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ISSN 0931-4288
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Atomausstieg
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Atomausstieg
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EURATOM-Ausstieg jetzt auch für Deutschland
gefordert. Polen will ein eigenes Atomprogramm starten – Aufruf an die
deutsche Öffentlichkeit zur Stellungnahme. Nachdem in Österreich bereits
seit Jahren der Ausstieg aus der Europäischen Atomfördergemeinschaft Euratom propagiert wird, hat die Grüne Bundestagsfraktion
nun am 8. November 2011 einen Antrag an die Bundesregierung zur Beendigung
der Euratom-Förderung beschlossen. Ein gemeinsamer
Antrag mit der SPD kam nicht zustande, da die SPD nicht bereit war, von Euratom abzurücken.
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Stx598-599.2011.11-12.2 (2 Seiten)
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Atomausstieg
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Abschaffung von EURATOM gefordert. Die
Bundesregierung soll sich für die Auflösung der seit 1957 bestehenden Europäischen
Atomgemeinschaft (EURATOM) einsetzen. Dies fordert die Linksfraktion in einem
Antrag vom 9. Juni 2011. Außerdem soll die Regierung nach dem Willen der
Fraktion für den Abschluß eines neuen europäischen Vertrages eintreten, „auf
dessen Grundlage eine alternative Europäische Gemeinschaft zur Förderung von
erneuerbaren Energien und Energieeinsparung eingerichtet wird“.
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Stx596-597.2011.12.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Atommüll: Zur Stilllegung der
Atomkraftwerke in Deutschland: Die
sicherheitstechnischen Anforderungen werden abgeschwächt und die
Öffentlichkeitsbeteiligung wird ausgehöhlt. Ein Beitrag von Wolfgang Neumann.
Nach der in Bundestag und Bundesrat im Juni/Juli 2011 verabschiedeten
Atomgesetz-novelle sollen die sieben ältesten Atomkraftwerke in der
Bundesrepublik und der Pannenreaktor Krümmel ihre
Stromproduktion einstellen. Einer der sieben ältesten Reaktoren soll nach
gegenwärtigem Stand als „Kaltreserve“ betriebsbereit bleiben. In einem
Stufenplan sollen dann bis 2022 die restlichen Reaktoren abgeschaltet werden.
Das bedeutet, in den nächsten Jahren wird es 17 atomrechtliche Stilllegungsverfahren und einen vermehrten Anfall
radioaktiver Abfälle geben. Die Abschaltung ist nicht das Ende aller Dinge,
sondern die Reaktoren müssen möglichst sicher stillgelegt werden. Zu-nächst
befinden sich noch die Brennelemente im Reaktor und in den
Brennelementlagerbecken der Reaktoren. Diese müssen möglichst zügig in die
Standortzwischenlager überführt werden, um die Ab-schaltung der Reaktoren
unumkehrbar machen zu können. Durch die Entladung der Brennelemente sinkt das
Radioaktivitätsinventar eines Reaktors zwar deutlich, es existiert jedoch
immer noch ein erhebliches Gefahrenpotenzial.
Deshalb sind auch an die Stilllegung hohe Sicherheitsanforderungen zu stellen
und zur Gewährleistung und Kontrolle der erforderlichen Sicherheit ist auch
eine intensive Öffentlichkeitsbeteiligung erforderlich.
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Stx592-593.2011.5-8.4 (4 Seiten)
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Atomausstieg
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Atompolitik in Österreich: Volksbegehren
zum EURATOM-Ausstieg vom 28. Februar bis 7. März 2011. Vom 28. Februar bis
7. März 2011 findet österreichweit ein Volksbegehren „RAUS aus EURATOM“
statt. Das Volksbegehren hat das Ziel, eine Volksabstimmung über den Ausstieg
Österreichs aus der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM zu erreichen und
wurde von der Initiative „atomstopp atomkraftfrei
leben!“ (www.atomstopp.at) initiiert.
Laut Umfragen wollen 78 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher die
Mitgliedschaft ihres Landes in der Europäischen Atomgemeinschaft aufkündigen.
Sie lehnen es ab, daß mit ihren Steuergeldern die europäische Atomwirtschaft
gestützt wird. www.euratom-volksbegehren.at.
Werbematerial (Plakate, Postkarten und Aufkleber) für das
EURATOM-Volksbegehren kann unter www.raus-aus-euratom.at
angefordert werden.
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Stx578-579.6.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Energiewirtschaft: 17 Atomkraftwerke
sollen im Mittel zwölf Jahre länger am Netz bleiben. Greenpeace: 5.000 Tonnen
hochradioaktiver Atommüll werden so zusätzlich erzeugt. Die schwarz-gelbe
Bundesregierung hat am 28. September 2010 ein neues Energiekonzept
beschlossen, das die Bundeskanzlerin als „Revolution“ bezeichnete. Die 17
deutschen Atomkraftwerke sollen im Mittel zwölf Jahre länger am Netz bleiben.
Nach dem Willen der Regierung sollen die sieben vor 1980 ans Netz gegangenen
Kraftwerke acht Jahre länger laufen und die übrigen zehn 14 Jahre. Damit
würde das letzte Atomkraftwerk nicht vor dem Jahr 2036 vom Netz gehen. Wird
ein Reaktor früher abgeschaltet, dürfen dessen restliche Strommengen auf
jüngere Anlagen übertragen werden. Damit soll der von der früheren rot-grünen
Regierung vor zehn Jahren durchgesetzte Atom-Ausstieg korrigiert werden.
Hiernach wäre das letzte Kernkraftwerk bis etwa 2022 abgeschaltet worden.
Wirtschafts- und Umweltverbände sowie die Opposition bezeichnen das Vorgehen
der Bundesregierung als energiepolitischen Irrsinn und Kriegserklärung gegen
die erfolgreichste Wirtschaftsbranche, nämlich die Branche der Erneuerbaren
Energien.
Atomausstieg selber machen. Alle Stromverbraucher können ihren
Atomausstieg selber machen. Nach der Entscheidung der Bundesregierung, die
Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern, rufen deshalb die Umweltverbände
alle Stromkunden des Atom-Kartells zur Kündigung auf. „Wer noch Strom von
E.ON, RWE, Vattenfall oder EnBW bekommt, finanziert
damit das dreckige Atomgeschäft dieser Konzerne“, erklärte Florian Noto, Sprecher der Kampagne „Atomausstieg selber machen“,
der 21 Umweltverbände angehören. Die AKW-Betreiber vertreiben ihren Strom
unter zahlreichen Marken. Dazu gehören Eprimo, enviaM, Enervie, KEVAG, Lechwerke LEW und Süwag, energis, lekker Energie (alle
RWE), E-wie-einfach (E.ON), ENSO und Nuon
(Vattenfall) sowie Yello, NaturEnergie,
Stadtwerke Düsseldorf, EWE und ZEAG (alle EnBW).
Beim Wechsel des Stromanbieters ist es wichtig darauf zu achten, daß der
Ökostromanbieter den Konzernen wirklich Konkurrenz macht, erläuterte Noto. Besonders empfehlenswert seien die
Elektrizitätswerke Schönau, Greenpeace Energy,
Lichtblick und Naturstrom. Viele andere Stromversorger würden den Strom
direkt oder über die Strombörse bei den vier Atomkonzernen kaufen. Siehe www.atomausstieg-selber-machen.de
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Stx570-571.2010.11-12.2 (2 Seiten)
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Atomausstieg
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Energiepolitik: Gutachten zur
Laufzeitverlängerung der AKW mit verzerrten Ergebnissen. „Zwölf bis
zwanzig Jahre am besten“ – „Eine Verlängerung ist sinnlos“. Zur Vorbereitung
ihres Energiekonzeptes hatte die Bundesregierung Gutachten in Auftrag
gegeben, die am 27. August 2010 von den auftragnehmenden
Instituten übergeben, jedoch nicht veröffentlicht wurden. Entsprechend sind
die Nachrichten und Deutungen widersprüchlich.
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Stx568-569.2010.1-2.2 (2 Seiten)
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Atomausstieg
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Rückstellungen für Stilllegung, Rückbau und Entsorgung. Die Energieversorgungsunternehmen (EVU)
sind gesetzlich verpflichtet, für Stilllegung und Rückbau von Atomkraftwerken
(AKW) sowie für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle Rückstellungen zu
bilden. Zudem obliegt ihnen die Gewährleistung, daß die Finanzmittel zum
entsprechenden Zeitpunkt in erforderlicher Höhe zur Verfügung stehen. Dies
war jedoch in der Vergangenheit aufgrund akuter Finanznot der Betreibergesellschaften
nicht immer der Fall, so zum Beispiel beim Thorium Hochtemperatur Reaktor in
Hamm-Uentrop (THTR). Solange die Rückstellungen nicht in einen öffentlich
kontrollierten Fond überführt sind, ist zu
befürchten, daß sich dies wiederholen könnte, insbesondere in der jetzigen
Finanz- und Wirtschaftskrise, meint man in der Bundestagsfraktion Bündnis
90/Die Grünen. Die vier in Deutschland tätigen Energieversorgungsunternehmen
E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall Europe hatten zum
Jahresende 2008 zusammen Rückstellungen in Höhe von 27,52 Milliarden Euro für
die Stilllegung und den Rückbau von Atomkraftwerken sowie für die Entsorgung
von radioaktiven Betriebsabfällen und bestrahlten Brennelementen gebildet.
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Stx564-565.2010.8-9.2 (2 Seiten)
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Atomausstieg
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Die Regierungskoalition will Atomkraftwerke 15 Jahre länger laufen lassen. Hans-Jürgen Papier stoppt
AKW-Verlängerungsträume der Bundesregierung. Die schwarz-gelbe Regierungskoalition hat sich nach Informationen des
Bundesvorstands des Verbands der NaturFreunde
Deutschlands bereits auf eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken
um 15 Jahre verständigt. Das heißt: Das Ende der nuklearen Stromerzeugung in
Deutschland sei erst für das Jahr 2036 zu erwarten. CDU/CSU und FDP würden
diese Information noch intern halten, um in ihrer schwierigen Situation nicht
noch mehr Turbulenzen zu erzeugen. Das aber ist ein Irrtum, erklären die NaturFreunde, die für den 18. September 2010 in Berlin
geplante Demonstration gegen die Atompolitik der Bundesregierung werde zu
einer der größten Kundgebungen in Deutschland werden. Nach Überzeugung des im
Mai 2010 verabschiedeten Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts
Hans-Jürgen Papier muß auch der Bundesrat einer Laufzeitverlängerung von
Atomkraftwerken zustimmen.
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Stx564-565.2010.6.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Laufzeitverlängerung für Biblis A gekauft. Der Energiekonzern RWE erwarb von seinem Konkurrenten Eon ein von dem im Jahre 2003 stillgelegten Atomkraftwerk
Stade übrig gebliebenes Stromkontingent von 4,8 Terawattstunden, um damit dem ältesten deutschen Atomkraftwerk
Biblis A eine Laufzeitverlängerung zu ermöglichen. Das teilten die beiden
Konzerne am 9. Mai 2010 nach der Schließung der Wahllokale in
Nordrhein-Westfalen mit. Der Vertrag sei am Tag zuvor unterzeichnet worden.
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Stx562-563.2010.6.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Initiative für ein Volksbegehren zum EURATOM-Ausstieg in Österreich
gestartet. Die EU-Kommission
versucht, Stimmung für die Atomindustrie zu machen. Dagegen ist jetzt in
Österreich eine Initiative für ein Volksbegehren zur Kündigung des
EURATOM-Vertrages gestartet worden: www.euratom-volksbegehren.at
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Stx558-559.2010.7-8.2 (2 Seiten)
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Atomausstieg
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Samstag, 24. April 2010: Menschenkette
von Brunsbüttel bis Krümmel – Demonstrationen in
Ahaus und Biblis. Der Konflikt um den Atomausstieg spitzt sich zu. In Kürze
wird darüber entschieden, ob die Pannenreaktoren Krümmel
und Brunsbüttel bei Hamburg wieder ans Netz gehen oder für immer abgeschaltet
bleiben. Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen Anfang Mai gehen die
Verhandlungen zwischen Regierung und Atomkonzernen über längere Laufzeiten
für Atomreaktoren in die heiße Phase. Das ruft die Anti-Atom-Bewegung auf den
Plan. Am Samstag, den 24. April 2010 wird es eine 120 Kilometer lange
Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel geben – zwei Tage vor dem Jahrestag der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vom 26. April 1986. Außerdem wird am 24.
April 2010 vor dem nordrhein-westfälischen Atommüll-Lager Ahaus sowie vor dem
hessischen Atomkraftwerk Biblis demonstriert. Wir wollen raus aus einer
Technologie, die ein verheerendes Unfallrisiko birgt, den Ausbau Erneuerbarer
Energien blockiert und Tausenden Generationen tödlichen Atommüll aufbürdet,
heißt es in dem Aufruf zur Teilnahme an den Demonstrationen. Nähere
Informationen und Antworten auf Fragen zur Menschenkette sind zu finden unter
www.ausgestrahlt.de/mitmachen/menschenkette.html
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Stx556-557.2010.16.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Ohne Endlager keine längeren Laufzeiten. Längere Laufzeiten für deutsche Atomkraftwerke, wie sie die
schwarz-gelbe Bundesregierung derzeit vorbereitet, wären wegen der nicht im Ansatz
geklärten Entsorgung der hochradioaktiven Abfälle rechts- und
verfassungswidrig. Das ist das Ergebnis eines Rechtsgutachtens der Anwältin
und Expertin für Umweltrecht Dr. Cornelia Ziehm,
das die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) am 28. Januar 2010 in Berlin
vorstellte.
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Stx554-555.2010.5.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke, Ausbau von Gorleben und
Hermesbürgschaften für Atomexporte. Vorhaben der schwarz-gelben
Regierungskoalition. Bemerkenswert
wenige Worte enthält der Koalitionsvertrag der neuen
CDU/CSU/FDP-Regierungskoalition zu der von ihr für die beginnende 17.
Legislaturperiode beschlossenen Revision des Atomausstiegs. „Die Kernenergie
ist eine Brückentechnologie, bis sie durch erneuerbare Energien verlässlich ersetzt werden kann“, steht beinahe versteckt
im Kapitel „Nachhaltiges Wirtschaften und Klimaschutz“ des Vertrages. „Dazu
sind wir bereit, die Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke (…) zu verlängern“,
heißt es, ohne den in Rede stehenden Zeitraum von zunächst zehn Jahren
explizit zu nennen. Jedoch: „Das Neubauverbot im Atomgesetz bleibt bestehen.“
In einer „möglichst schnell zu erzielenden Vereinbarung mit den Betreibern“
sollen „nähere Regelungen“ zu den Voraussetzungen einer Laufzeitverlängerung
getroffen werden. Dazu gezählt werden speziell die „Betriebszeiten der
Kraftwerke, Sicherheitsniveau, Höhe und Zeitpunkt eines Vorteilsausgleichs,
Mittelverwendung zur Erforschung vor allem von erneuerbaren Energien,
insbesondere von Speichertechnologien“. Die Vereinbarung müsse für alle
Beteiligten Planungssicherheit gewährleisten, wird verlangt und eine
verantwortungsvolle Nutzung der Kernenergie bedinge auch die sichere
Endlagerung radioaktiver Abfälle: „Wir werden deshalb das Moratorium zur
Erkundung des Salzstockes Gorleben unverzüglich aufheben“, schreiben die
schwarz-gelben Koalitionspartner. „Wir wollen, dass
eine International Peer Review Group begleitend prüft, ob Gorleben den
neuesten internationalen Standards genügt.“ Der gesamte Prozeß werde
„öffentlich und transparent“ gestaltet. Die Endlager Asse II und Morsleben sollen „in einem zügigen und transparenten
Verfahren“ geschlossen werden und die Energieversorger seien „an den Kosten
der Schließung der Asse II zu beteiligen“.
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Stx548-549.2009.6-8.3 (3 Seiten)
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Atomausstieg
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Keine Hinweise auf eine Renaissance der Atomenergie. Gigantische Fehlinvestitionen
der Energiekonzerne. Auch die
Absichtserklärungen neuer Länder, zukünftig auf Atomenergie setzen zu wollen,
werden den Rückgang der Atomenergie nicht bremsen können. Denn tatsächlich
befindet sich die Atomenergie weltweit alles andere als im Aufwind. Zu diesem
Ergebnis kommen der Priv.-Doz.
Dr. Lutz Mez, Geschäftsführer der 1986 gegründeten
Forschungsstelle für Umweltpolitik am Otto-Suhr-Institut der Freien
Universität Berlin, Mycle Schneider,
Wissenschaftsjournalist in Paris und Träger des Alternativen Nobelpreises,
sowie Steve Thomas, Professor für Energiepolitik an der University of Greenwich, in ihrem jetzt in England herausgegebenen
Sammelband zu den Internationalen Perspektiven der Energiepolitik und die
Rolle der Atomenergie. In insgesamt 31 Länderstudien wird gezeigt, daß die
Atomtechnik ihren Zenit bereits überschritten hat und die Zukunft der
Energiesysteme eher von Erneuerbaren Energieformen und Übergangsstrategien
bestimmt wird. Die Projektionen der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA)
für die von ihr geförderte Atomenergie streben zwar immer noch nach oben, das
entspringe jedoch lediglich Wunschdenken, ihre tatsächliche Bedeutung nehme
stetig ab, konstatieren Mez und Schneider. Seit
Beginn der 1990er Jahre würden mehr Atomkraftwerke abgeschaltet als neu in
Betrieb genommen.
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Stx538.2009.7-8.2 (2 Seiten)
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Atomausstieg
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Atompolitik: Jordanien ist auf Atomkurs. In Amman unterzeichneten der Vorsitzende
der jordanischen Atomenergie-Kommission, Khaled Touquan,
und der chinesische Botschafter Gong Xiaosheng am
19. August 2008 eine Vereinbarung, derzufolge China
und Jordanien im Bereich der Atomenergie und des Uranabbaus kooperieren
wollen. Jordanien plant im Jahr 2030 30 Prozent des eigenen Energiebedarfs
nuklear zu erzeugen und will die Wasserentsalzung zur Trinkwassergewinnung
vorantreiben, so der jordanischen König Abdullah. Nach Angaben aus dem
jordanischen Energieministerium stützt sich das Land auf Uranreserven von
80.000 Tonnen und zusätzlichen 100.000 Tonnen Uran, die beim Abbau von
Rohphosphaten gewonnen werden können. Bericht von Inge Lindemann.
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Stx520-521.2008.4.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Strommengen dürfen nicht von
neueren auf ältere AKW übertragen werden. Auch der Block I des Atomkraftwerks
Neckarwestheim muß nach dem regulären Ende seiner Laufzeit voraussichtlich
Ende 2009 endgültig abgeschaltet werden. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel
lehnte am 12. Juni 2008 den Antrag des Betreibers EnBW
auf Laufzeitverlängerung für den 32 Jahre alten Reaktor aus
Sicherheitsgründen ab. Der Atomkonzern, dem auch der jüngere Block II am
selben Standort gehört, hatte beantragt, den Betrieb des älteren Reaktors
verlängern und dafür die Laufzeit der jüngeren Anlage entsprechend verkürzen
zu dürfen. Eine solche Übertragung sei nicht zulässig, entschied nun das
Bundesumweltministerium als zuständige Behörde. Der Block I des Kraftwerks
verfüge über weniger Sicherheitsreserven als der modernere, jüngere Block II,
so der Bescheid des Ministeriums, der dem Betreiber am 12. Juni 2008
zugestellt wurde. Zur Sicherstellung der Energieversorgung und zum
Klimaschutz sei ein längerer Betrieb von Neckarwestheim I nicht erforderlich.
Beim Bundesumweltministerium waren drei Anträge auf Zustimmung zu Strommengenübertragungen
von neueren auf ältere Anlagen gestellt worden.
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Stx516-517.2008.6-7.2 (2 Seiten)
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Atomausstieg
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Atomenergie ist keine Lösung,
sondern ein Problem. Der deutsche Sonderweg bei der Kernenergienutzung
führe auf ein energiepolitisches Abstellgleis, die ehrgeizigen deutschen
CO2-Reduktionsziele würden verfehlt, die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes
Deutschland gefährdet und die Abhängigkeit von Energieimporten aus dem
Ausland steige – das erklärte der Präsident der Lobby-Organisation Deutsches
Atomforum, Dr. Walter Hohlefelder, in seiner
Eröffnungsrede zur Jahrestagung Kerntechnik 2008, einer Werbeveranstaltung
der Atomwirtschaft, am 27. Mai 2008 in Hamburg. Deutschland habe angesichts
der gewachsenen Herausforderungen im Bereich der Energiepolitik keine
Alternative zur Neubewertung der Kernenergie. Die Antwort könne dabei nur sein,
die Laufzeiten der bestehenden Kernkraftwerke zu verlängern. Dies sei nicht
zuletzt auch notwendig, um eine drohende „Stromlücke“ abzuwenden. Die
Hochtechnologie Kernenergie sei eine Errungenschaft, die ihresgleichen suche
und mit zum Wohlstand hierzulande beigetragen habe. Dr. Gerd Rosenkranz,
Leiter Politik und Presse der Deutschen Umwelthilfe, Hanna Poddig von der Fachgruppe Energie bei Robin Wood und
Peter Dickel von der Arbeitsgemeinschaft Schacht
Konrad und Koordination Endlagerstandorte, machten dagegen auf einer
gemeinsamen Pressekonferenz deutlich, daß die Atomenergie keine
Zukunftstechnologie sein könne. Atomenergie helfe nicht beim Klimaschutz und
könne aufgrund ihrer enormen Risiken keinen Beitrag für eine ökologische und
zukunftsweisende Energiepolitik liefern. Atomenergie sei keine Lösung,
sondern ein Problem.
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Stx514-515.2008.5-6.2 (2 Seiten)
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Atomausstieg
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Biblis angeklagt. „Wir können
den Reaktor so fahren, daß wir mit den Restlaufzeiten über die nächste
Bundestagswahl kommen.“ Dann habe vielleicht ein Umdenken bei der Regierung und
in der Bevölkerung eingesetzt, kalkulierte RWE-Chef Jürgen Großmann anläßlich
der Feier zur Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerks Biblis B. Juristisch
will die deutsche Sektion der Internationalen Ärztevereinigung zur Verhütung
des Atomkrieges (IPPNW) deshalb jetzt die Schließung des Atomkraftwerkes
Biblis B mit Hilfe einer Klage vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof
befördern.
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Stx504-505.2008.11.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Darmstadt, 27. Okt. 2007: Fachkongress Biblis
jetzt abschalten. Die Frage des Weiterbetriebs des Atomkraftwerks Biblis
A und B ist eine Kernfrage der Energiepolitik. Der BUND Hessen hält die von
der Anlage ausgehenden Gefahren für nicht akzeptabel und lädt in Kooperation
mit der IPPNW, dem BUND Baden-Württemberg, dem BUND Rheinland-Pfalz und dem
Bund Naturschutz in Bayern zu einem Fachkongress am
27. Oktober 2007 in die Hochschule Darmstadt. Insbesondere bei der Diskussion
um eine Laufzeitverlängerung werden die immensen Gefahren radioaktiver
Freisetzungen, gravierender Störfälle und der ungelösten Endlagerung kaum
beachtet, erklären die Veranstalter in ihrer Einladung und wollen diese
Probleme deshalb drei Monate vor der Landtagswahl in Hessen wieder ins
Bewußtsein der Öffentlichkeit bringen. Als Referenten sind angekündigt Prof.
Dr. Klaus Traube, Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Henrik Paulitz, Dr. Helmut Hirsch, Prof. Dr. Olav Hohmeyer, Dr. Peter Becker und Dr. Werner Neumann.
Anmeldung und Information: BUND Hessen, Guido Carl, Waldstr. 35, 64653
Lorsch, Fax 03221-2351096, www.bund-hessen.de
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Stx498-499.2007.8.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Blendwerk EU-Verfassung. Von Dietrich Antelmann.
Die Bevölkerung von Frankreich
und den Niederlanden hat den Verfassungsentwurf der Europäischen Union (EU)
abgelehnt. Nach demokratischen Grundsätzen müßte die Verfassung nun unter
Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger neu erarbeitet werden. Doch die
Ablehnung wird lediglich als Vermittlungsproblem gesehen und das soll mit
einem „Plan D“ behoben werden: Er wird von der „Deutschen Gesellschaft e.V.“
(www.deutsche-gesellschaft-ev.de) ausgeführt, mit finanzieller Unterstützung
der Europäischen Kommission, in Kooperation mit dem Informationsnetzwerk
Europe Direct, dem Deutschlandfunk und dem
Medienkonzern Bertelsmann. Die Auftaktveranstaltung fand am 7. Februar 2007
unter dem Motto „Unsere Botschaft an Europa“ im Loft der Urania in Berlin
statt. Der Diplom-Kameralist Dietrich Antelmann hat
an der Veranstaltung teilgenommen: „Sensibilisiert durch meine
Kindheitserinnerungen im Zweiten Weltkrieg ist mir auf der Werbeveranstaltung
zur Wiederbelebung der EU-Verfassung in aller Deutlichkeit klar geworden, daß das militärisch erstarkte Deutschland
mit Hilfe der EU wieder Großmachtpläne verfolgt.“ Das läßt ihm keine Ruhe und
er möchte sich einmischen. Viel sei gesprochen worden von der „Seele Europas“
und einem demokratischen, friedlichen und wohlhabenden Europa. Doch eine über
Vorwort und Zielformulierung hinausgehende Analyse des Verfassungstextes
zeige etwas anderes.
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Stx486-487.2007.6-7.2 (2 Seiten)
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Atomausstieg
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53 Prozent der Unionswähler wollen keine Atomkraftwerke. Anders als
die Unionsspitze will die Mehrheit der CDU/ CSU-Anhänger am Atomausstieg festhalten
– oder ihn sogar noch beschleunigen. Dies ergab im Juli 2004 eine
Emnid-Umfrage im Auftrag von Greenpeace. Demnach sind 53 Prozent der
Unionswähler dafür, die derzeit laufenden Atomkraftwerke in den nächsten zwei
Jahrzehnten oder früher vom Netz zu nehmen. Einen weiteren Ausbau der
Atomkraft unterstützen hingegen nur 19 Prozent. Insgesamt wollen 63 Prozent
der Deutschen den Atomausstieg.
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Stx424-425.2004.8.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Europaparlament fordert Euratom-Reform.
Das Europäische Parlament hat sich am 24. September 2003 in einer Resolution
mehrheitlich für eine Reform des Euratom-Vertrages ausgesprochen.
An die Staats- und Regierungschefs, die am 4. Oktober 2003 in Rom die
EU-Regierungskonferenz eröffnen, ergeht damit der Handlungsauftrag zur
Einberufung einer eigenen Konferenz, die sich mit dem Euratom-Vertrag
auseinandersetzt. Die Stellung des Euratom-Vertrages
in einer Europäischen Verfassung ist umstritten. Der Entwurf des
Verfassungskonvents hatte vorgesehen, daß der Euratom-Vertrag
unverändert als Protokoll der Europäischen Verfassung angehängt wird und
seine volle Wirksamkeit behält.
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Stx402-403.2003.3.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Keine neue europäische Forschungsförderung mehr für neue
Atomkraftwerke. Ab Sommer 2002 soll es keine europäischen Forschungsmittel
mehr für die Entwicklung neuer Atomreaktoren geben. Das hat der europäische
Forschungsministerrat Mitte Dezember 2001 beschlossen. Bei der Kernspaltung
soll jetzt nur noch Sicherheitsforschung an bestehenden Anlagen sowie
Entsorgungsforschung betrieben werden. Gleichzeitig einigte sich der
Forschungsministerrat, darauf, insgesamt 810 Millionen Euro für die
Erforschung von erneuerbaren Energien und Energietechnologien auszugeben. Das
sind 180 Millionen Euro mehr als die Europäische Kommission vorgeschlagen
hatte.
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Stx362-363.2002.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Atomausstieg
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Österreichisches Volksbegehren des Rechtspopulisten Haider gegen das
tschechische AKW Temelin war erfolgreich. Rund
915.000 Österreicher, das sind 15,5 der Wahlberechtigten, haben das
Volksbegehren der Freiheitlichen Partei (FPÖ) gegen das tschechische
Atomkraftwerk Temelin unterschrieben. Ziel der
Aktion war es, dem Nationalrat in Wien die Ratifizierung des
EU-Beitrittsvertrages mit Tschechien nur dann zu erlauben, wenn Temelin abgeschaltet wird und Tschechien
"völkerrechtlich bindend" aus der Atomenergie aussteigt. Bereits
bei mehr als 100.000 Unterschriften gilt das Begehren als Gesetzesantrag, der
im Parlament verhandelt werden muß.
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Stx362-363.2002.7,8.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Atomausstieg
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15 Jahre nach Tschernobyl: Verzögerter Atomausstieg. 768 Millionen Dollar
für einen neuen Sarkophag des Atomreaktors in Tschernobyl. Der Ausstieg
aus der Nutzung der Atomenergie soll nach den Vorstellungen von
Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) noch in diesem Jahr gesetzlich
verankert werden. Das verkündete er am 25. April 2001 in Berlin auf einer
Pressekonferenz zum 15. Jahrestag der Reaktorexplosion im ukrainischen
Atomkraftwerk Tschernobyl. "Wir sind noch nicht ganz fertig. Aber ich
denke, wir sind kurz vorm Abschluß", erklärte er. Neben der Festschreibung
des Atomkonsenses im Gesetz steht auch die formelle Unterschrift der
Stromkonzerne noch aus. Fragen nach den Gründen der Verzögerung beantwortete
Trittin nicht.
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Stx344-345.2001.7.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Vorsitzender der Reaktorsicherheitskommission (RSK) der Bundesregierung
äußert Kritik am Atomkonsens. Überraschend hat der Vorsitzende der
deutschen Reaktorsicherheitskommission (RSK), Lothar Hahn, scharfe Kritik an der
Atompolitik der rot-grünen Bundesregierung formuliert. Vor Atomkraftgegnern
forderte Hahn am 4. Juli 2000 in Rodenkirchen, alte Meiler sofort
abzuschalten. Zu Kraftwerken mit veralteter Technik zählt Hahn all jene, die
vor 1980 in Betrieb genommen wurden, wie das Atomkraftwerk Unterweser in Esenshamm. Sie genügten trotz der Nachrüstungen
vergangener Jahre noch am wenigsten den Sicherheitsanforderungen.
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Stx326-327.2000.5.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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BBU, BUND, Forum NRO, GSS, IPPNW: 13 Gründe für den Atomausstieg. Erst
stillgelegte Atomkraftwerke sind sicher. Tschernobyl vergessen ist
gefährlich. Mit 13 Gründen für den Atomausstieg wenden sich im Frühjahr
2000 in einer gemeinsamen Kampagne der Bundesverband Bürgerinitiativen
Umweltschutz (BBU), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND),
das Forum NRO und Gewerkschaften, die Gesellschaft für Strahlenschutz (GSS)
und die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte
für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) an die Öffentlichkeit. Die Regierungsparteien
haben ihre Wahlversprechungen nicht gehalten, konstatieren die Verbände und
fordern zum Boykott von Atomstrom und zur Unterstützung der eigenen Arbeit
auf.
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Stx316-317.2000.8.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Die Atomkatastrophe im japanischen Tokaimura
zeigt die Dringlichkeit des Atomausstiegs. 570 Atom-Professoren um den
Ex-Vorsitzenden der Reaktor-Sicherheitskommission haben sich geirrt.
Umweltverbände sind gegen neue Atomtransporte. Bei Wiederaufnahme der Transporte
werden erhebliche Konfrontationen befürchtet. Die Atomkatastrophe vom 30.
September 1999 zeigt wiederum eindringlich die Unbeherrschbarkeit der
Atomtechnologie. Derartige Unfälle und menschliches Versagen sind nur
auszuschließen, wenn keine Brennelemente mehr gefertigt werden und der
Atomausstieg vollzogen ist. Das erklärt die Gesellschaft für Strahlenschutz
im Gegensatz zu 570 Atom-Professoren um den Ex-Vorsitzenden der
Reaktor-Sicherheitskommission Adolf Birkhofer und andere Funktionäre der Atomwirtschaft.
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Stx306-307.1999.1,2.2 (2 Seiten)
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Atomausstieg
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Initiative für den Ausstieg aus der Kernenergie bis zum Jahre 2002.
Als Mittelweg zwischen der Forderung nach sofortigem Ausstieg aus der Kernenergie
(BUND) und einer Ausstiegsfrist bis spätestens zum Jahre 2005 (Greenpeace)
versteht sich die Initiative für den Ausstieg aus der Kernenergie bis zum
Jahre 2002, die unter dieser Forderung die großen Umweltverbände in
Deutschland zusammenbringen will.
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Stx306-307.1999.2.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Atomausstieg
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Freunde für Bundesumweltminister Trittin: Die Koalition atomfreier
Länder. KOALA wird als Versuch betrachtet, Österreich aus seiner
antinuklearen Isolation herauszuführen. Durch die Zusammenarbeit mehrerer
nichtnuklearer Länder, könnte es nach Auffassung der Initiatoren möglich
sein, in internationalen Gremien, wie der Europäischen Union, mehr Gewicht zu
erlangen.
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Stx292-293.1999.10,11.2 (2 Seiten)
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Atomausstieg
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Ein sofortiger entschädigungsfreier Ausstieg aus der Atomenergie wäre
rechtlich möglich. Noch einen Tag vor Beginn der Konsensgespräche war den
Aussagen von Umweltminister Trittin und dem Bundeskanzler zu entnehmen, daß
die Beendigung der Wiederaufarbeitung per Atomgesetz zum 1. Januar 2000
erfolgen werde, Schadenersatzzahlungen wären nach nochmaliger Prüfung der
Verträge weder an Frankreich noch an England zu zahlen. Details, die den
Weiterbetrieb bzw. die Restlaufzeiten der Atomkraftwerke beträfen, seien mit
den Energieversorgungsunternehmen noch auszuhandeln; ein entschädigungsfreier
Ausstieg aus der Atomenerghie sei das Ziel. Schon
einen Tag später stellte sich die Lage ganz anders dar: der Atommülltourismus
geht auch nach der Jahrtausendwende weiter, der Ausstieg scheint in weite
Ferne gerückt. Die "Neue Richtervereinigung" vertritt die
Auffassung: Ein sofortiger entschädigungsfreier Ausstieg zum Nulltarif ist
möglich - auch im Dissens mit den Betreibern der Atomkraftwerke.
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Stx290-291.1999.1,2.2 (2 Seiten)
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Atomausstieg
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Trittin will Atomgegner in Ausstiegszenarium einbinden.
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Stx286-287.1998.15.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Atomausstieg
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Greenpeace, Bundesamt für Strahlenschutz: Energiepolitische Utopien.
Ausstieg aus der Atomenergie: Ja oder Nein? In den nächsten Monaten wird sich
zeigen, welcher Weg politisch und ökonomisch beschritten wird. Vor der
Bundestagswahl äußerten sich sowohl die Gegner wie auch die Befürworter der
Atomenergie deutlich zu ihren energiepolitischen Utopien. Auf der einen Seite
Greenpeace, auf der anderen Seite Vertreter des Bundesamtes für
Strahlenschutz. Bettina Dannheim.
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Stx282-283.1998.9-12.4 (4 Seiten)
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Atomausstieg
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CDAK: Atomkraftgegner aus CDU & CSU werben Mitglieder in den Reihen
der Polizei.
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Stx274-275.1998.6.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Elbmarsch/AKW Krümmel: Öko-Institut fand
keine ungewöhnliche Strahlung.
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Stx242-243.1997.11.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Atomausstieg
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Volksabstimmung: Japaner lehnen Bau eines Atomkraftwerkes ab. Bei
der ersten Volksabstimmung über den Bau eines Atomkraftwerkes in Japan haben
sich am 4. August 1996 in der Stadt Maki 61,2 Prozent von rund 20.000 Bürgern
gegen ein solches Projekt ausgesprochen.
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Stx238.1996.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Atomausstieg
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Tschernobyl soll weiterbetrieben werden. Die Ukraine bereitet das
Atomkraftwerk Tschernobyl auf eine Nutzung über das Jahr 2000 hinaus vor.
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Stx210-211.1995.4.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Atomausstieg
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Für die sofortige Stillegung aller Atomkraftwerke in Deutschland.
Dem neuen Atomgesetz zufolge obliegt der Schutz der Allgemeinheit allein dem
Staat. Damit wurde ausgeschlossen, daß Risiken für die Allgemeinheit von Bürgern
als Einwendungs- und Klagegrund in Genehmigungsverfahren für neue
Atomkraftwerke angeführt werden können, rügt die Bürgerinitiative
Umweltschutz.
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Stx210-211.1995.12.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Evangelische Akademie Loccum: Kein Konsens bei
der Kernenergiefrage. Monika Griefahn, SPD-Umweltministerin in
Niedersachsen, warnte vor den Gefahren der Atomkraft, vor den
unkalkulierbaren Auswirkungen auch auf künftige Generationen. Als Frau, sagte
sie, könne sie hier ihre Emotionen nicht beiseite lassen. "Ich habe zwei
Kinder", machte sie geltend. Klaus Töpfer, CDU-Bundesumweltminister,
antwortete knapp: "Ich habe drei." Außerdem seien ihm
Zukunftsängste ebenfalls nicht fremd, etwa vor der Verstärkung des
Treibhauseffekts durch fossile Energieerzeugung und vor einer Verschärfung
des Nord-Süd-Konflikts. - So kolportiert Eckart Spoo
in der Frankfurter Rundschau vom 28. Juni 1994 das von der Evangelischen
Akademie Loccum organisierte Treffen von
Atombefürwortern und Atomgegnern im Juni 1994. - Das auf den ersten Blick
aller Ehren werte Vorhaben entwickelte sich zu einem Alptraum, beschreibt der
Berliner Physiker Dr. Sebastian Pflugbeil, für das Neue Forum früher Minister
in der Modrow-Regierung der DDR, seine Eindrücke von der Tagung. - Dr.med.
Roland Scholz, Professor am Institut für Physiologische Chemie, Physikalische
Biochemie und Zellbiologie der Universität München, wollte nicht als
Feigenblatt bei einer Scheindebatte dienen und hatte abgesagt. Für den
6-Minuten-Beitrag zu Fragen der Gesundheitsgefährdung durch den Betrieb von
Atomkraftwerken, den ihm die Veranstalter zubilligen wollte,
hatte er zuvor ein 7-Thesen-Papier erarbeitet. Strahlentelex dokumentiert.
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Stx182-183.1994.4-6.3 (3 Seiten)
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Atomausstieg
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Siemens-Boykott: Ärzte gegen Plutoniumwirtschaft von Siemens. Die
Vereinigung Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW)
hat ihre 10.000 deutschen Mitglieder und alle niedergelassenen Ärztinnen und
Ärzte aufgefordert, keine medizinisch-technischen Geräte von Siemens wie
Röntgengeräte, Zahnarztausrüstungen und Ultraschallgeräte mehr zu kaufen.
Dieser Boykott soll solange fortgesetzt werden, bis Siemens "zugunsten
seiner durchaus vorhandenen umweltfreundlichen und zukunftsweisenden
Energietechniken auf Planung und Bau von Atomkraftwerken verzichtet und aus
der Plutoniumwirtschaft aussteigt". Dies haben am Wochenende vom 22./23.
Januar 1994 mehr als 70 IPPNW-Gruppen auf ihrer bundesweiten
Regionalgruppenkonferenz in Mainz beschlossen.
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Stx170-171.1994.5.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Bonn: Keine Minderung des Treibhauseffekts durch Ausbau der Kernenergie.
"Wollte man weltweit die Kohlendioxid-Emissionen nur um ein Prozent
verringern, würden 57 zusätzliche Kernkraftwerke mit je 1.300 Megawatt Leistung
benötigt", die insgesamt 285 Milliarden Mark kosten würden. Das erklärte
Frau Prof. Monika Ganseforth als Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion in der
Enquete-Kommission "Schutz der Erdatmosphäre"
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Stx166-167.1993.8.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Kettenreaktion Hanau: Siemens droht mit Schadensersatzforderungen.
Die mehr als zweieinhalb Jahre währende Auseinandersetzung zwischen der
Siemens Brennelementewerk in Hanau bei Frankfurt am
Main und der Gruppe "Kettenreaktion Hanau" spitzte sich Ende 1991
zu.
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Stx120-121.1992.12.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Treibhauseffekt: Warum Atomenergie das Klimaproblem nicht lösen kann.
Wer die Kernenergie als Problemlösung gegen den Kohlendioxid-Anstieg und den Treibhauseffekt
empfiehlt, führt in die Irre. Dies ergibt sich, abgesehen von allen
Sicherheits- und Entsorgungsbedenken, aus einer Abschätzung der Kapazitäten,
die 1990 der Ingenieur Stephan Kohler vom Öko-Institut durchführte.
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Stx86-87.1990.5.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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DDR-Grüne: "Zur Atomenergie keine Alternative". In
Ost-Berlin haben im November 1989 etwa 150 Mitglieder der DDR-Umweltbewegung
am Rande eines Ökologieseminars und gegen den Widerstand der Grünen Liga, die
sich als Dachverband der Umweltbewegung der DDR versteht, eine "Grüne
Partei" gegründet. Berichten zufolge sieht Gerhard Bächer,
Gründungsmitglied der Grünen Partei, für die DDR jedoch "vorläufig"
keine Alternative zur Atomenergie.
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Stx70-71.1989.10.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Wirtschaft und Ökologie: Gutachten bestätigt: Kein Ausstieg in die
Pleite und in die Klimakatastrophe. Der Ausstieg aus der Kernenergie ist
machbar. Das zeigt am Beispiel Hamburgs ein im Juli 1988 vom Deutschen
Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin und vom Fraunhofer-Institut
für Systemtechnik und Innovationsforschung in Karlsruhe vorgelegtes Gutachten
über die "Möglichkeiten und Auswirkungen eines Verzichts auf den Einsatz
von Kernenergie in der Stromerzeugung für Hamburg". Als Folge der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl hatte der Senat der Hansestadt im November
1986 das DIW mit der Erstellung dieses Gutachtens beauftragt. Ende August
1988 wurde der Öffentlichkeit vom Hamburger Umweltsenator Jörg Kuhbier die
Endfassung des Gutachtens vorgestellt.
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Stx49.1989.1,2,5.3 (3 Seiten)
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Atomausstieg
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Volksentscheid: Italiener bremsen den Atomkraftausbau. Mit
Mehrheiten um 80 Prozent haben sich die italienischen Wähler bei einer Volksbefragung
am 8. und 9. November 1987 für die Abschaffung von Gesetzen ausgesprochen,
die den Bau von Atomkraftwerken begünstigen.
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Stx21.1987.6.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Hamburg: Zwei Drittel der Bundesbürger gegen Atomkraft. Dies ist ein
Ergebnis von zwei Umfragen ein halbes und ein Jahr nach Tschernobyl.
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Stx21.1987.6.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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IPPNW: Weltweiter Anhängerzuwachs. Anders als die Friedensbewegung,
die sich in einer Krise befinde, zähle die Organisation der Ärzte zur
Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) derzeit zu den am schnellsten wachsenden
Medizinerorganisationen auf der Welt. Dies erklärte der US-amerikanische Kopräsident der IPPNW, Bernhard Lown,
im November 1987 in Essen.
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Stx21.1987.6.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Berlin: Preis für Aufklärungsarbeit gegen Atomkraft. Seit 1986
verleiht das Bezirksamt Berlin-Spandau für vorbildliche Leistungen auf dem
Gebiet des Umwelt- und Naturschutzes einen Preis. Auch die Bürgerinitiative
"Spandauer gegen Atomkraft" beteiligte sich 1987 an diesem
Wettbewerb. Dies machte einen Teil der Jury zunächst ratlos, weil diese eher
auf naturnahe Gärten und Begrünungsaktionen eingestellt war. Ein Kurzbericht
von U. Schmersow.
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Stx21.1987.6.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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Im Streit um die Vernunft. "Was dem Volk mitgeteilt wird, ist
einfach nicht wahr". "Die Grenzwert-Empfehlungen der EG-Kommission
sind Anstiftung zur Tötung". Ein Kommentar von Dr.med. Klaus Lischka.
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Stx18.1987.2,5.2 (2 Seiten)
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Atomausstieg
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Prognos-Studie: Ausstieg schafft Arbeit.
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Stx18.1987.6.1 (1 Seite)
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Atomausstieg
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ÖTV: "Ausstieg aus dem Ausstieg". Ihren Rückzug aus dem
Beschluß, aus der Atomenergienutzung auszusteigen, bereitete die Gewerkschaft
Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) offenbar im Juli 1987 vor.
Angeblich erzeugten 120.000 Beschäftigte in der Atomindustrie Druck auf die
Gewerkschaft. Andererseits ist die ÖTV auch Gewerkschaft der im
Gesundheitswesen Beschäftigten.
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Stx14.1987.6.1 (1 Seite)
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Atomforschung
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Zurück zum Anfang
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Atomforschung
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Neues Geld für Fusionsreaktor. Das
Europäische Parlament hat am 13. Dezember 2011 einer in der Woche zuvor im
Haushaltsausschuß des Parlaments verhandelten Einigung mit dem Rat zugestimmt
und den Weg für zusätzliche Aus-gaben für den Kernfusionsreaktor frei
gemacht. Allein in 2012 und 2013 müssen dem-nach Ausgaben in Höhe von 1,3
Milliarden Euro aus dem jeweiligen EU-Haushalt bestritten werden.
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Stx600-601.2012.8.1 (1 Seite)
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Atomforschung
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Universitäten über
Stiftungsprofessuren von der Atomlobby unterwandert. Die vier größten Energiekonzerne
finanzieren rund 30 Stiftungsprofessuren und bestimmen damit maßgeblich,
worüber an den Universitäten diskutiert wird. Dabei haben sie sich auf
regionale Zuständigkeiten geeinigt.
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Stx598-599.2011.11.1 (1 Seite)
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Atomforschung
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Der Forschungsreaktor der TU München soll noch mindestens bis 2018 mit
atomwaffenfähigem Uran betrieben werden. Die Bemühungen zur Umstellung auf
mittel angereichertes Uran seien trotzdem seriös, meint die Bundesregierung. Stand von Wissenschaft und Technik in der
Entwicklung hochdichter Brennstoffe für den Einsatz in
Hochleistungsforschungsreaktoren werde jährlich in den beiden
Konferenz-Serien Research Reactor Fuel Management
(RRFM) und Reduced Enrichment
for Research and Test Reactors (RERTR) erörtert und die Bundesregierung zweifle
auch nicht an der Seriosität solcher Forschungsarbeiten. Das versichert die
Bundesregierung in ihrer Antwort vom 28.12.2010 auf eine Kleine Anfrage der
Fraktion Die Linke. Demgemäß werde erwartet, daß bis 2016 die Qualifikation
hochdichter Brennstoffe mittlerer Anreicherung für den Einsatz in
Hochleistungsforschungsreaktoren abgeschlossen ist. Nach Qualifikation dieses
Brennstoffes seien dann noch mindestens zwei weitere Jahre für die Fertigung
und Genehmigung eines neuen hochdichten Brennelements für den
Forschungsreaktor München II (FRM II) der Technischen Universität (TU)
München zu veranschlagen.
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Stx578-579.2011.5-6.2 (2 Seiten)
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Atomforschung
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Garchinger Forschungsreaktor läuft acht Jahre länger mit waffenfähigem
Uran. Hoch angereichertes, atomwaffentaugliches
Uran wird in dem Forschungsreaktor Heinz-Maier-Leibnitz (FRM II) in Garching
bei München mindestens noch bis zum Jahr 2018 eingesetzt und damit acht Jahre
länger als geplant. Das teilte der Bayerische Ministerpräsident Horst
Seehofer der Süddeutschen Zeitung zufolge am 26. Juli 2010 mit. Trotz
intensivster Forschungsarbeiten sei weltweit noch niemand in der Lage, die
Umrüstung auf niedriger angereichertes Uran vorzunehmen, erklärte der
CSU-Politiker.
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Stx568-569.2010.7.1 (1 Seite)
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Atomforschung
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Finanzierungslücke beim Fusionsreaktor ITER. In den vergangenen Wochen seien „erhebliche Kostensteigerungen“ bei
dem Projekt bekannt geworden, erklärte die Bundesregierung. Der Anteil der
Europäer sei von 2,7 Milliarden Euro auf jetzt voraussichtlich 7,2 Milliarden
Euro gestiegen.
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Stx564-565.2010.8.1 (1 Seite)
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Atomforschung
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Forschungsreaktor AVR Jülich: Reaktor
und Regierung haben versagt. Der Reaktorkern des seit 1988 abgeschalteten
Forschungsreaktors in Jülich ist extrem stark radioaktiv kontaminiert. Einer
wissenschaftlichen Analyse zufolge ist der Forschungsreaktor über Jahre
hinweg mit viel zu hohen Temperaturen betrieben worden und möglicherweise nur
knapp an einer Katastrophe vorbeigeschlittert. Durch die Verwendung
unausgereifter Brennelemente und die hohen Temperaturen, so Rainer Moormann, der Autor der Studie, der jahrelang in der
Sicherheitsforschung in Jülich gearbeitet hat, sei der Reaktorkern mit extrem
hohen Mengen radioaktiver Isotope verunreinigt. Nach Ansicht des Darmstädter
Öko-Instituts handelt es sich aufgrund der hohen Kontamination um einen der
„problematischsten Reaktoren weltweit. Über diese Probleme berichteten die
Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm sowie Strahlentelex zwar bereits vor einem
Jahr, aber erst jetzt, nachdem ein renommiertes Nachrichtenmagazin sich
dieser Nachricht annahm, bekam sie mehr Schwung. Denn der
Thorium-Hochtemperaturreaktor (THTR) und die Generation IV-Reaktoren sind
nach Ansicht der schwarz-gelben Regierungskoalition in Nordrhein-Westfalen
(NRW) besonders förderungswürdig und können bei einer entsprechenden
parteipolitischen Konstellation auf Bundesebene die Renaissance der Atomkraft
in Deutschland einläuten. Bericht von Horst Blume, Bürgerinitiative
Umweltschutz Hamm
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Stx550-551.2009.5-6.2 (2 Seiten)
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Atomforschung
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Buchmarkt: Öl, Atom und
Eichmann – chatting with
Sokrates. Ein Theaterstück. Es ist unglaublich, wie lange
Staatsgeheimnisse und insbesondere die Geheimnisse der Geheimdienste, der Militärs
und – der Atommaffia – geheim bleiben können. Stückchen für Stückchen läßt
sich erst seit wenigen Jahren eine ganz andere Geschichte der deutschen
Atombombe rekonstruieren, als wir sie in den Geschichtsbüchern nachlesen
können. Gabriele Weber gehört zu der nahezu ausgerotteten Spezies der
investigativen Journalisten, sie hat sich intensiv mit den schlimmsten
Geheimdiensten der Welt befaßt.
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Stx534-535.2009.7-8.2 (2 Seiten)
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Atomforschung
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Kernfusionsenergie: Der
gefährliche Weg zu einem fragwürdigen Ziel. Die Fragen der zukünftigen
Energieversorgung sind auf Grund der zahlreichen Einflüsse und
unterschiedlichen Interessen schwer durchschaubar geworden. Daraus folgt aber
eine besondere Verantwortung der Wissenschaftler, die Zusammenhänge
durchschaubar zu machen – also aufzuklären. Bei allen Schwierigkeiten dieses
Vorhabens sollten bei derartigen prognostischen Betrachtungen doch einige
„Leitplanken“ beachtet werden. Der Autor untersucht einige Argumente derer,
die Kernfusionskraftwerke als realisier- und wünschbar darstellen, und füllt
Lücken auf, die sie in ihren Darlegungen bewußt oder unbewußt immer wieder
offen lassen. Von Gert Blumenthal
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Stx530-531.2009.1-7.7 (7 Seiten)
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Atomforschung
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Kernfusion: „Kleine Kugel
–großer Knall“. Neue Kügelchen für die Kernfusion am Fraunhofer-Institut für
Angewandte Festkörperphysik (IAF) in Freiburg entwickelt. „Die Kernfusion
gilt als Menschheitstraum“, heißt es bei der Fraunhofer-Gesellschaft: Aus dem
nahezu unbegrenzt verfügbaren schweren Wasserstoff (Tritium) ließe sich durch
Verschmelzen der Atomkerne sehr viel Energie erzeugen. Doch die technischen
Hindernisse sind erheblich, wie leidvolle Erfahrungen in der Elbmarsch bei
Hamburg zeigen. Dort war es im September 1986 bei der früheren
Kernforschungsanlage GKSS bei Vorversuchen mit Mikrokügelchen aus keramischem
Matrixmaterial zu einem Unfallereignis mit Radioaktivitätsfreisetzung und
einer bis heute anhaltenden Häufung von Leukämieerkrankungen bei Kindern
gekommen. Von Seiten der GKSS und der Aufsichtsbehörden will man deshalb
davon nichts wissen. Ganz anders beim Fraunhofer-Institut für Angewandte
Festkörperphysik (IAF) in Freiburg. „Kleine Kugel – großer Knall“ heißt es in
dem jetzt erschienenen Fraunhofer Magazin 1.2007. Kugelige Winzlinge sollen
eine zentrale Rolle bei der künftigen Energiegewinnung mittels Kernfusion spielen.
Wissenschaftler am Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) in den USA
wollen damit bis 2011 einen Reaktor für die lasergestützte Kernfusion in
Betrieb nehmen.
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Stx484-485.2007.3.1 (1 Seite)
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Atomforschung
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Kompetenzverbund für die Strahlenforschung gegründet. Der Bund will die wissenschaftliche
Kompetenz in der Strahlenforschung stärken und erreichen, daß wieder mehr junge
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in diesem Bereich ausgebildet
werden. Zu diesem Zweck ist am 7. Februar 2007 auf Initiative des
Bundesforschungsministeriums und des Bundesumweltministeriums ein
„Kompetenzverbund Strahlenforschung“ gegründet worden. Ziel sei „die
Förderung von strahlenbiologischer Grundlagenforschung auf hohem Niveau. Das
schließt die Erforschung von Strahlenrisiken mit ein“, so
Bundesforschungsministerin Annette Schavan.
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Stx484-485.2007.2,3.2 (2 Seiten)
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Atomforschung
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Finanzierungsabkommen für Kernfusionsreaktor Iter
unterzeichnet. Am 21. November
2006 unterzeichneten die sieben Partner des „International Thermonuclear Experimental Reactor“
(Iter) in Paris das Finanzierungsabkommen für den
Fusionsreaktor, vertreten durch EU-Kommissionspräsident Barroso
und Repräsentanten der USA, Japans, Chinas, Rußlands, Indiens und Südkoreas.
Mit dem auf 10 Milliarden Euro geschätzten Projekt soll erforscht werden, ob
eine Energiegewinnung durch Kernfusion praktisch möglich ist. Man hofft auch,
damit die Atommüll-Entsorgungsfrage zu lösen, die mit der bisherigen
Atomkraftnutzung durch Kernspaltung verbunden ist.
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Stx478-479.2006.6.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Atomforschung
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Das atomare Kuckucksei in Garching. Als überflüssig, teuer und bombengefährlich beschreibt Armin Simon,
Redakteur bei der Tageszeitung taz in Bremen, die bayerische „Erfolgsgeschichte“
des Forschungsreaktors München II in Garching in seinem jetzt beim Buchbäcker
Verlag in München erschienenen 428 Seiten schweren Buch. Simon hat die
bisherige Geschichte des mit hochangereichertem, waffenfähigem Uran
betriebenen und als angeblichen „Eckstein bayerischer Spitzenforschung“
gerühmten Reaktors der Technischen Universität (TU) München zu einem
packenden Buch verarbeitet. Es beschreibt, wie Physiker der TU München
gemeinsam mit der Firma Siemens und mit Genehmigung der Bayerischen Staatsregierung
ihren zum größten Teil aus dem bayerischen Hochschuletat bezahlten
Wunschreaktor bauten. Simon zeigt auf, wie Wissenschaftler der TU München
erfolgreich daran gearbeitet haben, einen neuen Markt für waffenfähiges Uran
zu schaffen und damit jahrzehntelange international Abrüstungsbemühungen
konterkarierten. Akribisch legt der Autor offen, mit welchen Behauptungen
Bevölkerung und Parlament hinters Licht geführt wurden. Eine Buchbesprechung.
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Stx454-455.2005.8.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Atomforschung
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Forschungsreaktor bei München in Betrieb genommen. Proteste von
Atomgegnerinnen und Atomgegnern. Am 9. Juni 2004 wurde um 9:00 Uhr in Garching,
15 Kilometer nördlich von München, der Forschungsreaktor FRM-II der
Technischen Universität München in Anwesenheit des bayerischen
Ministerpräsidenten Edmund Stoiber offiziell in Betrieb genommen. Seit mehr
als 15 Jahren wehren sich Bürgerinnen und Bürger gegen das bayerische
Atomprojekt, das mit Uran-235 hoch angereichertem,
bombenfähigem Kernbrennstoff betrieben wird. Das verstößt gegen die
internationalen Bemühungen zur Verbannung waffenfähigen Urans aus der zivilen
Nutzung. 15.000 Einwendungen wurden im atomrechtlichen Genehmigungsverfahren
erhoben. 200 Bürgerinnen und Bürger, unter ihnen auch Vertreter Österreichs,
demonstrierten friedlich gegen die Inbetriebnahme.
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Stx420-421.2004.4,5.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Atomforschung
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Strahlentherapie: Die Krebsbehandlung mit Neutronen ist fragwürdig.
"Andere Strahlenarten wirken effektiver und schonender" – Broschüre
zum Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München. In einer 24 Seiten
starken Broschüre hat die Diplom-Physikerin Karin Wurzbacher
vom Umweltinstitut München verschiedene Arten der Strahlentherapie
miteinander verglichen. Daraus geht hervor, daß eine Krebsbehandlung mit
Neutronenstrahlen die schlechteste, weil von vielen unerwünschten toxischen
Nebenwirkungen begleitete Variante ist. Die
künftigen Betreiber des neuen Atomforschungsreaktors FRM II der Technischen
Universität München hatten die Krebstherapie mit Neutronen stets als
wichtiges Argument benutzt, um für das international umstrittene Projekt zu
werben. Karin Wurzbacher zeigt auf, daß dieses
Argument nicht stichhaltig ist und offenbar gegen besseres Wissen gebraucht
wurde. Damit nicht genug: Den Reaktorkritikern wurde sogar unterstellt, daß
sie mit ihrer angeblichen Verzögerungshaltung "vielen schwer
Krebskranken die Chancen auf eine Therapie und damit auf eine Gesundung
genommen haben". Mit der verständlich formulierten Broschüre, für die
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Edmund Lengfelder vom
Strahlenbiologischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München ein
Vorwort geschrieben hat und die beim Umweltinstitut München kostenlos
angefordert werden kann, wird dies widerlegt: http://www.umweltinstitut.org
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Stx406-407.2003.7,8.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Atomforschung
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Strafanzeige wegen Verzichts auf Explosionsschutz für den neuen
Forschungsreaktor der TU München. Der Münchner Diplomphysiker und
Atomgegner Reiner Szepan hat im August 2003 beim
Generalbundesanwalt in Karlsruhe und den Staatsanwaltschaften in München und
Berlin eine Strafanzeige wegen des neuen Forschungsreaktors FRM II der
Technischen Universität München eingereicht. Der Grund: Die konstruktive
Auslegung des Reaktors verzichtet auf einen Schutz gegen atomare
Explosionsunfälle, wie das ursprünglich gefordert worden war.
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Stx400-401.2003.7,8.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Atomforschung
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Der Reaktor in Garching darf unter Auflagen in Betrieb gehen. Das
Bundesumweltministerium hat am 15. April 2003 festgelegt, daß der
Forschungsreaktor der Technischen Universität München (FRM-II) in Garching
unter Auflagen seinen Betrieb aufnehmen darf. Das bayerische
Umweltministerium darf demnach den Betrieb genehmigen, wenn die von
Bundesumweltminister Jürgen Trittin gestellten Bedingungen erfüllt werden. So
soll der Reaktor spätestens 2010 auf nicht mehr atomwaffentauglichen
Brennstoff umgerüstet werden.
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Stx392-393.2003.7.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Atomforschung
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Fusionsforschung in Frage gestellt. Am 13. März 2002 verabschiedete
der Forschungsausschuss des Deutschen Bundestages
einstimmig den Bericht seines Büros für Technikfolgenabschätzung zur
Kernfusion. Der Bericht stellt mehrfach die Fusionsforschung in Frage.
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Stx368-369.2002.8.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Atomforschung
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Dem neuen Münchner Forschungsreaktor gefährliche Illegalität
vorgeworfen. Der umstrittene neue Forschungsreaktor FRM II der Technischen
Universität München ist eigentlich ein Schwarzbau, meint der Münchner
Physiker Reiner Szepan. Noch die alte
Reaktorsicherheitskommission (RSK) habe für ihn eine Reihe von Maßnahmen zur
Verhinderung einer Nuklearexplosion des Kerns gefordert, die nicht erfüllt
werden. Mit dem praktizierten Genehmigungsverfahren werde vielmehr eine
Verschleierung der Sicherheitsmängel betrieben. Die Parteien in Bayern
zeigten daran kein Interesse.
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Stx364-365.2002.6,7.2 (2 Seiten)
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Atomforschung
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Berlin will jetzt gemeinsam mit Bayern waffenfähiges Uran für den
Forschungsreaktor der TU München. Ende Oktober 2001 haben Bundesregierung
und Bayerische Staatsregierung vereinbart, daß der Forschungsreaktor FRM II
der Technischen Universität (TU) München in Garching zunächst mit
Brennelementen aus hochangereichertem Uran in Betrieb gehen darf. Bis Ende
2010 soll er auf Brennelemente mit "mittlerer Anreicherung"
umgerüstet werden. Damit wird der in Bayern verwendete Brennstoff auch noch
nach der Umrüstung waffentauglich sein. Darauf weist das Umweltinstitut
München jetzt hin und gibt zu bedenken, daß der internationale Terrorismus so
leichter in den Besitz waffenfähigen Nuklearmaterials gelangen könnte. Das
Verhandlungsergebnis zwischen dem Freistaat Bayern und der Bundesregierung
über den weitgehend fertiggestellten Garchinger Forschungsreaktor FRM II war
am 25. Oktober 2001 bekannt gegeben worden
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Stx360-361.2002.8.1 (1 Seite)
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Atomforschung
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US-Regierung sucht nach Ideen für Rußland. Das U.S. Department of Energie (DOE) bittet um Studienvorschläge zu den Gesundheitsfolgen
von Niedrigdosisstrahlung in der Russischen Föderation.
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Stx304-305.1999.5.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Atomforschung
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Garching. Widerstand gegen den Einsatz von waffenfähigem
hochangereichertem Uran (HEU) zu Forschungszwecken. Amerikanische Stimmen
zur außenpolitischen Bedeutung des neuen Forschungsreaktors FRM II in
Garching bei München. Eine Dokumentation des Umweltinstituts München.
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Stx300-301.1999.4-6.3 (3 Seiten)
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Atomforschung
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Berlin: Forschungsreaktor des Hahn-Meitner-Instituts kann
weiterarbeiten. Das Oberverwaltungsgericht in Berlin hat am 28. Mai 1997
die Klage des Anwohners Dietrich Antelmann gegen
die Betriebsgenehmigung des Forschungsreaktors in Berlin-Wannsee abgewiesen
und eine Revision nicht zugelassen.
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Stx250-251.1997.12.1 (1 Seite)
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Atomforschung
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Garching. Bundesforschungsministerium will den Weiterbetrieb von Dounreay. Im Sommer 1996 bekannt gewordene Bemühungen
des Bonner Bundesforschungsministeriums haben nun auch die Umweltschützer in
Schottland gegen den neuen Forschungsreaktor der Technischen Universität
München in Garching (FRM-II) auf den Plan gerufen. Denn durch die bayerischen
Reaktorpläne droht der Weiterbetrieb der schrottreifen Anlage
Wiederaufarbeitungsanlage Dounreay.
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Stx228-229.1996.9.1 (1 Seite)
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Atomforschung
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Garching. Bayerische Staatsregierung stellt Sicherheitsrisiko dar.
"HEU"-Geschäft mit Rußland vorerst gescheitert. Alternativen zum
Forschungsreaktor München II (FRM II), die im Hinblick auf zu erzielende
Forschungsergebnisse lediglich eine "zweitbeste Lösung" darstellen,
will Bayern nicht finanzieren. Im Bildungs- und Forschungsausschuß des
Bundestages machte die Staatsregierung am 31. Januar 1996 deutlich, ihr
Engagement für das 720-Millionen-DM-Projekt in Garching sei an die Erwartung
geknüpft, daß an der Technischen Universität München mit dem FRM II ein
"Leuchtturm" der Wissenschaft entsteht.
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Stx220-221.1996.1,2.2 (2 Seiten)
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Atomforschung
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München: Einwendungen zur Umweltverträglichkeitsprüfung in Garching.
Die bayerische Staatsregierung hat beschlossen, in Garching bei München einen
neuen Atomforschungsreaktor zu bauen. Das Umweltinstitut München bittet
darum, sich seinen Einwendungen dagegen anzuschließen.
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Stx202-203.1995.12.1 (1 Seite)
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Atomforschung
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Garching/Bonn: Die Entsorgung für den Forschungsreaktor München II ist
ungeklärt. Zum ersten Mal hat die Bundesregierung 1994 die ungeklärte Entsorgung
für den geplanten Forschungsreaktor FRM-II in Garching bei München zugegeben.
Die Erörterung der Einwände gegen den Reaktorbau begann am 3. Mai 1994 in
München. Der Forschungsreaktor war unter anderem kritisiert worden, weil er
entgegen internationalen Bemühungen mit atomwaffenfähigem Material betrieben
werden soll.
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Stx176-177.1994.1.1 (1 Seite)
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Atomforschung
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München: Einwendungen gegen den geplanten neuen Forschungsreaktor in
Garching bis zum 29. Dezember 1993. Die bayerische Staatsregierung hat im
Oktober 1993 beschlossen, in Garching bei München einen neuen
Atomforschungsreaktor (FRM II) zu bauen. Das wäre auf deutschem Boden der
erste neue Atomreaktor nach Tschernobyl. Das atomrechtliche
Genehmigungsverfahren ermöglicht allen Bürgerinnen und Bürgern bis zum 29.
Dezember 1993 Einwendungen dagegen zu erheben.
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Stx166-167.1993.5.1 (1 Seite)
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Atomforschung
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Bundesregierung will Kernfusion in Greifswald. Im Schweriner
Wirtschaftsministerium hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die eine
Bewerbung Greifswalds um das zehn Milliarden Mark teure internationale
Kernfusions-Forschungsprojekt ITER vorbereiten soll.
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Stx166-167.1993.5.1 (Kurzmitteilung, 1 Seite)
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Atomforschung
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Neutronenforschung/Garching: Ein neuer Forschungsreaktor für München.
Die heimliche Hauptstadt darf nicht hinter der zukünftigen zurückstehen. Nach
Berlin mit seinem Atomreaktor im Hahn-Meitner-Institut (HMI) in Wannsee soll
auch München einen neuen Forschungsreaktor erhalten und in das
Landschaftsschutzgebiet der Isarauen gestellt bekommen. Im Mai 1991 wurden im
Bürgerhaus Garching die Pläne zum Bau eines neuen Forschungsreaktors (FRM II)
als Nachfolger des "Garchinger Atomei"
(FRM I) der Technischen Universität München vorgestellt. Er sei notwendig und
praktisch ungefährlich, wurde erklärt. Dazu gibt ein Münchner
Grundlagenforscher Anmerkungen zu Protokoll, Dr.med. Roland Scholz, Professor
am Institut für Physiologische Chemie, Physikalische Biochemie und Zellbiologie
der Universität München.
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Stx110-111.1991.5,6.2 (2 Seiten)
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Atomforschung
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Karlsruhe: "Technik und Umwelt" statt
"Kerntechnik". Die bisherige Schule für Kerntechnik des
Kernforschungszentrums Karlsruhe (KfK) ist mit Beginn
des Jahres 1991 in "Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt"
(FTU) umbenannt worden.
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Stx98-99.1991.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Atomrecht
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Zurück zum Anfang
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Atomrecht
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Initiative für ein Volksbegehren zum EURATOM-Ausstieg in Österreich
gestartet. Die EU-Kommission
versucht, Stimmung für die Atomindustrie zu machen. Dagegen ist jetzt in
Österreich eine Initiative für ein Volksbegehren zur Kündigung des
EURATOM-Vertrages gestartet worden: www.euratom-volksbegehren.at
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Stx558-559.2010.7-8.2 (2 Seiten)
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Atomrecht
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Gorleben-Moratorium aufgehoben. Fachtagung zum Salzstock Gorleben am 16. und 17. April 2010 in
Dannenberg. Bundesumweltminister Norbert Röttgen
hat am 15. März 2010 die Aufhebung des Moratoriums zur Erkundung des
Salzstocks Gorleben als Endlager für wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle
und seine weitere „Erkundung“ verkündet, und zwar „ergebnisoffen“, jedoch
ohne Alternative. Über dreißig Jahre währt nun bereits dieses zweifelhafte
Verfahren. Das „Erkundungsbergwerk“ Gorleben soll demnach weiter nach Berg-
und nicht nach Atomrecht ausgebaut werden. Den Antrag, den das Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS) auf Weisung des
Bundesumweltministeriums bei den niedersächsischen Bergämtern vorlegen muß,
stützt das Amt deshalb auf den ursprünglichen Rahmenbetriebsplan aus dem
Jahre 1983, um Einwendungen zu unterlaufen. Erst nach „der Feststellung der
Eignung“ und „nicht vor Ende der nächsten Legislaturperiode“ ist laut Röttgens Aussage mit der Einleitung eines ordnungsgemäßen
atomrechtlichen Verfahrens zu rechnen. Greenpeace und die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg wollen sowohl juristisch als auch mit direkten
Widerstandsformen dagegen vorgehen. Beim Bau einer neuen Protesthütte durch
die Bäuerliche Notgemeinschaft reagierte die Polizei am 21. März 2010 mit
Gewalt. Zudem meldet sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
mit einer Fachtagung am 16. und 17. April 2010 im Hotel „Alte Post“ in
Dannenberg zu Wort und lädt zur Teilnahme ein. Detailliertes Programm,
weitere Informationen und Kontakt:
www.bi-luechow-dannenberg.de/chronologisch/aktuell/vorankundigung-fachtagung-gorleben.
Anmeldungen bis zum 12. April 2010 erbeten an die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V., Rosenstr. 20, 29439 Lüchow, Fax
05841-3197 oder mailto:fachtagung@bi-luechow-dannenberg.de
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Stx558-559.2010.6-7.2 (2 Seiten)
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Atomrecht
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Strahlenschutz / Atommüll: Strafanzeigen
gegen Strahlenschutz-Berater der Regierung erstattet. Gegen vier
verantwortliche Berater der Bundesregierung, deren Empfehlungen in die
amtliche Strahlenschutzpraxis eingegangen sind, hat die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. jetzt im Januar 2010 Strafanzeige
erstattet. Die Anzeige richtet sich gegen den Hannoveraner Prof. Dr. Rolf
Michel, bisheriger Vorsitzender der Strahlenschutzkommission (SSK), den
Essener Prof. Dr. U. W. Müller, Vorgänger von Michel als Vorsitzender der
SSK, den Hauptberater in der Arbeitsgruppe „Freigabe“ der SSK, Dr. S. Thierfeldt, der Mitarbeiter der Firma Brenk-Systemplanung
in Aachen ist, und gegen Dr. G. Schaller vom Institut für Strahlenhygiene in
Neuherberg bei München des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Schaller wird speziell vorgeworfen, ein
verharmlosendes Szenario über die Einlagerung von Radionukliden in normalen
Mülldeponien (das sogenannte „Privatbrunnenmodell“) erdacht und
veröffentlicht zu haben, das die Immissionen auf die Bevölkerung zig-tausendfach
unterschätzt. Den vier Personen wirft die Bürgerinitiative, vertreten von
ihrer Vorsitzenden Kerstin Rudek und ihrem
Beiratsmitglied Dipl.-Ing. Heinrich Messerschmidt, den Mißbrauch
ionisierender Strahlen nach Paragraph 309, Absatz 2 bis 4 des Strafgesetzbuches
(StGB) vor. Sie hätten in verantwortlichen Positionen stehend und zum Teil
gemeinsam handelnd über ihre Beraterfunktionen für das
Bundesumweltministerium und entgegen bestehenden neuen wissenschaftlichen
Erkenntnissen, wie sie schon vor Jahren in die EU-Strahlenschutzrichtlinien
Eingang gefunden haben, gefährliche Aktivitätskonzentrationen in sehr großen
Mengen zur Freigabe vorgeschlagen.
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Stx556-557.2010.1-2.2 (2 Seiten)
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Atomrecht
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Buchmarkt: Demokratie gegen den
Machiavellismus der Machtpolitik. Francis A. Boyle: Bereits die Politik der
atomaren Abschreckung ist ein Verbrechen. „Ich bin wahrscheinlich der Einzige hier im Saal, der Atomkriegs-Erfahrungen hat.“ Er
hoffe, daß er mit diesem Eingeständnis kein Staatsgeheimnis verrate. Das
erklärte Willy Wimmer, von 1976 bis 2009 CDU-Bundestagsabgeordneter und von
1988 bis 1992 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium,
während einer Tagung „Frieden durch Recht?“, die am 26. und 27. Juni 2009 in
der Berliner Humboldt-Universität stattfand. Sie war von der
Juristenvereinigung IALANA und zahlreichen weiteren Organisationen, darunter
die „Neue Richtervereinigung“ sowie die „RichterInnen
und StaatsanwältInnen in der Gewerkschaft Ver.di“
veranstalteten worden. Wimmer bezog sich dabei auf seine Teilnahme als
„Verteidigungsminister Üb“ an der NATO-Übung WINTEX/ FALLEX im Jahre 1986 im
damaligen Atombunker („Dienststelle Marienthal“)
der Bundesregierung tief unterhalb der Weinberge nahe dem
rheinland-pfälzischen Ahrweiler-Bad Neuenahr. Wie Wimmer weiter berichtete,
habe im Verlaufe dieser NATO-Übung das NATO-Hauptquartier in Brüssel um
Zustimmung der zuständigen deutschen Stellen zu einem Einsatz von
Nuklearwaffen gegen Ziele in der damaligen DDR ersucht, unter anderem gegen
Dresden und eine weitere ostdeutsche Großstadt.
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Stx546-547.2009.10,11.2 (2 Seiten)
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Atomrecht
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Aus jetzt offengelegten Akten geht hervor, daß die Entscheidung für ein
Atommüll-Lager Gorleben politisch manipuliert wurde. Aus jetzt vom Bundesamt für Strahlenschutz
(BfS) offengelegten Akten geht hervor, daß die
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) erhebliche Zweifel an der Eignung
von Gorleben als Endlager für hochradioaktiven Atommüll hatte. 1983 wies die
Bundesregierung die Fachbehörde an, entgegen deren Auffassung Gorleben als
Endlagerstandort zu befürworten. Im Laufe der Erkundung des Salzstocks
drängten sich offenbar zwei wesentliche Schwachpunkte in der Abschirmung der
Radioaktivität von der Biosphäre auf, was in den offiziellen Berichten
unterschlagen wurde. Durch den Verzicht auf eine doppelte geologische
Barriere in den Sicherheitsanforderungen durch die derzeitige Führung des
Bundesumweltministeriums wird einer dieser Schwachpunkte heute
„wegdefiniert“.
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Stx544-545.2009.6-8.3 (3 Seiten)
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Atomrecht
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Neue Sicherheits- und Prüfkriterien für AKW sollen erst noch 15 Monate
lang an den veralteten Regeln gemessen werden. Bund und Länder haben sich im Juni 2009 auf ein Verfahren zur
Einführung neuer Sicherheitsregeln für AKW geeinigt. Am 1. Juli soll eine
15-monatige Probephase beginnen. Das teilte das Bundesumweltministerium (BMU)
am 10. Juni 2009 mit. Dem von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel
vorgeschlagenen Verfahren zur Einführung des neuen Kerntechnischen Regelwerks
haben inzwischen alle Bundesländer, in denen Atomkraftwerke betrieben werden,
zugestimmt. Das sind die Länder Hessen, Baden-Württemberg,
Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bayern. Ab 1. Juli 2009 sollen in einer
15-monatigen Erprobungsphase Bund und Länder die neuen Regeln probeweise und
parallel zu dem bisherigen Regelwerk anwenden. Bis Mitte 2011 sollen die
dabei gesammelten Erfahrungen ausgewertet werden, bevor das Regelwerk
offiziell im Bundesanzeiger veröffentlicht und in Kraft gesetzt werden soll.
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Stx540-541.2009.4-5.2 (2 Seiten)
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Atomrecht
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Strahlenschutz: Die Bundesregierung
vollzieht die sicherheits- und vorsorgeorientierten Vorschriften des
Atomgesetzes nicht. Gutachterin fordert Stärkung der Atomaufsicht und
Umkehr der Beweislast. Das Risiko für Kinder unter fünf Jahren, an Krebs und
Leukämie zu erkranken, nimmt zu, je näher ihr Wohnort an einem Kernkraftwerk
liegt. Trotz dieser durch aktuelle Untersuchungen nachgewiesenen
Dauergefährdung wird nach wie vor keine Schadensvorsorge betrieben, wie sie
vom Atomgesetz vorgeschrieben ist. Darauf machte die Europäische Vereinigung
für Erneuerbare Energien Eurosolar e.V. zum 23. Jahrestag der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 2009 aufmerksam. In einem von
Eurosolar in Auftrag gegebenen Kurzgutachten „Sicherheitsgewinn durch
Stärkung der Atomaufsicht“ kommt die Anwältin und Expertin für Umweltrecht
Dr. Cornelia Ziehm, Berlin, zu dem Schluß: „Der
gebotene sicherheits- und vorsorgeorientierte Vollzug des Atomgesetzes findet
nicht statt. Eine klare und gesetzlich verankerte Umkehr der Beweislast
sowohl für Maßnahmen der Atomaufsicht als auch mit Blick auf die
Geltendmachung zivilrechtlicher Haftungsansprüche ist überfällig.“ Der Staat
müsse Konsequenzen daraus ziehen, daß ein ursächlicher Zusammenhang zwischen
der mit dem Betrieb von Leistungsreaktoren verbundenen Strahlenexposition und
dem Anstieg des Erkrankungsrisikos nach Auffassung von Wissenschaftlern nicht
ausgeschlossen wird.
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Stx536-537.2009.1-4.4 (4 Seiten)
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Atomrecht
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Zehnte Änderung des Atomgesetzes. „Konjunkturpaket für Atomkonzerne“ – Kritik an Regelung für die
Schachtanlage Asse II. Vor dem Hintergrund einer veränderten Sicherheitslage
nach den Terroranschlägen in den USA, Madrid und London hatte die
Bundesregierung einen Entwurf zur Änderung des Atomgesetzes eingebracht. Das
am 30. Januar 2009 vom Bundestag beschlossene Zehnte Gesetz zur Änderung des
Atomgesetzes sieht vor, daß künftig alle Personen, die mit Genehmigungs-,
Planfeststellungs- oder Aufsichtsverfahren nach dem Atomgesetz betraut sind,
in Atomkraftwerken oder mit radioaktiven Stoffen arbeiten, mit Hilfe von
Polizei, Verfassungsschutz und der Stasiunterlagen-Behörde auf ihre
Zuverlässigkeit hin überprüft werden. Außerdem wird mit der Gesetzesänderung
geregelt, daß sowohl für den Betrieb als auch für die Stilllegung der
Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel in Niedersachsen künftig die
Vorschriften über Endlager des Bundes gelten sollen. Auf scharfe Kritik
treffen die Regelungen für die Schachtanlage Asse II. Damit werde das
Verursacherprinzip auf den Kopf gestellt. Der Bund will nun die Kosten für
Betrieb und Schließung des Atommülllagers Asse in Niedersachsen dem
Steuerzahler aufbürden.
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Stx530-531.2009.11-12.2 (2 Seiten)
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Atomrecht
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Atomgegner klagen gegen Biblis. 210 Sicherheitsmängel. Mitglieder der Bürgerinitiative „Biblis
abschalten!“ und der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW haben Mitte Dezember
2008 beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel Klage gegen den
Weiterbetrieb des Kernkraftwerkblocks Biblis B eingereicht. Weil das
hessische Umweltministerium in einem Vermerk vom 19. September 2005 selbst
einräumte, daß Block B nicht mehr dem heutigen Stand von Wissenschaft und
Technik entspricht, rechnen sich die Kläger gute Erfolgschancen aus. Für
einen Sieg in Kassel vor dem höchsten hessischen Verwaltungsgericht spreche
auch, daß der Kraftwerksbetreiber RWE zugebe, die Anlage im südhessischen
Biblis altere sicherheitstechnisch. „Unsere Ausgangsposition vor Gericht ist
insofern nicht schlecht“, erklärte die Vertreterin der Kläger, die Dortmunder
Anwältin Wiltrud Rülle-Hengesbach.
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Stx528-529.2009.6-7.2 (2 Seiten)
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Atomrecht
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Zwischenlager bei AKWs als verfassungsgemäß erklärt. Atomare Zwischenlager in der Nähe deutscher
Atomkraftwerke verstoßen nicht gegen die verfassungsrechtliche Schutzpflicht
des Staates für seine Bürger. Ein „Restrisiko“ sei hinzunehmen. Das entschied
das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit Beschluß vom 12. November 2008
(Az. 1 BvR 2456/06), der am 27. November 2008
veröffentlicht wurde. Damit billigte das Gericht das mit dem Atomausstieg
beschlossene Konzept, den Atommüll nicht mehr in den zentralen Zwischenlagern
Ahaus und Gorleben aufzubewahren, sondern dezentral an den AKW-Standorten.
Die Richter wiesen damit Verfassungsbeschwerden gegen die Zwischenlager an
den bayerischen Standorten Gundremmingen, Niederaichbach und Grafenrheinfeld ab. Die
Zwischenlagerung an den jeweiligen Standorten sei nicht risikoreicher als die
zentrale Lagerung.
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Stx526-527.2008.7-8.2 (2 Seiten)
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Atomrecht
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Atom-Völkerrecht: Für den Umbau des
Atomrechts. Experten und NGOs aus aller Welt plädierten in Salzburg für einen
Umbau des Atomrechts. Chancen und Probleme des internationalen und
nationalen Atom- und Umweltrechts erörterten Fachleuten aus aller Welt mit
Vertreterinnen und Vertretern von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) vom
21. bis 23. Oktober 2005 in Salzburg. Die österreichische Überparteiliche
Plattform gegen Atomgefahren (PLAGE) & Zukunftswerkstatt Energie hatten
die 1. Internationale Konferenz zur Weiterentwicklung des Atom-Völkerrechts
ausgerichtet. Erklärtes Ziel der Veranstaltung war es, kritische Rechtswissenschaftler
und Rechtspraktiker mit Umweltaktivisten zusammenzuführen. Der in Salzburg
versammelt gewesene juristische Sachverstand aus den
Bereichen internationales Recht, Umweltrecht und Atomrecht stehe nun den NGOs
zur Verfügung, erklärte Heinz Stockinger, Sprecher der Organisation.
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Stx452-453.2005.8.1 (1 Seite)
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Atomrecht
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Reaktorsicherheit: "Die deutsche Atomverwaltung ist ineffizient
und zukunftsunfähig". Der Bundesumweltminister will die Atomaufsicht
zentralisieren. Die deutsche Atomverwaltung steckt in einer tiefen Krise. Sie
ist gegenüber anderen international üblichen Systemen hoffnungslos veraltet,
ineffizient bürokratisch, für die öffentliche Verwaltung zu teuer und – ohne
weitgehende strukturelle Änderungen – reform- und damit zukunftsunfähig.
Diese Ansicht vertrat der Leiter der Abteilung Reaktorsicherheit im
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU),
Ministerialdirektor Wolfgang Renneberg, auf dem
Deutschen Atomrechtstag am 11./12. November 2004 in Berlin. Zugrunde liegt
dieser Einschätzung eine Untersuchung der derzeitigen
Bundesauftragsverwaltung und möglicher Strukturalternativen im Bereich des
Atomrechts durch die Firma Kienbaum Management Consultants, Düsseldorf.
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Stx432-433.2005.7.1 (1 Seite)
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Atomrecht
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Protest gegen Atomkraft in der neuen EU-Verfassung. Ein breites
Bündnis deutscher Umweltverbände hat dazu aufgerufen, mit Emails an die
deutschen Mitglieder des EU-Verfassungskonvents gegen die Förderung der
Atomkraft zu protestieren. Hintergrund der Aktion sind die Verhandlungen im
EU-Verfassungskonvent: Ein Vorschlag des Ratspräsidenten Valéry Giscard
d'Estaing sieht vor, den europäischen Vertrag zur Förderung der Atomkraft
(EURATOM) als Protokoll der EU-Verfassung beizufügen. Mit der Aktion werden
Bundesaußenminister Josef Fischer und die deutschen Konventsmitglieder
aufgefordert, diesen Vorschlag abzulehnen. Die ökonomische Privilegierung der
Atomkraft müsse abgeschafft werden und der EURATOM-Vertrag spätestens bis
2007 auslaufen.
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Stx394-395.2003.6,7.2 (2 Seiten)
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Atomrecht
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Atomgesetz: "Zweck des Gesetzes ist es, (...) den geordneten
Betrieb sicherzustellen". Nach dem Beschluß des Bundestages im Dezember
2001 hat die Atomnovelle am 1. Februar 2002 im Bundesrat auch ihre letzte
Hürde genommen. Die "geordnete Beendigung" der
Atomenergienutzung bei der gewerblichen Stromerzeugung habe der deutsche Bundestag mit dem neuen Atomgesetz am 14.
Dezember 2001 mit den Stimmen der eigenen Regierungskoalition beschlossen,
meinen SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Damit wurden laut deren Aussage
"umstrittene Änderungen" durch die achte Atomgesetznovelle vom 6.
Juli 1998 aufgehoben, in der noch von einer Förderung der Atomenergie die
Rede gewesen sei. Das neue Gesetz solle "unverhältnismäßige Belastungen
der betroffenen Unternehmen" vermeiden helfen. Die Amortisation der
Atomkraftwerke, ein angemessener Gewinn und Planungssicherheit für die
Energiewirtschaft seien erklärte Ziele des Gesetzes.
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Stx362-363.2002.6.1 (1 Seite)
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Atomrecht
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"Terroranschläge haben das Restrisiko von Atomkraftwerken
verändert". Anhörung vor dem Umweltausschuß des Deutschen Bundestages am
5. November 2001 zur Atomgesetz-Novelle. Die heutige Weigerung der Bundesregierung,
den im Wahlkampf zuvor versprochenen schnellen Ausstieg aus der
Atomenergienutzung herbeizuführen, wurde maßgeblich mit dem zu
berücksichtigenden Eigentumsschutz der Atomindustrie begründet. Die
Terroranschläge in den USA haben nun nach Auffassung von Professor Georg
Hermes dazu geführt, daß sich die Grenze des sogenannten "hinnehmbaren
Restrisikos" bei Atomkraftwerken verschoben hat. Das erklärte der Jurist
von der Universität Frankfurt am Main am 5. November 2001 auf der Anhörung
des Bundestag-Umweltausschusses zum Gesetzentwurf von SPD und Bündnis 90/Die
Grünen "zur geordneten Beendigung der Kernenergienutzung zur
gewerblichen Erzeugung von Elektrizität" und dem wortgleichen
Gesetzentwurf der Bundesregierung. Hermes erklärte, bei gezielten
Flugzeugangriffen auf Kernkraftwerke befinde man sich nicht mehr im Bereich
des tolerierbaren Restrisikos. Er betonte die Verantwortung der Betreiber von
gefährlichen Anlagen, da nie völlig ausgeschlossen werden könne, daß
Flugzeuge auf Kernkraftwerke fallen. Es sei verfassungskonform, wenn der
Gesetzgeber von Betreibern verlange, Risiken "so gut wie"
auszuschließen, um das Grundrecht auf Leben und Gesundheit mit
wirtschaftlichen Interessen zu vereinbaren.
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Stx358-359.2001.9,10.2 (2 Seiten)
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Atomrecht
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Atomgesetz-Novelle vom Bundeskabinett beschlossen. Das
Bundeskabinett hat am 5. September 2001 den von Bundesumweltminister Jürgen Trittin
vorgelegten Gesetzentwurf zur Novellierung des Atomgesetzes beschlossen. Mit
der Novelle soll die Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den
Energieversorgungsunternehmen zum garantierten Weiterbetrieb der
Atomkraftwerke und ihrer Abschaltung in der Zukunft rechtlich umgesetzt
werden. "Ich rechne damit, dass das Verfahren
im Bundestag bis Ende des Jahres abgeschlossen werden kann", wird
Trittin dazu in der Pressemitteilung seines Ministeriums zitiert. Der
Gesetzentwurf kann von der Homepage des Umweltministeriums unter http://www.bmu.de/atomkraft
heruntergeladen werden.
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Stx354-355.2001.8.1 (1 Seite)
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Atomrecht
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IPPNW lehnt die geplante Atomgesetz-Novelle ab. Verbändeanhörung zum
Gesetzentwurf der Bundesregierung wurde in den Umweltverbänden als Farce
empfunden. Die atomkritische Ärzteorganisation zur Verhütung des
Atomkrieges (IPPNW) sieht in dem von der Bundesregierung vorgelegten
Gesetzentwurf zur Novellierung des Atomgesetzes den Versuch, einen
langfristigen Weiterbetrieb der deutschen Atomkraftwerke zu ermöglichen und
die "eigentlich sehr schlechte Rechtsposition der
Atomkraftwerksbetreiber" zu verbessern. Auf der am 6. August 2001 in
Bonn stattgefundenden Verbändeanhörung erläuterte
IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz, daß die Regierung
die Betriebsgenehmigungen der deutschen Atomkraftwerke bei einem
ordnungsgemäßen Vollzug des derzeitigen Atomgesetzes widerrufen müßte, nicht
zuletzt unter Beachtung der Rechtsprechung des Verfassungsgerichts. "Stattdessen bescheinigt sie in ihrem Gesetzentwurf
entgegen den eigenen internen Analysen den Atomanlagen einen rechtlich
akzeptablen Sicherheitsstandard, begnügt sich mit Dauer-Zwischenlagern als
Nachweis für die Entsorgung des Atommülls und verzichtet darauf, eine
risikoadäquate Haftpflichtversicherung vorzuschreiben." Weil "die
Nichterfüllbarkeit der Genehmigungsvoraussetzungen bei der Erteilung der
Genehmigungen bekannt" war, müsse den Betreibern von Atomkraftwerken nun
ein Vertrauensschutz im Hinblick auf den Weiterbetrieb zugebilligt werden,
meint man dagegen im Bundesumweltministerium.
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Stx352-353.2001.3,4.2 (2 Seiten)
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Atomrecht
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Berlin: Atom-Artikelgesetz von Herzog unterzeichnet.
Bundespräsident Herzog hat das Atom-Artikelgesetz am 21.Juli 1994
unterzeichnet und anheim gestellt, das
Bundesverfassungsgericht anzurufen.
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Stx184-185.1994.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Atomrecht
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Bonn: "Ermächtigungsgesetz". "Die Ermächtigung des
Umweltministers (...) stellt sicher, daß die Sicherheitskriterien (...) nicht
durch kleinliche Schikanen von Kraftwerksgegnern zu beeinflussen sind."
Das erklärte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Kurt Faltlhauser am 28. April 1994 im Pressedienst
seiner Fraktion anläßlich der Beratung des energiepolitischen Artikelgesetzes
(Atomgesetz) im Deutschen Bundestag.
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Stx176-177.1994.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Atomrecht
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Atomwirtschaft: Nach dem Abbruch der "Konsensgespräche" soll
nun das Atomgesetz geändert werden. Was sechsmonatige, intensive Verhandlungen
zwischen den politischen Parteien nicht erreicht haben, soll das sogenannte
Artikelgesetz bringen: eine planbare und sichere Grundlage für den politisch
ungestörten Weiterbetrieb der bestehenden kerntechnischen Anlagen und für die
Errichtung neuer Kernkraftwerke. Anders als der Name vermuten läßt, wird das
neue Gesetz nicht die Verwendung des Artikels regeln, sondern nach dem Plan
der Bundesregierung die Abschlußfinanzierung der Steinkohleverstromung ab
1996 sowie die zentralen Fragen der künftigen Nutzung der Kernenergie. Bei
letzteren handelt es sich um die Zulassung der direkten Endlagerung, um die
Aufhebung des Befristungsverbotes und um Sicherheitskriterien für neue
Reaktoren, die Katastrophenschutz überflüssig machen sollen.
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Stx170-171.1994.2,3.2 (2 Seiten)
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Atomrecht
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Neues Atomgesetz in Vorbereitung. Im Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) wurde 1991 an der Änderung des
Atomgesetzes gearbeitet. Nach einem vom Leiter der Abteilung Reaktorsicherheit,
Ministerialdirektor Dr. Walter Hohlefelder,
vorgestellten Zeitplan, soll Anfang 1992 ein Referentenentwurf vorgelegt und
im Laufe des Jahres verabschiedet werden.
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Stx114-115.1991.1,5.2 (2 Seiten)
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Atomrecht
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Plutoniumwirtschaft: Verfassungsklage gegen Plutonium-Nutzung. Die
SPD hält Teile des 1976 unter ihrer Regierungsverantwortung novellierten
Atomgesetzes für verfassungswidrig. Deshalb hat die SPD-Bundestagsfraktion
Ende April 1988 einen Normenkontrollantrag beim Bundesverfassungsgericht
(BVG) in Karlsruhe eingereicht. Bei der Klage geht es sowohl um die generelle
Verfassungswidrigkeit der atomtechnischen Nutzung von Plutonium, soweit sie
"die gezielte Erzeugung, die Be- und
Verarbeitung, die Spaltung, die Ein- und Ausfuhr, den Transport, die
Aufbewahrung und das Abtrennen durch Aufarbeitung sowie die sonstige
energiewirtschaftliche Verwendung von Plutonium" betreffen, als auch um
strukturelle Mängel im Atomgesetz. "Die Verwendung von Plutonium als
Kernbrennstoff ist ... weder zur Sicherung der Versorgung mit Energie, noch
zur Vorsorge gegen eine Verknappung oder Verteuerung von Uran, noch zur
Entsorgung bestrahlter Brennelemente aus Kernreaktoren, noch zur
Aufrechterhaltung oder Erweiterung der Kenntnisse über die Technik der
Plutoniumgewinnung, -verarbeitung und -spaltung, noch aus einem sonstigen
Interesse des Gemeinwohls notwendig", heißt es in der Einleitung der
Klageschrift. Die Klage stützt sich unter anderem auf ein Gutachten von Dr.
Horst Kuni, Professor für Klinische und Experimentelle Nuklearmedizin im
Medizinischen Zentrum für Radiologie der Universität Marburg. Er tritt vor
allem der Ansicht entgegen, Plutonium werde durch die Einhaltung der in der
Strahlenschutzverordnung vorgeschriebenen Grenzwerte unschädlich. Vielmehr
riefen auch niedrige Strahlenwerte schwere Schäden hervor, sogar mit
Todesfolge.
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Stx35.1988.1,2,5.3 + Stx36.1988.6.1 (4 Seiten)
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Atomwaffen
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Zurück zum Anfang
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Atomwaffen
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Vanunu durfte den Carl von Ossietsky-Preis nicht entgegennehmen. Israel hat Mordechai Vanunu
nicht gestattet, nach Deutschland zu reisen und den Carl von Ossietzky-Preis
in Empfang zu nehmen. Vanunu hatte wegen der
Weitergabe von geheimen Informationen über das israelische Atomprogramm 18
Jahre im Gefängnis gesessen. Einem Sprecher der Internationalen
Menschenrechtsliga zufolge sollte Vanunu am 12.
Dezember 2010 in Berlin den Preis als Anerkennung für seine Verdienste um die
atomare Abrüstung entgegennehmen, hatte jedoch keine Genehmigung erhalten,
Israel zu verlassen. Die Menschenrechtsliga entschied dann kurzfristig, die
Preisvergabefeier abzusagen und statt dessen eine Protestdemonstration zu
Ehren des 56 Jahre alten früheren Nukleartechnikers durchzuführen. Zuvor
hatte die Gruppe noch an Israels Entscheidungsträger appelliert, es Vanunu zu ermöglichen, nach Berlin zu kommen.
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Stx578-579.2011.7.1 (1 Seite)
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Atomwaffen
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Iranischer Reaktor Buschehr offiziell in
Betrieb genommen. Nach 35 Jahren
Bauzeit begannen in der iranischen Hafenstadt Buschehr
am Persischen Golf am 21. August 2010 russische und iranische Techniker die
ersten von insgesamt 163 Brennstäben in den dortigen Reaktor einzusetzen. Bis
zum 5. September 2010 soll das Beladen des Leichtwasserreaktors abgeschlossen
werden, der dann im November 2010 ans Netz gehen und bis März 2011 seine
Maximalleistung von 1.000 Megawatt erreichen soll. Der deutsche
Siemens-Konzern hatte den Bau des Atomkraftwerks bereits während der
Herrschaft des 1979 gestürzten Schahs begonnen. Von 1980 bis 1988, während
des Krieges zwischen Iran und Irak, ruhten dann die Bauarbeiten und der
Westen verweigerte wegen der islamischen Revolution die weitere Zusammenarbeit.
1994 einigte sich Teheran schließlich mit Rußland auf eine Wiederaufnahme des
Projekts. Rußland übernimmt für die nächsten 10 Jahre die Lieferung und
Entsorgung des atomaren Brennstoffs.
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Stx568-569.2010.6.1 (1 Seite)
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Atomwaffen
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In Zukunft ohne Atomwaffen. Mit
dem Bekenntnis des amerikanischen Präsidenten Obama zu einer Welt ohne
Atomwaffen gibt es heute die einmalige Chance, die Atomwaffenstaaten auf
konkrete Schritte zur atomaren Abrüstung zu verpflichten, meint die Deutsche Sektion der International Association
Of Lawyers Against Nuclear Arms (IALA NA).
Sie richtet deshalb gemeinsam mit Organisationen wie der IPPNW, der GEW und
Pax Christi einen Appell an die Bundesregierung, im Mai 2010 auf der
Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag in New York auf den Abzug
der letzten US-Atomwaffen aus Deutschland zu dringen. Die
Bundestagsfraktionen von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen forderten dies in einem
Antrag vom 23.03.2010 einmütig ebenfalls. http://ialana.de/home/news-detail/article/111/fur-eine-z/
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Stx558-559.2010.8.1 (1 Seite)
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Atomwaffen
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Buchmarkt: Demokratie gegen den
Machiavellismus der Machtpolitik. Francis A. Boyle: Bereits die Politik der
atomaren Abschreckung ist ein Verbrechen. „Ich bin wahrscheinlich der Einzige hier im Saal, der Atomkriegs-Erfahrungen hat.“ Er
hoffe, daß er mit diesem Eingeständnis kein Staatsgeheimnis verrate. Das
erklärte Willy Wimmer, von 1976 bis 2009 CDU-Bundestagsabgeordneter und von
1988 bis 1992 Parlamentarischer Staatssekretär im
Bundesverteidigungsministerium, während einer Tagung „Frieden durch Recht?“,
die am 26. und 27. Juni 2009 in der Berliner Humboldt-Universität stattfand.
Sie war von der Juristenvereinigung IALANA und zahlreichen weiteren
Organisationen, darunter die „Neue Richtervereinigung“ sowie die „RichterInnen und StaatsanwältInnen
in der Gewerkschaft Ver.di“ veranstalteten worden. Wimmer bezog sich dabei
auf seine Teilnahme als „Verteidigungsminister Üb“ an der NATO-Übung WINTEX/
FALLEX im Jahre 1986 im damaligen Atombunker („Dienststelle Marienthal“) der Bundesregierung tief unterhalb der
Weinberge nahe dem rheinland-pfälzischen Ahrweiler-Bad Neuenahr. Wie Wimmer
weiter berichtete, habe im Verlaufe dieser NATO-Übung das NATO-Hauptquartier
in Brüssel um Zustimmung der zuständigen deutschen Stellen zu einem Einsatz
von Nuklearwaffen gegen Ziele in der damaligen DDR ersucht, unter anderem
gegen Dresden und eine weitere ostdeutsche Großstadt.
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Stx546-547.2009.10,11.2 (2 Seiten)
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Atomwaffen
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Tornado-Piloten üben den Atombomben-Abwurf. Tornado-Piloten auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel lernen, wie
man Atombomben abwirft. Deren Einsatz ist der Bundeswehr aber nach Ansicht
vieler Völkerrechtler verboten. Das sagt auch das Bundesverteidigungsministerium
in einer offiziellen Anweisung. Im Ernstfall hätten die Piloten den Schwarzen
Peter. Aufruf zur Großdemonstration unter dem Motto „Vor der eigenen
Türe kehren“ am 30. August 2008 in Büchel: www.atomwaffenfrei.de
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Stx518-519.2008.2-4.3 (3 Seiten)
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Atomwaffen
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Atomwaffenunfall: Radioaktiv
verseuchtes Erdreich in Spanien entdeckt. Mehr als 42 Jahre nach dem
schwersten Unfall mit amerikanischen Atomwaffen sind in Spanien größere
Mengen von radioaktiv verseuchtem Erdreich gefunden worden. Sie befinden sich
in zwei Gruben, die Bedienstete der US-Streitkräfte an der Unglücksstelle
nahe des Dorfes Palomares im Südosten Spaniens
ausgehoben hatten. Spanien und die USA wollen das Erdreich nun gemeinsam
analysieren und anschließend entseuchen.
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Stx514-515.2008.4.1 (1 Seite)
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Atomwaffen
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Grand Strategy. Der deutsche Heeresgeneral Naumann und andere Militärpolitiker der
NATO rufen zu Erstschlägen mit Atomwaffen auf, sollte die weltweite Dominanz
des Westens und seiner „Lebensart“ in Frage gestellt werden. Der atomare
Erstschlag müsse im „Köcher“ jeder Eskalationsstrategie sein, schreibt der
ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr Naumann. Im Militärausschuss
der NATO war Naumann zeitweise deutscher Dezernatsleiter für
Nuklearstrategie. In den vergangenen Jahren betätigte sich der höchst
dekorierte deutsche Soldat als Aufsichtsratsmitglied des Rüstungskonzerns
„Thales“. Naumann ist außerdem Vorsitzender des Aufsichtsrats eines deutschen
Unternehmens für atomare Entseuchung („Odenwaldwerke Rittersbach“/OWR AG).
Die atomare Erstschlagsstudie verfasste
Naumann gemeinsam mit einem weiteren Firmenmitglied der OWR AG. Auftraggeber
der angeblich privaten Atomfirma, in der auch Bundeswehrgeneral Klaus
Reinhardt beschäftigt war, sind die deutschen Streitkräfte und die US-Armee.
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Stx508-509.2008.8.1 (1 Seite)
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Atomwaffen
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Fabrik für nukleare Kugel-Brennelemente offenbar im Fadenkreuz internationaler
Terroristen. Dort, wo mit Hilfe
der bundesdeutschen Firmen NUKEM (Alzenau), Uhde (Dortmund), SGL Carbon (Wiesbaden, Meitingen),
Essener Hochdruck Röhrenwerk EHR (Zweigwerk Dortmund) und des
US-Konzernablegers Meridium (Walldorf) in Pelindaba die Herstellung des nuklearen Brennstoffs für
den Pebble Bed Modular
Reaktor (PBMR) vorbereitet wird, fand Pressemeldungen zufolge am 8. November
2007 ein schwer bewaffneter Überfall auf das Kontrollzentrum des
Atomforschungszentrums statt. Vier Gangster stürmten demnach zur
Instrumententafel der Nuklearanlage, verletzten den zuständigen Manager Anton
Gerber durch Schüsse schwer und flohen danach unerkannt. Laut „The Times“ vom
14. November 2007 soll sich im westlichen Teil der Anlage eine weitere Gruppe
von Angreifern befunden haben, die nach einem Schußwechsel ebenfalls
unerkannt geflohen ist. In diesem Zusammenhang wurde zudem bekannt, daß
bereits im Juni 2007 ebenfalls ein bewaffneter Überfall stattgefunden hatte,
bei dem ein anderer Manager niedergeschossen wurde.
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Stx502-503.2007.6,7.2 (2 Seiten)
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Atomwaffen
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Die erste Atomkatastrophe. Von
Sebastian Pflugbeil gelesen in „The Unknown Stalin“
der Zwillingsbrüder Zhores and
Roy Medwedjev. Die Beschreibung der ersten
russischen Atomkatastrophe vor 58 Jahren kommt in der internationalen
Literatur über die Geschichte der Atomwaffen und Kernenergienutzung bisher
nicht vor. Der Autor des hier referierten Berichtes, Zhores
Medwedjew, Biochemiker und Historiker, wurde durch die Aufdeckung der
schrecklichen Katastrophe in Kyshtym 1958 bekannt.
In einer Art forensischer Biologie fielen ihm zahlreiche Publikationen auf,
in denen gehäuft über genetische Veränderungen an verschiedenen Pflanzen und
Tieren berichtet wurde, ohne anzugeben, worauf diese Veränderungen wohl
zurückgehen könnten. Er rekonstruierte dann minutiös, wo genau diese Pflanzen
und diese Tiere gemeinsam vorkommen – das war in der Umgebung von Kyshtym auf der Ostseite des Urals. Er stach damit quasi
in ein Hornissennest und mußte 1973 ins Exil gehen. Er lebt seither in
London. Dieser Bericht beruht auf Informationen aus dem Buch über den
„unbekannten Stalin“.
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Stx490-491.2007.6-8.3 (3 Seiten)
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Atomwaffen
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Der Vertrag über die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen förderte von
Anfang an die Weiterverbreitung von Atomwaffen-Technologie. Vor 40 Jahren hat das sogenannte Nth Country Experiment bewiesen, daß zwei junge Physiker
ohne spezielle Vorkenntnisse auf der Grundlage öffentlich zugänglicher
Literatur in weniger als drei Jahren einen funktionstüchtigen Atomsprengsatz
entwickeln können. Es gibt keinen Zweifel, daß in Zeiten weit
verbreiteter Computer- und Internettechnologie eine kleine Gruppe
motivierter und begabter Wissenschaftler einen Atomsprengkörper innerhalb
weniger Wochen entwickeln könnte. Darauf macht der in Paris lebende
deutsch-französische Energie- und Atompolitikexperte Mycle
Schneider in einer Studie für die Grünen im Europaparlament aufmerksam, die
am 21. März 2007 in Brüssel vorgestellt wurde.
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Stx486-487.2007.7-8.2 (2 Seiten)
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Atomwaffen
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Blendwerk EU-Verfassung. Von Dietrich Antelmann.
Die Bevölkerung von Frankreich
und den Niederlanden hat den Verfassungsentwurf der Europäischen Union (EU)
abgelehnt. Nach demokratischen Grundsätzen müßte die Verfassung nun unter
Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger neu erarbeitet werden. Doch die
Ablehnung wird lediglich als Vermittlungsproblem gesehen und das soll mit
einem „Plan D“ behoben werden: Er wird von der „Deutschen Gesellschaft e.V.“
(www.deutsche-gesellschaft-ev.de) ausgeführt, mit finanzieller Unterstützung
der Europäischen Kommission, in Kooperation mit dem Informationsnetzwerk
Europe Direct, dem Deutschlandfunk und dem
Medienkonzern Bertelsmann. Die Auftaktveranstaltung fand am 7. Februar 2007
unter dem Motto „Unsere Botschaft an Europa“ im Loft der Urania in Berlin
statt. Der Diplom-Kameralist Dietrich Antelmann hat
an der Veranstaltung teilgenommen: „Sensibilisiert durch meine
Kindheitserinnerungen im Zweiten Weltkrieg ist mir auf der Werbeveranstaltung
zur Wiederbelebung der EU-Verfassung in aller Deutlichkeit klar geworden, daß das militärisch erstarkte Deutschland
mit Hilfe der EU wieder Großmachtpläne verfolgt.“ Das läßt ihm keine Ruhe und
er möchte sich einmischen. Viel sei gesprochen worden von der „Seele Europas“
und einem demokratischen, friedlichen und wohlhabenden Europa. Doch eine über
Vorwort und Zielformulierung hinausgehende Analyse des Verfassungstextes
zeige etwas anderes.
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Stx486-487.2007.6-7.2 (2 Seiten)
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Atomwaffen
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Buchmarkt: Die Bombe im Keller.
Wie Israel Nuklearmacht wurde und was das für die Welt bedeutet. Während
der Iran sein Nuklearprogramm entwickelt und ausdrücklich Israel bedroht,
beschreibt Michael Karpin in seinem jetzt bei Simon
& Schuster erschienenen Buch „The bomb in the basement“ einen wichtigen Zusammenhang für die
zunehmenden Spannungen im Mittleren Osten.
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Stx482-483.2007.8.1 (1 Seite)
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Atomwaffen
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Friedensnobelpreise für den Kampf gegen Atomrüstung. Proteste gegen die
Vergabe des Friedensnobelpreises an die IAEA. Die jüngste Vergabe des Friedensnobelpreises 2005 an die
Internationale Atomenergieagentur (IAEA) und ihren Generalsekretär Mohammed El Baradei stößt allenthalben
auf äußerstes Erstaunen bis vehemente Ablehnung. Das Nobelkomitee hat sich
politisch festgelegt: Der Kampf gegen Massenvernichtungswaffen soll nicht
durch eine Weltpolizei spielende Supermacht, sondern von den von der
Staatengemeinschaft damit beauftragten Gremien geführt werden. Und es hat mit
der Wahl der IAEA das Ansehen des Friedensnobelpreises und seinen Wert für
die früheren Empfänger spürbar entwertet. Ein Kommentar von Thomas Dersee.
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Stx452-453.2005.1.1 (1 Seite)
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Atomwaffen
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60 Jahre nach Hiroshima: Noch immer halten die USA Atombomben in
Deutschland bereit. Noch immer halten die USA auf deutschem Boden eine geheim gehaltene Anzahl von B61-11-Atombomben bereit.
Jede davon ist mit der fünffachen Sprengkraft der Hiroshima-Bombe
ausgestattet, die vor genau 60 Jahren, am 6. August 1945, mehr als 200.000
Menschen in der japanischen Stadt sofort getötet und viele tausend andere
schwer chronisch geschädigt hat. Darauf weist die deutsche Sektion der
Internationalen Ärztevereinigung zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) jetzt
in einem Appell zur Bundestagswahl hin.
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Stx.446-447.2005.4.1 (1 Seite)
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Atomwaffen
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Whistle Blower:
Mordechai Vanunu darf weiterhin nicht ausreisen.
Am 19. April 2005 überreichte Jakob von Uexküll in Israel den Right Livelihood Award an
Mordechai Vanunu. Die auch Alternativer Nobelpreis
genannte Auszeichnung war Vanunu bereits 1987
verliehen worden, nachdem er Enthüllungen über das israelische
Atomwaffenprogramm gemacht hatte. Dafür hat er bis zum 21. April 2004 in
Israel im Gefängnis gesessen und blieb auch seitdem in seinen Freiheiten und
Kontaktmöglichkeiten beschränkt. Die sonst übliche Übergabe des Preises vor
dem schwedischen Parlament in Stockholm war deshalb nicht möglich. Im Rahmen
einer Anhörung des parlamentarischen Ausschusses für Verfassung, Recht und
Justiz der Knesset in Jerusalem zu den gegen Vanunu
von Israel verhängten und auch nach Verbüßung der Gefängnisstrafe andauernden
Restriktionen hat Jakob von Uexküll gleichfalls am 19. April 2005 eine Rede
gehalten, die Strahlentelex in deutscher Übersetzung aus dem Englischen
dokumentiert. Mit einem Kommentar von Sebastian Pflugbeil.
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Stx440-441.2005.4-6.3 (3 Seiten)
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Atomwaffen
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Das atomare Dreieck Deutschland, Südafrika und Pakistan. Die
jahrzehntelange zivil-militärische Forschung der "Gesellschaft zur
Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt" (GKSS), direkt neben
dem Atomkraftwerk Krümmel, hat Auswirkungen bis
heute. Eine Betrachtung von Horst Blume.
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Stx434-435.2005.1-3.3 (3 Seiten)
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Atomwaffen
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15 Jahre Arbeitslager für den russischen Konfliktforscher Igor Sutjagin. Nur wenige Tage nach den russischen
Präsidentschaftswahlen wurde der bereits 5 Jahre in Untersuchungshaft
sitzende Konfliktforscher Igor Sutjagin (39) am 7.
April 2004 zu 15 Jahren Haft "wegen Spionage" verurteilt, weil er
öffentlich allgemein zugängliche Informationen weitergegeben haben könnte. Sutjagin ist einer der führenden USA- und Kanada-Kenner
der russischen Wissenschaft. Ein Bericht und Kommentar von Sebastian
Pflugbeil.
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Stx430-431.2004.7,8.2 (2 Seiten)
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Atomwaffen
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Europäischer Kongreß der IPPNW, 7.-9. Mai 2004 in Berlin: Ärzte warnen
vor amerikanischem Kriegstreiben und Gefahren der Atomenergie-Nutzung. Die
USA bereiten sich für kommende Kriege auf den Einsatz von Atomwaffen vor.
Dies ist die einhellige Einschätzung der australischen Kinderärztin Helen Caldicott, des amerikanischen Arztes und IPPNW-Gründers
Professor Bernard Lown, des malaysischen
IPPNW-Präsidenten Ron McCoy, des kanadischen Ökonomieprofessors Michel Chossudovsky und des EUROSOLAR-Präsidenten und
SPD-Bundestagsabgeordneten Hermann Scheer. Sie warnten auf dem Kongreß
"Atomenergie und Atomwaffen in einer instabilen Welt", den die
Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) vom 7. bis 9.
Mai 2004 in Berlin veranstalteten, vor dem geplanten Einsatz von taktischen
Atomwaffen, sogenannten Mini-Nukes. "Die neue
Atompolitik der USA involviert ausdrücklich die großen Rüstungsfirmen in der
Planung des Atomkrieges", so Chossudovsky.
"Diese bestimmen auch die Agenda des Einsatzes von Atomwaffen mit."
Dies sei gleichbedeutend mit der "Privatisierung des Atomkrieges".
Ein Kongreßbericht.
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Stx418-419.2004.1-5.5 (5 Seiten)
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Atomwaffen
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Whistleblower: Vanunu
umjubelt und geschmäht. "Ich bin stolz und glücklich, getan zu
haben, was ich tat." Das sagte der in seinem Land nur
"Atomspion" genannte 49-jährige Mordechai Vanunu
am 21. April 2004 bei seiner Entlassung aus dem Schikma-Gefängnis
in Aschkelon (Israel). Vanunu
hatte von 1976 bis 1985 am israelischen Atomreaktor von Dimona
im Negev gearbeitet und 1986 seine Kenntnisse über
das israelische Atomprogramm der britischen "Sunday
Times" offenbart. Wegen "Landesverrat und Spionage" mußte er
18 Jahre lang ins Gefängnis, von denen er mehr als 11 Jahre in Einzelhaft
verbrachte. Vanunu forderte jetzt internationale
Inspektionen im Reaktorzentrum Dimona und einen
Verzicht Israels auf Atomwaffen.
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Stx416-417.2004.8.1 (1 Seite)
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Atomwaffen
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Indien hat "Mini-Nukes" entwickelt.
Indien hat sogenannte "Mini-Nukes"
entwickelt und sucht nun nach einem geeigneten Testgelände für diese
Kleinst-Atombomben. Das verlautete im April 2004 nach Angaben aus
diplomatischen Kreisen in Neu Delhi. Vorläufer solcher Tests hatten bereits
Mitte der achtziger Jahre in Deutschland stattgefunden, was zur großflächigen
Verteilung von Kernbrennstoff im Umfeld der Geesthachter
Atomanlagen bei Hamburg und zur Häufung von Leukämieerkrankungen bei Kindern
in der Elbmarsch führte.
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Stx416-417.2004.7-8.2 (2 Seiten)
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Atomwaffen
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IAEA-Chef: Die Gefahr eines Atomkrieges war noch nie so groß wie heute.
Nach Ansicht von Mohammed al-Baradei,
Generaldirektor der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) in Wien, war
die Gefahr eines Atomkrieges "noch nie so groß wie heute".
Besonders beunruhigt ist der IAEA-Chef einem Interview mit dem
Nachrichtenmagazin Der Spiegel vom 24. Januar 2004 zufolge über neue
Erkenntnisse über den illegalen Handel mit Nukleartechnik. Ein Atomkrieg rücke
näher, wenn wir uns nicht auf ein neues internationales Kontrollsystem
besinnen, sagte er.
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Stx410-411.2004.8.1 (1 Seite)
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Atomwaffen
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Die Atomkrieger sind wieder da. Der US-Senat erlaubt Forschung an
"Mini-Nukes". Der US-Senat hat am 21.
Mai 2003 das seit 1993 geltende Verbot der Erforschung und Entwicklung von
"Mini-Atombomben" aufgehoben. Die republikanische Mehrheit der Senatoren
entsprach damit mit 51 gegen 43 Stimmen einer Forderung des Pentagon.
Entgegen den Behauptungen von US-Verteidigungsminister Rumsfeld, man stehe
noch am Beginn von Studien, gehen amerikanische und andere Experten davon
aus, daß sich das Atomwaffenprojekt längst in einem sehr viel konkreteren
Stadium befindet. Als bereits eingetretene "Kollateralschäden"
werden die gehäuften Leukämieerkrankungen seit 1990 bei den Kindern in der
Elbmarsch betrachtet, aus ersten Versuchen schon in den achtziger Jahren in
Deutschland.
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Stx394-395.2003.1,2.2 (2 Seiten)
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Atomwaffen
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Mit Deutschland als Komplize zu atomaren Mini-Bomben. Die Gefahr des Atomwaffeneinsatzes
wird wieder größer. Eine Analyse von Sebastian Pflugbeil. Was in der
letzten Zeit unter der Regierung von George W. Bush junior
beunruhigt, ist, daß sie nicht nur versucht, internationale Verträge zu
kündigen und sich zum Beispiel neben vielen anderen wichtigen internationalen
Verträgen auch aus dem ABM-Vertrag verabschieden will, sondern daß sie auch
ganz offen ankündigt, neue Atomwaffen entwickeln zu wollen. Das ist ein
Tabubruch und der ganzen Vorgeschichte nach unanständig. Kein anderer Staat
hat so etwas in solcher Direktheit verkündet. Auch deutliche Kritik hält die
Regierung Bush junior offenbar nicht auf. Wer die
Atomwaffen-Literatur verfolgt, kann deutlich sehen, daß bestimmte Themen
nicht mehr zu recherchieren sind, sie sind gesperrt. Bestimmte Bereiche auf
der Homepage des Departement of Energy
der USA, unter dem diese Atomwaffenentwicklung läuft, sind seit einigen
Monaten nicht mehr zugänglich. Das ist ein Hinweis darauf, daß man jetzt zur
Sache kommen will und geheime Kommandosachen weiterbetreibt. Das finde ich
sehr beunruhigend im Zusammenhang mit dem, was nun im Irak geschehen ist, im
Kontext von Bushs Präventivkriegsdoktrin und der offenen Androhung des
Einsatzes von Atomwaffen sowie im Kontext der Äußerungen von Bush junior über die sogenannten Schurkenstaaten. Das ist eine
sehr unglückliche Entwicklung. Sie provoziert, daß man außerhalb der USA, in
den Schwellenländern und in den Ländern, die bereits ebenfalls angefangen
haben, mit Atomwaffen zu spielen, versucht nachzuziehen oder zumindest den
Eindruck zu erwecken, daß man Atomwaffen hat, um einen gewissen Schutz vor
leichtfertigen Angriffen von Außen zu haben. Das
ist sehr gefährlich.
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Stx394-395.2003.2-6.5 (5 Seiten)
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Atomwaffen
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Einer von 500.000. Gedankensplitter während der großen
Friedensdemonstration am 15. Februar 2003 in Berlin. Von Sebastian Pflugbeil:
"Unter 500.000 Demonstranten hatte ich schon manchmal das Gefühl
einer überwältigenden Gemeinsamkeit; ich traf Freunde, aber ich war über
lange Strecken auch mit mir und meinen Gedanken alleine und konnte mich
erinnern, überlegen, was ich den anderen wohl sagen würde, wenn ich da oben
auf der Bühne am Mikrophon stünde."
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Stx388-389.2003.4,5.2 (2 Seiten)
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Atomwaffen
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Lesermeinung: "Bessy" gegen "Dimona". Das Berliner Elektronensynchrotron
"BESSY", in Jordanien mit 340-fach verbesserter Leistung als "BESSY
1a" wieder aufgebaut, könnte das Schicksal des Reaktors
"OSIRIS" in Bagdad erleiden. In der vorigen Ausgabe des
Strahlentelex (Nr. 386-387 vom 06.02.2003, S. 1+2) hatte Dr. Reinhard Brandt,
Professor i. R. für Kernchemie an der Philipps-Universität Marburg, davor
gewarnt. "OSIRIS" ("OSIRAK") war seinerzeit kurz vor
Fertigstellung von Israel zerstört worden. Auch mit "BESSY" läßt
sich Plutonium zum Bombenbau produzieren. Professor Dr. Hartwig Spitzer vom
Institut für Experimentalphysik und der Arbeitsgruppe für Naturwissenschaft
und Internationale Sicherheit (CENSIS) in der Universität Hamburg, hält
solche Befürchtungen für übertrieben. Brandt sieht seine Bedenken durch die
Ausführungen von Spitzer bestätigt.
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Stx388-389.2003.3.1 (1 Seite)
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Atomwaffen
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Plutoniumwirtschaft: Das Berliner Elektronensynchrotron ist jetzt in
Jordanien. 8 Millionen Euro für den Aufbau von BESSY 1a im Nahen Osten – vielleicht
für das Schicksal von OSIRIS in Bagdad. BESSY 1, das
Elektronensynchrotron aus Berlin, ist jetzt nach Jordanien
"verbracht" worden – so nennt man eine delikate Schenkung im
Beamtendeutsch. Die Problematik dieser Angelegenheit wurde im vorigen Jahr
zweimal in der deutschen Öffentlichkeit publiziert: Im Strahlentelex Nr.
366-367 vom 4. April 2002 gab es einen Artikel "Plutoniumwirtschaft:
BESSY 1 soll in den Orient" (Reinhard Brandt) und im Berliner
Tagesspiegel vom 19. Februar 2002 stand: "Plutonium für Nahost – ein
Forscher warnt" (Kohlenberg). Leider gab es darauf kaum eine Resonanz
oder offene Diskussion in Deutschland. So wird jetzt im Nahen Osten von einer
neuen, internationalen Organisation SESAME diese Nuklearanlage zur Produktion
von Synchrotronstrahlung mit einer um den Faktor
340 verbesserten Leistung und mit dem Segen der UNESCO als BESSY 1a wieder
aufgebaut. Teilkosten in Höhe von 8 Millionen Euro soll die Europäische Union
tragen. Die Reaktionen aus Israel zu diesem Vorhaben sind zwiespältig:
Einerseits ist Israel kürzlich offizielles Mitglied der SESAME-Organisation
geworden, andererseits hat Ende November 2002 der deutsche Professor H.
Schopper, der Hauptverantwortliche dieser ganzen Transaktion, auf einer
Sitzung der israelischen Akademie der Wissenschaften zu Jerusalem über dieses
Vorhaben berichtet – und er wurde dort mit erheblichen Bedenken konfrontiert.
Darüber berichtete Frau Traubmann am 4. Dezember
2002 in der großen israelischen Tageszeitung Haaretz
in einer für eine Demokratie üblichen und ausgewogenen Weise. Damit nun
beschäftigt sich Dr. Reinhard Brandt, pensionierter Professor für Kernchemie
im Fachbereich Chemie der Philipps-Universität Marburg.
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Stx386-387.2003.1,2.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Atomwaffen
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Plutoniumwirtschaft: Bessy I soll in den
Orient. Jordanien und Armenien stehen als Empfängerländer für das Berliner
Elektronensynchrotron zur Auswahl. Die Bundesregierung verschenkt das
ausrangierte Berliner Elektronensynchrotron Bessy I
in den Nahen Osten. Damit läßt sich jedoch Bomben-Plutonium herstellen, warnt
Professor Reinhard Brandt. Vor bald einem Jahr, im Mai 2001, wurde in dieser
Zeitschrift von Dr. Reinhard Brandt, pensionierter Professor für Kernchemie
im Fachbereich Chemie der Philipps-Universität Marburg, ein Artikel
publiziert mit dem Titel: "Plutoniumwirtschaft: BESSY I soll nach
Jordanien" (Stx344-345.2001.1-3.3). Darauf gab es nur in einer
Fachzeitschrift, der "StrahlenschutzPraxis",
öffentliche Reaktionen, die im Ton unerfreulich und in der Sache zu
unausgewogen waren, um ein richtiges Bild in der Öffentlichkeit entstehen zu
lassen. Es ist dann am 19. Februar 2002 im Berliner "TAGESSPIEGEL"
auf der Seite 3 ein längerer Artikel unter dem Titel: "Das chemische
Gefühl - Plutonium für Nahost / Ein Forscher warnt" zu diesem Thema mit
einer beunruhigenden Zusatznachricht erschienen: Mit der Auslieferung der
alten Elektronensynchrotron-Anlage BESSY I aus Berlin nach Jordanien per Flugzeug
soll ab Ende März dieses Jahres begonnen werden, ohne daß die
Gesamtproblematik dieser "Verbringung" (so heißt so etwas in
Amtsdeutsch, wenn die Bundesregierung solche Anlagen verschenkt) auch nur
ansatzweise in der Öffentlichkeit in ihren positiven und negativen Aspekten
diskutiert worden ist. Deshalb geht Brandt hier noch einmal auf diese
Angelegenheit ein.
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Stx366-367.2002.1-3.3 (3 Seiten)
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Atomwaffen
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Kernfusion und Kernwaffen: Teufel und Beelzebuben:
Die Stasi sorgte sich wegen Kernbrennstoff-Kügelchen. Das Ministerium für
Staatssicherheit der DDR vermutete, daß Berechnungen und Experimente mit
Kernbrennstoff-Kügelchen, die von deutschen, amerikanischen und schweizer Atomforschern unter dem Deckmantel der
Fusionsforschung durchgeführt wurden, vorwiegend militärisch motiviert waren.
Denn sie verleiten zum Bau von Mini-Atombomben, die in einem Kugelschreiber
untergebracht werden könnten. Das ergibt sich aus Stasi-Akten der
Gauck-Behörde. Eine Recherche von Dr. Sebastian Pflugbeil.
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Stx350-351.2001.1,2.2 (2 Seiten)
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Atomwaffen
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Plutoniumwirtschaft: BESSY I soll nach Jordanien. Das Bundeskanzleramt
hat nichts dagegen. Mit dem ausgemusterten Berliner Elektronensynchrotron
ließe sich im Nahen Osten Bombenplutonium herstellen. Im Juli 1998 hatte
in Berlin-Adlershof der neue Elektronenspeicherring für Synchrotronstrahlung
BESSY II seinen Betrieb aufgenommen. Seit Januar 1999 stellt nun die 195
Millionen Mark teure Anlage zum Zwecke der Forschung Strahlung vom infraroten
bis in den Röntgenbereich zur Verfügung. Zum 1. Januar 2000 wurde daraufhin
die kleinere Vorläuferanlage BESSY I am Breitenbachplatz in
Berlin-Wilmersdorf stillgelegt. Interessierte Kreise aus der Europäischen
Organisation für Kernforschung in Genf (CERN) planen nun, BESSY I nach
Jordanien zu exportieren. Aber: "Mit den 850 MeV
Elektronen von BESSY läßt sich saftig Plutonium-239 herstellen", warnt
der Kernchemiker Dr. Reinhardt Brandt, pensionierter Professor an der
Philipps Universität Marburg. Und er fragt nach dem Sinn, in einem
Krisengebiet 20 Kilometer von Israel entfernt eine deutsche Anlage
aufzubauen, mit der Bombenplutonium hergestellt werden kann.
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Stx344-345.2001.1-3.3 (3 Seiten)
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Atomwaffen
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NATO. Ärzte wollen klare Zustimmung für neue Atompolitik.
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Stx286-287.1998.15.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Atomwaffen
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Europa und die Zukunft der/ohne Atomwaffen. Tagungsbericht. "Im
Kriegsfall ist der Nichtweiterverbreitungs-Vertrag gegenstandslos". Bei
vielen hat sich nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes die Meinung
ausgebildet, daß die Bedrohung durch Atomwaffen geringer geworden sei und die
nukleare Abrüstung voranschreite. Bestärkt wurde sie darin durch die
unbefristete Verlängerung des Nichtweiterverbreitungs-Vertrages (NV-Vertrag)
am 12. Mai 1995. Seit erneuten Kernwaffentests Chinas und der Wiederaufnahme
der Tests durch Frankreich ist ein begründeter Zweifel an dieser Auffassung
anzumelden. In Zusammenarbeit mit dem International Network of Engineers and Scientists Against
Proliferation (INESAP) und der Naturwissenschaftler-Initiative
"Verantwortung für den Frieden" veranstaltete deshalb die
Evangelische Akademie Mülheim/Ruhr vom 19. bis 21. Januar 1996 eine Tagung
mit dem Thema "Europa und die Zukunft der/ohne Atomwaffen". Sie
behandelte die Funktion von Atomwaffen in der europäischen Politik für die
nahe Zukunft und die Frage, ob sich ein "Europa ohne Atomwaffen"
begründet diskutieren läßt. Dabei beschäftigte man sich mit der Frage der
Nuklearstrategie der Kernwaffenmächte nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes
und der Funktion der Atomwaffen im Bereich von NATO und Westeuropäischer
Union (WEU), dem aktuellen Forschungs- und Entwicklungsstand in der
Kernwaffentechnik sowie der immer noch offen gehaltenen Option Deutschlands
an der nuklearen Teilhabe. Aus Mülheim berichtet für Strahlentelex der
Diplomphysiker Roland Wolff.
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Stx220-221.1996.2-4,10,11.5 (5 Seiten)
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Atomwaffen
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Naturwissenschaftler-Initiative: Unterstützung für Mordechai Vanunu. In einem offenen Appell an den Israelischen
Staatspräsidenten Weizmann und den Ministerpräsidenten Rabin hat sich die
Naturwissenschaftler-Initiative "Verantwortung für den Frieden",
Düsseldorf, erneut für die Freilassung des Atomwissenschaftlers Mordechai Vanunu eingesetzt. Vanunu war
1988 wegen der Verletzung von Geheimhaltungsvorschriften in Jerusalem zu
einer Freiheitsstrafe von 18 Jahren verurteilt worden und wird seitdem in
Einzelhaft gehalten.
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Stx212-213.1995.12.1 (1 Seite)
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Atomwaffen
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Verbreitung von Atomwaffen: Atomreaktoren dienen nicht einfach der
Stromproduktion. Der militärische Zweck der Atomtechnologie und der Irrglaube
einer friedlichen Nutzung / Interview mit Dr. Roland Kollert. Im Sommer
1994 bestimmten Pressemeldungen über "vagabundierendes" Plutonium
die Medienlandschaft. China führte trotz internationaler Proteste erneut
Atombombenversuche durch und heizte so das Kriegsklima in Asien weiter an.
Wer, mit welcher Begründung und auf welchem Weg Atomwaffenstaat wird, ist leider
keine rein historische, sondern eine ausgesprochen aktuelle Frage. Der
Physiker Dr. Roland Kollert vom Bremer Forschungsinstitut Kollert&Donderer
veröffentlichte Ende 1994 seinen Forschungsbericht zur Geschichte der
Atomtechnologiepolitik in 5 westeuropäischen Ländern. Er zeigt in seinem
Buch, daß die sogenannte friedliche Nutzung der Atomkraft zum Zweck der
Stromerzeugung vor allem dazu genutzt wurde, den militärischen Nutzen dieser
Technologie zu verschleiern. Strahlentelex befragte Dr. Roland Kollert zu
seinem im Deutschen Universitäts-Verlag Wiesbaden unter dem Titel "Die
Politik der lateralen Proliferation" erschienenen Buch und zum Stand der
Vorgespräche zur Konferenz über die Verlängerung des Atomwaffensperrvertrags
1995 in New York.
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Stx190-191.1994.1-4.4 (4 Seiten)
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Atomwaffen
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Das nukleare Erbe der Sowjetunion. Am 28. Januar 1993 benannte der
russische Geheimdienst 16 Staaten, die "an der Schwelle zur
Massenvernichtungswaffe stehen": Algerien, Argentinien, Brasilien,
Chile, Ägypten, Israel, Indien, Irak, Iran, Nord- und Südkorea, Libyen,
Pakistan, Syrien, Taiwan und Südafrika. Der Chef der russischen
Auslandsaufklärung, Jewgeni Primakow, zeichnete zugleich ein düsteres Bild
von den ökologischen Folgen bei der Herstellung von Massenvernichtungswaffen
auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Bis zu vier Millionen
Quadratkilometer auf dem Territorium Rußlands und der heutigen Gemeinschaft
Unabhängiger Staaten (GUS) seien infolge der radioaktiven Verseuchung durch
die ehemals sowjetische Waffenproduktion unbewohnbar. Das entspricht einem
Gebiet mehr als elf mal so groß wie das des
vereinigten Deutschlands. So lauteten die Nachrichtenmeldungen. Die erste
Pressekonferenz in der Geschichte des sowjetischen und russischen Geheimdienstes
sei dies gewesen, bei der eigene Erkenntnisse derart öffentlich vorgelegt
worden seien, heißt es. Von der ersten Phase der Glasnost-Politik
profitierten auch Siegfried Fischer und Otfried Nassauer vom Berliner
Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit. Eine Fülle von Daten und
Fakten, teils auf bislang geheimem Material beruhend, haben sie
zusammengetragen und Experten von Moskau bis Washington eingeladen, über alte
und neue Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse im Umgang mit der Bombe zu schreiben.
Daraus haben sie ein 397 Seiten starkes Buch mit dem Titel "Satansfaust.
Das nukleare Erbe der Sowjetunion" gemacht, das Ende 1992 im
Aufbau-Verlag Berlin erschienen ist. Besprechung.
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Stx146-147.1993.5,7.2 (2 Seiten)
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Atomwaffen
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Bundesnachrichtendienst: "Neun Staaten an der Atomschwelle".
Neun Schwellenländer verfügen nach Angaben des Präsidenten des
Bundesnachrichtendienstes (BND), Dr. Hans Georg Wieck, 1989 zumindest über
die technischen Möglichkeiten zum Bau von Atombomben.
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Stx62-63.1989.10.1 (1 Seite)
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Atomwaffen
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Israel/Bonn: Öffentliches Gerichtsverfahren für Mordechai Vanunu gefordert. Zur Gründung eines deutschen
Komitees "für ein öffentliches Gerichtsverfahren für Mordechai Vanunu" haben Anfang 1988 Mitglieder der deutschen
Friedensbewegung, der Anti-Atom-Bewegung und der Grünen aufgerufen. Der
israelische Atomtechniker Vanunu wird in einem
Geheimverfahren unter Ausschluß der Öffentlichkeit in Israel beschuldigt, als
geheim eingestufte Einzelheiten über die israelische Atomrüstung an eine
britische Tageszeitung verraten zu haben.
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Stx25.1988.6.1 (1 Seite)
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Atomwaffen
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Frankreich: Atomwaffenbudegt erhöht.
Mit den Stimmen der Regierungskoalition und der rechtsextremen Nationalen Front
hat die Nationalversammlung in Paris den französischen Militärhaushalt 1988
in einem Umfang von 176,6 Milliarden Francs (rund 52 Mrd. Mark)
verabschiedet. Das sind 4,42 Prozent mehr als in 1987. Die Ausgaben für die
atomare Rüstung wurden um 10 Prozent, die der konventionellen um 7,1 Prozent
erhöht.
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Stx24.1988.4.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Zurück zum Anfang
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Öffentlichkeitsarbeit
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„Gorleben soll leben“ – unter dieser Parole
werden im November 2011 Tausende in Dannenberg demonstrieren, denn der 13.
Castor-Transport nach Gorleben und das Endlagersuchgesetz werden das Wendland
am Ende dieses antiatombewegten Jahres zum Schauplatz machen. Das beschloß
ein breites Bündnis aus Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbänden am 28. Juli 2011 auf einem Treffen in
Lüneburg.
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Stx590-591.2011.17-18.2 (2 Seiten)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Buchmarkt: Neuer Gefährdungsatlas
zeigt: Nukleare Gefahren gehen nicht nur von AKWs aus. Die Deutsche
Umweltstiftung hat ihren AKW-Gefährdungsatlas in einer völlig neuen,
überarbeiteten Auflage vorgestellt. Erstmals sind nicht nur alle
Atomkraftwerke in Deutschland und dem grenznahen Ausland enthalten, sondern
auch weitere nukleare Anlagen. Der AKW-Gefährdungsatlas der Deutschen
Umweltstiftung (3. Auflage) kann zum Preis von 10,- Euro im Buchhandel (ISBN
978-3-942466-00-4) oder direkt bei der Deutschen Umweltstiftung http://www.atlas.deutscheumweltstiftung.de
bestellt werden.
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Stx588-589.2011.11-12.2 (2 Seiten)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Anti-Atom-Organisationen kündigen heißen Herbst an. Großdemonstration mit Umzingelung des
Regierungsviertels am 18. September 2010 in Berlin. Mit einer
Großdemonstration in Berlin am Samstag, dem 18. September 2010, wollen
Anti-Atom-Organisationen einen „heißen Herbst“ für Regierung und Atomkonzerne
einläuten. Wenn Bundestag und Bundesregierung im September über ein
„Energiekonzept“ und längere Laufzeiten der Atomkraftwerke beraten, sollen
zehntausende Menschen das Berliner Regierungsviertel komplett „umzingeln“.
Nach zahlreichen weiteren Demonstrationen im ganzen Bundesgebiet in den
Wochen danach gipfelt der „heiße Herbst“ im vielfältigen Protest gegen den
für November geplanten Castor-Transport nach Gorleben. Zu der
Großdemonstration unter dem Motto „Atomkraft: Schluss
jetzt!“ ruft ein breites Bündnis aus Umweltverbänden, Bürgerinitiativen,
Parteien und Gewerkschaften auf. Auf einer Pressekonferenz vor dem Berliner
Reichstagsgebäude forderte dieses Bündnis die Bundesregierung auf, endlich
aus der Atomkraft auszusteigen.
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Stx568-569.2010.8.1 (1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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WM-Song der IPPNW: „Angela Merkel, keine Verlängerung“. IPPNW
kritisiert „Foulspiel“ der Bundesregierung. Eigentlich hat Fußball nichts mit Atomenergie zu tun. Derzeit aber
nutzt die Bundesregierung die Fußball-Weltmeisterschaft und die sich
anschließende Urlaubs- und Ferienzeit dazu, um die ungeliebten
Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke auszuhandeln. Die Bevölkerung soll
dann mit dem Ergebnis nach der Sommerpause konfrontiert werden. Grund genug
für die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW und die Anti-Atom-Bewegung,
Fußballfans und Urlauber mit einem WM-Song auf dieses „Foulspiel“ der
Regierung aufmerksam zu machen. „Es ist grad nicht da, das Volk“, heißt es
dazu in dem von Henrik Paulitz (IPPNW)
geschriebenen Songtext. Die gegen den Willen der Bevölkerung geplanten
Laufzeitverlängerungen werden im Refrain in der Terminologie des Fußballs
kritisiert: „Es gibt kein Foulspiel, es gibt kein Nachspiel, keine
Verlängerung ...“. Der Song wurde von Erich Zenz
und Michael Mende komponiert und realisiert. Ein Hit für alle Fußballfans und
für den Sommer 2010. Der WM-Song ist im Internet unter www.ippnw.de/atomenergie
zu finden. Die Tageszeitung taz hat bereits über den WM-Song berichtet und
lädt ihre Leserinnen und Leser zur Abstimmung ein:
www.taz.de/1/sport/wm-2010/artikel/1/jetzt-kritischer-wm-song/
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Stx564-565.2010.7.1 (1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Initiative für ein Volksbegehren zum EURATOM-Ausstieg in Österreich
gestartet. Die EU-Kommission
versucht, Stimmung für die Atomindustrie zu machen. Dagegen ist jetzt in
Österreich eine Initiative für ein Volksbegehren zur Kündigung des
EURATOM-Vertrages gestartet worden: www.euratom-volksbegehren.at
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Stx558-559.2010.7-8.2 (2 Seiten)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Samstag, 24. April 2010: Menschenkette
von Brunsbüttel bis Krümmel – Demonstrationen in
Ahaus und Biblis. Der Konflikt um den Atomausstieg spitzt sich zu. In Kürze
wird darüber entschieden, ob die Pannenreaktoren Krümmel
und Brunsbüttel bei Hamburg wieder ans Netz gehen oder für immer abgeschaltet
bleiben. Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen Anfang Mai gehen die
Verhandlungen zwischen Regierung und Atomkonzernen über längere Laufzeiten
für Atomreaktoren in die heiße Phase. Das ruft die Anti-Atom-Bewegung auf den
Plan. Am Samstag, den 24. April 2010 wird es eine 120 Kilometer lange
Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel geben – zwei Tage vor dem Jahrestag der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vom 26. April 1986. Außerdem wird am 24.
April 2010 vor dem nordrhein-westfälischen Atommüll-Lager Ahaus sowie vor dem
hessischen Atomkraftwerk Biblis demonstriert. Wir wollen raus aus einer
Technologie, die ein verheerendes Unfallrisiko birgt, den Ausbau Erneuerbarer
Energien blockiert und Tausenden Generationen tödlichen Atommüll aufbürdet,
heißt es in dem Aufruf zur Teilnahme an den Demonstrationen. Nähere
Informationen und Antworten auf Fragen zur Menschenkette sind zu finden unter
www.ausgestrahlt.de/mitmachen/menschenkette.html
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Stx556-557.2010.16.1 (1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Aus jetzt offengelegten Akten geht hervor, daß die Entscheidung für ein
Atommüll-Lager Gorleben politisch manipuliert wurde. Aus jetzt vom Bundesamt für Strahlenschutz
(BfS) offengelegten Akten geht hervor, daß die
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) erhebliche Zweifel an der Eignung
von Gorleben als Endlager für hochradioaktiven Atommüll hatte. 1983 wies die
Bundesregierung die Fachbehörde an, entgegen deren Auffassung Gorleben als
Endlagerstandort zu befürworten. Im Laufe der Erkundung des Salzstocks
drängten sich offenbar zwei wesentliche Schwachpunkte in der Abschirmung der
Radioaktivität von der Biosphäre auf, was in den offiziellen Berichten
unterschlagen wurde. Durch den Verzicht auf eine doppelte geologische
Barriere in den Sicherheitsanforderungen durch die derzeitige Führung des
Bundesumweltministeriums wird einer dieser Schwachpunkte heute
„wegdefiniert“.
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Stx544-545.2009.6-8.3 (3 Seiten)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Angriff auf die Gemeinnützigkeit der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.
Die Gemeinnützigkeit der Bürgerinitiative
Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg wird angegriffen. Das Finanzamt Lüchow
unterstellt, die Besetzung des „Schwarzbaus Gorleben“ am 29. Mai 2009 gehe
auf das Konto der BI. „Bei der Demonstration wurde das Gelände des
Erkundungsbergwerkes widerrechtlich betreten. Es wurden Straftaten wie
Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Körperverletzung begangen“, schreibt
das Finanzamt. Eine Körperschaft könne jedoch nur dann als gemeinnützig
anerkannt werden, wenn sie nach ihrer Satzung und tatsächlichen
Geschäftsführung im Rahmen der staatlichen Rechtsordnung tätig werde.
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Stx544-545.2009.4-5.2 (2 Seiten)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Protest gegen das European Nuclear Energy Forum (ENEF). Die Teilnehmer aus Nichtregierungsorganisationen (NGOs) haben Anfang
Juni 2009 geschlossen ihren Rückzug aus der offiziellen
EU-Diskussionsplattform zur Nutzung der Kernenergie European Nuclear Energy Forum (ENEF)
erklärt. www.anef.info ● www.anef.info/files/anhaenge/2009_06_17_ANEF%20ResolutionD.pdf ● www.atomstopp.at
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Stx542-543.2009.8.1 (1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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6. August 2009: Eine Fahne für
Hiroshima. Wer hilft, eine Fahne von Sylt zur Zugspitze zu tragen? Dies ist
ein Angebot zum Mitmachen bei einer Aktion zum 65. Jahrestag des
Atombombenabwurfs auf Hiroshima. Die einzelnen Stationen des Marsches sind zu
finden unter: www.friedensmarsch-fuer-hiroshima.de
, Kontakt vor allem für Mitmachwünsche: Manfred Sohn, manfred.sohn@lt.niedersachsen.de
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Stx540-541.2009.8.1 (1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Verbraucherinformation: Atommüll
vor der Haustür und in der Wohnung. „Dürfen wir vor Ihrer Haustür
Atommüll lagern?“ Mit dieser Frage, geht das Netzwerk Campact
e.V. im Sommer 2009 auf eine bundesweite „Castor-Transport“-Aktionstour, um
die ungelöste Endlagerung von Atommüll zum Thema zu machen. Und in
Berlin-Spandau hat der dortige Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen eine
entsprechende Antwort auf die Endlagerfrage gefunden und bietet in einer
jetzt anlaufenden Aktion „Strahlen-Dosen“ mit „Ihrem persönlichen Anteil am
derzeitigen Aufkommen radioaktiver Abfallstoffe“ und „Mindesthaltbarkeit für
4,468 Mrd. Jahre“.
Die Veranstalter beider Aktionen
bitten zu helfen, die Weichen vor der Bundestagswahl richtig zu stellen: Weg
von Atomkraft, hin zu den Erneuerbaren Energien:
Netzwerk Campact e.V., https://www.campact.de/atom2/
Alternative Liste Spandau – KV von
Bündnis 90 / Die Grünen, eMail: alspandau@freenet.de
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Stx540-541.2009.8.1 (1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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3. Juli bis 5. Sept. 2009: Aktionen.
Bundesweite Aktionen gegen Atomenergie von Juli bis September 2009.
Großdemonstration am 5. September 2009 in Berlin. Zwischen dem 3. und 12.
Juli 2009 mobilisieren Atomkraftgegner zu einer bundesweiten Aktionswoche
gegen Atomenergie. Sie rufen zur Teilnahme auf, um in diesem Wahljahr Zeichen
gegen eine Laufzeitverlängerung für Uraltmeiler, gegen die Endlagerfestlegung
auf Gorleben, gegen weitere Castortransporte, gegen Urandrehkreuze in
deutschen Häfen und statt dessen für einen massiven Ausbau der Erneuerbaren
Energien und für eine lebenswerte Zukunft zu setzen. Unter dem Motto „Mal
richtig abschalten“ kündigten bislang in mehr als 20 Städten
unterschiedlichste Gruppen Aktionen an. Sie wollen gemeinsam für den
Atomausstieg kämpfen und für die große Demonstration am 5. September 2009 in
Berlin und den Trecker-Treck dorthin mobilisieren.
Weitere Informationen und
Überblick zur Protestwoche: www.contratom.de/aktionswoche
Krümmel-Blockade: www.contratom.de/kruemmel
Demo Neckarwestheim: www.endlichabschalten.de
BI Lüchow-Dannenberg Bustour:
www.bi-luechow-dannenberg.de , www.castor.de/temporaer/03aug09.pdf
Robin
Wood-Floßtour: www.flosstour.de
BI Uelzen: www.contratom.de/uelzen
Trecker-Treck und Demo am 5.
September in Berlin: www.anti-atom-treck.de
contrAtom, unabhängiges Informationsnetzwerk gegen
Atomenergie www.contrAtom.de , www.twitter.com/contratom , www.myspace.com/contratom , www.anti-atom-community.de , info@contrAtom.de
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Stx540-541.2009.7.1 (1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Keine Hinweise auf eine Renaissance der Atomenergie. Gigantische
Fehlinvestitionen der Energiekonzerne. Auch die Absichtserklärungen neuer Länder, zukünftig auf Atomenergie
setzen zu wollen, werden den Rückgang der Atomenergie nicht bremsen können.
Denn tatsächlich befindet sich die Atomenergie weltweit alles andere als im
Aufwind. Zu diesem Ergebnis kommen der Priv.-Doz. Dr. Lutz Mez,
Geschäftsführer der 1986 gegründeten Forschungsstelle für Umweltpolitik am
Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, Mycle
Schneider, Wissenschaftsjournalist in Paris und Träger des Alternativen
Nobelpreises, sowie Steve Thomas, Professor für Energiepolitik an der
University of Greenwich, in ihrem jetzt in England
herausgegebenen Sammelband zu den Internationalen Perspektiven der
Energiepolitik und die Rolle der Atomenergie. In insgesamt 31 Länderstudien
wird gezeigt, daß die Atomtechnik ihren Zenit bereits überschritten hat und
die Zukunft der Energiesysteme eher von Erneuerbaren Energieformen und
Übergangsstrategien bestimmt wird. Die Projektionen der Internationalen
Atomenergieagentur (IAEA) für die von ihr geförderte Atomenergie streben zwar
immer noch nach oben, das entspringe jedoch lediglich Wunschdenken, ihre
tatsächliche Bedeutung nehme stetig ab, konstatieren Mez
und Schneider. Seit Beginn der 1990er Jahre würden mehr Atomkraftwerke
abgeschaltet als neu in Betrieb genommen.
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Stx538.2009.7-8.2 (2 Seiten)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Atommüll-Endlagerung: Die
ergebnisoffene Endlagersuche ist in der Großen Koalition gescheitert.
„Bei der Suche nach einem Atommüllendlager muß die Sicherheit der Bevölkerung
und der Natur an erster Stelle stehen. Wir brauchen nicht irgendeinen
Standort, sondern den am besten geeigneten – den aber kann man nur in einem
ergebnisoffenen und transparenten Suchverfahren ermitteln. Ich habe im Herbst
2006 unter dem Titel ‚Verantwortung übernehmen, den Endlagerkonsens
realisieren‘ ein Konzept für die Standortsuche in Deutschland vorgelegt.
Dieses Konzept entspricht dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Debatte,
greift Erfahrungen aus Ländern wie der Schweiz oder Schweden auf und sorgt
für eine optimale Beteiligung der Menschen vor Ort. Ich bedaure es sehr, daß
Teile der Großen Koalition nicht den Mut hatten, sich auf dieses Verfahren zu
verständigen.“ Das erklärte der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am 21.
April 2009 in Berlin anläßlich der Besichtigung einer vom Bundesamt für Strahlenschutz
erstellten mobilen Ausstellung zur Information über die Endlagerung
radioaktiver Abfälle und gestand damit das Scheitern einer ergebnisoffenen
Standortsuche ein. Offenbar will man in der Atomindustrie und in Teilen der
Politik unbedingt weiter an einer Endlagerung im Salzstock Gorleben
festhalten, obwohl die Atommülllagerung in Salzformationen in dem
Versuchslager der Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel spektakulär
gescheitert ist.
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Stx536-537.2009.6.1 (1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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25. April 2009: Überregionale
Anti-Atom-Demonstrationen. Zum 25. April 2009 um 11 Uhr laden das
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, die Bürgerinitiativen „Kein
Atommüll in Ahaus“ und SOFA Münster zu einer Kundgebung und Demonstration auf
dem Hindenburgplatz vor dem Münsteraner Schloß. Zeitgleich soll es auch bei
den Atomkraftwerken Krümmel bei Hamburg und
Neckarwestheim in Süddeutschland sowie in Berlin große Anti-Atom-Demonstrationen
geben. Dezentral soll für ein gemeinsames Ziel demonstriert werden, für die
sofortige Stilllegung aller Atomanlagen und der Beendigung der
Renaissance-Propaganda der Atomlobby. Denn Atomstrom ist nicht billig, nicht
klimafreundlich und nicht sauber – Millionen Opfer von Tschernobyl, des
weltweiten Uranabbaus und zahlreicher Beinahe-Gaus beweisen das Gegenteil,
erklären die Veranstalter. (eMail-Kontakt:
SOFA-MS@web.de ).
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Stx532-533.2009.5.1 (1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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BMU will Atomaufsicht an internationale Standards anpassen. Das Bundesumweltministerium (BMU) hat die
für die Atomaufsicht zuständigen Länder für Januar 2009 zu einem Gespräch
über die Verbesserung der Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der
Atomverwaltung eingeladen. Anlaß ist der vorliegende Bericht eines
internationalen Expertenteams, das im Herbst 2008 im Auftrag der
Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA) die deutsche Atomverwaltung an
internationalen Standards gemessen und bewertet hat. Neben dem
Bundesumweltministerium, das diese Überprüfung beantragt hatte, nahm
Baden-Württemberg als einziges Bundesland daran teil. Im Zentrum der
Erörterung mit den Bundesländern sollen die im Bericht angesprochenen Fragen
stehen, wie die Transparenz der deutschen Atomaufsicht an den internationalen
Standard angeglichen werden kann, wie sich die Länder im internationalen
Erfahrungsaustausch verstärkt engagieren können, wie der bislang unzureichende
Informationsaustausch zwischen Bund und Ländern verbessert werden kann und
wie die Bundesländer, die bislang nicht die Chance wahrgenommen haben, sich
am Überprüfungsprozeß zu beteiligen, zukünftig in diesen mittlerweile
international üblichen Prozeß einbezogen werden können. Das
Bundesumweltministerium will sich erst nach diesem Gespräch zu den
Konsequenzen aus der internationalen Überprüfung öffentlich äußern und plant
hierzu einen öffentlichen Workshop im ersten Quartal 2009. Der Überprüfung
durch das internationale Expertenteam war ein Selbstbewertungsprozeß des
Bundesumweltministeriums und Baden-Württembergs vorausgegangen. Die
Selbstbewertung sowie der Bericht des internationalen Expertenteams sind auf
der Homepage www.bmu.de des Bundesumweltministeriums abrufbar.
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Stx528-529.2009.8.1 (1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Staffelübergabe der Atomlobbyisten. Tschechien will während seines EU-Ratsvorsitzes eine „Enttabuisierung“
der Atomkraft erreichen. Der EU-Ratsvorsitz der Tschechischen Republik seit
Anfang dieses Jahres (2009) wird wohl zum Werbefeldzug für die Atomindustrie
verkommen, befürchtet die Bürgerorganisation Atomstopp-Oberösterreich.
Führende tschechische Politiker hatten bereits im Vorfeld der Übernahme des
EU-Ratsvorsitzes angekündigt, Tschechien wolle sich während seines
EU-Ratsvorsitzes um eine „Enttabuisierung“ der Atomkraft bemühen. „Nach dem
atomfixierten Frankreich ein glatter Staffellauf der Atomlobbyisten“, meint
Atomstopp-Oberösterreich in einer Erklärung zum Jahreswechsel.
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Stx528-529.2009.5.1 (1 Seite)
Zur
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Öffentlichkeitsarbeit
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Berlin, 28. September 2008: Symposion
Umweltmedizin: Evidenz – Kontroverse – Konsequenz. Vorankündigung. Am Sonntag, den 28. September 2008 veranstaltet
die Gesellschaft für Strahlenschutz in Zusammenarbeit mit dem Institut für
Humangenetik der Charité in Berlin ein Symposion, das sich mit den
Hintergründen der Kinderkrebsstudie des Kinderkrebsregisters in Mainz (KiKK-Studie) und den Kontroversen über die Bewertung der
Ergebnisse, dem wissenschaftlichen Kontext, den von der Studie unbefriedigend
behandelten Fragen und der Schwierigkeit befaßt, aus den Ergebnissen
epidemiologischer Studien angemessene wissenschaftliche, politische,
wirtschaftliche und humanitäre Konsequenzen zu ziehen. Es wird um die Frage
gehen, ob die bisher geübte Praxis, ionisierende Strahlen als mögliche
Krankheitsverursacher grundsätzlich auszuschließen, weil die errechnete
Strahlendosis zu gering sei, angesichts der Faktenlage noch gerechtfertigt
werden kann. Es wird an die bekannten Argumentationsmuster nach den Unfällen
in Harrisburg und Tschernobyl, zu den
Leukämiekindern in der Elbmarsch, zu den Befunden um La Hague,
Sellafield und Dounray
und an den Umgang mit Strahlenopfern nach Atomwaffentests, im Uranbergbau und
im Bereich von Radaranlagen erinnert. Es wird um die Schwachstellen dieser
auch von den Autoren der KiKK-Studie geübten Praxis
gehen. Die Veranstalter laden nicht nur Wissenschaftler und Ärzte, sondern
auch politische Entscheidungsträger und Vertreter von Bürgerinitiativen ein,
die sich mit dem Einsatz kerntechnischer Anlagen in Deutschland in der einen
oder anderen Weise befassen. Das Symposion wird in der Charité –
Universitätsmedizin Berlin, auf dem Campus Virchow Klinikum, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin stattfinden. Unter
anderem haben bereits folgende Wissenschaftler ihre Teilnahme angemeldet:
Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, Epidemiologe,
Greifswald, Prof. em. Dr. Eberhard Greiser, Epidemiologe, Bremen, Prof. Dr. Karl Sperling,
Humangenetiker, Berlin, Prof. em. Dr. Inge
Schmitz-Feuerhake, Physikerin, Köln, Prof. Dr. Steve Wing, Epidemiologe, USA, Dr. Alfred Körblein,
Physiker, Nürnberg, Dr. Hagen Scherb, Statistiker,
München, Dr. Sebastian Pflugbeil, Physiker, Berlin. Strahlentelex wird im
August über den weiteren Stand der Vorbereitungen informieren. Kontakt:
Gesellschaft für Strahlenschutz e.V., Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident, Gormannstr. 17, D-10119 Berlin, mailto:pflugbeil.kvt@t-online.de
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Stx516-517.2008.8.1 (1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Krebsstudie zum THTR in Hamm
gefordert. „Die Umgebung aller in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke
wurde untersucht, nur nicht die Region des Reaktors mit den meisten Pannen
und Störfällen innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes: Hamm und das Lippetal als Standort des Thorium-Hochtemperaturreaktors
(THTR) sind bewußt ausgespart worden.“ – Das beklagt die Bürgerinitiative
Umweltschutz Hamm e.V. in einer Presseerklärung vom März 2008 mit Blick auf
die Ende 2007 veröffentlichte Fall-Kontrollstudie zu Kinderkrebs in der
Umgebung von Kernkraftwerken (KiKK-Studie). Die
Nichtberücksichtigung des THTR in der Studie habe zu großer Unruhe und
Empörung in der Bevölkerung geführt. Inzwischen fordern auch der Rat von Lippetal und der Stadt Hamm eine Krebsstudie für ihre
Region.
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Stx510-511.2008.7-8.2 (2 Seiten)
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Öffentlichkeitsarbeit
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„Der Spiegel“ verbreitet Legenden
vom harmlosen Atom. Kommentar von Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der
Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.. Mit der Veröffentlichung des Artikels
„Legenden vom bösen Atom“ von Matthias Schulz in „Der Spiegel“ vom 19.
November 2007 betätigt sich das in Hamburg produzierte Nachrichtenmagazin
unkommentiert als Verbreiter von Legenden vom angeblich harmlosen Atom. Der
Autor dieses Spiegel-Artikels stützt sich auf alte, längst widerlegte Zahlen
sowie auf Aussagen des Münchner Strahlenbiologen Professor Dr. Albrecht
Kellerer. Dieser ist als ausgewiesener Befürworter der Atomenergie bekannt
und hatte die gesundheitlichen Folgen von Tschernobyl bereits 1990
bestritten, als diese wissenschaftlich noch überhaupt nicht abgeschätzt
waren.
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Stx502-503.2007.5,6.2 (2 Seiten)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Risiken werden verborgen. Die
Bundesregierung läßt die Bevölkerung weiter im Unklaren über die Terrorgefährdung
der Atomkraftwerke. Die Information der Parlamentarier im Umweltausschuß des
Deutschen Bundestages durch das Bundesumweltministerium fand am 20. Juni 2007
hinter verschlossenen Türen statt. Die Weigerung der Bundesregierung, offen
über die Terrorgefahr für Atomkraftwerke zu diskutieren, ist ein deutlicher
Hinweis, daß die Gefahren ernst zu nehmen sind, erklärt Hans-Josef Fell,
Sprecher für Energie- und Technologiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis
90/Die Grünen. Die Bundesregierung hatte zuvor in einer Antwort auf eine
„Kleine Anfrage“ bestätigt, daß ein erfolgreicher Terrorangriff katastrophale
Auswirkungen hätte und daß ein Angriff eine realistische Option ist.
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Stx492-493.2007.8.1 (1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Die Schwachstellenliste von
Brunsbüttel soll vorerst Staatsgeheimnis bleiben. Die Schwachstellenliste
des Siedewasserreaktors Brunsbüttel, die die Ergebnisse einer seit dem Sommer
2001 abgeschlossenen Sicherheitsüberprüfung zusammenfaßt, soll weiter geheim
bleiben. Das entschied am 13. Februar 2007 das Verwaltungsgericht Schleswig
(Az.: 12 B 85/06). Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) hat dagegen Beschwerde
beim Oberverwaltungsgericht Schleswig eingelegt, um doch noch Zugang zu der
von Vattenfall Europe und dem schleswig-holsteinischen Sozialministerium
unter Verschluß gehaltenen Liste mit „hunderten offener Punkte“ zu erhalten.
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Stx484-485.2007.7.1 (1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Umweltpolitik: Neues Umweltinformationsgesetz in Kraft getreten.
Bürger sollen einen besseren Zugang zu Umweltinformationen haben. Künftig werden
alle Stellen der öffentlichen Verwaltung des Bundes sowie bestimmte private
Stellen zur Herausgabe von Umweltinformationen verpflichtet. Das regelt das
neue Umweltinformationsgesetz, das am 14. Februar 2005 in Kraft getreten ist.
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Stx436-437.2005.7.1 (1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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CASTOR-Gegner vor Gericht gegen den Bundesgrenzschutz erfolgreich.
Der Bundesgrenzschutz (BGS) darf Demonstranten nicht die Kosten für seine
Einsätze in Rechnung stellen. Das hat am 22. Februar 2005 das
Verwaltungsgericht Schleswig entschieden.
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Stx436-437.2005.5,6.2 (2 Seiten)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Standortauswahl von
Atommüll-Endlagern. Umweltmediation zur Erleichterung politischer
Entscheidungen und Vermeidung von Folgekonflikten. Die herkömmliche Form
der Öffentlichkeitsbeteiligung benutzt die Öffentlichkeit lediglich als
einseitigen Informationslieferanten und erfüllt die ihr vom Rechtssystem
zugedachten weiteren Funktionen der Interessenvertretung, Befriedung,
Legitimation, Kontrolle, Verfahrensförderung und des Rechtsschutzes mehr
schlecht als recht. Sie ist im Kern konfrontativ angelegt und führt bisweilen
sogar zur Verfahrensparalyse. Zu dieser Diagnose gelangen Professor Dr. jur.
Hans-Albert Lennartz und Kolleginnen von der WIBERA Wirtschaftsberatung AG in
ihrem im Juni 2004 im Wirtschaftsverlag NW Bremerhaven erschienenen
Abschlußbericht "Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Standortauswahl
für die Endlagerung radioaktiver Abfälle". In Deutschland wird seit 1979
der Salzstock Gorleben auf seine Eignung als Endlager für abgebrannte
Brennelemente aus Atomkraftwerken und für hochradioaktiven Abfall aus der
Wiederaufbereitung erkundet. Nach dem Wechsel der Regierungsverantwortung zu
Rot-Grün hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit (BMU) Zweifel an der Eignung dieses Standortes entwickelt
und den Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)
eingerichtet. Dazu war die WIBERA Wirtschaftsberatung AG vom Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS) mit der Durchführung eines
Forschungs- und Entwicklungsvorhabens "Beteiligungsverfahren"
beauftragt worden. Der abschließende Forschungsbericht dazu wird nun
präsentiert.
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Stx422-423.2004.6.1 (1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Unterschriften für Petition zum Atomausstieg. Am 26. April 2004,
dem 18. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl, wurde von der
Oberösterreichischen (OÖ) Plattform gegen Atomgefahr europaweit eine
Unterschriftenaktion gestartet. Innerhalb eines Jahres sollen 1 Million
Unterschriften gesammelt werden, um bei den Politikerinnen und Politikern auf
europäischer und nationaler Ebene den Atomausstieg zu forcieren. Mehr als 50
Organisationen aus 22 Ländern unterstützen bisher diese Petition. Details
sind im Internet unter der Adresse http://www.atomstopp.com
abrufbar.
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Stx416-417.2004.7.1 (1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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CRII RAD/Frankreich: Dem Recht auf Wissen verpflichtet. Die
Aktivitäten einer französischen Bürgerinitiative könnten auch Vorbild für
Deutschland sein. CRII RAD hat sich dem Recht auf Wissen verpflichtet. Ein
Bericht von Dr. Werner Neumann.
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Stx370-371.2002.7,8.2 (2 Seiten)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Türkei: Das Dorf und das Atomkraftwerk. Wanderausstellung. In der
zweisprachigen Wanderausstellung "Das Dorf und das Atomkraftwerk"
zeigt ROBIN WOOD zum Jahreswechsel 2000/2001 in Bremen, wie das türkische
Dorf Büyükeceli und AKW-GegnerInnen
das erste Atomkraftwerk in der Türkei verhindert haben. Die Ausstellung
zeigt, daß bereits 1976 entschieden wurde, das erste türkische Atomkraftwerk
in der Bucht von Akkuyu, an der türkischen
Südküste, zu bauen - in einer Region, die als erdbebengefährdet gilt. Die
Wanderausstellung zeigt eine Chronologie des Widerstandes mit in deutsch und
türkisch untertexteten Fotos und Plakaten. Sie umfaßt 18 gerahmte Tafeln (70
cm x 100 cm) und kann gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden: ROBIN
WOOD-Geschäftsstelle, Postfach 102122, 28201 Bremen, Telefon: 0421-59828-8
oder E-Mail: info@
robinwood.de
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Stx336-337.2001.4.1 (1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Atombefürworter unter Atomgegner gemischt. Im Mai 1994 hatten in
Stuttgart circa 30 Kernkraftgegner "lautstark, aber friedlich"
gegen die Jahrestagung Kerntechnik des Deutschen Atomforums e.V. und der
Kerntechnischen Gesellschaft e.V. protestiert. Man war jedoch "nicht
gewillt, die Straße allein dem Gegner zu überlassen", heißt es in einer
Mitteilung des Deutschen Atomforums. Deshalb habe sich der Nachwuchs der
Kerntechnischen Gesellschaft mit eigenen Transparenten und Flugblättern unter
die Kernkraftgegner gemischt. Das habe zu erheblichen Irritationen geführt
und insbesondere auf das Fernsehen "einen gewissen exotischen Reiz"
ausgeübt. Gute Medienpräsenz sei die Folge gewesen.
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Stx186-187.1994.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Journalisten für Atomkraft. Auch 1992 hat das Deutsche Atomforum den
mit 10.000 DM ausgestatteten Karl-Winnacker-Preis
wieder für besondere Verdienste um das Verständnis der Öffentlichkeit für die
friedliche Kernenergienutzung vergeben. Ausgezeichnet wurde Dr. Gerd Deppenbrock, Redakteur und Chef vom Dienst im Studio Bonn
des Westdeutschen Rundfunks. Preisträger in den vergangenen Jahren waren Dr.
Johannes Overberg, freier Wirtschaftskorrespondent in Bonn, Dr. Heinz-Jürgen
Schürmann, beim Handelsblatt verantwortlich für Energiewirtschaft und
Entsorgungsfragen, Rolf Jung, Journalist und Mitglied des Stabsbereiches der
Rheinischen Post, Hans-Joachim Elwenspoek,
Redakteur des Hamburger Abendblattes und der unter anderem in der Frankfurter
Rundschau publizierende freie Journalist Dr. Walter Baier aus Berlin.
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Stx142-143.1992.5.1 (1 Seite)
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Öffentlichkeitsarbeit
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Berlin: Strahlenverein will selbst aktiv werden. "Eigene Räume
mieten und ab 1990 den Strahlenmeßplatz in eigene Regie übernehmen" will
der Berliner Verein Aktiv gegen Strahlung e.V.. Das teilten die Mitglieder des Vereinsvorstandes in
einem von Netzwerk Selbsthilfe e.V. veröffentlichten Brief vom 26. Mai 1989
mit. Bis dahin betrieb Strahlentelex mit Hilfe des vom Verein gepachteten
Meßgerätes die Unabhängige Strahlenmeßstelle Berlin und arbeitete dann mit eigenem
Gerät weiter.
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Stx60-61.1989.10.1 (1 Seite)
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Personalien
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Personalien
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Universitäten über
Stiftungsprofessuren von der Atomlobby unterwandert. Die vier größten Energiekonzerne
finanzieren rund 30 Stiftungsprofessuren und bestimmen damit maßgeblich,
worüber an den Universitäten diskutiert wird. Dabei haben sie sich auf
regionale Zuständigkeiten geeinigt.
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Stx598-599.2011.11.1 (1 Seite)
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Personalien
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Japan: Das Europäische Komitee für
Strahlenrisiken (ECRR) riskiert seinen guten Ruf. Durch Werbeaktivitäten
seines ‚Scientific Secretary‘ für
Nahrungsergänzungsmittel ist in Japan der Eindruck entstanden, das European Committee on Radiation Risk
(ECRR), eine Zusammenschluss kritischer
europäischer Strahlenexperten, wolle Geschäfte machen.
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Stx596-597.2011.3-5.3 (3 Seiten)
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Personalien
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Nachruf: Inge Lindemann. 3. Mai
1958 – 4. August 2011. Am 4. August 2011 wurde Inge Lindemann von ihrem Leiden
erlöst. Viel zu früh haben ihre Freunde eine besonders engagierte und
vielseitig aktive Persönlichkeit im Kampf gegen den Abbau und die Verwendung
des Urans verloren.
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Stx592-593.2011.12-13.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Nachruf: Professor Rudi H. Nussbaum. 21. März 1922 – 22. Juli 2011. Am
22. Juli ist Rudi Nussbaum infolge eines tragischen
Unfalls von uns „auf die andere Seite des Weges“ gegangen, nach einem privat und
beruflich erfüllten Leben. Einem Leben jedoch, das geprägt blieb von dem
Unrecht und der Unmenschlichkeit der Nazi-Diktatur ,
die er, aus einer jüdischen Familie stammend, als junger Mensch er-litten
hat, anfänglich in Deutschland und dann, nach der Flucht, in den von
deutschen Truppen besetzten Niederlanden. Von Elke Stenzel.
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Stx592-593.2011.11-12.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Nachruf: Rudi H. Nussbaum – 1922 - 2011
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Stx590-591.2011.17.1 (1 Seite)
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Personalien
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Gratulation: Whistleblowerpreis
für THTR-Kritiker Rainer Moorman. Dem Aachener
Wissenschaftler Dr. Rainer Moormann wurde am 1.
Juli 2011 von der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) und der
Deutschen Sektion der Juristenvereinigung IALANA (Juristinnen und Juristen
gegen atomare, biologische und chemische Waffen) der Whistleblowerpreis
2011 verliehen. Rainer Moormann arbeitet seit 35
Jahren in der Kernforschungsanlage (KFA), dem heutigen Forschungszentrum in
Jülich (FZJ). Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählte über lange Zeit die
Sicherheit von Kugelhaufen-Reaktoren (Hochtemperatur-Reaktoren, HTR). Solche
Reaktoren wer-den von interessierten Kreisen bis heute als „inhärent sicher“
bezeichnet, bei ihnen bestehe nicht das Risiko einer Kern-schmelze. Moormann, so heißt es in der Begründung für die
Preisverleihung, ist in seinen Untersuchungen demgegenüber zu dem Schluß
gelangt, daß mit der Kugelhaufen-HTR-Technologie andere, nicht minder
bedrohliche Störfallmöglichkeiten und Risiken mit katastrophalen Folgen für
Mensch und Umwelt verbunden sind. Der Mythos der „inhärenten Sicherheit“
dieses Reaktortyps ist seitdem erschüttert.
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Stx590-591.2011.16-17.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Nachruf: Heinrich Messerschmidt
ist tot
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Stx588-589.2011.9-10.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Nachruf: Roland Scholz ist
gestorben
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Stx588-589.2011.9-10.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Nachruf: Heiner Matthies verstorben
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Stx588-589.2011.9-10.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Vanunu durfte den Carl von Ossietsky-Preis nicht entgegennehmen. Israel hat Mordechai Vanunu
nicht gestattet, nach Deutschland zu reisen und den Carl von Ossietzky-Preis
in Empfang zu nehmen. Vanunu hatte wegen der
Weitergabe von geheimen Informationen über das israelische Atomprogramm 18
Jahre im Gefängnis gesessen. Einem Sprecher der Internationalen
Menschenrechtsliga zufolge sollte Vanunu am 12.
Dezember 2010 in Berlin den Preis als Anerkennung für seine Verdienste um die
atomare Abrüstung entgegennehmen, hatte jedoch keine Genehmigung erhalten,
Israel zu verlassen. Die Menschenrechtsliga entschied dann kurzfristig, die
Preisvergabefeier abzusagen und statt dessen eine Protestdemonstration zu
Ehren des 56 Jahre alten früheren Nukleartechnikers durchzuführen. Zuvor
hatte die Gruppe noch an Israels Entscheidungsträger appelliert, es Vanunu zu ermöglichen, nach Berlin zu kommen.
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Stx578-579.2011.7.1 (1 Seite)
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Personalien
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Strahlenschutz / Atommüll: Ermittlungsverfahren
wegen der Freigaberegelungen von Atommüll eingestellt. Das
Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hamburg gegen die Herren Prof.
Dr. Rolf Michel, Prof. Dr. Wolfgang-Ulrich Müller, Dr. Stefan Thierfeldt und Dr. Günther Schaller als verantwortliche
Berater der Bundesregierung wegen des Verdachts des Mißbrauchs ionisierender
Strahlen nach Paragraph 309 des Strafgesetzbuches (StGB) ist eingestellt
worden. Das teilte der zuständige Staatsanwalt Dr. Venjakob
der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg Ende Oktober 2010 mit.
Diese hatte, wie bereits berichtet, im Januar 2010 gegen die
Strahlenschutzberater der Bundesregierung Strafanzeige erstattet.
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Stx576-577.2011.7-8.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Erst Hennenhöfer, jetzt auch noch Thomauske. Atomfilz beim Endlager Gorleben. Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg: „Röttgen will
Gorleben durchboxen“. Mit großer Empörung reagierte die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) auf die Entscheidung der Gesellschaft für
Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS), Dr. Bruno Thomauske
an einer „Eignungsprognose“ für das geplante Endlager Gorleben mitwirken zu
lassen. Finanziert wird diese „Eignungsprognose“ vom Bundesumweltministerium.
„Der Filz erreicht unter Bundesumweltminister Norbert Röttgen
eine neue Qualität“, kommentiert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke die
Personalentscheidung. Thomauske wechselte einst vom
Bundesamt für Strahlenschutz (BFS) zum Atomstromkonzern Vattenfall. Dort war
er Geschäftsführer der Atomsparte im Vattenfall-Konzern, als in dessen
Reaktor Krümmel bei Hamburg ein
Transformatorenbrand ausbrach und einen gefährlichen Zwischenfall
verursachte. Nach massiven Vorwürfen wurde Thomauske
deshalb von seiner Funktion entbunden. Zur Zeit hat er einen Lehrstuhl an der
Technischen Hochschule Aachen, der vom Energiekonzern RWE gesponsert wird.
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Stx568-569.2010.5-6.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Nachruf: Ein langes und reiches
Leben: Konradin Kreuzer 1921 – 2010. Von 1977
bis 2000 hat Konradin Kreuzer das Informationsblatt
nux herausgebracht, das das Motto hatte „Laien
kritisieren Experten, Forum für verantwortbare Wissenschaft“. Es ist von
Gewinn, in den Arbeiten von Kreuzer zu lesen, er hat die wichtigsten Texte
auf der Homepage www.nux.ch zusammengestellt. Konradin
Kreuzer starb am 12. Februar 2010. Ein Nachruf von Sebastian Pflugbeil.
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Stx560-561.2010.15.1 (1 Seite)
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Personalien
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Strahlenschutz / Atommüll: Strafanzeigen
gegen Strahlenschutz-Berater der Regierung erstattet. Gegen vier
verantwortliche Berater der Bundesregierung, deren Empfehlungen in die amtliche
Strahlenschutzpraxis eingegangen sind, hat die Bürgerinitiative Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg e.V. jetzt im Januar 2010 Strafanzeige erstattet. Die
Anzeige richtet sich gegen den Hannoveraner Prof. Dr. Rolf Michel, bisheriger
Vorsitzender der Strahlenschutzkommission (SSK), den Essener Prof. Dr. U. W.
Müller, Vorgänger von Michel als Vorsitzender der SSK, den Hauptberater in
der Arbeitsgruppe „Freigabe“ der SSK, Dr. S. Thierfeldt,
der Mitarbeiter der Firma Brenk-Systemplanung in
Aachen ist, und gegen Dr. G. Schaller vom Institut für Strahlenhygiene in
Neuherberg bei München des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Schaller wird speziell vorgeworfen, ein
verharmlosendes Szenario über die Einlagerung von Radionukliden in normalen
Mülldeponien (das sogenannte „Privatbrunnenmodell“) erdacht und
veröffentlicht zu haben, das die Immissionen auf die Bevölkerung
zig-tausendfach unterschätzt. Den vier Personen wirft die Bürgerinitiative,
vertreten von ihrer Vorsitzenden Kerstin Rudek und
ihrem Beiratsmitglied Dipl.-Ing. Heinrich Messerschmidt, den Mißbrauch
ionisierender Strahlen nach Paragraph 309, Absatz 2 bis 4 des
Strafgesetzbuches (StGB) vor. Sie hätten in verantwortlichen Positionen
stehend und zum Teil gemeinsam handelnd über ihre Beraterfunktionen für das
Bundesumweltministerium und entgegen bestehenden neuen wissenschaftlichen
Erkenntnissen, wie sie schon vor Jahren in die EU-Strahlenschutzrichtlinien
Eingang gefunden haben, gefährliche Aktivitätskonzentrationen in sehr großen
Mengen zur Freigabe vorgeschlagen.
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Stx556-557.2010.1-2.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Atom-Hardliner zum Chef der Atomaufsicht ernannt. Gegen eine Beteiligung des neuen Chefs der
Atomaufsicht im BMU an atomrechtlichen Verwaltungsverfahren erhebt die
Deutsche Umwelthilfe rechtliche Einwände.
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Stx552-553.2010.4.1 (1 Seite)
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Personalien
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Der Bundestagsausschuß für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
hat sich konstituiert. Eva Bulling-Schröter (Die Linke) wird in dieser
Legislaturperiode an der Spitze des Umweltausschusses stehen. Unter Leitung
von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Die Linke)
wählte das 34 Mitglieder zählende Gremium am 25. November 2009 in seiner
konstituierenden Sitzung Bulling-Schröter zur neuen
Vorsitzenden. Als stellvertretender Vorsitzender wurde Horst Meierhofer (FDP) benannt. Dem Umweltausschuß gehören in
der 17. Wahlperiode 13 Abgeordnete der CDU/CSU-Fraktion, acht Vertreter der
SPD und fünf Parlamentarier der FDP an. Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen
stellen in dem Gremium jeweils vier Abgeordnete.
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Stx550-551.2009.4-5.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Eine neue Entsorgungskommission ESK fürs BMU. Sicherheitstechnische Fragestellungen der
Entsorgung wurden bisher in einem Ausschuß der Reaktorsicherheitskommission (RSK)
behandelt. Wegen der zunehmenden Bedeutung dieser Fragen, so das
Bundesumweltministerium (BMU) in einer Mitteilung vom 30. Juni 2008, habe
Bundesumweltminister Gabriel entschieden, die Entsorgungsfragen in einer
eigenständigen Kommission beraten zu lassen. 11 Personen aus dem In- und
Ausland wurden am 12. Juni 2008 in die neue Kommission berufen, die sich am
30. Juni 2008 zu ihrer konstituierenden Sitzung trafen.
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Stx518-519.2008.7.1 (1 Seite)
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Personalien
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Sebastian Pflugbeil wurde 60. Der
Physiker Dr. rer. nat. Sebastian Pflugbeil, Präsident
der Gesellschaft für Strahlenschutz und Redaktionsmitglied des Strahlentelex,
vollendete Mitte September 2007 in Berlin sein 60. Lebensjahr.
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Stx498-499.2007.7-8.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Nachruf: John W. Gofman ist tot. Der Pionier der Atomphysik und
Mediziner John W. Gofman, Fürsprecher eines
wirkungsvollen Strahlenschutzes, ist im Alter von 88 Jahren am 15. August
2007 in seinem Haus in San Francisco gestorben.
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Stx496-497.2007.11.1 (1 Seite)
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Personalien
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Eduard Bernhard ist tot. Im
Alter von 80 Jahren ist das frühere Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Bürgerinitiativen
Umweltschutz (BBU) Eduard Bernhard am Abend des 26. April 2007 gestorben.
Sein hohes Engagement im Natur- und Umweltschutz hat viele Mitstreiter immer
wieder ermutigt und angetrieben. Er war eine „Seele der deutschen
Anti-Atombewegung“ und hat bis zuletzt an vielen Atomstandorten und als
kritischer Aktionär bundesweit gegen die Atomenergie agiert.
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Stx488-489.2007.7.1 (1 Seite)
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Personalien
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Carl Friedrich v. Weizsäcker 1912 –
2007. „Nein, der Richtige“ – das war in unserer Familie die Erklärung,
wenn es in Gesprächen um Weizsäcker ging und nicht sofort klar war, um
welchen. Mit dem „Richtigen“ war natürlich Carl Friedrich gemeint. Nun ist
der „Richtige“ hochbetagt am 28. April 2007 gestorben, Anlaß für einige
Erinnerungen und vorsichtige Wertungen. Von Sebastian Pflugbeil.
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Stx488-489.2007.7.1 (1 Seite)
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Personalien
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Herr Koppe klärt auf. Wie die Stasi
die westdeutsche Atomindustrie abschöpfte. Unter dem Titel „Herr Koppe klärt auf“
beschrieb der Deutschlandfunk am 22. Januar 2007 in einem Feature, wie der
abgebrochene Physikstudent Johannes Koppe Chefideologe der deutschen
Atomindustrie wurde, die ersten Atomkraftwerke in
Norddeutschland plante und für die Stasi die westdeutsche Atomindustrie
abschöpfte.
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Stx482-483.2007.7,8.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Buchmarkt: Autobiographie von
Siegwart-Horst Günther. Im Jahr 2006 hat der Arzt Prof. Siegwart-Horst
Günther (geboren 1925 in Halle) ein autobiographisches Büchlein vorgelegt.
Für die Öffentlichkeit ist Siegwart-Horst Günther durch sein Engagement gegen
den Irakkrieg bekannt geworden. Er hat früh auf die Auswirkungen des Embargos
und des Krieges gegen den Irak insbesondere auf die Gesundheit der Kinder
aufmerksam gemacht. Er gehört auch zu den Ersten, die auf die Problematik des
Einsatzes von Geschossen aufmerksam gemacht hat, die wesentlich aus abgereichertem Uran (DU) bestehen.
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Stx478-479.2006.7,8.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Nachruf: Walther Soyka gestorben. Kurz vor Vollendung seines
achtzigsten Lebensjahres starb am 25. Juli 2006 in Bremen der österreichische
Anti-Atom-Pionier Walther Soyka. 1969 hatte er in Österreich
das Volksbegehren gegen das Atomkraftwerk Zwentendorf
initiiert. Der Volksabstimmung gegen Zwentendorf
1978 folgte das Österreichische Atomsperrgesetz. Walther Soyka
war ein Mensch mit Zivilcourage und schon vor mehr als 30 Jahren Experte für
die Risiken der Atomenergie. Er unterrichtete ab 1972 an der Universität
Bremen. Robert Jungk wurde durch ihn zum überzeugten Gegner der sogenannten
friedlichen Nutzung der Atomkernspaltung. Unter dem Titel „Ein Bote
schlechter Nachrichten“ hielt die Bremer Medizinphysikerin Inge
Schmitz-Feuerhake im März 2002 anläßlich der Ehrung von Walther Soyka durch die Stiftung Holy Human Leben in Stuttgart
auf der Veranstaltung „Wirtschaftliche und gesellschaftliche Wirkungen von
Personen mit Zivilcourage“ eine Laudatio auf Walther Soyka.
Der Vortrag ist dokumentiert in der Ausgabe des Strahlentelex Nr. 374-375 vom 1. August 2002.
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Stx472-473.2006.5,6.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Personalien
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Sternglass in Berlin. Am 21. Juni 2006 sprach
Prof. Dr. Ernest J. Sternglass auf Einladung der
Gesellschaft für Strahlenschutz, der IPPNW und der Kinder von Tschernobyl im
Ökologischen Zentrum Auferstehungskirche in Berlin. Ein Bericht von Sebastian
Pflugbeil.
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Stx468-469.2006.7-8.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Forschungszentrum Jülich unter
neuer Führung. Neuer Vorsitzender des Forschungszentrums Jülich wird
Prof. Dr. Achim Bachem. Er tritt im Oktober 2006
die Nachfolge von Prof. Dr. Joachim Treusch als
Vorstandsvorsitzender des Helmholtz-Zentrums an. Dies hat der Aufsichtsrat
des Forschungszentrums Jülich am 13. Juni 2006 entschieden.
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Stx468-469.2006.7.1 (1 Seite)
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Personalien
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Atommüll-Lager: Atommüll-Verfilzung
von Atomindustrie und Genehmigungsbehörden. Die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg fordert, die von Bruno Thomauske
verantworteten Genehmigungsverfahren für Atomanlagen neu aufzurollen. Der
Grund: Sein Wechsel vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
zur Atomindustrie.
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Stx460-461.2006.6,7.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Nachruf: Traute Kirsch ist tot. Die langjährige
Anti-Atom-Streiterin Traute Kirsch aus Beverungen starb
am 29. Juli 2005 nach langer schwerer Krankheit kurz vor Vollendung ihres 75.
Lebensjahres. Traute Kirsch war über Jahrzehnte eine bekannte und engagierte
Atomkraftgegnerin. Viele Menschen und Organisationen konnten aus ihren
Anregungen und ihrer Unterstützung Gewinn ziehen. Als ihr wohl größter Erfolg
gilt die Stillegung des Reaktors in Würgassen, für die sie sich im Rahmen der
örtlichen Initiative "UNRAST" viele Jahre eingesetzt hat.
"Unrast" ist es auch, was ihre langjährige Arbeit kennzeichnete: Sie
ließ nie locker, aus ihren gewonnenen Einsichten die ihr notwendig
erscheinenden Konsequenzen zu ziehen und andere damit zu konfrontieren. Dies
war manches mal unbequem,
hat aber immer wieder zum Nachdenken gezwungen und dazu animiert, aus eigener
Bequemlichkeit und Lethargie herauszukommen.
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Stx448-449.2005.8.1 (1 Seite)
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Personalien
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Whistle Blower:
Mordechai Vanunu darf weiterhin nicht ausreisen.
Am 19. April 2005 überreichte Jakob von Uexküll in Israel den Right Livelihood Award an
Mordechai Vanunu. Die auch Alternativer Nobelpreis
genannte Auszeichnung war Vanunu bereits 1987
verliehen worden, nachdem er Enthüllungen über das israelische
Atomwaffenprogramm gemacht hatte. Dafür hat er bis zum 21. April 2004 in
Israel im Gefängnis gesessen und blieb auch seitdem in seinen Freiheiten und
Kontaktmöglichkeiten beschränkt. Die sonst übliche Übergabe des Preises vor
dem schwedischen Parlament in Stockholm war deshalb nicht möglich. Im Rahmen
einer Anhörung des parlamentarischen Ausschusses für Verfassung, Recht und
Justiz der Knesset in Jerusalem zu den gegen Vanunu
von Israel verhängten und auch nach Verbüßung der Gefängnisstrafe andauernden
Restriktionen hat Jakob von Uexküll gleichfalls am 19. April 2005 eine Rede
gehalten, die Strahlentelex in deutscher Übersetzung aus dem Englischen
dokumentiert. Mit einem Kommentar von Sebastian Pflugbeil.
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Stx440-441.2005.4-6.3 (3 Seiten)
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Personalien
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Neue Reaktor-Sicherheitskommission berufen. Bundesumweltminister
Jürgen Trittin hat die Mitglieder der Reaktor-Sicherheitskommission (RSK) neu
berufen. Das teilte das Bundesumweltministerium (BMU) am 23. Dezember 2004
mit. Die jetzt noch mit 13 Männern besetzte RSK berät das
Bundesumweltministerium (BMU) ehrenamtlich in Fragen der
wissenschaftlich-technischen Bewertung von Sicherheitsfragen bei Atomanlagen
und in Fragen der Entsorgung.
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Stx432-433.2005.7,8.2 (2 Seiten)
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Personalien
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15 Jahre Arbeitslager für den russischen Konfliktforscher Igor Sutjagin. Nur wenige Tage nach den russischen
Präsidentschaftswahlen wurde der bereits 5 Jahre in Untersuchungshaft
sitzende Konfliktforscher Igor Sutjagin (39) am 7.
April 2004 zu 15 Jahren Haft "wegen Spionage" verurteilt, weil er
öffentlich allgemein zugängliche Informationen weitergegeben haben könnte. Sutjagin ist einer der führenden USA- und Kanada-Kenner
der russischen Wissenschaft. Ein Bericht und Kommentar von Sebastian
Pflugbeil.
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Stx430-431.2004.7,8.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Whistleblower: Vanunu
umjubelt und geschmäht. "Ich bin stolz und glücklich, getan zu
haben, was ich tat." Das sagte der in seinem Land nur
"Atomspion" genannte 49-jährige Mordechai Vanunu
am 21. April 2004 bei seiner Entlassung aus dem Schikma-Gefängnis
in Aschkelon (Israel). Vanunu
hatte von 1976 bis 1985 am israelischen Atomreaktor von Dimona
im Negev gearbeitet und 1986 seine Kenntnisse über
das israelische Atomprogramm der britischen "Sunday
Times" offenbart. Wegen "Landesverrat und Spionage" mußte er
18 Jahre lang ins Gefängnis, von denen er mehr als 11 Jahre in Einzelhaft
verbrachte. Vanunu forderte jetzt internationale
Inspektionen im Reaktorzentrum Dimona und einen
Verzicht Israels auf Atomwaffen.
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Stx416-417.2004.8.1 (1 Seite)
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Personalien
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Seitenwechsel. Dr. Bruno Thomauske,
bisher Leiter der Projektgruppe beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter, in deren Hand die Genehmigung von
Atommüll-Zwischenlagern an den AKW-Standorten liegt, ist jetzt als Prokurist
bei Vattenfall Mining and Generation und der
Vattenfall-Tochter Hamburgische Electricitäts-Werke
AG (HEW) tätig. Diese betreibt zusammen mit E.ON unter anderem die
Atomkraftwerke Brunsbüttel, Krümmel, Brokdorf und
Stade. Laut BfS-Sprecher Volker Schäfer ist das
"ein ganz normaler Wechsel".
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Stx404-405.2003.8.1 (1 Seite)
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Personalien
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Leiharbeit: Atomopfer Michael Weber gestorben. Der Initiator des
Vereins Atomopfer e.V., Michael Weber, ist am 17. September 2003 nach langer,
schwerer Krankheit gestorben. Er starb an den Folgen eines Arbeitsunfalls,
den er 1971 als 19-jähriger bei einem Ferienjob als Leiharbeiter in der
Uranfabrik RBG-Siemens in Hanau erlitten hatte. Einen Prozess
gegen Siemens konnte Weber aus finanziellen Gründen nicht zu Ende führen.
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Stx404-405.2003.8.1 (1 Seite)
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Personalien
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Edward Teller ist gestorben: De mortuis nihil nisi bene.
"Der Wissenschaftler ist
verantwortlich für die Erklärung seines Wissens, nicht aber dafür, wie dieses
Wissen angewendet wird." E. Teller
"Man baut nicht
Massenvernichtungswaffen, um damit zu protzen, man baut sie, um Massen zu
vernichten." E. Teller
Edward Teller starb am 11. September 2003 in seinem Haus in Californien. Er wurde 1908 in Ungarn geboren und hat
Mathematik, Chemie und Physik studiert. Teller zählte zu den Schülern von
Werner Heisenberg und Carl Friedrich von Weizsäcker. Bereits mit 22 Jahren
hatte er seine Promotion zum Doktor in theoretischer Physik bei Werner
Heisenberg abgeschlossen. Er emigrierte wegen seiner jüdischen Abstammung und
landete nach einigen Zwischenstationen 1935 in den USA. Unter der Leitung von
Robert Oppenheimer war Teller in Los Alamos an der
Entwicklung der ersten Atombomben der USA beteiligt. Teller war bekannt
dafür, besser als viele seiner berühmten Physikerkollegen mit moralischen
Skrupeln wegen der entsetzlichen Wirkungen der Atombomben fertig geworden zu
sein. Eine Würdigung von Sebastian Pflugbeil.
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Stx402-403.2003.4,5.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Michael Sailer ist neuer RSK-Vorsitzender. Michael Sailer vom
Öko-Institut Darmstadt ist Anfang März 2002 von Bundesumweltminister Jürgen
Trittin (Grüne) zum neuen Vorsitzenden der Reaktor-Sicherheitskommission
(RSK) bestimmt worden. Sailer tritt die Nachfolge von Lothar Hahn (ebenfalls ÖkoInstitut) an, der im Dezember 2001 zum
technisch-wissenschaftlichen Geschäftsführer der Gesellschaft für
Reaktorsicherheit (GRS) mbH bestellt worden war. (Strahlentelex Nr. 360-361
v. 3.1.2002). Sailer ist Ingenieur der Fachrichtung technische Chemie und
gehört der RSK seit 1999 an. Ihm wird das Konzept zugeschrieben, zur
Sicherung des Weiterbetriebs der Atommeiler dezentrale Zwischenlager für
abgebrannte Brennstäbe an deren Standorten zu
bauen.
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Stx366-367.2002.8.1 (Kurzmitteilung, 1 Seite)
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Personalien
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Lothar Hahn ist nun doch Geschäftsführer der GRS. Am 21. Dezember 2001
bestellte der Aufsichtsrat der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) mbH
in Köln den 57 Jahre alten Diplomphysiker Lothar Hahn zu ihrem neuen
technisch-wissenschaftlichen Geschäftsführer. Hahn folgt mit Beginn des
Jahres 2002 Adolf Birkhofer, der als Verfechter der Atomenergie gilt und die
GRS seit ihrer Gründung 1977 führte. Hahn war bisher im Darmstädter
Öko-Institut tätig und ist seit 1999 Vorsitzender der
Reaktorsicherheitskommission der Bundesregierung. Die GRS erstellt vor allem
Gutachten für die Erbauer und Betreiber von Atomanlagen und beteiligt sich an
der Richtlinienerstellung durch das zuständige Bundesministerium. Hahn, der
sich als Gegner der Atomindustrie profiliert hatte, gilt zwar auch bei den
Kraftwerksbetreibern als umgänglicher und seriöser Gesprächspartner,
bemängelt wurde aber, daß seine wissenschaftliche Qualifikation nicht an die
des Hochschullehrers Birkhofer heranreiche. Noch am 5. Dezember 2001 war im
Aufsichtsrat nicht die erforderliche Dreiviertelmehrheit für Hahn erzielt worden,
nachdem dieser auf Betreiben Trittins zum einzigen Kandidaten nominiert
worden war. Wie verlautet unter Drohungen, der Gesellschaft könnten wertvolle
Aufträge der Bundesregierung entzogen werden, gaben die widerstrebenden
Gesellschafter, vor allem das Land Bayern und etliche Technische
Überwachungsvereine schließlich ihren Widerstand gegen Hahn auf.
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Stx360-361.2002.8.1 (1 Seite)
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Personalien
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Strahlenschutzkommission in neuer Zusammensetzung. Die
Strahlenschutzkommission (SSK) beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz
und Reaktorsicherheit (BMU) tagte am 21. und 22. März 2001 erstmals in einer neuen
Zusammensetzung. Nach vom BMU nicht offiziell verlautbarten Berichten (die
offizielle Homepage www.ssk.de schwieg bis dahin
ebenfalls dazu) sind die bisherigen SSK-Mitglieder Prof. Dr. Chr. Reiners und
Dipl.-Phys. O. Schumacher von Minister Jürgen Trittin entlassen worden. Neu
bestellt wurden dafür Dipl.-Biol. B. Franke, Prof.
Dr. Frankenberg, Priv.-Doz. Dr. Dr. Loose und Prof.
Dr. Stöver.
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Stx344-345.2001.5.1 (1 Seite)
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Personalien
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Die Mitglieder der Reaktorsicherheitskommission sind für weitere zwei
Jahre im Amt bestätigt worden. Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat die
Mitglieder der Reaktorsicherheitskommission (RSK) für weitere zwei Jahre in
ihrem Amt bestätigt. Auf der Sitzung der RSK am 20. Dezember 2000 zum
Abschluß der laufenden Berufungsperiode dankte der Minister den 15
Wissenschaftlern für ihre bisher geleistete Arbeit und ihre Bereitschaft, dem
Bundesumweltministerium auch in den kommenden zwei Jahren als Berater zur
Verfügung zu stehen. "Sie haben in den vergangenen zwei Jahren zu vielen
Fragen der Atomsicherheit tiefgehende Diskussionen geführt und auch wegweisende
Beschlüsse gefaßt, die für meine bundesaufsichtliche
Tätigkeit sehr hilfreich waren und sind", sagte Trittin einer
Pressemitteilung seines Ministeriums vom 20.12.2000 zufolge. "Gerade
angesichts immer wieder auftretender Fehler in Anlagen und Fehlverhaltens von
Betreibern wie Aufsichtsbehörden sind wir als Bundesaufsicht auf Ihre
unabhängige, wissenschaftliche Beratung angewiesen."
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Stx336-337.2001.3.1 (1 Seite)
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Personalien
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Karl Z. Morgan mit 91 Jahren gestorben. Ein Nachruf, verfaßt von
Wolfgang Köhnlein.
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Stx300-301.1999.7,8.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Durchmarsch der Atomlobby bei der Strahlenschutzkommission (SSK). SSK-Mitglieder
fürchten sich vor reaktivierter BUND-Strahlenkommission (BSK). 1999.
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Stx300-301.1999.1,2.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Neue Vorsitzende von RSK und SSK berufen. 1999.
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Stx298-299.1999.3.1 (1 Seite)
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Personalien
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Bonn: Reaktorsicherheits- und Strahlenschutzkommission von Trittin neu
besetzt. 12 neue und 2 alte Mitglieder für die Reaktorsicherheits-, 5
neue und 9 alte Mitglieder für die Strahlenschutzkommission. 1999. Mit
Kommentar: Nur ein allererster Gehversuch. Von Thomas Dersee.
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Stx294-295.1999.1,2.2 (2 Seiten)
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Personalien
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Auf der Abschußliste. Wie kritische Wissenschaftler mundtot gemacht
werden sollen, lautet der Untertitel des von Antje Bultmann, der
Naturwissenschaftler-Initiative "Verantwortung für den Frieden" und
dem DGB-Angestellten-Sekretariat 1977 bei Knaur
München herausgegebenen Buches "Auf der Abschußliste". Es handelt
von "Whistleblowern", von Menschen, die
couragiert auf Probleme und Bedrohungen unserer Gesellschaft aufmerksam
machen. ISBN 3-426-77265-5. Eine ausführliche Besprechung und Darstellung der
Vorgänge um die Aufklärung der Leukämiehäufung beim AKW Krümmel
in der Elbmarsch.
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Stx262-263.1997.9-12.4 (4 Seiten)
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Personalien
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Öko-Institut Freiburg/Darmstadt: Streit nach Interview zur
Entsorgungsfrage. Prominente Vertreter der Umweltbewegung sind wegen
eines Interviews von Michael Sailer, Atomexperte des Instituts, aus dem
Trägerverein des Öko-Instituts ausgeschieden.
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Stx242-243.1997.12.1 (1 Seite)
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Personalien
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Kaul zum neuen UNSCEAR-Präsidenten gewählt. Das deutsche Bundesamt
für Strahlenschutz (BfS) will offenbar in
internationalen Strahlenschutzgremien seine Konzepte vor Veränderung
schützen.
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Stx228-229.1996.12.1 (1 Seite)
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Strahlenschutz
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Zurück zum Anfang
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Strahlenschutz
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Strahlen-Hormesis
und Dosisschwelle ohne Risiko – zwei hartnäckige Mythen. Von Rudi H. Nussbaum und Wolfgang Köhnlein.
Rudi H. Nussbaum starb am 22. Juli 2011. Dieser im
Jahre 2001 geschriebene Beitrag ist hier ihm zum Gedenken dokumentiert. Mittlerweile
reflexartig tauchen nach nuklearen Katastrophen zwei Geister aus ihren
Flaschen auf: Die nach Tschernobyl strapazierte „Radiophobie“, also die
These, daß die beobachteten Gesundheitsprobleme keinesfalls auf die Strahlen,
sondern lediglich auf die – unbegründeten – Ängste der Bevölkerung
zurückzuführen sind, wird heute der japanischen Bevölkerung in einer
überarbeiteten Form so nahebracht, daß Strahlen nur traurige Menschen krank
machen. Der zweite Geist ist die Hormesis, also die
These, daß niedrige Strahlendosen gesundheitsförderlich sind, ja, daß man
krank würde, wenn man nicht genug Strahlen abbekommen würde. Der 92 Jahre
alte T.D. Luckey ist heute einer der prominenten
Vertreter dieser skurrilen Lehre. Er meint, so richtig gut ginge es uns erst
bei 100 Millisievert pro Jahr. Er rechnet also damit, daß sich in Fukushima
der Gesundheitszustand der Bevölkerung in nächster Zeit zügig verbessern
wird. So ist es sinnvoll. das längst erledigt geglaubte
Thema „Hormesis“ nochmals aufzugreifen.
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Stx592-593.2011.9-11.3 (3 Seiten)
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Strahlenschutz
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Atommüll: Zur Stilllegung der
Atomkraftwerke in Deutschland: Die
sicherheitstechnischen Anforderungen werden abgeschwächt und die
Öffentlichkeitsbeteiligung wird ausgehöhlt. Ein Beitrag von Wolfgang Neumann.
Nach der in Bundestag und Bundesrat im Juni/Juli 2011 verabschiedeten
Atomgesetz-novelle sollen die sieben ältesten Atomkraftwerke in der
Bundesrepublik und der Pannenreaktor Krümmel ihre
Stromproduktion einstellen. Einer der sieben ältesten Reaktoren soll nach
gegenwärtigem Stand als „Kaltreserve“ betriebsbereit bleiben. In einem
Stufenplan sollen dann bis 2022 die restlichen Reaktoren abgeschaltet werden.
Das bedeutet, in den nächsten Jahren wird es 17 atomrechtliche Stilllegungsverfahren und einen vermehrten Anfall
radioaktiver Abfälle geben. Die Abschaltung ist nicht das Ende aller Dinge,
sondern die Reaktoren müssen möglichst sicher stillgelegt werden. Zu-nächst
befinden sich noch die Brennelemente im Reaktor und in den
Brennelementlagerbecken der Reaktoren. Diese müssen möglichst zügig in die
Standortzwischenlager überführt werden, um die Ab-schaltung der Reaktoren
unumkehrbar machen zu können. Durch die Entladung der Brennelemente sinkt das
Radioaktivitätsinventar eines Reaktors zwar deutlich, es existiert jedoch
immer noch ein erhebliches Gefahrenpotenzial. Deshalb
sind auch an die Stilllegung hohe Sicherheitsanforderungen zu stellen und zur
Gewährleistung und Kontrolle der erforderlichen Sicherheit ist auch eine
intensive Öffentlichkeitsbeteiligung erforderlich.
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Stx592-593.2011.5-8.4 (4 Seiten)
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Strahlenschutz
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EU-Richtlinie über die Entsorgung
von radioaktiven Abfällen verabschiedet. Aktenfunde belegen frühes Wissen um
Gorlebener Gasfelder. Der Rat der Europäischen Union (EU) hat am 20. Juli
2011 eine Richtlinie „für die verantwortungsvolle und sichere Entsorgung
abgebrannter Brennelemente“ und radio-aktiver Abfälle verabschiedet, die
einen verbindlichen Rechtsrahmen für alle EU-Mitglieder schaffen soll. Diese ergänzt
die Richtlinie der Europäischen Union vom 25. Juni 2009 zur Sicherheit von
kerntechnischen Einrichtungen (2009/71/EURATOM) und stellt die Umsetzung des
zweiten Teils des von der Kommission im Jahr 2003 präsentierten
Nuklearpaketes dar. Das Bundesumweltministerium begrüßt die Richtlinie, weil
damit eine europaweite Einigung über die Kriterien für die Entsorgung von
Nuklearabfällen erzielt worden sei. Schwerpunkt der Richtlinie ist die
Forderung an alle 14 EU-Mitgliedsstaaten, einen „nationalen Entsorgungsplan“
aufzustellen. Dieser Plan soll die Transparenz und die Nachvollziehbarkeit
von Entscheidungen bei der Entsorgung und der Endlagerung von Atomabfällen
gegenüber der Öffentlichkeit gewährleisten, heißt es. Der jeweilige nationale
Entsorgungsplan soll durch eine internationale Expertengruppe überprüft und
in regelmäßigen Abständen „fortentwickelt“ werden. Ausserdem
werden künftig die von der Lobby-Organisation zur Förderung der Atomenergie
IAEO (Internationale Atomenergie-Organisation) entwickelten Sicherheitsstandards
rechtsverbindlich.
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Stx590-591.2011.18-19.2 (2 Seiten)
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Strahlenschutz
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Buchmarkt: Neuer Gefährdungsatlas
zeigt: Nukleare Gefahren gehen nicht nur von AKWs aus. Die Deutsche
Umweltstiftung hat ihren AKW-Gefährdungsatlas in einer völlig neuen,
überarbeiteten Auflage vorgestellt. Erstmals sind nicht nur alle
Atomkraftwerke in Deutschland und dem grenznahen Ausland enthalten, sondern
auch weitere nukleare Anlagen. Der AKW-Gefährdungsatlas der Deutschen
Umweltstiftung (3. Auflage) kann zum Preis von 10,- Euro im Buchhandel (ISBN
978-3-942466-00-4) oder direkt bei der Deutschen Umweltstiftung http://www.atlas.deutscheumweltstiftung.de
bestellt werden.
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Stx588-589.2011.11-12.2 (2 Seiten)
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Strahlenschutz
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Strahlenschutz / Atommüll: Ermittlungsverfahren
wegen der Freigaberegelungen von Atommüll eingestellt. Das
Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hamburg gegen die Herren Prof.
Dr. Rolf Michel, Prof. Dr. Wolfgang-Ulrich Müller, Dr. Stefan Thierfeldt und Dr. Günther Schaller als verantwortliche
Berater der Bundesregierung wegen des Verdachts des Mißbrauchs ionisierender
Strahlen nach Paragraph 309 des Strafgesetzbuches (StGB) ist eingestellt
worden. Das teilte der zuständige Staatsanwalt Dr. Venjakob
der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg Ende Oktober 2010 mit.
Diese hatte, wie bereits berichtet, im Januar 2010 gegen die
Strahlenschutzberater der Bundesregierung Strafanzeige erstattet.
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Stx576-577.2011.7-8.2 (2 Seiten)
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Strahlenschutz
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Zweifel an Gorleben unterdrückt. Vor
dem Gorleben-Untersuchungsausschuss des Deutschen
Bundestages hat am 12. November 2010 der Physiker Heinz Nickel als Zeuge über
seine Messungen im Salzstock ausgesagt und erklärt, seine Ergebnisse seien im
Nachgang nicht ausreichend gewürdigt worden. Dabei hätten die ermittelten
Meßdaten kritische Fragen zu einem Endlager in Gorleben für radioaktiven Müll
aufgeworfen. Der freiberufliche Geologe und Politikberater Detlef Appel
erklärte am 25. November 2010 vor dem Untersuchungsausschuß zu Gasfunden
während der Erkundungen in Gorleben, daß Gasvorkommen in Salzstöcken durchaus
vorkommen würden und damit auch gerechnet worden sei – „das Ausmaß aber war
überraschend“. Bei einer Schachtvorbohrung waren Geologen an mehreren Stellen
auf Gas gestoßen.
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Stx574-575.2010.9-10.2 (2 Seiten)
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Strahlenschutz
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Neue Anforderungen für Atomendlager. In einer nicht öffentlichen Kungelrunde wurden die Sicherheitskriterien für ein
Endlager genau auf das umstrittene geplante Endlager in Gorleben
zugeschnitten. Am 30. September 2010 hatte das Bundesumweltministerium mit
den Ländern über die „Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung
wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle“ beraten. Im Juli 2009 hatte der
damalige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) diese Anforderungen
veröffentlicht, kurz vor dem Regierungswechsel und ohne Beteiligung der
Länder. Kriterium für die Langzeitsicherheit soll nun weiterhin ein Zeitraum
von einer Million Jahre sein und die Behälter müßten über einen Zeitraum von
500 Jahren zurückgeholt werden können, heißt es. Der bisher erarbeitete Stand
werde „im Dialog mit den Ländern weiterentwickelt“. Das 22 Seiten umfassende
Papier kann von der Homepage des Bundesumweltministeriums heruntergeladen
werden:
www.bmu.de/atomenergie_ver_und_entsorgung/downloads/17_legislaturperiode/doc/46521.php . Und der Bundestag hat Enteignungsmöglichkeiten
zum Endlagerbau beschlossen.
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Stx574-575.2010.8-9.2 (2 Seiten)
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Strahlenschutz
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Strahlenschutzpolitik: „Unterhalb
der Grenzwerte“. Von Dietrich Antelmann. Über
die Risiken radioaktiver Strahlung verbreiten die Betreiber nuklearer Anlagen
und die von ihnen beeinflußten Institutionen weltweit Desinformationen,
Verharmlosungen und Verdrehungen. Die Gefährdung infolge Niedrigstrahlung ist
bei weiten Teilen der Bevölkerung durch gezielte Propaganda und beharrliches
Verschweigen der Risiken in Vergessenheit geraten. Strahlen sind mit unseren
Sinnesorganen nicht wahrnehmbar. Damit auch unser Verstand sie nicht
wahrnimmt, ist zum Beispiel das Berliner Hahn-Meitner-Institut für
Kernforschung nach Tschernobyl in Hahn-Meitner-Institut (HMI) umbenannt
worden. Nach Bekanntwerden der Kinderkrebsstudie (KiKK-Studie)
soll auch der Name Hahn-Meitner nicht mehr an die Kernspaltung erinnern.
Heute heißt das HMI etwas umständlich Helmholtz-Zentrum Berlin für
Materialien und Energie (HZB). Beschreibung eines Betreibers von einem
langjähriger Anwohner des Forschungsreaktors in Berlin-Wannsee.
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Stx574-575.2010.6-8.3 (3 Seiten)
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Strahlenschutz
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Atompolitik: Entsorgungsstrategien.
Die Grünen prophezeien, daß der Vorschlag von EU-Energiekommissar Günther
Oettinger für eine Atommüllrichtlinie nicht mehr als ein PR-Gag der Europäischen
Kommission wird. Der Vorschlag wird zwar erst am 3. November 2010 offiziell
präsentiert, ein Entwurf ist jedoch schon vorab durchgesickert. Demnach
bleibt der Entwurf in vielen Kernfragen vage, etwa bei der Definition von
Atommüll und beim Verfahren einer Endlagersuche und der öffentlichen
Beteiligung. Im Endeffekt werde es den Mitgliedsstaaten der Europäischen
Union selbst überlassen zu bestimmen, was Atommüll sei und es werde ihnen
freie Hand dabei gelassen, eine große Menge potentiell gefährlicher
Materialien von der Regelung auszunehmen. Damit würde die 2001 von der
damaligen rot-grünen Bundesregierung bundesweit eingeführte Praxis, mit
Radionukliden durchmischte Materialien unterhalb bestimmter
Konzentrationswerte als nicht radioaktiv zu erklären und „zur Rückführung in
den Stoffkreislauf“ freizugeben, zementiert.
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Stx572-573.2010.12.1 (1 Seite)
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Strahlenschutz
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Strahlenschutz / Atommüll: Strafanzeigen
gegen Strahlenschutz-Berater der Regierung erstattet. Gegen vier
verantwortliche Berater der Bundesregierung, deren Empfehlungen in die
amtliche Strahlenschutzpraxis eingegangen sind, hat die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. jetzt im Januar 2010 Strafanzeige
erstattet. Die Anzeige richtet sich gegen den Hannoveraner Prof. Dr. Rolf
Michel, bisheriger Vorsitzender der Strahlenschutzkommission (SSK), den
Essener Prof. Dr. U. W. Müller, Vorgänger von Michel als Vorsitzender der
SSK, den Hauptberater in der Arbeitsgruppe „Freigabe“ der SSK, Dr. S. Thierfeldt, der Mitarbeiter der Firma Brenk-Systemplanung
in Aachen ist, und gegen Dr. G. Schaller vom Institut für Strahlenhygiene in
Neuherberg bei München des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Schaller wird speziell vorgeworfen, ein
verharmlosendes Szenario über die Einlagerung von Radionukliden in normalen
Mülldeponien (das sogenannte „Privatbrunnenmodell“) erdacht und
veröffentlicht zu haben, das die Immissionen auf die Bevölkerung
zig-tausendfach unterschätzt. Den vier Personen wirft die Bürgerinitiative,
vertreten von ihrer Vorsitzenden Kerstin Rudek und
ihrem Beiratsmitglied Dipl.-Ing. Heinrich Messerschmidt, den Mißbrauch
ionisierender Strahlen nach Paragraph 309, Absatz 2 bis 4 des
Strafgesetzbuches (StGB) vor. Sie hätten in verantwortlichen Positionen
stehend und zum Teil gemeinsam handelnd über ihre Beraterfunktionen für das
Bundesumweltministerium und entgegen bestehenden neuen wissenschaftlichen
Erkenntnissen, wie sie schon vor Jahren in die EU-Strahlenschutzrichtlinien
Eingang gefunden haben, gefährliche Aktivitätskonzentrationen in sehr großen
Mengen zur Freigabe vorgeschlagen.
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Stx556-557.2010.1-2.2 (2 Seiten)
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Strahlenschutz
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Atomaufsichtsbehörden kritisieren das Sicherheitssystem des EPR. Die englischen, französischen und
finnischen Atomaufsichtsbehörden kritisieren gemeinsam das Sicherheitssystem
des Europäischen Druckwasserreaktors EPR.
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Stx552-553.2010.3-4.2 (2 Seiten)
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Strahlenschutz
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Strahlenschutzpolitik: Die SSK
sucht ihren Platz. 35 Jahre Strahlenschutzkommission: Klausurtagung im
November 2009 in Berlin. Bei ihrer Gründung vor 35 Jahren war die
deutsche Strahlenschutzkommission (SSK) dem Bundesinnenministerium
zugeordnet. Im Juni 1986 wurde das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz
und Reaktorsicherheit (BMU) neu errichtet und dabei Auftraggeber der SSK.
Seit 1981 treffen sich die Mitglieder der SSK und ihrer Ausschüsse zu
jährlichen Klausurtagungen. Diesmal traf man sich am 5. und 6. November 2009
unter der Überschrift „Risiken ionisierender und nichtionisierender
Strahlung“ in Berlin. Für den langjährigen SSK-Geschäftsführer Dr. Detlef Gumprecht war dies gleichzeitig ein Abschied in die
Pensionierung. Erstmals, so betonte Ministerialdirigent Dr. Karl-Eugen Huthmacher als Vertreter des Auftraggebers der SSK bei
der Begrüßung, war bei einer solchen Klausurtagung zudem auch ein Journalist
zugelassen. Man wolle zeigen, daß alles mit rechten Dingen zugehe. Ein
Bericht von Thomas Dersee.
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Stx550-551.2009.2-3.2 (2 Seiten)
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Strahlenschutz
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Strahlenschutz ist keine demokratische Veranstaltung. Dem Strahlenschutz fehlt es an Legitimation
und der EURATOM-Vertrag ist nicht demokratisch. Diese Einsicht wurde jetzt
erneut auf einem Symposium vermittelt, das der Wirtschaftsverband Kernbrennstoff-Kreislauf
und Kerntechnik e.V. (WKK) am 16. September 2009 in Berlin unter dem Titel
„Die neuen Basic Safety Standards (BSS)
Strahlenschutz der IAEA und der EU“ ausrichtete. Bericht und Kommentar von
Thomas Dersee.
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Stx546-547.2009.7,8.2 (2 Seiten)
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Strahlenschutz
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IPPNW fordert unabhängige Forschung. Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW fordert anläßlich des 50-jährigen
Bestehens des Vertrages zwischen Internationaler Atomenergiebehörde (IAEO)
und Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom 28. Mai 1959, diesen unverzüglich
aufzuheben. In dem Vertrag wird den Atomprogrammförderern und Physikern der
IAEO die Kontrolle über die Forschungsprogramme, -ergebnisse und
-publikationen von Ärzten der WHO über die gesundheitlichen Folgen der
zivilen Nutzung der Atomenergie und deren Unfälle vertraglich zugesichert.
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Stx540-541.2009.5-6.2 (2 Seiten)
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Strahlenschutz
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: SSK
in Erklärungsnot. Die Mitglieder der deutschen Strahlenschutzkommission
(SSK) geben sich ahnungslos, woher die vermehrten Leukämieerkrankungen bei den
Atomkraftwerken kommen mögen und sind auf der Suche nach dem
„molekulargenetischen Faktor“ bei Krümmel, Sellafield und Dounray. Bericht
von einem „Fachgespräch“ im Februar 2009 in Bonn. Von Dr. Sebastian
Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.
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Stx532-533.2009.1-5.5 (5 Seiten)
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Strahlenschutz
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Uranhaltige Phosphat-Düngemittel im Bundestag. Uranhaltige Phosphat-Düngemittel sind
Gegenstand einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im
Bundestag (Bundestags-Drucksache 16/10968 vom 13.11. 2008). Die Grünen
möchten unter anderem wissen, welche Erkenntnisse der Bundesregierung über
den Urangehalt bisher bekannter Phosphatlagerstätten vorliegen und wie lange
die globalen Vorräte uranfreien Phosphats voraussichtlicht
reichen werden. Außerdem wird nach möglichen Belastungen von Agrarprodukten
durch uranhaltige Dünger gefragt.
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Stx526-527.2008.8.1 (1 Seite)
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Strahlenschutz
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Von der Gefahr der Vertrottelung in
Kommissionen und in der Wissenschaft. Von Sebastian Pflugbeil. Das Vertrottelungssyndrom
wurde nach dem Strahlenbiologen Prof. Dr.med. Klaus-Rüdiger Trott benannt. Vor
vielen Jahren arbeitete er in der GSF in Neuherberg am Nordrand von München
und er war von 1975 bis 1981 Mitglied der Strahlenschutzkommission (SSK).
Trott wurde dadurch bekannt, dass er als
Fachgutachter der Bayerischen Staatsregierung die Unbedenklichkeit der
atomaren Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf für
die Bevölkerung garantierte und sich im Kollegenkreis damit brüstete, für den
Ministerpräsidenten Strauß Redebeiträge zur Durchsetzung der Atomprogramme
geschrieben zu haben. Als wissenschaftshistorisch klassisch gilt der folgende
Gedankengang von Professor Trott: „Man sollte sich dem öffentlichen Druck,
große epidemiologische Studien durchzuführen, unbedingt widersetzen. ...
Entweder findet man nichts, dann hat man es vorher gewusst
– man kann übrigens auch gar nichts finden – oder man findet, wie in Sellafield, doch etwas, dann hat man sehr große
Schwierigkeiten, einen solchen Zufallsbefund wieder wegzudiskutieren.“ (In:
Energiepolitisches Gespräch mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten, „Umwelt und
Energie, Teil II“, 1987)
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Stx524-525.2008.7-8.2 (2 Seiten)
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Strahlenschutz
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Feuchtgebiete
– der neue Bestseller der Strahlenschutzkommission. Sind die Leukämien
bei Krümmel und anderswo durch Wasserdampf
entstanden? Von Inge Schmitz-Feuerhake. Es war nicht zu erwarten, dass die deutsche Strahlenschutzkommission aus dem
Ergebnis der Kinderkrebsstudie bei Kernkraftwerken von 2007 (KiKK) in einer nachvollziehbaren Weise Lehren ziehen
würde. Als weiland 1991 die Leukämiehäufung beim AKW Krümmel
unübersehbar geworden war, verkündete der damalige Umweltminister Klaus
Töpfer vor Ort, Radioaktivität sei als Ursache auszuschließen, es handele
sich wahrscheinlich um eine Virusinfektion. Auf erstaunte Nachfrage von
Journalisten teilte er mit, das hätten ihm seine Berater in der
Strahlenschutzkommission (SSK) gesagt. Die SSK hielt es für
unwissenschaftlich, der Radioaktivitätsthese überhaupt nachzugehen.
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Stx524-525.2008.5-7.3 (3 Seiten)
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Strahlenschutz
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Epidemiologische
Tatsachen fordern „gegenwärtigen strahlenbiologischen Kenntnisstand“ heraus. Anmerkungen
zur Stellungnahme der Strahlenschutzkommission (SSK) zur KiKK-Studie.
Von Hagen Scherb. Die Stellungnahme der
Strahlenschutzkommission (SSK) zur KiKK-Studie
strapaziert den Begriff „gegenwärtiger Kenntnisstand“. Es ist zu kritisieren,
daß sich die SSK dabei auf ein seit Jahrzehnten veraltetes „Wissen“ beruft.
Mittlerweile ist es in vielen epidemiologischen Studien gelungen, die Wirkung
von Niedrigdosisstrahlung zweifelsfrei nachzuweisen. Die Verdoppelungsdosen
für angeborene Fehlbildungen (genetische Effekte, zum Beispiel Down Syndrom)
liegen teilweise in der Größenordnung von 1 Millisievert pro Jahr (mSv/a),
und das Geschlechtschancenverhältnis (sex odds ratio) pro mSv/a liegt bei 1.015. Dem muß man
gegenüberstellen, daß das Wissenschaftliche Komitee der Vereinten Nationen
für die Wirkung von Atomstrahlung UNSCEAR [4] von einem relativen Risiko pro
Gray (Gy) für Fehlbildungen von 1,033 ausgeht. Das entspricht etwa einer Verdoppelungsdosis von 20
Gray: The estimate of risk for congenital
abnormalities is about 2,000 cases per million live births (compared to
60,000 cases per million live births).
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Stx524-525.2008.4-5.2 (2 Seiten)
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Strahlenschutz
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Ein
Psychogramm der Strahlenschutzkommission. Stellungnahme der
Strahlenschutzkommission (SSK) zur KiKK-Studie
stößt auf Widerspruch. Zweifel an der Seriosität. Bundesregierung wird
aufgefordert zu reagieren. „Kein strengerer Strahlenschutz – In der
Umgebung deutscher Kernkraftwerke sind keine strengeren Vorschriften im
Strahlenschutz notwendig, weil sich ein Zusammenhang mit Leukämie nicht
nachweisen lässt. Das teilte am Donnerstag das
Bundesumweltministerium in Berlin mit. Es berief sich auf eine Untersuchung
der Strahlenschutzkommission. Diese war von Umweltminister Gabriel beauftragt
worden, die Gründe herauszufinden, warum die Statistik in einem
Fünf-Kilometer-Radius um Kernkraftwerke ein erhöhtes Leukämie-Risiko bei Kindern
unter fünf Jahren ausweist. Die Kommission kam zu dem Ergebnis, dass es eine wissenschaftlich nachvollziehbare Ursache
für diese Beobachtung nicht gibt, weil die Strahlenbelastung der Kraftwerke
viel zu gering sei, um Leukämie auslösen zu können. (km.)“ So faßte die
Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Ausgabe vom 10. Oktober 2008 das
Ergebnis eines Pressegesprächs vom Vortag im Bundesumweltministerium (BMU) in
Berlin zusammen. Gesprächspartner waren der Unterabteilungsleiter
Strahlenschutz des BMU, Dr. Karl-Eugen Huthmacher,
der Fachbereichsleiter Strahlenschutz und Gesundheit des Bundesamtes für
Strahlenschutz (BfS), Dr. Wolfgang Weiß, der
Vorsitzende der Strahlenschutzkommission (SSK) der Bundesregierung, Prof. Dr.
Rolf Michel, und der Leiter der SSK-Arbeitsgruppe zur Bewertung der KiKK-Studie und ehemalige SSK-Vorsitzende Prof. Dr.
Wolfgang-Ulrich Müller. Mit der Begründung, der Zugang zu dem Gespräch sei
„nicht öffentlich“, sondern „auf wenige Tageszeitungen und Hörfunkstationen
beschränkt“, war Strahlentelex zuvor kurzfristig wieder ausgeladen worden.
Der Einschätzung, man habe sich vor unbequemen Fragen gefürchtet, wurde von
Seiten des BMU nicht widersprochen. Aus dem BfS
verlautete, man habe das Gespräch „möglichst niedrig hängen“ wollen, falls
von Seiten der SSK zu viel Unsinn erzählt werde.
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Stx.524-525.2008.1-3.3 (3 Seiten)
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Strahlenschutz
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Endlagerung: Neue Maßstäbe für
die Lagerung hochradioaktiver Abfälle. Bundesumweltministerium paßt
Sicherheitsanforderungen dem „Stand von Wissenschaft und Technik“ an.
„Geringfügige Freisetzungen“ werden zugelassen. Mit der Veröffentlichung
eines Regelungsentwurfs für „Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung
wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle“ will das Bundesumweltministerium
(BMU) jetzt neue Maßstäbe für die Sicherheit eines Atommüll-Lagers setzen.
Die aktualisierten Sicherheitsanforderungen beschreiben den „Stand von
Wissenschaft und Technik“, der für den Betrieb und den Verschluß eines
Endlagers einzuhalten und von der Genehmigungsbehörde zu prüfen ist, teilte
das BMU am 12. August 2008 mit.
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Stx520-521.2008.7-8.2 (2 Seiten)
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Strahlenschutz
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Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken: „Eine entscheidende Public Health-Studie“
- Die kritische Überprüfung der Grundannahmen der geltenden
Strahlenschutznormen und eine Neueinschätzung der Risikofaktoren bei
Strahlenexposition sind notwendig. Die Nachricht von den Ergebnissen der
Kinderkrebsstudie des Mainzer Kinderkrebsregisters (KiKK-Studie)
fand bislang auch in den USA viel zu wenig Beachtung. Deshalb verfaßte Rudi
H. Nussbaum, emeritierter Professor für Physik und
Umweltwissenschaften an der Portland State University in Portland/Oregon (USA),
einen Kommentar zu dieser Studie für seine angelsächsischen Kollegen und die
Medien, wovon er Strahlentelex freundlicherweise eine Kopie schickte. Der
Nachweis eines steilen Anstiegs des Erkrankungsrisikos für Leukämie und
andere Krebsarten bei Kindern unter 5 Jahren, je näher sie bei einem der
deutschen Atomkraftwerke leben, stimme nachdenklich und beunruhige. Angela
Merkels konservative Regierung, so schreibt Nussbaum
aus der Perspektive eines anderen Kontinents, hat Wissenschaftler des
zentralen Kinderkrebsregisters beauftragt, eine endgültige Studie über eine
Überzahl von Krebserkrankungen bei Kindern in der Umgebung von Atomreaktoren
zu erstellen. Damit sollte offenbar das Konzept der rot-grünen
Vorgängerregierung (unter deren Regie war die Studie ursprünglich in Auftrag
gegeben worden) für einen Atomausstieg unterminiert und dem öffentlichen
Widerstand gegen ein Wiedererstarken der deutschen Nuklearindustrie etwas
entgegengesetzt werden.
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Stx516-517.2008.1-2.2 (2 Seiten)
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Strahlenschutz
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Geringere Sicherheit nach Atomkonsens. Nach einem Bericht von Greenpeace gehören die vier Atomkraftwerke
Biblis A und B, Brunsbüttel und Neckarwestheim 1, die laut Ausstiegsplan in
der nächsten Legislaturperiode vom Netz gehen sollen, zu Deutschlands
störanfälligsten Reaktoren. Diese ältesten Atommeiler Deutschlands weisen
demnach alle besondere bauartbedingte Mängel auf, sind Spitzenreiter beim
Unfallrisiko, schneiden bei mehreren Bewertungskriterien deutlich am
schlechtesten ab und sind besonders verwundbar bei Terrorangriffen. Schuld
daran ist der Atomkonsens, meint Greenpeace.
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Stx450-451.2005.7.1 (1 Seite)
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Strahlenschutz
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Atompolitik: Neue "Grundlagen
für die Sicherheit von Kernkraftwerken". Im Februar 2005 hatte das
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Entwürfe für ein neues kerntechnisches Regelwerk ins Internet gestellt und
Interessierte um Kommentare und Vorschläge gebeten. Die bisherigen zentralen
Regeln wie die "BMI-Sicherheitskriterien" und die "RSK-Leitlinien"
stammen aus den siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts und
sind veraltet. Alle bis zum 1. August 2005 eingegangenen circa 2.300
Kommentare seien nun bearbeitet und in den vorliegenden neuen
Regeltextentwürfen berücksichtigt worden, teilte das BMU jetzt mit.
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Stx450-451.2005.6,7.2 (2 Seiten)
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Strahlenschutz
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Elbmarsch-Leukämiehäufung: Die Überwachung kerntechnischer Anlagen ist
in Deutschland lückenhaft. Es gibt Lücken im Konzept der
Immissionsüberwachung bei kerntechnischen Anlagen in Deutschland. Zu diesem
Ergebnis gelangen die Physikerin Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake und
Kollegen von den Universitäten Bremen, Greifswald, München, Kiel und von der
Gesellschaft für Strahlenschutz in einer Arbeit über das Leukämiecluster in
der Elbmarsch bei Hamburg, die Ende Juli 2005 in den Archives of Environmental Contamination and Toxicology veröffentlicht
worden ist.
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Stx448-449.2005.4.1 (1 Seite)
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Strahlenschutz
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Aktualisierung des kerntechnischen Regelwerks. Das deutsche
kerntechnische Regelwerk ist veraltet. Zentrale Regeln wie die
"BMI-Sicherheitskriterien" und die "RSK-Leitlinien"
bestehen in unveränderter Form seit fast 30 beziehungsweise 20 Jahren. Die
dort niedergeschriebenen sicherheitstechnischen Anforderungen entsprechen in
großen Teilen nicht mehr dem nationalen und internationalen Stand von
Wissenschaft und Technik. Zu zentralen technischen Sachverhalten existieren
zudem bislang keine Anforderungen in dem untergesetzlichen Regelwerk.
Deshalb, so erklärte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit (BMU) im Februar 2005, habe es die Aktualisierung und
Ergänzung des kerntechnischen Regelwerks zu einem Schwerpunkt seiner
Tätigkeit in der laufenden Legislaturperiode gemacht.
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Stx436-437.2005.7.1 (1 Seite)
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Strahlenschutz
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Vernebelungstaktik. Maßnahmen gegen terroristische Flugzeugangriffe.
Es sei eine Tatsache, daß Atomkraftwerke überall in der Welt nur bedingt
gegen gezielte oder unfallbedingte Flugzeugabstürze gesichert sind, erklärte
das Bundesumweltminsterium in einer
Pressemitteilung am Jahresende 2003. Nach den Anschlägen vom 11. September
hatte es im Oktober 2001 die Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) mit
einer Untersuchung zu den Auswirkungen derartiger Angriffe beauftragt. Die Ergebnisse
liegen seit rund einem Jahr vor und wurden den Betreibern sowie den
Bundesländern als für die Sicherheit der jeweiligen Anlagen zuständigen
Atomaufsichtsbehörden zur Verfügung gestellt, sonst jedoch unter Verschluß
gehalten. Demnach, so verlautet, sind die neun älteren Anlagen, bei denen
eine Katastrophe bereits durch den Absturz eines kleinen Verkehrsflugzeuges
ausgelöst werden könne, besonders gefährdet. Aber auch bei den sieben
moderneren Meilern, deren Betonhüllen gegen den Absturz eines Phantom-Kampfjets
ausgelegt seien und die dem Aufprall einer Passagiermaschine standhalten
würden, sei eine Katastrophe ähnlich der in Tschernobyl möglich.
Erschütterungen durch den Aufprall könnten zu schweren Zerstörungen im
Inneren führen. Bei den drei neueren Siedewasserreaktoren würde ein großes
Verkehrsflugzeug sogar die Betonhülle durchschlagen. Auf der Basis dieser
Untersuchungen werde zur Zeit ein von der Betreiberseite vorgeschlagenes
Schutzkonzept für Atomkraftwerke geprüft, teilt das Bundesumweltministerium
nun mit. Dieses Konzept sehe unter anderem vor, daß ein angegriffenes
Kernkraftwerk in wenigen Sekunden durch eine künstliche dichte Nebelwand
großflächig verhüllt werden soll. Die Wahrscheinlichkeit, daß das Flugzeug
das Reaktorgebäude hinreichend zielgenau trifft, solle dadurch wirkungsvoll
vermindert werden. Mit einem Kommentar von Thomas Dersee.
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Stx408-409.2004.1,2.2 (2 Seiten)
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Strahlenschutz
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Strahlenschutz – das Pilotprojekt für "Gender Mainstreaming"
des Bundesumweltministeriums. Strahlenschutz ist das Pilotprojekt für
"Gender Mainstreaming" im Bundesumweltministerium. Geprägt von der
Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking sollen damit nun auch bei der
Strahlenbelastung "gleiche Rechte und Pflichten für Männer und
Frauen" gefördert werden. Der Schutz des ungeborenen Lebens wurde dazu
in der neuen Strahlenschutzverordnung 2001 mit dem Bedürfnis nach
"Gender Mainstreaming" konfrontiert. Schwangere und stillende
Frauen und ihre Kinder haben dabei verloren.
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Stx354-355.2001.4-8.5 (5 Seiten)
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Strahlenschutz
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Schutz der Strahlen gegen Schutz vor Strahlung: Interessenkonflikt
zwischen IAEA und WHO. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich 1958
von der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) einen Maulkorb umhängen
lassen. Im Mai 1958 hatten die Internationale Atomenergieagentur (IAEA)
und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Übereinkunft unterzeichnet,
die einen gravierenden Interessenkonflikt beinhaltet. Sie ist in der
Vergangenheit von beiden Organisationen stets dahingehend ausgelegt worden,
daß die IAEA die Definitionsmacht über das Spannungsfeld Strahlung und
Gesundheit ausübt, während die WHO sich um die strahlenexponierten Personen
zu kümmern habe. Darauf weist Dr. Rosalie Bertell
hin, Präsidentin des International Institute of Concern for Public Health in Toronto, Kanada. Es gibt Bestrebungen, diese
Übereinkunft beim Treffen des WHO-Direktoriums im Mai 2000 abzuändern.
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Stx316-317.2000.1,2.2 (2 Seiten)
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Strahlenschutz
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Bundeshaushalt 1999: Bei Gorleben und Schacht Konrad wurde gekürzt.
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Stx298-299.1999.5.1 (1 Seite)
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Strahlenschutz
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10 Jahre Strahlentelex. Jubiläums-Sonderausgabe zum Jahreswechsel
1996-97 mit einer Darstellung der Geschichte des Strahlentelex von Thomas Dersee
und der Dokumentation einer Strafanzeige vom Oktober 1986 von Peter Kafka und
Friedrich Schikora gegen die Mitglieder der Strahlenschutzkommission wegen
unterlassener Hilfeleistung. Diese Anzeige und die Reaktion der
Staatsanwaltschaft darauf zeigt, wie einfach es für das Justizwesen ist,
staatlich genehme Untaten zu entschuldigen. Es genügte den Staatsanwälten,
das Wort "bewußt" zu unterstreichen. Das heißt, so Peter Kafka:
"Soll doch mal jemand versuchen, staatlichen Autoritäten bewußtes
Handeln nachzuweisen!"
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Stx239.1996-97.1-7.7 (7 Seiten)
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Strahlenschutz
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Bundeshaushalt 1997: 22 Millionen Mark mehr für das Bundesamt für
Strahlenschutz, weniger Geld für Gorleben und Schacht Konrad.
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Stx238.1996.10,11.2 (2 Seiten)
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Strahlenschutz
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Bundeshaushalt 1992: 470 Millionen Mark für das Bundesamt für
Strahlenschutz. Mit 1,43 Milliarden DM kann das Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Haushaltsjahr 1992 über 151,63
Millionen DM mehr verfügen als 1991.
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Stx114-115.1991.8.1 (1 Seite)
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