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ISSN 0931-4288
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Kommentiertes
Register des Sachgebietes Strahlenfolgen
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Fehlbildungen, Genomische
Instabilität, Bystander Effekt
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Hormesis
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Krebs
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Leukämie
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Nervenschäden
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Niedrigdosisstrahlung
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Säuglingssterblichkeit
/ Geschlechterverhältnist
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Strahlenempfindlichkeit
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Strahlenrisiko
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Waldschäden, Pflanzenschäden
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Artikel-Nummer:
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Fehlbildungen, Genomische Instabilität, Bystander
Effekt
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Fehlbildungen
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Fehlbildungen um deutsche
Kernkraftwerke. In einer neu erschienenen Studie aus dem Universitätsklinikum
in Mainz wurden angeborene Fehlbildungen in der Umgebung von zwei deutschen
Atomkraftwerken untersucht. Die Studie wurde im Auftrage des Bundesamtes für
Strahlenschutz erstellt und vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit finanziert. Das Ergebnis war unauffällig. Allerdings
reichte die Nachweisstärke (power) der Studie nicht
aus, um ein ähnlich hohes Risiko nachzuweisen, wie es in der KiKK-Studie
beobachtet wurde. Die Abstandsabhängigkeit des relativen Risikos im
Studiengebiet wird dann grenzwertig signifikant,
wenn die unmittelbare Umgebung der Kernkraftwerke bis zu einer Entfernung von
3 Kilometer unberücksichtigt bleibt und wenn als unabhängige Variable der
Abstand anstelle des reziproken Abstands verwendet wird. Von Alfred Körblein
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Stx560-561.2010.6-10.5 (5 Seiten)
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Fehlbildungen
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23 Jahre nach Tschernobyl: Weniger
und mißgebildete Insekten und Vögel. Die ökologischen Auswirkungen der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die sich Ende dieses Monats zum 23. Mal jährt,
sind größer als früher angenommen und erhofft. Die freigesetzten Radionuklide
dezimieren auch weiterhin Insekten und Spinnen. Und mißgebildete Insekten
sind auch schon im Normalbetrieb von Atomkraftwerken deutlich vermehrt in
deren Umgebung zu finden. (A. P. Møller, T. A. Mousseau 2009; C. Hesse-Honegger, P. Wallimann 2008)
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Stx534-535.2009.1-2.2 (2 Seiten)
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Genomische Instabilität, Bystander
Effekt
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Die Gesundheitseffekte von Niedrigdosisstrahlung; Mechanismen und
Befunde: Den Petkau-Effekt vergessen. Speziell
die genomische Instabilität und den "Bystander Effekt" beschreibt Dr. Chris Busby, Liverpool/ Großbritannien, als neue Entdeckungen
in der Radiobiologie, die "aus Wegspuren zur Zelle" folgen – mit
stark überlinearen Dosis/Wirkungs-Beziehungen und stärkeren Wirkungen bei
niedrigen Dosen (Strahlentelex 418-419 vom 3. Juni 2004, Seite 3). Das ist
zwar grundsätzlich richtig, doch der zugrundeliegende Petkau-Effekt
wird nicht erwähnt und auf ungenügend erforschte "Wegspuren"
reduziert, merkt Ralph Graeub, Langnau/Schweiz,
dazu kritisch an.
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Stx422-423.2004.5,6.2 (2 Seiten)
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Bystander Effekt
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Strahlenschäden auch in nicht getroffenen Nachbarzellen. Der "Bystander Effekt" ist nicht nur in Zellkulturen,
sondern jetzt auch im Lebewesen nachgewiesen. Genomische
Instabilität und der "Bystander Effekt"
sind relativ neue Beobachtungen, die in den letzten Jahren zunehmend an
Aufmerksamkeit gewinnen. Bei dem Bystander Effekt
handelt es sich um die Beobachtung, daß strahlenbiologische Effekte in Zellen
beobachtet werden, die nicht direkt von einem ionisierenden Teilchen
getroffen wurden. Mit genomischer Instabilität
bezeichnet man die Manifestation genetischer Veränderungen in Zellen 10 bis
15 Zellgenerationen nach der ursprünglichen Strahlenexposition der
Ausgangszellen. Die Berichte über genomische
Instabilität und Bystander Effekt stellen einen der
wichtigsten Grundpfeiler der Strahlenbiologie der vergangenen fünfzig Jahre
in Frage, daß nämlich ionisierende Strahlung nur in den Zellen Effekte
hervorrufe, deren DNA direkt geschädigt wurde oder indirekt durch die in
Wasser in unmittelbarer Nähe der DNA strahleninduzierten Hydroxylradikale.
Die meisten Untersuchungen zu diesen Effekten wurden bislang an Zellkulturen
in vitro durchgeführt und es blieb fraglich, ob
daraus auch auf mögliche Effekte beim Menschen geschlossen werden kann. Im
Oktober 2002 wurde in der Zeitschrift Proceedings
of the National Academy of Sciences
(PNAS) eine Arbeit von Lanny Y Xue
und Kollegen von den Departements of Radiology und Radiation Oncology der Harvard Medical School in Boston/USA über Untersuchungen an
Mäusen veröffentlicht, die vom Nachweis des Bystander
Effekts nun auch in einem in vivo System berichten.
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Stx390-391.2003.4,5.2 (2 Seiten)
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Genomische Instabilität
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Strahlenschäden setzen sich über die Generationen hinweg fort. Strahlenschäden
können nicht nur Krebs erzeugen und zu Mißbildungen des Nachwuchses führen.
Sie setzen sich auch über Generationen hinweg fort, indem sie in den
Nachkommen Veränderungen des Erbguts auslösen. Das haben Studien an Mäusen
ergeben, über die englische Wissenschaftler jetzt in den Proceedings
der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS) berichten
(Band 99, Nr. 10, S. 6877).
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Stx370-371.2002.7.1 (1 Seite)
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Genomische Instabilität
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Schadwirkung der niedrigst möglichen
Strahlendosis experimentell nachgewiesen. Englische Wissenschaftler aus Harwell (M. A. Kadhim und
Kollegen) haben erstmals die biologische Schadwirkung von sogar einzelnen Alpha-Partikeln
nachgewiesen (Radiat. Res. 155, 122-126 (2001)).
Die Schadwirkung niedriger Dosen dichtionisierender Strahlung experimentell
nachzuvollziehen war bislang wegen der zufälligen räumlichen Verteilung von
Partikeln (Poisson-Verteilung) grundsätzlich
schwierig. Kadhim und Kollegen ist es jetzt
gelungen, die Wirkung der niedrigstmöglichen Zelldosis dichtionisierender
Strahlung festzustellen, nämlich die eines einzelnen Partikels.
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Stx338-339.2001.6.1 (1 Seite)
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Fehlbildungen
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Erste deutsche Studie über angeborene Fehlbildungen in der Umgebung von
Atomkraftwerken: Einfluß bayerischer Atomkraftwerke auf die Entstehung
vermehrter Fehlbildungen nicht ausgeschlossen. Bereits im November 1995
erschien im Rahmen des Strahlenbiologischen Monitorings
Bayern ein knapp 80seitiger Bericht über ein Forschungsprojekt, das am
Institut für Strahlenhygiene (ISH) des Bundesamtes für Strahlenschutz
koordiniert wurde. Unter dem Titel "Untersuchungen zur Häufigkeit
kindlicher bösartiger Neubildungen und angeborener Fehlbildungen in der Umgenbung bayerischer kerntechnischer Anlagen"
berichten die Autoren Fredericus van Santen, Cornelia Irl, Bernd Grosche und Angela Schoetzau
über Hintergrund, Fragestellung und Konzeption sowie Ergebnisse einer
epidemiologischen Studie in der Umgebung bayerischer Atomkraftwerke und in
ausgesuchten Kontrollregionen. Dr. Wolfgang Hoffmann vom Bremer Institut für
Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS) berichtete für das
Strahlentelex.
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Stx260-261.1997.1-3.3 (3 Seiten)
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Genomische Instabilität
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Genomische Instabilität durch niedrige
Strahlendosen. Strahlenbiologen warnen vor dauerhafter Verseuchung des
menschlichen Gen-Pools. Epidemiologische Studien an den Überlebenden von
Hiroshima und Nagasaki zeigen, daß die Menschen fünf Jahre nach den
Atombombenabwürfen an Leukämien zu sterben begannen. Weitere 15 Jahre später
hatten sich Krebserkrankungen der Lunge, der Brust und der Harnwege
entwickelt. Man hat diese und andere Studien dazu benutzt, die Emissionen aus
Nuklearanlagen auf ein Niveau zu beschränken, das die wissenschaftlich
begründet prognostizierte Zahl von Todesfällen einigermaßen gering halten
soll. Zur Zeit ist international verbreitet anerkannt, daß jeder aus der
allgemeinen Bevölkerung zumindest nicht mehr als eine Strahlendosis von 1
Millisievert pro Jahr abbekommen sollte. Trotzdem hält das Mißtrauen gegen
Strahlung und Atomindustrie in der Öffentlichkeit an. Nun kommen auch
Strahlenbiologen zu dem Schluß, daß die Öffentlichkeit mit ihrem Mißtrauen
gegen die bisherigen wissenschaftlichen Begründungen zulässiger Strahlendosen
möglicherweise recht hatte. Sie haben einen vorher unbekannten Pfad entdeckt,
wie Strahlung die Vitalität lebender Zellen unterminieren kann. Strahlung,
sagen sie, verursacht möglicherweise ein sehr viel breiteres Spektrum von
Krankheiten, als epidemiologische Studien vorhersagen. Auch Dosen unter 1
Millisievert pro Jahr könnten schädlich sein, und Tausende könnten dadurch
verfrüht sterben. Das Schlimmste ist jedoch, daß die geringen Strahlendosen,
denen Millionen Menschen ständig ausgesetzt sind, den menschlichen Gen-Pool
vergiften und künftige Generationen schädigen könnten. "Das ist eine
fürchterliche Vorstellung", sagt Eric Wright vom britischen
Medizinischen Forschungsrat (MRC) in Harwell,
Oxfordshire, Großbritannien. "Aber wir haben jeden Hinweis darauf, daß
es tatsächlich sein könnte."
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Stx264-265.1998.1-4.4 (4 Seiten)
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Hormesis
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Hormesis
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"Strahlen-Hormesis": Eine
pseudo-wissenschaftliche Fassade zum Propagieren heilsamer Strahlenwirkungen.
Seit vielen Jahren wird die angeblich biopositive Wirkung ionisierender
Strahlung benutzt, um niedrige Strahlenbelastungen zu verharmlosen und die
Strahlenschutzgesetzgebung aufzuweichen. In Deutschland hat diese Vermutung,
hauptsächlich durch die wissenschaftliche Unterstützung von Herrn
Feinendegen, gleichfalls viele Freunde gefunden. Besonders die der Kernenergie
nahe stehenden Kreise glauben, über die "Hormesis"
einen Weg gefunden zu haben, mit dem sie auch den Gesetzgeber überzeugen
können, daß die Strahlenschutzgesetze viel zu restriktiv sei, viel zu viel
Steuermittel in unnötige Schutzmaßnahmen investiert würden und die zulässigen
Strahlendosen für Nukleararbeiter und die Bevölkerung ohne Risiko
heraufgesetzt werden könnten. Dadurch würde die Nuklearindustrie, aber auch
der Steuerzahler, enorme Geldmittel einsparen. Dr. Rudi H. Nussbaum, emeritierter Professor der Physik und
Umweltwissenschaften an der Portland State University in Oregon, USA, und Dr.
Wolfgang Köhnlein, Professor für Strahlenbiologie
und Biophysik an der Westfälischen Wilhelms-Universität
in Münster, halten dies für eine sehr nachteilige Entwicklung, zumal aus
Kreisen der Radiologen Zustimmung zur Annahme einer ungefährlichen, ja sogar
nützlichen Strahlendosis signalisiert werde.
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Stx316-317.2000.2-4.3 (3 Seiten)
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Hormesis
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Unbegründete Hoffnungen auf nützliche Wirkungen kleiner Strahlenschäden.
Mit Wehmut denkt man etwa in Oberschlema im
Erzgebirge an die goldenen Zeiten vor dem Zweiten Weltkrieg zurück, als
Kurswagen bis aus Paris dem einstmals berühmten Radiumbad Kurgäste brachten,
die dort radiumhaltige Wässer trinken wollten. In der Folge des Uranbergbaus
der Wismut Ag und damit verbundenen Grundwasserabsenkungen, sind die Quellen vewrsiegt. Die Suche nach neuen Einkommensquellen nach
dem Zusammenbruch der DDR läßt nun im Ort die Idee keimen, Radiumwasser
künstlich herzustellen. Auch in westlichen Radium- und Radonbädern wie Bad
Kreuznach, Bad Münster, Bad Steben, Badgastein, Bad Hofgastein und Bad Zell empfindet man die
aus der Erde kommende Radioaktivität als zu Unrecht verkannt. Daß kleine
Strahlendosen positive Wirkungen haben, wird immer wieder hoffnungsvoll
behauptet. Der Arzt und Strahlenbiologe Dr.med.
Edmund Lengfelder, Professor am Strahlenbiologischen Institut der Universität
München, hat sich dazu ausführlich geäußert.
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Stx106-107.1991.4-7.4 (4 Seiten)
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Krebs
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Krebs
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Medizinische Strahlenbelastung:
Prostatakrebs und diagnostisches Röntgen. Mitte der 1990er Jahre lösten
Prostatakarzinome den Lungenkrebs in Deutschland als häufigste
Krebserkrankung bei Männern ab. Die altersstandardisierte Erkrankungsrate hat
zwischen 1980 und 2004 um etwa 150 Prozent zugenommen. Demgegenüber ist die
Sterblichkeit (Mortalität) seit Mitte der 1990er Jahre rückläufig, erreicht
jedoch im Vergleich zu anderen Ländern noch Spitzenwerte. Wegen des Rückgangs
der Mortalität führt man den enormen Anstieg der Neuerkrankungsrate
weitgehend auf den üblich gewordenen PSA-Test zurück, durch den noch latente
Stadien früher oder überhaupt erkannt werden. Da jedoch auch in den
Altersgruppen unter 50 Jahre ein deutlicher Anstieg der Neuerkrankungsrate zu
verzeichnen ist und eine drastische Zunahme bereits vor den 1980er Jahren
erfolgte, erscheint die Frage nach Risikofaktoren weiterhin vordringlich. Von
Inge Schmitz-Feuerhake
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Stx560-561.2010.1-3.3 (3 Seiten)
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Krebs
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Kinder-Krebs um Atomkraftwerke: Leukämie
bei Kindern unter 10 Jahren im Nahbereich der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague. Die Leukämierate bei Kindern in der Nähe von
La Hague ist zwar dreifach erhöht, wegen kleiner
Fallzahlen aber scheinbar nicht signifikant (Guizard
et al. 2001). Weil alle Fälle Jungen betrafen, ist die Erhöhung jedoch für
Jungen deutlich signifikant. Von Alfred Körblein.
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Stx548-549.2009.5-6.2 (2 Seiten)
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Krebs
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: SSK
in Erklärungsnot. Die Mitglieder der deutschen Strahlenschutzkommission
(SSK) geben sich ahnungslos, woher die vermehrten Leukämieerkrankungen bei
den Atomkraftwerken kommen mögen und sind auf der Suche nach dem
„molekulargenetischen Faktor“ bei Krümmel, Sellafield und Dounray. Bericht
von einem „Fachgespräch“ im Februar 2009 in Bonn. Von Dr. Sebastian
Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.
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Stx532-533.2009.1-5.5 (5 Seiten)
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Krebs
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Risiko durch Radon für Krebserkrankungen
auch außerhalb der Lunge. Weitere Ergebnisse der deutschen
Uranbergarbeiter-Kohortenstudie veröffentlicht. Mitarbeiter des Fachbereichs
Strahlenschutz und Gesundheit des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Neuherberg bei München (Kreuzer, Walsh et al.) haben im
November 2008 weitere Ergebnisse ihrer Uranbergarbeiter-Kohortenstudie
veröffentlicht. Sie analysierten die Daten über die Krebssterblichkeit im
Hinblick auf die Frage, ob das aus der Uranzerfallsreihe stammende
radioaktive Edelgas Radon in der Umgebungsluft auch andere Krebserkrankungen
als Lungenkrebs verursacht. Bericht und Kommentar von Thomas Dersee
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Stx528-529.2009.3.1 (1 Seite)
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Krebs
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Neue ökologische Studien zu Leukämien bei Kleinkindern um
Kernkraftwerke. Nach der
Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie (Kaatsch
et al.), einer aufwändigen Fall-Kontrollstudie,
wurde kürzlich im deutschen Ärzteblatt (2008; 105(42):725-32) ergänzend dazu
eine neue ökologische Studie von Kaatsch et al.
veröffentlicht, in welcher die Leukämiefälle auf Gemeindeebene ausgewertet
werden. Dabei zeigte sich, daß die Leukämieinzidenz
bei Kleinkindern im Studiengebiet fast exakt mit der Inzidenz
im gesamten Bundesgebiet übereinstimmt. Verwiesen wird neuerdings auch auf
eine Studie aus England (Bithell, Keegan et al. Okt. 2008), die im Gegensatz
zur KiKK-Studie keine Erhöhung im Nahbereich von dortigen Kernkraftwerken
ergeben haben soll. Auch in Frankreich wurde kürzlich eine ökologische Studie
(Laurier, Hémon et al. Sept. 2008) durchgeführt,
die Leukämien bei Kleinkindern in der Umgebung aller 19 Standorte von
französischen Kernkraftwerken untersuchte. Eine Bewertung durch Dr. Alfred Körblein.
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Stx528-529.2009.1-2.2 (2 Seiten)
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Krebs
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Strahlenrisiken
sind wissenschaftlich nachweisbar, von denen sich behördliche Kalkulationen
nichts träumen lassen. Evidenz – Kontroverse – Konsequenz:
Umweltmedizin-Symposion der Gesellschaft für Strahlenschutz vom 28. September
2008 in Berlin. Die Kinderkrebsstudie des Kinderkrebsregisters in Mainz
(KiKK-Studie) alarmierte zum Jahreswechsel 2007/2008 mit dem Nachweis, daß
das Erkrankungsrisiko für Leukämie und andere Krebserkrankungen bei Kindern
unter 5 Jahren zunimmt, je näher sie bei einem der deutschen Kernkraftwerke leben.
Gegenstand eines am 28. September 2008 von der Gesellschaft für
Strahlenschutz e.V. und mit Unterstützung des Instituts für Humangenetik der
Charité auf dem Campus des Virchow Klinikums in Berlin veranstalteten
umweltmedizinischen Symposions waren die Hintergründe der Studie und die
Kontroversen über die Bewertung der Ergebnisse. Der wissenschaftliche
Kontext, die von der Studie unbefriedigend behandelten Fragen und die
Schwierigkeiten, aus den Ergebnissen epidemiologischer Studien angemessene
wissenschaftliche, politische, wirtschaftliche und humanitäre Konsequenzen zu
ziehen, wurden beleuchtet. Es ging konkret um die Frage, ob die bisher geübte
Praxis, ionisierende Strahlen als mögliche Krankheitsverursacher
grundsätzlich auszuschließen, weil die errechnete Strahlendosis und das
angenommene Strahlenrisiko zu gering seien, um die beobachtete Zunahme der
Krankheitsfälle zu erklären, angesichts der Faktenlage noch gerechtfertigt
werden kann. Tatsächlich erweist sich bei näherer Betrachtung nicht nur die
Strahlendosis als nach amtlicher Vorschrift generell falsch errechnet,
sondern auch das zum Ausschluß verwendete Strahlenrisiko: Sowohl das
Lebensalter bei der Bestrahlung, als auch die spezifische Art und Energie der
Bestrahlung, deren spezifische „relative biological
effectiveness“, bleiben bisher unberücksichtigt.
Diese Daten sind auch bisher weitgehend unbekannt oder unpubliziert und
würden das ganze heutige Gedankengebäude des amtlichen Strahlenschutzes zum
Einsturz bringen. Welche Erkenntnisse sich wann und wie durchsetzen, wird
schlicht von Lobbyinteressen bestimmt. Diese Erkenntnis konnten die
Teilnehmer eines Symposions Umweltmedizin am 28. September 2008 in Berlin
gewinnen, aber nicht nur das. Tagungsreader_Berlin_2008.
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Stx522-523.2008.1-7.7 (7 Seiten)
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Krebs
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Medizinische Strahlenbelastung: Erhöhtes
Risiko für Prostatakrebs nach Röntgenuntersuchungen. Belastungen mit
ionisierender Strahlung sind ein Risikofaktor für viele Krebsarten. Englische
Wissenschaftler unter der Federführung von Kenneth Muir
von der Abteilung für Epidemiology and Public Health der University of Nottingham Medical
School, veröffentlichten jetzt im British Journal of Cancer
die Ergebnisse ihrer Untersuchung über das Risiko, nach Röntgenuntersuchungen
an Prostatakrebs zu erkranken. Dabei ergaben sich für Röntgenuntersuchungen
des Darms und für das Röntgen der Hüfte signifikant vermehrte, mehr als
doppelt so viele Prostatakrebsfälle. Für Patienten aus Familien mit gehäuft
auftretenden Krebserkrankungen und Röntgenuntersuchungen der Hüfte zehn oder zwanzig
Jahre zuvor, ist das Risiko deutlich noch weiter erhöht.
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Stx518-519.2008.2.1 (1 Seite)
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Krebs
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Medizinische Strahlenbelastung: Spätschäden
durch Therapie mit Radium-224 bei Morbus Bechterew.
Wissenschaftler vom Institut für Strahlenbiologie des Helmholtz-Zentrums
München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt in Neuherberg, haben im Rahmen einer epidemiologischen
Studie „ein ungünstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis“ für die bei Morbus-Bechterew-Patienten eingesetzte
Radium-224-Therapie festgestellt. Das berichteten sie im April 2008 in der
Zeitschrift Rheumatology (R. R. Wick
et al. 2008).
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Stx516-517.2008.5.1 (1 Seite)
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Krebs
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Strahlenbiologie: Für
Auger-Elektronen aussendende Radioisotope lassen sich keine Werte für die
dosisabhängige relative biologische Wirksamkeit (RBW-Werte) angeben. Das
Bild von sogenannten Auger-Elektronen emittierenden Radioisotopen in der
Strahlenbiologie beginnt sich zu wandeln und in jedem Fall zu differenzieren.
Wegen unerwarteter experimenteller Ergebnisse ließen sich keine Werte für das
Konzept der dosisbasierten relativen biologischen Wirksamkeit (RBW-Werte)
bestimmen. Derartige Angaben müssen nun mit großem Vorbehalt betrachtet
werden. Das erklären die Autoren des im Mai 2008 in der Schriftenreihe
Reaktorsicherheit und Strahlenschutz des Bundesministeriums für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit veröffentlichten Abschlußberichtes
(BMU-2008-712) über „Untersuchungen der Auger-Emitter abhängigen biologischen
Wirksamkeit zur Ermittlung des Strahlungs-Wichtungsfaktors
für Auger-Elektronen“ am Forschungszentrum Jülich. (F.A.H. Schneeweiss, A. Turtoi, E. Pomplun, G. Sutmann, 2008)
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Stx514-515.2008.2-3.2 (2 Seiten)
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Krebs
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Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken:
Was einen KKW-Schornstein so interessant macht. Von Sebastian
Pflugbeil. In der KiKK-Studie wird untersucht, ob Krebs und Leukämie bei
Kindern unter 5 Jahren umso häufiger vorkommen, je
näher sie am nächstgelegenen Kernkraftwerks-Schornstein wohnen. Was ist das
Besondere an einem KKW-Schornstein?
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Stx508-509.2008.4.1 (1 Seite)
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Krebs
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Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken: Dekontamination eines Studienergebnisses. Von
Sebastian Pflugbeil. Zu den Absonderlichkeiten in der Diskussion um die
Fall-Kontroll-Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der
Umgebung der deutschen Kernkraftwerke (KiKK-Studie, vergl.
Strahlentelex
504-505 vom 10.01. 2008) gehört die Vergesslichkeit
der Autoren bezüglich des eigentlichen Anliegens der Studie. Sowohl in der
Zusammenfassung des Abschlußberichtes als auch in zahlreichen Interviews wird
von ihnen der Eindruck erweckt, dass man nichts
über die Ursache des gefundenen Effektes sagen könne und dass
insbesondere „die von deutschen Kernkraftwerken im Normalbetrieb emittierte
ionisierende Strahlung grundsätzlich nicht als Ursache interpretiert werden
kann“ (Abschlußbericht Seite XI). Dieser Eindruck, der von den Medien
flächendeckend verbreitet und auch im politischen Raum dankbar aufgegriffen
wurde, geht so gravierend an den tatsächlichen Ergebnissen der Studie vorbei,
dass diese Vernebelung hier dokumentiert und ihr
entschieden widersprochen werden soll.
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Stx508-509.2008.2-3.2 (2 Seiten)
Zu
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Krebs
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Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken: Leukämieclustern auf der Spur - Entenjagd in der Umgebung
der neuen Kinderkrebsstudie des Mainzer Kinderkrebsregisters. Im
Zusammenhang mit der Untersuchung der Frage, ob im Umkreis kerntechnischer
Anlagen vermehrt Kinderkrebs und Leukämie auftreten, begegnen wir auch in der
aktuellen Diskussion um die neue Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters
(KiKK-Studie) der Behauptung, es gäbe viele Cluster solcher Erkrankungen –
auch dort, wo es keine Kernkraftwerke (KKW) gibt oder erst Planungen für
solche Anlagen vorliegen. Hier liegt gleich eine doppelte Irreführung vor.
Ein Bericht von Sebastian Pflugbeil.
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Stx508-509.2008.1-2.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten m pdf-Format
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Krebs
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Epidemiologie: Eine Täuschung
der Bevölkerung. Atomkraftwerke machen krank. Die methodisch derzeit
weltbeste epidemiologische Studie, erarbeitet beim Mainzer
Kinderkrebsregister, weist ein um so höheres Krebsrisiko für kleine Kinder
nach, je näher sie bei einem Atomkraftwerk leben und aufwachsen. Nachgewiesen
ist das für eine Entfernung bis 50 Kilometer. Geredet wurde dagegen nur von 5
Kilometern. (KiKK-Studie, Peter Kaatsch et al.)
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Stx504-505.2008.1-6.6 (6 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Krebs
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Partikelförmiges abgereichertes Uran
ist für menschliche Lungenzellen zytotoxisch und
verursacht Chromosomenbrüche. Abgereichertes Uran (DU) wird häufig in
militärischen Waffen und Munition eingesetzt. Deshalb sind ihm Soldaten und
unbeteiligte Zivilisten vermutlich häufig und weiträumig ausgesetzt. DU wird
zwar für ein menschliches Karzinogen gehalten, das die Bronchialzellen der
Lunge angreift, Untersuchungen darüber gibt es aber kaum. Sandra S. Wise vom Wise Laboratory of Environmental and Genetic Toxicology der University of Southern Maine in Portland
(USA) und Kollegen haben deshalb die Zytotoxizität
und die Chromosomenbrüche verursachenden (klastogenen)
Eigenschaften von sowohl partikelförmigem (wasserunlöslichem) und
wasserlöslichem DU in menschlichen bronchialen Fibroblasten
(WTHBF-6-Zellen) bestimmt.
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Stx492-493.2007.4.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
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Krebs
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Medizinische Strahlenbelastung: Neue
Auswertung der Thorotrast-Studie zeigt ein noch
höheres Sterberisiko durch Thorium-232 als bisher angenommen. Das Referat
Reaktorsicherheit im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit hat jetzt eine weitere Auswertung im Rahmen der sogenannten
Deutschen Thorotraststudie veröffentlicht, die von
Mitarbeitern des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg (N. Becker
et al. 2006) durchgeführt wurde und die Nachbeobachtung der Studienteilnehmer
bis zum 30. Juni 2004 fortführt. Außerdem wurden die Todesursachen erstmals
mit denen in der Allgemeinbevölkerung verglichen. Demnach ist die
Sterblichkeit (Mortalität) sowohl in der Thorotrast-exponierten
Gruppe als auch in der internen Vergleichsgruppe signifikant erhöht. Von der
Erhöhung sind demnach in beiden Gruppen eine Vielzahl von
Todesursachengruppen und Einzeltodesursachen betroffen, einschließlich der
für die gegebene Strahlenexposition besonders relevanten Krebsarten (Krebs
insgesamt, Leberkrebs). Die gefundene erhöhte Sterblichkeit ist den Autoren
zufolge zwar konsistent mit den in früheren Auswertungen auf der Basis interner
Vergleiche errechneten Risikoerhöhungen, doch liegen die jetzt vorliegenden
Schätzungen zum Teil höher, wird erklärt.
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Stx474-475.2006.2,3.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Krebs
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Hoden- und Hauttumoren bei Radarsoldaten. Die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt den ärztlichen Direktor
der II. Klinik für Innere Medizin am Universitätsklinikum Jena, Professor Dr.
med. Klaus Höffken, um eine Stellungnahme zu der
Frage gebeten, ob die Entstehung von Haut- und Hodentumoren auf die
Röntgenstörstrahlung von Radargeräten zurückgehen könnte. Das Gutachten wurde
schon am 19. März 2004 vorgelegt, aber weder publiziert noch von den
zuständigen Behörden inhaltlich berücksichtigt. Wir referieren die
wesentlichen Aussagen.
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Stx452-453.2005.5-6.2 (2 Seiten)
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Krebs
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Lungenkrebs durch Radon in Wohnräumen. Europaweite Studie
veröffentlicht. Mit steigender Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen nimmt
das Risiko einer Lungenkrebserkrankung zu. Das belegt eine europaweit unter
der Federführung von Sarah Darby, Professorin für
Medizinische Statistik in Oxford, durchgeführte Studie, die von der
Europäischen Kommission gefördert und am 29. Januar 2005 im British Medical Journal veröffentlicht wurde. Das Institut für
Epidemiologie der GSF und der Fachbereich Strahlenschutz und Gesundheit des
Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), waren an dieser größten
epidemiologischen Studie zu Lungenkrebs und Radon in Aufenthaltsräumen
beteiligt.
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Stx436-437.2005.3,4.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Krebs
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Medizinische Strahlenbelastung: Brustkrebs unter Röntgenassistentinnen.
Eine auf das Dreifache erhöhte Sterblichkeit an Brustkrebs bei Frauen,
die vor 1940 als Radiologisch-Technische Assistentinnen zu arbeiten begonnen
hatten, stellten Wissenschaftler der amerikanischen Food and Drug Administration
und des National Cancer Institut in Bethesda/USA (Aparna K. Mohan, Michael
Hauptmann, Martha S. Linet, Elaine Ron, Jay H.
Lubin, D. Michael Freedman, Bruce H. Alexander,
John D. Boice Jr., Michele Morin
Doody, Genevieve M. Matanoski)
für das Jahr 1997 unter 69.525 Frauen fest, die zwischen 1926 und 1982 ihre
Assistentinnen-Ausbildung abgeschlossen hatten – verglichen mit denen, die
1960 und später mit ihrer Tätigkeit begonnen hatten.
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Stx422-423.2004.3.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Krebs
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Medizinische Strahlenbelastung: Brustkrebssterblichkeit nach
diagnostischem Röntgen. Ergebnisse der U.S. Skoliose-Kohortenstudie. Eine
Pilotstudie mit 1.030 Frauen mit einer Wachstumsdeformität der Wirbelsäule
(Skoliose) und Strahlenbelastungen infolge entsprechender diagnostischer
Röntgenaufnahmen zeigte ein etwa zweifach statistisch signifikant erhöhtes
Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Das berichteten Wissenschaftler des
National Cancer Institute in Bethesda/USA bereits
im August 2000 in der internationalen Orthopädie-Zeitschrift Spine (Michele Morin Doody, John E. Lonstein, Marylin Stovall, David G.
Hacker, Nickolas Luckyanov,
Charles E. Land).
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Stx422-423.2004.2,3.2 (2 Seiten)
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Krebs
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Kinderkrebs: Fernsehjournalisten finden in Großbritannien erneut eine
Häufung von Kinderkrebs und Leukämie, die schlimmer ist als in Seascale. 1983 hatte ein Fernsehprogramm von
Yorkshire Television die Existenz der heute berüchtigten Häufung von
Kinderleukämie in Seascale bei Sellafield,
der britischen nuklearen Wiederaufbereitungsanlage an der Irischen See,
enthüllt. Jetzt haben Journalisten des Senders HTV eine weitere Häufung in
der Gegend der radioaktiv verseuchten Menai Strait gefunden, einer Meeresenge zwischen der Insel Anglesey und Nord-Wales, ebenfalls an der Irischen See,
südwestlich von Liverpool gelegen. Dieses neue Cluster ist noch bedeutender
als das von Seascale, seine statistische Stärke ist
wesentlich größer. HTV hat die betroffenen Kinder identifiziert und sie und
ihre Eltern in einem Dokumentarfilm vorgestellt, der auf dem Fernsehkanal S4C
am 10. Februar 2004 in walisischer Sprache lief. Dr. Chris Busby von der britischen Organisation Green Audit hat die Rohdaten des Fernsehsenders analysiert.
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Stx412-413.2004.3.1 (1 Seite)
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Krebs
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Höhenstrahlung: Fünffach erhöhtes Brustkrebsrisiko für Stewardessen. Stewardessen,
die mindestens fünf Jahre lang ihren Beruf ausgeübt haben, weisen einer
isländischen Studie zufolge ein fünffach erhöhtes Risiko auf, an Brustkrebs
zu erkranken. Dr. V. Rafnsson und Kollegen vom
Department of Preventive Medicine
in Reykjavik hatten unter 1.532 Stewardessen 35 Frauen ausgewählt, die an
Brustkrebs erkrankt waren. Außerdem wählten sie 140 gesunde Stewardessen als
Kontrollpersonen aus, deren Lebensalter und reproduktive Daten laut
Krankenakten denen der Patientinnen entsprachen. Es zeigte sich, daß ein
fünffach erhöhtes Brustkrebsrisiko bestand, wenn die Frauen mindestens fünf
Jahre lang als Stewardessen gearbeitet hatten, im Vergleich zu solchen mit
einer Arbeitsdauer von weniger als fünf Jahren.
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Stx406-407.2003.7.1 (1 Seite)
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Krebs
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Biologische Strahlenwirkung: Die mutagene und
kanzerogene Wirkung dichtionisierender Strahlung wird unterschätzt. von
Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein.
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Stx260-261.1997.4,5.2 (2 Seiten)
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Krebs
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Weltkonferenz über Brustkrebs: Brustkrebserkrankungen nehmen weltweit immer
stärker zu. Vom 13. bis 17. Juli 1997 fand in Kingston/Kanada eine
"Weltkonferenz über Brustkrebs" mit dem Untertitel "Brecht das
Schweigen - stoppt die Epidemie: die Türen für einen weltweiten Dialog müssen
geöffnet werden" statt. Veranstalterinnen waren ein örtliches
Frauenkomitee und die Women's Environment
and Development Organization
(WEDO), die 1990 als internationale Umweltschutzgruppe von der ehemaligen
amerikanischen Kongreßabgeordneten Bella Abzug gegründet wurde. Als Ziel der
Konferenz wurde nicht weniger angestrebt, als ein Aktionsplan zur Beseitigung
der Krankheit zu entwickeln, der den Vereinten Nationen und der
Weltgesundheitsorganisation vorgelegt werden soll. Ein Kongreßbericht von
Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake. Mit 1
Kartenabbildung.
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Stx254-255.1997.1-3.3 (3 Seiten)
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Krebs
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Tumor-Risiko für Kinderaugen. Auffallend häufig - laut Statistik
zwanzigmal öfter als andernorts bei gleicher Einwohnerzahl - tritt in der
Region Seascale/Sellafield
in England Netzhautkrebs (Retinoblastom) auf.
Bisher war es nur ein Verdacht. 1994 wurden neue Krankheitsfälle in England
bekannt, die mit dem Umweltskandal in Zusammenhang gebracht werden, der vor
mehr als 30 Jahren im Kernkraftwerk "Windscale",
heute "Sellafield" genannt, nahe dem
Küstendorf Seascale geschah. Das berichtet der
Augenarzt Dr.med. Georg Mehrle,
Pressesprecher des Berufsverbandes der Augenärzte (BVA) in Düsseldorf, anhand
von Aussagen von Priv.-Doz. Dr. Heinrich Gerding von der Universitäts-Augenklinik in Münster.
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Stx170-171.1994.3,4.2 (2 Seiten)
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Krebs
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USA. Leber- und Knochenkrebs durch Plutonium. Plutonium-239 und
andere Radionuklide bekommen weder Hunden noch Mäusen. Das sind
Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern der Universität Utah in Salt Lake City
(USA), die 1993 veröffentlicht wurden.
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Stx154-155.1993.6.1 (1 Seite)
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Leukämie
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Zurück zum Anfang
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Leukämie
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Kinder-Krebs um Atomkraftwerke: Leukämie
bei Kindern unter 10 Jahren im Nahbereich der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague. Die Leukämierate bei Kindern in der Nähe von
La Hague ist zwar dreifach erhöht, wegen kleiner
Fallzahlen aber scheinbar nicht signifikant (Guizard
et al. 2001). Weil alle Fälle Jungen betrafen, ist die Erhöhung jedoch für
Jungen deutlich signifikant. Von Alfred Körblein.
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Stx548-549.2009.5-6.2 (2 Seiten)
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Leukämie
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: „Das
Ergebnis der KiKK-Studie verlangt eine kritische Überprüfung der Annahmen und
Modelle des Strahlenschutzes“. Eine ausführliche Darstellung und
Betrachtungen zur Bedeutung der Fall-Kontrollstudie des Mainzer
Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken in
Deutschland (KiKK-Studie von Ende 2007 hat jetzt Rudi H. Nussbaum,
emeritierter Professor der Physik an der Portland State University in Oregon
(USA), in der Juli/September-Ausgabe 2009 des International Journal of Occupational and Environmental Health veröffentlicht. Nussbaum
stellt die Studie im Kontext anderer aktueller wissenschaftlicher Arbeiten
dar und befaßt sich ausführlich mit der unverständlichen Schlußfolgerung der
Autoren der KiKK-Studie (Kaatsch, Spix, Schmiedel, Schulze-Rath, Mergenthaler und Blettner), daß
Radioaktivität als Ursache für die vermehrten Krebserkrankungen von Kindern
in der Umgebung von Atomkraftwerken grundsätzlich auszuschließen sei. „Diese
nicht gerechtfertigte Schlußfolgerung illustriert die Dissonanz zwischen
Annahmen und Beweisen“, kommentiert Nussbaum und
rügt, daß der „gegenwärtige Kenntnisstand der Radiobiologie“ in seiner am
weitesten verbreiteten Version eine ganze Reihe radiobiologischer und dosimetrischer Faktoren nicht zur Kenntnis nimmt.
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Stx544-545.2009.2-3.2 (2 Seiten)
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Leukämie
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: SSK
in Erklärungsnot. Die Mitglieder der deutschen Strahlenschutzkommission
(SSK) geben sich ahnungslos, woher die vermehrten Leukämieerkrankungen bei
den Atomkraftwerken kommen mögen und sind auf der Suche nach dem
„molekulargenetischen Faktor“ bei Krümmel, Sellafield und Dounray. Bericht
von einem „Fachgespräch“ im Februar 2009 in Bonn. Von Dr. Sebastian
Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.
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Stx532-533.2009.1-5.5 (5 Seiten)
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Leukämie
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Neue ökologische Studien zu Leukämien bei Kleinkindern um Kernkraftwerke.
Nach der Veröffentlichung der
Ergebnisse der KiKK-Studie (Kaatsch et al.), einer aufwändigen Fall-Kontrollstudie, wurde kürzlich im
deutschen Ärzteblatt (2008; 105(42):725-32) ergänzend dazu eine neue
ökologische Studie von Kaatsch et al. veröffentlicht,
in welcher die Leukämiefälle auf Gemeindeebene ausgewertet werden. Dabei
zeigte sich, daß die Leukämieinzidenz bei
Kleinkindern im Studiengebiet fast exakt mit der Inzidenz
im gesamten Bundesgebiet übereinstimmt. Verwiesen wird neuerdings auch auf
eine Studie aus England (Bithell, Keegan et al. Okt. 2008), die im Gegensatz
zur KiKK-Studie keine Erhöhung im Nahbereich von dortigen Kernkraftwerken
ergeben haben soll. Auch in Frankreich wurde kürzlich eine ökologische Studie
(Laurier, Hémon et al. Sept. 2008) durchgeführt,
die Leukämien bei Kleinkindern in der Umgebung aller 19 Standorte von
französischen Kernkraftwerken untersuchte. Eine Bewertung durch Dr. Alfred Körblein.
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Stx528-529.2009.1-2.2 (2 Seiten)
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Leukämie
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Strahlenrisiken
sind wissenschaftlich nachweisbar, von denen sich behördliche Kalkulationen
nichts träumen lassen. Evidenz – Kontroverse – Konsequenz:
Umweltmedizin-Symposion der Gesellschaft für Strahlenschutz vom 28. September
2008 in Berlin. Die Kinderkrebsstudie des Kinderkrebsregisters in Mainz
(KiKK-Studie) alarmierte zum Jahreswechsel 2007/2008 mit dem Nachweis, daß
das Erkrankungsrisiko für Leukämie und andere Krebserkrankungen bei Kindern
unter 5 Jahren zunimmt, je näher sie bei einem der deutschen Kernkraftwerke
leben. Gegenstand eines am 28. September 2008 von der Gesellschaft für
Strahlenschutz e.V. und mit Unterstützung des Instituts für Humangenetik der
Charité auf dem Campus des Virchow Klinikums in Berlin veranstalteten
umweltmedizinischen Symposions waren die Hintergründe der Studie und die
Kontroversen über die Bewertung der Ergebnisse. Der wissenschaftliche
Kontext, die von der Studie unbefriedigend behandelten Fragen und die
Schwierigkeiten, aus den Ergebnissen epidemiologischer Studien angemessene
wissenschaftliche, politische, wirtschaftliche und humanitäre Konsequenzen zu
ziehen, wurden beleuchtet. Es ging konkret um die Frage, ob die bisher geübte
Praxis, ionisierende Strahlen als mögliche Krankheitsverursacher
grundsätzlich auszuschließen, weil die errechnete Strahlendosis und das
angenommene Strahlenrisiko zu gering seien, um die beobachtete Zunahme der
Krankheitsfälle zu erklären, angesichts der Faktenlage noch gerechtfertigt
werden kann. Tatsächlich erweist sich bei näherer Betrachtung nicht nur die
Strahlendosis als nach amtlicher Vorschrift generell falsch errechnet,
sondern auch das zum Ausschluß verwendete Strahlenrisiko: Sowohl das
Lebensalter bei der Bestrahlung, als auch die spezifische Art und Energie der
Bestrahlung, deren spezifische „relative biological
effectiveness“, bleiben bisher unberücksichtigt. Diese
Daten sind auch bisher weitgehend unbekannt oder unpubliziert und würden das
ganze heutige Gedankengebäude des amtlichen Strahlenschutzes zum Einsturz
bringen. Welche Erkenntnisse sich wann und wie durchsetzen, wird schlicht von
Lobbyinteressen bestimmt. Diese Erkenntnis konnten die Teilnehmer eines
Symposions Umweltmedizin am 28. September 2008 in Berlin gewinnen, aber nicht
nur das. Tagungsreader_Berlin_2008.
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Stx522-523.2008.1-7.7 (7 Seiten)
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Leukämie
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Medizinische Strahlenbelastung: Spätschäden
durch Therapie mit Radium-224 bei Morbus Bechterew.
Wissenschaftler vom Institut für Strahlenbiologie des Helmholtz-Zentrums
München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt in Neuherberg, haben im Rahmen einer epidemiologischen Studie
„ein ungünstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis“ für die bei Morbus-Bechterew-Patienten
eingesetzte Radium-224-Therapie festgestellt. Das berichteten sie im April
2008 in der Zeitschrift Rheumatology (R. R. Wick et al. 2008).
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Stx516-517.2008.5.1 (1 Seite)
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Leukämie
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Epidemiologie: Leukämien bei Kindern
in der Umgebung von Tschernobyl. Reanalyse einer
offiziellen deutschen Studie. Von Alfred Körblein.
In der Diskussion um die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der Studie zu
Kinderkrebs um deutsche Kernkraftwerke (KiKK-Studie) wird argumentiert, dass nach Tschernobyl keine erhöhte Leukämierate in den
an den Unglücksreaktor angrenzenden Regionen Weißrusslands,
der Ukraine und Russlands beobachtet worden sei.
Das habe eine vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit (BMU) geförderte Studie ergeben. Nach Durchsicht des
Berichts kommt Körblein zu dem Ergebnis, dass man aus den Zahlen auch andere Schlüsse ziehen kann.
Besonders auffällig ist eine signifikante Erhöhung der Leukämierate bei
Jungen im Jahr 1987, dem Jahr nach Tschernobyl. – Mit einem Kommentar von
Sebastian Pflugbeil.
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Stx508-509.2008.4-6.3 (3 Seiten)
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Leukämie
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Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken: Was einen KKW-Schornstein so interessant macht. Von
Sebastian Pflugbeil. In der KiKK-Studie wird untersucht, ob Krebs und
Leukämie bei Kindern unter 5 Jahren umso häufiger
vorkommen, je näher sie am nächstgelegenen Kernkraftwerks-Schornstein wohnen.
Was ist das Besondere an einem KKW-Schornstein?
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Stx508-509.2008.4.1 (1 Seite)
Zur
Originalseite im pdf-Format
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Leukämie
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Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken: Dekontamination eines Studienergebnisses. Von
Sebastian Pflugbeil. Zu den Absonderlichkeiten in der Diskussion um die
Fall-Kontroll-Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der
Umgebung der deutschen Kernkraftwerke (KiKK-Studie, vergl.
Strahlentelex
504-505 vom 10.01. 2008) gehört die Vergesslichkeit
der Autoren bezüglich des eigentlichen Anliegens der Studie. Sowohl in der
Zusammenfassung des Abschlußberichtes als auch in zahlreichen Interviews wird
von ihnen der Eindruck erweckt, dass man nichts
über die Ursache des gefundenen Effektes sagen könne und dass
insbesondere „die von deutschen Kernkraftwerken im Normalbetrieb emittierte
ionisierende Strahlung grundsätzlich nicht als Ursache interpretiert werden
kann“ (Abschlußbericht Seite XI). Dieser Eindruck, der von den Medien
flächendeckend verbreitet und auch im politischen Raum dankbar aufgegriffen
wurde, geht so gravierend an den tatsächlichen Ergebnissen der Studie vorbei,
dass diese Vernebelung hier dokumentiert und ihr
entschieden widersprochen werden soll.
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Stx508-509.2008.2-3.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Leukämie
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Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken:
Leukämieclustern auf der Spur - Entenjagd in der Umgebung der neuen
Kinderkrebsstudie des Mainzer Kinderkrebsregisters. Im Zusammenhang mit
der Untersuchung der Frage, ob im Umkreis kerntechnischer Anlagen vermehrt
Kinderkrebs und Leukämie auftreten, begegnen wir auch in der aktuellen
Diskussion um die neue Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters (KiKK-Studie)
der Behauptung, es gäbe viele Cluster solcher Erkrankungen – auch dort, wo es
keine Kernkraftwerke (KKW) gibt oder erst Planungen für solche Anlagen
vorliegen. Hier liegt gleich eine doppelte Irreführung vor. Ein Bericht von
Sebastian Pflugbeil.
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Stx508-509.2008.1-2.2 (2 Seiten)
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Leukämie
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Epidemiologie: Eine Täuschung
der Bevölkerung. Atomkraftwerke machen krank. Die methodisch derzeit
weltbeste epidemiologische Studie, erarbeitet beim Mainzer Kinderkrebsregister,
weist ein um so höheres Krebsrisiko für kleine Kinder nach, je näher sie bei
einem Atomkraftwerk leben und aufwachsen. Nachgewiesen ist das für eine
Entfernung bis 50 Kilometer. Geredet wurde dagegen nur von 5 Kilometern.
(KiKK-Studie, Peter Kaatsch et al.)
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Stx504-505.2008.1-6.6 (6 Seiten)
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Leukämie
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Berufliche Strahlenbelastung: Die Strahleninduzierbarkeit
der Chronisch Lymphatischen Leukämie (CLL). Oft
wird heute noch die Auffassung vertreten, daß die Chronisch Lymphatische Leukämie (CLL) nicht durch ionisierende
Strahlung auslösbar sei. Daß dieser unbelegte Glaube nicht haltbar ist,
zeigen Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake und Dr.
Sebastian Pflugbeil. Es wird höchste Zeit, daß betroffenen Arbeitnehmern mit
CLL die Anerkennung als Berufskrankheit nicht mit dem Hinweis auf die
angebliche Ausgeschlossenheit einer Strahlenursache verweigert wird, erklären
sie.
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Stx426-427.2004.1-5.5 (5 Seiten)
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Leukämie
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Kinderkrebs: Fernsehjournalisten finden in Großbritannien erneut eine Häufung
von Kinderkrebs und Leukämie, die schlimmer ist als in Seascale.
1983 hatte ein Fernsehprogramm von Yorkshire Television die Existenz der
heute berüchtigten Häufung von Kinderleukämie in Seascale
bei Sellafield, der britischen nuklearen
Wiederaufbereitungsanlage an der Irischen See, enthüllt. Jetzt haben
Journalisten des Senders HTV eine weitere Häufung in der Gegend der
radioaktiv verseuchten Menai Strait
gefunden, einer Meeresenge zwischen der Insel Anglesey
und Nord-Wales, ebenfalls an der Irischen See, südwestlich von Liverpool
gelegen. Dieses neue Cluster ist noch bedeutender als das von Seascale, seine statistische Stärke ist wesentlich
größer. HTV hat die betroffenen Kinder identifiziert und sie und ihre Eltern
in einem Dokumentarfilm vorgestellt, der auf dem Fernsehkanal S4C am 10.
Februar 2004 in walisischer Sprache lief. Dr. Chris Busby
von der britischen Organisation Green Audit hat die
Rohdaten des Fernsehsenders analysiert.
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Stx412-413.2004.3.1 (1 Seite)
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Leukämie
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Leukämie in der Elbmarsch: Das schleswig-holsteinische
Energieministerium schätzt Gefälligkeitsgutachten – unbequeme Gutachter
werden als Dilettanten verunglimpft. "Das von Dr. Stevenson
vorgelegte Gutachten kommt einerseits zu der Schlussfolgerung,
dass die Möglichkeit strahlenbedingter Häufung
kindlicher Leukämien in der Elbmarsch nicht auszuschließen ist. Andererseits
hat das Gutachten aber auch ergeben, dass auf Grund
der festgesetzten und tatsächlichen Emissionen kein begründeter Verdacht auf
eine Verursachung der Leukämie durch die radioaktive Strahlung des örtlichen
Atomkraftwerks besteht". Diese Einschätzung verkündete der
Staatssekretär Wilfried Voigt (Grüne) vom Ministerium für Finanzen und
Energie des Landes Schleswig-Holstein am 29. Juli 2002 bei der Vorstellung
eines 1997 von seinem Ministerium bestellten strahlenbiologischen Gutachtens
zur Frage der Strahleninduktion kindlicher Leukämien in der Umgebung von
Kernkraftwerken. Dieses Gutachten war bereits länger als ein Jahr zuvor, im
April 2001, von strahlenbiologischen Experten aus dem In- und Ausland und
unter der Federführung des international renommierten und habilitierten
Kieler Strahlenbiologen Dr. A. Frederick G. Stevenson fertiggestellt und an
den Auftraggeber abgeliefert worden. Stevenson kommt in dem Gutachten
allerdings zu einer völlig anderen Bewertung als der Staatssekretär Voigt. Am
13. August 2002 schließlich sind Teile des Gutachtens in die Homepage des
Ministeriums für Finanzen eingestellt worden, die über http://www.landesregierung.schleswig-holstein.de
erreichbar ist. Es fehlen dort die drei Beiträge der Bremer Medizinphysikerin
Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake. Dazu eine
Stellungnahme der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V..
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Stx376-377.2002.1-5.5 (5 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Leukämie
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Eine Bestrahlung des Vaters vor der Befruchtung erhöht das
Leukämie-Risiko der Kinder. Nach einer vorgeburtlichen Bestrahlung der
Mutter (in utero) erhöht sich das Risiko des Kindes
an Leukämie zu erkranken. Dies gilt wissenschaftlich als unbestritten. Xiao Ou Shu
von der Abteilung für pädiatrische Epidemiologie der Universität Minnesota zeigte
in ihren Veröffentlichungen, daß auch die vorkonzeptionelle Bestrahlung des
Vaters das Risiko des Kindes erhöht, an Leukämie zu erkranken. Von Bettina Dannheim.
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Stx256-257.1997.2-4.3 (3 Seiten)
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Leukämie
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Alpha-Strahlung mit verzögerter Wirkung. Eine neue, besonders
wirksame biogenetische Strahlenwirkung meint eine britische Forschergruppe
unter der Leitung von Eric G. Wright (Oxford) nachgewiesen zu haben. Der
durch Alpha-Partikel ausgelöste Effekt werde bereits bei niedrigen Dosen
wirksam und führe in bestrahlten Stammzellen des blutbildenden Systems zu chromosomalen Instabilitäten, die auf die Tochterzellen
übertragen und erst in späteren Zellgenerationen zu sichtbaren Zellschäden
führen können, erklären Wright und Mitarbeiter in ihrem Beitrag im britischen
Wissenschaftsmagazin Nature vom 20. Februar 1992 (Vol. 355). Ein Bericht von
Bernd Lehmann.
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Stx138-139.1992.5-7.3 (3 Seiten)
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Nervenschäden
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Nervenschäden
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Vorgeburtliche Strahlenbelastung
beeinträchtigt schulische Leistungen. Eine Studie von Ökonomen in
Schweden (Almond Douglas, Lena Eglund,
Mårten Palme, 2007) zeigt die Beeinträchtigung der
geistigen Entwicklung von Kindern nach dem Tschernobyl-Fallout.
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Stx496-497.2007.10-11.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Nervenschäden
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Berufliche Strahlenbelastung: Tod durch Demenz nach Strahlenbelastung. Eine
ältere Untersuchung unter weiblichen Atomarbeitern in den USA hatte vermehrt
Todesfälle durch Geistesstörungen gefunden, inklusive Demenz. Im Oktober 2003
veröffentlichten Wissenschaftler der School of Medicine
and Biomedical Sciences
der State University of New York/USA (R. F. Sibley,
B. S. Moscato, G. S. Wilkinson, N. Natarajan) im American Journal of Industrial Medicine eine weitere Studie, die sich mit der Wirkung
von ionisierender Strahlung am Arbeitsplatz und anderen Gefahren auf die
Sterblichkeit an Demenz befaßt.
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Stx422-423.2004.2.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Nervenschäden
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Die Wirkung der Bestrahlung auf die Entwicklung des Gehirns bei Embryo
und Fetus. Radioaktive Bestrahlung macht dumm: "Aufgrund neuer
Erkenntnisse über die Entwicklung des Zentralnervensystems und neuer
epidemiologischer Daten von Überlebenden, die in Hiroshima und Nagasaki
pränatal einer ionisierenden Strahlung ausgesetzt waren, kann davon
ausgegangen werden, daß das Risiko für eine strahlenbedingte geistige
Retardierung und einer strahlenbedingten Verminderung der Intelligenz für den
Menschen bei der langen Entwicklungsperiode des Gehirns größer ist als bisher
angenommen wurde." So die amtlichen Übersetzer eines ICRP-Berichts
von 1982, der 1995 auch in Deutsch erschien.
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Stx198-199.1995.9.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Nervenschäden
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Menschliche Gehirnentwicklung und ionisierende Strahlung. Hiroshima,
Nagasaki und vorgeburtliche Hirnschäden. Während die Erkenntnis von der
krebserzeugenden Wirkung von Strahlung weit verbreitet ist, finden bei der
Gehirnentwicklung gesetzte Strahlenschäden bisher kaum größere Beachtung in
der Öffentlichkeit. Dabei sind sich entwickelnde Nervenzellen besonders
strahlenempfindlich, und zwar nicht nur in der Frühschwangerschaft.
Minderungen geistiger und körperlicher Fähigkeiten sind jedoch später nur
schwer zu deuten und werden nicht in jeder Ausprägung gleich als Krankheit
dargestellt. Seit 1976 gibt es Rechnungen, nach denen die Neutronen der im
August 1945 von den USA über der japanischen Industriestadt Hiroshima
abgeworfenen Atombombe weicher und stärker abgeschirmt waren als vorher
angenommen. Danach können Neutronen nicht mehr in dem Maße wie vorher
angenommen, für die Schadwirkungen im sogenannten Niedrigdosisbereich
verantwortlich gemacht werden. Auch die Hiroshima-Strahlenschäden sind
hauptsächlich auf locker ionisierende Strahlung zurückzuführen. Diese
Strahlung hat deutliche körperliche Schäden im Niedrigdosisbereich bei den
Atombombenüberlebenden zur Folge gehabt. Die verstärkt seit Anfang der
achtziger Jahre begonnene derartige (dosimetrische)
Neubewertung und die Überprüfung und Neubewertung klinischer Befunde über die
Funktion des Nervensystems bei im Mutterleib bestrahlten Kindern von
Hiroshima und Nagasaki haben zu schwerwiegenden Ergebnissen geführt. Der
Heidelberger Arzt Karl Heinrich Adzersen beschreibt
die Risiken, die während der menschlichen Gehirnentwicklung durch
ionisierende Strahlung bestehen, sowie die Erkenntnisse über vorgeburtliche
Hirnschäden in Hiroshima und Nagasaki, und gibt eine zusammenfassende
Übersicht über mögliche neurologische Wirkungen von Strahlen auf den
menschlichen Keimling in Abhängigkeit vom Alter nach der Befruchtung. Mit
ausführlicher Literaturliste.
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Stx22.1987.2,5.2 + Stx23.1987.2,5,6.3 (5 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Zurück zum Anfang
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Niedrigdosisstrahlung
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Schon geringe Strahlendosen
gefährden das Herz. Bereits geringe Mengen von Strahlung können kardiovaskuläre Erkrankungen verursachen und mit der
Dosis steigt auch das Risiko. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Oktober 2009
veröffentlichte Untersuchung von Epidemiologen des Imperial
College London.
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Stx550-551.2009.3-4.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Die Induktion gutartiger Tumore
durch ionisierende Strahlung – ein vernachlässigtes Kapitel von
Strahlenrisikobetrachtungen. Die Induktion gutartiger (benigner) Tumore durch ionisierende Strahlung ist ein
vernachlässigtes Thema von Strahlenrisikobetrachtungen, da internationale
Strahlenschutzgremien als Kriterium zur Empfehlung von Grenzwerten und von
Schutzmaßnahmen ausschließlich die Wahrscheinlichkeit von Krebserkrankungen
zu Grunde legen. In der Berufskrankheitenverordnung
stehen die gutartigen Tumore nicht auf der Liste anzuerkennender
Strahlenschäden, obwohl auch diese zu erheblichen Beeinträchtigungen der
Gesundheit bis hin zur Berufsunfähigkeit führen können. Es ist daher
erforderlich, die Befunde im Niederdosisbereich und Erkenntnisse über
Dosiswirkungsbeziehungen in die Risikobetrachtungen einzubeziehen. Die
Internationale Strahlenschutzkommission (ICRP), auf deren Empfehlungen die
deutsche Strahlenschutzverordnung im wesentlichen basiert, listet die benignen Tumore unter den zu beachtenden Strahlenschäden
bei niedriger Dosis nicht auf. Weitere wissenschaftliche Einrichtungen, die
international große Beachtung finden und regelmäßig Beurteilungen von
Strahlenrisiken veröffentlichen, sind das UNSCEAR-Komitee
(United Nations Scientific
Committee on the Effects
of Atomic Radiation) und
dasjenige der U.S.-amerikanischen Academy of Sciences BEIR (Biological Effects of Ionizing Radiation). Letzte haben in ihren
früheren Reports auch die historischen Befunde über benigne Tumore in verschiedenen Körpergeweben, die nach
Strahlentherapie aufgetreten sind, aufgeführt. Im Bericht des BEIR-Komitees von 2006 werden in einem Kapitel „Benign Neoplasms“ mehrere große
Studien ab 1992 zitiert, unter anderem die Ergebnisse über Tumore des
Zentralnervensystems (ZNS) bei den Überlebenden der Atombombenabwürfe auf
Hiroshima und Nagasaki. In einer Zusammenfassung für die Öffentlichkeit heißt
es dazu (BEIR VII): „Radiation exposure
has also been shown to increase risks of some benign tumors,
but data are inadequate to quantify this risk.“ Die Einschätzung, dass
das Risiko nicht quantifiziert werden kann, entspricht allerdings in weiten
Teilen nicht dem Stand der Wissenschaft. Von Inge Schmitz-Feuerhake.
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Stx548-549.2009.1-5.5 (5 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Niedrigdosisstrahlung
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: „Das
Ergebnis der KiKK-Studie verlangt eine kritische Überprüfung der Annahmen und
Modelle des Strahlenschutzes“. Eine ausführliche Darstellung und Betrachtungen
zur Bedeutung der Fall-Kontrollstudie des Mainzer Kinderkrebsregisters zu
Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken in Deutschland (KiKK-Studie
von Ende 2007 hat jetzt Rudi H. Nussbaum,
emeritierter Professor der Physik an der Portland State University in Oregon
(USA), in der Juli/September-Ausgabe 2009 des International Journal of Occupational and Environmental Health veröffentlicht. Nussbaum
stellt die Studie im Kontext anderer aktueller wissenschaftlicher Arbeiten
dar und befaßt sich ausführlich mit der unverständlichen Schlußfolgerung der
Autoren der KiKK-Studie (Kaatsch, Spix, Schmiedel, Schulze-Rath, Mergenthaler und Blettner), daß
Radioaktivität als Ursache für die vermehrten Krebserkrankungen von Kindern
in der Umgebung von Atomkraftwerken grundsätzlich auszuschließen sei. „Diese
nicht gerechtfertigte Schlußfolgerung illustriert die Dissonanz zwischen
Annahmen und Beweisen“, kommentiert Nussbaum und
rügt, daß der „gegenwärtige Kenntnisstand der Radiobiologie“ in seiner am
weitesten verbreiteten Version eine ganze Reihe radiobiologischer und dosimetrischer Faktoren nicht zur Kenntnis nimmt.
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Stx544-545.2009.2-3.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Niedrigdosisstrahlung
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23 Jahre nach Tschernobyl: Weniger
und mißgebildete Insekten und Vögel. Die ökologischen Auswirkungen der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die sich Ende dieses Monats zum 23. Mal
jährt, sind größer als früher angenommen und erhofft. Die freigesetzten
Radionuklide dezimieren auch weiterhin Insekten und Spinnen. Und mißgebildete
Insekten sind auch schon im Normalbetrieb von Atomkraftwerken deutlich
vermehrt in deren Umgebung zu finden. (A. P. Møller,
T. A. Mousseau 2009; C. Hesse-Honegger, P.
Wallimann 2008)
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Stx534-535.2009.1-2.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Strahlenbiologie: Für
Auger-Elektronen aussendende Radioisotope lassen sich keine Werte für die dosisabhängige
relative biologische Wirksamkeit (RBW-Werte) angeben. Das Bild von
sogenannten Auger-Elektronen emittierenden Radioisotopen in der
Strahlenbiologie beginnt sich zu wandeln und in jedem Fall zu differenzieren.
Wegen unerwarteter experimenteller Ergebnisse ließen sich keine Werte für das
Konzept der dosisbasierten relativen biologischen Wirksamkeit (RBW-Werte)
bestimmen. Derartige Angaben müssen nun mit großem Vorbehalt betrachtet
werden. Das erklären die Autoren des im Mai 2008 in der Schriftenreihe
Reaktorsicherheit und Strahlenschutz des Bundesministeriums für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit veröffentlichten Abschlußberichtes
(BMU-2008-712) über „Untersuchungen der Auger-Emitter abhängigen biologischen
Wirksamkeit zur Ermittlung des Strahlungs-Wichtungsfaktors
für Auger-Elektronen“ am Forschungszentrum Jülich. (F.A.H. Schneeweiss, A. Turtoi, E. Pomplun, G. Sutmann, 2008)
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Stx514-515.2008.2-3.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Epidemiologie: Atomarbeiter haben
ein erhöhtes Infarktrisiko. Einer von britischen Wissenschaftlern (McGeoghegan et al.) erstellten und im März 2008
veröffentlichten Studie über Angestellte von britischen Atomanlagen zufolge
gibt es einen Zusammenhang zwischen erhöhter Strahlenbelastung und der
Sterblichkeit (Mortalität) an Kreislauferkrankungen.
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Stx510-511.2008.4.1 (1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Tschernobyl-Folgen: Artenvielfalt und
Populationsdichte von Vögeln nehmen mit höherer Strahlung ab. Im Sommer
2007 haben A. P. Møller (Curie-Universität Paris)
und T. A. Mousseau (University of South Carolina)
eine Arbeit über Waldvögel in der Umgebung des Atomkraftwerks Tschernobyl
vorgelegt, die die weitverbreitete Meinung angreift, daß die Sperrzone um
Tschernobyl ein blühendes Naturschutzreservat sei, in dem man seit Jahren
zunehmend den herrlichsten Wildarten begegnen könne. Tatsächlich kann einem
dort ein großer Elch oder ein Bär über den Weg laufen. Untersucht man aber
die Situation genauer, ergibt sich ein ganz anderes Bild. Es gibt bisher kein
standardisiertes Vorgehen, wie man die Auswirkungen von Radioaktivität auf
gewöhnliche Tiere untersuchen sollte, deshalb blieb bisher die Frage nach den
ökologischen Folgen der Radioaktivität unbeantwortet. Die Autoren haben sich
nun der Artenvielfalt und Populationsdichte von Waldvögeln gewidmet.
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Stx498-499.5.1 (1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Partikelförmiges abgereichertes
Uran ist für menschliche Lungenzellen zytotoxisch
und verursacht Chromosomenbrüche. Abgereichertes Uran (DU) wird häufig in
militärischen Waffen und Munition eingesetzt. Deshalb sind ihm Soldaten und
unbeteiligte Zivilisten vermutlich häufig und weiträumig ausgesetzt. DU wird
zwar für ein menschliches Karzinogen gehalten, das die Bronchialzellen der
Lunge angreift, Untersuchungen darüber gibt es aber kaum. Sandra S. Wise vom Wise Laboratory of Environmental and Genetic Toxicology der University of Southern Maine in Portland
(USA) und Kollegen haben deshalb die Zytotoxizität
und die Chromosomenbrüche verursachenden (klastogenen)
Eigenschaften von sowohl partikelförmigem (wasserunlöslichem) und wasserlöslichem
DU in menschlichen bronchialen Fibroblasten
(WTHBF-6-Zellen) bestimmt.
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Stx492-493.2007.4.1 (1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Elektronen mit geringer Energie wirken
mehr. Biochemiker erforschen, auf welche Weise Elektronen mit geringer
Energie Zellen zerstören. Bei der Strahlentherapie wird energiereiche
Strahlung örtlich begrenzt auf jenen Bereich im Körper gerichtet, in dem sich
der Tumor befindet. Durch Schädigungen der Erbsubstanz (DNA) sollen die
bösartigen Tumor-Zellen absterben. Leider wirken die eingesetzten Strahlen
aber nicht nur auf die DNA der Tumorzellen. Auch das umliegende, gesunde
Gewebe wird durch die Bestrahlung geschädigt. In den vergangenen Jahrzehnten
beschäftigten sich deshalb zwar zahllose Forschungsprojekte mit dem Thema
Strahlenschäden und Strahlentherapie. Welche molekularen Prozesse diese
Schäden jedoch auslösen, war bislang weitgehend unbekannt. „Die Rolle von
sogenannten sekundären Elektronen, die bei der Bestrahlung auftreten, war
kaum erforscht“, erklärte Professor Dr. Eugen Illenberger
vom Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität Berlin. Den
Elektronen mit geringer Energie komme eine Schlüsselrolle zu.
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Stx484-485.2007.5,6.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Kombinierte Effekte von
ionisierender Strahlung und Arsen. In menschlichen Zellen konnte die
Wirkung von Strahlung und Arsen und vor allem das Zusammenwirken beider Noxen auf die Proteinbildung nachgewiesen werden.
Eiweiße, die in wichtige Stoffwechsel- und Regulationswege eingebunden sind,
können auf diese Weise zu Störungen in der Zelle führen. Eine Untersuchung im
Fachbereich Strahlenschutz und Gesundheit des Bundesamtes für Strahlenschutz
(Sabine Hornhardt et al., BfS).
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Stx484-485.2007.4,5.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Übersicht zu den Langzeitfolgen von
chronischer Niederdosisbestrahlung. Von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Köln, Gesellschaft für Strahlenschutz
e.V. Die Internationale Strahlenschutzkommission (ICRP) hat quantitative
Angaben über die gesundheitlichen Folgen gemacht, die bei Exposition einer
Bevölkerung mit niedrigen Strahlendosen zu erwarten sind. Sie wurden von den
Befunden bei den japanischen Atombombenüberlebenden abgeleitet und beziehen
sich auf drei Gruppen von Effekten: 1. genetische Erkrankungen bei den
Nachkommen, 2. Krebssterblichkeit, 3. Entwicklungsstörungen durch Exposition
im Mutterleib. Zahlreiche Beobachtungen in kontaminierten Regionen zeigen,
daß die ICRP-Risikofaktoren die Schäden durch
chronische Niederdosisbestrahlung nach Inkorporation radioaktiver Strahler um
Größenordnungen unterschätzen. Alternativ werden die Abschätzungen des
European Committee of Radiation
Risks ECRR empfohlen.
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Stx460-461.2006.1-5.5 (5 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Strahleninduzierte Katarakte (Grauer Star) als Folge berufsmäßiger
Exposition und beobachtete Latenzzeiten. Mitglieder der Gesellschaft für Strahlenschutz sind in letzter Zeit
immer häufiger mit Fällen von Katarakterkrankungen befaßt worden, die bei
beruflich Strahlenexponierten aufgetreten sind. Diese waren entweder im
Uranbergbau bei der ehemaligen SDAG Wismut beschäftigt oder mit Radaranlagen
der Bundeswehr oder der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR. Eine
Berufsbedingtheit wurde von der Bergbau-Berufsgenossenschaft bzw. der
Bundeswehr entweder mit Hinweis auf eine zu kleine Dosis und/oder das Fehlen
der typischen Latenzzeit abgelehnt. Diese Auffassungen sind anhand des
wissenschaftlichen Erkenntnisstandes nicht haltbar. Eine Literaturstudie von
Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake und Dr. Sebastian
Pflugbeil, Gesellschaft für Strahlenschutz e.V..
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Stx456-457.2006.1-7.7 (7 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Gesundheit und Atomanlagen.
Bereits die Kernschmelze 1979 im AKW Three Mile Island bei Harrisburg / USA hatte Folgen wie heute
die von Tschernobyl. Auch das radioaktive Inventar des Reaktorkerns war
verschwunden. Ein Beitrag von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake.
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Stx452-453.2005.2-5.4 (4 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Die Gesundheitseffekte von Niedrigdosisstrahlung; Mechanismen und
Befunde: Den Petkau-Effekt vergessen. Speziell
die genomische Instabilität und den "Bystander Effekt" beschreibt Dr. Chris Busby, Liverpool/ Großbritannien, als neue Entdeckungen
in der Radiobiologie, die "aus Wegspuren zur Zelle" folgen – mit
stark überlinearen Dosis/Wirkungs-Beziehungen und stärkeren Wirkungen bei
niedrigen Dosen (Strahlentelex 418-419 vom 3. Juni 2004, Seite 3). Das ist
zwar grundsätzlich richtig, doch der zugrundeliegende Petkau-Effekt
wird nicht erwähnt und auf ungenügend erforschte "Wegspuren"
reduziert, merkt Ralph Graeub, Langnau/Schweiz,
dazu kritisch an.
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Stx422-423.2004.5,6.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Strahlenwirkungen: "Was wir wissen" sollen. 15
internationale Strahlenforscher und Epidemiologen versuchten sich an einem Wissenskanon
über die Wirkung von Niedrigdosisstrahlung und blenden ihnen nicht passende
Wahrheiten einfach aus. Unter dem Titel "Krebsrisiko bei niedrigen Dosen
ionisierender Strahlung: Eine Zusammenstellung über das was wir wirklich
wissen" beschreiben 15 weltweit namhafte Strahlenforscher und
Epidemiologen in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the
United States of America (PNAS) vom 25. November
2003 ihren Erkenntnisstand und erheben den Anspruch, damit einen allgemein
verbindlichen Wissenskanon vorzugeben.
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Stx408-409.2004.2.1 (1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Strahlenwirkung: Schwache Röntgenstrahlung kann die Erbsubstanz
nachhaltiger schädigen als angenommen. Das Reparatursystem versagt.
Schwache Röntgenstrahlen können das Erbmolekül DNA nachhaltiger schädigen als
bislang angenommen. Zwar greifen sie das Erbgut zunächst nicht so sehr an wie
starke Strahlen, doch dafür können sich leicht beschädigte Zellen wesentlich
schlechter regenerieren als stark beschädigte. Das folgt aus einer Studie von
Biophysikern an der Universitätsklinik des Saarlandes in Homburg.
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Stx392-393.2003.6,7.2 (2 Seiten)
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+ Stx394-395.2003.7.1 (1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Strahlenwirkungen: Mehr Mutationen nach Atomtests in Kasachstan.
Die russischen Atombombentests im kasachischen Semipalatinsk
haben das Risiko von Erbschäden bei den Anwohnern nahezu verdoppelt. Das
haben Wissenschaftler aus Großbritannien, Finnland und Kasachstan um Juri Dubrova von der University of Leicester jetzt bei 40
Familien nachgewiesen, die in der Nähe des Testgeländes leben. Die
Betroffenen, die in Jahren von 1949 bis 1956 dort dem radioaktiven Fallout
von vier oberirdischen Atombombentests ausgesetzt waren, trugen dem jetzt
veröffentlichten Bericht in dem Wissenschaftsmagazin Science (Bd. 295, S.
1037, 2002) in ihren Blutzellen deutlich mehr Mutationen in sich, die sie an
ihre Kinder vererbten, als Vergleichspersonen.
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Stx364-365.2002.5,6.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Strahlenwirkungen: Chromosomale Schäden nach
chronischer Belastung durch Niedrigdosisstrahlung. Beruflich
Strahlenbelastete sind besonders gefährdet. Bei im Gesundheitswesen
Tätigen mit chronischen Belastungen durch Niedrigdosisstrahlung sind gehäuft
Chromosomen-Aberrationen und Vertauschungen bei Schwesterchromatiden der
Chromosomen zu finden. Das berichten Dr. Elza Sakamoto-Hojo von der Universität São Paulo in Brasilien
und Kollegen in der Dezember-Ausgabe 2001 der Zeitschrift Teratogenesis,
Carcinogenesis and Mutagenesis
(2001;21:431-439). Chromosomale Aberrationen sind
mit Prozessen der Krebsentstehung gekoppelt erklären die Autoren. So könne
die zunehmende Anwendung von ionisierender Strahlung Grund für zunehmende
genetische Instabilität und entsprechende gesundheitliche Folgen bei
Beschäftigten in der Radiologie und Nuklearmedizin sein. Die Studie zeigt,
daß Beschäftigte, die beruflich niedrig dosierter Gamma- und/ oder
Röntgenstrahlung ausgesetzt sind, eine höhere Zahl von Chromosomenschäden
aufweisen als vergleichbare Kontrollpersonen, obwohl die anhand der personendosimetrischen Überwachung ermittelten
kumulierten absorbierten Dosen innerhalb der von der Internationalen
Strahlenschutzkommission (ICRP) etablierten Grenzen geblieben sind,
schlußfolgern die Autoren.
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Stx362-363.2002.5.1 (1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Strahlenwirkungen: Vermehrt Chromosomenschäden und erhöhtes Krebsrisiko
bei radonexponierten Bergleuten. Wissenschaftler des National Institute
of Public Health in Prag (Z. Smerhovsky
et al., Mutat. Res. 2002 Feb. 15; 514
(1-2):165-176) haben die Daten von über 1323 Zellproben (Untersuchungen von
Chromosomen-Aberrationen an Lymphozyten des peripheren Blutes) und 225
Personen ausgewertet, die wegen beruflicher Radon-Exposition in einer Stärke
von 1,7 bis 662,3 working level
month (WLM) untersucht worden waren. Chromatidbrüche waren demnach die am häufigsten zu
beobachtenden Aberrationstypen, die statistisch signifikant mit der
Radonexposition korreliert waren. Auch korrelierte die Frequenz aberranter Zellen mit der Radonexposition. Rauchen und
Silikose waren demnach nicht mit den Ergebnissen der Zellanalysen assoziiert.
Eine Regressionsanalyse, so die Autoren, habe einen starken statistischen
Zusammenhang zwischen Krebshäufigkeit und der Häufigkeit von Chromatidbrüchen und aberranten
Zellen ergeben.
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Stx362-363.2002.5.1 (1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Uranmunition: Chromosomenschäden bei Golfkriegsveteranen nachgewiesen. Britische
Soldaten, die in kriegerischen Auseinandersetzungen mit Uranmunition
(abgereichertes Uran, DU) in Berührung gekommen waren, haben substantielle
genetische Schäden erlitten. Das ist Ergebnis einer neuen Untersuchung an
acht Veteranen der Konflikte am Golf 1991, in Bosnien und im Kosovo. Sie
weisen eine zehnfach höhere Zahl an deformierten Chromosomen auf, als im
Bevölkerungsdurchschnitt zu finden sind, verbunden mit einem entsprechend
höheren Risiko an Krebs zu erkranken und mißgebildete Kinder zu zeugen. Das
berichtete in der britischen Zeitung The Express (Dec.
24, 2001, p. 24) Dr. Albrecht Schott, emeritierter Chemieprofessor an der
Freien Universität Berlin, der die Untersuchung koordiniert.
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Stx362-363.2002.5,6.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Die Schadwirkungen greifen von den getroffenen Zellen auf die
benachbarten über. Das lineare Dosis/Wirkungs-Modell unterschätzt die Effekte
der Niedrigdosisstrahlung. Das von Niedrigdosisstrahlung ausgehende
Gesundheitsrisiko ist bisher offenbar in der Regel unterschätzt worden. Denn
die Radioaktivität beschädigt nicht nur diejenigen Zellen, die direkt von der
Strahlung getroffen wurden, sondern auch benachbarte Zellen. Das berichten
amerikanische Wissenschaftler um Hongning Zhou und Tom K. Hei vom Zentrum für Strahlenforschung der
Columbia Universität in New York jetzt in der Ausgabe der Proceedings
der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften vom 4. Dezember
2001. Demnach ist jedenfalls für die Beurteilung von Alphastrahlung die
gegenwärtig vorherrschende Modellannahme zu revidieren, daß die Krebsgefahr
schwacher Strahlung um so niedriger ist, je weniger Zellen von radioaktiven
Strahlen getroffen werden. "Unsere Daten zeigen, daß einzelne Zellen
keineswegs der Angriffspunkt für die Strahlung sind", widersprechen die
Forscher.
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Stx360-361.2002.4.1 (1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Es ist bisher nicht gelungen, den tatsächlichen Mechanismus der
Strahlenschädigung aufzuklären. Strahlenbiologische Phänomene sind weitgehend
ungeklärt. Trotz jahrzehntelanger aufwendiger Forschung ist es bisher
nicht gelungen, den tatsächlichen Mechanismus der Strahlenschädigung
aufzuklären. Fest steht, daß durch ionisierende Strahlung hochreaktive freie
Radikale erzeugt werden, die auf vielfache Weise lebenswichtige biomolekulare
Prozesse beeinflussen. Eine der bekannten Strahlungsnachwirkungen ist die
Veränderung prozesssteuernder Fermente und Enzyme.
Sie beeinflussen Art und Ablauf von biochemischen Vorgängen, die unser Leben
und unsere Persönlichkeit prägen. Das wohl wichtigste Biomolekül ist die für
die identische Reduplikation der Organismen verantwortliche DNA im
Chromosomenbestand der Zellkerne. Darauf weist Prof. Dr.rer.nat.
Rolf Bertram hin.
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Stx358-359.2001.11,12.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Chromosomenschäden bei Arbeitern der Rössing-Uranbergwerke
in Namibia. Reinhard Zaire von der Abteilung für Hämatologie und
Onkologie des Berliner Universitätsklinikums Benjamin Franklin beschreibt in
dem von Martin Rasper herausgegebenen Buch
"Landräuber: Gier und Macht - Bodenschätze contra Menschenrechte"
zum ersten Mal in der Geschichte der Auseinandersetzung mit Rössing seine Arbeit, die Chromosomenveränderungen
in den weißen Zellen des Blutes der Arbeiter bei langanhaltenden radioaktiven
Niedrigstrahlung nachzuweisen. Neu an dieser Untersuchung ist die
ungewöhnlich breite und statistisch eindeutige Materialbasis zum Nachweis der
zellschädigenden Wirkung von radioaktiver Niedrigdosisstrahlung.
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Stx218-219.1996.3,4.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Die Widersprüche in der Strahlenforschung werden immer auffälliger.
Die Hinweise über die Gefährlichkeit selbst kleiner Strahlendosen werden im Gegensatz
zu den Verlautbarungen der drei Wissenschaftskommissionen UNSCEAR, BEIR und
ICRP ständig größer. Zu dieser Einschätzung gelangen Rudi H. Nussbaum, Professor am Physics
Department der Portland State University/USA und Wolfgang Köhnlein,
Professor am Institut für Strahlenbiologie der Universität
Münster/Deutschland, in einer im August 1994 in der Zeitschrift Environmental Health Perspectives erschienenen Arbeit. Sie zeigen, daß wir
noch weit davon entfernt sind, mit den gängigen Vorstellungen über die
Strahlenwirkung alle beobachteten Effekte und auch die Leukämien erklären zu
können.
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Stx194-195.1995.2,3.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Biologische Dosimetrie. Zur Strahlenspezifität der angewandten Biologischen Dosimetrie berichten Wolfgang Hoffmann und Inge Schmitz-Feuerhake im Bericht Nr. 7 des Otto Hug Strahleninstituts.
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Stx170-171.1994.8.1 (Kurzbesprechung, 1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Strahlenforschung: Bedrohung des Lebens durch radioaktive Strahlung.
Eine Renaissance der Atomenergie kündigt sich an. Tschernobyl scheint
vergessen zu sein. Die Ängste der Bevölkerung vor einer Technologie, die der
Mensch nicht beherrschen kann, sind verdrängt, - überdeckt von von ständig wechselnden vordergründigen Themen. Alle
namhaften Bürgerorganisationen, die sich um die globale Bedrohung des Lebens
sorgen, hatten im November 1991 nach Frankfurt am Main eingeladen. Auf dem
Symposium "Neues Atomgesetz - Letzte Rettung für die
Atomwirtschaft?" wollten sie mit den politisch Verantwortlichen über die
Gefahren der Atomenergie diskutieren. Doch die eingeladenen Minister und
Abgeordneten sagten ab, - teils erst am Vortage, nach anfänglicher Zusage.
Ihr Verhalten zeigt, wie ernst die Sorgen der Bevölkerung genommen werden und
wie groß das Bemühen ist, die komplexen Zusammenhänge bei den Umweltschäden
zu verstehen. Strahlentelex dokumentiert ein dort von Professor Dr.med. Roland Scholz gehaltenes Referat zum neuesten
Stand der Strahlenforschung.
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Stx120-121.1992.1-4,9-12.8 (8 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Neue amerikanisch-deutsche Studie beweist: Das Krebsrisiko durch
Strahlen ist 10 mal größer als in den Strahlenschutzbestimmungen angenommen.
Eine neue Auswertung der Originaldaten über das Strahlenrisiko der
japanischen Atombombenüberlebenden haben 1990 Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein, Universität Münster/Deutschland, und Prof. Dr.
Rudi H. Nussbaum, Portland State University
Oregon/USA, vorgenommen. Das entscheidende an dieser neuen unabhängigen
Auswertung ist, daß es nun auch im niedrigen Dosisbereich genügend Krebsfälle
gibt, die eine gesicherte Aussage über den Verlauf der
Dosis-Wirkungs-Beziehung gestatten. Danach gibt es für die immer noch von
anderer Seite propagierten Reduktionsfaktoren für die Wirkung niedriger
Strahlendosen keine wissenschaftliche Basis mehr.
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Stx90-91.1990.1,3-11.10 (10 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Tagung Niedrigdosisstrahlung und Gesundheit: Strahlenschäden schon bei
sehr niedrigen Dosisleistungen. Strahlenschäden zeigen sich schon bei
sehr niedrigen Dosisleistungen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler
anhand von Laboruntersuchungen, Erhebungen in der Umgebung kerntechnischer
Anlagen und der Untersuchung von Auswirkungen des Unfalls von Tschernobyl in
der Bundesrepublik Deutschland. Auf einer vom Otto Hug
Strahleninstitut Bonn gemeinsam mit anderen vom 1. bis 3. November 1989 in
der rheinland-pfälzischen Kreisstadt Birkenfeld veranstalteten Tagung
stellten Mediziner, Strahlenbiologen und Physiker zum Teil neue Erkenntnisse
vor.
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Stx70-71.1989.2,3.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Biologische Dosimetrie: "Gerichtsfester"
Nachweis von Strahlenbelastungen. Als "gerichtsfest" gilt das
Verfahren der Biologischen Dosimetrie zum Nachweis
von Strahlenbelastungen beim Verdacht auf Strahlenschäden. Allerdings: Die
Empfindlichkeit des Verfahrens erlaubt noch nicht den Nachweis eines
Tschernobyl-Effektes und im Falle eines vermuteten Strahlenschadens muß die
Biologische Dosimetrie unbedingt vor dem Beginn
einer chemotherapeutischen und/oder radiologischen Behandlung durchgeführt
werden. Jürgen Weber, der im Institut für Strahlenbiologie der Universität
Münster die Biologische Dosimetrie durchführt,
beschrieb das Verfahren am 2. November 1989 auf der Tagung
Niedrigdosisstrahlung und Gesundheit in Birkenfeld und machte Angaben zu
dessen Anwendbarkeit.
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Stx70-71.1989.8,9.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Dokumente: Die Schädlichkeit selbst geringster Strahlendosen war
bereits 1947 inoffiziell anerkannt. Selbst kleinste Strahlendosen können
Schäden verursachen. Es gibt keine Grenze, unterhalb der keine Schäden
ausgelöst werden. Diese erst Mitte der sechziger Jahre auch als allgemeine
wissenschaftliche Lehrmeinung übernommene Erkenntnis war bereits 1947
bekannt. Das ergibt sich aus einem 1989 von Irene Noll in der Broschüre
"Atomopfer berichten" der Öffentlichkeit zugänglich gemachten
Dokument des britischen Medical Research Council (MRC).
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Stx52.1989.5.1 (1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Japan: Mehr Chromosomenschäden bei Atomarbeitern. Bei Beschäftigten
japanischer Atomkraftwerke wurden nach einer Meldung der japanischen
Tageszeitung "Mainichi Shimbun"
vom 30. Januar 1989 fast doppelt soviel geschädigte Chromosomen gefunden wie
beim Menschen sonst üblich.
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Stx52.1989.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Großbritannien: Deutlich erhöhtes Krebsrisiko für Kernenergie-Arbeiter.
Nach ihrem überdurchschnittlichen Gesundheitszustand werden Beschäftigte in
Anlagen der Kernenergie-Wirtschaft bei ihrer Einstellung ausgewählt.
Spätestens nach zehn Jahren ist dieser Vorteil jedoch verloren. Von über
22.000 zwischen 1951 und 1982 in der Atomwaffenfabrik Aldermaston
in Südostengland und einigen angegliederten Betrieben Beschäftigten, waren im
Jahre 1982 3.115 gestorben, davon 865 (28 Prozent) an Krebserkrankungen. (V. Beral et al., 1988)
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Stx52.1989.6.1 (1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Der Instinkt von Herdentieren. Rechtliche und ethische Aspekte der Kernenergie
am Beispiel möglicher Folgen von Niedrigstrahlung. Die Auseinandersetzung
um die Nutzung der Atomenergie hat viele Seiten. Berührt sind energiewirtschaftlche, Sicherheits- und Sicherungsfragen
und unter anderem auch Fragen der biologischen Wirkung von Radioaktivität.
Dr. Gustav W. Sauer aus der Wiesbadener Staatskanzlei des Hessischen
Ministerpräsidenten, führte Ende Februar 1988 in Münster auf dem Symposium
über die Wirkung niederer Strahlendosen eine Sichtweise vor, die bewußt über
die naturwissenschaftliche Faktenmitteilung hinausgeht. Allein die Tatsache,
daß über die Folgen der Niedrigstrahlung bisher keine überwiegende
Übereinstimmung besteht, vor allem hinsichtlich der Folgen für die Nutzung
der Kernenergie, zeige - so Sauer - die Erforderlichkeit auf, den
naturwissenschaftlichen Erkenntnisrahmen in rechtliche, rechtspolitische und
ethische Bereiche einzuordnen. Eine umfassende Beurteilung gelinge dann und
nur dann, wenn die Naturwissenschaften lernten, "in jenem Urschlamm
herumzuwaten, der als interdisziplinäre Forschung bekannt ist". In dem
Versuch, geistes- und naturwissenschaftliche Analyseverfahren zu vereinen,
unterscheide er sich gerade von denjenigen - in Sonderheit: syndikalistisch
geprägten Betriebsräten von Nuklearanlagen -, die meinen, uns alle über die
ethische und moralische Vertretbarkeit oder Verantwortbarkeit der Kernenergie
belehren zu können, ohne sich entsprechender Mühen der Analyse befleißigt zu
haben, erklärte Sauer.
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Stx32.1988.1,2,5,6.4 + Stx33.1988.1,2,5,6.4 (8 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Strahlenschäden: Radikale Wirkungen geringer Strahlendosen. Geringe
Strahlendosen über lange Zeiträume verursachen mehr Zellschäden als höhere
Dosen in kurzen Wirkzeiträumen. Strahlenwirkungen auf den Zellkern mit
seiner Erbmasse stehen meist im Vordergrund bei der Betrachtung von
Strahlenschäden. Forschungen stützen jedoch die Annahme, daß eine von der
Strahlendosisleistung abhängige indirekte Schädigung der Zellmembranen über
chemische Wirkungen im niedrigen Dosisbereich sehr viel bedeutender ist.
Bereits 1972 machte der kanadische Wissenschaftler A. Petkau
an künstlichen Zellmembranen die Entdeckung, daß geringe Strahlendosen über
längere Zeiträume größere zerstörerische Wirkungen ausüben können, als höhere
Dosen über kurze Wirkzeiträume. 1986 stellte Professor Dr. J. Kiefer vom
Strahlenzentrum der Universität Gießen für strahlenverursachte Veränderungen
im Erbgefüge (Mutationen) vergleichbare Effekte an Kulturen von Hamsterzellen
vor. Am 26. Februar 1988 berichtete er auf einem internationalen Symposium in
Münster von ergänzenden Untersuchungen an menschlichen Zellen. Beim Versuch,
solche Effekte zu erklären, wird um die Wirkung sogenannter freier
Sauerstoffradikale aus der Radiolyse des
Zellwassers gestritten, mit der sich solche Erscheinungen gut deuten ließen.
Die mit dem Namen Petkau zu verbindenden Effekte
stehen im Gegensatz zu den Annahmen internationaler und nationaler
Strahlenschutzgremien wie ICRP und SSK, die bei ihren Risikoabschätzungen von
einem linearen Zusammenhang zwischen Strahlendosis als Ursache und
schädigender Wirkung ausgehen. Vielmehr deutet alles daraufhin, daß die
Kritiker recht behalten, die mit Hilfe statistischer Überlegungen seit langem
einen überlinearen Zusammenhang und damit eine stärkere Schadwirkung im
sogenannten Niederdosisbereich begründen.
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Stx28.1988.1,2,5.3 (3 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Vorgeburtliche Strahlenschäden. Zurückhaltendes Schweigen bis
Ablehnung sind Reaktionen auf Fragen nach dem Auftreten von Fehlgeburten und Mißbildungen
in der Folge des Unglücks von Tschernobyl. Unmittelbare gesundheitliche
Schädigungen durch Niedrigdosisstrahlung werden meist bestritten.
Beobachtungen über Häufungen von Fehlgeburten und Mißbildungen werden nicht
nach außen getragen, mit der Begründung, sie seien nicht unbedingt
statistisch bedeutsam. Das mag richtig sein. Erst das Zusammentragen solcher
Informationen schafft jedoch die Möglichkeit für klare Aussagen. Krebs stellt
dabei nicht den Hauptanteil möglicher Strahlenschäden, sondern gesundheitliche
Beeinträchtigungen, die im Übergang zum "Normalen" schwer
abgrenzbar sind. Von Thomas Dersee.
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Stx4.1987.1,2.2 (2 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
/ Geschlechterverhältnis
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Zurück zum Anfang
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Geschlechterverhältnis
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Verlorene Kinder. Die Geschlechtschance des Menschen bei der Geburt in Europa
und in den USA nach den oberirdischen Atomwaffentests und nach Tschernobyl. Seit der Entdeckung der Mutagenität
von ionisierender Strahlung im Tierexperiment wurden schädigende
strahlengenetische Effekte auch beim Menschen immer wieder in Betracht gezogen
und untersucht. Während das Wissenschaftliche Komitee der Vereinten Nationen
für die Wirkung von Atomstrahlung (UNSCEAR) noch im Jahre 2000 die Auffassung
vertrat, strahleninduzierte vererbbare Effekte beim Menschen seien bisher
nicht belegt, kann man solche Effekte nach dem Unfall von Tschernobyl mit
einfachen Mitteln eindeutig nachweisen. Die Ergebnisse von Scherb und Kollegen lassen bei Übertragung auf
vollständige Zeiträume und auf die gesamte Weltbevölkerung erahnen, dass die Anzahl der verlorenen Kinder nach den globalen
Freisetzungen ionisierender Strahlung in der Größenordnung von mehreren
Millionen liegen könnte. Verschärft wird das Problem dadurch, dass auch strahleninduzierte angeborene Fehlbildungen und
Totgeburten nach Freisetzung von Radioaktivität in die Biosphäre in etwa der
gleichen Größenordung von insgesamt mehren Millionen weltweit langfristig
aufgetreten sein könnten. Von Hagen Scherb
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Stx558-559.2010.1-4.4 (4 Seiten)
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Geschlechterverhältnis
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Geschlechterverhältnis bei der Geburt in Bayern nach Tschernobyl. Im Januar 1987, 9 Monate nach dem
Reaktorunfall von Tschernobyl, war das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen
Geburten (Geschlechterverhältnis bei der Geburt) in Bayern signifikant um 5,5
Prozent gegenüber dem Trend der Jahre 1980 bis 1992 erhöht (p=0,0185).
Außerdem zeigt sich in diesem Monat ein signifikanter Anstieg des
Geschlechterverhältnisses um 0,29 Prozent pro Kilobecquerel
Cäsium-137 pro Quadratmeter (kBq/m² Cäsium-137) Bodenbelastung (p=0,011).
Nach 1987 ist keine Abweichung des Geschlechterverhältnisses vom Wert vor
Tschernobyl für Bayern nachweisbar. Von Alfred Körblein.
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Stx556-557.2010.7-10.4 (4 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
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Säuglingssterblichkeit und Geschlechterverhältnis nach den
atmosphärischen Atomwaffentests.
Die zeitlichen Trends der Säuglingssterblichkeit in England und in
Deutschland zeigen nach Beginn der atmosphärischen Atomwaffentests auffällige
Abweichungen von einem gleichmäßig fallenden Verlauf. Mit Hilfe eines
geeigneten Regressionsmodells wird die Gesamtzahl der auf Grund des Fallouts
der Atomwaffentests zusätzlich gestorbenen Säuglinge zu 77.600 in England und
52.000 in Deutschland geschätzt. Ähnliche Abweichungen von einem glatten
ungestörten Verlauf finden sich auch im Verhältnis der Anzahl männlicher zu
weiblicher Geburten in England und den USA, nicht aber in Deutschland. Von
Alfred Körblein
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Stx554-555.2010.1-5.5 (5 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
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Nur mittelmäßig gesunde Kinder in Deutschland. Trotz wesentlich höherer Ausgaben für das
Gesundheitswesen wachsen Kinder in Deutschland unter schlechteren Bedingungen
auf als Kinder in Skandinavien oder Frankreich.
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Stx512-513.2008.7-8.2 (2 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
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Säuglingssterblichkeit nach Tschernobyl in skandinavischen Ländern. Von Alfred Körblein.
Nach Tschernobyl war die Säuglingssterblichkeit in Schweden wie auch in
Finnland und Norwegen hochsignifikant um 15,8 Prozent gegenüber dem Trend der
Jahre 1976 bis 2006 erhöht. Für 1987 bis 1992 errechnen sich insgesamt 1.209
zusätzlich gestorbene Säuglinge (95%-Vertrauensbereich: 875 bis 1.556).
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Stx510-511.2008.1-3.3 (3 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
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Fünffach höheres Krebsrisiko beobachtet, als von der ICRP geschätzt. Krebserkrankungen und
Säuglingssterblichkeit nehmen auch mit der Höhe der natürlichen
Hintergrundstrahlung zu. Dabei beobachteten Dr. Alfred Körblein
und Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann in Bayern ein fünffach höheres Krebsrisiko,
als von der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) geschätzt.
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Stx486-487.2007.5.1 (1 Seite)
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Säuglingssterblichkeit
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Zunahme von Krebs und Säuglingssterblichkeit mit der natürlichen
Hintergrundstrahlung in Bayern. In der Diskussion um die Wirkung
niedriger Strahlendosen (Niedrigdosisstrahlung) von Atomanlagen auf die
menschliche Gesundheit wird immer wieder mit der natürlichen Strahlung
argumentiert: Wenn Niedrigdosisstrahlung vermehrt Krebs hervorriefe oder die
Säuglingssterblichkeit erhöhe, dann müßte sich in Gegenden erhöhter
natürlicher Strahlung ebenfalls ein Effekt zeigen. Aus dieser Formulierung
könnte man schließen, daß dies nicht der Fall sei. Die vorliegende Studie von
Dr. Alfred Körblein, Umweltinstitut München, findet
aber einen Anstieg der Krebsmortalität und der Säuglingssterblichkeit mit der
natürlichen Hintergrundstrahlung in Bayern.
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Stx404-405.2003.1-4.4 (4 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
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USA: Die Säuglingssterblichkeit sank dramatisch, nachdem Nuklearanlagen
stillgelegt worden waren. Die Säuglingssterblichkeit in der Nähe von fünf
US-Atomanlagen sank sofort und dramatisch, nachdem die Reaktoren stillgelegt
worden waren. Außerdem kam es in der Nähe von einem der Reaktoren zu einer
dramatischen Abnahmen von Kinderkrebs und
Todesfällen durch angeborene Defekte, die durch Strahlungsexpositionen
verursacht sind. Das zeigt eine Studie des amerikanischen Epidemiologen
Joseph J. Mangano vom Radiation
and Public Health Project Brooklyn in New York, die
im Frühjahr 2001 in der wissenschaftlichen Zeitschrift Environmental
Epidemiology and Toxicology
veröffentlicht worden war. Die Studie legt nahe, daß die Gesundheit von 42
Millionen Amerikanern, die innerhalb von 50 Meilen in der Abluftrichtung
einer Atomanlage leben, durch die Reaktoren beeinträchtigt ist, so der Autor
der Studie.
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Stx364-365.2002.6.1 (1 Seite)
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Säuglingssterblichkeit
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Niedrige Strahlung - hohes Risiko. Angesichts neuer
Forschungsergebnisse über die mutationsauslösende und krebserzeugende Wirkung
der ionisierenden Strahlung haben die nationalen und internationalen
Expertengremien wiederholt ihre Risikoabschätzungen nach oben korrigiert:
Strahlung ist gefährlicher als zuvor gedacht. Als einer der frühen Warner hat
auch Prof. Dr. Ernest Sternglass bis in die jüngste
Gegenwart hinein wiederholt seine Stimme erhoben. Seine epidemiologischen
Studien über die Kindersterblichkeit in den USA in den letzten Jahren der
Fallout-Belastung aus den oberirdischen Atomtestserien sind erwartungsgemäß
von vielen Seiten stark kritisiert worden. Denn die weltweit in den
Atomwaffenprogrammen eingebundenen Wissenschaftler sowie die für die Programme
verantwortlichen Politiker und Militärs haben immer "unter der
Sicherheit nicht so sehr die Zurückhaltung von Radioaktivität von der
Biosphäre, sondern eher die Unterbindung des Informationsflusses an die
Bürger verstanden" (W. Köhnlein). Dr.Jay M. Gould, früheres Mitglied des wissenschaftlichen
Beirats des US-Umweltamtes, und Benjamin A. Goldman, Autor des Gift- und
Sterblichkeitsatlas von Amerika, stützen sich in ihrem auch in deutscher
Sprache erschienenen Buch auf die Arbeiten von Sternglass.
Besprechung.
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Stx148-149.1993.3-5.3 (3 Seiten)
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Strahlenempfindlichkeit
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Strahlenempfindlichkeit
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Strahlenschutzforschung: Zur
Abschätzung der individuellen Strahlenempfindlichkeit. Das Erkennen von Risikogruppen
mit erhöhter individueller Strahlenempfindlichkeit hat das Bundesministerium
für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) zu einem wichtigen Ziel
des Strahlenschutzes erklärt. Es hatte dazu das Institut für Strahlenbiologie
im GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH in Neuherberg mit einer Studie zur „multiparametrischen
Erfassung von Strahlenwirkungen“ beauftragt, deren Ergebnisse im Juli 2006
veröffentlicht worden sind.
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Stx470-471.2006.9-10.2 (2 Seiten)
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Strahlenempfindlichkeit
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Übersicht zu den Langzeitfolgen von
chronischer Niederdosisbestrahlung. Von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Köln, Gesellschaft für Strahlenschutz
e.V. Die Internationale Strahlenschutzkommission (ICRP) hat quantitative
Angaben über die gesundheitlichen Folgen gemacht, die bei Exposition einer
Bevölkerung mit niedrigen Strahlendosen zu erwarten sind. Sie wurden von den
Befunden bei den japanischen Atombombenüberlebenden abgeleitet und beziehen
sich auf drei Gruppen von Effekten: 1. genetische Erkrankungen bei den
Nachkommen, 2. Krebssterblichkeit, 3. Entwicklungsstörungen durch Exposition
im Mutterleib. Zahlreiche Beobachtungen in kontaminierten Regionen zeigen,
daß die ICRP-Risikofaktoren die Schäden durch
chronische Niederdosisbestrahlung nach Inkorporation radioaktiver Strahler um
Größenordnungen unterschätzen. Alternativ werden die Abschätzungen des
European Committee of Radiation
Risks ECRR empfohlen.
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Stx460-461.2006.1-5.5 (5 Seiten)
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Strahlenempfindlichkeit
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IAEA/WHO-Konferenz: Lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung bestätigt. Bericht zur Konferenz über "Low Doses
of Ionising Radiation: Biological Effects and Regulatory Control" vom 17. bis
21. November 1997 in Sevilla, Spanien, von Heiko Ziggel.
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Stx262-263.1997.4,9.2 (2 Seiten)
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Strahlenempfindlichkeit
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Internationaler Workshop in Portsmouth/England: Über
50jährige sind strahlenempfindlicher als vermutet. Im Reaktor Three Mile Island nahe der
Stadt Harrisburg (USA) kam es 1979 vermutlich doch zum "GAU".
"Strahlenbelastung durch nukleare Anlagen - Nachweis gesundheitlicher
Auswirkungen" lautete der Titel eines wissenschaftlichen Workshops, der
vom 9. bis 12. Juli 1996 von der Universität Portsmouth
und der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. durchgeführt wurde. 80
Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus aller Welt diskutierten in Portsmouth neueste Ergebnisse.
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Stx230-231.1996.1,2.2 (2 Seiten)
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Strahlenempfindlichkeit
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Niedrigdosisstrahlung: Zunahme des strahlungsbedingten Krebsrisikos mit
dem Alter gefunden. Bei Erwachsenen über 40 Jahre steigt das Krebsrisiko
nach einer Belastung mit radioaktiver Strahlung dramatisch an: um das bis zu
20-fache. Dieses Forschungsergebnis wurde von Dr. Alice Stewart anläßlich
einer Tagung über Uranbergbau und Gesundheit vorgestellt. die am 6. November
1993 von der unabhängigen französischen Forschungsgruppe CRII-Rad
in Limoges in Frankreich veranstaltet wurde. Ein Bericht von Peter Diehl.
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Stx166-167.1993.4,5.2 (2 Seiten)
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Strahlenempfindlichkeit
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Die Enkel sind 100-fach strahlenempfindlicher als die Großeltern.
On seinem Buch "Radiation und Human Health" versuchte John Gofman
1981 erstmals eine grobe Abschätzung des altersabhängigen Strahlenrisikos.
Nach seiner Analyse der damals zugänglichen Literaturdaten ist das Risiko
extrem hoch im Mutterleib sowie bei Neugeborenen. Bei Säuglingen ist es drei-
bis vierfach höher als bei 20-jährigen, deren Risiko wiederum dreifach über
dem der 40-jährigen und mehr als 30-fach über dem der 60-jährigen liegt.
Darauf wies Prof. Dr. Roland Scholz, München, im Februar 1993 hin.
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Stx148-149.1993.2.1 (1 Seite)
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Strahlenempfindlichkeit
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Das Dogma "gleiche Dosis, gleiches Risiko" ist ins Wanken geraten.
Körperzellen sind unterschiedlich strahlenempfindlich; diese Eigenschaft wird
zu therapeutischen Zwecken bei der Tumorbestrahlung genutzt. Patienten
reagieren nach therapeutischer Röntgenbestrahlung verschieden heftig mit
Nebenwirkungen. Die Strahlenempfindlichkeit nimmt im Laufe des Lebens ab.
Krebs kann familiär gehäuft vorkommen. Für diese Phänomene könnte es eine
gemeinsame Erklärung geben: Die Reparatursysteme, mit denen die Zellen
ausgestattet sind, um Veränderungen (Mutationen) zu beseitigen, sind
unterschiedlich wirksam und leistungsfähig. Das erklärte der Arzt und
Biochemiker Dr. Roland Scholz, Professor am Institut für Physiologische
Chemie, Physikalische Biochemie und Zellbiologie der Universität München, am
2. November 1989 auf der Tagung "Niedrigdosisstrahlung und
Gesundheit" in Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Strahlentelex dokumentiert
seinen Vortrag "Strahlensensibilität und DNA-Reparatur - Zum Mechanismus
und Polymorphismus von Enzymsystemen zur Reparatur
von DNA-Schäden".
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Stx74-75.1990.1,3-5.4 (4 Seiten)
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Strahlenempfindlichkeit
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Rosalie Bertell: "Die empfindlichsten
Menschen müssen beobachtet werden". Während am 12. und 13. Juli 1989
in Birmingham in England eine Konferenz zu Radioaktivität und
Krebs-Epidemiologie stattfand, besuchte die international renommierte
Wissenschaftlerin Dr. Rosalie Bertell auf Einladung
der Ärztevereinigung zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) Berlin. Die
Kongreßankündigung für Birmingham hatte des ausdrücklichen
Hinweis enthalten, daß Beiträge "zu politischen Themen", wie die
Festsetzung zulässiger Grenzwerte, unerwünscht seien. Frau Bertell betreibt seit Anfang der 70er Jahre
Krebsforschung und ist Leiterin des "International Institute of Concern for Public Health" in Toronto/Kanada. 1986 wurde ihr, die dem
Orden der "Grauen Nonnen" angehört, der "Alternative
Nobelpreis" Right Livelihood Award verliehen. In Berlin gab Frau Bertell
ein Interview, das Wieland Giebel mit ihr führte.
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Stx62-63.1989.2.1 (1 Seite)
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Strahlenempfindlichkeit
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Strahlenschäden: Die Gefährdung ist abhängig vom Lebensalter.
Abhängig vom Lebensalter zum Zeitpunkt der Strahleneinwirkung ist die Höhe
des Risikos, in der weiteren Lebenszeit an Krebs zu erkranken. Ohne die Zahl
der Erkrankungen insgesamt zu berücksichtigen kam 1985 auch das Institut für
Strahlenschutz der Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung (GfS) anhand der reinen Sterblichkeitsraten für Brust- und
Lungenkrebs zu dem Ergebnis einer deutlichen Altersabhängigkeit der
Gefährdung.
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Stx27.1988.5.1 (1 Seite)
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Strahlenempfindlichkeit
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Strahlenschäden: Radioaktivität gefährlicher als angenommen. Seit
1977 galt die Empfehlung Nr. 26 der Internationalen Strahlenschutzkommission
(ICRP) für die meisten nationalen und internationalen Strahlenschutzgremien
als Grundlage eigener Aussagen. Die ICRP behauptete stets, mit ihren
Richtwerten auf der sicheren Seite zu liegen. Seit von 1976 an erste
Rechnungen angestellt wurden, nach denen die Neutronen der im August 1945 von
den USA über der japanischen Industriestadt Hiroshima abgeworfenen Atombombe
weicher und stärker abgeschirmt waren als bis dahin angenommen, gibt es
Stimmen, die dafür plädieren, die Belastungsrichtwerte um einen Faktor 2 bis
8 und mehr zu senken. Abhängig vom Lebensalter zum Zeitpunkt der Strahleneinwirkung
ist zudem die Höhe des Risikos, in der weiteren Lebenszeit an Krebs zu
erkranken.
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Stx26.1988.2,5.2 (2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Strahlenrisiko
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Schon geringe Strahlendosen gefährden
das Herz. Bereits geringe Mengen von Strahlung können kardiovaskuläre
Erkrankungen verursachen und mit der Dosis steigt auch das Risiko. Zu diesem
Ergebnis kommt eine im Oktober 2009 veröffentlichte Untersuchung von
Epidemiologen des Imperial College London.
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Stx550-551.2009.3-4.2 (2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Die Induktion gutartiger Tumore
durch ionisierende Strahlung – ein vernachlässigtes Kapitel von
Strahlenrisikobetrachtungen. Die Induktion gutartiger (benigner) Tumore durch ionisierende Strahlung ist ein
vernachlässigtes Thema von Strahlenrisikobetrachtungen, da internationale
Strahlenschutzgremien als Kriterium zur Empfehlung von Grenzwerten und von
Schutzmaßnahmen ausschließlich die Wahrscheinlichkeit von Krebserkrankungen
zu Grunde legen. In der Berufskrankheitenverordnung
stehen die gutartigen Tumore nicht auf der Liste anzuerkennender
Strahlenschäden, obwohl auch diese zu erheblichen Beeinträchtigungen der Gesundheit
bis hin zur Berufsunfähigkeit führen können. Es ist daher erforderlich, die
Befunde im Niederdosisbereich und Erkenntnisse über Dosiswirkungsbeziehungen
in die Risikobetrachtungen einzubeziehen. Die Internationale
Strahlenschutzkommission (ICRP), auf deren Empfehlungen die deutsche
Strahlenschutzverordnung im wesentlichen basiert, listet die benignen Tumore unter den zu beachtenden Strahlenschäden
bei niedriger Dosis nicht auf. Weitere wissenschaftliche Einrichtungen, die
international große Beachtung finden und regelmäßig Beurteilungen von
Strahlenrisiken veröffentlichen, sind das UNSCEAR-Komitee
(United Nations Scientific
Committee on the Effects
of Atomic Radiation) und
dasjenige der U.S.-amerikanischen Academy of Sciences BEIR (Biological Effects of Ionizing Radiation). Letzte haben in ihren
früheren Reports auch die historischen Befunde über benigne Tumore in verschiedenen Körpergeweben, die nach
Strahlentherapie aufgetreten sind, aufgeführt. Im Bericht des BEIR-Komitees von 2006 werden in einem Kapitel „Benign Neoplasms“ mehrere große
Studien ab 1992 zitiert, unter anderem die Ergebnisse über Tumore des
Zentralnervensystems (ZNS) bei den Überlebenden der Atombombenabwürfe auf
Hiroshima und Nagasaki. In einer Zusammenfassung für die Öffentlichkeit heißt
es dazu (BEIR VII): „Radiation exposure
has also been shown to increase risks of some benign tumors,
but data are inadequate to quantify this risk.“ Die Einschätzung, dass
das Risiko nicht quantifiziert werden kann, entspricht allerdings in weiten
Teilen nicht dem Stand der Wissenschaft. Von Inge Schmitz-Feuerhake.
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Stx548-549.2009.1-5.5 (5 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: „Das
Ergebnis der KiKK-Studie verlangt eine kritische Überprüfung der Annahmen und
Modelle des Strahlenschutzes“. Eine ausführliche Darstellung und
Betrachtungen zur Bedeutung der Fall-Kontrollstudie des Mainzer
Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken in
Deutschland (KiKK-Studie von Ende 2007 hat jetzt Rudi H. Nussbaum,
emeritierter Professor der Physik an der Portland State University in Oregon
(USA), in der Juli/September-Ausgabe 2009 des International Journal of Occupational and Environmental Health veröffentlicht. Nussbaum
stellt die Studie im Kontext anderer aktueller wissenschaftlicher Arbeiten
dar und befaßt sich ausführlich mit der unverständlichen Schlußfolgerung der
Autoren der KiKK-Studie (Kaatsch, Spix, Schmiedel, Schulze-Rath, Mergenthaler und Blettner), daß
Radioaktivität als Ursache für die vermehrten Krebserkrankungen von Kindern
in der Umgebung von Atomkraftwerken grundsätzlich auszuschließen sei. „Diese
nicht gerechtfertigte Schlußfolgerung illustriert die Dissonanz zwischen
Annahmen und Beweisen“, kommentiert Nussbaum und
rügt, daß der „gegenwärtige Kenntnisstand der Radiobiologie“ in seiner am
weitesten verbreiteten Version eine ganze Reihe radiobiologischer und dosimetrischer Faktoren nicht zur Kenntnis nimmt.
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Stx544-545.2009.2-3.2 (2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: SSK
in Erklärungsnot. Die Mitglieder der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK)
geben sich ahnungslos, woher die vermehrten Leukämieerkrankungen bei den
Atomkraftwerken kommen mögen und sind auf der Suche nach dem
„molekulargenetischen Faktor“ bei Krümmel, Sellafield und Dounray. Bericht
von einem „Fachgespräch“ im Februar 2009 in Bonn. Von Dr. Sebastian
Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.
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Stx532-533.2009.1-5.5 (5 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Medizinische und berufliche Strahlenbelastung: Herzerkrankungen durch niedrigdosierte Bestrahlungstherapien. Hochdosierte
therapeutische Bestrahlungsbehandlungen von meist 30 bis 40 Gray, wie sie bei
der Behandlung etwa von Brustkrebs oder Hodgkin-Lymphomen angewendet werden,
sind dafür bekannt, das Risiko für Herzerkrankungen zu erhöhen. Es gibt aber
auch Hinweise darauf, daß für Patienten, die mit kardialen Dosen von weniger
als 4 Gray bestrahlt wurden (etwa bei der Behandlung von Magen- und
Zwölffingerdarmgeschwüren), ebenfalls ein erhöhtes Risiko für
Herzerkrankungen besteht. Eine neue Studie mit 64.937 männlichen
Beschäftigten der Atomwirtschaft in Großbritannien, die im International
Journal of Epidemiology veröffentlicht wurde, fand
nun ebenfalls einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen
Strahlenbelastungen mit niedrigen Dosen und Herzerkrankungen. Für dabei
42.426 aufgrund persönlicher Dosimetriedaten als
„Strahlenarbeiter“ identifizierte Personen geben die Autoren eine Erhöhung
des Risikos, an Herzerkrankungen zu sterben, von 65 Prozent pro Sievert über
das Arbeitsleben kumulierte Strahlenbelastung an. (McGeoghegan
et al. 2008: p < 0,001, ERR = 0,65 (90%-CI 0,36-0,98) Sv-1).
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Stx524-525.2008.11.1 (1 Seite)
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Strahlenrisiko
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Strahlenrisiken
sind wissenschaftlich nachweisbar, von denen sich behördliche Kalkulationen
nichts träumen lassen. Evidenz – Kontroverse – Konsequenz:
Umweltmedizin-Symposion der Gesellschaft für Strahlenschutz vom 28. September
2008 in Berlin. Die Kinderkrebsstudie des Kinderkrebsregisters in Mainz
(KiKK-Studie) alarmierte zum Jahreswechsel 2007/2008 mit dem Nachweis, daß
das Erkrankungsrisiko für Leukämie und andere Krebserkrankungen bei Kindern
unter 5 Jahren zunimmt, je näher sie bei einem der deutschen Kernkraftwerke leben.
Gegenstand eines am 28. September 2008 von der Gesellschaft für
Strahlenschutz e.V. und mit Unterstützung des Instituts für Humangenetik der
Charité auf dem Campus des Virchow Klinikums in Berlin veranstalteten
umweltmedizinischen Symposions waren die Hintergründe der Studie und die
Kontroversen über die Bewertung der Ergebnisse. Der wissenschaftliche
Kontext, die von der Studie unbefriedigend behandelten Fragen und die
Schwierigkeiten, aus den Ergebnissen epidemiologischer Studien angemessene
wissenschaftliche, politische, wirtschaftliche und humanitäre Konsequenzen zu
ziehen, wurden beleuchtet. Es ging konkret um die Frage, ob die bisher geübte
Praxis, ionisierende Strahlen als mögliche Krankheitsverursacher
grundsätzlich auszuschließen, weil die errechnete Strahlendosis und das
angenommene Strahlenrisiko zu gering seien, um die beobachtete Zunahme der
Krankheitsfälle zu erklären, angesichts der Faktenlage noch gerechtfertigt
werden kann. Tatsächlich erweist sich bei näherer Betrachtung nicht nur die
Strahlendosis als nach amtlicher Vorschrift generell falsch errechnet,
sondern auch das zum Ausschluß verwendete Strahlenrisiko: Sowohl das
Lebensalter bei der Bestrahlung, als auch die spezifische Art und Energie der
Bestrahlung, deren spezifische „relative biological
effectiveness“, bleiben bisher unberücksichtigt.
Diese Daten sind auch bisher weitgehend unbekannt oder unpubliziert und
würden das ganze heutige Gedankengebäude des amtlichen Strahlenschutzes zum
Einsturz bringen. Welche Erkenntnisse sich wann und wie durchsetzen, wird
schlicht von Lobbyinteressen bestimmt. Diese Erkenntnis konnten die
Teilnehmer eines Symposions Umweltmedizin am 28. September 2008 in Berlin
gewinnen, aber nicht nur das. Tagungsreader_Berlin_2008.
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Stx522-523.2008.1-7.7 (7 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Strahlenbiologie: Für
Auger-Elektronen aussendende Radioisotope lassen sich keine Werte für die
dosisabhängige relative biologische Wirksamkeit (RBW-Werte) angeben. Das
Bild von sogenannten Auger-Elektronen emittierenden Radioisotopen in der
Strahlenbiologie beginnt sich zu wandeln und in jedem Fall zu differenzieren.
Wegen unerwarteter experimenteller Ergebnisse ließen sich keine Werte für das
Konzept der dosisbasierten relativen biologischen Wirksamkeit (RBW-Werte)
bestimmen. Derartige Angaben müssen nun mit großem Vorbehalt betrachtet
werden. Das erklären die Autoren des im Mai 2008 in der Schriftenreihe
Reaktorsicherheit und Strahlenschutz des Bundesministeriums für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit veröffentlichten Abschlußberichtes (BMU-2008-712)
über „Untersuchungen der Auger-Emitter abhängigen biologischen Wirksamkeit
zur Ermittlung des Strahlungs-Wichtungsfaktors für
Auger-Elektronen“ am Forschungszentrum Jülich. (F.A.H. Schneeweiss,
A. Turtoi, E. Pomplun, G.
Sutmann, 2008)
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Stx514-515.2008.2-3.2 (2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Übersicht zu den Langzeitfolgen von
chronischer Niederdosisbestrahlung. Von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Köln, Gesellschaft für Strahlenschutz
e.V. Die Internationale Strahlenschutzkommission (ICRP) hat quantitative
Angaben über die gesundheitlichen Folgen gemacht, die bei Exposition einer
Bevölkerung mit niedrigen Strahlendosen zu erwarten sind. Sie wurden von den
Befunden bei den japanischen Atombombenüberlebenden abgeleitet und beziehen
sich auf drei Gruppen von Effekten: 1. genetische Erkrankungen bei den
Nachkommen, 2. Krebssterblichkeit, 3. Entwicklungsstörungen durch Exposition
im Mutterleib. Zahlreiche Beobachtungen in kontaminierten Regionen zeigen,
daß die ICRP-Risikofaktoren die Schäden durch
chronische Niederdosisbestrahlung nach Inkorporation radioaktiver Strahler um
Größenordnungen unterschätzen. Alternativ werden die Abschätzungen des
European Committee of Radiation
Risks ECRR empfohlen.
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Stx460-461.2006.1-5.5 (5 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Epidemiologie: Kosmische Strahlung erhöht das Risiko für Grauen Star
bei Flugpiloten. Fliegen setzt Fluggäste und Flugpersonal ionisierender
Strahlung kosmischen Ursprungs und Sekundärstrahlung aus der Kollision
galaktischer Partikel mit Luftpartikeln und dem Material des Flugkörpers aus.
Strahleninduzierte Linsentrübungen (Grauer Star, Katarakt) sind zudem
allgemein bekannt. Zur Ermittlung des Erkrankungsrisikos von Flugpersonal
untersuchten Vilhjalmur Rafnsson
von der Abteilung für Präventivmedizin der Universität von Island in
Reykjavik und Kollegen im Rahmen einer Fall-Kontrollstudie 445 Personen mit
und ohne Linsenschädigungen. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung
veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift Archives
of Ophthalmology. Das Risiko an einem
strahleninduzierten Katarakt zu erkranken, war demzufolge für Piloten 3-fach
höher als für Nicht-Piloten.
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Stx448-449.2005.5.1 (1 Seite)
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Strahlenrisiko
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US-Strahlenkommission: "Es gibt keine sicheren
Strahlendosen". Bericht BEIR VII im Juni 2005 veröffentlicht. Eine
von der US-amerikanischen Nationalen Akademie der Naturwissenschaften (U.S.
National Academy of Sciences,
NAS) einberufene Kommission (BEIR) mit dem Auftrag, die Gefahren
niedrigenergetischer und niedrigdosierter ionisierender Strahlung zu
untersuchen, ist jetzt zu dem Schluß gelangt "daß es unwahrscheinlich
ist, daß eine Schwelle für die Erzeugung von Krebs existiert". Die
Kommission nimmt eine lineare Dosis/Wirkungs-Beziehung an, bis hinunter in
niedrige Dosisbereiche. Ferner gebe es reichlich
Daten über strahleninduzierte vererbliche Mutationen bei Mäusen und anderen
Organismen. Daher gebe es keinen Grund anzunehmen, daß Menschen von dieser
Art Schädigung ausgenommen sein könnten. Andere Gesundheitsschädigungen als
Krebs, wie Herzerkrankungen und Schlaganfälle, gingen zwar mit höheren
Strahlendosen nachweislich einher, um aber einen Zusammenhang auch bei
niedrigen und chronisch verabfolgten Strahlendosen herstellen zu können, sei
die Datenbasis nicht ausreichend. Dasselbe nimmt die Kommission auch für
gutartige Tumore an, weil es dafür nicht genügend Daten gebe, dieses Risiko
zu quantifizieren.
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Stx446-447.2005.1,2.2 (2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Strahlenschäden: Wie verlässlich sind die
Grenzwerte? Neue Erkenntnisse über die Wirkung inkorporierter Radioaktivität.
Von Inge Schmitz-Feuerhake. Es werden
unvollständige Annahmen über die zu erwartenden Effekte bei niedriger
Strahlendosis gemacht. Die japanischen Atombombenüberlebenden sind keine
geeignete Referenzbevölkerung zur Beurteilung der Gesundheitsschäden durch
Umweltradioaktivität. Das System zur Sicherung der Einhaltung der Grenzwerte ist
fehlerhaft. Angesichts der Fülle der zu beobachtenden Effekte nach
Tschernobyl wird klar, dass sich die Dosis mit
Hilfe der herkömmlichen und amtlich vorgeschriebenen Methodik nicht bestimmen
läßt. Außer in den direkten Anrainerländern Ukraine und Weißrussland
wurde nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl auch aus dem Nachbarland Türkei
eine Zunahme von Fehlbildungen bei Säuglingen gemeldet. Erstaunlich sind auch
die Effekte in weit entfernten europäischen Ländern. Das erklärte Frau Prof.
Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Köln, in ihrem Beitrag
auf dem 2. Fachgespräch zur Situation im Atommüll-Endlager Asse II in
Wolfenbüttel am 23. April 2005. Strahlentelex dokumentiert hier diesen
Beitrag.
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Stx442-443.2005.1-6.6 (6 Seiten)
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Strahlenrisiko
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CERRIE Minderheitenbericht 2004: Heftige Auseinandersetzung in
Großbritannien um Strahlenwirkungen. Das britische Komitee zur Untersuchung
von Strahlenrisiken aus interner Bestrahlung (CERRIE) weist abweichende
Meinungen zurück. Vorwürfe von Voreingenommenheit und Unterdrückung
wissenschaftlicher Diskussion. Ein Minderheitenbericht des Komitees zur
Untersuchung von Strahlenrisiken aus interner Bestrahlung (CERRIE) ist am 8.
September 2004 im Britischen Unterhaus vorgestellt worden. Der frühere
Labour-Umweltminister und Parlamentsabgeordnete Michael Meacher
stellte den Bericht zusammen mit den Komiteemitgliedern Dr. Chris Busby, Richard Bramhall und Dr. Paul Dorfman,
einem Mitglied des Sekretariats dieses Ausschusses, vor. Der
Minderheitenbericht enthält die Meinungen, Belege und weiterführende
Literatur, die von dem im Oktober 2004 veröffentlichten Hauptbericht
ausgeschlossen worden sind. Die CERRIE-Kommission
war im Jahre 2001 vom damaligen Umweltminister Michael Meacher
eingesetzt worden, nachdem die britische Low Level Radiation Campaign (LLRC)
dargelegt hatte, daß die Modelle, die die Regierung zur Einschätzung des
Strahlenrisikos annimmt, fehlerhaft sind und zu einer wesentlichen
Unterschätzung der Schäden durch Radioaktivität in der Umwelt führen.
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Stx432-433.2005.1-3.3 (3 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Strahlenrisiko
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Der Inhalt des UNSCEAR '94-Berichtes. Das Wissenschaftliche Komitee
zu den Auswirkungen von Atomstrahlung der Vereinten Nationen (United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation - UNSCEAR)
legt in unregelmäßigen Abständen der UNO-Generalversammlung eine Bewertung
der Gesundheitsschäden infolge einer Strahlenbelastung vor. Der von dem
Physiker Heiko Ziggel, Universität Portsmouth, England, dargestellte UNSCEAR-Bericht
aus dem Jahre 1994 ist der bisher zwölfte Bericht an die Generalversammlung
und bildet zusammen mit dem Bericht des Jahres 1993 die Zusammenstellung
einer breit angelegten Untersuchung zu Quellen und Auswirkungen ionisierender
Strahlung. Neben dem UNSCEAR-Komitee befassen sich
auch das Komitee zu den Biologischen Auswirkungen Ionisierender Strahlung (Committee on the Biological Effects of Ionizing Radiation - BEIR) der Amerikanischen Akademie der
Wissenschaften sowie die Internationale Strahlenschutzkommission
(International Commission on Radiological Protection - ICRP) in ihren Empfehlungen mit der
Bewertung und Bestimmung des Strahlenrisikos. Gemeinhin finden die Berichte
dieser Komitees bzw. die Empfehlungen der ICRP internationale Beachtung,
obwohl neue Erkenntnisse meist nur zögerlich oder abgeschwächt in diese
Berichte Eingang finden.
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Stx224-225.1996.6,12-15.5 (5 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Britische Strahlenschutzkommission bewertet das Krebsrisiko nach
Bestrahlung. In ihrem Bericht von 1995 (Risk of
Radiation-induced Cancer at
Low Doses and Low Dose Rates for Radiation Protection Purposes) erstellte die Britische
Strahlenschutzkommission (NRPB) eine Übersicht von Arbeiten zum Thema
Risikobewertung der Krebsentstehung durch ionisierende Niedrigdosisstrahlung.
Es existiere keine Schwelle und somit ein linearer Dosiswirkungseffekt, heißt
es darin zusammenfassend.
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Stx218-219.1996.12.1 (1 Seite)
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Strahlenrisiko
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Gesundheitsschäden durch Atomkraftwerke: Netzwerk gegründet. Nach
englischem Vorbild wurde im Frühjahr 1995 ein Netzwerk von Initiativen und
Einzelpersonen gegründet, die es sich zur Aufgabe machen, eine Erfassung und
Auswertung von Gesundheitsschäden in der direkten Umgebung von Atomanlagen
durchzuführen. Auf zwei Folgetreffen wurden die Schwerpunkte und Problemfelder
der zukünftigen Arbeit skizziert. In dem Bericht werden die Hintergründe und
Perspektiven des Netzwerkes dargestellt. Kontakt: Heiko Ziggel,
Wittekindstraße 7, 28239 Bremen.
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Stx210-211.1995.9,10.2 (2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Krebs und Niedrigdosisstrahlung: Eine unabhängige Analyse. Ein
Bericht von Prof. Dr. Rudi H. Nussbaum,
Portland/USA und Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein Köhnlein, Münster, über John W. Gofmans
1990 veröffentlichtes Buch "Radiation-Induced Cancer from Low-Dose
Exposure: an Independent Analysis" (ISBN
0-932682-89-8).
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Stx112-113.1991.4,5.2 (2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Neue Zahlen der Lebenszeitstudie von Hiroshima und Nagasaki: Häufiger,
nicht unbedingt früher tritt Krebs bei Strahlung auf.
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Stx92-93.1990.5,7.2 (2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Unterschiede im Stoffwechsel von Cäsium und Kalium. Künstliches
radioaktives Cäsium und natürliches Kalium-40 im Vergleich. Eine
zusätzliche Strahlenbelastung durch künstliche Radioaktivität sei
unbedenklich, solange sie sich im Schwankungsbereich der natürlichen
Strahlung befinde. So wird fälschlich zum Teil immer noch argumentiert, um
Dosisgrenzwerte zu begründen. Stewart und Kneale
hatten 1987 für England gezeigt, daß zwischen der Höhe der erdgebundenen
Strahlung und der örtlichen Krebshäufigkeit ein Zusammenhang besteht. Nach
ihren Schlußfolgerungen rührt die Mehrzahl der Krebs- und Leukämiefälle bei
Kindern unter 16 Jahren von der natürlichen Strahlenbelastung während der
Schwangerschaft her. Bei der natürlichen Strahlung wird zwischen kosmischer,
erdgebundener (terrestrischer) und körperinnerer Strahlung unterschieden.
Dabei wird der vorwiegend durch das radioaktive Kalium-40 verursachte Einfluß
der körperinneren Strahlung mit Hilfe der Statistik kaum nachweisbar sein,
denn Unterschiede in der Belastung verschiedener Menschen sind dabei
praktisch nicht vorhanden. Aus strahlenbiologischer Sicht werden aber gerade
die Teilchenstrahlungen der in den Körper aufgenommenen Radionuklide für
Schadwirkungen verantwortlich gemacht. Jacqueline Burkhardt
und Erich Wirth zeigten in einer im Herbst 1986 veröffentlichten Studie
außerdem Unterschiede im Stoffwechsel von Cäsium und Kalium bei Säugetieren
auf.
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Stx39.1988.2,5.2 (2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Strahlenschäden: Das Problem der Risikofaktoren ist ungelöst.Zum Verhalten von radioaktiven
Stoffen in der Nahrungskette und im menschlichen Körper und zu den
gesundheitlichen Risiken einer Dauerbelastung mit Radioaktivität in niedriger
Dosierung bestehen gravierende Wissensdefizite. Die Risikoabschätzung
internationaler und nationaler Kommissionen, die "zum Schutze der
Bevölkerung vor den Gefahren der ionisierenden Strahlung" von
gesetzgebender und vollziehender staatlicher Gewalt als Bewertungsgrundlage
herangezogen werden, beruhen nicht auf Erfahrungen
mit kerntechnischen Anlagen. Es sind die Beobachtungen der Folgen der
Atombombenexplosionen über Hiroshima und Nagasaki und Langzeitstudien nach
therapeutischer Strahlenanwendung in der Medizin. Hierbei handelte es sich
vorwiegend um die einmalige Einwirkung hoher Strahlendosen von
energiereicher Wellenstrahlung durch eine Strahlenquelle außerhalb
des Körpers. Bei der Strahlenbelastung der Bevölkerung durch kerntechnische
Anlagen handelt es sich dagegen um eine dauernde Einwirkung niedriger
Strahlendosen von vorwiegend Teilchenstrahlung durch in den Körper
aufgenommene (inkorporierte) Radioaktivität. Für deren Spätfolgen gibt
es keine umfangreichen Erfahrungswerte, betonte in diesem Beitrag im Sommer
1988 der Münchner Arzt und Biochemiker Professor Dr.med.
Roland Scholz.
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Stx34.1988.1,2,5.3 (3 Seiten)
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Waldschäden,
Pflanzenschäden
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Waldschäden
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Pflanzen reagieren auf
Radioaktivität. Pflanzen reagieren auf vermehrte Radioaktivität in ihrer
Umgebung. Sojapflanzen, die im Umkreis des Atomkraftwerks Tschernobyl
wachsen, produzieren Eiweiße in anderen Mengen und in anderer
Zusammensetzung, sind zudem kleiner und nehmen langsamer Wasser auf als
radioaktiv unbelastete Pflanzen. Obwohl der Boden in der Nähe von Tschernobyl
167 mal mehr mit Radiocäsium belastet sei, nähmen die Samen der dort
angepflanzten Sojabohnen dadurch weniger Radioaktivität auf als die in 100
Kilometer Entfernung angebauten. (M. Danchenko et
al. 2009)
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Stx540-541.2009.6.1 (1 Seite)
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Waldschäden
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Luftchemische Wirkungshypothese: Streit um Waldschäden durch
Radioaktivität. Der 1988 bekannt gewordene schweizerische
Waldschadensbericht der "Eidgenössischen Anstalt für das forstliche
Versuchswesen" bei Zürich schließt einen Zusammenhang zwischen
Waldschäden und radioaktiven Ableitungen aus Kernkraftwerken auch offiziellerseits nicht mehr aus. Anders in der
Bundesrepublik Deutschland. 1985 hatten Reichelt und Kollert ihr Buch
"Waldschäden durch Radioaktivität?" vorgelegt, das große Beachtung
in der Öffentlichkeit fand. Der darin von dem Diplom-Physiker Roland Kollert
aus Bremen formulierte Zusammenhang zwischen
radioaktiven Ableitungen aus Kernkraftwerken und einer örtlichen Verstärkung
von Waldschäden wurde von bundesrepublikanischen staatlichen
Forschungsinstitutionen sogleich heftig abgelehnt. In der Öffentlichkeit wird
jetzt behauptet, die Hypothese über luftchemische Effekte von Radioaktivität
seien widerlegt. Dies trifft jedoch nicht zu, erklärt die Bremer Expertin für
die Wirkung von Niedrigdosisstrahlung Professor Dr. Inge Schmitz-Feuerhake.
In einem umfangreichen, an dser Universität Bremen
veröffentlichten Bericht "Luftchemie und Radioaktivität" zeigt
Kollert, daß die vorgebrachte Kritik seine Hypothese nicht trifft und zum
Teil sogar stützt.
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Stx43.1988.1,2,5.3 (3 Seiten)
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