StrahlenTelex [ Register des Sachgebietes Strahlenfolgen ]

 

Kommentiertes Register des Sachgebietes Strahlenfolgen

Fehlbildungen, Genomische Instabilität, Bystander Effekt, epigenetisches Konzept

Hormesis

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Krebs

Leukämie

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Nervenschäden

Niedrigdosisstrahlung

Säuglingssterblichkeit / Geschlechterverhältnis

Strahlenempfindlichkeit

Strahlenrisiko

Waldschäden, Pflanzenschäden





 

Fehlbildungen, Genomische Instabilität,

Bystander Effekt, epigenetisches Konzept

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Fehlbildungen

Buchmarkt: Was uns die Atomindustrie verschweigt. „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir widerspruchslos hinnehmen“ – diese Bemerkung des Philosophen Ernst Bloch scheint eine Art Motto für die atomkritische Tätigkeit der wissenschaftlichen Zeichnerin und Insektenforscherin Cornelia Hesse-Honegger zu sein. Seit 1987 sammelt und zeichnet sie Wanzen in durch Tschernobyl-Fallout betroffenen Gegenden und in der Umgebung von Atomkraftwerken. Wer ihre in dem gewichtigen Band „Heteroptera“ versammelten Zeichnungen und Aquarelle einmal gesehen hat, wird sie so schnell nicht vergessen: es sind Bilder von Deformationen und Verstümmelungen an Lebewesen, denen Beachtung zu schenken wir uns abgewöhnt haben. 2008 erschien ihre Studie, daß schwach radioaktive Belastung die Ursache für den sehr hohen Anteil an Fehlbildungen bei Wanzen in den untersuchten Gegenden sein könnte. Nun hat Cornelia Hesse-Honegger ein kleines Werk über „die Macht der schwachen Strahlung“ vorgelegt.

Stx706-707.2016.10-11.2 (2 Seiten)

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Genetische Effekte

Strahlenfolgen / Medizinische Strahlenbelastung: Geringe Streustrahlung auf die Hoden bei Strahlentherapien kann dauerhafte Schäden verursachen. Die Spermatogenese in den Hoden des Mannes ist extrem strahlenempfindlich. Sogar geringe Streudosen bei Strahlentherapien können Risiken für die Fortpflanzung und Unfruchtbarkeit zur Folge haben. Das erklären Angelika Grewenig, Nadine Schuler und Claudia E. Rübe in einer Anfang August 2015 im International Journal of Radiation Obcology veröffentlichten Arbeit. Claudia E. Rübe leitet das Labor für Molekulare Radioonkologie der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums des Saarlandes.

Stx688-691.2015.20.1 (1 Seite)

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Genetische Effekte

Niedrige Strahlendosen haben Effekte auf die Regulation von Genen. „Sehr niedrig dosierte Strahlung hat Auswirkungen auf die Zelle, die man bisher nicht kannte“. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam um Dr. Valerie Brid O’Leary am Institut für Strahlenbiologie des Helmholtz Zentrum München. Insbesondere die Aktivität von Teilen des nicht-kodierenden Genoms sorge dafür, dass auch Strahlungsdosen unter 0.1 Gray Ausdruck in der Ausprägung bestimmter Botenstoffe finden, wird erklärt. Dies werfe einerseits ein neues Licht auf die Wirkung ionisierender Strahlung, andererseits helfe es bei der Aufklärung der Funktionen von nicht-kodierenden Teilen des Genoms.

Stx680-681.2015.10.1 (1 Seite)

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Genetische Effekte

Das genetische Strahlenrisiko – ein sträflich vernachlässigtes Problem bei der Folgenabschätzung atompolitischer Maßnahmen. Das genetische Strahlenrisiko wird von der Internationalen Strahlenschutzkommission ICRP, dem normgebenden Gremium für unsere Strahlenschutzgesetzgebung, als äußerst gering eingeschätzt. Dies ist nur möglich unter Ausblendung zahlreicher wissenschaftlicher Befunde, denn zu erwarten sind u.a. Schädigungen der Frucht und Totgeburten sowie Fehlbildungen und Krebserkrankungen bei den Kindern, wenn die Keimdrüsen der Eltern vor Konzeption einer Bestrahlung ausgesetzt waren. Eine Zusammenstellung solcher Ergebnisse wird vorgestellt, die nach beruflicher Exposition, nach diagnostischen Bestrahlungen sowie bei radioaktiven Umweltkontaminationen und insbesondere nach Tschernobyl erhoben wurden. Ein neues Schutzkonzept für nachfolgende Generationen muss gefordert werden. Von Inge Schmitz-Feuerhake

Stx656-657.2014.6-10.5 (5 Seiten)

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Genetische Effekte

Genetische Effekte um Nuklearanlagen. „Verlorene Mädchen“ durch Radioaktivität –  Fachgespräch am 7. April 2014 im Deutschen Bundestag in Berlin mit Dr. Hagen Scherb, Prof. Dr. Karl Sperling und Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake.

Das Geschlechtsverhältnis bei der Geburt des Menschen (Lebendgeburten männlich/ weiblich oder sex odds bzw. sex ratio) ist innerhalb eines Gesellschaftssystems auf Populationsebene relativ konstant. Es herrscht Konsens, dass Veränderungen des Geschlechtsverhältnisses ein empfindlicher Indikator für physikalische oder chemische Expositionen sein können; vorausgesetzt es sind vergleichbare und genügend große exponierte und nicht exponierte Populationen beobachtbar. Für die offiziellen Geburtenzahlen nach Geschlecht auf Gemeindeebene in Europa ist diese Voraussetzung erfüllt. Bereits vor etwa 100 Jahren wurde eine strahleninduzierbare Veränderung der Erbanlagen (Mutagenität) im Tierversuch festgestellt und für den Menschen postuliert.  Nach den Atombombenabwürfen über Japan beobachtete man auch beim Menschen ein verändertes Geschlechtsverhältnis. Heute geht man davon aus, dass auch biologisch-genetische Vorgänge vor (Spermatogenese), während und nach der Befruchtung (epigenetische Abläufe) durch ionisierende Strahlung gestört werden.

Nach Injektion radioaktiven Materials in die Biosphäre lassen sich Veränderungen des Geschlechtsverhältnisses auf Länder- und Kontinentebene, aber auch um Nuklearanlagen nach deren Inbetriebnahme einfach und konsistent nachweisen. Scherb und KollegInnen konnten insbesondere zeigen, dass um Nuklearanlagen in Deutschland, in der Schweiz und in Frankreich das Geschlechtsverhältnis erhöht ist: Es kommen mehr Jungen oder weniger Mädchen als erwartet zur Welt.

Genetische Effekte nach Tschernobyl (Chromosomenschäden – Down-Syndrom (Trisomie 21)) hatte frühzeitig bereits auch der Berliner Genetiker Professor Dr. Karl Sperling, ehemals Direktor des Instituts für Humangenetik und der Genetischen Beratungsstelle der Charité Berlin, nachgewiesen. Er erklärt die Auffälligkeiten auch in der Veränderung des Geschlechterverhältnisses mit dem in den letzten Jahren entwickelten epigenetischen Konzept. Meinte man früher, mit dem genetischen Code der DNA sei im wesentlichen alles geregelt und alle Entwicklungsschritte seien damit festgeschrieben, so muß man nun erkennen, daß die Gene noch einer übergeordneten Regulierung unterliegen. Epigenetische Effekte spielen bei niedrigen Strahlendosen eine wesentliche Rolle und führen dazu, die Annahme eines linearen Dosis-Effekt-Bezugs der Strahlenwirkung infrage zu stellen, erklärt Sperling.

Stx656-657.2014.5-10.6 (6 Seiten)

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Fehlbildungen

Genetisch strahleninduzierte Fehlbildungen. Erbkrankheiten bei den Nachkommen von Eltern, deren Keimzellen ionisierender Strahlung ausgesetzt waren, gehören zu den stochastischen Strahlenschäden, das heißt sie können nach beliebig kleiner Dosis in den Gonaden entstehen. Strahlenexponierte Arbeitnehmer oder Radarsoldaten werden jedoch abschlägig beschieden, wenn sie Entwicklungsstörungen bei ihren Neugeborenen oder einschlägige Krankheiten ihrer Kinder als berufsbedingt geltend machen, da das genetische Strahlenrisiko von den internationalen Komitees als sehr gering eingestuft wird. Im Gegensatz dazu stehen zahlreiche Befunde aus bestrahlten Bevölkerungen – insbesondere durch den Tschernobylunfall – und aus beruflich exponierten Kollektiven. Von Inge Schmitz-Feuerhake.

Stx644-645.2013.1-5.5 (5 Seiten)

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epigenetisches Konzept

Die epigenetische Revolution in der Strahlenbiologie. Heutige Lehren aus dem Reaktorunfall von Tschernobyl. Daß die zusätzliche Strahlendosis sich lediglich im Rahmen der natürlichen Schwankungsbreite bewege, wird gern angeführt, um unliebsame epidemiologische Beobachtungen nach Katastrophen wie der von Tschernobyl oder in der Umgebung von Kernkraftwerken im Normalbetrieb abzuwehren und künftige Schäden, jetzt zum Beispiel nach Fukushima, zu bestreiten. Nach dem Muster, daß nicht sein kann, was nicht sein darf, wird argumentiert, die beobachteten oder (im Falle von Fukushima) zu erwartenden Schäden könnten jedenfalls nicht durch Strahlung verursacht sein, denn die Dosis sei viel zu gering. Zudem fehle jede plausible ätiologische Erklärung. Das Dosisargument gilt jedoch nur, wenn man die Strahlendosen über größere Gebiete und längere Zeiträume zusammenfaßt und dabei örtliche sowie kurzzeitige deutliche Dosisspitzen heruntermittelt. Und zur Erklärung der beobachteten Effekte beschreiben jetzt der Berliner Humangenetiker Karl Sperling sowie der Mathematiker Hagen Scherb aus Neuherberg in einem Beitrag im Mai-Heft 2011 der Naturwissenschaftlichen Rundschau das Prinzip der medizinisch-(epi)genetischen Strahlenwirkung.

Stx586-587.2011.1-3.3 (3 Seiten)

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Fehlbildungen

Gesundheitsschäden bei Kernkraftwerken: Epidemiologische Auffälligkeiten um Kernkraftwerke: Synoptische Analyse. Von Alfred Körblein. Seit Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie vor 3 Jahren wurden zwei weitere epidemiologische Studien veröffentlicht, eine zu Fehlbildungen bei Neugeborenen um Kernkraftwerke und eine zum Geschlechterverhältnis bei der Geburt um bayerische Kernkraftwerke. Beide Studien bestätigen die bei der KiKK Studie gefundene Abstandsabhängigkeit, wenn auch wegen kleiner Fallzahlen nicht alle Einzelbefunde statistisch signifikant sind. Eine gemeinsame Analyse der drei Datensätze mit einem nichtlinearen Abstandsmodell (Rayleighverteilung) ergibt eine hochsignifikante Abstandsabhängigkeit des Risikos mit einem Maximum des Effekts zwischen 3 und 5 Kilometern.

Stx576-577.2011.2-5.4 (4 Seiten)

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Fehlbildungen

Fehlbildungen um deutsche Kernkraftwerke. In einer neu erschienenen Studie aus dem Universitätsklinikum in Mainz wurden angeborene Fehlbildungen in der Umgebung von zwei deutschen Atomkraftwerken untersucht. Die Studie wurde im Auftrage des Bundesamtes für Strahlenschutz erstellt und vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit finanziert. Das Ergebnis war unauffällig. Allerdings reichte die Nachweisstärke (power) der Studie nicht aus, um ein ähnlich hohes Risiko nachzuweisen, wie es in der KiKK-Studie beobachtet wurde. Die Abstandsabhängigkeit des relativen Risikos im Studiengebiet wird dann grenzwertig signifikant, wenn die unmittelbare Umgebung der Kernkraftwerke bis zu einer Entfernung von 3 Kilometer unberücksichtigt bleibt und wenn als unabhängige Variable der Abstand anstelle des reziproken Abstands verwendet wird. Von Alfred Körblein

Stx560-561.2010.6-10.5 (5 Seiten)

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Fehlbildungen

23 Jahre nach Tschernobyl: Weniger und mißgebildete Insekten und Vögel. Die ökologischen Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die sich Ende dieses Monats zum 23. Mal jährt, sind größer als früher angenommen und erhofft. Die freigesetzten Radionuklide dezimieren auch weiterhin Insekten und Spinnen. Und mißgebildete Insekten sind auch schon im Normalbetrieb von Atomkraftwerken deutlich vermehrt in deren Umgebung zu finden. (A. P. Møller, T. A. Mousseau 2009; C. Hesse-Honegger, P. Wallimann 2008)

Stx534-535.2009.1-2.2 (2 Seiten)

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Genomische Instabilität, Bystander Effekt

Die Gesundheitseffekte von Niedrigdosisstrahlung; Mechanismen und Befunde: Den Petkau-Effekt vergessen. Speziell die genomische Instabilität und den "Bystander Effekt" beschreibt Dr. Chris Busby, Liverpool/ Großbritannien, als neue Entdeckungen in der Radiobiologie, die "aus Wegspuren zur Zelle" folgen – mit stark überlinearen Dosis/Wirkungs-Beziehungen und stärkeren Wirkungen bei niedrigen Dosen (Strahlentelex 418-419 vom 3. Juni 2004, Seite 3). Das ist zwar grundsätzlich richtig, doch der zugrundeliegende Petkau-Effekt wird nicht erwähnt und auf ungenügend erforschte "Wegspuren" reduziert, merkt Ralph Graeub, Langnau/Schweiz, dazu kritisch an.

Stx422-423.2004.5,6.2 (2 Seiten)

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Bystander Effekt

Strahlenschäden auch in nicht getroffenen Nachbarzellen. Der "Bystander Effekt" ist nicht nur in Zellkulturen, sondern jetzt auch im Lebewesen nachgewiesen. Genomische Instabilität und der "Bystander Effekt" sind relativ neue Beobachtungen, die in den letzten Jahren zunehmend an Aufmerksamkeit gewinnen. Bei dem Bystander Effekt handelt es sich um die Beobachtung, daß strahlenbiologische Effekte in Zellen beobachtet werden, die nicht direkt von einem ionisierenden Teilchen getroffen wurden. Mit genomischer Instabilität bezeichnet man die Manifestation genetischer Veränderungen in Zellen 10 bis 15 Zellgenerationen nach der ursprünglichen Strahlenexposition der Ausgangszellen. Die Berichte über genomische Instabilität und Bystander Effekt stellen einen der wichtigsten Grundpfeiler der Strahlenbiologie der vergangenen fünfzig Jahre in Frage, daß nämlich ionisierende Strahlung nur in den Zellen Effekte hervorrufe, deren DNA direkt geschädigt wurde oder indirekt durch die in Wasser in unmittelbarer Nähe der DNA strahleninduzierten Hydroxylradikale. Die meisten Untersuchungen zu diesen Effekten wurden bislang an Zellkulturen in vitro durchgeführt und es blieb fraglich, ob daraus auch auf mögliche Effekte beim Menschen geschlossen werden kann. Im Oktober 2002 wurde in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) eine Arbeit von Lanny Y Xue und Kollegen von den Departements of Radiology und Radiation Oncology der Harvard Medical School in Boston/USA über Untersuchungen an Mäusen veröffentlicht, die vom Nachweis des Bystander Effekts nun auch in einem in vivo System berichten.

Stx390-391.2003.4,5.2 (2 Seiten)

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Genomische Instabilität

Strahlenschäden setzen sich über die Generationen hinweg fort. Strahlenschäden können nicht nur Krebs erzeugen und zu Mißbildungen des Nachwuchses führen. Sie setzen sich auch über Generationen hinweg fort, indem sie in den Nachkommen Veränderungen des Erbguts auslösen. Das haben Studien an Mäusen ergeben, über die englische Wissenschaftler jetzt in den Proceedings der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS) berichten (Band 99, Nr. 10, S. 6877).

Stx370-371.2002.7.1 (1 Seite)

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Genomische Instabilität

Schadwirkung der niedrigst möglichen Strahlendosis experimentell nachgewiesen. Englische Wissenschaftler aus Harwell (M. A. Kadhim und Kollegen) haben erstmals die biologische Schadwirkung von sogar einzelnen Alpha-Partikeln nachgewiesen (Radiat. Res. 155, 122-126 (2001)). Die Schadwirkung niedriger Dosen dichtionisierender Strahlung experimentell nachzuvollziehen war bislang wegen der zufälligen räumlichen Verteilung von Partikeln (Poisson-Verteilung) grundsätzlich schwierig. Kadhim und Kollegen ist es jetzt gelungen, die Wirkung der niedrigstmöglichen Zelldosis dichtionisierender Strahlung festzustellen, nämlich die eines einzelnen Partikels.

Stx338-339.2001.6.1 (1 Seite)

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Fehlbildungen

Erste deutsche Studie über angeborene Fehlbildungen in der Umgebung von Atomkraftwerken: Einfluß bayerischer Atomkraftwerke auf die Entstehung vermehrter Fehlbildungen nicht ausgeschlossen. Bereits im November 1995 erschien im Rahmen des Strahlenbiologischen Monitorings Bayern ein knapp 80seitiger Bericht über ein Forschungsprojekt, das am Institut für Strahlenhygiene (ISH) des Bundesamtes für Strahlenschutz koordiniert wurde. Unter dem Titel "Untersuchungen zur Häufigkeit kindlicher bösartiger Neubildungen und angeborener Fehlbildungen in der Umgenbung bayerischer kerntechnischer Anlagen" berichten die Autoren Fredericus van Santen, Cornelia Irl, Bernd Grosche und Angela Schoetzau über Hintergrund, Fragestellung und Konzeption sowie Ergebnisse einer epidemiologischen Studie in der Umgebung bayerischer Atomkraftwerke und in ausgesuchten Kontrollregionen. Dr. Wolfgang Hoffmann vom Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS) berichtete für das Strahlentelex.

Stx260-261.1997.1-3.3 (3 Seiten)

 

Genomische Instabilität

Genomische Instabilität durch niedrige Strahlendosen. Strahlenbiologen warnen vor dauerhafter Verseuchung des menschlichen Gen-Pools. Epidemiologische Studien an den Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki zeigen, daß die Menschen fünf Jahre nach den Atombombenabwürfen an Leukämien zu sterben begannen. Weitere 15 Jahre später hatten sich Krebserkrankungen der Lunge, der Brust und der Harnwege entwickelt. Man hat diese und andere Studien dazu benutzt, die Emissionen aus Nuklearanlagen auf ein Niveau zu beschränken, das die wissenschaftlich begründet prognostizierte Zahl von Todesfällen einigermaßen gering halten soll. Zur Zeit ist international verbreitet anerkannt, daß jeder aus der allgemeinen Bevölkerung zumindest nicht mehr als eine Strahlendosis von 1 Millisievert pro Jahr abbekommen sollte. Trotzdem hält das Mißtrauen gegen Strahlung und Atomindustrie in der Öffentlichkeit an. Nun kommen auch Strahlenbiologen zu dem Schluß, daß die Öffentlichkeit mit ihrem Mißtrauen gegen die bisherigen wissenschaftlichen Begründungen zulässiger Strahlendosen möglicherweise recht hatte. Sie haben einen vorher unbekannten Pfad entdeckt, wie Strahlung die Vitalität lebender Zellen unterminieren kann. Strahlung, sagen sie, verursacht möglicherweise ein sehr viel breiteres Spektrum von Krankheiten, als epidemiologische Studien vorhersagen. Auch Dosen unter 1 Millisievert pro Jahr könnten schädlich sein, und Tausende könnten dadurch verfrüht sterben. Das Schlimmste ist jedoch, daß die geringen Strahlendosen, denen Millionen Menschen ständig ausgesetzt sind, den menschlichen Gen-Pool vergiften und künftige Generationen schädigen könnten. "Das ist eine fürchterliche Vorstellung", sagt Eric Wright vom britischen Medizinischen Forschungsrat (MRC) in Harwell, Oxfordshire, Großbritannien. "Aber wir haben jeden Hinweis darauf, daß es tatsächlich sein könnte."

Stx264-265.1998.1-4.4 (4 Seiten)

 

Hormesis

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Hormesis

Hormesis-Ideologen wollen 100 Millisievert pro Jahr erlauben. Wissenschaftliche Belege sprechen dagegen. Es gibt immer wieder Versuche, Grenzwerte im Strahlenschutz heraufzusetzen. Am 16. Juni 2015 lud die Atomaufsicht der USA, die Nuclear Regulatory Commission (NRC), die Öffentlichkeit zur Stellungnahme zu drei bei ihr eingegangenen Petitionen ein, die nicht nur darauf abzielten, die zulässigen Dosen bedeutend zu erhöhen, sondern auch die theoretische Grundlage des bisherigen Strahlenschutzes zu verwerfen. Diese Grundlage ist das Linear-No-Threshold-Modell (LNT), dem zufolge jede Strahlendosis, selbst die Kleinste, das Potential für Gesundheitsschäden mit sich bringt. Der britische Strahlenbiologe Dr. Ian Fairlie ist der öffentlichen Einladung nachgekommen, die Petitionen zu kommentieren.

Stx704-705.2016.7-9.3 (3 Seiten)

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Hormesis

Strahlen-Hormesis und Dosisschwelle ohne Risiko – zwei hartnäckige Mythen. Von Rudi H. Nussbaum und Wolfgang Köhnlein. Rudi H. Nussbaum starb am 22. Juli 2011. Dieser im Jahre 2001 geschriebene Beitrag ist hier ihm zum Gedenken dokumentiert. Mittlerweile reflexartig tauchen nach nuklearen Katastrophen zwei Geister aus ihren Flaschen auf: Die nach Tschernobyl strapazierte „Radiophobie“, also die These, daß die beobachteten Gesundheitsprobleme keinesfalls auf die Strahlen, sondern lediglich auf die – unbegründeten – Ängste der Bevölkerung zurückzuführen sind, wird heute der japanischen Bevölkerung in einer überarbeiteten Form so nahebracht, daß Strahlen nur traurige Menschen krank machen. Der zweite Geist ist die Hormesis, also die These, daß niedrige Strahlendosen gesundheitsförderlich sind, ja, daß man krank würde, wenn man nicht genug Strahlen abbekommen würde. Der 92 Jahre alte T.D. Luckey ist heute einer der prominenten Vertreter dieser skurrilen Lehre. Er meint, so richtig gut ginge es uns erst bei 100 Millisievert pro Jahr. Er rechnet also damit, daß sich in Fukushima der Gesundheitszustand der Bevölkerung in nächster Zeit zügig verbessern wird. So ist es sinnvoll. das längst erledigt geglaubte Thema „Hormesis“ nochmals aufzugreifen.

Stx592-593.2011.9-11.3 (3 Seiten)

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Hormesis

"Strahlen-Hormesis": Eine pseudo-wissenschaftliche Fassade zum Propagieren heilsamer Strahlenwirkungen. Seit vielen Jahren wird die angeblich biopositive Wirkung ionisierender Strahlung benutzt, um niedrige Strahlenbelastungen zu verharmlosen und die Strahlenschutzgesetzgebung aufzuweichen. In Deutschland hat diese Vermutung, hauptsächlich durch die wissenschaftliche Unterstützung von Herrn Feinendegen, gleichfalls viele Freunde gefunden. Besonders die der Kernenergie nahe stehenden Kreise glauben, über die "Hormesis" einen Weg gefunden zu haben, mit dem sie auch den Gesetzgeber überzeugen können, daß die Strahlenschutzgesetze viel zu restriktiv sei, viel zu viel Steuermittel in unnötige Schutzmaßnahmen investiert würden und die zulässigen Strahlendosen für Nukleararbeiter und die Bevölkerung ohne Risiko heraufgesetzt werden könnten. Dadurch würde die Nuklearindustrie, aber auch der Steuerzahler, enorme Geldmittel einsparen. Dr. Rudi H. Nussbaum, emeritierter Professor der Physik und Umweltwissenschaften an der Portland State University in Oregon, USA, und Dr. Wolfgang Köhnlein, Professor für Strahlenbiologie und Biophysik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, halten dies für eine sehr nachteilige Entwicklung, zumal aus Kreisen der Radiologen Zustimmung zur Annahme einer ungefährlichen, ja sogar nützlichen Strahlendosis signalisiert werde.

Stx316-317.2000.2-4.3 (3 Seiten)

 

Hormesis

Unbegründete Hoffnungen auf nützliche Wirkungen kleiner Strahlenschäden. Mit Wehmut denkt man etwa in Oberschlema im Erzgebirge an die goldenen Zeiten vor dem Zweiten Weltkrieg zurück, als Kurswagen bis aus Paris dem einstmals berühmten Radiumbad Kurgäste brachten, die dort radiumhaltige Wässer trinken wollten. In der Folge des Uranbergbaus der Wismut Ag und damit verbundenen Grundwasserabsenkungen, sind die Quellen vewrsiegt. Die Suche nach neuen Einkommensquellen nach dem Zusammenbruch der DDR läßt nun im Ort die Idee keimen, Radiumwasser künstlich herzustellen. Auch in westlichen Radium- und Radonbädern wie Bad Kreuznach, Bad Münster, Bad Steben, Badgastein, Bad Hofgastein und Bad Zell empfindet man die aus der Erde kommende Radioaktivität als zu Unrecht verkannt. Daß kleine Strahlendosen positive Wirkungen haben, wird immer wieder hoffnungsvoll behauptet. Der Arzt und Strahlenbiologe Dr.med. Edmund Lengfelder, Professor am Strahlenbiologischen Institut der Universität München, hat sich dazu ausführlich geäußert.

Stx106-107.1991.4-7.4 (4 Seiten)

 

Krebs

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Krebs

Strahlenfolgen: KiKK-Folgestudie in den USA abgebrochen. Die US-Amerikanische Atom-Regulator-Kommission (NRC) hat eine Studie abgebrochen, die sie bei der Nationalen Akademie der Wissenschaften der USA (NAS) in Auftrag gegeben hatte. Die Studie sollte analog zur deutschen Kinderkrebsstudie (KiKK-Studie) herausfinden, ob die Zahl der Krebserkrankungen in der Nähe von Atomreaktoren auch in den USA erhöht ist.

Stx692-693.2015.10.1 (1 Seite)

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Krebs

Ionisierende Strahlung und Hautkrebs. Angesichts ständig steigender Hautkrebsraten in der Bevölkerung warnen Ärzte regelmäßig vor Sonnenbädern und Solarien. Ionisierende Strahlen sind bislang ein unbeachteter Risikofaktor. Ihr Beitrag muss jedoch als nennenswert angesehen werden, seitdem die große australische Studie an Patienten nach CT-Untersuchungen (Mathews et al. 2013) einen beachtlichen Anteil an malignen Melanomen gezeigt hat. Zahlreiche Befunde an beruflich strahlenexponierten Arbeitnehmern bestätigen die Strahlenempfindlichkeit der Haut. Von Inge Schmitz-Feuerhake

Stx658-659.2014.1-7.7(7 Seiten)

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Krebs

Strahleninduzierte Karzinome der Bauchspeicheldrüse. Zahlreiche Befunde nach Inkorporation von Alphastrahlen und aus dem Berufsmilieu zeigen, dass Pankreaskarzinome durch chronische Strahlenexposition sehr viel empfindlicher erzeugt werden, als aus den Daten der japanischen Atombombenüberlebenden gefolgert wurde. Die Bauchspeicheldrüse muss dringend in die Liste strahlenempfindlicher Organe für die Anerkennung von Berufskrankheiten aufgenommen werden. Von Inge Schmitz-Feuerhake

Stx610-611.2012.5-6.2 (2 Seiten)

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Krebs

Die Kenntnisse über Gesundheitsschäden durch Radioaktivität im Tabak wurden jahrzehntelang von der Industrie unterdrückt. Tabakkonzerne wußten mehr als 4 Jahrzehnte lang, daß Zigarettenrauch radioaktive Alphateilchen enthält und entwickelten ein „tiefes und intimes“ Wissen über das krebserregende Potential dieser Partikel, speziell Polonium-210. Dieses Wissen wurde aber mit Absicht vor der Öffentlichkeit geheimgehalten. Das zeigt eine Studie auf, die online im Magazin „Nicotine & Tobacco Research“, dem Studienjournal der „Society for Research on Nicotin and Tobacco“ veröffentlicht wurde. Die Autoren analysierten Dutzende von früher nicht untersuchten internen Dokumenten der Tabakindustrie, die im Jahre 1998 als Ergebnis einer juristischen Auseinandersetzung zugänglich wurden.

Stx604-605.2012.8.1 (1 Seite)

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Krebs

Krebshäufigkeit in Gegenden mit erhöhter natürlicher Hintergrundstrahlung. In einer kürzlich veröffentlichten epidemiologischen Studie aus China finden die Autoren keinen Zusammenhang zwischen Krebssterblichkeit (Mortalität) und natürlicher Hintergrundstrahlung. Auch eine Studie aus Kerala, Südindien, fand keinen Anstieg der Krebserkrankungshäufigkeit (Inzidenz) mit der Hintergrundstrahlung. Die vorliegende Reanalyse der Daten aus den beiden Studien ergibt jedoch genau das Gegenteil: einen signifikanten Anstieg der Krebsrate mit der Höhe der Hintergrundstrahlung. Von Dr. Alfred Körblein.

Stx604-605.2012.1-3.3 (3 Seiten)

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Krebs

An der Atomenergie festzuhalten ist leichtfertige Realitätsverweigerung. Die amerikanische Organisation Physicians for Social Responsibility (PSR), die sich auf den Schutz der öffentlichen Gesundheit verpflichtet hat, drängt auf die Abschaltung aller zur Zeit in den USA betriebenen Kernkraftwerke und fordert die Kongreßabgeordneten auf, die Subventionierung des Baus neuer Kernkraftwerke durch staatliche Bürgschaften für Kredite und Versicherungsprämien zu verweigern. Weshalb? Der emeritierte Professor für Physik und Umweltwissenschaft an der Portland State University in Oregon (USA) Rudi H. Nussbaum nennt die wissenschaftlichen und die Vernunftgründe für einen so kompromißlosen Standpunkt. Von Rudi H. Nussbaum.

Stx586-587.2011.4-5.2 (2 Seiten)

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Krebs

Vermehrte Einlagerungen von Strontium-90 aus dem Fallout der oberirdischen Atomwaffentests bei Krebstoten. Fallkontrollstudie anhand von Milchzähnen. 85.000 Milchzähne von Amerikanern, die in den Jahren der oberirdischen Atomwaffentests geboren wurden, erlauben durch Messungen der Rückstände von Strontium-90 (Sr-90) Aussagen zu den dadurch verursachten Gesundheitsschäden. Joseph Mangano und Janette Sherman vom Radiation and Public Health Project in New York analysierten mittels Flüssigkeits-Szintillationsspektrometrie 97 Milchzähne von zwischen 1959 und 1961 Geborenen, bei denen Krebs diagnostiziert worden war, sowie 194 Zähne einer entsprechenden Kontrollgruppe ohne Krebserkrankung. Der durchschnittliche Strontium-90-Gehalt in den Zähnen von Personen, die an Krebs verstarben, war signifikant mehr als zweifach höher als in der Kontrollgruppe (OR=2,22; p<0,04). Dieser Befund legt nahe, daß viele Tausende – wesentlich mehr als bisher angenommen – aufgrund ihrer Fallout-Exposition starben oder noch sterben werden, erklären die Autoren.

Stx576-577.2011.6.1 (1 Seite)

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Krebs

Gesundheitsschäden bei Kernkraftwerken: Epidemiologische Auffälligkeiten um Kernkraftwerke: Synoptische Analyse. Von Alfred Körblein. Seit Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie vor 3 Jahren wurden zwei weitere epidemiologische Studien veröffentlicht, eine zu Fehlbildungen bei Neugeborenen um Kernkraftwerke und eine zum Geschlechterverhältnis bei der Geburt um bayerische Kernkraftwerke. Beide Studien bestätigen die bei der KiKK Studie gefundene Abstandsabhängigkeit, wenn auch wegen kleiner Fallzahlen nicht alle Einzelbefunde statistisch signifikant sind. Eine gemeinsame Analyse der drei Datensätze mit einem nichtlinearen Abstandsmodell (Rayleighverteilung) ergibt eine hochsignifikante Abstandsabhängigkeit des Risikos mit einem Maximum des Effekts zwischen 3 und 5 Kilometern.

Stx576-577.2011.2-5.4 (4 Seiten)

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Krebs

Medizinische Strahlenbelastung: Prostatakrebs und diagnostisches Röntgen. Mitte der 1990er Jahre lösten Prostatakarzinome den Lungenkrebs in Deutschland als häufigste Krebserkrankung bei Männern ab. Die altersstandardisierte Erkrankungsrate hat zwischen 1980 und 2004 um etwa 150 Prozent zugenommen. Demgegenüber ist die Sterblichkeit (Mortalität) seit Mitte der 1990er Jahre rückläufig, erreicht jedoch im Vergleich zu anderen Ländern noch Spitzenwerte. Wegen des Rückgangs der Mortalität führt man den enormen Anstieg der Neuerkrankungsrate weitgehend auf den üblich gewordenen PSA-Test zurück, durch den noch latente Stadien früher oder überhaupt erkannt werden. Da jedoch auch in den Altersgruppen unter 50 Jahre ein deutlicher Anstieg der Neuerkrankungsrate zu verzeichnen ist und eine drastische Zunahme bereits vor den 1980er Jahren erfolgte, erscheint die Frage nach Risikofaktoren weiterhin vordringlich. Von Inge Schmitz-Feuerhake

Stx560-561.2010.1-3.3 (3 Seiten)

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Krebs

Kinder-Krebs um Atomkraftwerke: Leukämie bei Kindern unter 10 Jahren im Nahbereich der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague. Die Leukämierate bei Kindern in der Nähe von La Hague ist zwar dreifach erhöht, wegen kleiner Fallzahlen aber scheinbar nicht signifikant (Guizard et al. 2001). Weil alle Fälle Jungen betrafen, ist die Erhöhung jedoch für Jungen deutlich signifikant. Von Alfred Körblein.

Stx548-549.2009.5-6.2 (2 Seiten)

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Krebs

Kinderkrebs um Atomkraftwerke: SSK in Erklärungsnot. Die Mitglieder der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK) geben sich ahnungslos, woher die vermehrten Leukämieerkrankungen bei den Atomkraftwerken kommen mögen und sind auf der Suche nach dem „molekulargenetischen Faktor“ bei Krümmel, Sellafield und Dounray. Bericht von einem „Fachgespräch“ im Februar 2009 in Bonn. Von Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.

Stx532-533.2009.1-5.5 (5 Seiten)

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Krebs

Risiko durch Radon für Krebserkrankungen auch außerhalb der Lunge. Weitere Ergebnisse der deutschen Uranbergarbeiter-Kohortenstudie veröffentlicht. Mitarbeiter des Fachbereichs Strahlenschutz und Gesundheit des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Neuherberg bei München (Kreuzer, Walsh et al.) haben im November 2008 weitere Ergebnisse ihrer Uranbergarbeiter-Kohortenstudie veröffentlicht. Sie analysierten die Daten über die Krebssterblichkeit im Hinblick auf die Frage, ob das aus der Uranzerfallsreihe stammende radioaktive Edelgas Radon in der Umgebungsluft auch andere Krebserkrankungen als Lungenkrebs verursacht. Bericht und Kommentar von Thomas Dersee

Stx528-529.2009.3.1 (1 Seite)

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Krebs

Neue ökologische Studien zu Leukämien bei Kleinkindern um Kernkraftwerke. Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie (Kaatsch et al.), einer aufwändigen Fall-Kontrollstudie, wurde kürzlich im deutschen Ärzteblatt (2008; 105(42):725-32) ergänzend dazu eine neue ökologische Studie von Kaatsch et al. veröffentlicht, in welcher die Leukämiefälle auf Gemeindeebene ausgewertet werden. Dabei zeigte sich, daß die Leukämieinzidenz bei Kleinkindern im Studiengebiet fast exakt mit der Inzidenz im gesamten Bundesgebiet übereinstimmt. Verwiesen wird neuerdings auch auf eine Studie aus England (Bithell, Keegan et al. Okt. 2008), die im Gegensatz zur KiKK-Studie keine Erhöhung im Nahbereich von dortigen Kernkraftwerken ergeben haben soll. Auch in Frankreich wurde kürzlich eine ökologische Studie (Laurier, Hémon et al. Sept. 2008) durchgeführt, die Leukämien bei Kleinkindern in der Umgebung aller 19 Standorte von französischen Kernkraftwerken untersuchte. Eine Bewertung durch Dr. Alfred Körblein.

Stx528-529.2009.1-2.2 (2 Seiten)

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Krebs

Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Strahlenrisiken sind wissenschaftlich nachweisbar, von denen sich behördliche Kalkulationen nichts träumen lassen. Evidenz – Kontroverse – Konsequenz: Umweltmedizin-Symposion der Gesellschaft für Strahlenschutz vom 28. September 2008 in Berlin. Die Kinderkrebsstudie des Kinderkrebsregisters in Mainz (KiKK-Studie) alarmierte zum Jahreswechsel 2007/2008 mit dem Nachweis, daß das Erkrankungsrisiko für Leukämie und andere Krebserkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren zunimmt, je näher sie bei einem der deutschen Kernkraftwerke leben. Gegenstand eines am 28. September 2008 von der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. und mit Unterstützung des Instituts für Humangenetik der Charité auf dem Campus des Virchow Klinikums in Berlin veranstalteten umweltmedizinischen Symposions waren die Hintergründe der Studie und die Kontroversen über die Bewertung der Ergebnisse. Der wissenschaftliche Kontext, die von der Studie unbefriedigend behandelten Fragen und die Schwierigkeiten, aus den Ergebnissen epidemiologischer Studien angemessene wissenschaftliche, politische, wirtschaftliche und humanitäre Konsequenzen zu ziehen, wurden beleuchtet. Es ging konkret um die Frage, ob die bisher geübte Praxis, ionisierende Strahlen als mögliche Krankheitsverursacher grundsätzlich auszuschließen, weil die errechnete Strahlendosis und das angenommene Strahlenrisiko zu gering seien, um die beobachtete Zunahme der Krankheitsfälle zu erklären, angesichts der Faktenlage noch gerechtfertigt werden kann. Tatsächlich erweist sich bei näherer Betrachtung nicht nur die Strahlendosis als nach amtlicher Vorschrift generell falsch errechnet, sondern auch das zum Ausschluß verwendete Strahlenrisiko: Sowohl das Lebensalter bei der Bestrahlung, als auch die spezifische Art und Energie der Bestrahlung, deren spezifische „relative biological effectiveness“, bleiben bisher unberücksichtigt. Diese Daten sind auch bisher weitgehend unbekannt oder unpubliziert und würden das ganze heutige Gedankengebäude des amtlichen Strahlenschutzes zum Einsturz bringen. Welche Erkenntnisse sich wann und wie durchsetzen, wird schlicht von Lobbyinteressen bestimmt. Diese Erkenntnis konnten die Teilnehmer eines Symposions Umweltmedizin am 28. September 2008 in Berlin gewinnen, aber nicht nur das. Tagungsreader_Berlin_2008.

Stx522-523.2008.1-7.7 (7 Seiten)

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Krebs

Medizinische Strahlenbelastung: Erhöhtes Risiko für Prostatakrebs nach Röntgenuntersuchungen. Belastungen mit ionisierender Strahlung sind ein Risikofaktor für viele Krebsarten. Englische Wissenschaftler unter der Federführung von Kenneth Muir von der Abteilung für Epidemiology and Public Health der University of Nottingham Medical School, veröffentlichten jetzt im British Journal of Cancer die Ergebnisse ihrer Untersuchung über das Risiko, nach Röntgenuntersuchungen an Prostatakrebs zu erkranken. Dabei ergaben sich für Röntgenuntersuchungen des Darms und für das Röntgen der Hüfte signifikant vermehrte, mehr als doppelt so viele Prostatakrebsfälle. Für Patienten aus Familien mit gehäuft auftretenden Krebserkrankungen und Röntgenuntersuchungen der Hüfte zehn oder zwanzig Jahre zuvor, ist das Risiko deutlich noch weiter erhöht.

Stx518-519.2008.2.1 (1 Seite)

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Krebs

Medizinische Strahlenbelastung: Spätschäden durch Therapie mit Radium-224 bei Morbus Bechterew. Wissenschaftler vom Institut für Strahlenbiologie des Helmholtz-Zentrums München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt in Neuherberg, haben im Rahmen einer epidemiologischen Studie „ein ungünstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis“ für die bei Morbus-Bechterew-Patienten eingesetzte Radium-224-Therapie festgestellt. Das berichteten sie im April 2008 in der Zeitschrift Rheumatology (R. R. Wick et al. 2008).

Stx516-517.2008.5.1 (1 Seite)

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Krebs

Strahlenbiologie: Für Auger-Elektronen aussendende Radioisotope lassen sich keine Werte für die dosisabhängige relative biologische Wirksamkeit (RBW-Werte) angeben. Das Bild von sogenannten Auger-Elektronen emittierenden Radioisotopen in der Strahlenbiologie beginnt sich zu wandeln und in jedem Fall zu differenzieren. Wegen unerwarteter experimenteller Ergebnisse ließen sich keine Werte für das Konzept der dosisbasierten relativen biologischen Wirksamkeit (RBW-Werte) bestimmen. Derartige Angaben müssen nun mit großem Vorbehalt betrachtet werden. Das erklären die Autoren des im Mai 2008 in der Schriftenreihe Reaktorsicherheit und Strahlenschutz des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit veröffentlichten Abschlußberichtes (BMU-2008-712) über „Untersuchungen der Auger-Emitter abhängigen biologischen Wirksamkeit zur Ermittlung des Strahlungs-Wichtungsfaktors für Auger-Elektronen“ am Forschungszentrum Jülich. (F.A.H. Schneeweiss, A. Turtoi, E. Pomplun, G. Sutmann, 2008)

Stx514-515.2008.2-3.2 (2 Seiten)

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Krebs

Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken: Was einen KKW-Schornstein so interessant macht. Von Sebastian Pflugbeil. In der KiKK-Studie wird untersucht, ob Krebs und Leukämie bei Kindern unter 5 Jahren umso häufiger vorkommen, je näher sie am nächstgelegenen Kernkraftwerks-Schornstein wohnen. Was ist das Besondere an einem KKW-Schornstein?

Stx508-509.2008.4.1 (1 Seite)

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Krebs

Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken: Dekontamination eines Studienergebnisses. Von Sebastian Pflugbeil. Zu den Absonderlichkeiten in der Diskussion um die Fall-Kontroll-Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der Umgebung der deutschen Kernkraftwerke (KiKK-Studie, vergl. Strahlentelex 504-505 vom 10.01. 2008) gehört die Vergesslichkeit der Autoren bezüglich des eigentlichen Anliegens der Studie. Sowohl in der Zusammenfassung des Abschlußberichtes als auch in zahlreichen Interviews wird von ihnen der Eindruck erweckt, dass man nichts über die Ursache des gefundenen Effektes sagen könne und dass insbesondere „die von deutschen Kernkraftwerken im Normalbetrieb emittierte ionisierende Strahlung grundsätzlich nicht als Ursache interpretiert werden kann“ (Abschlußbericht Seite XI). Dieser Eindruck, der von den Medien flächendeckend verbreitet und auch im politischen Raum dankbar aufgegriffen wurde, geht so gravierend an den tatsächlichen Ergebnissen der Studie vorbei, dass diese Vernebelung hier dokumentiert und ihr entschieden widersprochen werden soll.

Stx508-509.2008.2-3.2 (2 Seiten)

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Krebs

Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken: Leukämieclustern auf der Spur - Entenjagd in der Umgebung der neuen Kinderkrebsstudie des Mainzer Kinderkrebsregisters. Im Zusammenhang mit der Untersuchung der Frage, ob im Umkreis kerntechnischer Anlagen vermehrt Kinderkrebs und Leukämie auftreten, begegnen wir auch in der aktuellen Diskussion um die neue Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters (KiKK-Studie) der Behauptung, es gäbe viele Cluster solcher Erkrankungen – auch dort, wo es keine Kernkraftwerke (KKW) gibt oder erst Planungen für solche Anlagen vorliegen. Hier liegt gleich eine doppelte Irreführung vor. Ein Bericht von Sebastian Pflugbeil.

Stx508-509.2008.1-2.2 (2 Seiten)

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Krebs

Epidemiologie: Eine Täuschung der Bevölkerung. Atomkraftwerke machen krank. Die methodisch derzeit weltbeste epidemiologische Studie, erarbeitet beim Mainzer Kinderkrebsregister, weist ein um so höheres Krebsrisiko für kleine Kinder nach, je näher sie bei einem Atomkraftwerk leben und aufwachsen. Nachgewiesen ist das für eine Entfernung bis 50 Kilometer. Geredet wurde dagegen nur von 5 Kilometern. (KiKK-Studie, Peter Kaatsch et al.)

Stx504-505.2008.1-6.6 (6 Seiten)

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Krebs

Partikelförmiges abgereichertes Uran ist für menschliche Lungenzellen zytotoxisch und verursacht Chromosomenbrüche. Abgereichertes Uran (DU) wird häufig in militärischen Waffen und Munition eingesetzt. Deshalb sind ihm Soldaten und unbeteiligte Zivilisten vermutlich häufig und weiträumig ausgesetzt. DU wird zwar für ein menschliches Karzinogen gehalten, das die Bronchialzellen der Lunge angreift, Untersuchungen darüber gibt es aber kaum. Sandra S. Wise vom Wise Laboratory of Environmental and Genetic Toxicology der University of Southern Maine in Portland (USA) und Kollegen haben deshalb die Zytotoxizität und die Chromosomenbrüche verursachenden (klastogenen) Eigenschaften von sowohl partikelförmigem (wasserunlöslichem) und wasserlöslichem DU in menschlichen bronchialen Fibroblasten (WTHBF-6-Zellen) bestimmt.

Stx492-493.2007.4.1 (1 Seite)

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Krebs

Medizinische Strahlenbelastung: Neue Auswertung der Thorotrast-Studie zeigt ein noch höheres Sterberisiko durch Thorium-232 als bisher angenommen. Das Referat Reaktorsicherheit im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat jetzt eine weitere Auswertung im Rahmen der sogenannten Deutschen Thorotraststudie veröffentlicht, die von Mitarbeitern des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg (N. Becker et al. 2006) durchgeführt wurde und die Nachbeobachtung der Studienteilnehmer bis zum 30. Juni 2004 fortführt. Außerdem wurden die Todesursachen erstmals mit denen in der Allgemeinbevölkerung verglichen. Demnach ist die Sterblichkeit (Mortalität) sowohl in der Thorotrast-exponierten Gruppe als auch in der internen Vergleichsgruppe signifikant erhöht. Von der Erhöhung sind demnach in beiden Gruppen eine Vielzahl von Todesursachengruppen und Einzeltodesursachen betroffen, einschließlich der für die gegebene Strahlenexposition besonders relevanten Krebsarten (Krebs insgesamt, Leberkrebs). Die gefundene erhöhte Sterblichkeit ist den Autoren zufolge zwar konsistent mit den in früheren Auswertungen auf der Basis interner Vergleiche errechneten Risikoerhöhungen, doch liegen die jetzt vorliegenden Schätzungen zum Teil höher, wird erklärt.

Stx474-475.2006.2,3.2 (2 Seiten)

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Krebs

Hoden- und Hauttumoren bei Radarsoldaten. Die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt den ärztlichen Direktor der II. Klinik für Innere Medizin am Universitätsklinikum Jena, Professor Dr. med. Klaus Höffken, um eine Stellungnahme zu der Frage gebeten, ob die Entstehung von Haut- und Hodentumoren auf die Röntgenstörstrahlung von Radargeräten zurückgehen könnte. Das Gutachten wurde schon am 19. März 2004 vorgelegt, aber weder publiziert noch von den zuständigen Behörden inhaltlich berücksichtigt. Wir referieren die wesentlichen Aussagen.

Stx452-453.2005.5-6.2 (2 Seiten)

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Krebs

Lungenkrebs durch Radon in Wohnräumen. Europaweite Studie veröffentlicht. Mit steigender Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen nimmt das Risiko einer Lungenkrebserkrankung zu. Das belegt eine europaweit unter der Federführung von Sarah Darby, Professorin für Medizinische Statistik in Oxford, durchgeführte Studie, die von der Europäischen Kommission gefördert und am 29. Januar 2005 im British Medical Journal veröffentlicht wurde. Das Institut für Epidemiologie der GSF und der Fachbereich Strahlenschutz und Gesundheit des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), waren an dieser größten epidemiologischen Studie zu Lungenkrebs und Radon in Aufenthaltsräumen beteiligt.

Stx436-437.2005.3,4.2 (2 Seiten)

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Krebs

Medizinische Strahlenbelastung: Brustkrebs unter Röntgenassistentinnen. Eine auf das Dreifache erhöhte Sterblichkeit an Brustkrebs bei Frauen, die vor 1940 als Radiologisch-Technische Assistentinnen zu arbeiten begonnen hatten, stellten Wissenschaftler der amerikanischen Food and Drug Administration und des National Cancer Institut in Bethesda/USA (Aparna K. Mohan, Michael Hauptmann, Martha S. Linet, Elaine Ron, Jay H. Lubin, D. Michael Freedman, Bruce H. Alexander, John D. Boice Jr., Michele Morin Doody, Genevieve M. Matanoski) für das Jahr 1997 unter 69.525 Frauen fest, die zwischen 1926 und 1982 ihre Assistentinnen-Ausbildung abgeschlossen hatten – verglichen mit denen, die 1960 und später mit ihrer Tätigkeit begonnen hatten.

Stx422-423.2004.3.1 (1 Seite)

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Krebs

Medizinische Strahlenbelastung: Brustkrebssterblichkeit nach diagnostischem Röntgen. Ergebnisse der U.S. Skoliose-Kohortenstudie. Eine Pilotstudie mit 1.030 Frauen mit einer Wachstumsdeformität der Wirbelsäule (Skoliose) und Strahlenbelastungen infolge entsprechender diagnostischer Röntgenaufnahmen zeigte ein etwa zweifach statistisch signifikant erhöhtes Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Das berichteten Wissenschaftler des National Cancer Institute in Bethesda/USA bereits im August 2000 in der internationalen Orthopädie-Zeitschrift Spine (Michele Morin Doody, John E. Lonstein, Marylin Stovall, David G. Hacker, Nickolas Luckyanov, Charles E. Land).

Stx422-423.2004.2,3.2 (2 Seiten)

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Krebs

Kinderkrebs: Fernsehjournalisten finden in Großbritannien erneut eine Häufung von Kinderkrebs und Leukämie, die schlimmer ist als in Seascale. 1983 hatte ein Fernsehprogramm von Yorkshire Television die Existenz der heute berüchtigten Häufung von Kinderleukämie in Seascale bei Sellafield, der britischen nuklearen Wiederaufbereitungsanlage an der Irischen See, enthüllt. Jetzt haben Journalisten des Senders HTV eine weitere Häufung in der Gegend der radioaktiv verseuchten Menai Strait gefunden, einer Meeresenge zwischen der Insel Anglesey und Nord-Wales, ebenfalls an der Irischen See, südwestlich von Liverpool gelegen. Dieses neue Cluster ist noch bedeutender als das von Seascale, seine statistische Stärke ist wesentlich größer. HTV hat die betroffenen Kinder identifiziert und sie und ihre Eltern in einem Dokumentarfilm vorgestellt, der auf dem Fernsehkanal S4C am 10. Februar 2004 in walisischer Sprache lief. Dr. Chris Busby von der britischen Organisation Green Audit hat die Rohdaten des Fernsehsenders analysiert.

Stx412-413.2004.3.1 (1 Seite)

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Krebs

Höhenstrahlung: Fünffach erhöhtes Brustkrebsrisiko für Stewardessen. Stewardessen, die mindestens fünf Jahre lang ihren Beruf ausgeübt haben, weisen einer isländischen Studie zufolge ein fünffach erhöhtes Risiko auf, an Brustkrebs zu erkranken. Dr. V. Rafnsson und Kollegen vom Department of Preventive Medicine in Reykjavik hatten unter 1.532 Stewardessen 35 Frauen ausgewählt, die an Brustkrebs erkrankt waren. Außerdem wählten sie 140 gesunde Stewardessen als Kontrollpersonen aus, deren Lebensalter und reproduktive Daten laut Krankenakten denen der Patientinnen entsprachen. Es zeigte sich, daß ein fünffach erhöhtes Brustkrebsrisiko bestand, wenn die Frauen mindestens fünf Jahre lang als Stewardessen gearbeitet hatten, im Vergleich zu solchen mit einer Arbeitsdauer von weniger als fünf Jahren.

Stx406-407.2003.7.1 (1 Seite)

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Krebs

Biologische Strahlenwirkung: Die mutagene und kanzerogene Wirkung dichtionisierender Strahlung wird unterschätzt. von Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein.

Stx260-261.1997.4,5.2 (2 Seiten)

 

Krebs

Weltkonferenz über Brustkrebs: Brustkrebserkrankungen nehmen weltweit immer stärker zu. Vom 13. bis 17. Juli 1997 fand in Kingston/Kanada eine "Weltkonferenz über Brustkrebs" mit dem Untertitel "Brecht das Schweigen - stoppt die Epidemie: die Türen für einen weltweiten Dialog müssen geöffnet werden" statt. Veranstalterinnen waren ein örtliches Frauenkomitee und die Women's Environment and Development Organization (WEDO), die 1990 als internationale Umweltschutzgruppe von der ehemaligen amerikanischen Kongreßabgeordneten Bella Abzug gegründet wurde. Als Ziel der Konferenz wurde nicht weniger angestrebt, als ein Aktionsplan zur Beseitigung der Krankheit zu entwickeln, der den Vereinten Nationen und der Weltgesundheitsorganisation vorgelegt werden soll. Ein Kongreßbericht von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake. Mit 1 Kartenabbildung.

Stx254-255.1997.1-3.3 (3 Seiten)

 

Krebs

Tumor-Risiko für Kinderaugen. Auffallend häufig - laut Statistik zwanzigmal öfter als andernorts bei gleicher Einwohnerzahl - tritt in der Region Seascale/Sellafield in England Netzhautkrebs (Retinoblastom) auf. Bisher war es nur ein Verdacht. 1994 wurden neue Krankheitsfälle in England bekannt, die mit dem Umweltskandal in Zusammenhang gebracht werden, der vor mehr als 30 Jahren im Kernkraftwerk "Windscale", heute "Sellafield" genannt, nahe dem Küstendorf Seascale geschah. Das berichtet der Augenarzt Dr.med. Georg Mehrle, Pressesprecher des Berufsverbandes der Augenärzte (BVA) in Düsseldorf, anhand von Aussagen von Priv.-Doz. Dr. Heinrich Gerding von der Universitäts-Augenklinik in Münster.

Stx170-171.1994.3,4.2 (2 Seiten)

 

Krebs

USA. Leber- und Knochenkrebs durch Plutonium. Plutonium-239 und andere Radionuklide bekommen weder Hunden noch Mäusen. Das sind Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern der Universität Utah in Salt Lake City (USA), die 1993 veröffentlicht wurden.

Stx154-155.1993.6.1 (1 Seite)

 

Leukämie

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Leukämie

Auch die Chronisch Lymphatische Leukämie (CLL) ist inzwischen als Berufskrankheit anerkannt. Der Mythos, die Chronisch Lymphatische Leukämie (CLL) sei nicht durch Strahlung hervorrufbar, war nicht belegt, wurde seit langem angegriffen und hatte sich trotzdem lange gehalten. Einem Erlaß des Department of Health and Human Services vom 12. März 2012 zufolge ist die CLL jedoch inzwischen auch in den USA als Berufskrankheit anerkannt. Zuvor war das auch in Deutschland im Oktober 2011 durch das zuständige Bundesministerium für Arbeit und Soziales geschehen. Allerdings wurde die CLL hier unter die Rubrik Strahlenempfindlichkeit „Niedrig“ eingestuft. Das jedoch ist Unsinn, denn die CLL wurde ja speziell im Berufsmilieu auffällig.

Stx626-627.2013.4.1 (1 Seite)

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Leukämie

An der Atomenergie festzuhalten ist leichtfertige Realitätsverweigerung. Die amerikanische Organisation Physicians for Social Responsibility (PSR), die sich auf den Schutz der öffentlichen Gesundheit verpflichtet hat, drängt auf die Abschaltung aller zur Zeit in den USA betriebenen Kernkraftwerke und fordert die Kongreßabgeordneten auf, die Subventionierung des Baus neuer Kernkraftwerke durch staatliche Bürgschaften für Kredite und Versicherungsprämien zu verweigern. Weshalb? Der emeritierte Professor für Physik und Umweltwissenschaft an der Portland State University in Oregon (USA) Rudi H. Nussbaum nennt die wissenschaftlichen und die Vernunftgründe für einen so kompromißlosen Standpunkt. Von Rudi H. Nussbaum.

Stx586-587.2011.4-5.2 (2 Seiten)

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Leukämie

Chronisch Lymphatische Leukämie: Die USA wollen nun auch die CLL als strahlenverursachte Berufskrankheit anerkennen. Das US-amerikanische Department of Health and Human Services (HHS) schlägt vor, auch die Chronische Lymphatische Leukämie (CLL) als strahlenverursachte Krebserkrankung im Rahmen der Verfahren zur Anerkennung von Berufskrankheit  anzuerkennen. Den bisher gültigen Leitlinien zufolge gelten alle Krebsarten außer der CLL als potenziell durch Strahlung verursacht. Das HHS schlägt nun vor, den bisherigen Ausschluß der CLL zu revidieren. Das gab das US-amerikanische Institut für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (NIOSH, Az. 209), am 21. März 2011 bekannt.

Stx584-585.2011.10.1 (1 Seite)

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Leukämie

Gesundheitsschäden bei Kernkraftwerken: Epidemiologische Auffälligkeiten um Kernkraftwerke: Synoptische Analyse. Von Alfred Körblein. Seit Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie vor 3 Jahren wurden zwei weitere epidemiologische Studien veröffentlicht, eine zu Fehlbildungen bei Neugeborenen um Kernkraftwerke und eine zum Geschlechterverhältnis bei der Geburt um bayerische Kernkraftwerke. Beide Studien bestätigen die bei der KiKK Studie gefundene Abstandsabhängigkeit, wenn auch wegen kleiner Fallzahlen nicht alle Einzelbefunde statistisch signifikant sind. Eine gemeinsame Analyse der drei Datensätze mit einem nichtlinearen Abstandsmodell (Rayleighverteilung) ergibt eine hochsignifikante Abstandsabhängigkeit des Risikos mit einem Maximum des Effekts zwischen 3 und 5 Kilometern.

Stx576-577.2011.2-5.4 (4 Seiten)

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Leukämie

Kinder-Krebs um Atomkraftwerke: Leukämie bei Kindern unter 10 Jahren im Nahbereich der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague. Die Leukämierate bei Kindern in der Nähe von La Hague ist zwar dreifach erhöht, wegen kleiner Fallzahlen aber scheinbar nicht signifikant (Guizard et al. 2001). Weil alle Fälle Jungen betrafen, ist die Erhöhung jedoch für Jungen deutlich signifikant. Von Alfred Körblein.

Stx548-549.2009.5-6.2 (2 Seiten)

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Leukämie

Kinderkrebs um Atomkraftwerke: „Das Ergebnis der KiKK-Studie verlangt eine kritische Überprüfung der Annahmen und Modelle des Strahlenschutzes“. Eine ausführliche Darstellung und Betrachtungen zur Bedeutung der Fall-Kontrollstudie des Mainzer Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken in Deutschland (KiKK-Studie von Ende 2007 hat jetzt Rudi H. Nussbaum, emeritierter Professor der Physik an der Portland State University in Oregon (USA), in der Juli/September-Ausgabe 2009 des International Journal of Occupational and Environmental Health veröffentlicht. Nussbaum stellt die Studie im Kontext anderer aktueller wissenschaftlicher Arbeiten dar und befaßt sich ausführlich mit der unverständlichen Schlußfolgerung der Autoren der KiKK-Studie (Kaatsch, Spix, Schmiedel, Schulze-Rath, Mergenthaler und Blettner), daß Radioaktivität als Ursache für die vermehrten Krebserkrankungen von Kindern in der Umgebung von Atomkraftwerken grundsätzlich auszuschließen sei. „Diese nicht gerechtfertigte Schlußfolgerung illustriert die Dissonanz zwischen Annahmen und Beweisen“, kommentiert Nussbaum und rügt, daß der „gegenwärtige Kenntnisstand der Radiobiologie“ in seiner am weitesten verbreiteten Version eine ganze Reihe radiobiologischer und dosimetrischer Faktoren nicht zur Kenntnis nimmt.

Stx544-545.2009.2-3.2 (2 Seiten)

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Leukämie

Kinderkrebs um Atomkraftwerke: SSK in Erklärungsnot. Die Mitglieder der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK) geben sich ahnungslos, woher die vermehrten Leukämieerkrankungen bei den Atomkraftwerken kommen mögen und sind auf der Suche nach dem „molekulargenetischen Faktor“ bei Krümmel, Sellafield und Dounray. Bericht von einem „Fachgespräch“ im Februar 2009 in Bonn. Von Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.

Stx532-533.2009.1-5.5 (5 Seiten)

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Leukämie

Neue ökologische Studien zu Leukämien bei Kleinkindern um Kernkraftwerke. Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie (Kaatsch et al.), einer aufwändigen Fall-Kontrollstudie, wurde kürzlich im deutschen Ärzteblatt (2008; 105(42):725-32) ergänzend dazu eine neue ökologische Studie von Kaatsch et al. veröffentlicht, in welcher die Leukämiefälle auf Gemeindeebene ausgewertet werden. Dabei zeigte sich, daß die Leukämieinzidenz bei Kleinkindern im Studiengebiet fast exakt mit der Inzidenz im gesamten Bundesgebiet übereinstimmt. Verwiesen wird neuerdings auch auf eine Studie aus England (Bithell, Keegan et al. Okt. 2008), die im Gegensatz zur KiKK-Studie keine Erhöhung im Nahbereich von dortigen Kernkraftwerken ergeben haben soll. Auch in Frankreich wurde kürzlich eine ökologische Studie (Laurier, Hémon et al. Sept. 2008) durchgeführt, die Leukämien bei Kleinkindern in der Umgebung aller 19 Standorte von französischen Kernkraftwerken untersuchte. Eine Bewertung durch Dr. Alfred Körblein.

Stx528-529.2009.1-2.2 (2 Seiten)

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Leukämie

Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Strahlenrisiken sind wissenschaftlich nachweisbar, von denen sich behördliche Kalkulationen nichts träumen lassen. Evidenz – Kontroverse – Konsequenz: Umweltmedizin-Symposion der Gesellschaft für Strahlenschutz vom 28. September 2008 in Berlin. Die Kinderkrebsstudie des Kinderkrebsregisters in Mainz (KiKK-Studie) alarmierte zum Jahreswechsel 2007/2008 mit dem Nachweis, daß das Erkrankungsrisiko für Leukämie und andere Krebserkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren zunimmt, je näher sie bei einem der deutschen Kernkraftwerke leben. Gegenstand eines am 28. September 2008 von der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. und mit Unterstützung des Instituts für Humangenetik der Charité auf dem Campus des Virchow Klinikums in Berlin veranstalteten umweltmedizinischen Symposions waren die Hintergründe der Studie und die Kontroversen über die Bewertung der Ergebnisse. Der wissenschaftliche Kontext, die von der Studie unbefriedigend behandelten Fragen und die Schwierigkeiten, aus den Ergebnissen epidemiologischer Studien angemessene wissenschaftliche, politische, wirtschaftliche und humanitäre Konsequenzen zu ziehen, wurden beleuchtet. Es ging konkret um die Frage, ob die bisher geübte Praxis, ionisierende Strahlen als mögliche Krankheitsverursacher grundsätzlich auszuschließen, weil die errechnete Strahlendosis und das angenommene Strahlenrisiko zu gering seien, um die beobachtete Zunahme der Krankheitsfälle zu erklären, angesichts der Faktenlage noch gerechtfertigt werden kann. Tatsächlich erweist sich bei näherer Betrachtung nicht nur die Strahlendosis als nach amtlicher Vorschrift generell falsch errechnet, sondern auch das zum Ausschluß verwendete Strahlenrisiko: Sowohl das Lebensalter bei der Bestrahlung, als auch die spezifische Art und Energie der Bestrahlung, deren spezifische „relative biological effectiveness“, bleiben bisher unberücksichtigt. Diese Daten sind auch bisher weitgehend unbekannt oder unpubliziert und würden das ganze heutige Gedankengebäude des amtlichen Strahlenschutzes zum Einsturz bringen. Welche Erkenntnisse sich wann und wie durchsetzen, wird schlicht von Lobbyinteressen bestimmt. Diese Erkenntnis konnten die Teilnehmer eines Symposions Umweltmedizin am 28. September 2008 in Berlin gewinnen, aber nicht nur das. Tagungsreader_Berlin_2008.

Stx522-523.2008.1-7.7 (7 Seiten)

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Leukämie

Medizinische Strahlenbelastung: Spätschäden durch Therapie mit Radium-224 bei Morbus Bechterew. Wissenschaftler vom Institut für Strahlenbiologie des Helmholtz-Zentrums München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt in Neuherberg, haben im Rahmen einer epidemiologischen Studie „ein ungünstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis“ für die bei Morbus-Bechterew-Patienten eingesetzte Radium-224-Therapie festgestellt. Das berichteten sie im April 2008 in der Zeitschrift Rheumatology (R. R. Wick et al. 2008).

Stx516-517.2008.5.1 (1 Seite)

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Leukämie

Epidemiologie: Leukämien bei Kindern in der Umgebung von Tschernobyl. Reanalyse einer offiziellen deutschen Studie. Von Alfred Körblein. In der Diskussion um die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der Studie zu Kinderkrebs um deutsche Kernkraftwerke (KiKK-Studie) wird argumentiert, dass nach Tschernobyl keine erhöhte Leukämierate in den an den Unglücksreaktor angrenzenden Regionen Weißrusslands, der Ukraine und Russlands beobachtet worden sei. Das habe eine vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderte Studie ergeben. Nach Durchsicht des Berichts kommt Körblein zu dem Ergebnis, dass man aus den Zahlen auch andere Schlüsse ziehen kann. Besonders auffällig ist eine signifikante Erhöhung der Leukämierate bei Jungen im Jahr 1987, dem Jahr nach Tschernobyl. – Mit einem Kommentar von Sebastian Pflugbeil.

Stx508-509.2008.4-6.3 (3 Seiten)

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Leukämie

Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken: Was einen KKW-Schornstein so interessant macht. Von Sebastian Pflugbeil. In der KiKK-Studie wird untersucht, ob Krebs und Leukämie bei Kindern unter 5 Jahren umso häufiger vorkommen, je näher sie am nächstgelegenen Kernkraftwerks-Schornstein wohnen. Was ist das Besondere an einem KKW-Schornstein?

Stx508-509.2008.4.1 (1 Seite)

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Leukämie

Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken: Dekontamination eines Studienergebnisses. Von Sebastian Pflugbeil. Zu den Absonderlichkeiten in der Diskussion um die Fall-Kontroll-Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der Umgebung der deutschen Kernkraftwerke (KiKK-Studie, vergl. Strahlentelex 504-505 vom 10.01. 2008) gehört die Vergesslichkeit der Autoren bezüglich des eigentlichen Anliegens der Studie. Sowohl in der Zusammenfassung des Abschlußberichtes als auch in zahlreichen Interviews wird von ihnen der Eindruck erweckt, dass man nichts über die Ursache des gefundenen Effektes sagen könne und dass insbesondere „die von deutschen Kernkraftwerken im Normalbetrieb emittierte ionisierende Strahlung grundsätzlich nicht als Ursache interpretiert werden kann“ (Abschlußbericht Seite XI). Dieser Eindruck, der von den Medien flächendeckend verbreitet und auch im politischen Raum dankbar aufgegriffen wurde, geht so gravierend an den tatsächlichen Ergebnissen der Studie vorbei, dass diese Vernebelung hier dokumentiert und ihr entschieden widersprochen werden soll.

Stx508-509.2008.2-3.2 (2 Seiten)

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Leukämie

Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken: Leukämieclustern auf der Spur - Entenjagd in der Umgebung der neuen Kinderkrebsstudie des Mainzer Kinderkrebsregisters. Im Zusammenhang mit der Untersuchung der Frage, ob im Umkreis kerntechnischer Anlagen vermehrt Kinderkrebs und Leukämie auftreten, begegnen wir auch in der aktuellen Diskussion um die neue Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters (KiKK-Studie) der Behauptung, es gäbe viele Cluster solcher Erkrankungen – auch dort, wo es keine Kernkraftwerke (KKW) gibt oder erst Planungen für solche Anlagen vorliegen. Hier liegt gleich eine doppelte Irreführung vor. Ein Bericht von Sebastian Pflugbeil.

Stx508-509.2008.1-2.2 (2 Seiten)

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Leukämie

Epidemiologie: Eine Täuschung der Bevölkerung. Atomkraftwerke machen krank. Die methodisch derzeit weltbeste epidemiologische Studie, erarbeitet beim Mainzer Kinderkrebsregister, weist ein um so höheres Krebsrisiko für kleine Kinder nach, je näher sie bei einem Atomkraftwerk leben und aufwachsen. Nachgewiesen ist das für eine Entfernung bis 50 Kilometer. Geredet wurde dagegen nur von 5 Kilometern. (KiKK-Studie, Peter Kaatsch et al.)

Stx504-505.2008.1-6.6 (6 Seiten)

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Leukämie

Berufliche Strahlenbelastung: Die Strahleninduzierbarkeit der Chronisch Lymphatischen Leukämie (CLL). Oft wird heute noch die Auffassung vertreten, daß die Chronisch Lymphatische Leukämie (CLL) nicht durch ionisierende Strahlung auslösbar sei. Daß dieser unbelegte Glaube nicht haltbar ist, zeigen Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake und Dr. Sebastian Pflugbeil. Es wird höchste Zeit, daß betroffenen Arbeitnehmern mit CLL die Anerkennung als Berufskrankheit nicht mit dem Hinweis auf die angebliche Ausgeschlossenheit einer Strahlenursache verweigert wird, erklären sie.

Stx426-427.2004.1-5.5 (5 Seiten)

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Leukämie

Kinderkrebs: Fernsehjournalisten finden in Großbritannien erneut eine Häufung von Kinderkrebs und Leukämie, die schlimmer ist als in Seascale. 1983 hatte ein Fernsehprogramm von Yorkshire Television die Existenz der heute berüchtigten Häufung von Kinderleukämie in Seascale bei Sellafield, der britischen nuklearen Wiederaufbereitungsanlage an der Irischen See, enthüllt. Jetzt haben Journalisten des Senders HTV eine weitere Häufung in der Gegend der radioaktiv verseuchten Menai Strait gefunden, einer Meeresenge zwischen der Insel Anglesey und Nord-Wales, ebenfalls an der Irischen See, südwestlich von Liverpool gelegen. Dieses neue Cluster ist noch bedeutender als das von Seascale, seine statistische Stärke ist wesentlich größer. HTV hat die betroffenen Kinder identifiziert und sie und ihre Eltern in einem Dokumentarfilm vorgestellt, der auf dem Fernsehkanal S4C am 10. Februar 2004 in walisischer Sprache lief. Dr. Chris Busby von der britischen Organisation Green Audit hat die Rohdaten des Fernsehsenders analysiert.

Stx412-413.2004.3.1 (1 Seite)

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Leukämie

Leukämie in der Elbmarsch: Das schleswig-holsteinische Energieministerium schätzt Gefälligkeitsgutachten – unbequeme Gutachter werden als Dilettanten verunglimpft. "Das von Dr. Stevenson vorgelegte Gutachten kommt einerseits zu der Schlussfolgerung, dass die Möglichkeit strahlenbedingter Häufung kindlicher Leukämien in der Elbmarsch nicht auszuschließen ist. Andererseits hat das Gutachten aber auch ergeben, dass auf Grund der festgesetzten und tatsächlichen Emissionen kein begründeter Verdacht auf eine Verursachung der Leukämie durch die radioaktive Strahlung des örtlichen Atomkraftwerks besteht". Diese Einschätzung verkündete der Staatssekretär Wilfried Voigt (Grüne) vom Ministerium für Finanzen und Energie des Landes Schleswig-Holstein am 29. Juli 2002 bei der Vorstellung eines 1997 von seinem Ministerium bestellten strahlenbiologischen Gutachtens zur Frage der Strahleninduktion kindlicher Leukämien in der Umgebung von Kernkraftwerken. Dieses Gutachten war bereits länger als ein Jahr zuvor, im April 2001, von strahlenbiologischen Experten aus dem In- und Ausland und unter der Federführung des international renommierten und habilitierten Kieler Strahlenbiologen Dr. A. Frederick G. Stevenson fertiggestellt und an den Auftraggeber abgeliefert worden. Stevenson kommt in dem Gutachten allerdings zu einer völlig anderen Bewertung als der Staatssekretär Voigt. Am 13. August 2002 schließlich sind Teile des Gutachtens in die Homepage des Ministeriums für Finanzen eingestellt worden, die über http://www.landesregierung.schleswig-holstein.de erreichbar ist. Es fehlen dort die drei Beiträge der Bremer Medizinphysikerin Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake. Dazu eine Stellungnahme der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V..

Stx376-377.2002.1-5.5 (5 Seiten)

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Leukämie

Eine Bestrahlung des Vaters vor der Befruchtung erhöht das Leukämie-Risiko der Kinder. Nach einer vorgeburtlichen Bestrahlung der Mutter (in utero) erhöht sich das Risiko des Kindes an Leukämie zu erkranken. Dies gilt wissenschaftlich als unbestritten. Xiao Ou Shu von der Abteilung für pädiatrische Epidemiologie der Universität Minnesota zeigte in ihren Veröffentlichungen, daß auch die vorkonzeptionelle Bestrahlung des Vaters das Risiko des Kindes erhöht, an Leukämie zu erkranken. Von Bettina Dannheim.

Stx256-257.1997.2-4.3 (3 Seiten)

 

Leukämie

Alpha-Strahlung mit verzögerter Wirkung. Eine neue, besonders wirksame biogenetische Strahlenwirkung meint eine britische Forschergruppe unter der Leitung von Eric G. Wright (Oxford) nachgewiesen zu haben. Der durch Alpha-Partikel ausgelöste Effekt werde bereits bei niedrigen Dosen wirksam und führe in bestrahlten Stammzellen des blutbildenden Systems zu chromosomalen Instabilitäten, die auf die Tochterzellen übertragen und erst in späteren Zellgenerationen zu sichtbaren Zellschäden führen können, erklären Wright und Mitarbeiter in ihrem Beitrag im britischen Wissenschaftsmagazin Nature vom 20. Februar 1992 (Vol. 355). Ein Bericht von Bernd Lehmann.

Stx138-139.1992.5-7.3 (3 Seiten)

 

Nervenschäden

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Nervenschäden

Vorgeburtliche Strahlenbelastung beeinträchtigt schulische Leistungen. Eine Studie von Ökonomen in Schweden (Almond Douglas, Lena Eglund, Mårten Palme, 2007) zeigt die Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung von Kindern nach dem Tschernobyl-Fallout.

Stx496-497.2007.10-11.2 (2 Seiten)

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Nervenschäden

Berufliche Strahlenbelastung: Tod durch Demenz nach Strahlenbelastung. Eine ältere Untersuchung unter weiblichen Atomarbeitern in den USA hatte vermehrt Todesfälle durch Geistesstörungen gefunden, inklusive Demenz. Im Oktober 2003 veröffentlichten Wissenschaftler der School of Medicine and Biomedical Sciences der State University of New York/USA (R. F. Sibley, B. S. Moscato, G. S. Wilkinson, N. Natarajan) im American Journal of Industrial Medicine eine weitere Studie, die sich mit der Wirkung von ionisierender Strahlung am Arbeitsplatz und anderen Gefahren auf die Sterblichkeit an Demenz befaßt.

Stx422-423.2004.2.1 (1 Seite)

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Nervenschäden

Die Wirkung der Bestrahlung auf die Entwicklung des Gehirns bei Embryo und Fetus. Radioaktive Bestrahlung macht dumm: "Aufgrund neuer Erkenntnisse über die Entwicklung des Zentralnervensystems und neuer epidemiologischer Daten von Überlebenden, die in Hiroshima und Nagasaki pränatal einer ionisierenden Strahlung ausgesetzt waren, kann davon ausgegangen werden, daß das Risiko für eine strahlenbedingte geistige Retardierung und einer strahlenbedingten Verminderung der Intelligenz für den Menschen bei der langen Entwicklungsperiode des Gehirns größer ist als bisher angenommen wurde." So die amtlichen Übersetzer eines ICRP-Berichts von 1982, der 1995 auch in Deutsch erschien.

Stx198-199.1995.9.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

 

Nervenschäden

Menschliche Gehirnentwicklung und ionisierende Strahlung. Hiroshima, Nagasaki und vorgeburtliche Hirnschäden. Während die Erkenntnis von der krebserzeugenden Wirkung von Strahlung weit verbreitet ist, finden bei der Gehirnentwicklung gesetzte Strahlenschäden bisher kaum größere Beachtung in der Öffentlichkeit. Dabei sind sich entwickelnde Nervenzellen besonders strahlenempfindlich, und zwar nicht nur in der Frühschwangerschaft. Minderungen geistiger und körperlicher Fähigkeiten sind jedoch später nur schwer zu deuten und werden nicht in jeder Ausprägung gleich als Krankheit dargestellt. Seit 1976 gibt es Rechnungen, nach denen die Neutronen der im August 1945 von den USA über der japanischen Industriestadt Hiroshima abgeworfenen Atombombe weicher und stärker abgeschirmt waren als vorher angenommen. Danach können Neutronen nicht mehr in dem Maße wie vorher angenommen, für die Schadwirkungen im sogenannten Niedrigdosisbereich verantwortlich gemacht werden. Auch die Hiroshima-Strahlenschäden sind hauptsächlich auf locker ionisierende Strahlung zurückzuführen. Diese Strahlung hat deutliche körperliche Schäden im Niedrigdosisbereich bei den Atombombenüberlebenden zur Folge gehabt. Die verstärkt seit Anfang der achtziger Jahre begonnene derartige (dosimetrische) Neubewertung und die Überprüfung und Neubewertung klinischer Befunde über die Funktion des Nervensystems bei im Mutterleib bestrahlten Kindern von Hiroshima und Nagasaki haben zu schwerwiegenden Ergebnissen geführt. Der Heidelberger Arzt Karl Heinrich Adzersen beschreibt die Risiken, die während der menschlichen Gehirnentwicklung durch ionisierende Strahlung bestehen, sowie die Erkenntnisse über vorgeburtliche Hirnschäden in Hiroshima und Nagasaki, und gibt eine zusammenfassende Übersicht über mögliche neurologische Wirkungen von Strahlen auf den menschlichen Keimling in Abhängigkeit vom Alter nach der Befruchtung. Mit ausführlicher Literaturliste.

Stx22.1987.2,5.2 + Stx23.1987.2,5,6.3 (5 Seiten)

 

Niedrigdosisstrahlung

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Niedrigdosis-
strahlung

Buchmarkt: Schäden durch Röntgenstrahlung, Radioaktivität und Hochfrequenzstrahlung. Unterschätzte Gesundheitsgefahren durch Radioaktivität am Beispiel der Radarsoldaten. Zehntausende von Soldaten und von Zivilangestellten wurden ab 1956 bei der Bundeswehr und bei der Nationalen Volksarmee der DDR (NVA) in stationären und in mobilen Anlagen mit einer Radarausrüstung eingesetzt. In den 1990er Jahren stellte sich heraus, daß viele von ihnen früh verstorben waren oder an Erkrankungen litten, die auf bis dahin unbeachtete Strahlenexpositionen zurückgeführt wurden.

Walter Mämpel, Sebastian Pflugbeil, Robert Schmitz, Inge Schmitz-Feuerhake: Unterschätzte Gesundheitsgefahren durch Radioaktivität am Beispiel der Radarsoldaten; Bund zur Unterstützung Radargeschädigter e.V., Gesellschaft für Strahlenschutz e.V., Berichte des Otto Hug Strahleninstituts, ISSN 0941-0791, Bericht Nr. 25, 2015, 208 S., EUR 9,80.

Bestellungen über den Buchhandel oder bei der Geschäftsstelle der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. (ingesf@uni-bremen.de).

Stx688-691.2015.20-21.2 (2 Seiten)

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Niedrigdosis-
strahlung

Nicht-Krebserkrankungen durch ionisierende Strahlen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch ionisierende Strahlen. Neuere Erkenntnisse über Effekte bei niedriger Dosis und chronischer Exposition. Bis vor wenigen Jahren wurden offiziell nur Krebserkrankungen und genetische Schäden als Niederdosiseffekte ionisierender Strahlung für möglich gehalten. Die vorliegende Arbeit enthält eine Einführung in den gegenwärtigen Erkenntnisstand über andere strahlenbedingte Erkrankungen, die bei niedriger Dosis zu erwarten sind: bei beruflich Strahlenexponierten, nach Umweltkontaminationen und durch diagnostische Expositionen. Es zeigt sich, dass das bislang bevorzugte Referenzkollektiv zur Beurteilung von Strahlenschäden, die Atombombenüberlebenden von Hiroshima und Nagasaki, für nicht-karzinogene Krankheiten im Falle chronischer oder fraktionierter Expositionen ungeeignet ist. Dieses wird anhand der Ergebnisse über Herz-Kreislauf-Erkrankungen dargestellt.

In der Fachwelt wurde der relativ hohe Dosisgrenzwert für beruflich strahlenexponierte Personen von 100 Millisievert (mSv) innerhalb von 5 Jahren früher damit gerechtfertigt, dass die Strahlenrisiken konservativ abgeschätzt und statistisch erkennbare Effekte in diesem Dosisbereich nicht zu erwarten seien. Dies trifft jedoch auch für Krebserkrankungen nicht zu, ohne dass diese Erkenntnisse bislang die unzureichende Anerkennung berufsbedingter Erkrankungen verbessert hätten. Die nun evidenten zusätzlichen Gefährdungen durch ionisierende Bestrahlungen am Arbeitsplatz machen eine diesbezügliche Revision der Berufskrankheitenverordnung umso dringender erforderlich.

Von Inge Schmitz-Feuerhake und Sebastian Pflugbeil, für Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. und Bund zur Unterstützung Radargeschädigter e.V.

Stx628-629.2013.6-12.7 (7 Seiten)

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Niedrigdosis-
strahlung

Krebshäufigkeit in Gegenden mit erhöhter natürlicher Hintergrundstrahlung. In einer kürzlich veröffentlichten epidemiologischen Studie aus China finden die Autoren keinen Zusammenhang zwischen Krebssterblichkeit (Mortalität) und natürlicher Hintergrundstrahlung. Auch eine Studie aus Kerala, Südindien, fand keinen Anstieg der Krebserkrankungshäufigkeit (Inzidenz) mit der Hintergrundstrahlung. Die vorliegende Reanalyse der Daten aus den beiden Studien ergibt jedoch genau das Gegenteil: einen signifikanten Anstieg der Krebsrate mit der Höhe der Hintergrundstrahlung. Von Dr. Alfred Körblein.

Stx604-605.2012.1-3.3 (3 Seiten)

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Niedrigdosis-
strahlung

Strahlenwirkungen: Überlegungen zur biologischen Wirkung von Neutronenstrahlung und deren Bewertung. Durch den politisch beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie sind die Entsorgungsprobleme verbrauchter Kernbrennstoffe bei weitem nicht gelöst. Das durch das Zwischenlagern und den Transport von Castorbehältern bedingte Problem der Strahlenbelastung besteht weiterhin. Die Bewertung der aus einem solchen Behälter austretenden Strahlung (Neutronen- und Gamma-Strahlung) war und ist nach wie vor umstritten. Es ist daher angebracht, erneut das von Neutronenstrahlung ausgehende Risiko zu diskutieren. Von Wolfgang Köhnlein.

Stx602-603.2012.10-13.pdf (4 Seiten)

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Niedrigdosis-
strahlung

Der lange Abschied von der unschädlichen Dosisschwelle. Anerkannte Strahleneffekte im Niederdosisbereich und ausstehende Korrekturen. Bereits vor langer Zeit wurde das Prinzip des „stochastischen“ Schadens für strahlenbedingte Krebs- und Erbkrankheiten von der internationalen Strahlenschutzkommission ICRP eingeführt. Es sollte den als eher unwahrscheinlich beschriebenen Ernstfall zur sicheren Seite hin abdecken, indem zugestanden wurde, dass ein einzelnes Strahlenquant im Prinzip einen gravierenden Spätschaden auslösen kann. Grenzwerte mussten seitdem stets mit einem entsprechend hohen gesellschaftlichen Nutzen gerechtfertigt werden, da sie reale Schadensfälle zuließen. Anwender und etliche Standesorganisationen sind bis heute gegen dieses Prinzip Sturm gelaufen und nach Fukushima wurde vielstimmig die Behauptung lanciert, unter 100 Millisievert (mSv) seien keine statistisch erkennbaren Schäden möglich. Demgegenüber liegen Evidenzen aus den Bereichen vorgeburtliche Röntgendiagnostik, Folgen bei den japanischen Atombombenüberlebenden, Radon in Häusern und berufliche Expositionen vor, die man heute als den akzeptierten Stand der Erkenntnis ansehen muss. Hinzu kommen als Beleg für die Wirksamkeit chronischer Expositionen durch Umweltradioaktivität die Befunde am Fluss Techa im Südural, wo die Bevölkerung durch die Emissionen der Plutoniumaufarbeitungsanlage Mayak kontaminiert wurde. Umwelteffekte durch andere kerntechnische Anlagen werden jedoch weiterhin offiziell geleugnet. Nachgewiesene Spätfolgen diagnostischer Bestrahlungen von Kindern und Erwachsenen werden nach wie vor ignoriert. Außerdem werden eine ganze Reihe von strahlenbedingten Nicht-Krebserkrankungen, genetischen und teratogenen Schäden nicht berücksichtigt, die insbesondere nach dem Tschernobylunfall auffällig geworden sind. Von Inge Schmitz-Feuerhake, Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.

Stx602-603.2012.4-10.7 (7 Seiten)

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Here you will find in Japanese the critique of the assertion, that radiation effects are not observable below 100 Millisievert:

「無害な放射線閾値」からの時間のかかる決別

低線量領域内で認知されている放射線の影響と残された修正点

The paper was written by Dr. Inge Schmitz-Feuerhake of the German Society for Radiation Protection, professor of physics at the university of Bremen, Germany (retired). The Japanese translation was accomplished by a member of ACSIR (Association of Citizens and Scientists Concerned about Internal Radiation Exposure), Japan.

Shortened form in English

 

Niedrigdosis-
strahlung

Fertilitätsstörungen beim Mann durch ionisierende Strahlung und Mikrowellen. Dauerhafte Einschränkungen der Zeugungsfähigkeit durch Expositionen mit ionisierender Strahlung zählen zu den deterministischen Strahlenschäden, die eine hohe Organdosis erfordern. Die internationalen Strahlenkomitees ICRP und UNSCEAR verharren in der Vorstellung, dass die Mindestdosis im Falle einer chronischen Belastung noch viel höher sein muss als bei einer akuten, das heißt einmaligen Kurzzeitbestrahlung. Spätestens seit Tschernobyl ist diese Schlussfolgerung überholt. Chronische Strahlenbelastungen im mittleren und unteren Dosisbereich, wie sie beruflich bedingt vorkommen, führen ebenfalls zu bleibenden Fertilitätsstörungen. Auch Mikrowellen können nach neueren Erkenntnissen die Zeugungsfähigkeit herabsetzen. Von Inge Schmitz-Feuerhake

Stx594-595.2011.5-6.2 (2 Seiten)

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Niedrigdosis-
strahlung

Schon geringe Strahlendosen gefährden das Herz. Bereits geringe Mengen von Strahlung können kardiovaskuläre Erkrankungen verursachen und mit der Dosis steigt auch das Risiko. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Oktober 2009 veröffentlichte Untersuchung von Epidemiologen des Imperial College London.

Stx550-551.2009.3-4.2 (2 Seiten)

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Niedrigdosis-
strahlung

Die Induktion gutartiger Tumore durch ionisierende Strahlung – ein vernachlässigtes Kapitel von Strahlenrisikobetrachtungen. Die Induktion gutartiger (benigner) Tumore durch ionisierende Strahlung ist ein vernachlässigtes Thema von Strahlenrisikobetrachtungen, da internationale Strahlenschutzgremien als Kriterium zur Empfehlung von Grenzwerten und von Schutzmaßnahmen ausschließlich die Wahrscheinlichkeit von Krebserkrankungen zu Grunde legen. In der Berufskrankheitenverordnung stehen die gutartigen Tumore nicht auf der Liste anzuerkennender Strahlenschäden, obwohl auch diese zu erheblichen Beeinträchtigungen der Gesundheit bis hin zur Berufsunfähigkeit führen können. Es ist daher erforderlich, die Befunde im Niederdosisbereich und Erkenntnisse über Dosiswirkungsbeziehungen in die Risikobetrachtungen einzubeziehen. Die Internationale Strahlenschutzkommission (ICRP), auf deren Empfehlungen die deutsche Strahlenschutzverordnung im wesentlichen basiert, listet die benignen Tumore unter den zu beachtenden Strahlenschäden bei niedriger Dosis nicht auf. Weitere wissenschaftliche Einrichtungen, die international große Beachtung finden und regelmäßig Beurteilungen von Strahlenrisiken veröffentlichen, sind das UNSCEAR-Komitee (United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation) und dasjenige der U.S.-amerikanischen Academy of Sciences BEIR (Biological Effects of Ionizing Radiation). Letzte haben in ihren früheren Reports auch die historischen Befunde über benigne Tumore in verschiedenen Körpergeweben, die nach Strahlentherapie aufgetreten sind, aufgeführt. Im Bericht des BEIR-Komitees von 2006 werden in einem Kapitel „Benign Neoplasms“ mehrere große Studien ab 1992 zitiert, unter anderem die Ergebnisse über Tumore des Zentralnervensystems (ZNS) bei den Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. In einer Zusammenfassung für die Öffentlichkeit heißt es dazu (BEIR VII): „Radiation exposure has also been shown to increase risks of some benign tumors, but data are inadequate to quantify this risk.“ Die Einschätzung, dass das Risiko nicht quantifiziert werden kann, entspricht allerdings in weiten Teilen nicht dem Stand der Wissenschaft. Von Inge Schmitz-Feuerhake.

Stx548-549.2009.1-5.5 (5 Seiten)

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Niedrigdosis-
strahlung

Kinderkrebs um Atomkraftwerke: „Das Ergebnis der KiKK-Studie verlangt eine kritische Überprüfung der Annahmen und Modelle des Strahlenschutzes“. Eine ausführliche Darstellung und Betrachtungen zur Bedeutung der Fall-Kontrollstudie des Mainzer Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken in Deutschland (KiKK-Studie von Ende 2007 hat jetzt Rudi H. Nussbaum, emeritierter Professor der Physik an der Portland State University in Oregon (USA), in der Juli/September-Ausgabe 2009 des International Journal of Occupational and Environmental Health veröffentlicht. Nussbaum stellt die Studie im Kontext anderer aktueller wissenschaftlicher Arbeiten dar und befaßt sich ausführlich mit der unverständlichen Schlußfolgerung der Autoren der KiKK-Studie (Kaatsch, Spix, Schmiedel, Schulze-Rath, Mergenthaler und Blettner), daß Radioaktivität als Ursache für die vermehrten Krebserkrankungen von Kindern in der Umgebung von Atomkraftwerken grundsätzlich auszuschließen sei. „Diese nicht gerechtfertigte Schlußfolgerung illustriert die Dissonanz zwischen Annahmen und Beweisen“, kommentiert Nussbaum und rügt, daß der „gegenwärtige Kenntnisstand der Radiobiologie“ in seiner am weitesten verbreiteten Version eine ganze Reihe radiobiologischer und dosimetrischer Faktoren nicht zur Kenntnis nimmt.

Stx544-545.2009.2-3.2 (2 Seiten)

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Niedrigdosis-
strahlung

23 Jahre nach Tschernobyl: Weniger und mißgebildete Insekten und Vögel. Die ökologischen Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die sich Ende dieses Monats zum 23. Mal jährt, sind größer als früher angenommen und erhofft. Die freigesetzten Radionuklide dezimieren auch weiterhin Insekten und Spinnen. Und mißgebildete Insekten sind auch schon im Normalbetrieb von Atomkraftwerken deutlich vermehrt in deren Umgebung zu finden. (A. P. Møller, T. A. Mousseau 2009; C. Hesse-Honegger, P. Wallimann 2008)

Stx534-535.2009.1-2.2 (2 Seiten)

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Niedrigdosis-
strahlung

Strahlenbiologie: Für Auger-Elektronen aussendende Radioisotope lassen sich keine Werte für die dosisabhängige relative biologische Wirksamkeit (RBW-Werte) angeben. Das Bild von sogenannten Auger-Elektronen emittierenden Radioisotopen in der Strahlenbiologie beginnt sich zu wandeln und in jedem Fall zu differenzieren. Wegen unerwarteter experimenteller Ergebnisse ließen sich keine Werte für das Konzept der dosisbasierten relativen biologischen Wirksamkeit (RBW-Werte) bestimmen. Derartige Angaben müssen nun mit großem Vorbehalt betrachtet werden. Das erklären die Autoren des im Mai 2008 in der Schriftenreihe Reaktorsicherheit und Strahlenschutz des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit veröffentlichten Abschlußberichtes (BMU-2008-712) über „Untersuchungen der Auger-Emitter abhängigen biologischen Wirksamkeit zur Ermittlung des Strahlungs-Wichtungsfaktors für Auger-Elektronen“ am Forschungszentrum Jülich. (F.A.H. Schneeweiss, A. Turtoi, E. Pomplun, G. Sutmann, 2008)

Stx514-515.2008.2-3.2 (2 Seiten)

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Niedrigdosis-
strahlung

Epidemiologie: Atomarbeiter haben ein erhöhtes Infarktrisiko. Einer von britischen Wissenschaftlern (McGeoghegan et al.) erstellten und im März 2008 veröffentlichten Studie über Angestellte von britischen Atomanlagen zufolge gibt es einen Zusammenhang zwischen erhöhter Strahlenbelastung und der Sterblichkeit (Mortalität) an Kreislauferkrankungen.

Stx510-511.2008.4.1 (1 Seite)

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Niedrigdosis-
strahlung

Tschernobyl-Folgen: Artenvielfalt und Populationsdichte von Vögeln nehmen mit höherer Strahlung ab. Im Sommer 2007 haben A. P. Møller (Curie-Universität Paris) und T. A. Mousseau (University of South Carolina) eine Arbeit über Waldvögel in der Umgebung des Atomkraftwerks Tschernobyl vorgelegt, die die weitverbreitete Meinung angreift, daß die Sperrzone um Tschernobyl ein blühendes Naturschutzreservat sei, in dem man seit Jahren zunehmend den herrlichsten Wildarten begegnen könne. Tatsächlich kann einem dort ein großer Elch oder ein Bär über den Weg laufen. Untersucht man aber die Situation genauer, ergibt sich ein ganz anderes Bild. Es gibt bisher kein standardisiertes Vorgehen, wie man die Auswirkungen von Radioaktivität auf gewöhnliche Tiere untersuchen sollte, deshalb blieb bisher die Frage nach den ökologischen Folgen der Radioaktivität unbeantwortet. Die Autoren haben sich nun der Artenvielfalt und Populationsdichte von Waldvögeln gewidmet.

Stx498-499.5.1 (1 Seite)

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Niedrigdosis-
strahlung

Partikelförmiges abgereichertes Uran ist für menschliche Lungenzellen zytotoxisch und verursacht Chromosomenbrüche. Abgereichertes Uran (DU) wird häufig in militärischen Waffen und Munition eingesetzt. Deshalb sind ihm Soldaten und unbeteiligte Zivilisten vermutlich häufig und weiträumig ausgesetzt. DU wird zwar für ein menschliches Karzinogen gehalten, das die Bronchialzellen der Lunge angreift, Untersuchungen darüber gibt es aber kaum. Sandra S. Wise vom Wise Laboratory of Environmental and Genetic Toxicology der University of Southern Maine in Portland (USA) und Kollegen haben deshalb die Zytotoxizität und die Chromosomenbrüche verursachenden (klastogenen) Eigenschaften von sowohl partikelförmigem (wasserunlöslichem) und wasserlöslichem DU in menschlichen bronchialen Fibroblasten (WTHBF-6-Zellen) bestimmt.

Stx492-493.2007.4.1 (1 Seite)

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Niedrigdosis-
strahlung

Elektronen mit geringer Energie wirken mehr. Biochemiker erforschen, auf welche Weise Elektronen mit geringer Energie Zellen zerstören. Bei der Strahlentherapie wird energiereiche Strahlung örtlich begrenzt auf jenen Bereich im Körper gerichtet, in dem sich der Tumor befindet. Durch Schädigungen der Erbsubstanz (DNA) sollen die bösartigen Tumor-Zellen absterben. Leider wirken die eingesetzten Strahlen aber nicht nur auf die DNA der Tumorzellen. Auch das umliegende, gesunde Gewebe wird durch die Bestrahlung geschädigt. In den vergangenen Jahrzehnten beschäftigten sich deshalb zwar zahllose Forschungsprojekte mit dem Thema Strahlenschäden und Strahlentherapie. Welche molekularen Prozesse diese Schäden jedoch auslösen, war bislang weitgehend unbekannt. „Die Rolle von sogenannten sekundären Elektronen, die bei der Bestrahlung auftreten, war kaum erforscht“, erklärte Professor Dr. Eugen Illenberger vom Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität Berlin. Den Elektronen mit geringer Energie komme eine Schlüsselrolle zu.

Stx484-485.2007.5,6.2 (2 Seiten)

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Niedrigdosis-
strahlung

Kombinierte Effekte von ionisierender Strahlung und Arsen. In menschlichen Zellen konnte die Wirkung von Strahlung und Arsen und vor allem das Zusammenwirken beider Noxen auf die Proteinbildung nachgewiesen werden. Eiweiße, die in wichtige Stoffwechsel- und Regulationswege eingebunden sind, können auf diese Weise zu Störungen in der Zelle führen. Eine Untersuchung im Fachbereich Strahlenschutz und Gesundheit des Bundesamtes für Strahlenschutz (Sabine Hornhardt et al., BfS).

Stx484-485.2007.4,5.2 (2 Seiten)

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Niedrigdosis-
strahlung

Übersicht zu den Langzeitfolgen von chronischer Niederdosisbestrahlung. Von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Köln, Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. Die Internationale Strahlenschutzkommission (ICRP) hat quantitative Angaben über die gesundheitlichen Folgen gemacht, die bei Exposition einer Bevölkerung mit niedrigen Strahlendosen zu erwarten sind. Sie wurden von den Befunden bei den japanischen Atombombenüberlebenden abgeleitet und beziehen sich auf drei Gruppen von Effekten: 1. genetische Erkrankungen bei den Nachkommen, 2. Krebssterblichkeit, 3. Entwicklungsstörungen durch Exposition im Mutterleib. Zahlreiche Beobachtungen in kontaminierten Regionen zeigen, daß die ICRP-Risikofaktoren die Schäden durch chronische Niederdosisbestrahlung nach Inkorporation radioaktiver Strahler um Größenordnungen unterschätzen. Alternativ werden die Abschätzungen des European Committee of Radiation Risks ECRR empfohlen.

Stx460-461.2006.1-5.5 (5 Seiten)

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Niedrigdosis-
strahlung

Strahleninduzierte Katarakte (Grauer Star) als Folge berufsmäßiger Exposition und beobachtete Latenzzeiten. Mitglieder der Gesellschaft für Strahlenschutz sind in letzter Zeit immer häufiger mit Fällen von Katarakterkrankungen befaßt worden, die bei beruflich Strahlenexponierten aufgetreten sind. Diese waren entweder im Uranbergbau bei der ehemaligen SDAG Wismut beschäftigt oder mit Radaranlagen der Bundeswehr oder der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR. Eine Berufsbedingtheit wurde von der Bergbau-Berufsgenossenschaft bzw. der Bundeswehr entweder mit Hinweis auf eine zu kleine Dosis und/oder das Fehlen der typischen Latenzzeit abgelehnt. Diese Auffassungen sind anhand des wissenschaftlichen Erkenntnisstandes nicht haltbar. Eine Literaturstudie von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake und Dr. Sebastian Pflugbeil, Gesellschaft für Strahlenschutz e.V..

Stx456-457.2006.1-7.7 (7 Seiten)

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Niedrigdosis-
strahlung

Gesundheit und Atomanlagen. Bereits die Kernschmelze 1979 im AKW Three Mile Island bei Harrisburg / USA hatte Folgen wie heute die von Tschernobyl. Auch das radioaktive Inventar des Reaktorkerns war verschwunden. Ein Beitrag von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake.

Stx452-453.2005.2-5.4 (4 Seiten)

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Niedrigdosis-
strahlung

Die Gesundheitseffekte von Niedrigdosisstrahlung; Mechanismen und Befunde: Den Petkau-Effekt vergessen. Speziell die genomische Instabilität und den "Bystander Effekt" beschreibt Dr. Chris Busby, Liverpool/ Großbritannien, als neue Entdeckungen in der Radiobiologie, die "aus Wegspuren zur Zelle" folgen – mit stark überlinearen Dosis/Wirkungs-Beziehungen und stärkeren Wirkungen bei niedrigen Dosen (Strahlentelex 418-419 vom 3. Juni 2004, Seite 3). Das ist zwar grundsätzlich richtig, doch der zugrundeliegende Petkau-Effekt wird nicht erwähnt und auf ungenügend erforschte "Wegspuren" reduziert, merkt Ralph Graeub, Langnau/Schweiz, dazu kritisch an.

Stx422-423.2004.5,6.2 (2 Seiten)

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Niedrigdosis-
strahlung

Strahlenwirkungen: "Was wir wissen" sollen. 15 internationale Strahlenforscher und Epidemiologen versuchten sich an einem Wissenskanon über die Wirkung von Niedrigdosisstrahlung und blenden ihnen nicht passende Wahrheiten einfach aus. Unter dem Titel "Krebsrisiko bei niedrigen Dosen ionisierender Strahlung: Eine Zusammenstellung über das was wir wirklich wissen" beschreiben 15 weltweit namhafte Strahlenforscher und Epidemiologen in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) vom 25. November 2003 ihren Erkenntnisstand und erheben den Anspruch, damit einen allgemein verbindlichen Wissenskanon vorzugeben.

Stx408-409.2004.2.1 (1 Seite)

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Niedrigdosis-
strahlung

Strahlenwirkung: Schwache Röntgenstrahlung kann die Erbsubstanz nachhaltiger schädigen als angenommen. Das Reparatursystem versagt. Schwache Röntgenstrahlen können das Erbmolekül DNA nachhaltiger schädigen als bislang angenommen. Zwar greifen sie das Erbgut zunächst nicht so sehr an wie starke Strahlen, doch dafür können sich leicht beschädigte Zellen wesentlich schlechter regenerieren als stark beschädigte. Das folgt aus einer Studie von Biophysikern an der Universitätsklinik des Saarlandes in Homburg.

Stx392-393.2003.6,7.2 (2 Seiten)

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+ Stx394-395.2003.7.1 (1 Seite)

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Niedrigdosis-
strahlung

Strahlenwirkungen: Mehr Mutationen nach Atomtests in Kasachstan. Die russischen Atombombentests im kasachischen Semipalatinsk haben das Risiko von Erbschäden bei den Anwohnern nahezu verdoppelt. Das haben Wissenschaftler aus Großbritannien, Finnland und Kasachstan um Juri Dubrova von der University of Leicester jetzt bei 40 Familien nachgewiesen, die in der Nähe des Testgeländes leben. Die Betroffenen, die in Jahren von 1949 bis 1956 dort dem radioaktiven Fallout von vier oberirdischen Atombombentests ausgesetzt waren, trugen dem jetzt veröffentlichten Bericht in dem Wissenschaftsmagazin Science (Bd. 295, S. 1037, 2002) in ihren Blutzellen deutlich mehr Mutationen in sich, die sie an ihre Kinder vererbten, als Vergleichspersonen.

Stx364-365.2002.5,6.2 (2 Seiten)

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Niedrigdosis-
strahlung

Strahlenwirkungen: Chromosomale Schäden nach chronischer Belastung durch Niedrigdosisstrahlung. Beruflich Strahlenbelastete sind besonders gefährdet. Bei im Gesundheitswesen Tätigen mit chronischen Belastungen durch Niedrigdosisstrahlung sind gehäuft Chromosomen-Aberrationen und Vertauschungen bei Schwesterchromatiden der Chromosomen zu finden. Das berichten Dr. Elza Sakamoto-Hojo von der Universität São Paulo in Brasilien und Kollegen in der Dezember-Ausgabe 2001 der Zeitschrift Teratogenesis, Carcinogenesis and Mutagenesis (2001;21:431-439). Chromosomale Aberrationen sind mit Prozessen der Krebsentstehung gekoppelt erklären die Autoren. So könne die zunehmende Anwendung von ionisierender Strahlung Grund für zunehmende genetische Instabilität und entsprechende gesundheitliche Folgen bei Beschäftigten in der Radiologie und Nuklearmedizin sein. Die Studie zeigt, daß Beschäftigte, die beruflich niedrig dosierter Gamma- und/ oder Röntgenstrahlung ausgesetzt sind, eine höhere Zahl von Chromosomenschäden aufweisen als vergleichbare Kontrollpersonen, obwohl die anhand der personendosimetrischen Überwachung ermittelten kumulierten absorbierten Dosen innerhalb der von der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) etablierten Grenzen geblieben sind, schlußfolgern die Autoren.

Stx362-363.2002.5.1 (1 Seite)

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Niedrigdosis-
strahlung

Strahlenwirkungen: Vermehrt Chromosomenschäden und erhöhtes Krebsrisiko bei radonexponierten Bergleuten. Wissenschaftler des National Institute of Public Health in Prag (Z. Smerhovsky et al., Mutat. Res. 2002 Feb. 15; 514 (1-2):165-176) haben die Daten von über 1323 Zellproben (Untersuchungen von Chromosomen-Aberrationen an Lymphozyten des peripheren Blutes) und 225 Personen ausgewertet, die wegen beruflicher Radon-Exposition in einer Stärke von 1,7 bis 662,3 working level month (WLM) untersucht worden waren. Chromatidbrüche waren demnach die am häufigsten zu beobachtenden Aberrationstypen, die statistisch signifikant mit der Radonexposition korreliert waren. Auch korrelierte die Frequenz aberranter Zellen mit der Radonexposition. Rauchen und Silikose waren demnach nicht mit den Ergebnissen der Zellanalysen assoziiert. Eine Regressionsanalyse, so die Autoren, habe einen starken statistischen Zusammenhang zwischen Krebshäufigkeit und der Häufigkeit von Chromatidbrüchen und aberranten Zellen ergeben.

Stx362-363.2002.5.1 (1 Seite)

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Niedrigdosis-
strahlung

Uranmunition: Chromosomenschäden bei Golfkriegsveteranen nachgewiesen. Britische Soldaten, die in kriegerischen Auseinandersetzungen mit Uranmunition (abgereichertes Uran, DU) in Berührung gekommen waren, haben substantielle genetische Schäden erlitten. Das ist Ergebnis einer neuen Untersuchung an acht Veteranen der Konflikte am Golf 1991, in Bosnien und im Kosovo. Sie weisen eine zehnfach höhere Zahl an deformierten Chromosomen auf, als im Bevölkerungsdurchschnitt zu finden sind, verbunden mit einem entsprechend höheren Risiko an Krebs zu erkranken und mißgebildete Kinder zu zeugen. Das berichtete in der britischen Zeitung The Express (Dec. 24, 2001, p. 24) Dr. Albrecht Schott, emeritierter Chemieprofessor an der Freien Universität Berlin, der die Untersuchung koordiniert.

Stx362-363.2002.5,6.2 (2 Seiten)

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Niedrigdosis-
strahlung

Die Schadwirkungen greifen von den getroffenen Zellen auf die benachbarten über. Das lineare Dosis/Wirkungs-Modell unterschätzt die Effekte der Niedrigdosisstrahlung. Das von Niedrigdosisstrahlung ausgehende Gesundheitsrisiko ist bisher offenbar in der Regel unterschätzt worden. Denn die Radioaktivität beschädigt nicht nur diejenigen Zellen, die direkt von der Strahlung getroffen wurden, sondern auch benachbarte Zellen. Das berichten amerikanische Wissenschaftler um Hongning Zhou und Tom K. Hei vom Zentrum für Strahlenforschung der Columbia Universität in New York jetzt in der Ausgabe der Proceedings der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften vom 4. Dezember 2001. Demnach ist jedenfalls für die Beurteilung von Alphastrahlung die gegenwärtig vorherrschende Modellannahme zu revidieren, daß die Krebsgefahr schwacher Strahlung um so niedriger ist, je weniger Zellen von radioaktiven Strahlen getroffen werden. "Unsere Daten zeigen, daß einzelne Zellen keineswegs der Angriffspunkt für die Strahlung sind", widersprechen die Forscher.

Stx360-361.2002.4.1 (1 Seite)

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Niedrigdosis-
strahlung

Es ist bisher nicht gelungen, den tatsächlichen Mechanismus der Strahlenschädigung aufzuklären. Strahlenbiologische Phänomene sind weitgehend ungeklärt. Trotz jahrzehntelanger aufwendiger Forschung ist es bisher nicht gelungen, den tatsächlichen Mechanismus der Strahlenschädigung aufzuklären. Fest steht, daß durch ionisierende Strahlung hochreaktive freie Radikale erzeugt werden, die auf vielfache Weise lebenswichtige biomolekulare Prozesse beeinflussen. Eine der bekannten Strahlungsnachwirkungen ist die Veränderung prozesssteuernder Fermente und Enzyme. Sie beeinflussen Art und Ablauf von biochemischen Vorgängen, die unser Leben und unsere Persönlichkeit prägen. Das wohl wichtigste Biomolekül ist die für die identische Reduplikation der Organismen verantwortliche DNA im Chromosomenbestand der Zellkerne. Darauf weist Prof. Dr.rer.nat. Rolf Bertram hin.

Stx358-359.2001.11,12.2 (2 Seiten)

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Niedrigdosis-
strahlung

Chromosomenschäden bei Arbeitern der Rössing-Uranbergwerke in Namibia. Reinhard Zaire von der Abteilung für Hämatologie und Onkologie des Berliner Universitätsklinikums Benjamin Franklin beschreibt in dem von Martin Rasper herausgegebenen Buch "Landräuber: Gier und Macht - Bodenschätze contra Menschenrechte" zum ersten Mal in der Geschichte der Auseinandersetzung mit Rössing seine Arbeit, die Chromosomenveränderungen in den weißen Zellen des Blutes der Arbeiter bei langanhaltenden radioaktiven Niedrigstrahlung nachzuweisen. Neu an dieser Untersuchung ist die ungewöhnlich breite und statistisch eindeutige Materialbasis zum Nachweis der zellschädigenden Wirkung von radioaktiver Niedrigdosisstrahlung.

Stx218-219.1996.3,4.2 (2 Seiten)

 

Niedrigdosis-
strahlung

Die Widersprüche in der Strahlenforschung werden immer auffälliger. Die Hinweise über die Gefährlichkeit selbst kleiner Strahlendosen werden im Gegensatz zu den Verlautbarungen der drei Wissenschaftskommissionen UNSCEAR, BEIR und ICRP ständig größer. Zu dieser Einschätzung gelangen Rudi H. Nussbaum, Professor am Physics Department der Portland State University/USA und Wolfgang Köhnlein, Professor am Institut für Strahlenbiologie der Universität Münster/Deutschland, in einer im August 1994 in der Zeitschrift Environmental Health Perspectives erschienenen Arbeit. Sie zeigen, daß wir noch weit davon entfernt sind, mit den gängigen Vorstellungen über die Strahlenwirkung alle beobachteten Effekte und auch die Leukämien erklären zu können.

Stx194-195.1995.2,3.2 (2 Seiten)

 

Niedrigdosis-
strahlung

Biologische Dosimetrie. Zur Strahlenspezifität der angewandten Biologischen Dosimetrie berichten Wolfgang Hoffmann und Inge Schmitz-Feuerhake im Bericht Nr. 7 des Otto Hug Strahleninstituts.

Stx170-171.1994.8.1 (Kurzbesprechung, 1 Seite)

 

Niedrigdosis-
strahlung

Strahlenforschung: Bedrohung des Lebens durch radioaktive Strahlung. Eine Renaissance der Atomenergie kündigt sich an. Tschernobyl scheint vergessen zu sein. Die Ängste der Bevölkerung vor einer Technologie, die der Mensch nicht beherrschen kann, sind verdrängt, - überdeckt von von ständig wechselnden vordergründigen Themen. Alle namhaften Bürgerorganisationen, die sich um die globale Bedrohung des Lebens sorgen, hatten im November 1991 nach Frankfurt am Main eingeladen. Auf dem Symposium "Neues Atomgesetz - Letzte Rettung für die Atomwirtschaft?" wollten sie mit den politisch Verantwortlichen über die Gefahren der Atomenergie diskutieren. Doch die eingeladenen Minister und Abgeordneten sagten ab, - teils erst am Vortage, nach anfänglicher Zusage. Ihr Verhalten zeigt, wie ernst die Sorgen der Bevölkerung genommen werden und wie groß das Bemühen ist, die komplexen Zusammenhänge bei den Umweltschäden zu verstehen. Strahlentelex dokumentiert ein dort von Professor Dr.med. Roland Scholz gehaltenes Referat zum neuesten Stand der Strahlenforschung.

Stx120-121.1992.1-4,9-12.8 (8 Seiten)

 

Niedrigdosis-
strahlung

Neue amerikanisch-deutsche Studie beweist: Das Krebsrisiko durch Strahlen ist 10 mal größer als in den Strahlenschutzbestimmungen angenommen. Eine neue Auswertung der Originaldaten über das Strahlenrisiko der japanischen Atombombenüberlebenden haben 1990 Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein, Universität Münster/Deutschland, und Prof. Dr. Rudi H. Nussbaum, Portland State University Oregon/USA, vorgenommen. Das entscheidende an dieser neuen unabhängigen Auswertung ist, daß es nun auch im niedrigen Dosisbereich genügend Krebsfälle gibt, die eine gesicherte Aussage über den Verlauf der Dosis-Wirkungs-Beziehung gestatten. Danach gibt es für die immer noch von anderer Seite propagierten Reduktionsfaktoren für die Wirkung niedriger Strahlendosen keine wissenschaftliche Basis mehr.

Stx90-91.1990.1,3-11.10 (10 Seiten)

 

Niedrigdosis-
strahlung

Tagung Niedrigdosisstrahlung und Gesundheit: Strahlenschäden schon bei sehr niedrigen Dosisleistungen. Strahlenschäden zeigen sich schon bei sehr niedrigen Dosisleistungen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler anhand von Laboruntersuchungen, Erhebungen in der Umgebung kerntechnischer Anlagen und der Untersuchung von Auswirkungen des Unfalls von Tschernobyl in der Bundesrepublik Deutschland. Auf einer vom Otto Hug Strahleninstitut Bonn gemeinsam mit anderen vom 1. bis 3. November 1989 in der rheinland-pfälzischen Kreisstadt Birkenfeld veranstalteten Tagung stellten Mediziner, Strahlenbiologen und Physiker zum Teil neue Erkenntnisse vor.

Stx70-71.1989.2,3.2 (2 Seiten)

 

Niedrigdosis-
strahlung

Biologische Dosimetrie: "Gerichtsfester" Nachweis von Strahlenbelastungen. Als "gerichtsfest" gilt das Verfahren der Biologischen Dosimetrie zum Nachweis von Strahlenbelastungen beim Verdacht auf Strahlenschäden. Allerdings: Die Empfindlichkeit des Verfahrens erlaubt noch nicht den Nachweis eines Tschernobyl-Effektes und im Falle eines vermuteten Strahlenschadens muß die Biologische Dosimetrie unbedingt vor dem Beginn einer chemotherapeutischen und/oder radiologischen Behandlung durchgeführt werden. Jürgen Weber, der im Institut für Strahlenbiologie der Universität Münster die Biologische Dosimetrie durchführt, beschrieb das Verfahren am 2. November 1989 auf der Tagung Niedrigdosisstrahlung und Gesundheit in Birkenfeld und machte Angaben zu dessen Anwendbarkeit.

Stx70-71.1989.8,9.2 (2 Seiten)

 

Niedrigdosis-
strahlung

Dokumente: Die Schädlichkeit selbst geringster Strahlendosen war bereits 1947 inoffiziell anerkannt. Selbst kleinste Strahlendosen können Schäden verursachen. Es gibt keine Grenze, unterhalb der keine Schäden ausgelöst werden. Diese erst Mitte der sechziger Jahre auch als allgemeine wissenschaftliche Lehrmeinung übernommene Erkenntnis war bereits 1947 bekannt. Das ergibt sich aus einem 1989 von Irene Noll in der Broschüre "Atomopfer berichten" der Öffentlichkeit zugänglich gemachten Dokument des britischen Medical Research Council (MRC).

Stx52.1989.5.1 (1 Seite)

 

Niedrigdosis-
strahlung

Japan: Mehr Chromosomenschäden bei Atomarbeitern. Bei Beschäftigten japanischer Atomkraftwerke wurden nach einer Meldung der japanischen Tageszeitung "Mainichi Shimbun" vom 30. Januar 1989 fast doppelt soviel geschädigte Chromosomen gefunden wie beim Menschen sonst üblich.

Stx52.1989.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

 

Niedrigdosis-
strahlung

Großbritannien: Deutlich erhöhtes Krebsrisiko für Kernenergie-Arbeiter. Nach ihrem überdurchschnittlichen Gesundheitszustand werden Beschäftigte in Anlagen der Kernenergie-Wirtschaft bei ihrer Einstellung ausgewählt. Spätestens nach zehn Jahren ist dieser Vorteil jedoch verloren. Von über 22.000 zwischen 1951 und 1982 in der Atomwaffenfabrik Aldermaston in Südostengland und einigen angegliederten Betrieben Beschäftigten, waren im Jahre 1982 3.115 gestorben, davon 865 (28 Prozent) an Krebserkrankungen. (V. Beral et al., 1988)

Stx52.1989.6.1 (1 Seite)

 

Niedrigdosis-
strahlung

Der Instinkt von Herdentieren. Rechtliche und ethische Aspekte der Kernenergie am Beispiel möglicher Folgen von Niedrigstrahlung. Die Auseinandersetzung um die Nutzung der Atomenergie hat viele Seiten. Berührt sind energiewirtschaftlche, Sicherheits- und Sicherungsfragen und unter anderem auch Fragen der biologischen Wirkung von Radioaktivität. Dr. Gustav W. Sauer aus der Wiesbadener Staatskanzlei des Hessischen Ministerpräsidenten, führte Ende Februar 1988 in Münster auf dem Symposium über die Wirkung niederer Strahlendosen eine Sichtweise vor, die bewußt über die naturwissenschaftliche Faktenmitteilung hinausgeht. Allein die Tatsache, daß über die Folgen der Niedrigstrahlung bisher keine überwiegende Übereinstimmung besteht, vor allem hinsichtlich der Folgen für die Nutzung der Kernenergie, zeige - so Sauer - die Erforderlichkeit auf, den naturwissenschaftlichen Erkenntnisrahmen in rechtliche, rechtspolitische und ethische Bereiche einzuordnen. Eine umfassende Beurteilung gelinge dann und nur dann, wenn die Naturwissenschaften lernten, "in jenem Urschlamm herumzuwaten, der als interdisziplinäre Forschung bekannt ist". In dem Versuch, geistes- und naturwissenschaftliche Analyseverfahren zu vereinen, unterscheide er sich gerade von denjenigen - in Sonderheit: syndikalistisch geprägten Betriebsräten von Nuklearanlagen -, die meinen, uns alle über die ethische und moralische Vertretbarkeit oder Verantwortbarkeit der Kernenergie belehren zu können, ohne sich entsprechender Mühen der Analyse befleißigt zu haben, erklärte Sauer.

Stx32.1988.1,2,5,6.4 + Stx33.1988.1,2,5,6.4 (8 Seiten)

 

Niedrigdosis-
strahlung

Strahlenschäden: Radikale Wirkungen geringer Strahlendosen. Geringe Strahlendosen über lange Zeiträume verursachen mehr Zellschäden als höhere Dosen in kurzen Wirkzeiträumen. Strahlenwirkungen auf den Zellkern mit seiner Erbmasse stehen meist im Vordergrund bei der Betrachtung von Strahlenschäden. Forschungen stützen jedoch die Annahme, daß eine von der Strahlendosisleistung abhängige indirekte Schädigung der Zellmembranen über chemische Wirkungen im niedrigen Dosisbereich sehr viel bedeutender ist. Bereits 1972 machte der kanadische Wissenschaftler A. Petkau an künstlichen Zellmembranen die Entdeckung, daß geringe Strahlendosen über längere Zeiträume größere zerstörerische Wirkungen ausüben können, als höhere Dosen über kurze Wirkzeiträume. 1986 stellte Professor Dr. J. Kiefer vom Strahlenzentrum der Universität Gießen für strahlenverursachte Veränderungen im Erbgefüge (Mutationen) vergleichbare Effekte an Kulturen von Hamsterzellen vor. Am 26. Februar 1988 berichtete er auf einem internationalen Symposium in Münster von ergänzenden Untersuchungen an menschlichen Zellen. Beim Versuch, solche Effekte zu erklären, wird um die Wirkung sogenannter freier Sauerstoffradikale aus der Radiolyse des Zellwassers gestritten, mit der sich solche Erscheinungen gut deuten ließen. Die mit dem Namen Petkau zu verbindenden Effekte stehen im Gegensatz zu den Annahmen internationaler und nationaler Strahlenschutzgremien wie ICRP und SSK, die bei ihren Risikoabschätzungen von einem linearen Zusammenhang zwischen Strahlendosis als Ursache und schädigender Wirkung ausgehen. Vielmehr deutet alles daraufhin, daß die Kritiker recht behalten, die mit Hilfe statistischer Überlegungen seit langem einen überlinearen Zusammenhang und damit eine stärkere Schadwirkung im sogenannten Niederdosisbereich begründen.

Stx28.1988.1,2,5.3 (3 Seiten)

 

Niedrigdosis-
strahlung

Vorgeburtliche Strahlenschäden. Zurückhaltendes Schweigen bis Ablehnung sind Reaktionen auf Fragen nach dem Auftreten von Fehlgeburten und Mißbildungen in der Folge des Unglücks von Tschernobyl. Unmittelbare gesundheitliche Schädigungen durch Niedrigdosisstrahlung werden meist bestritten. Beobachtungen über Häufungen von Fehlgeburten und Mißbildungen werden nicht nach außen getragen, mit der Begründung, sie seien nicht unbedingt statistisch bedeutsam. Das mag richtig sein. Erst das Zusammentragen solcher Informationen schafft jedoch die Möglichkeit für klare Aussagen. Krebs stellt dabei nicht den Hauptanteil möglicher Strahlenschäden, sondern gesundheitliche Beeinträchtigungen, die im Übergang zum "Normalen" schwer abgrenzbar sind. Von Thomas Dersee.

Stx4.1987.1,2.2 (2 Seiten)

 

Säuglingssterblichkeit / Geschlechterverhältnis

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Geschlechter-verhältnis

Gesundheitsschäden bei Kernkraftwerken: Epidemiologische Auffälligkeiten um Kernkraftwerke: Synoptische Analyse. Von Alfred Körblein. Seit Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie vor 3 Jahren wurden zwei weitere epidemiologische Studien veröffentlicht, eine zu Fehlbildungen bei Neugeborenen um Kernkraftwerke und eine zum Geschlechterverhältnis bei der Geburt um bayerische Kernkraftwerke. Beide Studien bestätigen die bei der KiKK Studie gefundene Abstandsabhängigkeit, wenn auch wegen kleiner Fallzahlen nicht alle Einzelbefunde statistisch signifikant sind. Eine gemeinsame Analyse der drei Datensätze mit einem nichtlinearen Abstandsmodell (Rayleighverteilung) ergibt eine hochsignifikante Abstandsabhängigkeit des Risikos mit einem Maximum des Effekts zwischen 3 und 5 Kilometern.

Stx576-577.2011.2-5.4 (4 Seiten)

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Geschlechter-verhältnis

Verlorene Kinder. Die Geschlechtschance des Menschen bei der Geburt in Europa und in den USA nach den oberirdischen Atomwaffentests und nach Tschernobyl. Seit der Entdeckung der Mutagenität von ionisierender Strahlung im Tierexperiment wurden schädigende strahlengenetische Effekte auch beim Menschen immer wieder in Betracht gezogen und untersucht. Während das Wissenschaftliche Komitee der Vereinten Nationen für die Wirkung von Atomstrahlung (UNSCEAR) noch im Jahre 2000 die Auffassung vertrat, strahleninduzierte vererbbare Effekte beim Menschen seien bisher nicht belegt, kann man solche Effekte nach dem Unfall von Tschernobyl mit einfachen Mitteln eindeutig nachweisen. Die Ergebnisse von Scherb und Kollegen lassen bei Übertragung auf vollständige Zeiträume und auf die gesamte Weltbevölkerung erahnen, dass die Anzahl der verlorenen Kinder nach den globalen Freisetzungen ionisierender Strahlung in der Größenordnung von mehreren Millionen liegen könnte. Verschärft wird das Problem dadurch, dass auch strahleninduzierte angeborene Fehlbildungen und Totgeburten nach Freisetzung von Radioaktivität in die Biosphäre in etwa der gleichen Größenordung von insgesamt mehren Millionen weltweit langfristig aufgetreten sein könnten. Von Hagen Scherb

Stx558-559.2010.1-4.4 (4 Seiten)

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Geschlechter-verhältnis

Geschlechterverhältnis bei der Geburt in Bayern nach Tschernobyl. Im Januar 1987, 9 Monate nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl, war das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Geburten (Geschlechterverhältnis bei der Geburt) in Bayern signifikant um 5,5 Prozent gegenüber dem Trend der Jahre 1980 bis 1992 erhöht (p=0,0185). Außerdem zeigt sich in diesem Monat ein signifikanter Anstieg des Geschlechterverhältnisses um 0,29 Prozent pro Kilobecquerel Cäsium-137 pro Quadratmeter (kBq/m² Cäsium-137) Bodenbelastung (p=0,011). Nach 1987 ist keine Abweichung des Geschlechterverhältnisses vom Wert vor Tschernobyl für Bayern nachweisbar. Von Alfred Körblein.

Stx556-557.2010.7-10.4 (4 Seiten)

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Säuglings-
sterblichkeit

Säuglingssterblichkeit und Geschlechterverhältnis nach den atmosphärischen Atomwaffentests. Die zeitlichen Trends der Säuglingssterblichkeit in England und in Deutschland zeigen nach Beginn der atmosphärischen Atomwaffentests auffällige Abweichungen von einem gleichmäßig fallenden Verlauf. Mit Hilfe eines geeigneten Regressionsmodells wird die Gesamtzahl der auf Grund des Fallouts der Atomwaffentests zusätzlich gestorbenen Säuglinge zu 77.600 in England und 52.000 in Deutschland geschätzt. Ähnliche Abweichungen von einem glatten ungestörten Verlauf finden sich auch im Verhältnis der Anzahl männlicher zu weiblicher Geburten in England und den USA, nicht aber in Deutschland. Von Alfred Körblein

Stx554-555.2010.1-5.5 (5 Seiten)

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Säuglings-
sterblichkeit

Nur mittelmäßig gesunde Kinder in Deutschland. Trotz wesentlich höherer Ausgaben für das Gesundheitswesen wachsen Kinder in Deutschland unter schlechteren Bedingungen auf als Kinder in Skandinavien oder Frankreich.

Stx512-513.2008.7-8.2 (2 Seiten)

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Säuglings-sterblichkeit

Säuglingssterblichkeit nach Tschernobyl in skandinavischen Ländern. Von Alfred Körblein. Nach Tschernobyl war die Säuglingssterblichkeit in Schweden wie auch in Finnland und Norwegen hochsignifikant um 15,8 Prozent gegenüber dem Trend der Jahre 1976 bis 2006 erhöht. Für 1987 bis 1992 errechnen sich insgesamt 1.209 zusätzlich gestorbene Säuglinge (95%-Vertrauensbereich: 875 bis 1.556).

Stx510-511.2008.1-3.3 (3 Seiten)

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Säuglings-sterblichkeit

Fünffach höheres Krebsrisiko beobachtet, als von der ICRP geschätzt. Krebserkrankungen und Säuglingssterblichkeit nehmen auch mit der Höhe der natürlichen Hintergrundstrahlung zu. Dabei beobachteten Dr. Alfred Körblein und Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann in Bayern ein fünffach höheres Krebsrisiko, als von der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) geschätzt.

Stx486-487.2007.5.1 (1 Seite)

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Säuglings-sterblichkeit

Zunahme von Krebs und Säuglingssterblichkeit mit der natürlichen Hintergrundstrahlung in Bayern. In der Diskussion um die Wirkung niedriger Strahlendosen (Niedrigdosisstrahlung) von Atomanlagen auf die menschliche Gesundheit wird immer wieder mit der natürlichen Strahlung argumentiert: Wenn Niedrigdosisstrahlung vermehrt Krebs hervorriefe oder die Säuglingssterblichkeit erhöhe, dann müßte sich in Gegenden erhöhter natürlicher Strahlung ebenfalls ein Effekt zeigen. Aus dieser Formulierung könnte man schließen, daß dies nicht der Fall sei. Die vorliegende Studie von Dr. Alfred Körblein, Umweltinstitut München, findet aber einen Anstieg der Krebsmortalität und der Säuglingssterblichkeit mit der natürlichen Hintergrundstrahlung in Bayern.

Stx404-405.2003.1-4.4 (4 Seiten)

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Säuglings-sterblichkeit

USA: Die Säuglingssterblichkeit sank dramatisch, nachdem Nuklearanlagen stillgelegt worden waren. Die Säuglingssterblichkeit in der Nähe von fünf US-Atomanlagen sank sofort und dramatisch, nachdem die Reaktoren stillgelegt worden waren. Außerdem kam es in der Nähe von einem der Reaktoren zu einer dramatischen Abnahmen von Kinderkrebs und Todesfällen durch angeborene Defekte, die durch Strahlungsexpositionen verursacht sind. Das zeigt eine Studie des amerikanischen Epidemiologen Joseph J. Mangano vom Radiation and Public Health Project Brooklyn in New York, die im Frühjahr 2001 in der wissenschaftlichen Zeitschrift Environmental Epidemiology and Toxicology veröffentlicht worden war. Die Studie legt nahe, daß die Gesundheit von 42 Millionen Amerikanern, die innerhalb von 50 Meilen in der Abluftrichtung einer Atomanlage leben, durch die Reaktoren beeinträchtigt ist, so der Autor der Studie.

Stx364-365.2002.6.1 (1 Seite)

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Säuglings-sterblichkeit

Niedrige Strahlung - hohes Risiko. Angesichts neuer Forschungsergebnisse über die mutationsauslösende und krebserzeugende Wirkung der ionisierenden Strahlung haben die nationalen und internationalen Expertengremien wiederholt ihre Risikoabschätzungen nach oben korrigiert: Strahlung ist gefährlicher als zuvor gedacht. Als einer der frühen Warner hat auch Prof. Dr. Ernest Sternglass bis in die jüngste Gegenwart hinein wiederholt seine Stimme erhoben. Seine epidemiologischen Studien über die Kindersterblichkeit in den USA in den letzten Jahren der Fallout-Belastung aus den oberirdischen Atomtestserien sind erwartungsgemäß von vielen Seiten stark kritisiert worden. Denn die weltweit in den Atomwaffenprogrammen eingebundenen Wissenschaftler sowie die für die Programme verantwortlichen Politiker und Militärs haben immer "unter der Sicherheit nicht so sehr die Zurückhaltung von Radioaktivität von der Biosphäre, sondern eher die Unterbindung des Informationsflusses an die Bürger verstanden" (W. Köhnlein). Dr.Jay M. Gould, früheres Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des US-Umweltamtes, und Benjamin A. Goldman, Autor des Gift- und Sterblichkeitsatlas von Amerika, stützen sich in ihrem auch in deutscher Sprache erschienenen Buch auf die Arbeiten von Sternglass. Besprechung.

Stx148-149.1993.3-5.3 (3 Seiten)

 

Strahlenempfindlichkeit

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Strahlen-empfindlichkeit

Strahleninduzierte Karzinome der Bauchspeicheldrüse. Zahlreiche Befunde nach Inkorporation von Alphastrahlen und aus dem Berufsmilieu zeigen, dass Pankreaskarzinome durch chronische Strahlenexposition sehr viel empfindlicher erzeugt werden, als aus den Daten der japanischen Atombombenüberlebenden gefolgert wurde. Die Bauchspeicheldrüse muss dringend in die Liste strahlenempfindlicher Organe für die Anerkennung von Berufskrankheiten aufgenommen werden. Von Inge Schmitz-Feuerhake

Stx610-611.2012.5-6.2 (2 Seiten)

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Strahlen-empfindlichkeit

Atomstrahlung ist schädlicher für die Frauen. Frauen leiden deutlich mehr unter den Auswirkungen ionisierender Strahlung als Männer. Darauf macht der Nuclear Information & Resource Service (NIRS) aufmerksam. Bei gleichem Strahlenniveau bestehe für Frauen im Vergleich zu Männern eine dramatische fünfzig Prozent höhere Inzidenz für Krebs und eine fünfzig Prozent höhere Rate von Todes-fällen durch Krebs. Die Daten, die zu diesem Ergebnis führen, stammen aus dem Bericht von 2006 der National Academy of Sciences (BEIR VII) über die biologische Wirkung ionisierender Strahlung. Die höhere Anfälligkeit der Frauen stand jedoch nicht im Mittelpunkt dieser Veröffentlichung, und das Problem blieb unbeachtet.

Stx596-597.2011.10-11.2 (2 Seiten)

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Strahlen-empfindlichkeit

Fertilitätsstörungen beim Mann durch ionisierende Strahlung und Mikrowellen. Dauerhafte Einschränkungen der Zeugungsfähigkeit durch Expositionen mit ionisierender Strahlung zählen zu den deterministischen Strahlenschäden, die eine hohe Organdosis erfordern. Die internationalen Strahlenkomitees ICRP und UNSCEAR verharren in der Vorstellung, dass die Mindestdosis im Falle einer chronischen Belastung noch viel höher sein muss als bei einer akuten, das heißt einmaligen Kurzzeitbestrahlung. Spätestens seit Tschernobyl ist diese Schlussfolgerung überholt. Chronische Strahlenbelastungen im mittleren und unteren Dosisbereich, wie sie beruflich bedingt vorkommen, führen ebenfalls zu bleibenden Fertilitätsstörungen. Auch Mikrowellen können nach neueren Erkenntnissen die Zeugungsfähigkeit herabsetzen. Von Inge Schmitz-Feuerhake

Stx594-595.2011.5-6.2 (2 Seiten)

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Strahlen-empfindlichkeit

Strahlenschutzforschung: Zur Abschätzung der individuellen Strahlenempfindlichkeit. Das Erkennen von Risikogruppen mit erhöhter individueller Strahlenempfindlichkeit hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) zu einem wichtigen Ziel des Strahlenschutzes erklärt. Es hatte dazu das Institut für Strahlenbiologie im GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH in Neuherberg mit einer Studie zur „multiparametrischen Erfassung von Strahlenwirkungen“ beauftragt, deren Ergebnisse im Juli 2006 veröffentlicht worden sind.

Stx470-471.2006.9-10.2 (2 Seiten)

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Strahlen-empfindlichkeit

Übersicht zu den Langzeitfolgen von chronischer Niederdosisbestrahlung. Von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Köln, Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. Die Internationale Strahlenschutzkommission (ICRP) hat quantitative Angaben über die gesundheitlichen Folgen gemacht, die bei Exposition einer Bevölkerung mit niedrigen Strahlendosen zu erwarten sind. Sie wurden von den Befunden bei den japanischen Atombombenüberlebenden abgeleitet und beziehen sich auf drei Gruppen von Effekten: 1. genetische Erkrankungen bei den Nachkommen, 2. Krebssterblichkeit, 3. Entwicklungsstörungen durch Exposition im Mutterleib. Zahlreiche Beobachtungen in kontaminierten Regionen zeigen, daß die ICRP-Risikofaktoren die Schäden durch chronische Niederdosisbestrahlung nach Inkorporation radioaktiver Strahler um Größenordnungen unterschätzen. Alternativ werden die Abschätzungen des European Committee of Radiation Risks ECRR empfohlen.

Stx460-461.2006.1-5.5 (5 Seiten)

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Strahlen-empfindlichkeit

IAEA/WHO-Konferenz: Lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung bestätigt. Bericht zur Konferenz über "Low Doses of Ionising Radiation: Biological Effects and Regulatory Control" vom 17. bis 21. November 1997 in Sevilla, Spanien, von Heiko Ziggel.

Stx262-263.1997.4,9.2 (2 Seiten)

 

Strahlen-empfindlichkeit

Internationaler Workshop in Portsmouth/England: Über 50jährige sind strahlenempfindlicher als vermutet. Im Reaktor Three Mile Island nahe der Stadt Harrisburg (USA) kam es 1979 vermutlich doch zum "GAU". "Strahlenbelastung durch nukleare Anlagen - Nachweis gesundheitlicher Auswirkungen" lautete der Titel eines wissenschaftlichen Workshops, der vom 9. bis 12. Juli 1996 von der Universität Portsmouth und der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. durchgeführt wurde. 80 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus aller Welt diskutierten in Portsmouth neueste Ergebnisse.

Stx230-231.1996.1,2.2 (2 Seiten)

 

Strahlen-empfindlichkeit

Niedrigdosisstrahlung: Zunahme des strahlungsbedingten Krebsrisikos mit dem Alter gefunden. Bei Erwachsenen über 40 Jahre steigt das Krebsrisiko nach einer Belastung mit radioaktiver Strahlung dramatisch an: um das bis zu 20-fache. Dieses Forschungsergebnis wurde von Dr. Alice Stewart anläßlich einer Tagung über Uranbergbau und Gesundheit vorgestellt. die am 6. November 1993 von der unabhängigen französischen Forschungsgruppe CRII-Rad in Limoges in Frankreich veranstaltet wurde. Ein Bericht von Peter Diehl.

Stx166-167.1993.4,5.2 (2 Seiten)

 

Strahlen-empfindlichkeit

Die Enkel sind 100-fach strahlenempfindlicher als die Großeltern. On seinem Buch "Radiation und Human Health" versuchte John Gofman 1981 erstmals eine grobe Abschätzung des altersabhängigen Strahlenrisikos. Nach seiner Analyse der damals zugänglichen Literaturdaten ist das Risiko extrem hoch im Mutterleib sowie bei Neugeborenen. Bei Säuglingen ist es drei- bis vierfach höher als bei 20-jährigen, deren Risiko wiederum dreifach über dem der 40-jährigen und mehr als 30-fach über dem der 60-jährigen liegt. Darauf wies Prof. Dr. Roland Scholz, München, im Februar 1993 hin.

Stx148-149.1993.2.1 (1 Seite)

 

Strahlen-empfindlichkeit

Das Dogma "gleiche Dosis, gleiches Risiko" ist ins Wanken geraten. Körperzellen sind unterschiedlich strahlenempfindlich; diese Eigenschaft wird zu therapeutischen Zwecken bei der Tumorbestrahlung genutzt. Patienten reagieren nach therapeutischer Röntgenbestrahlung verschieden heftig mit Nebenwirkungen. Die Strahlenempfindlichkeit nimmt im Laufe des Lebens ab. Krebs kann familiär gehäuft vorkommen. Für diese Phänomene könnte es eine gemeinsame Erklärung geben: Die Reparatursysteme, mit denen die Zellen ausgestattet sind, um Veränderungen (Mutationen) zu beseitigen, sind unterschiedlich wirksam und leistungsfähig. Das erklärte der Arzt und Biochemiker Dr. Roland Scholz, Professor am Institut für Physiologische Chemie, Physikalische Biochemie und Zellbiologie der Universität München, am 2. November 1989 auf der Tagung "Niedrigdosisstrahlung und Gesundheit" in Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Strahlentelex dokumentiert seinen Vortrag "Strahlensensibilität und DNA-Reparatur - Zum Mechanismus und Polymorphismus von Enzymsystemen zur Reparatur von DNA-Schäden".

Stx74-75.1990.1,3-5.4 (4 Seiten)

 

Strahlen-empfindlichkeit

Rosalie Bertell: "Die empfindlichsten Menschen müssen beobachtet werden". Während am 12. und 13. Juli 1989 in Birmingham in England eine Konferenz zu Radioaktivität und Krebs-Epidemiologie stattfand, besuchte die international renommierte Wissenschaftlerin Dr. Rosalie Bertell auf Einladung der Ärztevereinigung zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) Berlin. Die Kongreßankündigung für Birmingham hatte des ausdrücklichen Hinweis enthalten, daß Beiträge "zu politischen Themen", wie die Festsetzung zulässiger Grenzwerte, unerwünscht seien. Frau Bertell betreibt seit Anfang der 70er Jahre Krebsforschung und ist Leiterin des "International Institute of Concern for Public Health" in Toronto/Kanada. 1986 wurde ihr, die dem Orden der "Grauen Nonnen" angehört, der "Alternative Nobelpreis" Right Livelihood Award verliehen. In Berlin gab Frau Bertell ein Interview, das Wieland Giebel mit ihr führte.

Stx62-63.1989.2.1 (1 Seite)

 

Strahlen-empfindlichkeit

Strahlenschäden: Die Gefährdung ist abhängig vom Lebensalter. Abhängig vom Lebensalter zum Zeitpunkt der Strahleneinwirkung ist die Höhe des Risikos, in der weiteren Lebenszeit an Krebs zu erkranken. Ohne die Zahl der Erkrankungen insgesamt zu berücksichtigen kam 1985 auch das Institut für Strahlenschutz der Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung (GfS) anhand der reinen Sterblichkeitsraten für Brust- und Lungenkrebs zu dem Ergebnis einer deutlichen Altersabhängigkeit der Gefährdung.

Stx27.1988.5.1 (1 Seite)

 

Strahlen-empfindlichkeit

Strahlenschäden: Radioaktivität gefährlicher als angenommen. Seit 1977 galt die Empfehlung Nr. 26 der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) für die meisten nationalen und internationalen Strahlenschutzgremien als Grundlage eigener Aussagen. Die ICRP behauptete stets, mit ihren Richtwerten auf der sicheren Seite zu liegen. Seit von 1976 an erste Rechnungen angestellt wurden, nach denen die Neutronen der im August 1945 von den USA über der japanischen Industriestadt Hiroshima abgeworfenen Atombombe weicher und stärker abgeschirmt waren als bis dahin angenommen, gibt es Stimmen, die dafür plädieren, die Belastungsrichtwerte um einen Faktor 2 bis 8 und mehr zu senken. Abhängig vom Lebensalter zum Zeitpunkt der Strahleneinwirkung ist zudem die Höhe des Risikos, in der weiteren Lebenszeit an Krebs zu erkranken.

Stx26.1988.2,5.2 (2 Seiten)

 

Strahlenrisiko

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Strahlenrisiko

Radon erhöht auch das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Ergebnisse der Schweizerischen Nationalen Kohortenstudie des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts. Daß das aus der natürlichen Uran-Zerfallsreihe stammende Edelgas Radon Lungenkrebs verursachen kann, ist unbestritten. Jetzt zeigen Untersuchungen des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts (Swiss TPH) im Rahmen einer Schweizerischen Nationalen Kohortenstudie aber auch, daß Radon in den Wohnräumen auch das Risiko erhöht, an bösartigem Hautkrebs (malignes Melanom) zu erkranken.

Stx732-733.2017.6-7.2 (2 Seiten)

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Strahlenrisiko

Gefahren ionisierender Strahlung. Wissenschaftler verweisen auf neue Datenlage. Am 8. Oktober 2014 informierte die Ärzteorganisation IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs / Ärzte in Sozialer Verantwortung) auf einer Fachtagung mit Politikern und Wissenschaftsjournalisten in Berlin über die gesundheitlichen Folgen ionisierender Strahlung. Der Epidemiologe Prof. Dr. med. Wolfgang Hoffmann und der Kinderarzt Dr. med. Alex Rosen erläuterten, dass groß angelegte epidemiologische Studien der letzten 15 Jahre das Verständnis von biologischen Effekten durch Radioaktivität, Röntgenstrahlen und anderen Formen ionisierender Strahlung grundlegend verändert haben. Ein Bericht von Alex Rosen.

Stx668-669.2014.4.1 (1 Seite)

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Strahlenrisiko

Nicht-Krebserkrankungen durch ionisierende Strahlen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch ionisierende Strahlen. Neuere Erkenntnisse über Effekte bei niedriger Dosis und chronischer Exposition. Bis vor wenigen Jahren wurden offiziell nur Krebserkrankungen und genetische Schäden als Niederdosiseffekte ionisierender Strahlung für möglich gehalten. Die vorliegende Arbeit enthält eine Einführung in den gegenwärtigen Erkenntnisstand über andere strahlenbedingte Erkrankungen, die bei niedriger Dosis zu erwarten sind: bei beruflich Strahlenexponierten, nach Umweltkontaminationen und durch diagnostische Expositionen. Es zeigt sich, dass das bislang bevorzugte Referenzkollektiv zur Beurteilung von Strahlenschäden, die Atombombenüberlebenden von Hiroshima und Nagasaki, für nicht-karzinogene Krankheiten im Falle chronischer oder fraktionierter Expositionen ungeeignet ist. Dieses wird anhand der Ergebnisse über Herz-Kreislauf-Erkrankungen dargestellt.

In der Fachwelt wurde der relativ hohe Dosisgrenzwert für beruflich strahlenexponierte Personen von 100 Millisievert (mSv) innerhalb von 5 Jahren früher damit gerechtfertigt, dass die Strahlenrisiken konservativ abgeschätzt und statistisch erkennbare Effekte in diesem Dosisbereich nicht zu erwarten seien. Dies trifft jedoch auch für Krebserkrankungen nicht zu, ohne dass diese Erkenntnisse bislang die unzureichende Anerkennung berufsbedingter Erkrankungen verbessert hätten. Die nun evidenten zusätzlichen Gefährdungen durch ionisierende Bestrahlungen am Arbeitsplatz machen eine diesbezügliche Revision der Berufskrankheitenverordnung umso dringender erforderlich.

Von Inge Schmitz-Feuerhake und Sebastian Pflugbeil, für Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. und Bund zur Unterstützung Radargeschädigter e.V.

Stx628-629.2013.6-12.7 (7 Seiten)

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Strahlenrisiko

Strahleninduzierte Karzinome der Bauchspeicheldrüse. Zahlreiche Befunde nach Inkorporation von Alphastrahlen und aus dem Berufsmilieu zeigen, dass Pankreaskarzinome durch chronische Strahlenexposition sehr viel empfindlicher erzeugt werden, als aus den Daten der japanischen Atombombenüberlebenden gefolgert wurde. Die Bauchspeicheldrüse muss dringend in die Liste strahlenempfindlicher Organe für die Anerkennung von Berufskrankheiten aufgenommen werden. Von Inge Schmitz-Feuerhake

Stx610-611.2012.5-6.2 (2 Seiten)

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Strahlenrisiko

Die Kenntnisse über Gesundheitsschäden durch Radioaktivität im Tabak wurden jahrzehntelang von der Industrie unterdrückt. Tabakkonzerne wußten mehr als 4 Jahrzehnte lang, daß Zigarettenrauch radioaktive Alphateilchen enthält und entwickelten ein „tiefes und intimes“ Wissen über das krebserregende Potential dieser Partikel, speziell Polonium-210. Dieses Wissen wurde aber mit Absicht vor der Öffentlichkeit geheimgehalten. Das zeigt eine Studie auf, die online im Magazin „Nicotine & Tobacco Research“, dem Studienjournal der „Society for Research on Nicotin and Tobacco“ veröffentlicht wurde. Die Autoren analysierten Dutzende von früher nicht untersuchten internen Dokumenten der Tabakindustrie, die im Jahre 1998 als Ergebnis einer juristischen Auseinandersetzung zugänglich wurden.

Stx604-605.2012.8.1 (1 Seite)

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Strahlenrisiko

Strahlenwirkungen: Überlegungen zur biologischen Wirkung von Neutronenstrahlung und deren Bewertung. Durch den politisch bechlossenen Ausstieg aus der Kernenergie sind die Entsorgungsprobleme verbrauchter Kern-brennstoffe bei weitem nicht gelöst. Das durch das Zwischenlagern und den Transport von Castorbehältern bedingte Problem der Strahlenbelastung besteht weiterhin. Die Bewertung der aus einem solchen Behälter austretenden Strahlung (Neutronen- und Gamma-Strahlung) war und ist nach wie vor umstritten. Es ist daher angebracht, erneut das von Neutronenstrahlung ausgehende Risiko zu diskutieren. Von Wolfgang Köhnlein.

Stx602-603.2012.10-13.pdf (4 Seiten)

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Strahlenrisiko

Der lange Abschied von der unschädlichen Dosisschwelle. Anerkannte Strahleneffekte im Niederdosisbereich und ausstehende Korrekturen. Bereits vor langer Zeit wurde das Prinzip des „stochastischen“ Schadens für strahlenbedingte Krebs- und Erbkrankheiten von der internationalen Strahlenschutzkommission ICRP eingeführt. Es sollte den als eher unwahrscheinlich beschriebenen Ernstfall zur sicheren Seite hin abdecken, indem zugestanden wurde, dass ein einzelnes Strahlenquant im Prinzip einen gravierenden Spätschaden auslösen kann. Grenzwerte mussten seitdem stets mit einem entsprechend hohen gesellschaftlichen Nutzen gerechtfertigt werden, da sie reale Schadensfälle zuließen. Anwender und etliche Standesorganisationen sind bis heute gegen dieses Prinzip Sturm gelaufen und nach Fukushima wurde vielstimmig die Behauptung lanciert, unter 100 Millisievert (mSv) seien keine statistisch erkennbaren Schäden möglich. Demgegenüber liegen Evidenzen aus den Bereichen vorgeburtliche Röntgendiagnostik, Folgen bei den japanischen Atombombenüberlebenden, Radon in Häusern und berufliche Expositionen vor, die man heute als den akzeptierten Stand der Erkenntnis ansehen muss. Hinzu kommen als Beleg für die Wirksamkeit chronischer Expositionen durch Umweltradioaktivität die Befunde am Fluss Techa im Südural, wo die Bevölkerung durch die Emissionen der Plutoniumaufarbeitungsanlage Mayak kontaminiert wurde. Umwelteffekte durch andere kerntechnische Anlagen werden jedoch weiterhin offiziell geleugnet. Nachgewiesene Spätfolgen diagnostischer Bestrahlungen von Kindern und Erwachsenen werden nach wie vor ignoriert. Außerdem werden eine ganze Reihe von strahlenbedingten Nicht-Krebserkrankungen, genetischen und teratogenen Schäden nicht berücksichtigt, die insbesondere nach dem Tschernobylunfall auffällig geworden sind. Von Inge Schmitz-Feuerhake, Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.

Stx602-603.2012.4-10.7 (7 Seiten)

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Here you will find in Japanese the critique of the assertion, that radiation effects are not observable below 100 Millisievert:

「無害な放射線閾値」からの時間のかかる決別

低線量領域内で認知されている放射線の影響と残された修正点

The paper was written by Dr. Inge Schmitz-Feuerhake of the German Society for Radiation Protection, professor of physics at the university of Bremen, Germany (retired). The Japanese translation was accomplished by a member of ACSIR (Association of Citizens and Scientists Concerned about Internal Radiation Exposure), Japan.

Shortened form in English

Strahlenrisiko

Atomstrahlung ist schädlicher für die Frauen. Frauen leiden deutlich mehr unter den Auswirkungen ionisierender Strahlung als Männer. Darauf macht der Nuclear Information & Resource Service (NIRS) aufmerksam. Bei gleichem Strahlenniveau bestehe für Frauen im Vergleich zu Männern eine dramatische fünfzig Prozent höhere Inzidenz für Krebs und eine fünfzig Prozent höhere Rate von Todes-fällen durch Krebs. Die Daten, die zu diesem Ergebnis führen, stammen aus dem Bericht von 2006 der National Academy of Sciences (BEIR VII) über die biologische Wirkung ionisierender Strahlung. Die höhere Anfälligkeit der Frauen stand jedoch nicht im Mittelpunkt dieser Veröffentlichung, und das Problem blieb unbeachtet.

Stx596-597.2011.10-11.2 (2 Seiten)

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Strahlenrisiko

Strahlenschutz: Kalkulierter Strahlentod. Die Grenzwerte für radioaktiv verstrahlte Lebensmittel in Japan und Europa sind viel zu hoch und nehmen tausende Strahlenkrebstote in Kauf. Die Aufnahme von Radionukliden mit der Nahrung ist nach Reaktorkatstrophen wie der von Tschernobyl vor 25 Jahren und jetzt der von Fukushima mittel- und langfristig der wichtigste Belastungspfad. Eine drastische Absenkung der Grenzwerte für radioaktiv verstrahlte Lebensmittel in Europa und Japan fordern deshalb jetzt die Verbraucherorganisation foodwatch und die deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW). Nach den Berechnungsgrundlagen der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) würde eine Ausschöpfung der derzeit in Japan und in Europa für die Einfuhr japanischer Lebensmittel geltenden Grenzwerte für Nahrungsmittel in Deutschland zu mehr als 150.000 Krebstoten jährlich führen, heißt es in einem am 20. September 2011 in Berlin vorgestellten Report der beiden Organisationen. Und würde die gesamte deutsche Bevölkerung sich von Lebensmitteln ernähren, die lediglich in Höhe von 5 Prozent dieser Grenzwerte belastet sind, wäre immer noch mit mindestens 7.700 zusätzlichen Krebstoten jährlich zu rechnen. Nach anderen Berechnungsgrundlagen als jenen der ICRP könnten es noch deutlich mehr sein und hinzu käme ein breites Spektrum verschiedenster Erkrankungen und genetischer Schädigungen. foodwatch und IPPNW beziehen sich dabei auf ein Gutachten der Vorstandsmitglieder der deutschen Gesellschaft für Strahlenschutz Thomas Dersee und Sebastian Pflugbeil, die beide auch die Redaktion des Fachinformationsdienstes Strahlentelex bilden. Report und Gutachten sind im Internet auf den Webseiten von foodwatch, IPPNW und Strahlentelex in deutscher, japanischer, englischer und französischer Sprache frei abrufbar.

Stx594-595.2011.1-4.4 (4 Seiten)

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Strahlenrisiko

An der Atomenergie festzuhalten ist leichtfertige Realitätsverweigerung. Die amerikanische Organisation Physicians for Social Responsibility (PSR), die sich auf den Schutz der öffentlichen Gesundheit verpflichtet hat, drängt auf die Abschaltung aller zur Zeit in den USA betriebenen Kernkraftwerke und fordert die Kongreßabgeordneten auf, die Subventionierung des Baus neuer Kernkraftwerke durch staatliche Bürgschaften für Kredite und Versicherungsprämien zu verweigern. Weshalb? Der emeritierte Professor für Physik und Umweltwissenschaft an der Portland State University in Oregon (USA) Rudi H. Nussbaum nennt die wissenschaftlichen und die Vernunftgründe für einen so kompromißlosen Standpunkt. Von Rudi H. Nussbaum.

Stx586-587.2011.4-5.2 (2 Seiten)

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Strahlenrisiko

Schon geringe Strahlendosen gefährden das Herz. Bereits geringe Mengen von Strahlung können kardiovaskuläre Erkrankungen verursachen und mit der Dosis steigt auch das Risiko. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Oktober 2009 veröffentlichte Untersuchung von Epidemiologen des Imperial College London.

Stx550-551.2009.3-4.2 (2 Seiten)

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Strahlenrisiko

Die Induktion gutartiger Tumore durch ionisierende Strahlung – ein vernachlässigtes Kapitel von Strahlenrisikobetrachtungen. Die Induktion gutartiger (benigner) Tumore durch ionisierende Strahlung ist ein vernachlässigtes Thema von Strahlenrisikobetrachtungen, da internationale Strahlenschutzgremien als Kriterium zur Empfehlung von Grenzwerten und von Schutzmaßnahmen ausschließlich die Wahrscheinlichkeit von Krebserkrankungen zu Grunde legen. In der Berufskrankheitenverordnung stehen die gutartigen Tumore nicht auf der Liste anzuerkennender Strahlenschäden, obwohl auch diese zu erheblichen Beeinträchtigungen der Gesundheit bis hin zur Berufsunfähigkeit führen können. Es ist daher erforderlich, die Befunde im Niederdosisbereich und Erkenntnisse über Dosiswirkungsbeziehungen in die Risikobetrachtungen einzubeziehen. Die Internationale Strahlenschutzkommission (ICRP), auf deren Empfehlungen die deutsche Strahlenschutzverordnung im wesentlichen basiert, listet die benignen Tumore unter den zu beachtenden Strahlenschäden bei niedriger Dosis nicht auf. Weitere wissenschaftliche Einrichtungen, die international große Beachtung finden und regelmäßig Beurteilungen von Strahlenrisiken veröffentlichen, sind das UNSCEAR-Komitee (United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation) und dasjenige der U.S.-amerikanischen Academy of Sciences BEIR (Biological Effects of Ionizing Radiation). Letzte haben in ihren früheren Reports auch die historischen Befunde über benigne Tumore in verschiedenen Körpergeweben, die nach Strahlentherapie aufgetreten sind, aufgeführt. Im Bericht des BEIR-Komitees von 2006 werden in einem Kapitel „Benign Neoplasms“ mehrere große Studien ab 1992 zitiert, unter anderem die Ergebnisse über Tumore des Zentralnervensystems (ZNS) bei den Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. In einer Zusammenfassung für die Öffentlichkeit heißt es dazu (BEIR VII): „Radiation exposure has also been shown to increase risks of some benign tumors, but data are inadequate to quantify this risk.“ Die Einschätzung, dass das Risiko nicht quantifiziert werden kann, entspricht allerdings in weiten Teilen nicht dem Stand der Wissenschaft. Von Inge Schmitz-Feuerhake.

Stx548-549.2009.1-5.5 (5 Seiten)

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Strahlenrisiko

Kinderkrebs um Atomkraftwerke: „Das Ergebnis der KiKK-Studie verlangt eine kritische Überprüfung der Annahmen und Modelle des Strahlenschutzes“. Eine ausführliche Darstellung und Betrachtungen zur Bedeutung der Fall-Kontrollstudie des Mainzer Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken in Deutschland (KiKK-Studie von Ende 2007 hat jetzt Rudi H. Nussbaum, emeritierter Professor der Physik an der Portland State University in Oregon (USA), in der Juli/September-Ausgabe 2009 des International Journal of Occupational and Environmental Health veröffentlicht. Nussbaum stellt die Studie im Kontext anderer aktueller wissenschaftlicher Arbeiten dar und befaßt sich ausführlich mit der unverständlichen Schlußfolgerung der Autoren der KiKK-Studie (Kaatsch, Spix, Schmiedel, Schulze-Rath, Mergenthaler und Blettner), daß Radioaktivität als Ursache für die vermehrten Krebserkrankungen von Kindern in der Umgebung von Atomkraftwerken grundsätzlich auszuschließen sei. „Diese nicht gerechtfertigte Schlußfolgerung illustriert die Dissonanz zwischen Annahmen und Beweisen“, kommentiert Nussbaum und rügt, daß der „gegenwärtige Kenntnisstand der Radiobiologie“ in seiner am weitesten verbreiteten Version eine ganze Reihe radiobiologischer und dosimetrischer Faktoren nicht zur Kenntnis nimmt.

Stx544-545.2009.2-3.2 (2 Seiten)

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Strahlenrisiko

Kinderkrebs um Atomkraftwerke: SSK in Erklärungsnot. Die Mitglieder der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK) geben sich ahnungslos, woher die vermehrten Leukämieerkrankungen bei den Atomkraftwerken kommen mögen und sind auf der Suche nach dem „molekulargenetischen Faktor“ bei Krümmel, Sellafield und Dounray. Bericht von einem „Fachgespräch“ im Februar 2009 in Bonn. Von Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.

Stx532-533.2009.1-5.5 (5 Seiten)

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Strahlenrisiko

Medizinische und berufliche Strahlenbelastung: Herzerkrankungen durch niedrigdosierte Bestrahlungstherapien. Hochdosierte therapeutische Bestrahlungsbehandlungen von meist 30 bis 40 Gray, wie sie bei der Behandlung etwa von Brustkrebs oder Hodgkin-Lymphomen angewendet werden, sind dafür bekannt, das Risiko für Herzerkrankungen zu erhöhen. Es gibt aber auch Hinweise darauf, daß für Patienten, die mit kardialen Dosen von weniger als 4 Gray bestrahlt wurden (etwa bei der Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren), ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen besteht. Eine neue Studie mit 64.937 männlichen Beschäftigten der Atomwirtschaft in Großbritannien, die im International Journal of Epidemiology veröffentlicht wurde, fand nun ebenfalls einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen Strahlenbelastungen mit niedrigen Dosen und Herzerkrankungen. Für dabei 42.426 aufgrund persönlicher Dosimetriedaten als „Strahlenarbeiter“ identifizierte Personen geben die Autoren eine Erhöhung des Risikos, an Herzerkrankungen zu sterben, von 65 Prozent pro Sievert über das Arbeitsleben kumulierte Strahlenbelastung an. (McGeoghegan et al. 2008: p < 0,001, ERR = 0,65 (90%-CI 0,36-0,98) Sv-1).

Stx524-525.2008.11.1 (1 Seite)

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Strahlenrisiko

Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Strahlenrisiken sind wissenschaftlich nachweisbar, von denen sich behördliche Kalkulationen nichts träumen lassen. Evidenz – Kontroverse – Konsequenz: Umweltmedizin-Symposion der Gesellschaft für Strahlenschutz vom 28. September 2008 in Berlin. Die Kinderkrebsstudie des Kinderkrebsregisters in Mainz (KiKK-Studie) alarmierte zum Jahreswechsel 2007/2008 mit dem Nachweis, daß das Erkrankungsrisiko für Leukämie und andere Krebserkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren zunimmt, je näher sie bei einem der deutschen Kernkraftwerke leben. Gegenstand eines am 28. September 2008 von der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. und mit Unterstützung des Instituts für Humangenetik der Charité auf dem Campus des Virchow Klinikums in Berlin veranstalteten umweltmedizinischen Symposions waren die Hintergründe der Studie und die Kontroversen über die Bewertung der Ergebnisse. Der wissenschaftliche Kontext, die von der Studie unbefriedigend behandelten Fragen und die Schwierigkeiten, aus den Ergebnissen epidemiologischer Studien angemessene wissenschaftliche, politische, wirtschaftliche und humanitäre Konsequenzen zu ziehen, wurden beleuchtet. Es ging konkret um die Frage, ob die bisher geübte Praxis, ionisierende Strahlen als mögliche Krankheitsverursacher grundsätzlich auszuschließen, weil die errechnete Strahlendosis und das angenommene Strahlenrisiko zu gering seien, um die beobachtete Zunahme der Krankheitsfälle zu erklären, angesichts der Faktenlage noch gerechtfertigt werden kann. Tatsächlich erweist sich bei näherer Betrachtung nicht nur die Strahlendosis als nach amtlicher Vorschrift generell falsch errechnet, sondern auch das zum Ausschluß verwendete Strahlenrisiko: Sowohl das Lebensalter bei der Bestrahlung, als auch die spezifische Art und Energie der Bestrahlung, deren spezifische „relative biological effectiveness“, bleiben bisher unberücksichtigt. Diese Daten sind auch bisher weitgehend unbekannt oder unpubliziert und würden das ganze heutige Gedankengebäude des amtlichen Strahlenschutzes zum Einsturz bringen. Welche Erkenntnisse sich wann und wie durchsetzen, wird schlicht von Lobbyinteressen bestimmt. Diese Erkenntnis konnten die Teilnehmer eines Symposions Umweltmedizin am 28. September 2008 in Berlin gewinnen, aber nicht nur das. Tagungsreader_Berlin_2008.

Stx522-523.2008.1-7.7 (7 Seiten)

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Strahlenrisiko

Strahlenbiologie: Für Auger-Elektronen aussendende Radioisotope lassen sich keine Werte für die dosisabhängige relative biologische Wirksamkeit (RBW-Werte) angeben. Das Bild von sogenannten Auger-Elektronen emittierenden Radioisotopen in der Strahlenbiologie beginnt sich zu wandeln und in jedem Fall zu differenzieren. Wegen unerwarteter experimenteller Ergebnisse ließen sich keine Werte für das Konzept der dosisbasierten relativen biologischen Wirksamkeit (RBW-Werte) bestimmen. Derartige Angaben müssen nun mit großem Vorbehalt betrachtet werden. Das erklären die Autoren des im Mai 2008 in der Schriftenreihe Reaktorsicherheit und Strahlenschutz des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit veröffentlichten Abschlußberichtes (BMU-2008-712) über „Untersuchungen der Auger-Emitter abhängigen biologischen Wirksamkeit zur Ermittlung des Strahlungs-Wichtungsfaktors für Auger-Elektronen“ am Forschungszentrum Jülich. (F.A.H. Schneeweiss, A. Turtoi, E. Pomplun, G. Sutmann, 2008)

Stx514-515.2008.2-3.2 (2 Seiten)

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Strahlenrisiko

Übersicht zu den Langzeitfolgen von chronischer Niederdosisbestrahlung. Von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Köln, Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. Die Internationale Strahlenschutzkommission (ICRP) hat quantitative Angaben über die gesundheitlichen Folgen gemacht, die bei Exposition einer Bevölkerung mit niedrigen Strahlendosen zu erwarten sind. Sie wurden von den Befunden bei den japanischen Atombombenüberlebenden abgeleitet und beziehen sich auf drei Gruppen von Effekten: 1. genetische Erkrankungen bei den Nachkommen, 2. Krebssterblichkeit, 3. Entwicklungsstörungen durch Exposition im Mutterleib. Zahlreiche Beobachtungen in kontaminierten Regionen zeigen, daß die ICRP-Risikofaktoren die Schäden durch chronische Niederdosisbestrahlung nach Inkorporation radioaktiver Strahler um Größenordnungen unterschätzen. Alternativ werden die Abschätzungen des European Committee of Radiation Risks ECRR empfohlen.

Stx460-461.2006.1-5.5 (5 Seiten)

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Strahlenrisiko

Epidemiologie: Kosmische Strahlung erhöht das Risiko für Grauen Star bei Flugpiloten. Fliegen setzt Fluggäste und Flugpersonal ionisierender Strahlung kosmischen Ursprungs und Sekundärstrahlung aus der Kollision galaktischer Partikel mit Luftpartikeln und dem Material des Flugkörpers aus. Strahleninduzierte Linsentrübungen (Grauer Star, Katarakt) sind zudem allgemein bekannt. Zur Ermittlung des Erkrankungsrisikos von Flugpersonal untersuchten Vilhjalmur Rafnsson von der Abteilung für Präventivmedizin der Universität von Island in Reykjavik und Kollegen im Rahmen einer Fall-Kontrollstudie 445 Personen mit und ohne Linsenschädigungen. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift Archives of Ophthalmology. Das Risiko an einem strahleninduzierten Katarakt zu erkranken, war demzufolge für Piloten 3-fach höher als für Nicht-Piloten.

Stx448-449.2005.5.1 (1 Seite)

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Strahlenrisiko

US-Strahlenkommission: "Es gibt keine sicheren Strahlendosen". Bericht BEIR VII im Juni 2005 veröffentlicht. Eine von der US-amerikanischen Nationalen Akademie der Naturwissenschaften (U.S. National Academy of Sciences, NAS) einberufene Kommission (BEIR) mit dem Auftrag, die Gefahren niedrigenergetischer und niedrigdosierter ionisierender Strahlung zu untersuchen, ist jetzt zu dem Schluß gelangt "daß es unwahrscheinlich ist, daß eine Schwelle für die Erzeugung von Krebs existiert". Die Kommission nimmt eine lineare Dosis/Wirkungs-Beziehung an, bis hinunter in niedrige Dosisbereiche. Ferner gebe es reichlich Daten über strahleninduzierte vererbliche Mutationen bei Mäusen und anderen Organismen. Daher gebe es keinen Grund anzunehmen, daß Menschen von dieser Art Schädigung ausgenommen sein könnten. Andere Gesundheitsschädigungen als Krebs, wie Herzerkrankungen und Schlaganfälle, gingen zwar mit höheren Strahlendosen nachweislich einher, um aber einen Zusammenhang auch bei niedrigen und chronisch verabfolgten Strahlendosen herstellen zu können, sei die Datenbasis nicht ausreichend. Dasselbe nimmt die Kommission auch für gutartige Tumore an, weil es dafür nicht genügend Daten gebe, dieses Risiko zu quantifizieren.

Stx446-447.2005.1,2.2 (2 Seiten)

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Strahlenrisiko

Strahlenschäden: Wie verlässlich sind die Grenzwerte? Neue Erkenntnisse über die Wirkung inkorporierter Radioaktivität. Von Inge Schmitz-Feuerhake. Es werden unvollständige Annahmen über die zu erwartenden Effekte bei niedriger Strahlendosis gemacht. Die japanischen Atombombenüberlebenden sind keine geeignete Referenzbevölkerung zur Beurteilung der Gesundheitsschäden durch Umweltradioaktivität. Das System zur Sicherung der Einhaltung der Grenzwerte ist fehlerhaft. Angesichts der Fülle der zu beobachtenden Effekte nach Tschernobyl wird klar, dass sich die Dosis mit Hilfe der herkömmlichen und amtlich vorgeschriebenen Methodik nicht bestimmen läßt. Außer in den direkten Anrainerländern Ukraine und Weißrussland wurde nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl auch aus dem Nachbarland Türkei eine Zunahme von Fehlbildungen bei Säuglingen gemeldet. Erstaunlich sind auch die Effekte in weit entfernten europäischen Ländern. Das erklärte Frau Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Köln, in ihrem Beitrag auf dem 2. Fachgespräch zur Situation im Atommüll-Endlager Asse II in Wolfenbüttel am 23. April 2005. Strahlentelex dokumentiert hier diesen Beitrag.

Stx442-443.2005.1-6.6 (6 Seiten)

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Strahlenrisiko

CERRIE Minderheitenbericht 2004: Heftige Auseinandersetzung in Großbritannien um Strahlenwirkungen. Das britische Komitee zur Untersuchung von Strahlenrisiken aus interner Bestrahlung (CERRIE) weist abweichende Meinungen zurück. Vorwürfe von Voreingenommenheit und Unterdrückung wissenschaftlicher Diskussion. Ein Minderheitenbericht des Komitees zur Untersuchung von Strahlenrisiken aus interner Bestrahlung (CERRIE) ist am 8. September 2004 im Britischen Unterhaus vorgestellt worden. Der frühere Labour-Umweltminister und Parlamentsabgeordnete Michael Meacher stellte den Bericht zusammen mit den Komiteemitgliedern Dr. Chris Busby, Richard Bramhall und Dr. Paul Dorfman, einem Mitglied des Sekretariats dieses Ausschusses, vor. Der Minderheitenbericht enthält die Meinungen, Belege und weiterführende Literatur, die von dem im Oktober 2004 veröffentlichten Hauptbericht ausgeschlossen worden sind. Die CERRIE-Kommission war im Jahre 2001 vom damaligen Umweltminister Michael Meacher eingesetzt worden, nachdem die britische Low Level Radiation Campaign (LLRC) dargelegt hatte, daß die Modelle, die die Regierung zur Einschätzung des Strahlenrisikos annimmt, fehlerhaft sind und zu einer wesentlichen Unterschätzung der Schäden durch Radioaktivität in der Umwelt führen.

Stx432-433.2005.1-3.3 (3 Seiten)

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Strahlenrisiko

Der Inhalt des UNSCEAR '94-Berichtes. Das Wissenschaftliche Komitee zu den Auswirkungen von Atomstrahlung der Vereinten Nationen (United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation - UNSCEAR) legt in unregelmäßigen Abständen der UNO-Generalversammlung eine Bewertung der Gesundheitsschäden infolge einer Strahlenbelastung vor. Der von dem Physiker Heiko Ziggel, Universität Portsmouth, England, dargestellte UNSCEAR-Bericht aus dem Jahre 1994 ist der bisher zwölfte Bericht an die Generalversammlung und bildet zusammen mit dem Bericht des Jahres 1993 die Zusammenstellung einer breit angelegten Untersuchung zu Quellen und Auswirkungen ionisierender Strahlung. Neben dem UNSCEAR-Komitee befassen sich auch das Komitee zu den Biologischen Auswirkungen Ionisierender Strahlung (Committee on the Biological Effects of Ionizing Radiation - BEIR) der Amerikanischen Akademie der Wissenschaften sowie die Internationale Strahlenschutzkommission (International Commission on Radiological Protection - ICRP) in ihren Empfehlungen mit der Bewertung und Bestimmung des Strahlenrisikos. Gemeinhin finden die Berichte dieser Komitees bzw. die Empfehlungen der ICRP internationale Beachtung, obwohl neue Erkenntnisse meist nur zögerlich oder abgeschwächt in diese Berichte Eingang finden.

Stx224-225.1996.6,12-15.5 (5 Seiten)

Strahlenrisiko

Britische Strahlenschutzkommission bewertet das Krebsrisiko nach Bestrahlung. In ihrem Bericht von 1995 (Risk of Radiation-induced Cancer at Low Doses and Low Dose Rates for Radiation Protection Purposes) erstellte die Britische Strahlenschutzkommission (NRPB) eine Übersicht von Arbeiten zum Thema Risikobewertung der Krebsentstehung durch ionisierende Niedrigdosisstrahlung. Es existiere keine Schwelle und somit ein linearer Dosiswirkungseffekt, heißt es darin zusammenfassend.

Stx218-219.1996.12.1 (1 Seite)

Strahlenrisiko

Gesundheitsschäden durch Atomkraftwerke: Netzwerk gegründet. Nach englischem Vorbild wurde im Frühjahr 1995 ein Netzwerk von Initiativen und Einzelpersonen gegründet, die es sich zur Aufgabe machen, eine Erfassung und Auswertung von Gesundheitsschäden in der direkten Umgebung von Atomanlagen durchzuführen. Auf zwei Folgetreffen wurden die Schwerpunkte und Problemfelder der zukünftigen Arbeit skizziert. In dem Bericht werden die Hintergründe und Perspektiven des Netzwerkes dargestellt. Kontakt: Heiko Ziggel, Wittekindstraße 7, 28239 Bremen.

Stx210-211.1995.9,10.2 (2 Seiten)

Strahlenrisiko

Krebs und Niedrigdosisstrahlung: Eine unabhängige Analyse. Ein Bericht von Prof. Dr. Rudi H. Nussbaum, Portland/USA und Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein Köhnlein, Münster, über John W. Gofmans 1990 veröffentlichtes Buch "Radiation-Induced Cancer from Low-Dose Exposure: an Independent Analysis" (ISBN 0-932682-89-8).

Stx112-113.1991.4,5.2 (2 Seiten)

Strahlenrisiko

Neue Zahlen der Lebenszeitstudie von Hiroshima und Nagasaki: Häufiger, nicht unbedingt früher tritt Krebs bei Strahlung auf.

Stx92-93.1990.5,7.2 (2 Seiten)

Strahlenrisiko

Unterschiede im Stoffwechsel von Cäsium und Kalium. Künstliches radioaktives Cäsium und natürliches Kalium-40 im Vergleich. Eine zusätzliche Strahlenbelastung durch künstliche Radioaktivität sei unbedenklich, solange sie sich im Schwankungsbereich der natürlichen Strahlung befinde. So wird fälschlich zum Teil immer noch argumentiert, um Dosisgrenzwerte zu begründen. Stewart und Kneale hatten 1987 für England gezeigt, daß zwischen der Höhe der erdgebundenen Strahlung und der örtlichen Krebshäufigkeit ein Zusammenhang besteht. Nach ihren Schlußfolgerungen rührt die Mehrzahl der Krebs- und Leukämiefälle bei Kindern unter 16 Jahren von der natürlichen Strahlenbelastung während der Schwangerschaft her. Bei der natürlichen Strahlung wird zwischen kosmischer, erdgebundener (terrestrischer) und körperinnerer Strahlung unterschieden. Dabei wird der vorwiegend durch das radioaktive Kalium-40 verursachte Einfluß der körperinneren Strahlung mit Hilfe der Statistik kaum nachweisbar sein, denn Unterschiede in der Belastung verschiedener Menschen sind dabei praktisch nicht vorhanden. Aus strahlenbiologischer Sicht werden aber gerade die Teilchenstrahlungen der in den Körper aufgenommenen Radionuklide für Schadwirkungen verantwortlich gemacht. Jacqueline Burkhardt und Erich Wirth zeigten in einer im Herbst 1986 veröffentlichten Studie außerdem Unterschiede im Stoffwechsel von Cäsium und Kalium bei Säugetieren auf.

Stx39.1988.2,5.2 (2 Seiten)

Strahlenrisiko

Strahlenschäden: Das Problem der Risikofaktoren ist ungelöst.Zum Verhalten von radioaktiven Stoffen in der Nahrungskette und im menschlichen Körper und zu den gesundheitlichen Risiken einer Dauerbelastung mit Radioaktivität in niedriger Dosierung bestehen gravierende Wissensdefizite. Die Risikoabschätzung internationaler und nationaler Kommissionen, die "zum Schutze der Bevölkerung vor den Gefahren der ionisierenden Strahlung" von gesetzgebender und vollziehender staatlicher Gewalt als Bewertungsgrundlage herangezogen werden, beruhen nicht auf Erfahrungen mit kerntechnischen Anlagen. Es sind die Beobachtungen der Folgen der Atombombenexplosionen über Hiroshima und Nagasaki und Langzeitstudien nach therapeutischer Strahlenanwendung in der Medizin. Hierbei handelte es sich vorwiegend um die einmalige Einwirkung hoher Strahlendosen von energiereicher Wellenstrahlung durch eine Strahlenquelle außerhalb des Körpers. Bei der Strahlenbelastung der Bevölkerung durch kerntechnische Anlagen handelt es sich dagegen um eine dauernde Einwirkung niedriger Strahlendosen von vorwiegend Teilchenstrahlung durch in den Körper aufgenommene (inkorporierte) Radioaktivität. Für deren Spätfolgen gibt es keine umfangreichen Erfahrungswerte, betonte in diesem Beitrag im Sommer 1988 der Münchner Arzt und Biochemiker Professor Dr.med. Roland Scholz.

Stx34.1988.1,2,5.3 (3 Seiten)

Waldschäden, Pflanzenschäden

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Waldschäden

Pflanzen reagieren auf Radioaktivität. Pflanzen reagieren auf vermehrte Radioaktivität in ihrer Umgebung. Sojapflanzen, die im Umkreis des Atomkraftwerks Tschernobyl wachsen, produzieren Eiweiße in anderen Mengen und in anderer Zusammensetzung, sind zudem kleiner und nehmen langsamer Wasser auf als radioaktiv unbelastete Pflanzen. Obwohl der Boden in der Nähe von Tschernobyl 167 mal mehr mit Radiocäsium belastet sei, nähmen die Samen der dort angepflanzten Sojabohnen dadurch weniger Radioaktivität auf als die in 100 Kilometer Entfernung angebauten. (M. Danchenko et al. 2009)

Stx540-541.2009.6.1 (1 Seite)

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Waldschäden

Luftchemische Wirkungshypothese: Streit um Waldschäden durch Radioaktivität. Der 1988 bekannt gewordene schweizerische Waldschadensbericht der "Eidgenössischen Anstalt für das forstliche Versuchswesen" bei Zürich schließt einen Zusammenhang zwischen Waldschäden und radioaktiven Ableitungen aus Kernkraftwerken auch offiziellerseits nicht mehr aus. Anders in der Bundesrepublik Deutschland. 1985 hatten Reichelt und Kollert ihr Buch "Waldschäden durch Radioaktivität?" vorgelegt, das große Beachtung in der Öffentlichkeit fand. Der darin von dem Diplom-Physiker Roland Kollert aus Bremen formulierte Zusammenhang zwischen radioaktiven Ableitungen aus Kernkraftwerken und einer örtlichen Verstärkung von Waldschäden wurde von bundesrepublikanischen staatlichen Forschungsinstitutionen sogleich heftig abgelehnt. In der Öffentlichkeit wird jetzt behauptet, die Hypothese über luftchemische Effekte von Radioaktivität seien widerlegt. Dies trifft jedoch nicht zu, erklärt die Bremer Expertin für die Wirkung von Niedrigdosisstrahlung Professor Dr. Inge Schmitz-Feuerhake. In einem umfangreichen, an der Universität Bremen veröffentlichten Bericht "Luftchemie und Radioaktivität" zeigt Kollert, daß die vorgebrachte Kritik seine Hypothese nicht trifft und zum Teil sogar stützt.

Stx43.1988.1,2,5.3 (3 Seiten)

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Strahlentelex
ISSN 09314288