|
ISSN 0931-4288
|
|
Kommentiertes
Register des Sachgebietes Radioaktivität in Umwelt und Haushalt
|
|
Baustoffe
|
Erdgas
|
& Zurück zum Register
|
|
Glühstrümpfe
|
Jod-131
|
Artikel bestellen
|
|
Krypton-85
|
Plutonium
|
Strontium-90
|
|
Tritium
|
Uran
|
Radioaktivität im Haushalt
|
|
Umweltradioaktivität
|
.
|
.
|
|
.
|
.
|
.
|
|
|
Sie können mit Hilfe der Artikel-Nummern
die vollständigen Texte in Ihren gesammelten Strahlentelex-Ausgaben finden.
Die Artikel-Nummer beginnt mit der Nummer der Strahlentelex-Ausgabe, danach
folgt das Erscheinungsjahr und schließlich die Seitenzahl(en) in der
jeweiligen Ausgabe. Die letzte Zahl ist eine Kontrollnummer und gibt Ihnen
die Zahl der Seiten an, auf denen der vollständige Text verteilt ist.
Alle Artikel sind auch als Papierkopie
per Briefpost erhältlich. Die Bearbeitung und der Postweg dauern im
allgemeinen 3 bis 4 Tage. Bitte notieren Sie sich dazu die Artikel-Nummern
und betätigen Sie das Feld "Artikel bestellen".
|
Artikel-Nummer:
|
|
Baustoffe
|
Zurück zum Anfang
|
|
Baustoffe
|
Atommüll und Umweltradioaktivität: Krebserkrankungen und
Chromosomenschäden unter Bewohnern radioaktiv belasteter Gebäude auf Taiwan.
Mit radioaktiven Zusätzen hergestellter Baustahl wurde in mehr als 2.000
Wohnungen und Schulen verbaut. Eine fünfjährige Studie über die
Krebshäufigkeit unter Bewohnern von radioaktiv verseuchten Gebäuden auf
Taiwan wurde Agenturmeldungen vom April 2001 zufolge jetzt fertiggestellt.
Sie zeigt, daß die Möglichkeit von Chromosomenschäden proportional zur
Langzeitbelastung mit Niedrigdosisstrahlung zunimmt. Von November 1995 bis
Juni 2000 hatte ein Forscherteam der National Yang Ming University auf Taiwan
mehr als 4.100 Menschen untersucht und beobachtet, die in der Stadt Taipeh in
Gebäuden gelebt hatten, die zwischen 1982 und 1983 mit radioaktiv belasteten
Stahlträgern errichtet worden waren. Unter ihnen traten gehäuft verschiedene
Krebsarten auf.
|
Stx346-347.2001.4,5.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Baustoffe
|
Radioaktivität in Baustoffen. Baustoffe enthalten stets gewisse
Mengen an natürlich vorkommenden radioaktiven Stoffen. Aus
strahlenbiologischer Sicht werden insbesondere die Isotope Radium-226,
Thorium-232 und Kalium-40 für bedeutend gehalten. Durch den Aufenthalt in
Gebäuden, so gängige Schätzungen, wird die natürliche erdgebundene äußere
(Gamma-) Strahlenbelastung im Durchschnitt von 0,4 auf 0,5 Millisievert pro
Jahr erhöht. Dazu kommen heute Anteile des künstlichen Radionuklids
Cäsium-137 aus den oberirdischen Atomversuchen und aus Tschernobyl, die
speziell in organischen Materialien wie Holz zu finden sind. Eine Übersicht
auf der Grundlage von Untersuchungen der Strahlenmeßstelle der Berliner
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz.
|
Stx198-199.1995.10,11.2 (2 Seiten)
|
|
Baustoffe
|
Radioaktivität in Baustoffen. Baustoffe enthalten in der Regel eine
gewisse Menge an natürlich vorkommenden radioaktiven Stoffen. Aus
strahlenbiologischer Sicht werden vor allem die Isotope Radium-226,
Thorium-232 und Kalium-40 für bedeutend gehalten. Durch den Aufenthalt in
Gebäuden wird die natürliche erdgebundene äußere Strahlenbelastung
(Gammastrahlung) im Durchschnitt von 40 auf 50 Millirem (von 0,4 auf 0,5
Millisievert) pro Jahr erhöht. Mit einer Baustoffliste der Arbeitsgruppe
Physikalische Umweltanalytik der Radioaktivitätsmeßstelle des Fachbereichs
Physik der Universität Oldenburg für den Meßzeitraum vom 10.10.1992 bis
20.3.1993.
|
Stx152-153.1993.5-7.3 (3 Seiten)
|
|
Baustoffe
|
Radioaktiven Stahl verbaut. Die taiwanesische Regierung sieht sich
mit einer wachsenden Zahl von Fällen konfrontiert, in denen auf der Insel
erzeugter Stahl radioaktiv verseucht ist, weil bei der Herstellung unter
anderem ausländischer, radioaktiver Stahlschrott verwendet worden ist. Das
wurde 1993 gemeldet.
|
Stx150-151.1993.8.1 (1 Seite)
|
|
Baustoffe
|
Verstrahltes Holz nach Deutschland eingeführt. Verstrahltes Holz
aus der Ukraine und anderen Staaten der GUS wurden laut Pressemeldungen von
1993 in die Bundesrepublik eingeführt.
|
Stx150-151.1993.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
|
|
Baustoffe
|
Bonn: Uran in Kacheln und Fliesen. Bei der Herstellung von Kacheln
und Fliesen wird natürliches Uran verwendet. Darauf weist die Bundesregierung
in ihrer Antwort vom 17. Mai 1989 auf eine Kleine Anfrage der Fraktion der
Grünen im Bundestag hin.
|
Stx60-61.1989.3.1 (1 Seite)
|
|
Erdgas
|
Zurück zum Anfang
|
|
Erdgas
|
Radioaktive Rückstände bei der Öl-
und Gasförderung. Bei der Öl- und Gasförderung gelangen mit dem sogenannten
Prozesswasser Begleitstoffe wie radioaktives Radium-226, Radium-228, Blei-210
und Thorium-228 aus dem Erdinneren an die Oberfläche. Diese radioaktiven
Stoffe natürlichen Ursprungs lagern sich unter anderem in Schlämmen und in
Förderröhren ab, so daß diese Materialien ebenfalls radioaktiv belastet
werden. Trotz der Vorschriften in der Strahlenschutz-Verordnung (StrlSchV),
die die Überwachung der Radioaktivität und der Belastung einzelner Personen
vorgibt, erfolgt die Entsorgung dieser radioaktiven Rückstände weitgehend
unkontrolliert in Eigenverantwortung durch die Förderfirmen.
Mitteilungspflichten nach Paragraph 100 der Strahlenschutzverordnung gelten
erst ab mehr als 2.000 Tonnen anfallender Rückstände jährlich.
|
Stx562-563.2010.7.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
|
|
Erdgas
|
Berlin: Keine Radioaktivität im Erdgas gefunden. Meßtechnisch
aufwendige Untersuchungen der Strahlenmeßstelle der Berliner Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung und Umweltschutz haben 1992 keinen nachweisbaren Gehalt
an radioaktiven Stoffen in dem nach Berlin gelieferten Erdgas gefunden.
|
Stx150-151.1993.7.1 (1 Seite)
|
|
Erdgas
|
Nukleare Sprengungen: Radioaktivität im Erdgas. Im Mai und Juni 1992
berichtete die ARD in ihrer Fernsehsendereihe Ratgeber Technik über
Radioaktivität im Erdgas aus GUS-Staaten und löste bundesweit und in der
Unabhängigen Meßstelle Berlin eine Flut von Anfragen besorgter Gasverbraucher
aus. Plötzlich war die "saubere", sich im Aufwind befindende
Energieform Erdgas in die Nähe der verpönten Kernenergie gerückt. Denn das
Erdgas sollte aus Lagerfeldern stammen, die durch Sprengung von Atombomben
für die Öl- und Gasförderung erschlossen worden waren. Beruhigende Presseerklärungen
aus der Gaswirtschaft und aus dem Bundesamt für Strahlenschutz folgten
schnell. Tendenz: keine nennenswerten Kontaminationen und keine weitere
Strahlenbelastung der Bevölkerung. Nachfragen, auf welchen Meßwerten diese
Aussagen beruhen, blieben unbeantwortet. Mit allgemeinen Floskeln drückte man
sich vor der Angabe konkreter Meßergebnisse. Ein Ergebnis eigener
Nachforschungen: In der Literatur werden nukleare Sprengungen zur
Erdgasförderung seit den sechziger Jahren beschrieben. Dabei ist die amerikanische
Literatur leichter zugänglich als die russische. 5 Berichte.
|
Stx134-135.1992.1-6,8.7 (7 Seiten)
|
|
Glühstrümpfe
|
Zurück zum Anfang
|
|
Glühstrümpfe
|
Strahlengefahren bei Camping-Gaslampen: Unterschiedliche Radioaktivitätsabgaben
aus Glühstrümpfen. Gaslampen, wie sie beim Camping verwendet werden, sind
mit sogenannten Glühstrümpfen ausgestattet, die zur Erzeugung einer hohen
Leuchtkraft radioaktives Thoriumoxid enthalten. Nach dem Einbrennen sind
diese Glühstrümpfe sehr brüchige Gebilde, die insbesondere beim Auswechseln
sehr leicht zu Staub zerfallen. Über die Gefahren, die dabei insbesondere mit
dem Einatmen des zu etwa 90 Prozent aus Thoriumoxid bestehenden Staubes
verbunden sind, wurde in Strahlentelex 48/1989.1,3.2 berichtet. Während der
ersten Stunde der Brennzeit werden zudem vermehrt Radionuklide aus der
Thorium-Zerfallsreihe an die Umgebung abgegeben, weshalb speziell während
dieser Zeit für eine gute Lüftung gesorgt werden sollte. Aus einer bereits 1983
erstmals veröffentlichten Untersuchung sind zudem unterschiedliche
Aktivitäten verschiedener Glühstrumpf-Fabrikate bekannt.
|
Stx52.1989.1,3.2 (2 Seiten)
|
|
Glühstrümpfe
|
Strahlengefahren: Vorsicht bei Camping-Gaslampen. Ein erheblicher
Teil der Bevölkerung verbringt Ferien und Freizeit beim Camping. Die dabei
verwendeten Gaslampen sind mit sogenannten Glühstrümpfen (Auer-Strümpfen)
ausgestattet, die zur Erzeugung einer hohen Leuchtkraft im Mittel 330
Milligramm Thoriumoxid (Th-nat) enthalten. Dies entspricht einer
Gesamtaktivität von etwa 1.300 Becquerel dieses Metalls. Natürlich
vorkommendes Thorium besteht fast ausschließlich aus dem Isotop Thorium-232,
das als Anfangsglied der Thorium-Zerfallsreihe mit einer Halbwertszeit von
13,9 Milliarden Jahren unter Aussendung von Alpha-Strahlen zerfällt. Eine
Untersuchung über die radiologischen Risiken für den Camper wurde 1985 bei
der Sektion Strahlenschutz des Berner Bundesamtes für Gesundheitswesen in der
Schweiz durchgeführt.
|
Stx48.1989.1,3.2 (2 Seiten)
|
|
Jod-131
|
Zurück zum Anfang
|
|
Jod-131
|
Atomwaffenversuche: Erhöhte Radioaktivität der Luft. Eine erhöhte
Radioaktivität der Luft hat die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in
Braunschweig am 11. August 1987 gemessen, die auf einen Atomwaffenversuch der
Sowjetunion am 2. August 1987 zurückgeführt wird. Nach Angaben des
Bundesumweltministeriums vom 13. August 1987 betrug die gemessene
Luftaktivität 16 Mikro-Becquerel Jod-131 pro Kubikmeter. Aus Schweden seien
Werte von 1.800 und aus Norwegen 800 Mikro-Becquerel Jod-131 pro Kubikmeter
Luft gemeldet worden. (1 Mikro-Becquerel = 1 millionstel Becquerel). Nach
Tschernobyl seien es dagegen zwischen 10 und 70 Becquerel pro Kubikmeter Luft
gewesen.
|
Stx15.1987.6.1 (1 Seite)
|
|
Krypton-85
|
Zurück zum Anfang
|
|
Krypton-85
|
Atmosphärische Radioaktivität: Krypton-85-Messungen zur Überwachung der
atomaren Aufrüstung. Nachdem in den Jahren 1991 und 1992 der Grundpegel der
Krypton-85-Aktivitätskonzentration in der nördlichen Hemisphäre leicht
zurückging, war in der ersten Jahreshälfte 1994 wieder eine steigende Tendenz
zu beobachten. Das berichtet Hartmut Sartorius vom Institut für
Atmosphärische Radioaktivität des Bundesamtes für Strahlenschutz.
|
Stx210-211.1995.4.1 (1 Seite)
|
|
Krypton-85
|
Klimarisiko Atomenergie. Das radioaktive Edelgas Krypton-85 aus der
atomaren Wiederaufarbeitung wird zum Risiko für unser Klima. Das erklärt der
Physiker Dr. Roland Kollert vom Bremer Forschungsbüro Kollert&Donderer in
einer 1994 vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
herausgegebenen Studie über die "Klimarisiken durch radioaktives
Krypton-85 aus der Kernspaltung", nachdem er sich mit den Thesen von
Sternglass und Giebel über die auch ozonzerstörende Wirkung von Krypton-85 in
den Strahlentelex-Ausgaben von März und April 1994 (Stx172-173/1994/1-8 und
Stx174-175/1994/3-5) nicht hatte anfreunden können.
|
Stx176-177.1994.2,3.2 (2 Seiten)
|
|
Krypton-85
|
Diskussion: Krypton-85 und das Ozonloch. "Krypton-85 erhöht
die Ionisationsleistung nur um einige Zehntel Promille", meint Dr.
Roland Kollert, Bremen. "Kosmische Strahlung passiert die dünnen
Eiskristallwolken, Krypton dagegen lagert sich an oder wird gelöst",
erklärt Prof. Dr. Ernest J. Sternglass, New York. "Den Petkau-Effekt auf
die Atmosphärenchemie zu übertragen, ist ein reizvoller Gedanke" für
Prof. Dr. Jens Scheer, Bremen. Eine Dokumentation der Diskussion zur These
von Wieland Giebel und Ernest J. Sternglass, nicht nur die chemische
Industrie, auch die Atomindustrie sei wegen der Erzeugung von Krypton-85 für
das Ozonloch in der Stratosphäre verantwortlich.
|
Stx174-175.1994.3-5.3 (3 Seiten)
|
|
Krypton-85
|
Ozonloch: Der Komplize des Ozon-Killers FCKW: Krypton-85 aus atomaren
Wiederaufarbeitungsanlagen. Die Atomindustrie bohrt im Ozonloch. Das
radioaktive Gas Krypton-85, in großen Mengen bei Atombombentests,
Reaktorunfällen und in immer größerem Ausmaß bei der Wiederaufarbeitung von
Kernbrennstoffen freigesetzt, steigt auf in die Stratosphäre, fördert dort
die Bildung vieler kleinster Eiskristalle und schafft so das Klima für die
Zerstörung des Ozons durch Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKWs). Diese
These vertritt der Us-amerikanische frühere Reaktorbauer und heutige
Atomkritiker und Querdenker Prof. Dr. Ernest J. Sternglass. Ihm fiel auf, daß
die Ozonkonzentration in den höheren Schichten der Erdatmosphäre speziell
immer dann abnahm, wenn besonders viel künstlich erzeugtes Krypton-85
freigesetzt worden war. Der Journalist und Publizist Wieland Giebel stellt im
Strahlentelex erstmals die Krypton-These zum Ozonloch öffentlich zur
Diskussion. Bisheriges Fazit: Die Fachleute äußern sich zurückhaltend und in
sich widersprüchlich, erklären ihr Unwissen und wollen sich nicht gern mit
der Atomwirtschaft anlegen.
|
Stx172-173.1994.1-8.8 (8 Seiten)
|
|
Plutonium
|
Zurück zum Anfang
|
|
Plutonium
|
Transurane in der Elbe. Seit
einigen Jahren weisen die Jahresberichte des Bundesumweltministeriums (BMU)
zu „Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung“ eine erhöhte Belastung der
Unterelbe mit Transuranen, insbesondere Plutonium und Americium aus. Das
Plutonium kann der Darstellung im Jahresbericht 2007 zufolge nicht aus dem
weltweiten Fallout von Atomwaffenversuchen stammen. Die vorliegenden Berichte
des BMU sprechen von zur Zeit nicht zu erklärenden erhöhten Meßwerten,
weitere Untersuchungen zur Klärung dieser Befunde seien notwendig. Bisher
wurden jedoch keine Ergebnisse veröffentlicht und die Herkunft des Plutoniums
bleibt ungeklärt, auch wenn Experten davon sprechen, die Werte seien
charakteristisch für Ableitungen der Wiederaufbereitungsanlagen in La Hague
und Sellafield.
|
Stx566-567.2010.7.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
|
|
Plutonium
|
Radiochemie: Neue Sorgen mit
einer neuen Plutoniumverbindung. Migration von Plutoniumverbindungen im
Grundwasser. Neue Sorgen um eine neu gefundene
Plutoniumverbindung, die sich im Grundwasser verbreitet, verursachen
Untersuchungsergebnisse des Los Alamos National Laboratory. Ein Bericht von
Gert Blumenthal.
|
Stx370-371.2002.5,6.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Plutonium
|
Vom stärksten Gift für jeden eine Prise. Vor Tschernobyl lagen die
spezifischen Aktivitäten des Plutoniums in Lebensmitteln in der Größenordnung
von 0,001 bis 0,01 Becquerel pro Kilogramm, erklärte 1987 der Berliner Gesundheitssenator.
Im Fallout von Tschernobyl habe der Anteil des Plutoniums im Berliner Raum
etwa einem Hunderttausendstel des Cäsium-137 entsprochen.
|
Stx20.1987.5.1 (1 Seite)
|
|
Strontium-90
|
Zurück zum Anfang
|
|
Strontium-90
|
Die IAEO warnt vor Nuklearbatterien. Holzfäller fanden im Dezember
2001 in Georgien zylinderförmige Gegenstände, die auf mysteriöse Weise den
Schnee schmelzen ließen. Sie nahmen sie zum Heizen mit sich. Nach wenigen
Stunden sei ihnen schwindlig geworden und eine Woche später seien sie mit
Strahlen-Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht worden, meldete die
Süddeutschen Zeitung am 7. Februar 2002. Jetzt seien diese und weitere
derartige Objekte schließlich von Experten der Internationalen Atomenergieorganisation
(IAEO) geborgen worden. Wie mitgeteilt wird, hält die IAEO die etwa
faustgroßen Stücke für ein Erbe des Kalten Krieges. Die Rote Armee benutzte
seinerzeit ebenso wie die Amerikaner Funkgeräte mit Nuklearbatterien, die
radioaktive Zerfallswärme in elektrischen Strom umwandeln. Die Energiequelle
besteht aus einer mit Strontium-90 gefüllten Metallkapsel, jeweils in einer
Menge, die bei der Tschernobyl-Explosion insgesamt freigesetzt worden sein
soll. Nach dem Abzug der Sowjetarmee seien viele dieser Kapseln
zurückgeblieben. Spekuliert wird bei der IAEO über eine Anzahl von
"Hunderten, vielleicht Tausende". Nur einige Dutzend seien bisher
wieder aufgetaucht, heißt es. Den georgischen Holzfällern sei zum Verhängnis
geworden, daß ihren Strontium-Zylindern die Bleiabdeckungen fehlten.
|
Stx364-365.2002.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Strontium-90
|
Das Strontium-Problem: Radioaktivität in Zähnen: Ein Indikator für die
Dauerbelastung des roten Knochenmarks durch inkorporierte knochensuchende
Radionuklide. Die knochensuchenden Radionuklide sind eine noch weitgehend
unbekannte Gefahr. Strontium-90 lagert sich in die Knochensubstanz ein. Auch
Spuren, zugeführt mit Nahrung und Trinkwasser, reichern sich im Laufe von
Jahren in den Knochen an und belasten von dort aus das rote Knochenmark. Ihre
Gefährlichkeit ist kaum durch die Momentaufnahme der Emissionen oder durch
Bodenproben zu erfassen. Ein Beitrag von Professor Dr.med. Roland Scholz.
|
Stx122-123.1992.4-6.3 (3 Seiten)
|
|
Strontium-90
|
Warnung: "Strontium-Konzentration in Südost-Europa". Das
aus der Kernschmelze von Tschernobyl freigewordene lösliche Strontium ist
insbesondere in Südost-Europa niedergegangen. Das erklärte im Oktober 1987
der Kieler Physiker Privatdozent Dr. Henning Wendhausen auf der Grundlage von
Auswertungen von Strontium-Meßwerten der Meßstelle des Berliner Senats.
|
Stx19.1987.1,2.2 (2 Seiten)
|
|
Tritium
|
Zurück zum Anfang
|
|
Tritium
|
Strahlenschutz: Flüsse bleiben mit
Tritium aus Atomanlagen belastet. Die Ableitungen von Tritium aus den
Atomkraftwerken und die dadurch verursachten Belastungen der Flüsse wie Mosel
und Neckar haben sich in den vergangenen Jahren „nur geringfügig“ verändert
und sollen voraussichtlich auch künftig etwa gleich hoch bleiben. Das geht
aus zwei Antworten der Bundesregierung vom 11. März 2009 hervor. Das erhöhte
Krebs- und Leukämierisiko in der Nähe von Atomkraftwerken bleibt der
Bundesregierung jedoch unerklärlich.
|
Stx534-535.2009.3-4.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Tritium
|
Atommüll: Tritium im
Champagner. Greenpeace hat am 20 Juni 2006 davor gewarnt, daß das
Atommüllzentrum im ostfranzösischen Soulaines den Champagnerweinbau bedroht.
Nur knapp zehn Kilometer von den berühmten Weinbergen der Champagne entfernt
ist das Grundwasser mit radioaktivem Tritium belastet, heißt es. Quelle der
beginnenden Verseuchung sei die Atommüllkippe Centre Stockage de l’Aube
(CSA).
|
Stx468-469.2006.5.1 (1 Seite)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Tritium
|
Wiederaufarbeitung: Grundwasser
in der Normandie radioaktiv verseucht. Greenpeace legte neuen Bericht zur
Verstrahlung in La Hague vor. Eine Halde mit radioaktivem Atommüll auch
aus Deutschland verseucht das Grundwasser in der Normandie in Frankreich. Das
französische Labor ACRO legte am 23. Mai 2006 im Auftrag von Greenpeace einen
Bericht über die radioaktive Situation um die Wiederaufarbeitungsanlage in La
Hague in der Normandie vor. Die Wasserproben weisen demnach Tritiumwerte von
750 Becquerel pro Liter auf und übersteigen damit die europäischen Grenzwerte
von 100 Becquerel pro Liter für die radioaktive Belastung von Wasser um mehr
als das Siebenfache. Das Wasser wird durch die CSM-Abfallhalde (Centre
Stockage de la Manche) für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll belastet
und von den ortsansässigen Bauern zum Träken ihrer Tiere verwendet, heißt es.
|
Stx466-467.2006.6-7.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Tritium
|
Erhöhte Radioaktivität um französisches Atomzentrum. In der
Umgebung des französischen Atomzentrums Valduc ist eine stark erhöhte
Konzentration des radioaktiven Tritiums (H3) festgestellt worden. Das meldete
am 3. Dezember 2004 die Schweizerische Depeschenagentur. In dem Werk im
Burgund werden Wasserstoffbomben gebaut und auch beseitigt.
|
Stx432-433.2005.8.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Tritium
|
Genehmigung für Cattenom. Bei der Neuerteilung der Genehmigung für
die Entnahme von Wasser aus der Mosel und für Ableitungen aus dem
Atomkraftwerk Cattenom hat die französische Regierung Einwendungen aus
Deutschland berücksichtigt, teilte das deutsche Bundesumweltministerium in
einer Erklärung mit. Die neue Genehmigung, die am 24. Juni 2004 im
französischen "Journal Officiel" veröffentlicht wurde, schreibt
demnach vor, daß das Atomkraftwerk alle Vorkehrungen zu treffen habe, um den
Wasserverbrauch sowie die Auswirkungen der Ableitungen auf Mensch und Umwelt
unter Verwendung der besten verfügbaren und wirtschaftlich vertretbaren
Technologie zu begrenzen. Die Genehmigung enthalte Höchstwertbegrenzungen für
Ableitungen von Tritium, Hydrazin, Chloriden, Zink und Kupfer. Die französischen
Behörden lehnten damit die vom Betreiber geforderten höheren Ableitungswerte
ab.
|
Stx420-421.2004.7.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Tritium
|
Strahlenschutz: Gründe für besondere Aufmerksamkeit im Umgang mit dem
Wasserstoffisotop Tritium. Überlegungen anläßlich der im Jahre 2003 für
das französische Kernkraftwerk Cattenom beantragten Erhöhung der
Einleitungswerte für Tritium in die Mosel. Von Dr. Sebastian Pflugbeil.
|
Stx406-407.2003.5-7.3 (3 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Tritium
|
In die Mosel soll mehr Tritium eingeleitet werden. Die
französischen Behörden haben Ende der ersten Septemberwoche 2003 das
Bundesumweltministerium (BMU) darüber informiert, daß der Betreiber des
französischen Atomkraftwerkes Cattenom eine neue Genehmigung für radioaktive
Ableitungen in die Mosel beantragt hat. Die Unterlagen über diese Pläne
sollen schnellstmöglich für die deutsche Bevölkerung in der Grenzregion
ausgelegt werden, teilt das Bundesumweltministerium mit. Dafür setze es sich
bei den Ländern Rheinland-Pfalz und Saarland ein. Der Bund habe mit den
französischen Behörden vereinbart, daß bis Mitte Oktober Einwendungen und
Stellungnahmen abgegeben werden können. Nach Angaben der französischen Seite
sollen die bisherigen Genehmigungswerte für die Ableitung von radioaktiven
Stoffen ins Moselwasser mit Ausnahme von Tritium reduziert werden. Der
Ableitungswert für Tritium solle zwar zunächst bestehen bleiben, vorsorglich
werde jedoch für eine ab 2006 vorgesehene andere Betriebsweise der
Brennelemente ein Antrag auf Erhöhung der Ableitungswerte für Tritium
gestellt. Meldung mit Kommentar.
|
Stx402-403.2003.3.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Tritium
|
Großbritannien: Tritium reichert sich im Fisch an. Flundern,
Seezungen und Miesmuscheln im Bristol-Kanal, der Mündung des Severn südlich
von Wales in Großbritannien, sind mit stark radioaktivem Tritium verseucht.
Das berichtete die Wissenschaftszeitschrift New Scientist in ihrer Ausgabe
vom 31. Oktober 1998 (Nr. 2158, S. 10).
|
Stx286-287.1998.12,13.2 (Kurzmeldung, 2 Seiten)
|
|
Tritium
|
London: Seit 50 Jahren Tritium in die Themse eingeleitet. Gegen den
Widerstand der Wasserbehörden sind von britischen Atomforschungsstellen
jahrzehntelang täglich bis zu 100.000 Liter schwach radioaktives Wasser in
die Themse eingeleitet worden. Die drei Einleitungsstellen liegen zwischen
Oxford und London.
|
Stx256-257.1997.9,10.2 (2 Seiten)
|
|
Tritium
|
Das Tritium-Problem: Informationen zur
Strahlenchemie/biologie/pathologie und Bewertung einer Strahlenbelastung
durch Tritium. Tritium ist das mit Abstand häufigste Spaltprodukt aus
Atombombenexpolosionen und Atomreaktoren. Seine Radiotoxizität wird höchstwahrscheinlich
unterschätzt. Ein Beitrag von Professor Dr.med. Roland Scholz.
|
Stx122-123.1992.1,3,4.3 (3 Seiten)
|
|
Tritium
|
"Was schwer Meßbar ist, kann auch nicht schaden"? Die falsche
Bewertung von Tritium. Tritium ist ein weicher Beta-Strahler ohne
begleitende Gamma-Strahlung und deshalb mit den üblichen
Kontaminationsmeßgeräten nicht nachweisbar. Es kann jedoch mit dem allerdings
relativ unempfindlichen Verfahren der Liquidszintillationsspektroskopie
nachgewiesen werden. Die Nachweisgrenze in Wasser liegt dabei um 100
Becquerel Tritium pro Liter. Weiträumige Verseuchungen der Umwelt können
deshalb nur mit größtem Aufwand ermittelt werden. Informationen über eine
möglicherweise vorliegende Tritium-Verseuchung sind
"Herrschaftswissen", erklärt der Münchner Arzt und Biochemiker
Prof. Dr. Roland Scholz.
|
Stx84-85.1990.4.1 (1 Seite)
|
|
Uran
|
Zurück zum Anfang
|
|
Uran
|
In Ostthüringen werden nicht alle Altlasten des Uranbergbaus saniert. Anders als in Sachsen werden in
Ostthüringen nicht sämtliche Altlasten des Uranbergbaus saniert. Für
Außenstehende ist es nicht leicht nachvollziehbar, es gibt in Ostthüringen
zwei Kategorien der Hinterlassenschaften des Uranbergbaus: Altlasten in und
Altlasten außerhalb der Rechtsträgerschaft der Wismut GmbH. Für die einen
existiert ein Sanierungsauftrag des Bundes, für die anderen nicht. Beides
sind Flächen der selben Bergbauära seit 1950. In Thüringen liegt im Raum
Ronneburg noch ein beträchtliches Altlasten-Potential des Ostthüringer
Uranabbaus „auf Halde“. Die außerhalb des Wismutgeländes liegenden
bewachsenen Halden, verfüllte Tagebaue und eingeebneten ehemaligen
Betriebsanlagen (z.B. der Erzwäsche) bergen zu einem Großteil derart
radioaktives Material, daß über 300 Hektar zwischen Ronneburg und
Teichwolframsdorf in dem zugehörigen Altlastenkataster als radiologisch
relevant eingestuft sind. Bericht von Frank Lange.
|
Stx544-545.2009.5.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
|
|
Uran
|
Buchmarkt: Uran, Bergbau,
Hydrogeologie. Professor Dr. Broder J. Merkel, Geohydrologe,
Umweltforscher und Institutsleiter an der Technischen Universität Freiberg,
empfing im September 2008 zahlreiche internationale Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler zur fünften Fachtagung „Uranium Mining and Hydrogeology
(UMH)” in der sächsischen Bergbaustadt. Thema der Konferenz war das komplexe
Verhalten des radioaktiven Schwermetalls Uran in Boden und Wasser. In dem
Ende 2008 erschienenen Proceedingsband sind alle Beiträge der Tagung
veröffentlicht.
|
Stx532-533.2009.18.1 (1 Seite)
Zur
Originalseite im pdf-Format
|
|
Uran
|
Buchmarkt: Uran im Dünger. Seit
zehn Jahren forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der früheren Bundesforschungsanstalt
für Landwirtschaft (FAL), heute am Nachfolgeinstitut für Pflanzenbau und
Bodenkunde des Julius Kühn-Instituts in Braunschweig (JKI), zum Thema
Verbleib und Austrag von Uran (U) aus Düngern im Boden. Diese Problematik
wurde auf einer Tagung vom 4. bis 6. Juni 2007 in Braunschweig mit
internationalen Kolleginnen und Kolleginnen aus über 30
Forschungseinrichtungen und Behörden behandelt. Die Beiträge liegen jetzt in
Buchform vor und vermitteln einen Einblick in die aktuelle internationale
Uranforschung. Ein wichtiges Ergebnis der Tagung ist, dass mineralische
Phosphordüngung die Böden mit Uran belastet und eine Gefahr für das Grund-
und Trinkwasser darstellt.
|
Stx532-533.2009.17-18.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Uran
|
Uran im Dünger: Landwirte
wollen Phosphor und bringen Uran auf den Acker. Landwirte wollen Phosphor
und bringen damit Uran auf den Acker. In Zukunft wird mehr uranverseuchtes Phosphat
importiert werden, weil die zur Zeit bekannten „uranarmen“
Phosphatlagerstätten beschränkt sind und die heimatlichen Märkte beliefern.
Die mineralische Phosphordüngung ist eine zunehmende Gefahr für Grund- und
Trinkwasser. Von Inge Lindemann
|
Stx532-533.2009.14-17.4 (4 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Uran
|
Verbraucherinformation: Uranbelastung
von landwirtschaftlichen Nutzflächen und Agrarprodukten. Alle in
Deutschland im Handel befindlichen Rohphosphat- und Phosphatdüngemittel
enthalten Uran als Spurenstoff. Das teilte die Bundesregierung zu Beginn des
Jahres 2009 mit.
|
Stx530-531.2009.10-11.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Uran
|
Uranhaltige Phosphat-Düngemittel im Bundestag. Uranhaltige Phosphat-Düngemittel sind
Gegenstand einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im
Bundestag (Bundestags-Drucksache 16/10968 vom 13.11. 2008). Die Grünen
möchten unter anderem wissen, welche Erkenntnisse der Bundesregierung über
den Urangehalt bisher bekannter Phosphatlagerstätten vorliegen und wie lange
die globalen Vorräte uranfreien Phosphats voraussichtlicht reichen werden.
Außerdem wird nach möglichen Belastungen von Agrarprodukten durch uranhaltige
Dünger gefragt.
|
Stx526-527.2008.8.1 (1 Seite)
Zur
Originalseite im pdf-Format
|
|
Uran
|
Erneut dramatischer Wassereinbruch im Uranbergwerk Cigar Lake in
Kanada. Branchengigant Cameco
sieht reiche Uranreserven im kanadischen Saskatchevan wegbrechen. Die
Deutsche Thyssen Schachtbau GmbH ist verantwortlich für Bohrungen und
Niederbringung der Schächte in Cigar Lake. Bericht von Inge Lindemann.
|
Stx520-521.2008.4-6.3 (3 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Uran
|
Uran im Wasser: Das Kriterium „natürliche
Reinheit“ der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung ist überholt. Höhere
Urangehalte im Wasser finden sich speziell in Buntsandstein-Gebieten und im
Leitungswasser sind auch schon Uraneinträge aus der Phosphatdüngung zu
finden. Diese Ergebnisse präsentierte der Diplom-Geologe Friedhart Knolle am
14. August 2008 an der Technischen Universität Braunschweig.
|
Stx520-521.2008.2-3.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Uran
|
Uran im Boden: Uran im
Trinkwasser ist nur die Spitze des „Uranbergs“. Das Hamburger
Umweltinstitut fordert: Der Urangehalt in Düngemitteln sollte der Diskussionsschwerpunkt
für gesetzliche Richtwerte sein.
|
Stx520-521.2008.1-2.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Uran
|
Uranmunition wird im Boden schnell
zersetzt und Uranverbindungen gelangen ins Grundwasser. Langzeitstudie aus
Neuherberg und Dresden-Rossendorf zur Auflösung von Uranmunition. In
einer bisher wohl einmaligen Langzeitstudie haben Wissenschaftler des GSF
Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg in Kooperation mit
dem Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) untersucht, was mit
panzerbrechender Uranmunition passiert, die lange im Boden lagert und damit
Verwitterungs- und Auswaschungsprozessen ausgesetzt ist. Die Ergebnisse
zeigen einer Mitteilung des FZD vom 20. Juni 2007 zufolge, daß die Munition
schnell zersetzt wird und Uranverbindungen in das Grundwasser gelangen
können.
|
Stx492-493.2007.6.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
|
|
Uran
|
Partikelförmiges abgereichertes
Uran ist für menschliche Lungenzellen zytotoxisch und verursacht
Chromosomenbrüche. Abgereichertes Uran (DU) wird häufig in militärischen
Waffen und Munition eingesetzt. Deshalb sind ihm Soldaten und unbeteiligte
Zivilisten vermutlich häufig und weiträumig ausgesetzt. DU wird zwar für ein
menschliches Karzinogen gehalten, das die Bronchialzellen der Lunge angreift,
Untersuchungen darüber gibt es aber kaum. Sandra S. Wise vom Wise Laboratory
of Environmental and Genetic Toxicology der University of Southern Maine in
Portland (USA) und Kollegen haben deshalb die Zytotoxizität und die
Chromosomenbrüche verursachenden (klastogenen) Eigenschaften von sowohl
partikelförmigem (wasserunlöslichem) und wasserlöslichem DU in menschlichen
bronchialen Fibroblasten (WTHBF-6-Zellen) bestimmt.
|
Stx492-493.2007.4.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
|
|
Uran
|
Braunschweig, 4.-7. Juni 2007: Uran
aus Düngemitteln. Zu einem „Internationalen Symposium Schutz von
Gewässern vor negativen Einflüssen der Landwirtschaft – Belastungen und
Verbleib von Uran aus Düngemitteln“, lädt das Institut für Pflanzenernährung
und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) für den
4. bis 7. Juni 2007 nach Braunschweig. Uranbelastungen werden oft im
Zusammenhang mit bergbaulichen und militärischen Aktivitäten diskutiert,
selten jedoch im Zusammenhang mit Landwirtschaft, obwohl Düngung zu den
größten nicht punktartigen Quellen des Uraneintrags in die Umwelt gehört.
Sogar bei Einhaltung der Standards für „gute landwirtschaftliche Praxis“
werden rund 20 Gramm Uran pro Jahr und Hektar eingebracht. Auf dem Symposium
will Institutsleiter Prof. Dr. Dr. Ewald Schnug alle Wissenschaftler
interdisziplinär zusammenführen, die in diesem besonderen Feld von Bedeutung
sind. Int. Symposium Protecting Water Bodies from Negative Impacts of
Agriculture – Loads and Fate of Fertiliser Derived Uranium – Institut für
Pflanzenernährung und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für
Landwirtschaft (FAL), FAL-PB, Prof. Dr. Dr. Ewald Schnug, Bundesallee 50,
D-38116 Braunschweig, Email: pb@fal.de .
|
Stx484-485.2007.8.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Uran
|
DU-Geschosse: Abgereichertes Uran
aus dem Irakkrieg wurde womöglich auch über Europa verteilt. Die
britische Umweltberatungsorganisation Green Audit veröffentliche im Februar
2006 einen Bericht über einen Anstieg der Urankonzentration in der Luft im
Frühjahr 2003. Sie weist darauf hin, daß sich möglicherweise abgereichertes
Uran (DU) aus den Bombardierungen des 2. Golfkriegs im Frühjahr 2003 mit
Luftströmungen über ganz Europa ausbreitete und Großbritannien innerhalb von
9 Tagen nach Kriegsbeginn erreichte.
|
Stx460-461.2006.5,6.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Uran
|
Uran im Gartendünger. ÖKO-TEST
hat Schwermetalle in Gartendünger messen lassen. Viele Gartendünger sind stark
mit Schwermetallen, besonders auch mit Uran belastet und weisen weitere
Beanstandungen auf. Nur zwei von 17 Produkten haben mit „sehr gut“
abgeschnitten, fast die Hälfte dagegen mit „mangelhaft“ und „ungenügend“. Das
berichtet die Zeitschrift ÖKO-TEST in ihrer Ausgabe 3/2006. Das Testergebnis
ist vor allem deshalb besorgniserregend, weil ein Teil der Schwermetalle von
den Pflanzen aufgenommen wird und so über den Salat oder die Möhren in die
Nahrung gelangt.
|
Stx460-461.2006.5.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Uran
|
Uran im Boden: Phosphordünger belastet
Landwirtschaftsböden. Bodenschutzkommission diskutiert Urangrenzwert und
Kennzeichnungspflicht. Das radioaktive und chemisch giftige Schwermetall
Uran stellt immer mehr auch eine Belastung der landwirtschaftlich genutzten
Böden dar. Industrieller Verursacher ist die Phosphordüngerindustrie. Dr. W.
Eberhard Falck von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) aus Wien
berichtete dazu auf einer internationalen Tagung „Uranium Mining and
Hydrogeology“ (UMH IV), die vom 11. bis 16. September 2005 zum Thema „Uran in
der Umwelt“ unter Leitung von Prof. Broder Merkel an der Bergakademie der
Technischen Universität in Freiberg stattfand. 30 Länder weltweit, so Falck,
produzierten signifikante Phosphatmengen, darunter die USA, Marokko, China
und die Russische Förderation, die zusammen zwei Drittel der
Weltmarktproduktion ausmachten. Die Gewinnung erfolge mit hohem
Flächenverbrauch im Tagebau. Falck räumte ein, daß „die Produktion von
Mineraldünger aus sedimentären Rohphosphaten zu einer Verbreitung von Uran
und anderen Radionukliden in der Umwelt führen und die radioaktive Belastung
der Umwelt erhöhen kann.“ Die IAEA werde deshalb in Kürze dazu einen Bericht
erstellten, meinte er. Ein Bericht von Inge Lindemann.
|
Stx454-455.2005.6,7.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Uran
|
"Metall der Schande – Metal of Dishonor": Munition aus
abgereichertem Uran (DU) verseucht Böden in Krisengebieten.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Pflanzenernährung
und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL)
untersuchen unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Ewald Schnug seit 5 Jahren in
umfangreichen und aufwendigen Versuchen Faktoren, die für die Auflösung von
Uran und seinen Oxiden im Boden verantwortlich sind. Dazu untersuchten sie
Böden mit Uran-Konzentrationen, wie sie für Belastungen eines
"Standardbeschusses" mit DU-Munition typisch sind. Die Ergebnisse
zeigen laut Schnug, daß in den Boden als Uranoxid eingebrachtes Uran durch
physikochemische und biologische Vorgänge gelöst und für Pflanzen aufnehmbar
wird.
|
Stx444-445.2005.4,5.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Uran
|
Kernbrennstoff-Kügelchen: Staatsanwaltschaft
bestätigt Kernbrennstoffunde in Hanauer Wohngebiet. Die Hanauer
Staatsanwaltschaft konstatiert einen Störfall mit radioaktiven Freisetzungen,
die aber den Zaun der Nuklearanlage nur in einem Ausmaß überflogen hätten,
der für die Wohnbevölkerung im Vergleich zur natürlichen und sonstigen
zivilisatorischen Strahlenbelastung keine Gesundheitsgefährdung befürchten
lasse. Deshalb stellte sie im am 20. Juni 2002 ihr Ermittlungsverfahren wegen
radioaktiver Kügelchen, die im Hanauer Stadtteil Wolfgang gefunden worden
waren ein. Zuvor hatte am 8. Juni 2002 der Leiter der hessischen
Atomaufsicht, Dr. Helge Schier, auf einer Veranstaltung der Ärzteorganisation
IPPNW eingestanden, daß es sich bei den kernbrennstoffhaltigen Kügelchen doch
nicht, wie von seinem Umweltminister Wilhelm Dietzel (CDU) behauptet, um
"harmlosen Wurmkot" handelt. Auf direktes Befragen gab der Beamte
vor den anwesenden Hanauer Bürgern auch erstmals zu, daß es im Januar 1987
ein Ereignis mit Freisetzung von Radioaktivität in der Hanauer Anlage gegeben
habe. Die RWE-Tochter Hobeg produzierte in Hanau bis 1988 die
Brennelemente-Füllung für den sogenannten Kugelhaufen-Reaktor THR.
|
Stx372-373.2002.1-3.3 (3 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Uran
|
Lufthansa: Uran im Flugzeugbau. In 28 Flugzeugen der Deutschen
Lufthansa und ihrer Tochtergesellschaft Condor wird sogenanntes
abgereichertes Uran verwendet. Betroffen sind die Flugzeugtypen Boeing 747
und DC 10. Diese Angaben machte die Bundesregierung am 21. Februar 1989 auf
eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag.
|
Stx51.1989.6.1 + Stx53.1989.6.1 (2 Seiten)
|
|
Radioaktivität im Haushalt
|
Zurück zum Anfang
|
|
Radioaktivität im Haushalt
|
Verbraucherinformation: „Keine
radioaktiv belasteten Holzpellets aus dem Baltikum auf dem deutschen Markt“.
Besonders gefährlich sind Asche und Rauch. Nach einer eilends gestarteten
Umfrage des Deutschen Energie-Pellet-Verbandes (DEPV) in der Branche sind in
Deutschland keine radioaktiv belasteten Pellets aus dem Baltikum auf dem
Markt. Das teilten der DEPV am 15. Juni 2009 und die Stiftung Warentest einen
Tag später mit. „Mir ist nicht bekannt, daß Pellets aus Litauen am deutschen
Markt verkauft werden“, sagte DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele in Berlin.
„Das würde auch keinen Sinn machen, denn anders als Italien kann der
heimische Markt komplett mit Pellets aus Deutschland versorgt werden.“
Importe kämen in geringem Umfang aus direkten Nachbarstaaten wie Österreich
oder Tschechien. In Italien hatten Staatsanwälte am Wochenende zuvor nach der
Entdeckung von erheblich belasteten Pellets aus Litauen über 10.000 Tonnen
des Brennstoffs aus dem Verkehr ziehen lassen. Das besondere Risiko von Asche
und Staub bestätigen Befunde des Umweltinstituts in München. Während die
Wissenschaftler dort in einer Probe Holzpellets aus Deutschland 2005 eine
vergleichsweise geringe Belastung von 6 Bq/kg fanden, enthielt die Asche
dieser Pellets bereits 440 Bq/kg.
|
Stx540-541.2009.6-7.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Radioaktivität im Haushalt
|
Radioaktiv kontaminierter Edelstahl
in Deutschland gefunden. In mehreren Bundesländern sind radioaktiv
kontaminierte Edelstahlprodukte aus Indien aufgefunden wurden. Das berichtete
das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Mitteilung vom 10. Februar 2009.
Den bisherigen Erkenntnissen zufolge seien diese Verunreinigungen die Folge
eines unbeabsichtigten Einschmelzens von radioaktiven
Kobalt-60-Strahlenquellen in einem indischen Schmelzwerk. Nach Angaben der
zuständigen Landesbehörden, die das Material untersucht haben, bestehe aber
„keine Gefährdung für die Bevölkerung und die Umwelt“.
|
Stx532-533.2009.19.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
|
|
Radioaktivität im Haushalt
|
Umweltradioaktivität und Strahlenschutz: Radioaktive Leuchtfarbe bei
Bundeswehr und NVA. Nachdem die Schädigung von Soldaten durch
Röntgenstrahlung abgebende Radargeräte bekannt geworden war, bahnt sich nun offenbar
ein neuer Strahlenskandal für Soldaten an. Mehrere zehntausend Soldaten der
Bundeswehr sind offenbar leichtfertig der Schadwirkung von radioaktiver
Leuchtfarbe ausgesetzt worden. Laut einer bisher nicht veröffentlichten
Studie des Physikers Günter Golde von der Berliner Charité, die von
erkrankten ehemaligen Soldaten in Auftrag gegeben worden war, soll die
Strahlenbelastung mehr als das 270-fache dessen betragen haben, was heute
laut Strahlenschutzverordnung für den sogenannten Normalbürger als zumutbar
gilt.
|
Stx428-429.2004.6.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Radioaktivität im Haushalt
|
Radioaktive Spielsachen. Der finnische Zoll warnt vor Waren von
"Fliegenden Händlern" aus Rußland, denn sie können radioaktiv sein,
meldete die schwedische Zeitung Dagens Nyheter in ihrer Ausgabe vom 30.
September 1993. Gegenstände wie Mützen, Schnallen und Gürtel seien nach
Strahlenkontrollen des finnischen Zolls beschlagnahmt worden. Der Zoll stoppe
alle Gegenstände, die Strahlenwerte über 0,7 Mikrosievert aufwiesen, heißt
es. Meldung nach einer Übersetzung von Ingeborg Kleinhans.
|
Stx164-165.1993.8.1 (1 Seite)
|
|
Radioaktivität im Haushalt
|
Radioaktive Überraschung in Energiesparlampen. Energiesparlampen
enthalten radioaktive Substanzen. Der Zündprozeß von etwa 18 Millionen dieser
Lampen in der Bundesrepublik Deutschland wird durch radioaktive Isotope in
Gang gesetzt, hieß es Ende Juli 1990 in einem Bericht des ARD-Fernsehmagazins
Report. Um welche radioaktiven Stoffe es sich handelt, bei welchen
Energiesparlampen das der Fall ist, wie gefährlich das ist und wie sich
radioaktive von nicht-radioaktiven Lampen unterscheiden lassen, untersuchte
Dr. Eckhard Krüger vom Umweltinstitut München.
|
Stx86-87.1990.1,2.2 (2 Seiten)
|
|
Radioaktivität im Haushalt
|
Radioaktiver Müll im Haushalt ist zu vermeiden. Daß auch Baustoffe
und Haushaltsgegenstände radioaktive Substanzen enthalten können, ist zum
Teil nicht allgemein bekannt und wird oft nicht zum Anlaß für Abhilfe
genommen. So gibt es strahlende Fliesen und Kacheln, radioaktive Camping-Glühstrümpfe
und Rauchmelder, strahlende Leuchtfarben und Lichtquellen im Lichtschalter,
auf dem Uhrenziffernblatt, im Schiffskompass und im Zahnersatz. Vermeidung
und Ausweichen auf andere Produkte ist hier wie bei anderem Müll die beste
Vorsorge auch vor dem radioaktiven Müllberg.
|
Stx84-85.1990.1,3-5.4 (4 Seiten)
|
|
Radioaktivität im Haushalt
|
Praktischer Strahlenschutz: Gefährdung durch radioaktive Rauchmelder.
Die Alternative: Photoelektrische Rauchmelder. Ionisierende und photoelektrische
Rauchmelder stehen als Feuer-Warngeräte zur Verfügung. Am meisten wurden 1990
noch diejenigen vom ionisierenden Typ eingesetzt, die das radioaktive Isotop
Americium-241 enthalten. Bericht mit einer Leserzuschrift von Dipl.-Phys.
Helmut Kowalewski, Mitarbeiter im Laboratorium "Strahlenschutz und
Dichtheitsprüfung" der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
(BAM).
|
Stx78-79.1990.7.1 + Stx82-83.1990.5,6.2 (3 Seiten)
|
|
Radioaktivität im Haushalt
|
Verbraucherschutz-Hinweis: Strahlende Armbanduhren. Achtung:
Vergessen Sie nicht, den Erwerb der Seiko-Herrenarmbanduhr Typ 6309-8840 A6
der zuständigen Behörde anzuzeigen! - Einen solchen Hinweis müßte wohl die
Gebrauchsanleitung dieser Armbanduhr enthalten, meinte 1990 die Gesellschaft für
Strahlenmessung im Unterland, Heilbronn. Der Grund: Die auf dem Ziffernblatt
und den Zeigern verwendete Leuchtfarbe erreichte bzw. überschritt nach den
Analysen des Instituts die laut Strahlenschutzverordnung für den
genehmigungsfreien Umgang zugelassene radioaktive Aktivität.
|
Stx78-79.1990.7.1 (1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Zurück zum Anfang
|
|
Umweltradioaktivität
|
Transurane in der Elbe. Seit
einigen Jahren weisen die Jahresberichte des Bundesumweltministeriums (BMU)
zu „Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung“ eine erhöhte Belastung der
Unterelbe mit Transuranen, insbesondere Plutonium und Americium aus. Das
Plutonium kann der Darstellung im Jahresbericht 2007 zufolge nicht aus dem
weltweiten Fallout von Atomwaffenversuchen stammen. Die vorliegenden Berichte
des BMU sprechen von zur Zeit nicht zu erklärenden erhöhten Meßwerten,
weitere Untersuchungen zur Klärung dieser Befunde seien notwendig. Bisher
wurden jedoch keine Ergebnisse veröffentlicht und die Herkunft des Plutoniums
bleibt ungeklärt, auch wenn Experten davon sprechen, die Werte seien
charakteristisch für Ableitungen der Wiederaufbereitungsanlagen in La Hague
und Sellafield.
|
Stx566-567.2010.7.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Radioaktive Rückstände bei der Öl-
und Gasförderung. Bei der Öl- und Gasförderung gelangen mit dem
sogenannten Prozesswasser Begleitstoffe wie radioaktives Radium-226,
Radium-228, Blei-210 und Thorium-228 aus dem Erdinneren an die Oberfläche.
Diese radioaktiven Stoffe natürlichen Ursprungs lagern sich unter anderem in
Schlämmen und in Förderröhren ab, so daß diese Materialien ebenfalls
radioaktiv belastet werden. Trotz der Vorschriften in der
Strahlenschutz-Verordnung (StrlSchV), die die Überwachung der Radioaktivität
und der Belastung einzelner Personen vorgibt, erfolgt die Entsorgung dieser
radioaktiven Rückstände weitgehend unkontrolliert in Eigenverantwortung durch
die Förderfirmen. Mitteilungspflichten nach Paragraph 100 der
Strahlenschutzverordnung gelten erst ab mehr als 2.000 Tonnen anfallender
Rückstände jährlich.
|
Stx562-563.2010.7.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Die medizinische Strahlenbelastung steigt kontinuierlich und ungehemmt.
Erwachsene sind in Deutschland rechnerisch
einer natürlichen und zivilisatorisch veränderten Strahlenbelastung von 2,1
Millisievert pro Jahr (mSv/a) ausgesetzt, wovon 1,1 mSv auf die Inhalation
von Radon und seinen Zerfallsprodukten entfallen. Das geht aus der im März
2010 veröffentlichten Unterrichtung der Bundesregierung an den Deutschen
Bundestag über die Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2008
hervor (Bundestagsdrucksache 17/ 770 vom 24.02.2010). Die zivilisatorische
Strahlenbelastung beträgt zusätzlich knapp 2 mSv jährlich und wird praktisch
allein von der Medizin verursacht. Von 1996 bis 2006, so die Bundesregierung,
ist die mittlere effektive Dosis der Bevölkerung durch die Röntgendiagnostik
kontinuierlich von 1,5 Millisievert (mSv) auf circa 1,8 mSv angestiegen. Der
Anteil der Nuklearmedizin betrage zusätzlich 0,13 mSv pro Jahr. Zwar habe die
Häufigkeit von Röntgenuntersuchungen in Deutschland von 1996 bis 2006
insgesamt um 12 Prozent abgenommen, jedoch sei die Anzahl der besonders
strahlenintensiven Computertomographien innerhalb dieser 10 Jahre von den
Ärzten praktisch verdoppelt worden und verursache deshalb jetzt allein
deutlich mehr als die Hälfte der medizinisch und zivilisatorisch bedingten
kollektiven Dosis.
|
Stx558-559.2010.5-6.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
In Ostthüringen werden nicht alle Altlasten des Uranbergbaus saniert. Anders als in Sachsen werden in
Ostthüringen nicht sämtliche Altlasten des Uranbergbaus saniert. Für
Außenstehende ist es nicht leicht nachvollziehbar, es gibt in Ostthüringen
zwei Kategorien der Hinterlassenschaften des Uranbergbaus: Altlasten in und
Altlasten außerhalb der Rechtsträgerschaft der Wismut GmbH. Für die einen
existiert ein Sanierungsauftrag des Bundes, für die anderen nicht. Beides
sind Flächen der selben Bergbauära seit 1950. In Thüringen liegt im Raum
Ronneburg noch ein beträchtliches Altlasten-Potential des Ostthüringer
Uranabbaus „auf Halde“. Die außerhalb des Wismutgeländes liegenden
bewachsenen Halden, verfüllte Tagebaue und eingeebneten ehemaligen
Betriebsanlagen (z.B. der Erzwäsche) bergen zu einem Großteil derart
radioaktives Material, daß über 300 Hektar zwischen Ronneburg und
Teichwolframsdorf in dem zugehörigen Altlastenkataster als radiologisch
relevant eingestuft sind. Bericht von Frank Lange.
|
Stx544-545.2009.5.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Verbraucherinformation: „Keine radioaktiv
belasteten Holzpellets aus dem Baltikum auf dem deutschen Markt“. Besonders
gefährlich sind Asche und Rauch. Nach einer eilends gestarteten Umfrage
des Deutschen Energie-Pellet-Verbandes (DEPV) in der Branche sind in
Deutschland keine radioaktiv belasteten Pellets aus dem Baltikum auf dem
Markt. Das teilten der DEPV am 15. Juni 2009 und die Stiftung Warentest einen
Tag später mit. „Mir ist nicht bekannt, daß Pellets aus Litauen am deutschen
Markt verkauft werden“, sagte DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele in Berlin.
„Das würde auch keinen Sinn machen, denn anders als Italien kann der
heimische Markt komplett mit Pellets aus Deutschland versorgt werden.“
Importe kämen in geringem Umfang aus direkten Nachbarstaaten wie Österreich
oder Tschechien. In Italien hatten Staatsanwälte am Wochenende zuvor nach der
Entdeckung von erheblich belasteten Pellets aus Litauen über 10.000 Tonnen
des Brennstoffs aus dem Verkehr ziehen lassen. Das besondere Risiko von Asche
und Staub bestätigen Befunde des Umweltinstituts in München. Während die
Wissenschaftler dort in einer Probe Holzpellets aus Deutschland 2005 eine
vergleichsweise geringe Belastung von 6 Bq/kg fanden, enthielt die Asche
dieser Pellets bereits 440 Bq/kg.
|
Stx540-541.2009.6-7.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Strahlenschutz: Flüsse bleiben
mit Tritium aus Atomanlagen belastet. Die Ableitungen von Tritium aus den
Atomkraftwerken und die dadurch verursachten Belastungen der Flüsse wie Mosel
und Neckar haben sich in den vergangenen Jahren „nur geringfügig“ verändert
und sollen voraussichtlich auch künftig etwa gleich hoch bleiben. Das geht
aus zwei Antworten der Bundesregierung vom 11. März 2009 hervor. Das erhöhte
Krebs- und Leukämierisiko in der Nähe von Atomkraftwerken bleibt der
Bundesregierung jedoch unerklärlich.
|
Stx534-535.2009.3-4.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
AKW Rheinsberg: Keine grüne
Wiese mehr. Das Reaktorgebäude des ehemaligen DDR-Atomkraftwerks
Rheinsberg soll nun doch noch nicht abgerissen werden. Die Betonkonstruktion
ist stärker radioaktiv belastet, als ursprünglich angenommen und müßte unter
Strahlenschutzbedingungen erfolgen, meldete der Fernsehsender von Rundfunk
Berlin Brandenburg (rbb) im Februar 2009. Aus Kostengründen wollen die
Energiewerke Nord (EWN) deshalb die Strahlung zunächst etwas abklingen lassen
und das Gebäude erst in einigen Jahrzehnten abreißen.
|
Stx532-533.2009.11.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Atommüll-Skandal in Frankreich. In 25 französischen Departements lagern Uranabfälle und radioaktiver
Müll aus über 200 Urananlagen, die von 1945 bis 1951 den Brennstoff für
Atommeiler verarbeitet hatten. „Man läuft gegen eine Mauer. Die
Atomwirtschaft stellt sich taub“, klagt die ehemalilige Umweltministerin
Corinne Lepage.
|
Stx532-533.2009.20.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Radioaktiv kontaminierter Edelstahl
in Deutschland gefunden. In mehreren Bundesländern sind radioaktiv
kontaminierte Edelstahlprodukte aus Indien aufgefunden wurden. Das berichtete
das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Mitteilung vom 10. Februar 2009.
Den bisherigen Erkenntnissen zufolge seien diese Verunreinigungen die Folge
eines unbeabsichtigten Einschmelzens von radioaktiven
Kobalt-60-Strahlenquellen in einem indischen Schmelzwerk. Nach Angaben der
zuständigen Landesbehörden, die das Material untersucht haben, bestehe aber
„keine Gefährdung für die Bevölkerung und die Umwelt“.
|
Stx532-533.2009.19.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Buchmarkt: Uran, Bergbau,
Hydrogeologie. Professor Dr. Broder J. Merkel, Geohydrologe,
Umweltforscher und Institutsleiter an der Technischen Universität Freiberg, empfing
im September 2008 zahlreiche internationale Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler zur fünften Fachtagung „Uranium Mining and Hydrogeology
(UMH)” in der sächsischen Bergbaustadt. Thema der Konferenz war das komplexe
Verhalten des radioaktiven Schwermetalls Uran in Boden und Wasser. In dem
Ende 2008 erschienenen Proceedingsband sind alle Beiträge der Tagung
veröffentlicht.
|
Stx532-533.2009.18.1 (1 Seite)
Zur
Originalseite im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Buchmarkt: Uran im Dünger. Seit
zehn Jahren forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der früheren
Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), heute am Nachfolgeinstitut
für Pflanzenbau und Bodenkunde des Julius Kühn-Instituts in Braunschweig
(JKI), zum Thema Verbleib und Austrag von Uran (U) aus Düngern im Boden.
Diese Problematik wurde auf einer Tagung vom 4. bis 6. Juni 2007 in
Braunschweig mit internationalen Kolleginnen und Kolleginnen aus über 30
Forschungseinrichtungen und Behörden behandelt. Die Beiträge liegen jetzt in
Buchform vor und vermitteln einen Einblick in die aktuelle internationale
Uranforschung. Ein wichtiges Ergebnis der Tagung ist, dass mineralische
Phosphordüngung die Böden mit Uran belastet und eine Gefahr für das Grund-
und Trinkwasser darstellt.
|
Stx532-533.2009.17-18.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Uran im Dünger: Landwirte
wollen Phosphor und bringen Uran auf den Acker. Landwirte wollen Phosphor
und bringen damit Uran auf den Acker. In Zukunft wird mehr uranverseuchtes
Phosphat importiert werden, weil die zur Zeit bekannten „uranarmen“
Phosphatlagerstätten beschränkt sind und die heimatlichen Märkte beliefern.
Die mineralische Phosphordüngung ist eine zunehmende Gefahr für Grund- und
Trinkwasser. Von Inge Lindemann
|
Stx532-533.2009.14-17.4 (4 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Verbraucherinformation: Uranbelastung
von landwirtschaftlichen Nutzflächen und Agrarprodukten. Alle in
Deutschland im Handel befindlichen Rohphosphat- und Phosphatdüngemittel
enthalten Uran als Spurenstoff. Das teilte die Bundesregierung zu Beginn des
Jahres 2009 mit.
|
Stx530-531.2009.10-11.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Uranhaltige Phosphat-Düngemittel im Bundestag. Uranhaltige Phosphat-Düngemittel sind
Gegenstand einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im
Bundestag (Bundestags-Drucksache 16/10968 vom 13.11. 2008). Die Grünen
möchten unter anderem wissen, welche Erkenntnisse der Bundesregierung über
den Urangehalt bisher bekannter Phosphatlagerstätten vorliegen und wie lange
die globalen Vorräte uranfreien Phosphats voraussichtlicht reichen werden.
Außerdem wird nach möglichen Belastungen von Agrarprodukten durch uranhaltige
Dünger gefragt.
|
Stx526-527.2008.8.1 (1 Seite)
Zur
Originalseite im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Parlamentsbericht zur
Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung 2007 veröffentlicht. Im
November 2008 hat die Bundesregierung ihren Bericht zur „Umweltradioaktivität
und Strahlenbelastung im Jahr 2007“ zur Unterrichtung des Deutschen
Bundestages vorgelegt. Demnach schlägt die natürliche, aber auch
zivilisatorisch veränderte Strahlenbelastung mit jährlich 2 bis 3,
rechnerisch im Mittel mit jährlich 2,1 Millisievert (mSv) zu Buche und die zivilisatorische,
ganz überwiegend durch Röntgenuntersuchungen in der Medizin verursachte
Strahlenbelastung mit 1,9 Millisievert (mSv). Die Strahlenbelastungen in der
Umgebung der Forschungszentren Karlsruhe und ganz besonders Jülich liegen
etwa zehnfach über denen der Atomkraftwerke.
|
Stx526-527.2008.3-5.3 (3 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Endlagerung: Neue Maßstäbe für
die Lagerung hochradioaktiver Abfälle. Bundesumweltministerium paßt
Sicherheitsanforderungen dem „Stand von Wissenschaft und Technik“ an.
„Geringfügige Freisetzungen“ werden zugelassen. Mit der Veröffentlichung
eines Regelungsentwurfs für „Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung
wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle“ will das Bundesumweltministerium
(BMU) jetzt neue Maßstäbe für die Sicherheit eines Atommüll-Lagers setzen.
Die aktualisierten Sicherheitsanforderungen beschreiben den „Stand von
Wissenschaft und Technik“, der für den Betrieb und den Verschluß eines
Endlagers einzuhalten und von der Genehmigungsbehörde zu prüfen ist, teilte
das BMU am 12. August 2008 mit.
|
Stx520-521.2008.7-8.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Atommüll-Lager Asse II: Fehleinschätzungen
durch fragwürdige Klassifizierung von Atommüll. Die übliche
Klassifizierung des Atommülls „schwach – mittel – hochaktiv“ reicht für eine
Bewertung der von diesen Stoffen für Mensch und Umwelt ausgehenden Gefährdung
nicht aus. Die Angabe der Aktivität in der Maßeinheit Bq (Becquerel)
orientiert sich an der Wärmeabgabe, die vom Atommüll ausgeht. Die
Energiedosis sagt nichts über die schädigende Wirkung der Strahlung aus.
Diese Klassifizierung unterscheidet auch nicht die unterschiedlichen
Strahlungsarten und erlaubt daher auch keine Aussage über die Wirkung der
ionisierenden Strahlung auf die umgebende Materie. Die Wirkmechanismen von
dünn- und dichtionisierender Strahlung auf lebende und tote Objekte sind
gänzlich verschieden. Unterschiedliche radioaktive Strahlungsarten schädigen
bei gleicher Energiedosis unterschiedlich stark. Die Nichtbeachtung dieser
Tatsache kann zu verhängnisvollen Fehleinschätzungen führen. Von Rolf
Bertram.
|
Stx520-521.2008.6-7.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Erneut dramatischer Wassereinbruch im Uranbergwerk Cigar Lake in
Kanada. Branchengigant Cameco
sieht reiche Uranreserven im kanadischen Saskatchevan wegbrechen. Die
Deutsche Thyssen Schachtbau GmbH ist verantwortlich für Bohrungen und
Niederbringung der Schächte in Cigar Lake. Bericht von Inge Lindemann.
|
Stx520-521.2008.4-6.3 (3 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Uran im Wasser: Das Kriterium
„natürliche Reinheit“ der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung ist überholt. Höhere
Urangehalte im Wasser finden sich speziell in Buntsandstein-Gebieten und im
Leitungswasser sind auch schon Uraneinträge aus der Phosphatdüngung zu
finden. Diese Ergebnisse präsentierte der Diplom-Geologe Friedhart Knolle am
14. August 2008 an der Technischen Universität Braunschweig.
|
Stx520-521.2008.2-3.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Uran im Boden: Uran im
Trinkwasser ist nur die Spitze des „Uranbergs“. Das Hamburger
Umweltinstitut fordert: Der Urangehalt in Düngemitteln sollte der
Diskussionsschwerpunkt für gesetzliche Richtwerte sein.
|
Stx520-521.2008.1-2.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Tschernobyl-Felder sollen Getreide für Bioalkoholproduktion liefern. In Weißrussland sollen die nach der
Tschernobyl-Katastrophe im Jahr 1986 radioaktiv verseuchten und stillgelegten
Gebiete an der Grenze zur Ukraine für den Anbau von Getreide zur Bioethanolproduktion
genutzt werden. Die weißrussische Regierung hat mit der irischen Gesellschaft
Greenfield Project Management Ltd. ein Rahmenabkommen vereinbart, das den
Aufbau einer Bioethanolproduktion in zwei Joint-Venture-Betrieben vorsieht.
|
Stx510-511.2008.3.1 (1 Seite)
Zur
Originalseite im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Atommüll: Tritium im
Champagner. Greenpeace hat am 20 Juni 2006 davor gewarnt, daß das
Atommüllzentrum im ostfranzösischen Soulaines den Champagnerweinbau bedroht.
Nur knapp zehn Kilometer von den berühmten Weinbergen der Champagne entfernt
ist das Grundwasser mit radioaktivem Tritium belastet, heißt es. Quelle der
beginnenden Verseuchung sei die Atommüllkippe Centre Stockage de l’Aube
(CSA).
|
Stx468-469.2006.5.1 (1 Seite)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Radioaktive Abluft aus La Hague auch in Braunschweig nachgewiesen. Die Aktivitätskonzentrationen des
anthropogenen Radionuklids Cäsium-137 (Cs-137) und einiger natürlicher
Radionuklide (Be-7, Na-22, K-40 und Pb-210) in der bodennahen Luft
Braunschweigs wurden von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in
Braunschweig regelmäßig gammaspektrometrisch als Wochenmittelwerte gemessen
und die Ergebnisse der Jahre 1998 bis 2003 jetzt im PTB-Bericht PTB-ra-45 vom
November 2005 veröffentlicht. In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS, Freiburg) wurden auch die mittleren wöchentlichen
Aktivitätskonzentrationen der Edelgasisotope Kr-85 und Xe-133 ermittelt. Die
Aktivitätskonzentrationen von Sr-90, Pu-238 und Pu-(239-240) in Luftstaub
wurden in Quartalsmischproben gemessen und Monats- und Jahresmittelwerte
berechnet.
|
Stx468-469.2006.4-5.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
DU-Geschosse: Abgereichertes Uran
aus dem Irakkrieg wurde womöglich auch über Europa verteilt. Die
britische Umweltberatungsorganisation Green Audit veröffentliche im Februar
2006 einen Bericht über einen Anstieg der Urankonzentration in der Luft im
Frühjahr 2003. Sie weist darauf hin, daß sich möglicherweise abgereichertes
Uran (DU) aus den Bombardierungen des 2. Golfkriegs im Frühjahr 2003 mit
Luftströmungen über ganz Europa ausbreitete und Großbritannien innerhalb von
9 Tagen nach Kriegsbeginn erreichte.
|
Stx460-461.2006.5,6.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
"Metall der Schande – Metal of Dishonor": Munition aus
abgereichertem Uran (DU) verseucht Böden in Krisengebieten.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Pflanzenernährung
und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL)
untersuchen unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Ewald Schnug seit 5 Jahren in
umfangreichen und aufwendigen Versuchen Faktoren, die für die Auflösung von
Uran und seinen Oxiden im Boden verantwortlich sind. Dazu untersuchten sie
Böden mit Uran-Konzentrationen, wie sie für Belastungen eines
"Standardbeschusses" mit DU-Munition typisch sind. Die Ergebnisse
zeigen laut Schnug, daß in den Boden als Uranoxid eingebrachtes Uran durch
physikochemische und biologische Vorgänge gelöst und für Pflanzen aufnehmbar
wird.
|
Stx444-445.2005.4,5.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Erhöhte Radioaktivität um französisches Atomzentrum. In der
Umgebung des französischen Atomzentrums Valduc ist eine stark erhöhte
Konzentration des radioaktiven Tritiums (H3) festgestellt worden. Das meldete
am 3. Dezember 2004 die Schweizerische Depeschenagentur. In dem Werk im
Burgund werden Wasserstoffbomben gebaut und auch beseitigt.
|
Stx432-433.2005.8.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Strahlenbelastung durch radioaktive AKW-Abgase in Schwaben am höchsten.
Die Strahlenbelastungen durch radioaktive AKW-Abgase sind in Schwaben am
höchsten. Das stellt der Ulmer Arzt Reinhold Thiel anhand der
Regierungsberichte über die Strahlenbelastung in Deutschland fest.
|
Stx424-425.2004.3,4.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Genehmigung für Cattenom. Bei der Neuerteilung der Genehmigung für
die Entnahme von Wasser aus der Mosel und für Ableitungen aus dem
Atomkraftwerk Cattenom hat die französische Regierung Einwendungen aus
Deutschland berücksichtigt, teilte das deutsche Bundesumweltministerium in
einer Erklärung mit. Die neue Genehmigung, die am 24. Juni 2004 im
französischen "Journal Officiel" veröffentlicht wurde, schreibt
demnach vor, daß das Atomkraftwerk alle Vorkehrungen zu treffen habe, um den
Wasserverbrauch sowie die Auswirkungen der Ableitungen auf Mensch und Umwelt
unter Verwendung der besten verfügbaren und wirtschaftlich vertretbaren
Technologie zu begrenzen. Die Genehmigung enthalte Höchstwertbegrenzungen für
Ableitungen von Tritium, Hydrazin, Chloriden, Zink und Kupfer. Die
französischen Behörden lehnten damit die vom Betreiber geforderten höheren
Ableitungswerte ab.
|
Stx420-421.2004.7.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Buchmarkt: Ortsdosisleistungen.
Die Kartendarstellungen und statistischen Angaben zur Verteilung von
Ortsdosisleistungen (ODL) der natürlichen terrestrischen Gammastrahlung für
die westdeutschen Bundesländer basierten bisher auf einem zwischen 1972 und
1974 durchgeführten Messprojekt des Bundes. 1997 wurde bei der Verifikation
dieser Daten zur Abklärung von Auffälligkeiten für vier von acht bayerischen
Landkreisen Abweichung von im Mittel 50 Prozent zu den früheren Ergebnissen
festgestellt. Daraufhin wurde zwischen 1998 und 2001 für die Regierungsbezirke
Oberfranken, Oberpfalz und Niederbayern die Verteilung der ODL flächendeckend
neu ermittelt. Die großflächig auffällig hohen ODL-Werte in den
ostbayerischen Mittelgebirgen (Oberpfälzer und Bayerischer Wald) der älteren
Messungen wurden dabei nicht bestätigt.
|
Stx400-401.2003.6,7.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Buchmarkt: Umweltradioaktivität.
Abweichend von den in dieser Strahlentelex-Ausgabe ebenfalls zitierten Werten
ihrer Kollegen Regulla, Griebel et al. aus den GSF- und BfS-Instituten für
Strahlenschutz und Strahlenhygiene in Neuherberg gibt der Bericht der
"Leitstellen des Bundes und des Bundesamtes für Strahlenschutz"
(BfS) zur Umweltradioaktivität in der Bundesrepublik Deutschland 1998 bis
2001, der im Frühjahr 2003 als BfS-Schrift 27/2003 von Angela Trugenberger-Schnabel,
Josef Peter und Kolleginnen herausgegeben wurde, die mittlere effektive
Gesamtdosis durch ionisierende Strahlung im Jahr 2001 in der Bundesrepublik
Deutschland mit lediglich 4,1 Millisievert (mSv) an (Regulla et al.: 4,6 mSv
in 1997). Trugenberger-Schnabels Angaben entstammen dem Parlamentsbericht des
Bundesumweltministeriums (Bundestagsdrucksache 14/9995 Berlin 2002). Die
Differenz erklärt sich zum einen aus den in diesen Werten enthaltenen
Anteilen für Radon und Folgeprodukte, für die Trugenberger-Schnabel lediglich
1,1 mSv pro Jahr angeben, Regulla et al. dagegen 1,4 mSv. Grund dieser
deutlichen Differenz von 0,3 mSv ist eine neue Dosiskonvention von EURATOM,
die die Bundesregierung seit dem Berichtsjahr 2000 anwendet und die
Dosisbelastung optisch verringert.
|
Stx400-401.2003.6.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Strahlenschutz: Strahlenabfälle
aus Arztpraxen und Laboren werden neuerdings mit dem Hausmüll entsorgt.
Auswirkung auf die Stadtreinigung durch die Aufgabe des Minimierungsgebots in
der neuen Strahlenschutzverordnung. An Müllfahrzeugen der Hamburger
Stadtreinigung wurden seit dem Herbst 2001 wiederholt erhöhte
Strahlenbelastungen festgestellt. Verursacher sind, soweit feststellbar,
Arztpraxen und Labore, die jetzt der Einfachheit halber und aus Kostengründen
damit begonnen haben, ihre radioaktiven Abfälle in den Hausmüll zu werfen.
Nach der neuen Strahlenschutzverordnung geschieht das meist legal. Die
Vorfälle verunsichern die Beschäftigten der Stadtreinigung und führen dazu,
daß Müllfahrzeuge für längere Zeit nicht benutzt werden können, wird aus Hamburg
berichtet.
|
Stx362-363.2002.1.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Atommüll und Umweltradioaktivität:
Krebserkrankungen und Chromosomenschäden unter Bewohnern radioaktiv
belasteter Gebäude auf Taiwan. Mit radioaktiven Zusätzen hergestellter Baustahl
wurde in mehr als 2.000 Wohnungen und Schulen verbaut. Eine
fünfjährige Studie über die Krebshäufigkeit unter Bewohnern von radioaktiv
verseuchten Gebäuden auf Taiwan wurde Agenturmeldungen vom April 2001 zufolge
jetzt fertiggestellt. Sie zeigt, daß die Möglichkeit von Chromosomenschäden
proportional zur Langzeitbelastung mit Niedrigdosisstrahlung zunimmt. Von
November 1995 bis Juni 2000 hatte ein Forscherteam der National Yang Ming
University auf Taiwan mehr als 4.100 Menschen untersucht und beobachtet, die
in der Stadt Taipeh in Gebäuden gelebt hatten, die zwischen 1982 und 1983 mit
radioaktiv belasteten Stahlträgern errichtet worden waren. Unter ihnen traten
gehäuft verschiedene Krebsarten auf.
|
Stx346-347.2001.4,5.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Strahlenbelastung: Es blieb
alles beim alten. Die Bundesregierung veröffentlichte ihren Jahresbericht
1999 über die Entwicklung der Radioaktivität in der Umwelt. Dabei ergaben
sich keine neuen Erkenntnisse. Die Strahlenbelastung, der
Bevölkerung durch Atomkraftwerke und andere kerntechnische Anlagen in
Deutschland betrug im Jahr 1999 weniger als 1 Prozent der zivilisatorischen
Strahlenbelastung. Das teilte die Bundesregierung in einer Unterrichtung des
Bundestages im Rahmen ihres jährlichen Berichtes über die Entwicklung der
Radioaktivität in der Umwelt mit (Bundestagsdrucksache 14/4104). Die
Jahresemissionen radioaktiver Stoffe hätten bei allen kerntechnischen Anlagen
unterhalb der genehmigten Grenzwerte gelegen, heißt es darin.
|
Stx336-337.2001.5.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
|
|
Umweltradioaktivität
|
Weißrußland: Berichte aus Minsk
über erhöhte Strahlungswerte im Mai 2000 nicht bestätigt. Vom 17.
bis 26. Mai 2000 hielt sich der Strahlenmediziner Dr.med. Dr.h.c. Edmund
Lengfelder, Professor am Strahlenbiologischen Institut der
Ludwig-Maximilians-Universität München, beruflich in Belarus (Weißrußland)
auf, als ihn am 18. Mai 2000 während seines Aufenthaltes in Minsk die
Deutsche Botschaft über Meldungen von einer angeblich erhöhten
Strahlungsaktivität in Minsk in Kenntnis setzte. Diese Meldung war auch in
Deutschland mit dem Hinweis auf Waldbrände um Tschernobyl verbreitet worden.
Von ihm selbst daraufhin in den folgenden Tagen durchgeführte Messungen der
Ortsdosisleistung hätten jedoch lediglich Werte ergeben, die dem entsprechen,
was auch in Deutschland üblich ist, berichtete Lengfelder nach seiner
Rückkehr nach Deutschland.
|
Stx324-325.2000.7.1 (1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Tschernobyl-Folgen: Das radioaktive Cäsium verharrt länger in der
Umwelt und der Nahrung als erhofft. Die Atomkatastrophe von Tschernobyl
hat im Jahr 2000 immer noch unerwartet hohe Dosen von Radioaktivität zur
Folge, die weitere fünfzig Jahre lang anhalten werden, warnen englische und
holländische Wissenschaftler. Sie zeigten, daß das radioaktive Cäsium-137 aus
dem Fallout des Unfalls von 1986 viel länger in der Umwelt verharren kann,
als zuvor in wissenschaftlichen Kreisen angenommen. Dr. Jim Smith und
Kollegen vom Zentrum für Ökologie und Hydrologie in Dorchester
(Südwest-England) haben im Rahmen eines internationalen Forschungsprojektes
die radioaktive Belastung von Pflanzen und von Fischen in den Seen von
Cumbria (Nordengland) und Norwegen untersucht und gefunden, daß die Belastung
mit radioaktivem Cäsium immer noch unerwartet hoch ist. Smith und Kollegen
zufolge müssen Einschränkungen beim Verbrauch von Lebensmitteln in
Großbritannien und in der früheren Sowjetunion möglicherweise bis zum Jahr
2010 oder 2015 aufrecht erhalten werden.
|
Stx322-323.2000.6,7.2 (2 Seiten)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Radionuklidkonzentrationen in bodennaher Luft. Die
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) Braunschweig veröffentlichte im
August 1999 einen englischsprachigen Bericht, in dem die
Aktivitätskonzentrationen verschiedener Radionuklide in der bodennahen Luft
Braunschweigs dokumentiert sind. PTB-Bericht PTB-Ra-41, Braunschweig, Mai
1999. Herbert Wershofen und Dirk Arnold: Radionuclides in Ground-level Air in
Braunschweig - Report of the PTB Trace Survey Station für 1995, 1996 and
1997.
|
Stx306-307.1999.6.1 (Kurzbesprechung, 1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Atommüll: Radioaktivität in der Nordsee. Nach Erkundungen von
Greenpeace endet die Abwasserleitung für radioaktive Abfälle aus der
französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague circa 1.700 Meter vor dem
Nez de Jobourg der Halbinsel Cap de la Hague. Die Verteilung und Auswirkungen
der Einleitung von radioaktiven Substanzen aus der atomaren
Wiederaufarbeitung auf Nordsee und Nordatlantik beschreibt Greenpeace in
einem Hintergrundbericht zu seinen Protestaktionen. Mit 2 Kartenabbildungen.
|
Stx258-259.1997.9,10.2 (2 Seiten)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Greenpeace: "Im Meer von Sellafield strahlt es wie nach den
Atombombentests am Meeresboden nahe der russischen Insel Novaja Semlja".
Am 24. Juni 1998 traf das Greenpeace-Schiff "Beluga" erneut mit
strahlender Fracht aus Sellafield im Hamburger Hafen ein. Der Hamburger Zoll
verplompte die mitgebrachten Wasser- und Bodenproben, damit sie zur
Untersuchung an das Bremer Radioaktivitätslabor weitergeleitet werden
durften. Erste Proben, die schon in englischen und deutschen Laboren
durchgeführt worden waren hatten "unglaubliche" Meßergebnisse
gezeigt. So habe eine Sandprobe, die neben einem Abwasserrohr entnommen
worden war, einen Plutoniumgehalt von 60.000 Becquerel pro Kilogramm
aufgewiesen. Dafür müsse in Deutschland eine atomrechtliche Genehmigung
beantragt werden. In einem Hummer wurden nach Angaben eines
Greenpeace-Sprechers Werte ermittelt, die um das 40fache über dem erlaubten
Grenzwert liegen.
|
Stx276-277.1998.2-4.3 (3 Seiten)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Radioaktivität in Fischen aus der Nordsee: Im Kabeljau ist die
Radioaktivität aus Sellafield. Das Institut für Fischereiökologie in
Hamburg veröffentlichte 1994 einen Bericht über Radioaktivität in Seefischen.
Fast jährlich (1982, 86, 88 bis 94) war jeweils im Januar das
Fischereiforschungsschiff Walter Herwig in die Nordsee ausgelaufen, um die
Radioaktivität in Seefischen, die zur Hauptsache durch die
Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield in England verursacht ist, zu ermitteln.
Zusätzlich wurden 1991 und 1992 im Sommer Fahrten zu den Färöer Inseln und
Island durchgeführt, um zu überprüfen, ob die dortigen Seefische auch mit
Sellafield-Radioaktivität belastet sind. Dr.rer.nat. Henning Wendhausen,
Privatdozent an der Radiologischen Universitätsklinik in Kiel, diskutiert die
Ergebnisse für die Fischart Kabeljau und bewertet kritisch die daraus
abgeleiteten Schlußfolgerungen der Autoren des Hamburger Instituts für
Fischereiökologie.
|
Stx198-199.1995.3,4.2 (2 Seiten)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Cäsium-137-Verteilung: 89 Prozent im Waldboden und 11 Prozent in
Pflanzen. Die Cäsium-137-Aktivität im Erdboden, in den Pilzen, Kräutern und
Sträuchern und in Bäumen untersuchte zwischen 1991 und 1992 in Waldgebieten
der staatlichen Forstämter Bodenmais in Bayern und Fuhrberg in Niedersachsen
Dr. U. Fielitz von der Universität Göttingen im Auftrage des
Bundesumweltministeriums.
|
Stx196-197.1995.3.1 (1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Statistik: 10- bis 1.000-fach höhere radioaktive Ableitungen aus
ostdeutschen Atomkraftwerken. Aus einem Bericht von Dr. Rainer Jonas und
Dipl.-Phys. Dieter Knoll vom Technischen Überwachungsverein (TÜV) Nord e.V.,
Hamburg, vom Juni 1994.
|
Stx180-181.1994.4.1 (1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Bonn: Die Bundesregierung sorgt sich nicht um die Verseuchung der
Weltmeere. Von einer generellen "Verseuchung der Weltmeere", die
von den Sozialdemokraten befürchtet wird, könne derzeit noch keine Rede sein,
aktuelle Meßergebnisse böten keinen Anlaß zur Sorge, heißt es in einer am 5.
Januar 1994 veröffentlichten Antwort der Bundesregierung (12/6506) auf eine
Kleine Anfrage der SPD-Fraktion im Bundestag (12/5494). Geteilt wird dagegen
die Besorgnis der Fragesteller über die russische Praxis, trotz gegenteiliger
öffentlicher Aussagen weiterhin Atommüll im Meer zu versenken und damit gegen
die Londoner Konvention zu verstoßen.
|
Stx174-175.1994.6.1 (1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
UN-Bericht: Sogar die Leuchttürme an den baltischen Küsten leuchten mit
Atomkraft. Wegen ihres skandalös leichtfertigen Umgangs mit Atommüll sind
die Nachfolgestaaten der Sowjetunion und ihrer Nachbarländer akut von
radioaktiver Verseuchung bedroht. Aus Kostengründen wird verstrahltes
Material nicht mehr deponiert, sondern häufig einfach in die Landschaft
gekippt. Dies geht aus einem Bericht der Entwicklungsbehörde der Vereinten
Nationen (United Nations Development Programme, UNDP) hervor, dessen
Ergebnisse von ihrem Europa-Direktor Reinhardt Helmke 1993 in Kopenhagen
vorgestellt wurden.
|
Stx170-171.1994.5.1 (1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Rußland: Unterirdischer radioaktiver See in Sibirien. Ein
unterirdischer, künstlicher See aus Millionen Kubikmetern flüssiger
radioaktiver Abfälle gefährdet nach Angaben der Moskauer Tageszeitung
Iswestija Sibirien und die Arktis.
|
Stx170-171.1994.8.1 (1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
"Integrierte Vermeidung" Eine neue EG-Richtlinie zur
"Integrierten Vermeidung und Verminderung von Umweltverschmutzung durch
Industrieanlagen (IVU)" hat die EG-Kommission im September 1993 dem
Ministerrat der Gemeinschaft vorgeschlagen. Mit dieser Richtlinie, die am 30.
Juni 1995 in Kraft treten soll, will man mögliche größere Umweltverschmutzer
erfassen. Die bisherige isolierte Betrachtung der Verschmutzung von Luft,
Wasser und Boden mit einer Vielzahl von einzelnen Schadstoffen sei an ihre
Grenzen gestoßen, heißt es zur Begründung.
|
Stx166-167.1993.7.1 (1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Wer einmal lügt, ... : Erfolg biologischer Umgebungsüberwachung.
Noch leugnet die Atommafia verbissen die von Inge Schmitz-Feuerhake mit
überzeugenden Gründen nachgewiesenen, aber illegalerweise nicht gemeldeten
radioaktiven Umweltverseuchungen durch das Atomkraftwerk Krümmel in den
achtziger Jahren. Wenig bekannt ist, daß es einen ähnlichen Fall von
Verleugnung auch schon beim Atomkraftwerk Esenshamm an der Unterweser gegeben
hat. Dort haben zwei Bremer Physiker und Biologen, Arthur Maier und Manfred
Wallenschuß, im Sommer 1981 einen großangelegten Versuch mit einem Stamm der
Pflanze Tradescantia gemacht, bei deren Blüten die Stempelhaare infolge
radioaktiver Strahlung einen Farbumschlag aufweisen. Ein Bericht von Prof.
Dr. Jens Scheer, Bremen.
|
Stx162-163.1993.10.1 (1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
USA: Chronische Radiojod-Belastung bei Atomanlagen. Von 1984 bis
1991 untersuchte L. Van Middlesworth vom Department of Physiologie and
Biophysics der Universität of Tennessee in Memphis (USA) die Schilddrüsen von
Rotwild in South Carolina, in Tennessee und Florida. In South Carolina
befindet sich die US-Atomwaffenfabrik am Savannah River und in Tennessee das
Atomforschungszentrum Oak Ridge.
|
Stx154-155.1993.7.1 (1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Österreich: Höchste Cäsium-Anreicherung in Flechten. Die Aktivität
von Cäsium-137 in Flechten vor und nach der Katastrophe von Tschernobyl haben
Wissenschaftler der Universität Salzburg in Österreich gemessen und höchste
Anreicherungen festgestellt. Deshalb halten sie Flechten für geeignet, gut
und billig Verteilung und Ausmaß von radioaktivem Fallout zu ermitteln.
|
Stx150-151.1993.5.1 (1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Rußland: Radioaktives Schlangengift. Radioaktivität in
Schlangengift sei ein guter Indikator für die Umweltverseuchung in den
Ländern der früheren Sowjetunion und sie könnten das messen, schrieben Andrey
A. Nedospasov und Alexandr V. Cherkasov vom Institut für Molekulargenetik der
Russischen Akademie der Wissenschaften und des Kurchatov-Instituts, Moskau,
im Februar 1993 in der Zeitschrift Nature.
|
Stx148-149.1993.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Peißenberg: Radioaktiv belastetes Haldengebiet in Oberbayern soll als
Bauland verkauft werden. Bis 1971 förderte man in Peißenberg im südlichen
Oberbayern sogenannte Pechkohle. Nach 134 Jahren Abbau blieben drei Halden
mit radioaktivem Gestein aus dem Bergwerk zurück. Ein 25.000 Quadratmeter
großes Grundstück samt Halde übereignete der Betreiber, die Bayerische Berg-,
Hütten- und Salzwerke AG (BHS) an die Marktgemeinde Peißenberg, um damit alle
Folgeschäden aus dem Bergbau pauschal abzugelten. Bereits seit Mitte der
achtziger Jahre liegt für das Grundstück ein Bebauungsplan vor, und man will
es nach der Parzellierung bevorzugt an Einheimische als Bauland verkaufen.
Das wurde 1992 öffentlich bekannt.
|
Stx146-147.1993.3.1 (1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Erhöhte Radioaktivität bei Wladiwostok. 40 Kilometer östlich von
Wladiwostok ist die Radioaktivität nach Messungen der
Umweltschutzorganisation Greenpeace vom Oktober 1992 hundertmal höher als
normal.
|
Stx142-143.1992.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Seehunde sterben an Leukämie. Tausende von Seehunden starben 1992
in der Barents-See und im Weißen Meer vor der russischen Halbinsel Nowaja
Semlja an Leukämie. Die Küstengewässer dieser Meere hätten sich "in
einen Teich radioaktiver Abfälle" verwandelt, erklärte der Leiter des
Labors für den Schutz der Meeressäugetiere am Nordpol-Institut, Juri
Timoschenko.
|
Stx132-133.1992.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Bukarest: Radioaktive Verseuchung im Unterlauf der Donau. Im
Unterlauf der Donau, die dort die Grenze zwischen Rumänien und Bulgarien
bildet, sind 1991 radioaktive Alpha-Partikel entdeckt worden, die vermutlich
aus dem als extrem unsicher geltenden bulgarischen Atomkraftwerk Kosloduj
stammen.
|
Stx118-119.1991.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
8 Millionen Becquerel Cäsium-137 pro Quadratmeter im Erdboden in
Berlin-Buch. In der Robert-Rössle-Straße in Berlin-Buch, auf dem Gelände
des Instituts für Isotopen- und Strahlenforschung der ehemaligen Akademie der
Wissenschaften der DDR, ist vermutlich über längere Zeit hinweg bei
Ladevorgängen der Boden in größerem Umfang mit radioaktiven Isotopen von
Cäsium, Kobalt, Thorium und Radium verseucht worden. Das erklärte im Oktober
1991 der Leiter der Strahlenmeßstelle des Berliner Senats, Udo Moorfeld.
|
Stx116-117.1991.8.1 (1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Altlastensanierung: Freistellungsbescheinigungen greifen nicht. Die
auf Antrag gewährte Freistellung privater Investoren von der Haftung für Altlasten
habe die Investitionshemmnisse in den neuen Bundesländern nicht beseitigen
können. Denn die überwiegende Zahl solcher Anträge habe nicht beschieden
werden können, da ungeklärt sei, ob der Bund oder die Länder für die
Sanierung dieser Altlasten aufzukommen habe. Darauf machte die
SPD-Bundestagsfraktion 1991 aufmerksam.
|
Stx116-117.1991.8.1 (1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
30.000 Tonnen Thorium unter einem Hügel im brasilianischen Hochland.
Radioaktive Elemente wie Uran oder Thorium sind an einigen Stellen der Erde
so stark konzentriert, daß das Leben der dort siedelnden Menschen gefährdet
ist. Darauf wiesen 1990 die Geologen Neil Chapman und Ian McKinley hin.
|
Stx114-115.1991.7.1 (1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Fallout-Belastungen : Am stärksten strahlt es auf der Wiese. Nach
einer Freisetzung von Radionukliden in die Atmosphäre sind ungestörte Böden
wie Wiesen in der Regel die stärkste Quelle der äußeren Strahlenbelastung der
Bevölkerung. Für Wiesen liegen außerdem mit Abstand die meisten Messungen und
damit die besten Erkenntnisse vor. Deshalb wird der Abschätzung der äußeren
Strahlenbelastung der Bevölkerung zunächst meist die Beschreibung der
Gammadosisleistung über Wiesen zugrunde gelegt. Dr. P. Jacob vom Institut für
Strahlenschutz beim GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH in
Neuherberg bei München hat dazu 1991 die Belastungen neu abgeschätzt. Seine
Ergebnisse für trockene radioaktive Ablagerungen liegen in der Größenordnung
der vom Wissenschaftlichen Komitee der Vereinten Nationen für die Wirkungen
der Atomstrahlung gemachten Abschätzung der Strahlenbelastung nach dem
Reaktorunfall von Tschernobyl (UNSCEAR-Report 1988).
|
Stx110-111.1991.1,2,3.3 (3 Seiten)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Brandenburg: Jahrzehntealte großflächige radioaktive Verseuchung in
Oranienburg entdeckt. In der Umgebung der André-Pican-Straße in
Oranienburg, nördlich bei Berlin in Brandenburg, sind einige Quadratkilometer
Fläche offenbar bereits seit Jahrzehnten mit radioaktivem Thorium-232 und Radium-226
in einem extremen Ausmaß verseucht. Das stellte die Strahlenmeßstelle des
Berliner Senats bei Messungen im Februar und März 1991 fest.
|
Stx104-105.1991.1,2.2 (2 Seiten)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Berlin/Bonn: Überwachung der Luftradioaktivität. Der Deutsche
Wetterdienst, das Bundesamt für Zivilschutz und die Unabhängige Meßstelle
Berlin des Strahlentelex überwachten 1991 während des Golf-Krieges regelmäßig
die Luftradioaktivität. Während die Daten des Wetterdienstes und des
Zivilschutzes lediglich nach Bonn gehen, informiert das Strahlentelex direkt
die Öffentlichkeit, wenn die Unabhängige Meßstelle Berlin künstliche
Radioaktivität feststellt.
|
Stx98-99.1991.10,12.2 (2 Seiten)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Koblenz: Erhöhte Radioaktivität durch das Atomkraftwerk Mülheim-Kärlich.
Die Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz (ARGUS) e.V., Koblenz, hat am 19. und
20. März 1990 an ihrer automatischen Meßstation in Neuwied-Torney einen
deutlichen Anstieg der Radioaktivität gemessen. Die Ortsdosisleistung habe bis
zu 53 Prozent (Stundenwert) bzw. 85 Prozent (Viertelstunden-Werte) über den
normalen Werten gelegen, wurde mitgeteilt.
|
Stx78-79.1990.10.1 (1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Italien/Bulgarien: Tabak mit Strontium verseucht. Im Nordosten Bulgariens
gefährden 15.000 Tonnen radioaktiv verseuchter Tabak aus Italien auf einer
Deponie das Grundwasser. Meldungen vom Dezember 1989 zufolge waren in dem
Tabak bis zu 52,7 Becquerel Strontium und 3,2 Becquerel Cäsium pro Kilogramm
ermittelt worden.
|
Stx72-73.1990.12.1 (1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Meßnetz: Informationssystem für Radioaktivität. Das
Firmenkonsortium Digital/Dornier hat vom Bundesumweltministerium den Zuschlag
für die Errichtung eines bundesweiten Informationssystems zur ständigen
Überwachung der Radioaktivität bekommen. Wie das Ministerium im Dezember 1988
mitteilte, hatten sich an der EG-weiten Ausschreibung 68 Firmen beteiligt.
Das computergestützte Informationssystem soll bis 1990 stehen und 30
Millionen Mark kosten.
|
Stx48.1989.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Polen: Bei Krakau 150.000 Becquerel pro Quadratmeter gemessen. In
der Nähe von Krakow (Krakau) wurde 1988 eine Bodenbelastung von 2.100
Becquerel Cäsium pro Kilogramm, entsprechend etwa 150.000 Becquerel pro
Quadratmeter nachgewiesen. Zuvor waren für Polen Werte zwischen 5.000 und
40.000 Becquerel pro Quadratmeter gemessen worden.
|
Stx43.1988.4.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Saarbrücken: Urlaub in stark belasteten Gebieten ist nicht zumutbar.
Der Mietvertrag über eine Ferienwohnung in Ungarn durfte von einem Urlauber
nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl aufgelöst werden. Das entschied
das Landgericht Saarbrücken in einem 1988 veröffentlichten Urteil.
|
Stx43.1988.4.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Nordsee-Studie: Die Schadstoffe zirkulieren links herum. Die
Situation der Nordsee ist ernster als angenommen wurde. Nach der
Verunreinigung der Küstenregion muß zunehmend mit einer Gefährdung auch der hohen
See gerechnet werden. Das ist ein Ergebnis der Auswertung der ersten Phase
des seit 1984 laufenden Forschungsvorhabens "Zirkulation und
Schadstoffumsatz in der Nordsee", die das Bundesforschungsministerium am
1. September 1988 in Bonn veröffentlichte.
|
Stx42.1988.6.1 (1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Meerwasser: Anstieg der Radioaktivität in der westlichen Ostsee. In
der westlichen Ostsee zeigten vom 5. bis 12. April 1988 entnommene Proben ein
Vordringen höher radioaktiv verseuchter Wassermassen aus der nördlichen
Ostsee. Das ergibt sich aus dem Bericht des Instituts für Strahlenhygiene des
Bundesgesundheitsamtes vom April 1988.
|
Stx34.1988.6.1 (1 Seite)
|
|
Umweltradioaktivität
|
Kempten/Allgäu: Staatsanwaltschaft verschleppt Verfahren zu radioaktiv
verseuchtem Klärschlamm. Eine Dienstaufsichtsbeschwerde und Beschwerde
zum Petitionsausschuß des Bayerischen Landtages reichte Ende 1987 der
Sonthofener Richter Thomas Walther wegen der Verschleppung eines
Ermittlungsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Kempten
im Allgäu zur Verwendung von radioaktiv verseuchtem Klärschlamm als
Düngemittel. Walther hatte dazu bereits im Juli 1986 eine Anzeige erstattet.
|
Stx23.1987.4.1 (1 Seite)
|
|
& Zurück zum Register
|
Artikel bestellen
|
Zurück zum Anfang
|
|
|
|
|
|