ergebnis kamen WissenschaftlerInnen der Braunschweiger Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) unter Leitung von Prof. Dr. Ewald Schnug. Die Gruppe untersuchte Urangehalte im Mineralwasser aus der Flasche und im Trinkwasser aus dem Wasserhahn sowie privates Brunnenwasser im Großraum Braunschweig. Ein Bericht von Inge Lindemann.

Stx454-455.2005.7,8.2 (2 Seiten)

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Mineralwasser

Verbraucherschutz: Verschärfung der Mineralwasserverordnung angekündigt. Der Urangehalt im Mineralwasser soll geregelt werden. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) will für das radioaktive und giftige Schwermetall einen Höchstwert festlegen. Das erklärte der Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium Alexander Müller am 21. Oktober 2005 in Berlin. Damit reagierte die zuständige Behörde auf Nachfragen und Veröffentlichungen zu diesem Thema. Verbraucherschützer hatten in der Vergangenheit wiederholt kritisiert, daß radioaktives und hochgiftiges Schwermetall in zahlreichen Mineralwässern vorhanden ist.

Stx452-453.2005.7-8.2 (2 Seiten)

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Mineralwasser

"Heilwasser": Nürtinger Heinrichsquelle uranverseucht. Wegen einer extrem hohen Urankonzentration in der Heinrichsquelle Nürtingen (Kreis Esslingen) hat das Regierungspräsidium Stuttgart den Ausschank des Wassers verboten.

Stx448-449.2005.3.1 (1 Seite)

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Mineralwasser

Verbraucherinformation: Uran im Mineralwasser. Strahlentelex veröffentlicht Meßergebnisse. Urangehalte wurden bisher weder von den Mineralwasserherstellern noch von den Behörden als Verbraucherinformation veröffentlicht. Mit Genehmigung des Institutes für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL-PB) in Braunschweig stellt Strahlentelex Ergebnisse von Uranmessungen in Mineralwässern vor, welche im Zeitraum von August 2000 bis Juli 2005 in Lebensmittel- und Getränkemärkten gekauft wurden.

Stx448-449.2005.1-3.3 (3 Seiten)

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Mineralwasser

Uran im Trinkwasser: Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor Uranbelastung im Mineralwasser. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor Uran im Mineralwasser. Wasser für die Säuglingsnahrung sollte frei von Uran sein. Ein Bericht von Inge Lindemann.

Stx446-447.2005.2-4.3 (3 Seiten)

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+ Stx448-449.2005.3.1 (+ 1 Seite Korrekturhinweis)

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Trinkwasser

Uranbelastungen: Schwer zu schlucken – keine Entwarnung für Uran in Trinkwässern. Trinkwässer in Deutschland können radioaktives und giftiges Uran enthalten. Bundesbehörden bemühen sich um eine Bestandsaufnahme, Trinkwasserregulatoren fordern Grenzwerte und Wissenschaftler streiten über die humantoxikologische Bewertung von Uran. Ein Bericht von Inge Lindemann.

Stx440-441.2005.1-4.4 (4 Seiten)

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Mineralwasser

Die Schwermetallbelastung durch Uran wurde bisher unterschätzt. Bundesbehörden diskutieren derzeit einen Grenzwert für Urangift im Trinkwasser und die Forscher des Braunschweiger Instituts für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) fordern zudem die Deklaration des Urangehaltes auf Mineralwasserflaschen. Unter dem Titel "Uran-Umwelt-Unbehagen" fand am 14. Oktober 2004 in Braunschweig ein ganztägiges Statusseminar statt. Ein Tagungsbericht von Inge Lindemann.

Stx430-431.2004.3-5.3 (3 Seiten)

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Mineralwasser

Radionuklide in Mineralwasser. Das ehemalige Bundesgesundheitsamt hatte in den Jahren 1978 bis 1986 erstmals systematisch den Gehalt an Radium in Mineralwässern bestimmt, worüber Strahlentelex seinerzeit ausführlich berichtete. Inzwischen hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) erneut eine repräsentative Untersuchung über natürliche Radionuklide in Mineralwässern durchgeführt und im September 2002 veröffentlicht. Die Ergebnisse sind im Internet unter http://www.bfs.de/ion/nahrungsmittel/mineralwasser.html und http://www.bfs.de/bfs/presse/pr02/ergebnisstab.pdf zu finden. Ziel der Untersuchungen war die Bestimmung der Aktivitätskonzentrationen von Radium-226 und -228, Uran-234, -235 und -238, Polonium-210, Blei-210 und Actinium-227.

Stx400-401.2003.7.1 (1 Seite)

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Mineralwasser

"Radium-226-Werte gesenkt". Obwohl in Deutschland für Radium keine gesetzlichen Grenzwerte existieren, habe Rosbacher Brunnen kurzfristig reagiert, teilte die Firma im Sommer 2000 in einer Pressemitteilung mit. Deren Mineralwassersorten "Rosbacher Ur-Quelle" und "Rosbacher Klassisch" waren durch die ARD-Sendung "Plusminus" vom 11. April 2000 wegen hoher Radium-Gehalte in Verruf geraten. Bereits bei den 1987 vom Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene beim Bundesgesundheitsamt in Berlin veröffentlichten Meßergebnissen zählten die Rosbacher Mineralwasser mit Werten um 1 Becquerel pro Liter zu den am höchsten mit Radium-226 belasteten Sorten. "Im Rahmen der Mineral- und Tafelwasserverordnung" seien nun "die Filteranlagen zur Enteisenung optimiert" worden, berichtete die Firma. Damit lägen die aktuellen natürlichen Radiumgehalte deutlich unter dem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Richtwert von 0,1 Becquerel pro Liter, während der Urangehalt in Rosbacher Mineralwässern von Natur aus unterhalb der Nachweisgrenze liege. Mit den verbesserten Filterverfahren fielen die Rosbacher Mineralwässer jetzt selbst nach den von den Medien genannten Kriterien von 0,05 Becquerel pro Liter in die Kategorie "mit Radium unbelastet".

Stx326-327.2000.7,8.2 (2 Seiten)

 

Mineralwasser

ARD-Magazin weist auf hohe Belastungen von deutschen Mineralwässern mit Radium-226 hin. Viele deutsche Mineralwässer sind hoch mit radioaktivem Radium-226 belastet. Experten schließen eine Gesundheitsgefahr vor allem für Kinder nicht aus. Das meldete das ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus in seiner Sendung am 11. April 2000. Das Fernsehmagazin hatte 19 Mineralwasser-Sorten analysieren lassen, wobei, wie mitgeteilt wurde, fünf Proben extrem viel Radium-226 enthielten. Auf keiner der untersuchten Flaschen sei die Belastung angegeben gewesen. Plusminus greift damit eine Diskussion wieder auf, die bereits 1987 und 1988 in der Bundesrepublik Deutschland geführt worden war. Im Juni 1987 hatte die Veröffentlichung von Meßergebnissen des Instituts für Wasser-, Boden- und Lufthygiene beim damaligen Bundesgesundheitsamt in Berlin die öffentliche Aufmerksamkeit auf den teilweise hohen Gehalt an Ra-dium-226 in Mineralwasser gelenkt. Strahlentelex hatte damals mehrfach und ausführlich berichtet.

Stx320-321.2000.4,5.2 (2 Seiten)

 

Mineralwasser

Radiumhaltige Mineralwässer: Hohe radioaktive Belastung nicht nur in Südtiroler Mineralwasser.

Stx104-105.1991.4.1 (1 Seite)

 

Mineralwasser

"Kaiserwasser": Hohe radioaktive Belastung in italienischem Mineralwasser. Einen alarmierend hohen Radon- und Radiumgehalt von 12,5 Becquerel pro Liter hat das italienische Mineralwasser "Dell'Imperatore/Kaiserwasser". 12,5 Becquerel Radon(-222) pro Liter (so die Angabe auf dem Flaschenetikett) bei geschlossener Flasche, bedeutet wegen des vorliegenden säkularen Gleichgewichts auch 12,5 Becquerel des Ausgangsnuklids Radium-226 pro Liter Wasser. Das entspricht etwa 0,34 Nanogramm pro Liter und ist ungefähr 10 mal mehr, als das Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene des Bundesgesundheitsamtes nach 10 Jahren Messungen als Höchstwert in (alt-)bundesdeutschen Mineralwässern gefunden hatte.

Stx102-103.1991.1,6.2 (2 Seiten)

 

Mineralwasser

"Was nicht untersucht wurde, ist auch nicht drin ..." So kann die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Frankfurt/M. vom 22. Februar 1989 kurz gefaßt werden, die zu prüfen hatte, ob die Firma VHM Mineral- und Heilquellen GmbH&Co.KG, Offenbach, einen Kunden getäuscht hatte, indem sie ihm 1987 mitgeteilt hatte, Radium-226 sei "aufgrund neuester Untersuchungen" in ihrem Rosbacher Mineralwasser "nicht vorhanden".

Stx55.1989.4.1 (1 Seite)

 

Mineralwasser

Bundesgesundheitsamt: Radium-Konzentrationen in Mineralwasser waren richtig gemessen. Das teilte Dr. Igbert Gans vom Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene Anfang 1989 dem Strahlentelex mit.

Stx51.1989.6.1 (1 Seite)

 

Mineralwasser

Radiumwerte wieder zur Veröffentlichung freigegeben. Die Abfüllerin der Sprudelsorten "Rosbacher Urquelle" und "Rosbacher Mineralwasser", die Offenbacher Firma VMH Vereinigte Mineral- und Heilquellen Gmbh&Co.KG, kann nicht mehr verhindern, daß die hohen Radiumwerte in ihren Produkten veröffentlicht werden. Am 1. Dezember 1988 korrigierte das Landgericht Frankfurt am Main eine frühere Entscheidung.

Stx47.1988.6.1 (1 Seite)

 

Mineralwasser

Bei Nachmessungen in drei Mineralwasserproben weniger Radium gefunden. Nachtrag zur Nr. Stx42.1988.1,2,5.3 In drei Mineralwasserproben hat das Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene des Bundesgesundheitsamtes bei neuen Messungen weniger Radium-226 gefunden als vorher in seinem Bericht aus dem Jahre 1987 veröffentlicht.

Stx44.1988.5.1 (1 Seite)

 

Mineralwasser

Risiken durch natürliche Radioaktivität: Viel Radium-226 in manchem Mineralwasser und Bier. Bis zu 1.780 Milli-Becquerel Radium-226 pro Liter wurden in Mineralwasser nachgewiesen. Radium-226 ist für Kleinkinder bis etwa 5.000 mal, für Erwachsene bis etwa 500 mal gefährlicher als Cäsium-137. Radium verhält sich chemisch ähnlich wie Kalzium und reichert sich im Knochen an. Bereits 1987 lenkte die Veröffentlichung von Meßergebnissen des Instituts für Wasser-, Boden- und Lufthygiene beim Bundesgesundheitsamt in Berlin vorübergehend das Augenmerk auf den teilweise recht hohen Gehalt an Radium-226 in Mineralwasser. In Pressemeldungen wurde Bezug auf eine Studie genommen, derzufolge in Florida (USA) 78 Prozent mehr Leukämieerkrankungen auftreten, in einem Gebiet, in dem in 28 Prozent der Grundwasserproben mehr als 190 Milli-Becquerel Radium-226 pro Liter ermittelt worden waren. In der Gegend nördlich von Frankfurt am Main, im Vordertaunus, sind in Deutschland radiumhaltige Quellen zu finden.

Stx42.1988.1,2,5.3 (3 Seiten)

 

Molkepulver      

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Molkepulver

Tschernobylfolgen: Verseuchtes Molkepulver nur in Bayern. Nach Behandlung 5.000 Tonnen als Viehfutter verwertet. Nach Kenntnis der Bundesregierung ist auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl nur in Bayern 1986 und 1987 radioaktiv verseuchtes Molkepulver angefallen.

Stx230-231.1996.10.1 (1 Seite)

 

Molkepulver

10 Jahre nach Tschernobyl: Bayerische Firma sitzt immer noch auf verstrahltem Molkepulver. Rund 1.900 Tonnen verstrahltes Molkepulver aus der Zeit nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl warten seit fast zehn Jahren in einer Lagerhalle im oberbayerischen Forsting auf ihre "Entsorgung". Besitzer des Restproduktes aus der Käseherstellung ist das Wasserburger Molkereiunternehmen Meggle.

Stx222-223.1996.15.1 (1 Seite)

 

Molkepulver

Lingen: Strahlenmolke auf 100 Becquerel pro Kilogramm "entseucht". Bis zu 100 Becquerel pro Kilogramm enthält das Molkepulver immer noch, dessen "Entseuchung" Ende 1990 im stllgelegten Atomkraftwerk Lingen im Emsland beendet wurde. Insgesamt 5.000 Tonnen ursprünglich mit bis 8.000 Becquerel Cäsium pro Kilogramm verseuchtes Molkepulver aus der bayerischen Käseproduktion waren dort seit dem Frühjahr 1989 mit einem von Prof. Franz Roiner, Hannover, entwickelten Ionenaustauschverfahren behandelt worden.

Stx96-97.1991.8.1 (1 Seite)

 

Molkepulver

Straubing/Bonn: Die Molke soll noch bis Ende 1990 strahlen. Wie das Bundesumweltminsterium am 21.August 1990 in Bonn mitteilte, war bis dahin erst die Hälfte von insgesamt 5000 Tonnen radioaktiv mit Tschernobyl-Fallout belasteten Molkepulvers in der Spezialanlage im früheren Kernkraftwerk Lingen (Emsland) entseucht.

Stx86-87.1990.5.1 (1 Seite)

 

Molkepulver

Lingen: "Entseuchtes" Molkepulver ist nicht frei von Radioaktivität. Mehrere Molke-Proben haben Vertreter des Elternvereins Restrisiko Emsland e.V., Lingen, am 10. April 1989 in der Pilotanlage zur Entseuchung von Molkepulver im stillgelegten Atomkraftwerk Lingen entnehmen können. Die verstrahlte Molke war im Herbst 1986 bei der bayerischen Firma Meggle entdeckt worden und lagerte seitdem in Bundeswehr-Waggons.

Stx56.1989.4.1 (1 Seite)

 

Molkepulver

Lingen: Probebetrieb mit Molkepulver. Mit fünf Tonnen unbelasteter Molke hat im Februar 1989 im stillgelegten Atomkraftwerk Lingen I im Emsland der Probebetrieb für die Entseuchung von 5.000 Tonnen verstrahlten Molkepulvers begonnen.

Stx51.1989.6.1 (1 Seite)

 

Molkepulver

Lingen: Molke-Entseuchung demnächst. Am 1. Februar 1989 soll im stillgelegten Atomkraftwerk Lingen im Emsland versuchsweise mit der Entseuchung des seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl radioaktiv belasteten Molkepulvers begonnen werden, das aus der bayerischen Käseproduktion stammt. Dies teilte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums im Dezember 1988 mit.

Stx48.1989.6.1 (1 Seite)

 

Molkepulver

Bonn: Molke-Entseuchung erst nach Ablauf der Haltbarkeit. Die seit Februar 1987 auf Bundeswehrgelände in Niedersachsen und Bayern lagernden 5.000 Tonnen radioaktiv verseuchten Molkepulvers aus der Käseproduktion sollen bis zum Herbst 1989 entseucht sein. Das erklärte am 5. Februar 1988 das Bundesumweltministerium.

Stx27.1988.6.1 (1 Seite)

 

Radionuklid-Stoffwechsel

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Radionuklid-Stoffwechsel

Cäsium-Aufnahme über verseuchtes Hammelfleisch. Die Aufnahme von Radiocäsium durch den Verzehr von durch den Fallout der Tschernobyl-Katastrophe verseuchten Hammelfleischs haben Wissenschaftler vom Harwell Laboratory des Biomedical Research Department der britischen Atomenergiebehörde in Oxford/England an acht gesunden Männern untersucht.

Stx156-157.1993.8.1 (1 Seite)

 

Strontium-90

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Strontium-90

Erste Strontium-Meßwerte aus Japan. Für Strontium gibt es in Japan keinen amtlichen Grenzwert. Das japanische Kultur- und Wissenschaftsministerium (MEXT) gab am 12. April 2011 die Ergebnisse der ersten Strontium-Messungen nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima bekannt. Das Ministerium behauptete, daß „die Werte äußerst gering und ohne Einfluß auf die Gesundheit“ seien. In den stark verstrahlten Orten Namie und Iitate wurden demnach zwischen dem 16. und 19. März 2011 an insgesamt 3 Stellen Bodenproben gezogen. Gefunden wurden dort Belastungen durch Strontium-89 von 13 bis 260 Becquerel pro Kilogramm (Bq/kg) und durch Strontium-90 von 3,3 bis 32 Bq/kg Boden.

Untersuchungen der Muttermilch von 9 Frauen in den letzten Tagen des März 2011 ergaben bei 4 von ihnen Jodbelastungen (Jod-131) bis zu 36,3 Bq/kg Milch.

In den Reisfeldern von Iitate wurde nach einem Bericht von Asahi Shimbun vom 13. April 2011 fast das 6-fache des amtlichen Cäsium-137-Grenzwerts für den Reisanbau gefunden. Dieser liegt in Japan bei 5.000 Bq/kg Boden.

Stx584-585.2011.6-7.2 (2 Seiten)

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Strontium-90

Strahlenmeßtechnik: Bestimmung von Strontium in Nahrungsmitteln und Umweltproben im Schnellverfahren.

Stx248-249.1997.11,12.2 (Kurzbesprechung, 2 Seiten)

 

Strontium-90

In Schnittkäse, Wurst mit Knochenmehl und Paranüssen sammelt sich der Knochensucher Strontium. Mit einem Anteil von im Mittel 1 bis 3 Prozent der Cäsium-Aktivität befindet sich Strontium-90 in der Milch. In Schnittkäse, Wurst mit Kochenmehlzusatz und Paranüssen reichert sich Strontium an. In Obst, Gemüse, Brot und Kräutern finden sich immer noch die Überreste des Kernwaffen-Fallouts der sechziger Jahre; in Kräutern doppelt soviel wie im Gemüse, im Gemüse fünf mal soviel wie in Äpfeln und Birnen. So lassen sich die Ergebnisse der Strontium-Messungen vom Frühjahr 1989 interpretrieren.

Stx54.1989.1,3,4.3 (3 Seiten)

 

Strontium-90

Strontium in der Nahrung. Eine Übersicht über die Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl auf die Belastung von Lebensmitteln mit Strontium-90 veröffentlichte im April 1988 die Gesundheitsbehörde in Hamburg.

Stx31.1988.5.1 (1 Seite)

 

Nahrungsmittelhandel

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Nahrungsmittelhandel

27 Jahre nach Tschernobyl: Weiterhin Tschernobyl-Radiocäsium in Heidelbeermarmelade. Die Bürgermeßstelle Yokohama in Japan hat in Heidelbeermarmelade der deutschen Marke Schwartau eine radioaktive Kontamination von 22,2±4,6 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm gemessen. Cäsium-134 war nicht enthalten. Es handelt sich um „Schwartau Extra Blueberry Jam“, Mindesthaltbarkeitsdatum 26.6.2014, im 340 Gramm-Glas mit der Herkunftsbezeichnung „Deutschland“. Das Herstelleretikett des Produkts war in englischer und griechischer Sprache beschriftet. Die Abwesenheit von Cäsium-134 läßt darauf schließen, daß die darin verarbeiteten Heidelbeeren aus Gebieten stammen, die durch den Tschernobyl-Fallout kontaminiert sind. Cäsium-137 aus der Katastrophe von Tschernobyl hat 27 Jahre danach noch nicht einmal seine erste Halbwertzeit erreicht.

Stx630-631.2013.1,2-2 (2 Seiten)

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Japanese version

 

Nahrungsmittelhandel

Magermilchpulver aus hochbelasteten Gebieten in Weißrußland nach Deutschland eingeführt. Eine Einfuhr von Milcherzeugnissen aus dem hoch radioaktiv belasteten Belarus (Weißrußland) ist ohne Begrenzung möglich. Dies ergibt sich aus der Antwort der Bayerischen Staatsregierung vom 9. Juli 1997 auf eine schriftliche Anfrage der Abgeordneten Irene Maria Sturm.

Stx256-257.1997.1,2.2 (2 Seiten)

 

Nahrungsmittelhandel

Verstrahltes Rindfleisch aus Polen über Spanien nach Afrika. Rund 30 Tonnen radioaktiv verstrahltes Rindfleisch aus Polen sind bei Barcelona (Spanien) im März 1991 von der Polizei beschlagnahmt worden.

Stx102-103.1991.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

 

Nahrungsmittelhandel

Europa/Brasilien/Europa: Tschernobyl-Fleisch aus Brasilien. Brasilien will 7000 Tonnen Rind- und Schweinefleisch nach Europa zurückschicken, das durch den Reaktorunfall von Tschernobyl radioaktiv verunreinigt worden ist. Das wurde 1991 von der brasilianischen Presse gemeldet.

Stx98-99.1991.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

 

Nahrungsmittelhandel

Wirtschaft: EG-Kommission lenkt radioaktiv hoch verseuchtes griechisches Getreide der Ernte 1986 auf den Weltmarkt. Als Folge von Dürreperioden und Ernteverlusten in Lateinamerika, den USA, in China und der Sowjetunion sind die Weltgetreidevorräte 1988 auf den niedrigsten Stand seit der Welternährungskrise in den frühen siebziger Jahren gesunken. Mit Hilfe einfacher Verwaltungsakte leitete die EG-Kommission bis dahin nicht handelsfähiges, durch Tschernobyl hoch radioaktiv belastetes griechisches Getreide auf den Weltmarkt. In Verordnungen schließt die Kommission einerseits landwirtschaftliche Erzeugnisse von Subventionen aus, wenn deren Belastungen über den geltenden Grenzwerten von 600 Becquerel pro Kilogramm liegen. Andererseits schrieb sie vor, daß die für den Export vorgesehenen griechischen Getreidemischungen aus den Ernten von 1987 und 1988 mit mindestens 40 Prozent der hoch strahlenden Ernte von 1986 vermischt werden müssen.

Stx48.1989.5.1 (1 Seite)

 

Nahrungsmittelhandel

Griechenland/Italien: Verseuchten Weizen nach Bali exportiert. Mit mehr als 600 Becquerel Cäsium pro Kilogramm verseuchter griechischer Weizen ist Pressemeldungen von 1988 zufolge über italienische Händler nach Bali gelangt.

Stx43.1988.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

 

Strahlengrenzwerte

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Strahlengrenzwerte

Nahrungsmittelsicherheit: Skandalöse Höchstwerte radioaktiver Belastung von Nahrungsmitteln in der EU. Im Katastrophenfall müssen die EU-Bürger sich erneut selber helfen. Die EU-Kommission hat jetzt erneut einen auf den 6. August 2013 datierten Vorschlag zur Neufassung der Verordnung des Rates der Europäischen Union „zur Festlegung von Höchstwerten an Radioaktivität in Nahrungs- und Futtermitteln im Falle eines nuklearen Unfalls oder einer anderen radiologischen Notstandssituation“ vorgelegt (COM (2013)576final). Vor drei Jahren war bereits schon einmal ein solcher Vorschlag gemacht worden (KOM(2010)0184), über den das Europäische Parlament am 15. Februar 2011 beraten und abgestimmt hatte. Jetzt soll der geänderte Vorschlagsentwurf nur noch dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss zur Stellungnahme vorgelegt werden, bevor er vom Rat der EU beschlossen werden soll. Bei dem damals und jetzt vorgelegten Vorschlag der EU-Kommission an den Rat der Europäischen Union handelt es sich hauptsächlich um eine Zusammenfassung unveränderter Bestimmungen aus drei Verordnungen, die zwischen 1987 und 1990 erlassen worden waren und in denen entsprechende Höchstwerte festgelegt sind. Neu ist, daß die Höchstwerte nicht mehr automatisch nach einem Unfall in Kraft treten, sondern „wenn die Umstände es erfordern“ von der EU-Kommission per Durchführungsverordnung in Kraft gesetzt werden sollen. Sie gelten dann unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Die Grenzwerte für Radioaktivität in Nahrungsmitteln im aktuellen Verordnungsvorschlag erlauben allerdings unverändert eine unzumutbar hohe radioaktive Belastung der EU-Bürger, die zum Teil die nach der Tschernobyl-Katastrophe übersteigt. Neu ist auch eine lange Liste mit Nahrungsmitteln von angeblich „geringer Bedeutung“. Für sie sollten in dem ersten Entwurf von 2010 zunächst gar keine Höchstwerte gelten. Jetzt allerdings wurden für sie extreme Aktivitätskonzentrationen, nämlich das 10-fache der Höchstwerte für „andere Nahrungsmittel“ festgelegt.

Stx642-643.2013.1-3.3 (3 Seiten)

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Strahlengrenzwerte

Lebensmittelsicherheit nach Fukushima: EU verschärft Grenzwert-Chaos beim Strahlenschutz. Deutschland und Europa sind auf einen Atom-Unfall wie in Fukushima nicht vorbereitet. Unzureichender Gesundheitsschutz in Deutschland und Europa. Die chaotische, widersprüchliche und gesundheitsgefährdende Grenzwertpolitik bei der Strahlenbelastung von Lebensmitteln in Europa kritisiert die Verbraucherorganisation foodwatch. Während Japan einen richtigen Schritt vollzieht und die Grenzwerte für radioaktiv belastete Lebensmittel wie bereits berichtet zum 1. April 2012 drastisch verschärft, übernimmt die Europäische Union (EU) diese neuen Werte zwar für Importe aus Japan, läßt bei Lebensmitteln aus der EU und den von Tschernobyl betroffenen Regionen jedoch ohne Not erheblich höhere Belastungen zu.

Stx606-607.2012.4.1 (1 Seite)

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Strahlengrenzwerte

Japan senkt seine Strahlen-Grenzwerte für Nahrungsmittel. Ab April 2012 will Japan seine nach den Nuklearkatastrophen im Atomkraftwerk Fukushima festgesetzten Grenzwerte für radioaktiv belastete Nahrungsmittel senken. Am 16. Februar 2012 stimmte das für Lebensmittelsicherheit zuständige Gremium des japanischen Gesundheitsministeriums dieser Planung zu. Demnach soll der Grenzwert der Cäsium-Gesamtaktivität (Cäsium-137 plus Cäsium-134) für Lebensmittel wie Reis und Fleisch auf 100 Becquerel pro Kilogramm gesenkt werden. Für Milch und Babynahrung sollen es noch 50 Becquerel pro Kilogramm sein und für Trinkwasser 10. Nach Beginn der Atomkatastrophe in Folge des Erdbebens und des Tsunamis vom 11. März 2011 war in Japan für Trinkwasser, Milch und Milchprodukte zunächst ein Cäsium-Grenzwert von 200 Becquerel pro Kilogramm festgelegt worden sowie von 500 Becquerel pro Kilogramm für Gemüse, Getreide und andere Lebensmittel wie Fleisch, Eier und Fisch.

Stx604-605.2012.4-5.2 (2 Seiten)

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Strahlengrenzwerte

Neue Trinkwasserverordnung: Der Urangehalt im Trinkwasser darf höher als in Babynahrung sein. Am 11. Mai 2011 hat das Bundesgesundheitsministerium die Änderung der Trinkwasserverordnung bekanntgegeben. Sie tritt am 1. November 2011 in Kraft und legt einen Uran-Grenzwert von 10 Mikrogramm pro Liter fest. Demgegenüber darf Mineralwasser, das als „geeignet für die Zubereitung als Säuglingsnahrung“ beworben wird, nicht mehr als 2 Mikrogramm Uran pro Liter enthalten. Demnach wäre Leitungswasser nicht mehr unbesehen für Säuglinge geeignet.

Stx590-591.2011.18.1 (1 Seite)

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Strahlengrenzwerte

Risikokalkulation: Die japanische Regierung und die Regierungen Europas fordern mit ihren Grenzwerten Menschenopfer. Die EU paßte ihre Nahrungsmittel-Grenzwerte an die in Japan geltenden an. Wie in der vorigen Ausgabe des Strahlentelex berichtet hatte die EU-Kommission nach der Reaktorenkatastrophe von Fukushima Dai-ichi höhere neue Grenzwerte für die Belastung von Nahrungsmitteln mit Radionukliden eingeführt. Nachdem es Proteste dagegen gegeben hatte, daß diese sogar höher waren als diejenigen, die in Japan gelten, haben die Europäische Kommission und die EU-Mitgliedstaaten sich einer Mitteilung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 8. April 2011 zufolge am selben Tag in Brüssel auf die in Japan geltenden zulässigen Belastungshöchstwerte als neue Grenzwerte für die Radionuklidbelastung von Nahrungs- und Futtermitteln aus Japan verständigt. Am 12. April 2011 ist diese Änderung zur Fukushima-Verordnung amtlich bekannt gemacht worden. Die japanischen Werte ersetzen damit „vorläufig“ die alten Werte der EURATOM-Verordnung Nr. 779/90. „Vorläufig“ bedeutet vorbehaltlich einer erneuten Anhebung der Grenzwerte bis hin zu den Grenzwerten der alten EURATOM-Verordnung, sobald Japan seinerseits seine Grenzwerte erhöhen sollte. Der Wert für konzentrierte Erzeugnisse und Trockenerzeugnisse wird zudem „auf der Grundlage des für den unmittelbaren Verbrauch rekonstruierten Erzeugnisses berechnet“, heißt es in der EU-Verordnung, darf also entsprechend einer Verdünnung in der verzehrfertigen Form noch höher sein. Strahlentelex hat berechnet, wie viele zusätzliche Krebstote diese Grenzwerte zur Folge haben können, wenn man sich mit Nahrungsmitteln ernährt, die diese Grenzwerte einhalten. Diese Risikoberechnung finden Sie hier auch auf English.

Stx584-585.2011.4-6.3 (3 Seiten)

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Strahlengrenzwerte

Risikokalkulation: Empfehlungen zur Minimierung des Strahlenrisikos in Japan. Zur Begrenzung des Strahlenrisikos durch die Aufnahme von Radionukliden mit der Nahrung in Japan nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima haben die Gesellschaft für Strahlenschutz (German Society for Radiation Protection) und der Informationsdienst Strahlentelex auf der Grundlage der Erfahrungen nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und unter Berücksichtung einer anderen Nuklidverteilung im Fallout von Fukushima Überlegungen und Berechnungen durchgeführt und geben folgende Empfehlungen:

1. Wegen der aktuell hohen Belastungen durch Radiojod ist der Bevölkerung in Japan zu empfehlen, derzeit auf den Verzehr von Salaten, Blattgemüsen und eßbaren Wildkräutern zu verzichten.

2. Wegen Unsicherheiten der Bewertungsgrundlagen muß empfohlen werden Säuglingen, Kindern und Jugendlichen keine Nahrung mit mehr als 4 Becquerel des Leitnuklids Cäsium-137 pro Kilogramm Nahrungsmittel zu geben. Erwachsenen ist zu empfehlen, Nahrungsmittel mit nicht mehr als 8 Becquerel des Leitnuklids Cäsium-137 pro Kilogramm Nahrungsmittel zu sich zu nehmen.

3. Zur Kontrolle von Nahrungsmitteln in Japan und der Veröffentlichung von Meßergebnisse ist es nützlich, wenn Bürgerinitiativen und Stiftungen unabhängige Strahlenmeßstellen einrichten. In Europa wäre zu überlegen, wie solche Initiativen in Japan gefördert werden können.

Die Empfehlungen und Berechnungen können hier auch in Englisch und Japanisch abgerufen werden.

Stx582-583.2011.12-14.3 (3 Seiten)

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Strahlengrenzwerte

Die neuen Nahrungsmittelgrenzwerte seit Fukushima. Seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl galten bislang für die Einfuhr von Nahrungsmitteln lediglich Grenzwerte für Radiocäsium (Cäsium-134 und Cäsium-137) und zwar in Höhe von 370 Becquerel pro Liter bzw. Kilogramm für Milch und Milchprodukte sowie 600 Becquerel pro Kilogramm für andere Nahrungsmittel. Seit dem GAU in Japan gelten nun jedoch den entsprechenden Verordnungen der Europäischen Union zufolge deutlich höheren Grenzwerte für importierte Nahrungsmittel, die zudem überwiegend höher sind als die jetzt in Japan zulässigen Werte. Diese waren bereits 1987 „vorsorglich“ für den Fall eines weiteren GAUs festgelegt worden und sollten in einem solchen Fall automatisch in Kraft treten, ohne weitere Diskussion und öffentliches Aufsehen. Begründet wurde die Höhe der zulässigen Belastungswerte mit der Annahme, daß vielleicht nur 10 Prozent derart belasteter Nahrungsmittel verzehrt würden. Still und leise und ohne daß auch das deutsche Verbraucherschutzministerium aktiv darauf hinwies, hat die EU-Kommission nun am 25. März 2011 mit einer Durchführungsverordnung (EU) Nr. 297/2011 die Anwendung der neuen hohen Grenzwerte auf die Einfuhr von Lebens- und Futtermitteln aus Japan beschränkt. Strontium und Plutonium bleiben in dieser Verordnung unerwähnt, es muß lediglich die Einhaltung der Grenzwerte für Jod-131, Cäsium-134 und Cäsium-137 überprüft werden. Die EU erlaubt ohne Not den Import radioaktiv belasteter Nahrungsmittel, die in Japan selbst nicht mehr zum Verzehr zugelassen sind.

Stx582-583.2011.1-2.2 (2 Seiten)

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Strahlengrenzwerte

EU-Verordnung: Die Nahrungsmittelbelastungen nach dem nächsten Atomunfall. Die EU-Kommission hat einen Vorschlag zur Neufassung der Verordnung des Rates der Europäischen Union „zur Festlegung von Höchstwerten an Radioaktivität in Nahrungs- und Futtermitteln im Falle eines nuklearen Unfalls oder einer anderen radiologischen Notstandssituation“ vorgelegt, über die das Europäische Parlament am 15. Februar 2011 beraten und abgestimmt hat. Dabei handelt es sich hauptsächlich um eine Zusammenfassung unveränderter Bestimmungen aus drei Verordnungen, die zwischen 1987 und 1990 erlassen worden waren und in denen entsprechende Höchstwerte festgelegt sind. Entsprechend dem EURATOM-Vertrag ist das Europäische Parlament jedoch lediglich beratend an der Festsetzung der Höchstwerte beteiligt. Das kritisierte das Parlament jetzt und forderte, in das Verfahren voll einbezogen zu werden und die Rechtsgrundlage entsprechend zu ändern. Die Grenzwerte für Radioaktivität in Nahrungsmitteln im aktuellen Verordnungsvorschlag erlauben eine unverändert unzumutbar hohe radioaktive Belastung der EU-Bürger, die zum Teil die Belastungen nach der Tschernobyl-Katastrophe übersteigen.

Stx580-581.2011.16.1 (1 Seite)

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Strahlengrenzwerte

Strahlende Pfifferlinge aus der Fußgängerzone. Weiterhin werden hohe radioaktive Belastungen in Pilzen gefunden und die bisherige Grenzwertregelung läuft Ende März 2010 aus.

Stx550-551.2009.4.1 (1 Seite)

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Strahlengrenzwerte

Uran im Trinkwasser: Deutscher Uran-Grenzwert in Aussicht, europäischer Grenzwert in der Diskussion. Ein Bericht von Inge Lindemann. Die bundesweite Untersuchung der Urangehalte im Trinkwasser ist abgeschlossen. Im Dezember 2007 beendete das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) seine Messungen. Nach vierjähriger Laufzeit soll das Programm die Daten zur Berechnung und Festlegung eines Urangrenzwertes liefern. Für die wissenschaftliche Auswertung der Ergebnisse ist die Trinkwasserkommission des Umweltbundesamtes zuständig. Für das Frühjahr 2008 wird mit der Veröffentlichung eines Berichtes durch das Bundesumweltministerium gerechnet. Außerdem testete die Bundesforschungsanstalt in Braunschweig (FAL) im August und November 2006 Trinkwasserproben aus Haushalten im gesamten Bundesgebiet auf das radioaktive und giftige Schwermetall Uran. Die ersten Ergebnisse wurden bereits auf einer internationalen Wissenschaftstagung im Juni 2007 in Braunschweig vorgestellt. Die Messwerte veröffentlichte Strahlentelex auf seiner Homepage www.strahlentelex.de/uran_im_wasser.htm .Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin fordert wegen der gesundheitlichen Gefahren, die von Uran im Wasser ausgehen, einen EU-weiten Grenzwert für Uran im Trinkwasser und im Mineralwasser. Erste diesbezügliche Vorstöße wurden bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit Mitte des Jahres 2007 unternommen. Wie aus den zuständigen Behörden bekannt wurde, ist ein deutscher Grenzwert für Uran im Trinkwasser in Aussicht. Kenner der Lage sehen ihn bei 10 Mikrogramm Uran pro Liter Wasser, entsprechen dem vom Umweltbundesamt vorgegebenen Richtwert. Auf europäischer Ebene hat sich kürzlich auch die Europäische Atomgemeinschaft EURATOM in die Diskussion eingeschaltet. Euratom fördert laut ihren Statuten unter anderem die „sichere Nutzung der Kernspaltung und den Einsatz von ionisierenden Strahlen in der Industrie und Medizin“.

Stx504-505.2008.8-11.4 (4 Seiten)

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Strahlengrenzwerte

Die Schwermetallbelastung durch Uran wurde bisher unterschätzt. Bundesbehörden diskutieren derzeit einen Grenzwert für Urangift im Trinkwasser und die Forscher des Braunschweiger Instituts für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) fordern zudem die Deklaration des Urangehaltes auf Mineralwasserflaschen. Unter dem Titel "Uran-Umwelt-Unbehagen" fand am 14. Oktober 2004 in Braunschweig ein ganztägiges Statusseminar statt. Ein Tagungsbericht von Inge Lindemann.

Stx430-431.2004.3-5.3 (3 Seiten)

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Strahlengrenzwerte

Die EG-Grenzwertregelung für Nahrungsmittel wurde bis 2010 verlängert. Die Strahlengrenzwerte für Trockenprodukte wurden dabei erhöht. Für sie gelten die Grenzwerte jetzt erst in der verzehrfertig verdünnten Zubereitung. (EG-Verordnung Nr. 616/2000 des Rates vom 20. März 2000)

Stx322-323.2000.4.1 (1 Seite)

 

Strahlengrenzwerte

Die EG-Strahlengrenzwerte werden Ende März 2000 ungültig. Die bisher geltende Grenzwertregelung der Europäischen Gemeinschaft (EG) wurde zuletzt im Frühjahr 1995 um weitere 5 Jahre bis zum 31. März 2000 verlängert. Dieser Zeitpunkt ist demnächst erreicht. Falls keine Nachfolgeregelung mehr getroffen wird, gelten bis zu einem neuen großen Atomunfall gar keine Strahlengrenzwerte für Nahrungsmittel mehr. Beliebig radioaktiv belastete Nahrungsmittel dürfen dann frei durch die Lande zirkulieren.

Stx314-315.2000.5.1 (1 Seite)

 

Strahlengrenzwerte

Grenzwertregelung der EG kurzfristig noch einmal um 5 Jahre verlängert. Noch einmal um weitere 5 Jahre bis zum 31. März 2000 hat die Europäische Gemeinschaft (EG) ihre bisherige Grenzwertregelung mit 600 Becquerel Cäsium pro Kilogramm Nahrungsmittel bzw. 370 Becquerel pro Kilogramm für Milch und Milchprodukte nach der EG-Verordnung Nr. 3955 vom 22.12.1987 verlängert. Der Verlängerungsbeschluß wurde ausdrücklich durch die Bestimmung ergänzt, daß die bisherige Grenzwertregelung bei einem neuen großen Atomunfall automatisch von der EG-Verordnung 3954/87 vom 22.12.1987 abgelöst wird. Dann gelten deutlich erhöhte Grenzwerte.

Stx200-201.1995.12.1 (1 Seite)

 

Strahlengrenzwerte

EG-Grenzwerte: Keine Beschränkung mehr für Radioaktivität in Nahrungsmitteln. Die EG-Grenzwertregelung mit 600 Becquerel Cäsium pro Kilogramm Nahrungsmittel bzw. 370 Becquerel pro Kilogramm für Milch und Milchprodukte nach der EG-Verordnung Nr. 3955 vom 22.12.1987 ist Ende März 1995 ausgelaufen. Diese Regelung, die zunächst mit dem 31.12.1989 enden sollte, war im Dezember 1989 auf Initiative des Bundesminsteriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und gegen den Widerstand insbesondere von Frankreich und England um zunächst drei Monate und dann im Frühjahr 1990 noch einmal um fünf Jahre verlängert worden. Diese fünf Jahre sind um.

Stx198-199.1995.12.1 + Stx200-201.1995.12.1 (2 Seiten)

 

Strahlengrenzwerte

Strahlengrenzwerte: EG-Grenzwerte noch einmal um 5 Jahre verlängert. Um 5 Jahre bis Ende März 1995 hat die Europäische Gemeinschaft im März 1990 ihre Strahlen-Grenzwertpraxis verlängert.

Stx76-77.1990.10.1 (1 Seite)

 

Strahlengrenzwerte

Strahlengrenzwerte: EG-Grenzwertregelung um 3 Monate verlängert. Noch weitere drei Monate bis Ende März 1990 wurde die Geltungsdauer der bisherigen EG-Strahlengrenzwerte am 22. Dezember 1989 vom Außenministerrat der Europäischen Gemeinschaft verlängert. Die Regelung wäre andernfalls zum Jahreswechsel 1989/90 ersatzlos ausgelaufen.

Stx72-73.1990.1,2.2 (2 Seiten)

 

Strahlengrenzwerte

Strahlengrenzwerte: Nahrungsmittelbelastungen werden erhöht. Ab 1. Januar 1990 gelten keine EG-Strahlengrenzwerte mehr. Einfuhren beliebig radioaktiv verseuchter Nahrungsmittel werden möglich, wenn die Grenzwertregelung der EG zum Ende des Jahres 1989 ausläuft.

Stx70-71.1989.1.1 (1 Seite)

 

Strahlengrenzwerte

EG-Grenzwerte: 2.000 Becquerel für Tiernahrung. Die zulässige Höchstgrenze für radioaktives Cäsium in Tierfutter will die EG-Kommission auf 2.000 Becquerel pro Kilogramm festlegen, wurde Ende 1988 in Brüssel bekannt.

Stx50.1989.5.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

 

Strahlengrenzwerte

Europäische Gemeinschaft: Großzügige Strahlengrenzwerte zum nächsten Atomunfall. Gegen die Stimmen der Bundesrepublik Deutschland, Dänemark und Luxemburgs hat der Ministerrat der Europäischen Gemeinschaft (EG) am 14. Dezember 1987 ein neues "ständiges System" von Grenzwerten für radioaktiv verseuchte Lebensmittel beschlossen. Es soll beim nächsten Atomunfall, spätestens aber nach zwei Jahren in Kraft treten. Bis dahin sollen die bisherigen Grenzwerte weitergelten: 370 Becquerel pro Kilogramm Cäsium-Gesamtaktivität für Milch und Säuglingsnahrung und 600 Becquerel pro Kilogramm für andere Nahrungsmittel. Bereits diese Grenzwerte sind wissenschaftlich umstritten und unter gesundheitlichen Gesichtspunkten nicht haltbar. Die neue Regelung sieht Werte vor, die doppelt bis dreifach so hoch sind und im Gegensatz zu den ausschließlich auf Cäsium-Werte beschränkten "Tschernobyl-Richtlinie" werden mit dem "ständigen System" auch Grenzwerte für andere Nuklide festgesetzt.

Stx24.1988.1,2.2 (2 Seiten)

 

Strahlengrenzwerte

Hessen: Grenzwert auf 630 Becquerel pro Kilogramm erhöht. Da bei den Messungen mit einer technisch bedingten Ungenauigkeit von rund 5 Prozent gerechnet werden müsse, sind in Hessen Haselnüsse mit 615 Becquerel pro Kilogramm nicht aus dem Handel genommen worden, rechtfertigte das Hessische Sozialministerium in seinem Bericht vom 23.12.1987 sein Verhalten. Damit hat Hessen in der Anwendung des EG-Grenzwertes von 600 Becquerel pro Kilogramm diesen praktisch auf 630 erhöht.

Stx24.1988.4.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

 

Strahlengrenzwerte

Brüssel: EG weiter uneins über Strahlengrenzwerte. Die Verhandlungen zwischen den zwölf Regierungen der Europäischen Gemeinschaft (EG) über einheitliche Obergrenzen für Radioaktivität in Lebensmitteln waren am 8. November 1987 erneut gescheitert.

Stx21.1987.1.1 (1 Seite)

 

Strahlengrenzwerte

Grenzwerte-Konfusion: Verstrahlte Lebensmittel vagabundieren durch Europa. Die gemeinsame Grenzwertregelung für die Cäsium-Gesamtaktivität ist am 31. Oktober 1987 ersatzlos ausgelaufen.

Stx20.1987.2,4.2 (2 Seiten)

 

Strahlengrenzwerte

Berlin: Ärztekammer gegen höhere Strahlengrenzwerte für Nahrungsmittel. Gegen eine Heraufsetzung der Strahlengrenzwerte für Nahrungsmittel im Rahmen der neuen Grenzwert-Regelung der Europäischen Gemeinschaft (EG) hat sich im August 1987 die Ärztekammer Berlin in einem Schreiben an den Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Klaus Töpfer, ausgesprochen. Mit einer solchen Politik werde Gesundheitspolitik den Vermarktungsinteressen einzelner Staaten und Branchen geopfert.

Stx15.1987.6.1 (1 Seite)

 

Strahlengrenzwerte

EG-Grenzwerte für radioaktiv verseuchte Lebensmittel: Unerhörter Protest. Ihre Sorgen um die Gesundheit ihrer Kinder trugen im Juli 1987 200 Mütter und Väter an die europäische Öffentlichkeit und überreichten dem Europaparlament in Straßburg mehr als 20.000 Unterschriften gegen die von den Europäischen Gemeinschaften (EG) beabsichtigte Erhöhung für die radioaktive Verseuchung von Lebensmitteln. Die Grenzwert-Vereinbarung galt nur noch bis zum 31. Oktober 1987. Bis dahin mußte der Ministerrat der EG neu beschließen. Bericht von Thomas Dersee mit der Dokumentation des Vorschlags der EG-Kommission und einem Kommentar von Dr. Ernst Rößler: Vorsorge für den Super-GAU.

Stx13.1987.1-3.3 (3 Seiten)

 

Strahlengrenzwerte

Schweden: Reaktion auf Tschernobyl "zu scharf". Die strengen Messungen zur Prüfung der Radioaktivität in Lebensmitteln, die in Schweden in der Folge der Katastrophe von Tschernobyl eingeführt wurden, seien unnötig scharf gewesen. Das erklärte im März 1987 das schwedische Nationalinstitut für Strahlenschutz (SSI) und empfahl, dem Durchschnittsschweden zu gestatten, Nahrung mit beträchtlich höheren Mengen radioaktiven Cäsiums zu sich zu nehmen. Das SSI schlug vor, die Schwelle von bisher 300 auf nicht weniger als 10.000 Becquerel pro Kilogramm anzuheben.

Stx10.1987.8.1 (1 Seite)

 

Strahlengrenzwerte

Europäische Gemeinschaft fordert weltweit neue Radioaktivitäts-Normen. "Der Plan ist geradezu zynisch", schrieb am 25. Februar 1987 die Berliner Tageszeitung "Der Tagesspiegel", als sie über den Vorschlag der Kommission der Europäischen Gemeinschaften zur Verlängerung der Verordnung des Rates der Europäischen Gemeinschaft (EWG) Nr. 1707/86 vom Januar 1987 berichtete. Die Kommission fordert ein ständiges System zur Festlegung von Höchstgrenzwerten für die radioaktive Kontamination von Trinkwasser und landwirtschaftlichen Erzeugnissen im Falle eines neuen nuklearen Unfalls. Das bewertet und kommentiert im Strahlentelex Dr.med. Klaus Lischka.

Stx8.1987.1,2.2 (2 Seiten)

 

Strahlengrenzwerte

FAO-Report: 1 Jahr nach Tschernobyl - Osterspaß verdorben? Schokoladenhasen sind radioaktiv belastet. Die Zeitschrift "Natur" hatte vor den strahlenden Hasen, die mit Milchpulver "nach Tschernobyl" hergestellt worden waren, gewarnt. Die Hamburger Sozialbehörde ordnete den Rückruf für Hasen und Eier aus Kindergärten der Stadt im Wert von 50.000 DM an. "Bedauerliche Panikmache" hieß der Kommentar der Industrie. Eine Betrachtung von Dr.med. Klaus Lischka.

Stx7.1987.3.1 (1 Seite)

 

Strahlengrenzwerte

UNO: FAO-Richtwerte für Radioaktivität. Neue Empfehlungen für die Belastung von Nahrungsmitteln durch radioaktive Stoffe veröffentlichte im Januar 1987 in Rom die Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) der Vereinten Nationen (UNO). Die FAO empfiehlt "Schwellenwerte" für Jod-131, Cäsium-134 und -137, Strontium-90 und Plutonium-239, unterhalb derer keine Einfuhr- oder Ausfuhrbeschränkungen erforderlich sein sollen.

Stx6.1987.1,2.2 (2 Seiten)

 

Strahlengrenzwerte

Vorsicht, Irreführung! Für inländische Produkte wurde für Cäsium nach Tschernobyl nie ein Grenzwert festgelegt: weder von der Strahlenschutzkommission empfohlen noch von der Bundesregierung vorgeschrieben. Die seit dem 1. Juni 1986 geltenden Gesamt-Cäsium-Richtwerte von 370 Becquerel pro Kilogramm für Milch und und Milchprodukte und für Babynahrung und 600 Becquerel pro Kilogramm für alle übrigen Nahrungsmittel gelten nur für Importwaren aus Ländern außerhalb der Europäischen Gemeinschaft (EG). Nicht für Inlandsprodukte. Von Paul Kohl.

Stx3.1987.5.1 (1 Seite)

 

Verbraucherschutz

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Verbraucherschutz

Nahrungsmittelsicherheit: Skandalöse Höchstwerte radioaktiver Belastung von Nahrungsmitteln in der EU. Im Katastrophenfall müssen die EU-Bürger sich erneut selber helfen. Die EU-Kommission hat jetzt erneut einen auf den 6. August 2013 datierten Vorschlag zur Neufassung der Verordnung des Rates der Europäischen Union „zur Festlegung von Höchstwerten an Radioaktivität in Nahrungs- und Futtermitteln im Falle eines nuklearen Unfalls oder einer anderen radiologischen Notstandssituation“ vorgelegt (COM (2013)576final). Vor drei Jahren war bereits schon einmal ein solcher Vorschlag gemacht worden (KOM(2010)0184), über den das Europäische Parlament am 15. Februar 2011 beraten und abgestimmt hatte. Jetzt soll der geänderte Vorschlagsentwurf nur noch dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss zur Stellungnahme vorgelegt werden, bevor er vom Rat der EU beschlossen werden soll. Bei dem damals und jetzt vorgelegten Vorschlag der EU-Kommission an den Rat der Europäischen Union handelt es sich hauptsächlich um eine Zusammenfassung unveränderter Bestimmungen aus drei Verordnungen, die zwischen 1987 und 1990 erlassen worden waren und in denen entsprechende Höchstwerte festgelegt sind. Neu ist, daß die Höchstwerte nicht mehr automatisch nach einem Unfall in Kraft treten, sondern „wenn die Umstände es erfordern“ von der EU-Kommission per Durchführungsverordnung in Kraft gesetzt werden sollen. Sie gelten dann unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Die Grenzwerte für Radioaktivität in Nahrungsmitteln im aktuellen Verordnungsvorschlag erlauben allerdings unverändert eine unzumutbar hohe radioaktive Belastung der EU-Bürger, die zum Teil die nach der Tschernobyl-Katastrophe übersteigt. Neu ist auch eine lange Liste mit Nahrungsmitteln von angeblich „geringer Bedeutung“. Für sie sollten in dem ersten Entwurf von 2010 zunächst gar keine Höchstwerte gelten. Jetzt allerdings wurden für sie extreme Aktivitätskonzentrationen, nämlich das 10-fache der Höchstwerte für „andere Nahrungsmittel“ festgelegt.

Stx642-643.2013.1-3.3 (3 Seiten)

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Verbraucherschutz

Lebensmittelsicherheit nach Fukushima: EU verschärft Grenzwert-Chaos beim Strahlenschutz. Deutschland und Europa sind auf einen Atom-Unfall wie in Fukushima nicht vorbereitet. Unzureichender Gesundheitsschutz in Deutschland und Europa. Die chaotische, widersprüchliche und gesundheitsgefährdende Grenzwertpolitik bei der Strahlenbelastung von Lebensmitteln in Europa kritisiert die Verbraucherorganisation foodwatch. Während Japan einen richtigen Schritt vollzieht und die Grenzwerte für radioaktiv belastete Lebensmittel wie bereits berichtet zum 1. April 2012 drastisch verschärft, übernimmt die Europäische Union (EU) diese neuen Werte zwar für Importe aus Japan, läßt bei Lebensmitteln aus der EU und den von Tschernobyl betroffenen Regionen jedoch ohne Not erheblich höhere Belastungen zu.

Stx606-607.2012.4.1 (1 Seite)

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Verbraucherschutz

Japan senkt seine Strahlen-Grenzwerte für Nahrungsmittel. Ab April 2012 will Japan seine nach den Nuklearkatastrophen im Atomkraftwerk Fukushima festgesetzten Grenzwerte für radioaktiv belastete Nahrungsmittel senken. Am 16. Februar 2012 stimmte das für Lebensmittelsicherheit zuständige Gremium des japanischen Gesundheitsministeriums dieser Planung zu. Demnach soll der Grenzwert der Cäsium-Gesamtaktivität (Cäsium-137 plus Cäsium-134) für Lebensmittel wie Reis und Fleisch auf 100 Becquerel pro Kilogramm gesenkt werden. Für Milch und Babynahrung sollen es noch 50 Becquerel pro Kilogramm sein und für Trinkwasser 10. Nach Beginn der Atomkatastrophe in Folge des Erdbebens und des Tsunamis vom 11. März 2011 war in Japan für Trinkwasser, Milch und Milchprodukte zunächst ein Cäsium-Grenzwert von 200 Becquerel pro Kilogramm festgelegt worden sowie von 500 Becquerel pro Kilogramm für Gemüse, Getreide und andere Lebensmittel wie Fleisch, Eier und Fisch.

Stx604-605.2012.4-5.2 (2 Seiten)

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Verbraucherschutz

Nahrungsmitteltest: Grüner Tee - „Sehr leichte Hintergrundbelastung“. Die Zeitschrift „Ökotest“ veröffentlichte in ihrer Februarnummer 2012 einen Test von 22 Sorten Grüntee, die im deutschen Handel erhältlich sind und vor allem auf Pestizide untersucht wurden. Bis auf drei aus Indien stammende Tees wurden alle Grüntees auch auf Radioaktivität untersucht. Vier von 19 untersuchten Tees wiesen laut Ökotest eine „sehr leichte Hintergrundbelastung“ auf. Von diesen hatte nur einer eine Herkunftsangabe, nämlich „China, Zhejiangs“ (vermutlich: Zhejiang, die südlich von Shanghai gelegene Provinz). Der einzige Japantee im Test wies keine radioaktive Belastung auf.

Was, bitte, ist eine „sehr leichte Hintergrundbelastung“? Der Leser erfährt es nicht, erfährt nicht, nach welchen radioaktiven Stoffen gesucht wurde, und welche Belastungen tatsächlich gemessen wurden.

Stx604-605.2012.5.1 (1 Seite)

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Verbraucherschutz

Risikokalkulation: Empfehlungen zur Minimierung des Strahlenrisikos in Japan. Zur Begrenzung des Strahlenrisikos durch die Aufnahme von Radionukliden mit der Nahrung in Japan nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima haben die Gesellschaft für Strahlenschutz (German Society for Radiation Protection) und der Informationsdienst Strahlentelex auf der Grundlage der Erfahrungen nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und unter Berücksichtung einer anderen Nuklidverteilung im Fallout von Fukushima Überlegungen und Berechnungen durchgeführt und geben folgende Empfehlungen:

1. Wegen der aktuell hohen Belastungen durch Radiojod ist der Bevölkerung in Japan zu empfehlen, derzeit auf den Verzehr von Salaten, Blattgemüsen und eßbaren Wildkräutern zu verzichten.

2. Wegen Unsicherheiten der Bewertungsgrundlagen muß empfohlen werden Säuglingen, Kindern und Jugendlichen keine Nahrung mit mehr als 4 Becquerel des Leitnuklids Cäsium-137 pro Kilogramm Nahrungsmittel zu geben. Erwachsenen ist zu empfehlen, Nahrungsmittel mit nicht mehr als 8 Becquerel des Leitnuklids Cäsium-137 pro Kilogramm Nahrungsmittel zu sich zu nehmen.

3. Zur Kontrolle von Nahrungsmitteln in Japan und der Veröffentlichung von Meßergebnisse ist es nützlich, wenn Bürgerinitiativen und Stiftungen unabhängige Strahlenmeßstellen einrichten. In Europa wäre zu überlegen, wie solche Initiativen in Japan gefördert werden können.

Die Empfehlungen und Berechnungen können hier auch in Englisch und Japanisch abgerufen werden.

Stx582-583.2011.12-14.3 (3 Seiten)

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Verbraucherschutz

Uran im Wasser: Das Kriterium „natürliche Reinheit“ der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung ist überholt. Höhere Urangehalte im Wasser finden sich speziell in Buntsandstein-Gebieten und im Leitungswasser sind auch schon Uraneinträge aus der Phosphatdüngung zu finden. Diese Ergebnisse präsentierte der Diplom-Geologe Friedhart Knolle am 14. August 2008 an der Technischen Universität Braunschweig.

Stx520-521.2008.2-3.2 (2 Seiten)

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Verbraucherschutz

Uran im Boden: Uran im Trinkwasser ist nur die Spitze des „Uranbergs“. Das Hamburger Umweltinstitut fordert: Der Urangehalt in Düngemitteln sollte der Diskussionsschwerpunkt für gesetzliche Richtwerte sein.

Stx520-521.2008.1-2.2 (2 Seiten)

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Verbraucherschutz

Verbraucherinformation: Das neue Auskunftsrecht kann nicht in Anspruch genommen werden. „Das neue Verbraucherinformationsgesetz (VIG) macht es der Öffentlichkeit nicht leichter, an Informationen über Lebensmittel zu gelangen.“ Zu diesem Schluß kommt ein von Greenpeace in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten. Das Verbraucherinformationsgesetz, das am 1. Mai 2008 nach fast sieben Jahren Bearbeitung in Kraft trat, beschränkt sich nur auf Lebensmittel und einige Produktgruppen wie Kosmetika und Reinigungsmittel. Ausgeschlossen sind Dienstleitungen und die meisten Waren. Auch behindere das komplizierte Antragsverfahren den Zugang zu aktuellen Informationen. Und zudem seien Behörden nur dann verpflichtet, aktiv die Öffentlichkeit zu informieren, wenn eine „akute“ Gefährdung der Gesundheit vorliegt. Das Ziel einer besseren Information der Öffentlichkeit werde damit verfehlt.

Stx514-515.2008.7-8.2 (2 Seiten)

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Verbraucherschutz

Radioaktives und giftiges Uran im Trinkwasser. Von Verbrauchertäuschung und hohen Urangehalten im Trink- und Mineralwasser ist in der Presse zu lesen, an denen die Politik sich auf der Suche nach einem Grenzwert für Uran orientierte. Uran im Trinkwasser wird als Gefahr noch immer unterschätzt. Nur so lässt sich das Pokern um Orientierungs- und Richtwerte erklären, welches die nationale und internationale Diskussion in Fachkreisen bestimmt. Industrie und Wirtschaft setzen Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger in den Behörden unter Druck. Die Regulatoren verweisen auf die EU in Brüssel, die länderübergreifend einen Grenzwert für Uran im Trinkwasser festlegen soll . Der Schutz der Bevölkerung ist nachrangig, denn noch immer gibt es wenige konkrete Angaben zu Urangehalten seitens der Mineralwasserwirtschaft, den Trinkwasserversorgern und vor allem den Gesundheitsämtern der Länder. In den Bundesministerien wird das Thema „ausgesessen“. Ein Bericht und Kommentar von Inge Lindemann

Stx512-513.2008.3-7.5

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Verbraucherschutz

Ressortforschung neu aufgestellt. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BME LV) strukturiert seine Ressortforschung um. Aus 7 Bundesforschungsanstalten mit 71 Instituten an 35 Standorten wurden jetzt vier Forschungseinrichtungen mit 49 Instituten an 21 Standorten.

Stx504-505.2008.11.1 (1 Seite)

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Verbraucherschutz

Uran im Trinkwasser: Deutscher Uran-Grenzwert in Aussicht, europäischer Grenzwert in der Diskussion. Ein Bericht von Inge Lindemann. Die bundesweite Untersuchung der Urangehalte im Trinkwasser ist abgeschlossen. Im Dezember 2007 beendete das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) seine Messungen. Nach vierjähriger Laufzeit soll das Programm die Daten zur Berechnung und Festlegung eines Urangrenzwertes liefern. Für die wissenschaftliche Auswertung der Ergebnisse ist die Trinkwasserkommission des Umweltbundesamtes zuständig. Für das Frühjahr 2008 wird mit der Veröffentlichung eines Berichtes durch das Bundesumweltministerium gerechnet. Außerdem testete die Bundesforschungsanstalt in Braunschweig (FAL) im August und November 2006 Trinkwasserproben aus Haushalten im gesamten Bundesgebiet auf das radioaktive und giftige Schwermetall Uran. Die ersten Ergebnisse wurden bereits auf einer internationalen Wissenschaftstagung im Juni 2007 in Braunschweig vorgestellt. Die Messwerte veröffentlichte Strahlentelex auf seiner Homepage www.strahlentelex.de/uran_im_wasser.htm .Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin fordert wegen der gesundheitlichen Gefahren, die von Uran im Wasser ausgehen, einen EU-weiten Grenzwert für Uran im Trinkwasser und im Mineralwasser. Erste diesbezügliche Vorstöße wurden bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit Mitte des Jahres 2007 unternommen. Wie aus den zuständigen Behörden bekannt wurde, ist ein deutscher Grenzwert für Uran im Trinkwasser in Aussicht. Kenner der Lage sehen ihn bei 10 Mikrogramm Uran pro Liter Wasser, entsprechen dem vom Umweltbundesamt vorgegebenen Richtwert. Auf europäischer Ebene hat sich kürzlich auch die Europäische Atomgemeinschaft EURATOM in die Diskussion eingeschaltet. Euratom fördert laut ihren Statuten unter anderem die „sichere Nutzung der Kernspaltung und den Einsatz von ionisierenden Strahlen in der Industrie und Medizin“.

Stx504-505.2008.8-11.4 (4 Seiten)

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Verbraucherschutz

Erster deutscher Grenzwert für Uran in Mineralwasser festgelegt. Nun ist es offiziell: Deutschlands erster Grenzwert für Uran in Mineralwasser wurde am 24. November 2006 vom Bundesrat verabschiedet und tritt demnächst in Kraft. Dann dürfen nur noch die Mineralwässer als geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ausgelobt werden, die maximal zwei Mikrogramm Uran pro Liter enthalten. Daraus ergeben sich Konsequenzen für die Mineralwasserwirtschaft. Über die Hälfte der von den zuständigen Behörden der Länder getesteten Wässer überschreitet die Marge von zwei Mikrogramm, und zwar teilweise erheblich. Das Image des gesunden Sprudels aus der Flasche ist angekratzt. Ein Bericht von Inge Lindemann.

Stx478-479.2006.1,2.2 (2 Seiten)

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Verbraucherschutz

Statt 71 sollen für Minister Seehofer nur noch 47 Institute forschen. Statt 71 will Verbraucherschutzminister Seehofer nur noch 47 Institute forschen lassen. Am 7. November 2006 will sein Staatssekretär das den Präsidenten der sieben betroffenen Bundesforschungsanstalten erklären.

Stx476-477.2006.6,7.2 (2 Seiten)

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Verbraucherschutz

Verbraucherinformationsgesetz: Protest und offener Brief an den Bundesrat. Mit einem offenen Brief haben sich 19 Organisationen an den Bundesrat gewandt und erneut gegen das Verbraucherinformationsgesetz protestiert, das seit Monaten in der Kritik steht. „Das Gesetz wird seinen Zweck verfehlen und zu unnötigen Ausgaben von Steuergeldern führen“, heißt es in dem Schreiben. Zentrale Schwäche des Gesetzes sei, daß darin wirtschaftlichen Interessen Vorrang vor denen der Öffentlichkeit gegeben werde, auch zum Beispiel bei gesundheitsrelevanten Informationen. Strahlentelex hatte in seiner Ausgabe vom 1. Juni 2006 berichtet. Inzwischen ist das Gesetz, das auf einem Entwurf von Bundesminister Horst Seehofer beruht, Ende Juni 2006 vom Bundestag verabschiedet. Die Umsetzung des Gesetzes und die Lebensmittelkontrollen sind Ländersache. Deshalb muß nun der Bundesrat zustimmen, der voraussichtlich in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause dazu beraten wird. Unter der Internetadresse www.ess-wissen.de startete deshalb am 25. Juli 2006 eine Mitmach-Aktion an den Bundesrat, bei der jeder Bürger den offenen Brief unterstützen kann.

Stx470-471.2006.10.1 (1 Seite)

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Verbraucherschutz

Uran im Mineralwasser: Verbraucherinformation geht vor Geschäftsinteressen. Das Verwaltungsgericht Magdeburg hat am 19. Juli 2006 die Regierung des Landes Sachsen-Anhalt dazu verurteilt, das Vorkommen von Uran in Mineralwasser öffentlich zu machen. Der Klage auf Auskunftsanspruch eines Rechercheurs von foodwatch gegen das Gesundheitsministerium wurde in vollem Umfang stattgegeben. Das natürlich vorkommende Uran ist radioaktiv, als Schwermetall giftig und gilt als nierenschädigend.

Stx470-471.2006.10.1 (1 Seite)

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Verbraucherschutz

Verbraucherinformations-Verhinderungsgesetz im Bundestag. Regierungsfraktionen winken Horst Seehofers „Formulierungshilfe“ im Hoppla-Hopp-Verfahren durch und verzichten bis auf weiteres auf Transparenz bei Lebensmittelskandalen. Entschließungsantrag soll Unternehmen zu freiwilligem Wohlverhalten veranlassen. Deutsche Umwelthilfe: „Gegen die Wirkungslosigkeit eines Placebos hilft kein weiteres Placebo.“ Das geplante Verbraucherinformationsgesetz (VIG) wird das exakte Gegenteil von dem bewirken, was es verspricht. Statt mehr Transparenz bei Lebensmittelskandalen zu garantieren, schützt es die Unternehmen konsequent vor insistierenden Auskunftsbegehren aus der Zivilgesellschaft. Das ist das vernichtende Urteil der Deutschen Umwelthilfe (DUH) über das am 11. Mai 2006 von den Koalitionsfraktionen in erster Lesung in den Bundestag eingebrachte Gesetz.

Stx466-467.2006.1-2.2 (2 Seiten)

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Verbraucherschutz

Die Schwermetallbelastung durch Uran wurde bisher unterschätzt. Bundesbehörden diskutieren derzeit einen Grenzwert für Urangift im Trinkwasser und die Forscher des Braunschweiger Instituts für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) fordern zudem die Deklaration des Urangehaltes auf Mineralwasserflaschen. Unter dem Titel "Uran-Umwelt-Unbehagen" fand am 14. Oktober 2004 in Braunschweig ein ganztägiges Statusseminar statt. Ein Tagungsbericht von Inge Lindemann.

Stx430-431.2004.3-5.3 (3 Seiten)

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Verbraucherschutz

Bayern lehnt Auskunftspflicht der Jäger für radioaktives Wildfleisch ab. Die CSU hält es für unnötig, daß Bayerns Jäger zur Auskunft über radioaktiv belastetes Wildfleisch verpflichtet werden. Statt dessen sicherte sie den Jägern Ausgleichszahlungen für verstrahltes Wild.

Stx394-395.2003.8.1 (1 Seite)

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Verbraucherschutz

EG-Binnenmarkt: Keine Grenzkontrollen mehr für Lebensmittel. "Aus europäischen Landen frisch auf den Tisch", ist bislang nicht als Werbeknüller empfunden worden: Während sich der deutsche Tourist in fernen Ländern immer wohler fühlt, macht sich der deutsche Verbraucher über Speisen und Getränke in heimischen Ländern zunehmend Sorgen. Nach dem Siegeszug der amerikanischen Fast-Food-Ketten und der sich abzeichnenden Schwemme gentechnologisch manipulierter Nahrungsmittel (Novel Food) fürchtet der ernährungsbewußte Verbraucher nun das einheitlich normierte "European Food" auf seinem Tisch. Am 1. Januar 1993 haben die Zollverwaltungen ihre Kontrollen des Warenverkehrs an den Binnengrenzen der Europäischen Gemeinschaft (EG) eingestellt. 106 der insgesamt 124 Straßenzollämter an den Grenzen zu den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Frankreich sind geschlossen worden. Der Jahreswechsel markiert allerdings nicht die abrupte Einführung eines neuen Gesetzgebungswerkes, sondern nur den Abschluß eines seit Jahren andauernden Prozesses.

Stx144-145.1993.1-3.3 (3 Seiten)

Verbraucherschutz

Berliner Gesamtnahrung ist 1991 noch viermal so hoch belastet wie ein Jahr vor Tschernobyl. Mit dem Slogan "Berliner Lebensmittel sind nicht mehr Tschernobyl-belastet" besuchte der Umweltstaatssekretär Prof. Lutz Wicke mit Mitarbeitern aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz im Juli 1991 die Strahlenmeßstelle des Berliner Senats. Ein Bericht über die Arbeit der Meßstelle.

Stx110-111.1991.1,4.2 (2 Seiten)

Verbraucherschutz

Das Strahlentelex inspiriert. Auf der Wissenschaftsseite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 27. Februar 1991 ist nachzulesen, zu welchen Höhenflügen der Imagination ein offenbar flüchtiger Blick auf die Seite 11 des Strahlentelex vom Februar 1991 einem Herrn R.W. verhalf. Sein Wort- und Gedankenfluß wurde so angeregt, daß aus 6 Lebensmittelbezeichnungen, 2 Meßwerten und einem Ausrufezeichen (!) eine Schmähglosse von 51 Zeilen wurde. Vor vielen Jahren schrieb Marcel Reich-Ranicki in der FAZ, bei der Literaturkritik müsse sich der kritisierte Text zumindest wiedererkennen lassen. Auf der Wissenschaftsseite der FAZ scheint das nicht zu gelten.

Stx100-101.1991.8.1 (1 Seite)

Verbraucherschutz

Berlin: Verbraucherschutzmaßnahmen abgelehnt. Auf Empfehlung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales lehnte das Abgeordnetenhaus von Berlin am 15. Januar 1988 Anträge der Alternativen Liste und der SPD zur Kennzeichnung des Gehalts an radioaktiven Stoffen in Lebensmitteln, zum Verbot des Vermischens von nur schwach radioaktiv belasteter mit höher belasteter Milch in den Berliner Meiereien und zum Schutz der Verbraucher vor radioaktiv bestrahlten Lebensmitteln ab.

Stx26.1988.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

Verbraucherschutz

Hessen: Meßbericht nur noch alle 14 Tage. Den Hessischen Bericht über die Strahlenbelastung in Lebensmitteln will der Sozialminister des Landes, Trageser (CDU), künftig nur noch alle zwei Wochen herausgeben, ließ er im Oktober 1987 mitteilen. Dies, weil in seinen Augen "Die in Hessen erzeugten Lebensmittel, insbesondere Milch, Milcherzeugnisse, Obst, Gemüse, Salat, Kräuter und Getreide inzwischen so gut wie keine meßbaren radioaktiven Belastungen als Folge des Reaktorunfalls mehr aufweisen". In Hessen wurde bis dahin mit einer Nachweisgrenze von lediglich 5 Becquerel pro Kilogramm gemessen.

Stx19.1987.6.1 (Kurzmitteilung, 1 Seite)

Verbraucherschutz

Tschernobyl ist nicht vorbei. Das Bundesgesundheitsamt hatte im Sommer 1987 seine Veröffentlichungen von Radioaktivitätsmeßwerten eingestellt. "Tschernobyl ist vorüber, die verbleibende Radioaktivität vernachlässigbar, es lohnt sich nicht mehr, sie zu registrieren." So lautete die Botschaft, die die Bundesregierung zu verbreiten suchte und den Medien vermittelte. Sie besteht aus zwei Thesen: das herrschende Strahlungsniveau sei harmlos und es könne in Zukunft nur noch weniger werden. Beides sei falsch, wandten sich der Physiker Professor Dr. Jens Scheer von der Universität Bremen und Dr. Eckhard H. Krüger vom Umweltinstitut München in einem Kommentar gegen die verharmlosende Stimmungsmache.

Stx14.1987.1,2.2 (2 Seiten)

Verbraucherschutz

Berlin: Angabe der Cäsiumbelastung auf Milchpackungen gefordert. Eine freiwillige Herstellerdeklaration zur Strahlenbelastung mit dem Hinweis "unter 20 Becquerel" sei wünschenswert, hielt der Vorsitzende des Berliner Verbraucherausschusses, Dr. Koritz von der Wissenschaftsverwaltung als Diskussionsergebnis der Sitzung des Ausschusses mit Experten am 7. April 1987 zum Thema Milch fest.

Stx7.1987.6.1 (1 Seite)

Verbraucherschutz

Strahlung und Umweltgifte. H-Milch, Trockenmilch, Konservennahrung - wir erinnern uns an die leergekauften Discount-Läden. Die Jagd nach den begehrten Milchtüten mit dem entscheidenden Haltbarkeitsdatum ließ uns vergessen, wem wir da nachjagten: einem Produkt, das zu Tode erhitzt, sterilisiert, pasteurisiert und ewig haltbar gemacht ist. Waren plötzlich alle mühsam errungenen Erkenntnisse für eine gesunde Ernährung in den Wind zu schlagen? Was ist aus den Hormonen im Kalbfleisch, den Schwermetallen im Getreidekorn, den Pestiziden im Tee geworden? fragt der Chemiker Dr. Peter Plieninger.

Stx6.1987.1,2.2 + Stx7.1987.6.1 (3 Seiten)

Verbraucherschutz

Berlin: Lebensmittelkette veröffentlicht Werte zur Strahlenbelastung. In Anlehnung an die Praxis von Naturkostläden will künftig auch die Berliner Lebensmittel-Filialkette Reichelt in ihren Geschäften die radioaktive Belastung der dort erhältlichen Lebensmittel veröffentlichen. Wie die Geschäftsleitung am 23. März 1987 erläuterte, sollen die Aushänge dreimal wöchentlich aktualisiert werden. Von Reichelts Konkurrenz, der Firma Meyer, verlautete, man wolle "das Geschäft mit der Angst der Kunden nicht mitmachen" und habe auch schon rechtlich geprüft, ob man gegen diese Werbung von Reichelt vorgehen könne.

Stx6.1987.2.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

Verbraucherschutz

Nordrhein-Westfalen: Milchwirtschaft sieht keinen Grund zur Veröffentlichung von Radioaktivitätswerten. Am 18. März 1987 fand in der Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen ein Gespräch mit der Landesvereinigung der Milchwirtschaft statt.

Stx6.1987.6.1 (Kurzmitteilung, 1 Seite)

Verbraucherschutz

Herkunftsbezeichnungen von Obst und Gemüse unzuverlässig. Rund zwei Drittel von 254 Hamburger Anbietern nehmen es mit der Herkunftsbezeichnung ihrer Waren nicht so genau. Das stellte im Herbst 1986 die Verbraucherzentrale Hamburg in Zusammenarbeit mit einem amtlichen Lebensmittelkontrolleur fest.

Stx1.1987.5.1 (1 Seite)

Österreich, Schweden, Schweiz, Reiseländer

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Österreich

Besonderes Strahlenrisiko in den Alpen. Milch und Milchprodukte, Getreideprodukte, Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Produkte aus Österreich. Radiocäsium. August 1988 bis Januar 1989.

Stx50.1989.1,3,4.3 (3 Seiten)

Österreich

Im Überblick: In Österreich immer noch bis zu 190 Becquerel pro Liter Milch, meldete 1988 das Ökologie-Institut in Wien. Außerdem: Milch, Gemüse, Bodenbelastungen. Radiocäsium. Mai und Juni 1988.

Stx38.1988.3.1 (1 Seite)

Schweden

Höchste radioaktive Verseuchungen von Fischen, Pilzen und Beeren in Mittelschweden. Das meldete am 30. Juli 1989 die schwedische Abendzeitung Aftonbladet.

Stx64-65.1989.1,2.2 (2 Seiten)

Schweden

Über 100.000 Becquerel pro Kilogramm Frischgewicht in Fisch gefunden.

Stx62-63.1989.2.1 (1 Seite)

Schweden

Mittelschweden: Hohe radioaktive Belastungen von Menschen und Tieren. Menschen und Tiere in Teilen Mittelschwedens sind auch zwanzig Monate nach Tschernobyl noch hoch radioaktiv belastet. Das gaben Anfang 1988 Wissenschaftler des Radiologischen Instituts Umeaa bekannt.

Stx28.1988.4.1 (1 Seite)

Schweiz

Die Schweiz nach Tschernobyl: Der Tessin und die Ostschweiz litten am meisten unter dem Tschernobyl-Fallout. Seit 1988 hätten die meisten Meßwerte für Hauptnahrungsmittel wie Milch, Milchprodukte, Gemüse und Fleisch wieder unter einigen Becquerel pro Kilogramm gelegen. Wenn auch im Winter 1986/87 infolge der Verfütterung von Cäsium-kontaminiertem Heu aus den Monaten Mai/Juni 1986 nochmals ein Anstieg bei Milch und Milchprodukten sowie Fleisch zu verzeichnen gewesen sei, habe sich die Lage nach dem Reaktorunfall in seinem Lande relativ rasch "normalisiert". Das meint Dr. H. R. Völkle von der Abteilung Strahlenschutz des Schweizerischen Bundesamtes für Gesundheitswesen in einem Ende 1990 veröffentlichten Bericht. In einigen Spezialfällen allerdings sei zunächst kein Rückgang der Aktivitäten festzstellen gewesen, weil entweder eine selektive Anreicherung des radioaktiven Cäsiums stattfand oder weil sich das vorhandene Cäsium-Reservoir nur langsam abbaute. Dies betrifft vor allem Wildfleisch, Pilze und Fische.

Stx96-97.1991.7,8.2 (2 Seiten)

Strahlen-Kompass Reiseländer

Nahrungsmittelbelastungen in Irland und Griechenland. 1987.

Stx10.1987.3.1 (1 Seite)

Strahlen-Kompass Reiseländer

Nahrungsmittelbelastungen in der Türkei, Polen, der Sowjetunion und Israel. 1987.

Stx9.1987.7,8.2 (2 Seiten)

Strahlen-Kompass Reiseländer

Nahrungsmittelbelastungen in Ungarn, Rumänien, Jugoslawien, Griechenland und Kreta, und Zypern. 1987.

Stx8.1987.7.1 (1 Seite)

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Strahlentelex
ISSN 09314288