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Fehlbildungen, Genomische Instabilität,
Bystander Effekt, epigenetisches
Konzept
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Anfang
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Genetische
Effekte
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Strahlenfolgen / Medizinische Strahlenbelastung: Geringe Streustrahlung auf die Hoden
bei Strahlentherapien kann dauerhafte Schäden verursachen. Die
Spermatogenese in den Hoden des Mannes ist extrem strahlenempfindlich.
Sogar geringe Streudosen bei Strahlentherapien können Risiken für die
Fortpflanzung und Unfruchtbarkeit zur Folge haben. Das erklären Angelika Grewenig, Nadine Schuler und Claudia E. Rübe in einer
Anfang August 2015 im International Journal of
Radiation Obcology veröffentlichten Arbeit. Claudia
E. Rübe leitet das Labor für Molekulare Radioonkologie der Klinik für
Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums des
Saarlandes.
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Stx688-691.2015.20.1 (1 Seite)
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Genetische
Effekte
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Niedrige
Strahlendosen haben Effekte auf die Regulation von Genen. „Sehr niedrig dosierte Strahlung hat Auswirkungen auf die
Zelle, die man bisher nicht kannte“. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam
um Dr. Valerie Brid O’Leary am Institut für
Strahlenbiologie des Helmholtz Zentrum München. Insbesondere die Aktivität
von Teilen des nicht-kodierenden Genoms sorge dafür, dass auch
Strahlungsdosen unter 0.1 Gray Ausdruck in der Ausprägung bestimmter Botenstoffe
finden, wird erklärt. Dies werfe einerseits ein neues Licht auf die Wirkung
ionisierender Strahlung, andererseits helfe es bei der Aufklärung der
Funktionen von nicht-kodierenden Teilen des Genoms.
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Stx680-681.2015.10.1 (1 Seite)
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Genetische
Effekte
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Das
genetische Strahlenrisiko – ein sträflich vernachlässigtes Problem bei der
Folgenabschätzung atompolitischer Maßnahmen. Das genetische Strahlenrisiko wird von der Internationalen
Strahlenschutzkommission ICRP, dem normgebenden Gremium für unsere
Strahlenschutzgesetzgebung, als äußerst gering eingeschätzt. Dies ist nur
möglich unter Ausblendung zahlreicher wissenschaftlicher Befunde, denn zu
erwarten sind u.a. Schädigungen der Frucht und Totgeburten sowie
Fehlbildungen und Krebserkrankungen bei den Kindern, wenn die Keimdrüsen
der Eltern vor Konzeption einer Bestrahlung ausgesetzt waren. Eine
Zusammenstellung solcher Ergebnisse wird vorgestellt, die nach beruflicher
Exposition, nach diagnostischen Bestrahlungen sowie bei radioaktiven
Umweltkontaminationen und insbesondere nach Tschernobyl erhoben wurden. Ein
neues Schutzkonzept für nachfolgende Generationen muss gefordert werden.
Von Inge Schmitz-Feuerhake
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Stx656-657.2014.6-10.5 (5 Seiten)
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Genetische
Effekte
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Genetische
Effekte um Nuklearanlagen. „Verlorene Mädchen“ durch Radioaktivität – Fachgespräch am 7. April 2014 im Deutschen
Bundestag in Berlin mit Dr. Hagen Scherb, Prof.
Dr. Karl Sperling und Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake.
Das Geschlechtsverhältnis bei der Geburt des Menschen
(Lebendgeburten männlich/ weiblich oder sex odds bzw. sex ratio) ist innerhalb eines Gesellschaftssystems auf
Populationsebene relativ konstant. Es herrscht Konsens, dass Veränderungen
des Geschlechtsverhältnisses ein empfindlicher Indikator für physikalische
oder chemische Expositionen sein können; vorausgesetzt es sind
vergleichbare und genügend große exponierte und nicht exponierte
Populationen beobachtbar. Für die offiziellen Geburtenzahlen nach
Geschlecht auf Gemeindeebene in Europa ist diese Voraussetzung erfüllt.
Bereits vor etwa 100 Jahren wurde eine strahleninduzierbare Veränderung der
Erbanlagen (Mutagenität) im Tierversuch
festgestellt und für den Menschen postuliert. Nach den Atombombenabwürfen über
Japan beobachtete man auch beim Menschen ein verändertes
Geschlechtsverhältnis. Heute geht man davon aus, dass auch
biologisch-genetische Vorgänge vor (Spermatogenese), während und nach der
Befruchtung (epigenetische Abläufe) durch ionisierende Strahlung gestört
werden.
Nach Injektion radioaktiven Materials in die Biosphäre lassen
sich Veränderungen des Geschlechtsverhältnisses auf Länder- und Kontinentebene, aber auch um Nuklearanlagen nach deren
Inbetriebnahme einfach und konsistent nachweisen. Scherb
und KollegInnen konnten insbesondere zeigen, dass
um Nuklearanlagen in Deutschland, in der Schweiz und in Frankreich das
Geschlechtsverhältnis erhöht ist: Es kommen mehr Jungen oder weniger
Mädchen als erwartet zur Welt.
Genetische Effekte nach Tschernobyl (Chromosomenschäden –
Down-Syndrom (Trisomie 21)) hatte frühzeitig bereits auch der Berliner
Genetiker Professor Dr. Karl Sperling, ehemals Direktor des Instituts für
Humangenetik und der Genetischen Beratungsstelle der Charité Berlin,
nachgewiesen. Er erklärt die Auffälligkeiten auch in der Veränderung des
Geschlechterverhältnisses mit dem in den letzten Jahren entwickelten
epigenetischen Konzept. Meinte man früher, mit dem genetischen Code der DNA
sei im wesentlichen alles geregelt und alle
Entwicklungsschritte seien damit festgeschrieben, so muß
man nun erkennen, daß die Gene noch einer übergeordneten Regulierung
unterliegen. Epigenetische Effekte spielen bei niedrigen Strahlendosen eine
wesentliche Rolle und führen dazu, die Annahme eines linearen
Dosis-Effekt-Bezugs der Strahlenwirkung infrage zu stellen, erklärt
Sperling.
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Stx656-657.2014.5-10.6 (6 Seiten)
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Fehlbildungen
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Genetisch
strahleninduzierte Fehlbildungen. Erbkrankheiten
bei den Nachkommen von Eltern, deren Keimzellen ionisierender Strahlung
ausgesetzt waren, gehören zu den stochastischen Strahlenschäden, das heißt
sie können nach beliebig kleiner Dosis in den Gonaden entstehen.
Strahlenexponierte Arbeitnehmer oder Radarsoldaten werden jedoch abschlägig
beschieden, wenn sie Entwicklungsstörungen bei ihren Neugeborenen oder
einschlägige Krankheiten ihrer Kinder als berufsbedingt geltend machen, da
das genetische Strahlenrisiko von den internationalen Komitees als sehr
gering eingestuft wird. Im Gegensatz dazu stehen zahlreiche Befunde aus
bestrahlten Bevölkerungen – insbesondere durch den Tschernobylunfall
– und aus beruflich exponierten Kollektiven. Von Inge Schmitz-Feuerhake.
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Stx644-645.2013.1-5.5 (5 Seiten)
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epigenetisches
Konzept
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Die
epigenetische Revolution in der Strahlenbiologie. Heutige Lehren aus dem
Reaktorunfall von Tschernobyl. Daß die
zusätzliche Strahlendosis sich lediglich im Rahmen der natürlichen
Schwankungsbreite bewege, wird gern angeführt, um unliebsame
epidemiologische Beobachtungen nach Katastrophen wie der von Tschernobyl
oder in der Umgebung von Kernkraftwerken im Normalbetrieb abzuwehren und
künftige Schäden, jetzt zum Beispiel nach Fukushima, zu bestreiten. Nach
dem Muster, daß nicht sein kann, was nicht sein darf, wird argumentiert,
die beobachteten oder (im Falle von Fukushima) zu erwartenden Schäden
könnten jedenfalls nicht durch Strahlung verursacht sein, denn die Dosis
sei viel zu gering. Zudem fehle jede plausible ätiologische Erklärung. Das
Dosisargument gilt jedoch nur, wenn man die Strahlendosen über größere
Gebiete und längere Zeiträume zusammenfaßt und
dabei örtliche sowie kurzzeitige deutliche Dosisspitzen heruntermittelt.
Und zur Erklärung der beobachteten Effekte beschreiben jetzt der Berliner
Humangenetiker Karl Sperling sowie der Mathematiker Hagen Scherb aus Neuherberg in einem Beitrag im Mai-Heft 2011
der Naturwissenschaftlichen Rundschau das Prinzip der medizinisch-(epi)genetischen Strahlenwirkung.
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Stx586-587.2011.1-3.3 (3 Seiten)
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Fehlbildungen
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Gesundheitsschäden bei Kernkraftwerken: Epidemiologische Auffälligkeiten um Kernkraftwerke: Synoptische
Analyse. Von Alfred Körblein. Seit
Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie
vor 3 Jahren wurden zwei weitere epidemiologische Studien veröffentlicht,
eine zu Fehlbildungen bei Neugeborenen um Kernkraftwerke und eine zum
Geschlechterverhältnis bei der Geburt um bayerische Kernkraftwerke. Beide
Studien bestätigen die bei der KiKK Studie
gefundene Abstandsabhängigkeit, wenn auch wegen kleiner Fallzahlen nicht
alle Einzelbefunde statistisch signifikant sind. Eine gemeinsame Analyse
der drei Datensätze mit einem nichtlinearen Abstandsmodell (Rayleighverteilung) ergibt eine hochsignifikante
Abstandsabhängigkeit des Risikos mit einem Maximum des Effekts zwischen 3
und 5 Kilometern.
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Stx576-577.2011.2-5.4 (4 Seiten)
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Fehlbildungen
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Fehlbildungen um deutsche Kernkraftwerke. In einer neu erschienenen Studie aus dem Universitätsklinikum
in Mainz wurden angeborene Fehlbildungen in der Umgebung von zwei deutschen
Atomkraftwerken untersucht. Die Studie wurde im Auftrage des Bundesamtes
für Strahlenschutz erstellt und vom Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit finanziert. Das Ergebnis war unauffällig.
Allerdings reichte die Nachweisstärke (power) der Studie nicht aus, um ein
ähnlich hohes Risiko nachzuweisen, wie es in der KiKK-Studie
beobachtet wurde. Die Abstandsabhängigkeit des relativen Risikos im
Studiengebiet wird dann grenzwertig signifikant, wenn die unmittelbare
Umgebung der Kernkraftwerke bis zu einer Entfernung von 3 Kilometer
unberücksichtigt bleibt und wenn als unabhängige Variable der Abstand
anstelle des reziproken Abstands verwendet wird. Von Alfred Körblein
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Stx560-561.2010.6-10.5
(5 Seiten)
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Fehlbildungen
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23 Jahre
nach Tschernobyl: Weniger und mißgebildete Insekten und Vögel. Die ökologischen
Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die sich Ende dieses
Monats zum 23. Mal jährt, sind größer als früher angenommen und erhofft.
Die freigesetzten Radionuklide dezimieren auch weiterhin Insekten und
Spinnen. Und mißgebildete Insekten sind auch
schon im Normalbetrieb von Atomkraftwerken deutlich vermehrt in deren
Umgebung zu finden. (A. P. Møller, T. A. Mousseau 2009; C. Hesse-Honegger, P. Wallimann 2008)
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Stx534-535.2009.1-2.2
(2 Seiten)
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Genomische
Instabilität, Bystander Effekt
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Die
Gesundheitseffekte von Niedrigdosisstrahlung; Mechanismen und Befunde: Den Petkau-Effekt vergessen. Speziell die genomische
Instabilität und den "Bystander Effekt"
beschreibt Dr. Chris Busby, Liverpool/
Großbritannien, als neue Entdeckungen in der Radiobiologie, die "aus
Wegspuren zur Zelle" folgen – mit stark überlinearen
Dosis/Wirkungs-Beziehungen und stärkeren Wirkungen bei niedrigen Dosen
(Strahlentelex 418-419 vom 3. Juni 2004, Seite 3). Das ist zwar
grundsätzlich richtig, doch der zugrundeliegende Petkau-Effekt
wird nicht erwähnt und auf ungenügend erforschte "Wegspuren"
reduziert, merkt Ralph Graeub, Langnau/Schweiz,
dazu kritisch an.
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Stx422-423.2004.5,6.2
(2 Seiten)
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Bystander Effekt
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Strahlenschäden
auch in nicht getroffenen Nachbarzellen. Der "Bystander
Effekt" ist nicht nur in Zellkulturen, sondern jetzt auch im Lebewesen
nachgewiesen. Genomische Instabilität und der "Bystander
Effekt" sind relativ neue Beobachtungen, die in den letzten Jahren
zunehmend an Aufmerksamkeit gewinnen. Bei dem Bystander
Effekt handelt es sich um die Beobachtung, daß strahlenbiologische Effekte
in Zellen beobachtet werden, die nicht direkt von einem ionisierenden
Teilchen getroffen wurden. Mit genomischer
Instabilität bezeichnet man die Manifestation genetischer Veränderungen in
Zellen 10 bis 15 Zellgenerationen nach der ursprünglichen
Strahlenexposition der Ausgangszellen. Die Berichte über genomische Instabilität und Bystander
Effekt stellen einen der wichtigsten Grundpfeiler der Strahlenbiologie der
vergangenen fünfzig Jahre in Frage, daß nämlich ionisierende Strahlung nur
in den Zellen Effekte hervorrufe, deren DNA direkt geschädigt wurde oder
indirekt durch die in Wasser in unmittelbarer Nähe der DNA
strahleninduzierten Hydroxylradikale. Die meisten
Untersuchungen zu diesen Effekten wurden bislang an Zellkulturen in vitro
durchgeführt und es blieb fraglich, ob daraus auch auf mögliche Effekte
beim Menschen geschlossen werden kann. Im Oktober 2002 wurde in der
Zeitschrift Proceedings of
the National Academy of
Sciences (PNAS) eine Arbeit von Lanny Y Xue und Kollegen von den Departements of Radiology und Radiation Oncology der Harvard Medical School in Boston/USA über
Untersuchungen an Mäusen veröffentlicht, die vom Nachweis des Bystander Effekts nun auch in einem in vivo System
berichten.
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Stx390-391.2003.4,5.2
(2 Seiten)
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Genomische Instabilität
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Strahlenschäden
setzen sich über die Generationen hinweg fort. Strahlenschäden können nicht nur Krebs erzeugen und zu Mißbildungen des Nachwuchses führen. Sie setzen sich
auch über Generationen hinweg fort, indem sie in den Nachkommen
Veränderungen des Erbguts auslösen. Das haben Studien an Mäusen ergeben,
über die englische Wissenschaftler jetzt in den Proceedings
der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS) berichten
(Band 99, Nr. 10, S. 6877).
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Stx370-371.2002.7.1
(1 Seite)
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Genomische Instabilität
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Schadwirkung
der niedrigst möglichen Strahlendosis
experimentell nachgewiesen. Englische
Wissenschaftler aus Harwell (M. A. Kadhim und Kollegen) haben erstmals die biologische
Schadwirkung von sogar einzelnen Alpha-Partikeln nachgewiesen (Radiat. Res. 155, 122-126 (2001)). Die Schadwirkung
niedriger Dosen dichtionisierender Strahlung experimentell nachzuvollziehen
war bislang wegen der zufälligen räumlichen Verteilung von Partikeln (Poisson-Verteilung) grundsätzlich schwierig. Kadhim und Kollegen ist es jetzt gelungen, die Wirkung
der niedrigstmöglichen Zelldosis
dichtionisierender Strahlung festzustellen, nämlich die eines einzelnen
Partikels.
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Stx338-339.2001.6.1
(1 Seite)
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Fehlbildungen
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Erste
deutsche Studie über angeborene Fehlbildungen in der Umgebung von
Atomkraftwerken: Einfluß bayerischer
Atomkraftwerke auf die Entstehung vermehrter Fehlbildungen nicht
ausgeschlossen. Bereits im November 1995 erschien im Rahmen des
Strahlenbiologischen Monitorings Bayern ein knapp 80seitiger Bericht über
ein Forschungsprojekt, das am Institut für Strahlenhygiene (ISH) des
Bundesamtes für Strahlenschutz koordiniert wurde. Unter dem Titel
"Untersuchungen zur Häufigkeit kindlicher bösartiger Neubildungen und
angeborener Fehlbildungen in der Umgenbung
bayerischer kerntechnischer Anlagen" berichten die Autoren Fredericus van Santen,
Cornelia Irl, Bernd Grosche und Angela Schoetzau über Hintergrund, Fragestellung und
Konzeption sowie Ergebnisse einer epidemiologischen Studie in der Umgebung
bayerischer Atomkraftwerke und in ausgesuchten Kontrollregionen. Dr.
Wolfgang Hoffmann vom Bremer Institut für Präventionsforschung und
Sozialmedizin (BIPS) berichtete für das Strahlentelex.
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Stx260-261.1997.1-3.3
(3 Seiten)
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Genomische Instabilität
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Genomische
Instabilität durch niedrige Strahlendosen. Strahlenbiologen warnen vor
dauerhafter Verseuchung des menschlichen Gen-Pools. Epidemiologische Studien an den Überlebenden von Hiroshima
und Nagasaki zeigen, daß die Menschen fünf Jahre nach den
Atombombenabwürfen an Leukämien zu sterben begannen. Weitere 15 Jahre
später hatten sich Krebserkrankungen der Lunge, der Brust und der Harnwege
entwickelt. Man hat diese und andere Studien dazu benutzt, die Emissionen
aus Nuklearanlagen auf ein Niveau zu beschränken, das die wissenschaftlich
begründet prognostizierte Zahl von Todesfällen einigermaßen gering halten
soll. Zur Zeit ist international verbreitet anerkannt, daß jeder aus der
allgemeinen Bevölkerung zumindest nicht mehr als eine Strahlendosis von 1
Millisievert pro Jahr abbekommen sollte. Trotzdem hält das Mißtrauen gegen Strahlung und Atomindustrie in der
Öffentlichkeit an. Nun kommen auch Strahlenbiologen zu dem Schluß, daß die Öffentlichkeit mit ihrem Mißtrauen gegen die bisherigen wissenschaftlichen
Begründungen zulässiger Strahlendosen möglicherweise recht hatte. Sie haben
einen vorher unbekannten Pfad entdeckt, wie Strahlung die Vitalität
lebender Zellen unterminieren kann. Strahlung, sagen sie, verursacht möglicherweise
ein sehr viel breiteres Spektrum von Krankheiten, als epidemiologische
Studien vorhersagen. Auch Dosen unter 1 Millisievert pro Jahr könnten
schädlich sein, und Tausende könnten dadurch verfrüht sterben. Das
Schlimmste ist jedoch, daß die geringen Strahlendosen, denen Millionen
Menschen ständig ausgesetzt sind, den menschlichen Gen-Pool vergiften und
künftige Generationen schädigen könnten. "Das ist eine fürchterliche
Vorstellung", sagt Eric Wright vom britischen Medizinischen Forschungsrat
(MRC) in Harwell, Oxfordshire,
Großbritannien. "Aber wir haben jeden Hinweis darauf, daß es
tatsächlich sein könnte."
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Stx264-265.1998.1-4.4
(4 Seiten)
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Hormesis
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Anfang
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Hormesis
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Strahlen-Hormesis und
Dosisschwelle ohne Risiko – zwei hartnäckige Mythen. Von Rudi H. Nussbaum
und Wolfgang Köhnlein. Rudi H. Nussbaum starb am
22. Juli 2011. Dieser im Jahre 2001 geschriebene Beitrag ist hier ihm zum
Gedenken dokumentiert. Mittlerweile reflexartig
tauchen nach nuklearen Katastrophen zwei Geister aus ihren Flaschen auf:
Die nach Tschernobyl strapazierte „Radiophobie“, also die These, daß die
beobachteten Gesundheitsprobleme keinesfalls auf die Strahlen, sondern
lediglich auf die – unbegründeten – Ängste der Bevölkerung zurückzuführen
sind, wird heute der japanischen Bevölkerung in einer überarbeiteten Form
so nahebracht, daß Strahlen nur traurige Menschen krank machen. Der zweite
Geist ist die Hormesis, also die These, daß
niedrige Strahlendosen gesundheitsförderlich sind, ja, daß man krank würde,
wenn man nicht genug Strahlen abbekommen würde. Der 92 Jahre alte T.D. Luckey ist heute einer der prominenten Vertreter dieser
skurrilen Lehre. Er meint, so richtig gut ginge es uns erst bei 100 Millisievert
pro Jahr. Er rechnet also damit, daß sich in Fukushima der
Gesundheitszustand der Bevölkerung in nächster Zeit zügig verbessern wird.
So ist es sinnvoll. das längst erledigt geglaubte
Thema „Hormesis“ nochmals aufzugreifen.
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Stx592-593.2011.9-11.3
(3 Seiten)
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Hormesis
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"Strahlen-Hormesis": Eine pseudo-wissenschaftliche Fassade
zum Propagieren heilsamer Strahlenwirkungen. Seit vielen Jahren wird die angeblich biopositive Wirkung
ionisierender Strahlung benutzt, um niedrige Strahlenbelastungen zu
verharmlosen und die Strahlenschutzgesetzgebung aufzuweichen. In
Deutschland hat diese Vermutung, hauptsächlich durch die wissenschaftliche
Unterstützung von Herrn Feinendegen, gleichfalls
viele Freunde gefunden. Besonders die der Kernenergie nahe stehenden Kreise
glauben, über die "Hormesis" einen Weg
gefunden zu haben, mit dem sie auch den Gesetzgeber überzeugen können, daß
die Strahlenschutzgesetze viel zu restriktiv sei, viel zu viel Steuermittel
in unnötige Schutzmaßnahmen investiert würden und die zulässigen
Strahlendosen für Nukleararbeiter und die Bevölkerung ohne Risiko
heraufgesetzt werden könnten. Dadurch würde die Nuklearindustrie, aber auch
der Steuerzahler, enorme Geldmittel einsparen. Dr. Rudi H. Nussbaum,
emeritierter Professor der Physik und Umweltwissenschaften an der Portland
State University in Oregon, USA, und Dr. Wolfgang Köhnlein,
Professor für Strahlenbiologie und Biophysik an der Westfälischen
Wilhelms-Universität in Münster, halten dies für eine sehr nachteilige
Entwicklung, zumal aus Kreisen der Radiologen Zustimmung zur Annahme einer
ungefährlichen, ja sogar nützlichen Strahlendosis signalisiert werde.
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Stx316-317.2000.2-4.3
(3 Seiten)
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Hormesis
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Unbegründete
Hoffnungen auf nützliche Wirkungen kleiner Strahlenschäden. Mit Wehmut denkt man etwa in Oberschlema
im Erzgebirge an die goldenen Zeiten vor dem Zweiten Weltkrieg zurück, als
Kurswagen bis aus Paris dem einstmals berühmten Radiumbad Kurgäste
brachten, die dort radiumhaltige Wässer trinken wollten. In der Folge des
Uranbergbaus der Wismut Ag und damit verbundenen
Grundwasserabsenkungen, sind die Quellen vewrsiegt.
Die Suche nach neuen Einkommensquellen nach dem Zusammenbruch der DDR läßt nun im Ort die Idee keimen, Radiumwasser künstlich
herzustellen. Auch in westlichen Radium- und Radonbädern wie Bad Kreuznach,
Bad Münster, Bad Steben, Badgastein, Bad
Hofgastein und Bad Zell empfindet man die aus der Erde kommende Radioaktivität
als zu Unrecht verkannt. Daß kleine Strahlendosen positive Wirkungen haben,
wird immer wieder hoffnungsvoll behauptet. Der Arzt und Strahlenbiologe
Dr.med. Edmund Lengfelder, Professor am
Strahlenbiologischen Institut der Universität München, hat sich dazu
ausführlich geäußert.
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Stx106-107.1991.4-7.4
(4 Seiten)
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Krebs
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Anfang
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Krebs
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Strahlenfolgen:
KiKK-Folgestudie in den USA abgebrochen.
Die US-Amerikanische Atom-Regulator-Kommission (NRC) hat eine Studie
abgebrochen, die sie bei der Nationalen Akademie der Wissenschaften der USA
(NAS) in Auftrag gegeben hatte. Die Studie sollte analog zur deutschen
Kinderkrebsstudie (KiKK-Studie) herausfinden, ob
die Zahl der Krebserkrankungen in der Nähe von Atomreaktoren auch in den
USA erhöht ist.
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Stx692-693.2015.10.1
(1 Seite)
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Krebs
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Ionisierende Strahlung und Hautkrebs. Angesichts ständig steigender Hautkrebsraten in der Bevölkerung
warnen Ärzte regelmäßig vor Sonnenbädern und Solarien. Ionisierende
Strahlen sind bislang ein unbeachteter Risikofaktor. Ihr Beitrag muss
jedoch als nennenswert angesehen werden, seitdem die große australische
Studie an Patienten nach CT-Untersuchungen (Mathews et al. 2013) einen
beachtlichen Anteil an malignen Melanomen gezeigt hat. Zahlreiche Befunde
an beruflich strahlenexponierten Arbeitnehmern bestätigen die
Strahlenempfindlichkeit der Haut. Von Inge Schmitz-Feuerhake
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Stx658-659.2014.1-7.7(7
Seiten)
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Krebs
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Strahleninduzierte Karzinome der Bauchspeicheldrüse. Zahlreiche Befunde nach Inkorporation von Alphastrahlen und aus
dem Berufsmilieu zeigen, dass Pankreaskarzinome durch chronische
Strahlenexposition sehr viel empfindlicher erzeugt werden, als aus den
Daten der japanischen Atombombenüberlebenden gefolgert wurde. Die
Bauchspeicheldrüse muss dringend in die Liste strahlenempfindlicher Organe
für die Anerkennung von Berufskrankheiten aufgenommen werden. Von Inge
Schmitz-Feuerhake
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Stx610-611.2012.5-6.2
(2 Seiten)
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Krebs
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Die Kenntnisse über Gesundheitsschäden durch Radioaktivität
im Tabak wurden jahrzehntelang von der Industrie unterdrückt. Tabakkonzerne wußten mehr als 4
Jahrzehnte lang, daß Zigarettenrauch radioaktive Alphateilchen enthält und
entwickelten ein „tiefes und intimes“ Wissen über das krebserregende
Potential dieser Partikel, speziell Polonium-210. Dieses Wissen wurde aber
mit Absicht vor der Öffentlichkeit geheimgehalten.
Das zeigt eine Studie auf, die online im Magazin „Nicotine
& Tobacco Research“, dem Studienjournal der „Society for Research on Nicotin and
Tobacco“ veröffentlicht wurde. Die Autoren analysierten Dutzende von früher
nicht untersuchten internen Dokumenten der Tabakindustrie, die im Jahre
1998 als Ergebnis einer juristischen Auseinandersetzung zugänglich wurden.
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Stx604-605.2012.8.1
(1 Seite)
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Krebs
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Krebshäufigkeit in Gegenden mit erhöhter natürlicher
Hintergrundstrahlung. In einer kürzlich
veröffentlichten epidemiologischen Studie aus China finden die Autoren
keinen Zusammenhang zwischen Krebssterblichkeit (Mortalität) und
natürlicher Hintergrundstrahlung. Auch eine Studie aus Kerala,
Südindien, fand keinen Anstieg der Krebserkrankungshäufigkeit (Inzidenz)
mit der Hintergrundstrahlung. Die vorliegende Reanalyse
der Daten aus den beiden Studien ergibt jedoch genau das Gegenteil: einen
signifikanten Anstieg der Krebsrate mit der Höhe der Hintergrundstrahlung.
Von Dr. Alfred Körblein.
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Stx604-605.2012.1-3.3
(3 Seiten)
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Krebs
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An der Atomenergie festzuhalten ist leichtfertige
Realitätsverweigerung. Die amerikanische Organisation
Physicians for Social Responsibility (PSR),
die sich auf den Schutz der öffentlichen Gesundheit verpflichtet hat,
drängt auf die Abschaltung aller zur Zeit in den USA betriebenen
Kernkraftwerke und fordert die Kongreßabgeordneten
auf, die Subventionierung des Baus neuer Kernkraftwerke durch staatliche
Bürgschaften für Kredite und Versicherungsprämien zu verweigern. Weshalb?
Der emeritierte Professor für Physik und Umweltwissenschaft an der Portland
State University in Oregon (USA) Rudi H. Nussbaum nennt die
wissenschaftlichen und die Vernunftgründe für einen so kompromißlosen
Standpunkt. Von Rudi H. Nussbaum.
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Stx586-587.2011.4-5.2
(2 Seiten)
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Krebs
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Vermehrte Einlagerungen
von Strontium-90 aus dem Fallout der oberirdischen Atomwaffentests bei
Krebstoten. Fallkontrollstudie anhand von Milchzähnen. 85.000 Milchzähne von Amerikanern,
die in den Jahren der oberirdischen Atomwaffentests geboren wurden,
erlauben durch Messungen der Rückstände von Strontium-90 (Sr-90) Aussagen
zu den dadurch verursachten Gesundheitsschäden. Joseph Mangano
und Janette Sherman vom Radiation and Public Health Project in New York analysierten mittels
Flüssigkeits-Szintillationsspektrometrie 97
Milchzähne von zwischen 1959 und 1961 Geborenen, bei denen Krebs
diagnostiziert worden war, sowie 194 Zähne einer entsprechenden
Kontrollgruppe ohne Krebserkrankung. Der durchschnittliche
Strontium-90-Gehalt in den Zähnen von Personen, die an Krebs verstarben,
war signifikant mehr als zweifach höher als in der Kontrollgruppe (OR=2,22;
p<0,04). Dieser Befund legt nahe, daß viele Tausende – wesentlich mehr
als bisher angenommen – aufgrund ihrer Fallout-Exposition starben oder noch
sterben werden, erklären die Autoren.
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Stx576-577.2011.6.1 (1 Seite)
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Krebs
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Gesundheitsschäden
bei Kernkraftwerken: Epidemiologische
Auffälligkeiten um Kernkraftwerke: Synoptische Analyse. Von Alfred Körblein. Seit Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie vor 3 Jahren wurden zwei weitere
epidemiologische Studien veröffentlicht, eine zu Fehlbildungen bei
Neugeborenen um Kernkraftwerke und eine zum Geschlechterverhältnis bei der
Geburt um bayerische Kernkraftwerke. Beide Studien bestätigen die bei der KiKK Studie gefundene Abstandsabhängigkeit, wenn auch
wegen kleiner Fallzahlen nicht alle Einzelbefunde statistisch signifikant
sind. Eine gemeinsame Analyse der drei Datensätze mit einem nichtlinearen
Abstandsmodell (Rayleighverteilung) ergibt eine
hochsignifikante Abstandsabhängigkeit des Risikos mit einem Maximum des
Effekts zwischen 3 und 5 Kilometern.
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Stx576-577.2011.2-5.4 (4 Seiten)
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Krebs
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Medizinische Strahlenbelastung: Prostatakrebs und diagnostisches
Röntgen. Mitte der 1990er Jahre lösten Prostatakarzinome den
Lungenkrebs in Deutschland als häufigste Krebserkrankung bei Männern ab.
Die altersstandardisierte Erkrankungsrate hat zwischen 1980 und 2004 um
etwa 150 Prozent zugenommen. Demgegenüber ist die Sterblichkeit
(Mortalität) seit Mitte der 1990er Jahre rückläufig, erreicht jedoch im
Vergleich zu anderen Ländern noch Spitzenwerte. Wegen des Rückgangs der
Mortalität führt man den enormen Anstieg der Neuerkrankungsrate weitgehend
auf den üblich gewordenen PSA-Test zurück, durch den noch latente Stadien
früher oder überhaupt erkannt werden. Da jedoch auch in den Altersgruppen
unter 50 Jahre ein deutlicher Anstieg der Neuerkrankungsrate zu verzeichnen
ist und eine drastische Zunahme bereits vor den 1980er Jahren erfolgte,
erscheint die Frage nach Risikofaktoren weiterhin vordringlich. Von Inge
Schmitz-Feuerhake
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Stx560-561.2010.1-3.3
(3 Seiten)
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Krebs
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Kinder-Krebs
um Atomkraftwerke: Leukämie bei
Kindern unter 10 Jahren im Nahbereich der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague. Die Leukämierate bei Kindern in der Nähe von
La Hague ist zwar dreifach erhöht, wegen kleiner
Fallzahlen aber scheinbar nicht signifikant (Guizard
et al. 2001). Weil alle Fälle Jungen betrafen, ist die Erhöhung jedoch für
Jungen deutlich signifikant. Von Alfred Körblein.
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Stx548-549.2009.5-6.2
(2 Seiten)
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Krebs
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: SSK in Erklärungsnot. Die
Mitglieder der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK) geben sich
ahnungslos, woher die vermehrten Leukämieerkrankungen bei den
Atomkraftwerken kommen mögen und sind auf der Suche nach dem
„molekulargenetischen Faktor“ bei Krümmel, Sellafield und Dounray.
Bericht von einem „Fachgespräch“ im Februar 2009 in Bonn. Von Dr. Sebastian
Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.
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Stx532-533.2009.1-5.5 (5 Seiten)
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Krebs
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Risiko durch Radon für Krebserkrankungen auch außerhalb der
Lunge. Weitere Ergebnisse der
deutschen Uranbergarbeiter-Kohortenstudie
veröffentlicht. Mitarbeiter des Fachbereichs Strahlenschutz und Gesundheit
des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in
Neuherberg bei München (Kreuzer, Walsh et al.) haben im November 2008
weitere Ergebnisse ihrer Uranbergarbeiter-Kohortenstudie
veröffentlicht. Sie analysierten die Daten über die Krebssterblichkeit im
Hinblick auf die Frage, ob das aus der Uranzerfallsreihe stammende
radioaktive Edelgas Radon in der Umgebungsluft auch andere
Krebserkrankungen als Lungenkrebs verursacht. Bericht und Kommentar von
Thomas Dersee
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Stx528-529.2009.3.1
(1 Seite)
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Krebs
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Neue
ökologische Studien zu Leukämien bei Kleinkindern um Kernkraftwerke. Nach der Veröffentlichung der
Ergebnisse der KiKK-Studie (Kaatsch
et al.), einer aufwändigen Fall-Kontrollstudie, wurde kürzlich im deutschen
Ärzteblatt (2008; 105(42):725-32) ergänzend dazu eine neue ökologische
Studie von Kaatsch et al. veröffentlicht, in
welcher die Leukämiefälle auf Gemeindeebene ausgewertet werden. Dabei
zeigte sich, daß die Leukämieinzidenz bei Kleinkindern im Studiengebiet
fast exakt mit der Inzidenz im gesamten Bundesgebiet übereinstimmt.
Verwiesen wird neuerdings auch auf eine Studie aus England (Bithell, Keegan et al. Okt.
2008), die im Gegensatz zur KiKK-Studie keine
Erhöhung im Nahbereich von dortigen Kernkraftwerken ergeben haben soll.
Auch in Frankreich wurde kürzlich eine ökologische Studie (Laurier, Hémon et al. Sept. 2008) durchgeführt, die Leukämien
bei Kleinkindern in der Umgebung aller 19 Standorte von französischen
Kernkraftwerken untersuchte. Eine Bewertung durch Dr. Alfred Körblein.
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Stx528-529.2009.1-2.2 (2 Seiten)
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Krebs
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Strahlenrisiken sind
wissenschaftlich nachweisbar, von denen sich behördliche Kalkulationen
nichts träumen lassen. Evidenz – Kontroverse – Konsequenz:
Umweltmedizin-Symposion der Gesellschaft für Strahlenschutz vom 28.
September 2008 in Berlin. Die Kinderkrebsstudie des Kinderkrebsregisters in
Mainz (KiKK-Studie) alarmierte zum Jahreswechsel
2007/2008 mit dem Nachweis, daß das Erkrankungsrisiko für Leukämie und
andere Krebserkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren zunimmt, je näher sie
bei einem der deutschen Kernkraftwerke leben. Gegenstand eines am 28. September
2008 von der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. und mit Unterstützung des
Instituts für Humangenetik der Charité auf dem Campus des Virchow Klinikums
in Berlin veranstalteten umweltmedizinischen Symposions waren die
Hintergründe der Studie und die Kontroversen über die Bewertung der
Ergebnisse. Der wissenschaftliche Kontext, die von der Studie
unbefriedigend behandelten Fragen und die Schwierigkeiten, aus den
Ergebnissen epidemiologischer Studien angemessene wissenschaftliche,
politische, wirtschaftliche und humanitäre Konsequenzen zu ziehen, wurden
beleuchtet. Es ging konkret um die Frage, ob die bisher geübte Praxis,
ionisierende Strahlen als mögliche Krankheitsverursacher grundsätzlich
auszuschließen, weil die errechnete Strahlendosis und das angenommene
Strahlenrisiko zu gering seien, um die beobachtete Zunahme der
Krankheitsfälle zu erklären, angesichts der Faktenlage noch gerechtfertigt
werden kann. Tatsächlich erweist sich bei näherer Betrachtung nicht nur die
Strahlendosis als nach amtlicher Vorschrift generell falsch errechnet,
sondern auch das zum Ausschluß verwendete
Strahlenrisiko: Sowohl das Lebensalter bei der Bestrahlung, als auch die
spezifische Art und Energie der Bestrahlung, deren spezifische „relative biological effectiveness“,
bleiben bisher unberücksichtigt. Diese Daten sind auch bisher weitgehend
unbekannt oder unpubliziert und würden das ganze
heutige Gedankengebäude des amtlichen Strahlenschutzes zum Einsturz
bringen. Welche Erkenntnisse sich wann und wie durchsetzen, wird schlicht
von Lobbyinteressen bestimmt. Diese Erkenntnis konnten die Teilnehmer eines
Symposions Umweltmedizin am 28. September 2008 in Berlin gewinnen, aber
nicht nur das. Tagungsreader_Berlin_2008.
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Stx522-523.2008.1-7.7 (7 Seiten)
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Krebs
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Medizinische
Strahlenbelastung: Erhöhtes Risiko
für Prostatakrebs nach Röntgenuntersuchungen. Belastungen mit
ionisierender Strahlung sind ein Risikofaktor für viele Krebsarten.
Englische Wissenschaftler unter der Federführung von Kenneth Muir von der
Abteilung für Epidemiology and
Public Health der University of
Nottingham Medical School, veröffentlichten jetzt im British Journal of Cancer die Ergebnisse ihrer Untersuchung über das
Risiko, nach Röntgenuntersuchungen an Prostatakrebs zu erkranken. Dabei
ergaben sich für Röntgenuntersuchungen des Darms und für das Röntgen der
Hüfte signifikant vermehrte, mehr als doppelt so viele Prostatakrebsfälle.
Für Patienten aus Familien mit gehäuft auftretenden Krebserkrankungen und
Röntgenuntersuchungen der Hüfte zehn oder zwanzig Jahre zuvor, ist das
Risiko deutlich noch weiter erhöht.
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Stx518-519.2008.2.1
(1 Seite)
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Krebs
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Medizinische
Strahlenbelastung: Spätschäden durch
Therapie mit Radium-224 bei Morbus Bechterew. Wissenschaftler vom
Institut für Strahlenbiologie des Helmholtz-Zentrums München – Deutsches
Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt in Neuherberg, haben im Rahmen
einer epidemiologischen Studie „ein ungünstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis“
für die bei Morbus-Bechterew-Patienten eingesetzte Radium-224-Therapie
festgestellt. Das berichteten sie im April 2008 in der Zeitschrift Rheumatology (R. R. Wick et al. 2008).
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Stx516-517.2008.5.1
(1 Seite)
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Krebs
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Strahlenbiologie:
Für Auger-Elektronen
aussendende Radioisotope lassen sich keine Werte für die dosisabhängige
relative biologische Wirksamkeit (RBW-Werte) angeben. Das Bild von
sogenannten Auger-Elektronen emittierenden
Radioisotopen in der Strahlenbiologie beginnt sich zu wandeln und in jedem
Fall zu differenzieren. Wegen unerwarteter experimenteller Ergebnisse
ließen sich keine Werte für das Konzept der dosisbasierten relativen
biologischen Wirksamkeit (RBW-Werte) bestimmen. Derartige Angaben müssen
nun mit großem Vorbehalt betrachtet werden. Das erklären die Autoren des im
Mai 2008 in der Schriftenreihe Reaktorsicherheit und Strahlenschutz des
Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
veröffentlichten Abschlußberichtes (BMU-2008-712)
über „Untersuchungen der Auger-Emitter abhängigen
biologischen Wirksamkeit zur Ermittlung des Strahlungs-Wichtungsfaktors
für Auger-Elektronen“ am Forschungszentrum
Jülich. (F.A.H. Schneeweiss, A. Turtoi, E. Pomplun, G. Sutmann,
2008)
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Stx514-515.2008.2-3.2
(2 Seiten)
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Krebs
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Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken: Was einen
KKW-Schornstein so interessant macht. Von Sebastian Pflugbeil. In der KiKK-Studie wird untersucht, ob Krebs und Leukämie bei
Kindern unter 5 Jahren umso häufiger vorkommen, je näher sie am
nächstgelegenen Kernkraftwerks-Schornstein wohnen. Was ist das Besondere an
einem KKW-Schornstein?
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Stx508-509.2008.4.1 (1 Seite)
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Krebs
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Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken: Dekontamination eines
Studienergebnisses. Von Sebastian Pflugbeil. Zu den Absonderlichkeiten
in der Diskussion um die Fall-Kontroll-Studie des Mainzer
Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der Umgebung der deutschen
Kernkraftwerke (KiKK-Studie, vergl. Strahlentelex 504-505 vom 10.01. 2008)
gehört die Vergesslichkeit der Autoren bezüglich des eigentlichen Anliegens
der Studie. Sowohl in der Zusammenfassung des Abschlußberichtes
als auch in zahlreichen Interviews wird von ihnen der Eindruck erweckt,
dass man nichts über die Ursache des gefundenen Effektes sagen könne und
dass insbesondere „die von deutschen Kernkraftwerken im Normalbetrieb
emittierte ionisierende Strahlung grundsätzlich nicht als Ursache
interpretiert werden kann“ (Abschlußbericht Seite
XI). Dieser Eindruck, der von den Medien flächendeckend verbreitet und auch
im politischen Raum dankbar aufgegriffen wurde, geht so gravierend an den
tatsächlichen Ergebnissen der Studie vorbei, dass diese Vernebelung hier
dokumentiert und ihr entschieden widersprochen werden soll.
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Stx508-509.2008.2-3.2 (2 Seiten)
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Krebs
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Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken: Leukämieclustern
auf der Spur - Entenjagd in der Umgebung der neuen Kinderkrebsstudie des
Mainzer Kinderkrebsregisters. Im Zusammenhang mit der Untersuchung der
Frage, ob im Umkreis kerntechnischer Anlagen vermehrt Kinderkrebs und
Leukämie auftreten, begegnen wir auch in der aktuellen Diskussion um die
neue Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters (KiKK-Studie)
der Behauptung, es gäbe viele Cluster solcher Erkrankungen – auch dort, wo
es keine Kernkraftwerke (KKW) gibt oder erst Planungen für solche Anlagen
vorliegen. Hier liegt gleich eine doppelte Irreführung vor. Ein Bericht von
Sebastian Pflugbeil.
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Stx508-509.2008.1-2.2 (2 Seiten)
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Krebs
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Epidemiologie: Eine Täuschung der Bevölkerung. Atomkraftwerke
machen krank. Die methodisch derzeit weltbeste epidemiologische Studie,
erarbeitet beim Mainzer Kinderkrebsregister, weist ein um
so höheres Krebsrisiko für kleine Kinder nach, je näher sie bei
einem Atomkraftwerk leben und aufwachsen. Nachgewiesen ist das für eine
Entfernung bis 50 Kilometer. Geredet wurde dagegen nur von 5 Kilometern. (KiKK-Studie, Peter Kaatsch et
al.)
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Stx504-505.2008.1-6.6 (6 Seiten)
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Krebs
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Partikelförmiges abgereichertes
Uran ist für menschliche Lungenzellen zytotoxisch und verursacht
Chromosomenbrüche. Abgereichertes Uran (DU) wird häufig in militärischen Waffen und Munition
eingesetzt. Deshalb sind ihm Soldaten und unbeteiligte Zivilisten
vermutlich häufig und weiträumig ausgesetzt. DU wird zwar für ein
menschliches Karzinogen gehalten, das die Bronchialzellen der Lunge
angreift, Untersuchungen darüber gibt es aber kaum. Sandra S. Wise vom Wise
Laboratory of Environmental and
Genetic Toxicology der
University of Southern Maine in Portland (USA)
und Kollegen haben deshalb die Zytotoxizität und die Chromosomenbrüche
verursachenden (klastogenen) Eigenschaften von
sowohl partikelförmigem (wasserunlöslichem) und wasserlöslichem DU in
menschlichen bronchialen Fibroblasten (WTHBF-6-Zellen) bestimmt.
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Stx492-493.2007.4.1
(1 Seite)
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Krebs
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Medizinische Strahlenbelastung: Neue Auswertung der Thorotrast-Studie zeigt ein noch höheres Sterberisiko
durch Thorium-232 als bisher angenommen. Das Referat Reaktorsicherheit
im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat
jetzt eine weitere Auswertung im Rahmen der sogenannten Deutschen Thorotraststudie veröffentlicht, die von Mitarbeitern
des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg (N. Becker et al. 2006)
durchgeführt wurde und die Nachbeobachtung der Studienteilnehmer bis zum
30. Juni 2004 fortführt. Außerdem wurden die Todesursachen erstmals mit
denen in der Allgemeinbevölkerung verglichen. Demnach ist die Sterblichkeit
(Mortalität) sowohl in der Thorotrast-exponierten
Gruppe als auch in der internen Vergleichsgruppe signifikant erhöht. Von
der Erhöhung sind demnach in beiden Gruppen eine Vielzahl von
Todesursachengruppen und Einzeltodesursachen betroffen, einschließlich der
für die gegebene Strahlenexposition besonders relevanten Krebsarten (Krebs
insgesamt, Leberkrebs). Die gefundene erhöhte Sterblichkeit ist den Autoren
zufolge zwar konsistent mit den in früheren Auswertungen auf der Basis
interner Vergleiche errechneten Risikoerhöhungen, doch liegen die jetzt
vorliegenden Schätzungen zum Teil höher, wird erklärt.
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Stx474-475.2006.2,3.2
(2 Seiten)
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Krebs
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Hoden- und
Hauttumoren bei Radarsoldaten. Die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt den ärztlichen
Direktor der II. Klinik für Innere Medizin am Universitätsklinikum Jena,
Professor Dr. med. Klaus Höffken, um eine
Stellungnahme zu der Frage gebeten, ob die Entstehung von Haut- und
Hodentumoren auf die Röntgenstörstrahlung von Radargeräten zurückgehen
könnte. Das Gutachten wurde schon am 19. März 2004 vorgelegt, aber weder
publiziert noch von den zuständigen Behörden inhaltlich berücksichtigt. Wir
referieren die wesentlichen Aussagen.
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Stx452-453.2005.5-6.2
(2 Seiten)
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Krebs
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Lungenkrebs
durch Radon in Wohnräumen.
Europaweite Studie veröffentlicht. Mit steigender Radonkonzentration in
Aufenthaltsräumen nimmt das Risiko einer Lungenkrebserkrankung zu. Das
belegt eine europaweit unter der Federführung von Sarah Darby, Professorin
für Medizinische Statistik in Oxford, durchgeführte Studie, die von der
Europäischen Kommission gefördert und am 29. Januar 2005 im British Medical
Journal veröffentlicht wurde. Das Institut für Epidemiologie der GSF und
der Fachbereich Strahlenschutz und Gesundheit des Bundesamtes für
Strahlenschutz (BfS), waren an dieser größten
epidemiologischen Studie zu Lungenkrebs und Radon in Aufenthaltsräumen
beteiligt.
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Stx436-437.2005.3,4.2
(2 Seiten)
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Krebs
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Medizinische
Strahlenbelastung: Brustkrebs unter Röntgenassistentinnen. Eine auf
das Dreifache erhöhte Sterblichkeit an Brustkrebs bei Frauen, die vor 1940
als Radiologisch-Technische Assistentinnen zu arbeiten begonnen hatten,
stellten Wissenschaftler der amerikanischen Food and
Drug Administration und des National Cancer Institut in Bethesda/USA (Aparna K. Mohan, Michael Hauptmann, Martha S. Linet, Elaine Ron, Jay H. Lubin, D. Michael Freedman, Bruce H. Alexander, John D. Boice Jr., Michele Morin Doody, Genevieve M. Matanoski)
für das Jahr 1997 unter 69.525 Frauen fest, die zwischen 1926 und 1982 ihre
Assistentinnen-Ausbildung abgeschlossen hatten – verglichen mit denen, die
1960 und später mit ihrer Tätigkeit begonnen hatten.
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Stx422-423.2004.3.1
(1 Seite)
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Krebs
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Medizinische
Strahlenbelastung: Brustkrebssterblichkeit nach diagnostischem Röntgen.
Ergebnisse der U.S. Skoliose-Kohortenstudie. Eine
Pilotstudie mit 1.030 Frauen mit einer Wachstumsdeformität der Wirbelsäule
(Skoliose) und Strahlenbelastungen infolge entsprechender diagnostischer
Röntgenaufnahmen zeigte ein etwa zweifach statistisch signifikant erhöhtes
Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Das berichteten Wissenschaftler des
National Cancer Institute in Bethesda/USA bereits im August 2000 in der
internationalen Orthopädie-Zeitschrift Spine
(Michele Morin Doody,
John E. Lonstein, Marylin Stovall,
David G. Hacker, Nickolas Luckyanov, Charles E.
Land).
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Stx422-423.2004.2,3.2
(2 Seiten)
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Krebs
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Kinderkrebs:
Fernsehjournalisten finden in Großbritannien erneut eine Häufung von
Kinderkrebs und Leukämie, die schlimmer ist als in Seascale.
1983 hatte ein Fernsehprogramm von Yorkshire Television die Existenz
der heute berüchtigten Häufung von Kinderleukämie in Seascale
bei Sellafield, der britischen nuklearen
Wiederaufbereitungsanlage an der Irischen See, enthüllt. Jetzt haben
Journalisten des Senders HTV eine weitere Häufung in der Gegend der
radioaktiv verseuchten Menai Strait
gefunden, einer Meeresenge zwischen der Insel Anglesey
und Nord-Wales, ebenfalls an der Irischen See, südwestlich von Liverpool
gelegen. Dieses neue Cluster ist noch bedeutender als das von Seascale, seine statistische Stärke ist wesentlich
größer. HTV hat die betroffenen Kinder identifiziert und sie und ihre
Eltern in einem Dokumentarfilm vorgestellt, der auf dem Fernsehkanal S4C am
10. Februar 2004 in walisischer Sprache lief. Dr. Chris Busby
von der britischen Organisation Green Audit hat die Rohdaten des
Fernsehsenders analysiert.
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Stx412-413.2004.3.1
(1 Seite)
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Krebs
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Höhenstrahlung:
Fünffach erhöhtes Brustkrebsrisiko für Stewardessen. Stewardessen, die mindestens fünf Jahre lang ihren Beruf
ausgeübt haben, weisen einer isländischen Studie zufolge ein fünffach
erhöhtes Risiko auf, an Brustkrebs zu erkranken. Dr. V. Rafnsson
und Kollegen vom Department of Preventive Medicine in
Reykjavik hatten unter 1.532 Stewardessen 35 Frauen ausgewählt, die an
Brustkrebs erkrankt waren. Außerdem wählten sie 140 gesunde Stewardessen
als Kontrollpersonen aus, deren Lebensalter und reproduktive Daten laut
Krankenakten denen der Patientinnen entsprachen. Es zeigte sich, daß ein
fünffach erhöhtes Brustkrebsrisiko bestand, wenn die Frauen mindestens fünf
Jahre lang als Stewardessen gearbeitet hatten, im Vergleich zu solchen mit
einer Arbeitsdauer von weniger als fünf Jahren.
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Stx406-407.2003.7.1
(1 Seite)
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Krebs
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Biologische
Strahlenwirkung: Die mutagene und kanzerogene
Wirkung dichtionisierender Strahlung wird unterschätzt. von Prof. Dr.
Wolfgang Köhnlein.
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Stx260-261.1997.4,5.2
(2 Seiten)
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Krebs
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Weltkonferenz
über Brustkrebs: Brustkrebserkrankungen nehmen weltweit immer stärker zu.
Vom 13. bis 17. Juli 1997 fand in Kingston/Kanada eine "Weltkonferenz
über Brustkrebs" mit dem Untertitel "Brecht das Schweigen -
stoppt die Epidemie: die Türen für einen weltweiten Dialog müssen geöffnet
werden" statt. Veranstalterinnen waren ein örtliches Frauenkomitee und
die Women's Environment and
Development Organization (WEDO), die 1990 als
internationale Umweltschutzgruppe von der ehemaligen amerikanischen Kongreßabgeordneten Bella Abzug gegründet wurde. Als
Ziel der Konferenz wurde nicht weniger angestrebt, als ein Aktionsplan zur
Beseitigung der Krankheit zu entwickeln, der den Vereinten Nationen und der
Weltgesundheitsorganisation vorgelegt werden soll. Ein Kongreßbericht
von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake. Mit 1 Kartenabbildung.
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Stx254-255.1997.1-3.3
(3 Seiten)
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Krebs
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Tumor-Risiko
für Kinderaugen. Auffallend häufig - laut Statistik
zwanzigmal öfter als andernorts bei gleicher Einwohnerzahl - tritt in der
Region Seascale/Sellafield
in England Netzhautkrebs (Retinoblastom) auf.
Bisher war es nur ein Verdacht. 1994 wurden neue Krankheitsfälle in England
bekannt, die mit dem Umweltskandal in Zusammenhang gebracht werden, der vor
mehr als 30 Jahren im Kernkraftwerk "Windscale",
heute "Sellafield" genannt, nahe dem
Küstendorf Seascale geschah. Das berichtet der
Augenarzt Dr.med. Georg Mehrle, Pressesprecher
des Berufsverbandes der Augenärzte (BVA) in Düsseldorf, anhand von Aussagen
von Priv.-Doz. Dr. Heinrich Gerding
von der Universitäts-Augenklinik in Münster.
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Stx170-171.1994.3,4.2
(2 Seiten)
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Krebs
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USA. Leber-
und Knochenkrebs durch Plutonium. Plutonium-239 und andere Radionuklide
bekommen weder Hunden noch Mäusen. Das sind Forschungsergebnisse von
Wissenschaftlern der Universität Utah in Salt Lake City (USA), die 1993
veröffentlicht wurden.
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Stx154-155.1993.6.1
(1 Seite)
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Leukämie
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Zurück zum
Anfang
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Leukämie
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Auch die Chronisch Lymphatische Leukämie (CLL) ist
inzwischen als Berufskrankheit anerkannt. Der Mythos, die Chronisch Lymphatische Leukämie (CLL) sei nicht
durch Strahlung hervorrufbar, war nicht belegt, wurde seit langem
angegriffen und hatte sich trotzdem lange gehalten. Einem Erlaß des
Department of Health and Human Services vom 12. März 2012 zufolge ist die CLL jedoch inzwischen auch in den
USA als Berufskrankheit anerkannt. Zuvor war das auch in Deutschland im
Oktober 2011 durch das zuständige Bundesministerium für Arbeit und Soziales
geschehen. Allerdings wurde die CLL hier unter die Rubrik
Strahlenempfindlichkeit „Niedrig“ eingestuft. Das jedoch ist Unsinn, denn
die CLL wurde ja speziell im Berufsmilieu auffällig.
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Stx626-627.2013.4.1
(1 Seite)
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Leukämie
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An der Atomenergie festzuhalten ist leichtfertige
Realitätsverweigerung. Die amerikanische
Organisation Physicians for
Social Responsibility
(PSR), die sich auf den Schutz der öffentlichen Gesundheit verpflichtet
hat, drängt auf die Abschaltung aller zur Zeit in den USA betriebenen
Kernkraftwerke und fordert die Kongreßabgeordneten
auf, die Subventionierung des Baus neuer Kernkraftwerke durch staatliche
Bürgschaften für Kredite und Versicherungsprämien zu verweigern. Weshalb?
Der emeritierte Professor für Physik und Umweltwissenschaft an der Portland
State University in Oregon (USA) Rudi H. Nussbaum nennt die
wissenschaftlichen und die Vernunftgründe für einen so kompromißlosen
Standpunkt. Von Rudi H. Nussbaum.
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Stx586-587.2011.4-5.2
(2 Seiten)
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Leukämie
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Chronisch Lymphatische Leukämie: Die USA wollen nun auch die CLL
als strahlenverursachte Berufskrankheit anerkennen. Das US-amerikanische
Department of Health and Human Services (HHS) schlägt vor, auch die
Chronische Lymphatische Leukämie (CLL) als strahlenverursachte
Krebserkrankung im Rahmen der Verfahren zur Anerkennung von
Berufskrankheit anzuerkennen. Den
bisher gültigen Leitlinien zufolge gelten alle Krebsarten außer der CLL als
potenziell durch Strahlung verursacht. Das HHS schlägt nun vor, den
bisherigen Ausschluß der CLL zu revidieren. Das
gab das US-amerikanische Institut für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
(NIOSH, Az. 209), am 21. März 2011 bekannt.
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Stx584-585.2011.10.1 (1 Seite)
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Leukämie
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Gesundheitsschäden bei Kernkraftwerken: Epidemiologische Auffälligkeiten um Kernkraftwerke: Synoptische
Analyse. Von Alfred Körblein. Seit
Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie
vor 3 Jahren wurden zwei weitere epidemiologische Studien veröffentlicht,
eine zu Fehlbildungen bei Neugeborenen um Kernkraftwerke und eine zum
Geschlechterverhältnis bei der Geburt um bayerische Kernkraftwerke. Beide
Studien bestätigen die bei der KiKK Studie
gefundene Abstandsabhängigkeit, wenn auch wegen kleiner Fallzahlen nicht
alle Einzelbefunde statistisch signifikant sind. Eine gemeinsame Analyse
der drei Datensätze mit einem nichtlinearen Abstandsmodell (Rayleighverteilung) ergibt eine hochsignifikante
Abstandsabhängigkeit des Risikos mit einem Maximum des Effekts zwischen 3
und 5 Kilometern.
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Stx576-577.2011.2-5.4 (4 Seiten)
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Leukämie
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Kinder-Krebs
um Atomkraftwerke: Leukämie bei
Kindern unter 10 Jahren im Nahbereich der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague. Die Leukämierate bei Kindern in der Nähe von
La Hague ist zwar dreifach erhöht, wegen kleiner
Fallzahlen aber scheinbar nicht signifikant (Guizard
et al. 2001). Weil alle Fälle Jungen betrafen, ist die Erhöhung jedoch für
Jungen deutlich signifikant. Von Alfred Körblein.
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Stx548-549.2009.5-6.2
(2 Seiten)
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Leukämie
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Kinderkrebs
um Atomkraftwerke: „Das Ergebnis der
KiKK-Studie verlangt eine kritische Überprüfung
der Annahmen und Modelle des Strahlenschutzes“. Eine ausführliche
Darstellung und Betrachtungen zur Bedeutung der Fall-Kontrollstudie des
Mainzer Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken
in Deutschland (KiKK-Studie von Ende 2007 hat
jetzt Rudi H. Nussbaum, emeritierter Professor der Physik an der Portland
State University in Oregon (USA), in der Juli/September-Ausgabe 2009 des
International Journal of Occupational
and Environmental Health
veröffentlicht. Nussbaum stellt die Studie im Kontext anderer aktueller
wissenschaftlicher Arbeiten dar und befaßt sich
ausführlich mit der unverständlichen Schlußfolgerung
der Autoren der KiKK-Studie (Kaatsch,
Spix, Schmiedel, Schulze-Rath, Mergenthaler und Blettner), daß Radioaktivität als Ursache für die
vermehrten Krebserkrankungen von Kindern in der Umgebung von
Atomkraftwerken grundsätzlich auszuschließen sei. „Diese nicht
gerechtfertigte Schlußfolgerung illustriert die
Dissonanz zwischen Annahmen und Beweisen“, kommentiert Nussbaum und rügt,
daß der „gegenwärtige Kenntnisstand der Radiobiologie“ in seiner am
weitesten verbreiteten Version eine ganze Reihe radiobiologischer und dosimetrischer Faktoren nicht zur Kenntnis nimmt.
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Stx544-545.2009.2-3.2
(2 Seiten)
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Leukämie
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: SSK in Erklärungsnot. Die
Mitglieder der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK) geben sich ahnungslos,
woher die vermehrten Leukämieerkrankungen bei den Atomkraftwerken kommen
mögen und sind auf der Suche nach dem „molekulargenetischen Faktor“ bei Krümmel, Sellafield und Dounray. Bericht von einem „Fachgespräch“ im Februar
2009 in Bonn. Von Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für
Strahlenschutz e.V.
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Stx532-533.2009.1-5.5 (5 Seiten)
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Leukämie
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Neue
ökologische Studien zu Leukämien bei Kleinkindern um Kernkraftwerke. Nach der Veröffentlichung der
Ergebnisse der KiKK-Studie (Kaatsch
et al.), einer aufwändigen Fall-Kontrollstudie, wurde kürzlich im deutschen
Ärzteblatt (2008; 105(42):725-32) ergänzend dazu eine neue ökologische
Studie von Kaatsch et al. veröffentlicht, in
welcher die Leukämiefälle auf Gemeindeebene ausgewertet werden. Dabei
zeigte sich, daß die Leukämieinzidenz bei Kleinkindern im Studiengebiet
fast exakt mit der Inzidenz im gesamten Bundesgebiet übereinstimmt.
Verwiesen wird neuerdings auch auf eine Studie aus England (Bithell, Keegan et al. Okt.
2008), die im Gegensatz zur KiKK-Studie keine
Erhöhung im Nahbereich von dortigen Kernkraftwerken ergeben haben soll.
Auch in Frankreich wurde kürzlich eine ökologische Studie (Laurier, Hémon et al. Sept. 2008) durchgeführt, die Leukämien
bei Kleinkindern in der Umgebung aller 19 Standorte von französischen
Kernkraftwerken untersuchte. Eine Bewertung durch Dr. Alfred Körblein.
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Stx528-529.2009.1-2.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Leukämie
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Strahlenrisiken sind wissenschaftlich
nachweisbar, von denen sich behördliche Kalkulationen nichts träumen
lassen. Evidenz – Kontroverse – Konsequenz: Umweltmedizin-Symposion der
Gesellschaft für Strahlenschutz vom 28. September 2008 in Berlin. Die
Kinderkrebsstudie des Kinderkrebsregisters in Mainz (KiKK-Studie)
alarmierte zum Jahreswechsel 2007/2008 mit dem Nachweis, daß das
Erkrankungsrisiko für Leukämie und andere Krebserkrankungen bei Kindern
unter 5 Jahren zunimmt, je näher sie bei einem der deutschen Kernkraftwerke
leben. Gegenstand eines am 28. September 2008 von der Gesellschaft für
Strahlenschutz e.V. und mit Unterstützung des Instituts für Humangenetik
der Charité auf dem Campus des Virchow Klinikums in Berlin veranstalteten
umweltmedizinischen Symposions waren die Hintergründe der Studie und die
Kontroversen über die Bewertung der Ergebnisse. Der wissenschaftliche
Kontext, die von der Studie unbefriedigend behandelten Fragen und die
Schwierigkeiten, aus den Ergebnissen epidemiologischer Studien angemessene
wissenschaftliche, politische, wirtschaftliche und humanitäre Konsequenzen
zu ziehen, wurden beleuchtet. Es ging konkret um die Frage, ob die bisher
geübte Praxis, ionisierende Strahlen als mögliche Krankheitsverursacher
grundsätzlich auszuschließen, weil die errechnete Strahlendosis und das
angenommene Strahlenrisiko zu gering seien, um die beobachtete Zunahme der
Krankheitsfälle zu erklären, angesichts der Faktenlage noch gerechtfertigt
werden kann. Tatsächlich erweist sich bei näherer Betrachtung nicht nur die
Strahlendosis als nach amtlicher Vorschrift generell falsch errechnet,
sondern auch das zum Ausschluß verwendete
Strahlenrisiko: Sowohl das Lebensalter bei der Bestrahlung, als auch die
spezifische Art und Energie der Bestrahlung, deren spezifische „relative biological effectiveness“,
bleiben bisher unberücksichtigt. Diese Daten sind auch bisher weitgehend
unbekannt oder unpubliziert und würden das ganze
heutige Gedankengebäude des amtlichen Strahlenschutzes zum Einsturz
bringen. Welche Erkenntnisse sich wann und wie durchsetzen, wird schlicht
von Lobbyinteressen bestimmt. Diese Erkenntnis konnten die Teilnehmer eines
Symposions Umweltmedizin am 28. September 2008 in Berlin gewinnen, aber
nicht nur das. Tagungsreader_Berlin_2008.
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Stx522-523.2008.1-7.7 (7 Seiten)
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Leukämie
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Medizinische
Strahlenbelastung: Spätschäden durch
Therapie mit Radium-224 bei Morbus Bechterew. Wissenschaftler vom
Institut für Strahlenbiologie des Helmholtz-Zentrums München – Deutsches
Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt in Neuherberg, haben im Rahmen
einer epidemiologischen Studie „ein ungünstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis“
für die bei Morbus-Bechterew-Patienten eingesetzte Radium-224-Therapie
festgestellt. Das berichteten sie im April 2008 in der Zeitschrift Rheumatology (R. R. Wick et al. 2008).
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Stx516-517.2008.5.1
(1 Seite)
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Leukämie
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Epidemiologie: Leukämien bei Kindern in der Umgebung von
Tschernobyl. Reanalyse einer offiziellen
deutschen Studie. Von Alfred Körblein. In der
Diskussion um die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der Studie zu
Kinderkrebs um deutsche Kernkraftwerke (KiKK-Studie)
wird argumentiert, dass nach Tschernobyl keine erhöhte Leukämierate in den
an den Unglücksreaktor angrenzenden Regionen Weißrusslands, der Ukraine und
Russlands beobachtet worden sei. Das habe eine vom Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderte Studie ergeben.
Nach Durchsicht des Berichts kommt Körblein zu
dem Ergebnis, dass man aus den Zahlen auch andere Schlüsse ziehen kann.
Besonders auffällig ist eine signifikante Erhöhung der Leukämierate bei
Jungen im Jahr 1987, dem Jahr nach Tschernobyl. – Mit einem Kommentar von
Sebastian Pflugbeil.
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Stx508-509.2008.4-6.3 (3 Seiten)
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Leukämie
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Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken: Was einen
KKW-Schornstein so interessant macht. Von Sebastian Pflugbeil. In der KiKK-Studie wird untersucht, ob Krebs und Leukämie bei
Kindern unter 5 Jahren umso häufiger vorkommen, je näher sie am
nächstgelegenen Kernkraftwerks-Schornstein wohnen. Was ist das Besondere an
einem KKW-Schornstein?
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Stx508-509.2008.4.1 (1 Seite)
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Leukämie
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Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken: Dekontamination
eines Studienergebnisses. Von Sebastian Pflugbeil. Zu den
Absonderlichkeiten in der Diskussion um die Fall-Kontroll-Studie des
Mainzer Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der Umgebung der deutschen
Kernkraftwerke (KiKK-Studie, vergl. Strahlentelex 504-505 vom 10.01. 2008)
gehört die Vergesslichkeit der Autoren bezüglich des eigentlichen Anliegens
der Studie. Sowohl in der Zusammenfassung des Abschlußberichtes
als auch in zahlreichen Interviews wird von ihnen der Eindruck erweckt,
dass man nichts über die Ursache des gefundenen Effektes sagen könne und
dass insbesondere „die von deutschen Kernkraftwerken im Normalbetrieb
emittierte ionisierende Strahlung grundsätzlich nicht als Ursache
interpretiert werden kann“ (Abschlußbericht Seite
XI). Dieser Eindruck, der von den Medien flächendeckend verbreitet und auch
im politischen Raum dankbar aufgegriffen wurde, geht so gravierend an den
tatsächlichen Ergebnissen der Studie vorbei, dass diese Vernebelung hier
dokumentiert und ihr entschieden widersprochen werden soll.
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Stx508-509.2008.2-3.2 (2 Seiten)
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Leukämie
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Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken: Leukämieclustern
auf der Spur - Entenjagd in der Umgebung der neuen Kinderkrebsstudie des
Mainzer Kinderkrebsregisters. Im Zusammenhang mit der Untersuchung der
Frage, ob im Umkreis kerntechnischer Anlagen vermehrt Kinderkrebs und
Leukämie auftreten, begegnen wir auch in der aktuellen Diskussion um die
neue Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters (KiKK-Studie)
der Behauptung, es gäbe viele Cluster solcher Erkrankungen – auch dort, wo
es keine Kernkraftwerke (KKW) gibt oder erst Planungen für solche Anlagen
vorliegen. Hier liegt gleich eine doppelte Irreführung vor. Ein Bericht von
Sebastian Pflugbeil.
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Stx508-509.2008.1-2.2 (2 Seiten)
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Leukämie
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Epidemiologie: Eine Täuschung der Bevölkerung. Atomkraftwerke
machen krank. Die methodisch derzeit weltbeste epidemiologische Studie,
erarbeitet beim Mainzer Kinderkrebsregister, weist ein um
so höheres Krebsrisiko für kleine Kinder nach, je näher sie bei
einem Atomkraftwerk leben und aufwachsen. Nachgewiesen ist das für eine
Entfernung bis 50 Kilometer. Geredet wurde dagegen nur von 5 Kilometern. (KiKK-Studie, Peter Kaatsch et
al.)
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Stx504-505.2008.1-6.6 (6 Seiten)
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Leukämie
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Berufliche
Strahlenbelastung: Die Strahleninduzierbarkeit der Chronisch
Lymphatischen Leukämie (CLL). Oft wird heute noch die Auffassung
vertreten, daß die Chronisch Lymphatische Leukämie (CLL) nicht durch
ionisierende Strahlung auslösbar sei. Daß dieser unbelegte Glaube nicht
haltbar ist, zeigen Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake und Dr. Sebastian
Pflugbeil. Es wird höchste Zeit, daß betroffenen Arbeitnehmern mit CLL die
Anerkennung als Berufskrankheit nicht mit dem Hinweis auf die angebliche
Ausgeschlossenheit einer Strahlenursache verweigert wird, erklären sie.
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Stx426-427.2004.1-5.5
(5 Seiten)
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Leukämie
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Kinderkrebs:
Fernsehjournalisten finden in Großbritannien erneut eine Häufung von Kinderkrebs
und Leukämie, die schlimmer ist als in Seascale. 1983
hatte ein Fernsehprogramm von Yorkshire Television die Existenz der heute
berüchtigten Häufung von Kinderleukämie in Seascale
bei Sellafield, der britischen nuklearen
Wiederaufbereitungsanlage an der Irischen See, enthüllt. Jetzt haben
Journalisten des Senders HTV eine weitere Häufung in der Gegend der
radioaktiv verseuchten Menai Strait
gefunden, einer Meeresenge zwischen der Insel Anglesey
und Nord-Wales, ebenfalls an der Irischen See, südwestlich von Liverpool
gelegen. Dieses neue Cluster ist noch bedeutender als das von Seascale, seine statistische Stärke ist wesentlich
größer. HTV hat die betroffenen Kinder identifiziert und sie und ihre
Eltern in einem Dokumentarfilm vorgestellt, der auf dem Fernsehkanal S4C am
10. Februar 2004 in walisischer Sprache lief. Dr. Chris Busby
von der britischen Organisation Green Audit hat die Rohdaten des
Fernsehsenders analysiert.
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Stx412-413.2004.3.1
(1 Seite)
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Leukämie
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Leukämie in
der Elbmarsch: Das schleswig-holsteinische Energieministerium schätzt
Gefälligkeitsgutachten – unbequeme Gutachter werden als Dilettanten
verunglimpft. "Das von Dr. Stevenson vorgelegte Gutachten kommt
einerseits zu der Schlussfolgerung, dass die Möglichkeit strahlenbedingter
Häufung kindlicher Leukämien in der Elbmarsch nicht auszuschließen ist.
Andererseits hat das Gutachten aber auch ergeben, dass auf Grund der
festgesetzten und tatsächlichen Emissionen kein begründeter Verdacht auf
eine Verursachung der Leukämie durch die radioaktive Strahlung des
örtlichen Atomkraftwerks besteht". Diese Einschätzung verkündete der
Staatssekretär Wilfried Voigt (Grüne) vom Ministerium für Finanzen und
Energie des Landes Schleswig-Holstein am 29. Juli 2002 bei der Vorstellung
eines 1997 von seinem Ministerium bestellten strahlenbiologischen
Gutachtens zur Frage der Strahleninduktion kindlicher Leukämien in der
Umgebung von Kernkraftwerken. Dieses Gutachten war bereits länger als ein
Jahr zuvor, im April 2001, von strahlenbiologischen Experten aus dem In-
und Ausland und unter der Federführung des international renommierten und
habilitierten Kieler Strahlenbiologen Dr. A. Frederick G. Stevenson
fertiggestellt und an den Auftraggeber abgeliefert worden. Stevenson kommt
in dem Gutachten allerdings zu einer völlig anderen Bewertung als der
Staatssekretär Voigt. Am 13. August 2002 schließlich sind Teile des
Gutachtens in die Homepage des Ministeriums für Finanzen eingestellt
worden, die über http://www.landesregierung.schleswig-holstein.de
erreichbar ist. Es fehlen dort die drei Beiträge der Bremer Medizinphysikerin
Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake. Dazu eine Stellungnahme der Gesellschaft
für Strahlenschutz e.V..
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Stx376-377.2002.1-5.5
(5 Seiten)
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Leukämie
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Eine Bestrahlung
des Vaters vor der Befruchtung erhöht das Leukämie-Risiko der Kinder. Nach einer vorgeburtlichen Bestrahlung der Mutter (in utero) erhöht sich das Risiko des Kindes an Leukämie zu
erkranken. Dies gilt wissenschaftlich als unbestritten. Xiao Ou Shu von der Abteilung für
pädiatrische Epidemiologie der Universität Minnesota zeigte in ihren
Veröffentlichungen, daß auch die vorkonzeptionelle Bestrahlung des Vaters
das Risiko des Kindes erhöht, an Leukämie zu erkranken. Von Bettina Dannheim.
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Stx256-257.1997.2-4.3
(3 Seiten)
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Leukämie
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Alpha-Strahlung
mit verzögerter Wirkung. Eine neue, besonders
wirksame biogenetische Strahlenwirkung meint eine britische Forschergruppe
unter der Leitung von Eric G. Wright (Oxford) nachgewiesen zu haben. Der
durch Alpha-Partikel ausgelöste Effekt werde bereits bei niedrigen Dosen
wirksam und führe in bestrahlten Stammzellen des blutbildenden Systems zu chromosomalen Instabilitäten, die auf die Tochterzellen
übertragen und erst in späteren Zellgenerationen zu sichtbaren Zellschäden
führen können, erklären Wright und Mitarbeiter in ihrem Beitrag im
britischen Wissenschaftsmagazin Nature vom 20. Februar 1992 (Vol. 355). Ein
Bericht von Bernd Lehmann.
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Stx138-139.1992.5-7.3
(3 Seiten)
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Nervenschäden
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Nervenschäden
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Vorgeburtliche Strahlenbelastung beeinträchtigt schulische
Leistungen. Eine Studie von Ökonomen in Schweden
(Almond Douglas, Lena Eglund, Mårten
Palme, 2007) zeigt die Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung von
Kindern nach dem Tschernobyl-Fallout.
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Stx496-497.2007.10-11.2
(2 Seiten)
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Nervenschäden
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Berufliche
Strahlenbelastung: Tod durch Demenz nach Strahlenbelastung. Eine ältere Untersuchung unter weiblichen Atomarbeitern in
den USA hatte vermehrt Todesfälle durch Geistesstörungen gefunden, inklusive
Demenz. Im Oktober 2003 veröffentlichten Wissenschaftler der School of Medicine and Biomedical Sciences der
State University of New York/USA (R. F. Sibley,
B. S. Moscato, G. S. Wilkinson, N. Natarajan) im American Journal of
Industrial Medicine eine weitere Studie, die sich
mit der Wirkung von ionisierender Strahlung am Arbeitsplatz und anderen
Gefahren auf die Sterblichkeit an Demenz befaßt.
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Stx422-423.2004.2.1
(1 Seite)
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Nervenschäden
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Die Wirkung
der Bestrahlung auf die Entwicklung des Gehirns bei Embryo und Fetus. Radioaktive Bestrahlung macht dumm: "Aufgrund neuer
Erkenntnisse über die Entwicklung des Zentralnervensystems und neuer epidemiologischer
Daten von Überlebenden, die in Hiroshima und Nagasaki pränatal einer
ionisierenden Strahlung ausgesetzt waren, kann davon ausgegangen werden,
daß das Risiko für eine strahlenbedingte geistige Retardierung und einer
strahlenbedingten Verminderung der Intelligenz für den Menschen bei der
langen Entwicklungsperiode des Gehirns größer ist als bisher angenommen
wurde." So die amtlichen Übersetzer eines ICRP-Berichts von 1982, der
1995 auch in Deutsch erschien.
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Stx198-199.1995.9.1
(Kurzmeldung, 1 Seite)
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Nervenschäden
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Menschliche
Gehirnentwicklung und ionisierende Strahlung. Hiroshima, Nagasaki und
vorgeburtliche Hirnschäden. Während
die Erkenntnis von der krebserzeugenden Wirkung von Strahlung weit
verbreitet ist, finden bei der Gehirnentwicklung gesetzte Strahlenschäden
bisher kaum größere Beachtung in der Öffentlichkeit. Dabei sind sich
entwickelnde Nervenzellen besonders strahlenempfindlich, und zwar nicht nur
in der Frühschwangerschaft. Minderungen geistiger und körperlicher Fähigkeiten
sind jedoch später nur schwer zu deuten und werden nicht in jeder
Ausprägung gleich als Krankheit dargestellt. Seit 1976 gibt es Rechnungen,
nach denen die Neutronen der im August 1945 von den USA über der
japanischen Industriestadt Hiroshima abgeworfenen Atombombe weicher und
stärker abgeschirmt waren als vorher angenommen. Danach können Neutronen
nicht mehr in dem Maße wie vorher angenommen, für die Schadwirkungen im
sogenannten Niedrigdosisbereich verantwortlich gemacht werden. Auch die
Hiroshima-Strahlenschäden sind hauptsächlich auf locker ionisierende
Strahlung zurückzuführen. Diese Strahlung hat deutliche körperliche Schäden
im Niedrigdosisbereich bei den Atombombenüberlebenden zur Folge gehabt. Die
verstärkt seit Anfang der achtziger Jahre begonnene derartige (dosimetrische) Neubewertung und die Überprüfung und
Neubewertung klinischer Befunde über die Funktion des Nervensystems bei im
Mutterleib bestrahlten Kindern von Hiroshima und Nagasaki haben zu
schwerwiegenden Ergebnissen geführt. Der Heidelberger Arzt Karl Heinrich Adzersen beschreibt die Risiken, die während der
menschlichen Gehirnentwicklung durch ionisierende Strahlung bestehen, sowie
die Erkenntnisse über vorgeburtliche Hirnschäden in Hiroshima und Nagasaki,
und gibt eine zusammenfassende Übersicht über mögliche neurologische
Wirkungen von Strahlen auf den menschlichen Keimling in Abhängigkeit vom
Alter nach der Befruchtung. Mit ausführlicher Literaturliste.
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Stx22.1987.2,5.2
+ Stx23.1987.2,5,6.3 (5 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Anfang
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Niedrigdosis-
strahlung
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Buchmarkt: Schäden durch Röntgenstrahlung,
Radioaktivität und Hochfrequenzstrahlung. Unterschätzte Gesundheitsgefahren
durch Radioaktivität am Beispiel der Radarsoldaten. Zehntausende von
Soldaten und von Zivilangestellten wurden ab 1956 bei der Bundeswehr und
bei der Nationalen Volksarmee der DDR (NVA) in stationären und in mobilen
Anlagen mit einer Radarausrüstung eingesetzt. In den 1990er Jahren stellte
sich heraus, daß viele von ihnen früh verstorben waren oder an Erkrankungen
litten, die auf bis dahin unbeachtete Strahlenexpositionen zurückgeführt
wurden.
Walter Mämpel, Sebastian Pflugbeil, Robert Schmitz, Inge
Schmitz-Feuerhake: Unterschätzte Gesundheitsgefahren durch Radioaktivität
am Beispiel der Radarsoldaten; Bund zur Unterstützung Radargeschädigter
e.V., Gesellschaft für Strahlenschutz e.V., Berichte des Otto Hug
Strahleninstituts, ISSN 0941-0791, Bericht Nr. 25, 2015, 208 S., EUR 9,80.
Bestellungen
über den Buchhandel oder bei der Geschäftsstelle der Gesellschaft für
Strahlenschutz e.V. (ingesf@uni-bremen.de).
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Stx688-691.2015.20-21.2
(2 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Nicht-Krebserkrankungen durch ionisierende Strahlen:
Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch ionisierende Strahlen. Neuere
Erkenntnisse über Effekte bei niedriger Dosis und chronischer Exposition. Bis vor wenigen Jahren wurden offiziell nur
Krebserkrankungen und genetische Schäden als Niederdosiseffekte
ionisierender Strahlung für möglich gehalten. Die vorliegende Arbeit
enthält eine Einführung in den gegenwärtigen Erkenntnisstand über andere
strahlenbedingte Erkrankungen, die bei niedriger Dosis zu erwarten sind:
bei beruflich Strahlenexponierten, nach Umweltkontaminationen und durch
diagnostische Expositionen. Es zeigt sich, dass das bislang bevorzugte
Referenzkollektiv zur Beurteilung von Strahlenschäden, die
Atombombenüberlebenden von Hiroshima und Nagasaki, für nicht-karzinogene
Krankheiten im Falle chronischer oder fraktionierter Expositionen
ungeeignet ist. Dieses wird anhand der Ergebnisse über
Herz-Kreislauf-Erkrankungen dargestellt.
In der Fachwelt
wurde der relativ hohe Dosisgrenzwert für beruflich strahlenexponierte
Personen von 100 Millisievert (mSv) innerhalb von 5 Jahren früher damit
gerechtfertigt, dass die Strahlenrisiken konservativ abgeschätzt und
statistisch erkennbare Effekte in diesem Dosisbereich nicht zu erwarten
seien. Dies trifft jedoch auch für Krebserkrankungen nicht zu, ohne dass
diese Erkenntnisse bislang die unzureichende Anerkennung berufsbedingter
Erkrankungen verbessert hätten. Die nun evidenten zusätzlichen Gefährdungen
durch ionisierende Bestrahlungen am Arbeitsplatz machen eine diesbezügliche
Revision der Berufskrankheitenverordnung umso
dringender erforderlich.
Von Inge
Schmitz-Feuerhake und Sebastian Pflugbeil, für Gesellschaft für
Strahlenschutz e.V. und Bund zur Unterstützung Radargeschädigter e.V.
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Stx628-629.2013.6-12.7
(7 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Krebshäufigkeit in Gegenden mit erhöhter natürlicher Hintergrundstrahlung. In einer kürzlich veröffentlichten epidemiologischen Studie
aus China finden die Autoren keinen Zusammenhang zwischen
Krebssterblichkeit (Mortalität) und natürlicher Hintergrundstrahlung. Auch
eine Studie aus Kerala, Südindien, fand keinen
Anstieg der Krebserkrankungshäufigkeit (Inzidenz) mit der
Hintergrundstrahlung. Die vorliegende Reanalyse
der Daten aus den beiden Studien ergibt jedoch genau das Gegenteil: einen
signifikanten Anstieg der Krebsrate mit der Höhe der Hintergrundstrahlung.
Von Dr. Alfred Körblein.
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Stx604-605.2012.1-3.3
(3 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Strahlenwirkungen:
Überlegungen zur biologischen
Wirkung von Neutronenstrahlung und deren Bewertung. Durch den politisch
beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie sind die Entsorgungsprobleme
verbrauchter Kernbrennstoffe bei weitem nicht gelöst. Das durch das
Zwischenlagern und den Transport von Castorbehältern bedingte Problem der
Strahlenbelastung besteht weiterhin. Die Bewertung der aus einem solchen
Behälter austretenden Strahlung (Neutronen- und Gamma-Strahlung) war und
ist nach wie vor umstritten. Es ist daher angebracht, erneut das von
Neutronenstrahlung ausgehende Risiko zu diskutieren. Von Wolfgang Köhnlein.
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Stx602-603.2012.10-13.pdf
(4 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Der lange Abschied von der unschädlichen Dosisschwelle. Anerkannte
Strahleneffekte im Niederdosisbereich und ausstehende Korrekturen. Bereits vor langer Zeit wurde das Prinzip des
„stochastischen“ Schadens für strahlenbedingte Krebs- und Erbkrankheiten
von der internationalen Strahlenschutzkommission ICRP eingeführt. Es sollte
den als eher unwahrscheinlich beschriebenen Ernstfall zur sicheren Seite
hin abdecken, indem zugestanden wurde, dass ein einzelnes Strahlenquant im
Prinzip einen gravierenden Spätschaden auslösen kann. Grenzwerte mussten
seitdem stets mit einem entsprechend hohen gesellschaftlichen Nutzen
gerechtfertigt werden, da sie reale Schadensfälle zuließen. Anwender und
etliche Standesorganisationen sind bis heute gegen dieses Prinzip Sturm
gelaufen und nach Fukushima wurde vielstimmig die Behauptung lanciert,
unter 100 Millisievert (mSv) seien keine statistisch erkennbaren Schäden
möglich. Demgegenüber liegen Evidenzen aus den Bereichen vorgeburtliche
Röntgendiagnostik, Folgen bei den japanischen Atombombenüberlebenden, Radon
in Häusern und berufliche Expositionen vor, die man heute als den
akzeptierten Stand der Erkenntnis ansehen muss. Hinzu kommen als Beleg für
die Wirksamkeit chronischer Expositionen durch Umweltradioaktivität die
Befunde am Fluss Techa im Südural,
wo die Bevölkerung durch die Emissionen der Plutoniumaufarbeitungsanlage Mayak kontaminiert wurde. Umwelteffekte durch andere
kerntechnische Anlagen werden jedoch weiterhin offiziell geleugnet.
Nachgewiesene Spätfolgen diagnostischer Bestrahlungen von Kindern und
Erwachsenen werden nach wie vor ignoriert. Außerdem werden eine ganze Reihe
von strahlenbedingten Nicht-Krebserkrankungen, genetischen und teratogenen
Schäden nicht berücksichtigt, die insbesondere nach dem Tschernobylunfall
auffällig geworden sind. Von Inge Schmitz-Feuerhake, Gesellschaft für
Strahlenschutz e.V.
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Stx602-603.2012.4-10.7 (7 Seiten)
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Here you will find in Japanese the critique of the assertion, that radiation effects
are not observable below 100 Millisievert:
「無害な放射線閾値」からの時間のかかる決別
低線量領域内で認知されている放射線の影響と残された修正点
The
paper was written by Dr. Inge Schmitz-Feuerhake of the German Society for Radiation
Protection, professor of physics at the university
of Bremen, Germany
(retired). The Japanese translation was accomplished by a member of ACSIR
(Association of Citizens and Scientists Concerned about Internal Radiation
Exposure), Japan.
Shortened form in English
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Niedrigdosis-
strahlung
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Fertilitätsstörungen beim Mann durch ionisierende Strahlung
und Mikrowellen. Dauerhafte Einschränkungen der
Zeugungsfähigkeit durch Expositionen mit ionisierender Strahlung zählen zu
den deterministischen Strahlenschäden, die eine hohe Organdosis erfordern.
Die internationalen Strahlenkomitees ICRP und UNSCEAR verharren in der
Vorstellung, dass die Mindestdosis im Falle einer chronischen Belastung
noch viel höher sein muss als bei einer akuten, das heißt einmaligen Kurzzeitbestrahlung. Spätestens seit
Tschernobyl ist diese Schlussfolgerung überholt. Chronische
Strahlenbelastungen im mittleren und unteren Dosisbereich, wie sie
beruflich bedingt vorkommen, führen ebenfalls zu bleibenden
Fertilitätsstörungen. Auch Mikrowellen können nach neueren Erkenntnissen
die Zeugungsfähigkeit herabsetzen. Von Inge Schmitz-Feuerhake
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Stx594-595.2011.5-6.2
(2 Seiten)
Zu den
Originalseiten im pdf-Format
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Niedrigdosis-
strahlung
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Schon geringe Strahlendosen gefährden das Herz. Bereits geringe Mengen von Strahlung können kardiovaskuläre
Erkrankungen verursachen und mit der Dosis steigt auch das Risiko. Zu
diesem Ergebnis kommt eine im Oktober 2009 veröffentlichte Untersuchung von
Epidemiologen des Imperial
College London.
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Stx550-551.2009.3-4.2
(2 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Die Induktion gutartiger Tumore durch ionisierende Strahlung
– ein vernachlässigtes Kapitel von Strahlenrisikobetrachtungen. Die Induktion gutartiger (benigner) Tumore durch
ionisierende Strahlung ist ein vernachlässigtes Thema von
Strahlenrisikobetrachtungen, da internationale Strahlenschutzgremien als
Kriterium zur Empfehlung von Grenzwerten und von Schutzmaßnahmen
ausschließlich die Wahrscheinlichkeit von Krebserkrankungen zu Grunde
legen. In der Berufskrankheitenverordnung stehen
die gutartigen Tumore nicht auf der Liste anzuerkennender Strahlenschäden,
obwohl auch diese zu erheblichen Beeinträchtigungen der Gesundheit bis hin
zur Berufsunfähigkeit führen können. Es ist daher erforderlich, die Befunde
im Niederdosisbereich und Erkenntnisse über Dosiswirkungsbeziehungen in die
Risikobetrachtungen einzubeziehen. Die Internationale
Strahlenschutzkommission (ICRP), auf deren Empfehlungen die deutsche
Strahlenschutzverordnung im wesentlichen basiert,
listet die benignen Tumore unter den zu beachtenden Strahlenschäden bei
niedriger Dosis nicht auf. Weitere wissenschaftliche Einrichtungen, die
international große Beachtung finden und regelmäßig Beurteilungen von
Strahlenrisiken veröffentlichen, sind das UNSCEAR-Komitee (United Nations Scientific Committee
on the Effects of Atomic Radiation) und
dasjenige der U.S.-amerikanischen Academy of Sciences BEIR (Biological Effects
of Ionizing Radiation).
Letzte haben in ihren früheren Reports auch die
historischen Befunde über benigne Tumore in verschiedenen Körpergeweben,
die nach Strahlentherapie aufgetreten sind, aufgeführt. Im Bericht des
BEIR-Komitees von 2006 werden in einem Kapitel „Benign
Neoplasms“ mehrere große Studien ab 1992 zitiert,
unter anderem die Ergebnisse über Tumore des Zentralnervensystems (ZNS) bei
den Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. In einer
Zusammenfassung für die Öffentlichkeit heißt es dazu (BEIR VII): „Radiation
exposure has also been shown to increase risks of some
benign tumors, but data are inadequate
to quantify this risk.“ Die Einschätzung,
dass das Risiko nicht quantifiziert werden kann, entspricht allerdings in
weiten Teilen nicht dem Stand der Wissenschaft. Von Inge Schmitz-Feuerhake.
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Stx548-549.2009.1-5.5
(5 Seiten)
Zu den
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Niedrigdosis-
strahlung
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Kinderkrebs
um Atomkraftwerke: „Das Ergebnis der
KiKK-Studie verlangt eine kritische Überprüfung
der Annahmen und Modelle des Strahlenschutzes“. Eine ausführliche Darstellung
und Betrachtungen zur Bedeutung der Fall-Kontrollstudie des Mainzer
Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken in
Deutschland (KiKK-Studie von Ende 2007 hat jetzt
Rudi H. Nussbaum, emeritierter Professor der Physik an der Portland State
University in Oregon (USA), in der Juli/September-Ausgabe 2009 des
International Journal of Occupational
and Environmental Health
veröffentlicht. Nussbaum stellt die Studie im Kontext anderer aktueller
wissenschaftlicher Arbeiten dar und befaßt sich
ausführlich mit der unverständlichen Schlußfolgerung
der Autoren der KiKK-Studie (Kaatsch,
Spix, Schmiedel, Schulze-Rath, Mergenthaler und Blettner), daß Radioaktivität als Ursache für die
vermehrten Krebserkrankungen von Kindern in der Umgebung von
Atomkraftwerken grundsätzlich auszuschließen sei. „Diese nicht
gerechtfertigte Schlußfolgerung illustriert die
Dissonanz zwischen Annahmen und Beweisen“, kommentiert Nussbaum und rügt,
daß der „gegenwärtige Kenntnisstand der Radiobiologie“ in seiner am
weitesten verbreiteten Version eine ganze Reihe radiobiologischer und dosimetrischer Faktoren nicht zur Kenntnis nimmt.
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Stx544-545.2009.2-3.2
(2 Seiten)
Zu den
Originalseiten im pdf-Format
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Niedrigdosis-
strahlung
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23 Jahre
nach Tschernobyl: Weniger und mißgebildete Insekten und Vögel. Die ökologischen
Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die sich Ende dieses
Monats zum 23. Mal jährt, sind größer als früher angenommen und erhofft.
Die freigesetzten Radionuklide dezimieren auch weiterhin Insekten und
Spinnen. Und mißgebildete Insekten sind auch
schon im Normalbetrieb von Atomkraftwerken deutlich vermehrt in deren
Umgebung zu finden. (A. P. Møller, T. A. Mousseau 2009; C. Hesse-Honegger, P. Wallimann 2008)
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Stx534-535.2009.1-2.2
(2 Seiten)
Zu den
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Niedrigdosis-
strahlung
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Strahlenbiologie:
Für Auger-Elektronen
aussendende Radioisotope lassen sich keine Werte für die dosisabhängige
relative biologische Wirksamkeit (RBW-Werte) angeben. Das Bild von
sogenannten Auger-Elektronen emittierenden
Radioisotopen in der Strahlenbiologie beginnt sich zu wandeln und in jedem
Fall zu differenzieren. Wegen unerwarteter experimenteller Ergebnisse
ließen sich keine Werte für das Konzept der dosisbasierten relativen
biologischen Wirksamkeit (RBW-Werte) bestimmen. Derartige Angaben müssen
nun mit großem Vorbehalt betrachtet werden. Das erklären die Autoren des im
Mai 2008 in der Schriftenreihe Reaktorsicherheit und Strahlenschutz des
Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
veröffentlichten Abschlußberichtes (BMU-2008-712)
über „Untersuchungen der Auger-Emitter abhängigen
biologischen Wirksamkeit zur Ermittlung des Strahlungs-Wichtungsfaktors
für Auger-Elektronen“ am Forschungszentrum
Jülich. (F.A.H. Schneeweiss, A. Turtoi, E. Pomplun, G. Sutmann,
2008)
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Stx514-515.2008.2-3.2
(2 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Epidemiologie:
Atomarbeiter haben ein erhöhtes
Infarktrisiko. Einer von britischen Wissenschaftlern (McGeoghegan et al.) erstellten und im März 2008
veröffentlichten Studie über Angestellte von britischen Atomanlagen zufolge
gibt es einen Zusammenhang zwischen erhöhter Strahlenbelastung und der
Sterblichkeit (Mortalität) an Kreislauferkrankungen.
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Stx510-511.2008.4.1
(1 Seite)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Tschernobyl-Folgen: Artenvielfalt und Populationsdichte
von Vögeln nehmen mit höherer Strahlung ab. Im Sommer 2007 haben A. P. Møller (Curie-Universität Paris) und T. A. Mousseau (University of South
Carolina) eine Arbeit über Waldvögel in der Umgebung des Atomkraftwerks
Tschernobyl vorgelegt, die die weitverbreitete Meinung angreift, daß die
Sperrzone um Tschernobyl ein blühendes Naturschutzreservat sei, in dem man
seit Jahren zunehmend den herrlichsten Wildarten begegnen könne.
Tatsächlich kann einem dort ein großer Elch oder ein Bär über den Weg
laufen. Untersucht man aber die Situation genauer, ergibt sich ein ganz
anderes Bild. Es gibt bisher kein standardisiertes Vorgehen, wie man die
Auswirkungen von Radioaktivität auf gewöhnliche Tiere untersuchen sollte,
deshalb blieb bisher die Frage nach den ökologischen Folgen der
Radioaktivität unbeantwortet. Die Autoren haben sich nun der Artenvielfalt
und Populationsdichte von Waldvögeln gewidmet.
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Stx498-499.5.1
(1 Seite)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Partikelförmiges abgereichertes
Uran ist für menschliche Lungenzellen zytotoxisch und verursacht
Chromosomenbrüche. Abgereichertes Uran (DU) wird häufig in militärischen Waffen und Munition eingesetzt.
Deshalb sind ihm Soldaten und unbeteiligte Zivilisten vermutlich häufig und
weiträumig ausgesetzt. DU wird zwar für ein menschliches Karzinogen
gehalten, das die Bronchialzellen der Lunge angreift, Untersuchungen
darüber gibt es aber kaum. Sandra S. Wise vom Wise Laboratory of Environmental and Genetic Toxicology der
University of Southern Maine in Portland (USA)
und Kollegen haben deshalb die Zytotoxizität und die Chromosomenbrüche
verursachenden (klastogenen) Eigenschaften von
sowohl partikelförmigem (wasserunlöslichem) und wasserlöslichem DU in
menschlichen bronchialen Fibroblasten (WTHBF-6-Zellen) bestimmt.
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Stx492-493.2007.4.1
(1 Seite)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Elektronen mit geringer Energie wirken mehr. Biochemiker
erforschen, auf welche Weise Elektronen mit geringer Energie Zellen
zerstören. Bei der Strahlentherapie wird
energiereiche Strahlung örtlich begrenzt auf jenen Bereich im Körper
gerichtet, in dem sich der Tumor befindet. Durch Schädigungen der
Erbsubstanz (DNA) sollen die bösartigen Tumor-Zellen absterben. Leider
wirken die eingesetzten Strahlen aber nicht nur auf die DNA der
Tumorzellen. Auch das umliegende, gesunde Gewebe wird durch die Bestrahlung
geschädigt. In den vergangenen Jahrzehnten beschäftigten sich deshalb zwar
zahllose Forschungsprojekte mit dem Thema Strahlenschäden und
Strahlentherapie. Welche molekularen Prozesse diese Schäden jedoch
auslösen, war bislang weitgehend unbekannt. „Die Rolle von sogenannten
sekundären Elektronen, die bei der Bestrahlung auftreten, war kaum
erforscht“, erklärte Professor Dr. Eugen Illenberger
vom Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität Berlin. Den
Elektronen mit geringer Energie komme eine Schlüsselrolle zu.
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Stx484-485.2007.5,6.2
(2 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Kombinierte Effekte von ionisierender Strahlung und Arsen. In menschlichen Zellen konnte die Wirkung von Strahlung und
Arsen und vor allem das Zusammenwirken beider Noxen auf die Proteinbildung
nachgewiesen werden. Eiweiße, die in wichtige Stoffwechsel- und
Regulationswege eingebunden sind, können auf diese Weise zu Störungen in
der Zelle führen. Eine Untersuchung im Fachbereich Strahlenschutz und
Gesundheit des Bundesamtes für Strahlenschutz (Sabine Hornhardt et al., BfS).
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Stx484-485.2007.4,5.2
(2 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Übersicht zu den Langzeitfolgen von chronischer
Niederdosisbestrahlung. Von Prof. Dr. Inge
Schmitz-Feuerhake, Köln, Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. Die Internationale
Strahlenschutzkommission (ICRP) hat quantitative Angaben über die
gesundheitlichen Folgen gemacht, die bei Exposition einer Bevölkerung mit
niedrigen Strahlendosen zu erwarten sind. Sie wurden von den Befunden bei
den japanischen Atombombenüberlebenden abgeleitet und beziehen sich auf
drei Gruppen von Effekten: 1. genetische Erkrankungen bei den Nachkommen,
2. Krebssterblichkeit, 3. Entwicklungsstörungen durch Exposition im
Mutterleib. Zahlreiche Beobachtungen in kontaminierten Regionen zeigen, daß
die ICRP-Risikofaktoren die Schäden durch chronische Niederdosisbestrahlung
nach Inkorporation radioaktiver Strahler um Größenordnungen unterschätzen.
Alternativ werden die Abschätzungen des European Committee
of Radiation Risks ECRR
empfohlen.
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Stx460-461.2006.1-5.5
(5 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Strahleninduzierte
Katarakte (Grauer Star) als Folge berufsmäßiger Exposition und beobachtete
Latenzzeiten. Mitglieder
der Gesellschaft für Strahlenschutz sind in letzter Zeit immer häufiger mit
Fällen von Katarakterkrankungen befaßt worden,
die bei beruflich Strahlenexponierten aufgetreten sind. Diese waren
entweder im Uranbergbau bei der ehemaligen SDAG Wismut beschäftigt oder mit
Radaranlagen der Bundeswehr oder der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR.
Eine Berufsbedingtheit wurde von der Bergbau-Berufsgenossenschaft bzw. der
Bundeswehr entweder mit Hinweis auf eine zu kleine Dosis und/oder das
Fehlen der typischen Latenzzeit abgelehnt. Diese Auffassungen sind anhand
des wissenschaftlichen Erkenntnisstandes nicht haltbar. Eine
Literaturstudie von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake und Dr. Sebastian
Pflugbeil, Gesellschaft für Strahlenschutz e.V..
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Stx456-457.2006.1-7.7
(7 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Gesundheit
und Atomanlagen.
Bereits die Kernschmelze 1979 im AKW Three Mile
Island bei Harrisburg / USA hatte Folgen wie
heute die von Tschernobyl. Auch das radioaktive Inventar des Reaktorkerns
war verschwunden. Ein Beitrag von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake.
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Stx452-453.2005.2-5.4
(4 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Die
Gesundheitseffekte von Niedrigdosisstrahlung; Mechanismen und Befunde: Den Petkau-Effekt vergessen. Speziell die genomische
Instabilität und den "Bystander Effekt"
beschreibt Dr. Chris Busby, Liverpool/
Großbritannien, als neue Entdeckungen in der Radiobiologie, die "aus
Wegspuren zur Zelle" folgen – mit stark überlinearen
Dosis/Wirkungs-Beziehungen und stärkeren Wirkungen bei niedrigen Dosen
(Strahlentelex 418-419 vom 3. Juni 2004, Seite 3). Das ist zwar grundsätzlich
richtig, doch der zugrundeliegende Petkau-Effekt
wird nicht erwähnt und auf ungenügend erforschte "Wegspuren"
reduziert, merkt Ralph Graeub, Langnau/Schweiz,
dazu kritisch an.
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Stx422-423.2004.5,6.2
(2 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Strahlenwirkungen:
"Was wir wissen" sollen. 15
internationale Strahlenforscher und Epidemiologen
versuchten sich an einem Wissenskanon über die Wirkung von
Niedrigdosisstrahlung und blenden ihnen nicht passende Wahrheiten einfach
aus. Unter dem Titel "Krebsrisiko bei niedrigen Dosen ionisierender
Strahlung: Eine Zusammenstellung über das was wir wirklich wissen"
beschreiben 15 weltweit namhafte Strahlenforscher und Epidemiologen
in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) vom 25. November 2003 ihren
Erkenntnisstand und erheben den Anspruch, damit einen allgemein
verbindlichen Wissenskanon vorzugeben.
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Stx408-409.2004.2.1
(1 Seite)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Strahlenwirkung:
Schwache Röntgenstrahlung kann die Erbsubstanz nachhaltiger schädigen als
angenommen. Das Reparatursystem versagt. Schwache
Röntgenstrahlen können das Erbmolekül DNA nachhaltiger schädigen als
bislang angenommen. Zwar greifen sie das Erbgut zunächst nicht so sehr an
wie starke Strahlen, doch dafür können sich leicht beschädigte Zellen
wesentlich schlechter regenerieren als stark beschädigte. Das folgt aus
einer Studie von Biophysikern an der Universitätsklinik des Saarlandes in
Homburg.
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Stx392-393.2003.6,7.2
(2 Seiten)
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+ Stx394-395.2003.7.1
(1 Seite)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Strahlenwirkungen:
Mehr Mutationen nach Atomtests in Kasachstan. Die russischen Atombombentests im kasachischen Semipalatinsk haben das Risiko von Erbschäden bei den
Anwohnern nahezu verdoppelt. Das haben Wissenschaftler aus Großbritannien,
Finnland und Kasachstan um Juri Dubrova von der
University of Leicester jetzt bei 40 Familien
nachgewiesen, die in der Nähe des Testgeländes leben. Die Betroffenen, die
in Jahren von 1949 bis 1956 dort dem radioaktiven Fallout von vier
oberirdischen Atombombentests ausgesetzt waren, trugen dem jetzt
veröffentlichten Bericht in dem Wissenschaftsmagazin Science (Bd. 295, S.
1037, 2002) in ihren Blutzellen deutlich mehr Mutationen in sich, die sie
an ihre Kinder vererbten, als Vergleichspersonen.
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Stx364-365.2002.5,6.2
(2 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Strahlenwirkungen:
Chromosomale Schäden nach chronischer Belastung
durch Niedrigdosisstrahlung. Beruflich Strahlenbelastete sind besonders
gefährdet. Bei im Gesundheitswesen
Tätigen mit chronischen Belastungen durch Niedrigdosisstrahlung sind
gehäuft Chromosomen-Aberrationen und Vertauschungen bei
Schwesterchromatiden der Chromosomen zu finden. Das berichten Dr. Elza
Sakamoto-Hojo von der Universität São Paulo in
Brasilien und Kollegen in der Dezember-Ausgabe 2001 der Zeitschrift Teratogenesis, Carcinogenesis
and Mutagenesis
(2001;21:431-439). Chromosomale Aberrationen sind
mit Prozessen der Krebsentstehung gekoppelt erklären die Autoren. So könne
die zunehmende Anwendung von ionisierender Strahlung Grund für zunehmende
genetische Instabilität und entsprechende gesundheitliche Folgen bei
Beschäftigten in der Radiologie und Nuklearmedizin sein. Die Studie zeigt,
daß Beschäftigte, die beruflich niedrig dosierter Gamma- und/ oder
Röntgenstrahlung ausgesetzt sind, eine höhere Zahl von Chromosomenschäden
aufweisen als vergleichbare Kontrollpersonen, obwohl die anhand der personendosimetrischen Überwachung ermittelten
kumulierten absorbierten Dosen innerhalb der von der Internationalen
Strahlenschutzkommission (ICRP) etablierten Grenzen geblieben sind, schlußfolgern die Autoren.
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Stx362-363.2002.5.1
(1 Seite)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Strahlenwirkungen:
Vermehrt Chromosomenschäden und erhöhtes Krebsrisiko bei radonexponierten
Bergleuten. Wissenschaftler des National
Institute of Public Health
in Prag (Z. Smerhovsky et al., Mutat. Res. 2002 Feb. 15; 514 (1-2):165-176) haben die
Daten von über 1323 Zellproben (Untersuchungen von Chromosomen-Aberrationen
an Lymphozyten des peripheren Blutes) und 225 Personen ausgewertet, die
wegen beruflicher Radon-Exposition in einer Stärke von 1,7 bis 662,3 working level month (WLM) untersucht worden waren. Chromatidbrüche waren demnach die am häufigsten zu
beobachtenden Aberrationstypen, die statistisch signifikant mit der
Radonexposition korreliert waren. Auch korrelierte die Frequenz aberranter Zellen mit der Radonexposition. Rauchen und
Silikose waren demnach nicht mit den Ergebnissen der Zellanalysen
assoziiert. Eine Regressionsanalyse, so die Autoren, habe einen starken
statistischen Zusammenhang zwischen Krebshäufigkeit und der Häufigkeit von Chromatidbrüchen und aberranten
Zellen ergeben.
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Stx362-363.2002.5.1
(1 Seite)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Uranmunition:
Chromosomenschäden bei Golfkriegsveteranen nachgewiesen. Britische Soldaten, die in kriegerischen
Auseinandersetzungen mit Uranmunition (abgereichertes
Uran, DU) in Berührung gekommen waren, haben substantielle genetische
Schäden erlitten. Das ist Ergebnis einer neuen Untersuchung an acht
Veteranen der Konflikte am Golf 1991, in Bosnien und im Kosovo. Sie weisen
eine zehnfach höhere Zahl an deformierten Chromosomen auf, als im
Bevölkerungsdurchschnitt zu finden sind, verbunden mit einem entsprechend
höheren Risiko an Krebs zu erkranken und mißgebildete
Kinder zu zeugen. Das berichtete in der britischen Zeitung The Express (Dec. 24, 2001, p. 24) Dr. Albrecht Schott, emeritierter
Chemieprofessor an der Freien Universität Berlin, der die Untersuchung
koordiniert.
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Stx362-363.2002.5,6.2
(2 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Die
Schadwirkungen greifen von den getroffenen Zellen auf die benachbarten
über. Das lineare Dosis/Wirkungs-Modell unterschätzt die Effekte der
Niedrigdosisstrahlung. Das von
Niedrigdosisstrahlung ausgehende Gesundheitsrisiko ist bisher offenbar in
der Regel unterschätzt worden. Denn die Radioaktivität beschädigt nicht nur
diejenigen Zellen, die direkt von der Strahlung getroffen wurden, sondern
auch benachbarte Zellen. Das berichten amerikanische Wissenschaftler um Hongning Zhou und Tom K. Hei vom Zentrum für
Strahlenforschung der Columbia Universität in New York jetzt in der Ausgabe
der Proceedings der amerikanischen Nationalen
Akademie der Wissenschaften vom 4. Dezember 2001. Demnach ist jedenfalls
für die Beurteilung von Alphastrahlung die gegenwärtig vorherrschende
Modellannahme zu revidieren, daß die Krebsgefahr schwacher Strahlung um so niedriger ist, je weniger Zellen von radioaktiven
Strahlen getroffen werden. "Unsere Daten zeigen, daß einzelne Zellen
keineswegs der Angriffspunkt für die Strahlung sind", widersprechen die
Forscher.
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Stx360-361.2002.4.1
(1 Seite)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Es ist
bisher nicht gelungen, den tatsächlichen Mechanismus der Strahlenschädigung
aufzuklären. Strahlenbiologische Phänomene sind weitgehend ungeklärt. Trotz jahrzehntelanger aufwendiger Forschung ist es bisher
nicht gelungen, den tatsächlichen Mechanismus der Strahlenschädigung aufzuklären.
Fest steht, daß durch ionisierende Strahlung hochreaktive freie Radikale
erzeugt werden, die auf vielfache Weise lebenswichtige biomolekulare
Prozesse beeinflussen. Eine der bekannten Strahlungsnachwirkungen ist die
Veränderung prozesssteuernder Fermente und Enzyme. Sie beeinflussen Art und
Ablauf von biochemischen Vorgängen, die unser Leben und unsere
Persönlichkeit prägen. Das wohl wichtigste Biomolekül ist die für die
identische Reduplikation der Organismen verantwortliche DNA im Chromosomenbestand
der Zellkerne. Darauf weist Prof. Dr.rer.nat.
Rolf Bertram hin.
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Stx358-359.2001.11,12.2
(2 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Chromosomenschäden
bei Arbeitern der Rössing-Uranbergwerke in Namibia. Reinhard Zaire von der Abteilung für Hämatologie und
Onkologie des Berliner Universitätsklinikums Benjamin Franklin beschreibt
in dem von Martin Rasper herausgegebenen Buch
"Landräuber: Gier und Macht - Bodenschätze contra Menschenrechte"
zum ersten Mal in der Geschichte der Auseinandersetzung mit Rössing seine
Arbeit, die Chromosomenveränderungen in den weißen Zellen des Blutes der
Arbeiter bei langanhaltenden radioaktiven Niedrigstrahlung nachzuweisen.
Neu an dieser Untersuchung ist die ungewöhnlich breite und statistisch
eindeutige Materialbasis zum Nachweis der zellschädigenden Wirkung von
radioaktiver Niedrigdosisstrahlung.
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Stx218-219.1996.3,4.2
(2 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Die Widersprüche
in der Strahlenforschung werden immer auffälliger. Die Hinweise über die Gefährlichkeit selbst kleiner
Strahlendosen werden im Gegensatz zu den Verlautbarungen der drei
Wissenschaftskommissionen UNSCEAR, BEIR und ICRP ständig größer. Zu dieser
Einschätzung gelangen Rudi H. Nussbaum, Professor am Physics
Department der Portland State University/USA und Wolfgang Köhnlein, Professor am Institut für Strahlenbiologie
der Universität Münster/Deutschland, in einer im August 1994 in der
Zeitschrift Environmental Health Perspectives erschienenen Arbeit. Sie zeigen, daß wir
noch weit davon entfernt sind, mit den gängigen Vorstellungen über die
Strahlenwirkung alle beobachteten Effekte und auch die Leukämien erklären
zu können.
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Stx194-195.1995.2,3.2
(2 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Biologische
Dosimetrie. Zur Strahlenspezifität der
angewandten Biologischen Dosimetrie berichten Wolfgang Hoffmann und Inge
Schmitz-Feuerhake im Bericht Nr. 7 des Otto Hug Strahleninstituts.
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Stx170-171.1994.8.1
(Kurzbesprechung, 1 Seite)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Strahlenforschung:
Bedrohung des Lebens durch radioaktive Strahlung. Eine Renaissance
der Atomenergie kündigt sich an. Tschernobyl scheint vergessen zu sein. Die
Ängste der Bevölkerung vor einer Technologie, die der Mensch nicht
beherrschen kann, sind verdrängt, - überdeckt von von
ständig wechselnden vordergründigen Themen. Alle namhaften
Bürgerorganisationen, die sich um die globale Bedrohung des Lebens sorgen,
hatten im November 1991 nach Frankfurt am Main eingeladen. Auf dem
Symposium "Neues Atomgesetz - Letzte Rettung für die
Atomwirtschaft?" wollten sie mit den politisch Verantwortlichen über
die Gefahren der Atomenergie diskutieren. Doch die eingeladenen Minister
und Abgeordneten sagten ab, - teils erst am Vortage, nach anfänglicher
Zusage. Ihr Verhalten zeigt, wie ernst die Sorgen der Bevölkerung genommen
werden und wie groß das Bemühen ist, die komplexen Zusammenhänge bei den
Umweltschäden zu verstehen. Strahlentelex dokumentiert ein dort von
Professor Dr.med. Roland Scholz gehaltenes Referat zum neuesten Stand der
Strahlenforschung.
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Stx120-121.1992.1-4,9-12.8
(8 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Neue amerikanisch-deutsche
Studie beweist: Das Krebsrisiko durch Strahlen ist 10 mal größer als in den
Strahlenschutzbestimmungen angenommen.
Eine neue Auswertung der Originaldaten über das Strahlenrisiko der
japanischen Atombombenüberlebenden haben 1990 Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein, Universität Münster/Deutschland, und Prof.
Dr. Rudi H. Nussbaum, Portland State University Oregon/USA, vorgenommen.
Das entscheidende an dieser neuen unabhängigen Auswertung ist, daß es nun
auch im niedrigen Dosisbereich genügend Krebsfälle gibt, die eine
gesicherte Aussage über den Verlauf der Dosis-Wirkungs-Beziehung gestatten.
Danach gibt es für die immer noch von anderer Seite propagierten
Reduktionsfaktoren für die Wirkung niedriger Strahlendosen keine
wissenschaftliche Basis mehr.
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Stx90-91.1990.1,3-11.10
(10 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Tagung
Niedrigdosisstrahlung und Gesundheit: Strahlenschäden schon bei sehr
niedrigen Dosisleistungen. Strahlenschäden zeigen sich schon bei sehr niedrigen
Dosisleistungen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler anhand von
Laboruntersuchungen, Erhebungen in der Umgebung kerntechnischer Anlagen und
der Untersuchung von Auswirkungen des Unfalls von Tschernobyl in der
Bundesrepublik Deutschland. Auf einer vom Otto Hug Strahleninstitut Bonn
gemeinsam mit anderen vom 1. bis 3. November 1989 in der
rheinland-pfälzischen Kreisstadt Birkenfeld veranstalteten Tagung stellten
Mediziner, Strahlenbiologen und Physiker zum Teil neue Erkenntnisse vor.
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Stx70-71.1989.2,3.2
(2 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Biologische
Dosimetrie: "Gerichtsfester" Nachweis von Strahlenbelastungen.
Als "gerichtsfest" gilt das Verfahren der Biologischen Dosimetrie
zum Nachweis von Strahlenbelastungen beim Verdacht auf Strahlenschäden.
Allerdings: Die Empfindlichkeit des Verfahrens erlaubt noch nicht den
Nachweis eines Tschernobyl-Effektes und im Falle eines vermuteten
Strahlenschadens muß die Biologische Dosimetrie
unbedingt vor dem Beginn einer chemotherapeutischen und/oder radiologischen
Behandlung durchgeführt werden. Jürgen Weber, der im Institut für
Strahlenbiologie der Universität Münster die Biologische Dosimetrie
durchführt, beschrieb das Verfahren am 2. November 1989 auf der Tagung
Niedrigdosisstrahlung und Gesundheit in Birkenfeld und machte Angaben zu
dessen Anwendbarkeit.
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Stx70-71.1989.8,9.2
(2 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Dokumente: Die
Schädlichkeit selbst geringster Strahlendosen war bereits 1947 inoffiziell
anerkannt. Selbst kleinste Strahlendosen können Schäden verursachen. Es
gibt keine Grenze, unterhalb der keine Schäden ausgelöst werden. Diese erst
Mitte der sechziger Jahre auch als allgemeine wissenschaftliche Lehrmeinung
übernommene Erkenntnis war bereits 1947 bekannt. Das ergibt sich aus einem
1989 von Irene Noll in der Broschüre "Atomopfer berichten" der
Öffentlichkeit zugänglich gemachten Dokument des britischen Medical
Research Council (MRC).
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Stx52.1989.5.1
(1 Seite)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Japan: Mehr
Chromosomenschäden bei Atomarbeitern. Bei Beschäftigten japanischer
Atomkraftwerke wurden nach einer Meldung der japanischen Tageszeitung
"Mainichi Shimbun" vom 30. Januar 1989
fast doppelt soviel geschädigte Chromosomen
gefunden wie beim Menschen sonst üblich.
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Stx52.1989.6.1
(Kurzmeldung, 1 Seite)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Großbritannien:
Deutlich erhöhtes Krebsrisiko für Kernenergie-Arbeiter. Nach ihrem
überdurchschnittlichen Gesundheitszustand werden Beschäftigte in Anlagen der
Kernenergie-Wirtschaft bei ihrer Einstellung ausgewählt. Spätestens nach
zehn Jahren ist dieser Vorteil jedoch verloren. Von über 22.000 zwischen
1951 und 1982 in der Atomwaffenfabrik Aldermaston
in Südostengland und einigen angegliederten Betrieben Beschäftigten, waren
im Jahre 1982 3.115 gestorben, davon 865 (28 Prozent) an Krebserkrankungen.
(V. Beral et al., 1988)
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Stx52.1989.6.1
(1 Seite)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Der Instinkt
von Herdentieren. Rechtliche und ethische Aspekte der Kernenergie am
Beispiel möglicher Folgen von Niedrigstrahlung. Die Auseinandersetzung um die Nutzung der Atomenergie hat
viele Seiten. Berührt sind energiewirtschaftlche,
Sicherheits- und Sicherungsfragen und unter anderem auch Fragen der
biologischen Wirkung von Radioaktivität. Dr. Gustav W. Sauer aus der
Wiesbadener Staatskanzlei des Hessischen Ministerpräsidenten, führte Ende
Februar 1988 in Münster auf dem Symposium über die Wirkung niederer Strahlendosen
eine Sichtweise vor, die bewußt über die
naturwissenschaftliche Faktenmitteilung hinausgeht. Allein die Tatsache,
daß über die Folgen der Niedrigstrahlung bisher keine überwiegende
Übereinstimmung besteht, vor allem hinsichtlich der Folgen für die Nutzung
der Kernenergie, zeige - so Sauer - die Erforderlichkeit auf, den
naturwissenschaftlichen Erkenntnisrahmen in rechtliche, rechtspolitische
und ethische Bereiche einzuordnen. Eine umfassende Beurteilung gelinge dann
und nur dann, wenn die Naturwissenschaften lernten, "in jenem
Urschlamm herumzuwaten, der als interdisziplinäre
Forschung bekannt ist". In dem Versuch, geistes- und
naturwissenschaftliche Analyseverfahren zu vereinen, unterscheide er sich
gerade von denjenigen - in Sonderheit: syndikalistisch geprägten
Betriebsräten von Nuklearanlagen -, die meinen, uns alle über die ethische
und moralische Vertretbarkeit oder Verantwortbarkeit
der Kernenergie belehren zu können, ohne sich entsprechender Mühen der
Analyse befleißigt zu haben, erklärte Sauer.
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Stx32.1988.1,2,5,6.4
+ Stx33.1988.1,2,5,6.4 (8 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Strahlenschäden:
Radikale Wirkungen geringer Strahlendosen. Geringe Strahlendosen über
lange Zeiträume verursachen mehr Zellschäden als höhere Dosen in kurzen Wirkzeiträumen.
Strahlenwirkungen auf den Zellkern mit seiner Erbmasse stehen meist im
Vordergrund bei der Betrachtung von Strahlenschäden. Forschungen stützen
jedoch die Annahme, daß eine von der Strahlendosisleistung abhängige
indirekte Schädigung der Zellmembranen über chemische Wirkungen im
niedrigen Dosisbereich sehr viel bedeutender ist. Bereits 1972 machte der
kanadische Wissenschaftler A. Petkau an
künstlichen Zellmembranen die Entdeckung, daß geringe Strahlendosen über
längere Zeiträume größere zerstörerische Wirkungen ausüben können, als
höhere Dosen über kurze Wirkzeiträume. 1986 stellte Professor Dr. J. Kiefer
vom Strahlenzentrum der Universität Gießen für strahlenverursachte
Veränderungen im Erbgefüge (Mutationen) vergleichbare Effekte an Kulturen
von Hamsterzellen vor. Am 26. Februar 1988 berichtete er auf einem
internationalen Symposium in Münster von ergänzenden Untersuchungen an
menschlichen Zellen. Beim Versuch, solche Effekte zu erklären, wird um die
Wirkung sogenannter freier Sauerstoffradikale aus der Radiolyse
des Zellwassers gestritten, mit der sich solche Erscheinungen gut deuten
ließen. Die mit dem Namen Petkau zu verbindenden
Effekte stehen im Gegensatz zu den Annahmen internationaler und nationaler
Strahlenschutzgremien wie ICRP und SSK, die bei ihren Risikoabschätzungen
von einem linearen Zusammenhang zwischen Strahlendosis als Ursache und
schädigender Wirkung ausgehen. Vielmehr deutet alles daraufhin,
daß die Kritiker recht behalten, die mit Hilfe statistischer Überlegungen
seit langem einen überlinearen Zusammenhang und damit eine stärkere
Schadwirkung im sogenannten Niederdosisbereich begründen.
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Stx28.1988.1,2,5.3
(3 Seiten)
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Niedrigdosis-
strahlung
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Vorgeburtliche
Strahlenschäden. Zurückhaltendes Schweigen
bis Ablehnung sind Reaktionen auf Fragen nach dem Auftreten von
Fehlgeburten und Mißbildungen in der Folge des
Unglücks von Tschernobyl. Unmittelbare gesundheitliche Schädigungen durch
Niedrigdosisstrahlung werden meist bestritten. Beobachtungen über Häufungen
von Fehlgeburten und Mißbildungen werden nicht
nach außen getragen, mit der Begründung, sie seien nicht unbedingt
statistisch bedeutsam. Das mag richtig sein. Erst das Zusammentragen
solcher Informationen schafft jedoch die Möglichkeit für klare Aussagen.
Krebs stellt dabei nicht den Hauptanteil möglicher Strahlenschäden, sondern
gesundheitliche Beeinträchtigungen, die im Übergang zum
"Normalen" schwer abgrenzbar sind. Von Thomas Dersee.
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Stx4.1987.1,2.2
(2 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit /
Geschlechterverhältnis
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Zurück zum
Anfang
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Geschlechter-verhältnis
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Gesundheitsschäden bei Kernkraftwerken: Epidemiologische Auffälligkeiten um Kernkraftwerke: Synoptische
Analyse. Von Alfred Körblein. Seit
Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie
vor 3 Jahren wurden zwei weitere epidemiologische Studien veröffentlicht,
eine zu Fehlbildungen bei Neugeborenen um Kernkraftwerke und eine zum
Geschlechterverhältnis bei der Geburt um bayerische Kernkraftwerke. Beide
Studien bestätigen die bei der KiKK Studie
gefundene Abstandsabhängigkeit, wenn auch wegen kleiner Fallzahlen nicht
alle Einzelbefunde statistisch signifikant sind. Eine gemeinsame Analyse
der drei Datensätze mit einem nichtlinearen Abstandsmodell (Rayleighverteilung) ergibt eine hochsignifikante
Abstandsabhängigkeit des Risikos mit einem Maximum des Effekts zwischen 3
und 5 Kilometern.
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Stx576-577.2011.2-5.4 (4 Seiten)
Zu den
Originalseiten im pdf-Format
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Geschlechter-verhältnis
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Verlorene
Kinder. Die Geschlechtschance des Menschen bei der Geburt in Europa und in
den USA nach den oberirdischen Atomwaffentests und nach Tschernobyl. Seit der Entdeckung der Mutagenität von ionisierender Strahlung im
Tierexperiment wurden schädigende strahlengenetische Effekte auch beim
Menschen immer wieder in Betracht gezogen und untersucht. Während das
Wissenschaftliche Komitee der Vereinten Nationen für die Wirkung von
Atomstrahlung (UNSCEAR) noch im Jahre 2000 die Auffassung vertrat,
strahleninduzierte vererbbare Effekte beim Menschen seien bisher nicht
belegt, kann man solche Effekte nach dem Unfall von Tschernobyl mit
einfachen Mitteln eindeutig nachweisen. Die Ergebnisse von Scherb und Kollegen lassen bei Übertragung auf
vollständige Zeiträume und auf die gesamte Weltbevölkerung erahnen, dass
die Anzahl der verlorenen Kinder nach den globalen Freisetzungen
ionisierender Strahlung in der Größenordnung von mehreren Millionen liegen
könnte. Verschärft wird das Problem dadurch, dass auch strahleninduzierte
angeborene Fehlbildungen und Totgeburten nach Freisetzung von
Radioaktivität in die Biosphäre in etwa der gleichen Größenordung
von insgesamt mehren Millionen weltweit
langfristig aufgetreten sein könnten. Von Hagen Scherb
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Stx558-559.2010.1-4.4 (4 Seiten)
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Geschlechter-verhältnis
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Geschlechterverhältnis
bei der Geburt in Bayern nach Tschernobyl. Im Januar 1987, 9 Monate nach dem
Reaktorunfall von Tschernobyl, war das Verhältnis zwischen männlichen und
weiblichen Geburten (Geschlechterverhältnis bei der Geburt) in Bayern
signifikant um 5,5 Prozent gegenüber dem Trend der Jahre 1980 bis 1992
erhöht (p=0,0185). Außerdem zeigt sich in diesem Monat ein signifikanter
Anstieg des Geschlechterverhältnisses um 0,29 Prozent pro Kilobecquerel
Cäsium-137 pro Quadratmeter (kBq/m² Cäsium-137) Bodenbelastung (p=0,011).
Nach 1987 ist keine Abweichung des Geschlechterverhältnisses vom Wert vor
Tschernobyl für Bayern nachweisbar. Von Alfred Körblein.
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Stx556-557.2010.7-10.4 (4 Seiten)
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Säuglings-
sterblichkeit
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Säuglingssterblichkeit
und Geschlechterverhältnis nach den atmosphärischen Atomwaffentests. Die zeitlichen Trends der
Säuglingssterblichkeit in England und in Deutschland zeigen nach Beginn der
atmosphärischen Atomwaffentests auffällige Abweichungen von einem
gleichmäßig fallenden Verlauf. Mit Hilfe eines geeigneten
Regressionsmodells wird die Gesamtzahl der auf Grund des Fallouts der
Atomwaffentests zusätzlich gestorbenen Säuglinge zu 77.600 in England und
52.000 in Deutschland geschätzt. Ähnliche Abweichungen von einem glatten ungestörten
Verlauf finden sich auch im Verhältnis der Anzahl männlicher zu weiblicher
Geburten in England und den USA, nicht aber in Deutschland. Von Alfred Körblein
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Stx554-555.2010.1-5.5
(5 Seiten)
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Säuglings-
sterblichkeit
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Nur
mittelmäßig gesunde Kinder in Deutschland. Trotz wesentlich höherer Ausgaben
für das Gesundheitswesen wachsen Kinder in Deutschland unter schlechteren Bedingungen
auf als Kinder in Skandinavien oder Frankreich.
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Stx512-513.2008.7-8.2
(2 Seiten)
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Säuglings-sterblichkeit
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Säuglingssterblichkeit
nach Tschernobyl in skandinavischen Ländern. Von Alfred Körblein.
Nach Tschernobyl war die Säuglingssterblichkeit in Schweden wie auch in
Finnland und Norwegen hochsignifikant um 15,8 Prozent gegenüber dem Trend
der Jahre 1976 bis 2006 erhöht. Für 1987 bis 1992 errechnen sich insgesamt
1.209 zusätzlich gestorbene Säuglinge (95%-Vertrauensbereich: 875 bis
1.556).
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Stx510-511.2008.1-3.3
(3 Seiten)
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Säuglings-sterblichkeit
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Fünffach
höheres Krebsrisiko beobachtet, als von der ICRP geschätzt. Krebserkrankungen und
Säuglingssterblichkeit nehmen auch mit der Höhe der natürlichen Hintergrundstrahlung
zu. Dabei beobachteten Dr. Alfred Körblein und
Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann in Bayern ein fünffach höheres Krebsrisiko, als
von der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) geschätzt.
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Stx486-487.2007.5.1
(1 Seite)
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Säuglings-sterblichkeit
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Zunahme von
Krebs und Säuglingssterblichkeit mit der natürlichen Hintergrundstrahlung
in Bayern. In der Diskussion um die Wirkung
niedriger Strahlendosen (Niedrigdosisstrahlung) von Atomanlagen auf die
menschliche Gesundheit wird immer wieder mit der natürlichen Strahlung
argumentiert: Wenn Niedrigdosisstrahlung vermehrt Krebs hervorriefe oder
die Säuglingssterblichkeit erhöhe, dann müßte
sich in Gegenden erhöhter natürlicher Strahlung ebenfalls ein Effekt
zeigen. Aus dieser Formulierung könnte man schließen, daß dies nicht der
Fall sei. Die vorliegende Studie von Dr. Alfred Körblein,
Umweltinstitut München, findet aber einen Anstieg der Krebsmortalität und
der Säuglingssterblichkeit mit der natürlichen Hintergrundstrahlung in
Bayern.
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Stx404-405.2003.1-4.4
(4 Seiten)
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Säuglings-sterblichkeit
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USA: Die
Säuglingssterblichkeit sank dramatisch, nachdem Nuklearanlagen stillgelegt
worden waren. Die Säuglingssterblichkeit
in der Nähe von fünf US-Atomanlagen sank sofort und dramatisch, nachdem die
Reaktoren stillgelegt worden waren. Außerdem kam es in der Nähe von einem
der Reaktoren zu einer dramatischen Abnahmen von
Kinderkrebs und Todesfällen durch angeborene Defekte, die durch
Strahlungsexpositionen verursacht sind. Das zeigt eine Studie des
amerikanischen Epidemiologen Joseph J. Mangano vom Radiation and
Public Health Project Brooklyn in New York, die
im Frühjahr 2001 in der wissenschaftlichen Zeitschrift Environmental Epidemiology and Toxicology veröffentlicht worden war. Die Studie legt
nahe, daß die Gesundheit von 42 Millionen Amerikanern, die innerhalb von 50
Meilen in der Abluftrichtung einer Atomanlage leben, durch die Reaktoren
beeinträchtigt ist, so der Autor der Studie.
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Stx364-365.2002.6.1
(1 Seite)
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Säuglings-sterblichkeit
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Niedrige
Strahlung - hohes Risiko. Angesichts
neuer Forschungsergebnisse über die mutationsauslösende und krebserzeugende
Wirkung der ionisierenden Strahlung haben die nationalen und
internationalen Expertengremien wiederholt ihre Risikoabschätzungen nach
oben korrigiert: Strahlung ist gefährlicher als zuvor gedacht. Als einer
der frühen Warner hat auch Prof. Dr. Ernest Sternglass
bis in die jüngste Gegenwart hinein wiederholt seine Stimme erhoben. Seine
epidemiologischen Studien über die Kindersterblichkeit in den USA in den
letzten Jahren der Fallout-Belastung aus den oberirdischen Atomtestserien
sind erwartungsgemäß von vielen Seiten stark kritisiert worden. Denn die
weltweit in den Atomwaffenprogrammen eingebundenen Wissenschaftler sowie
die für die Programme verantwortlichen Politiker und Militärs haben immer
"unter der Sicherheit nicht so sehr die Zurückhaltung von
Radioaktivität von der Biosphäre, sondern eher die Unterbindung des
Informationsflusses an die Bürger verstanden" (W. Köhnlein).
Dr.Jay M. Gould, früheres Mitglied des
wissenschaftlichen Beirats des US-Umweltamtes, und Benjamin A. Goldman,
Autor des Gift- und Sterblichkeitsatlas von Amerika, stützen sich in ihrem
auch in deutscher Sprache erschienenen Buch auf die Arbeiten von Sternglass. Besprechung.
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Stx148-149.1993.3-5.3
(3 Seiten)
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Strahlenempfindlichkeit
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Anfang
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Strahlen-empfindlichkeit
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Strahleninduzierte Karzinome der Bauchspeicheldrüse. Zahlreiche Befunde nach Inkorporation von Alphastrahlen und
aus dem Berufsmilieu zeigen, dass Pankreaskarzinome durch chronische
Strahlenexposition sehr viel empfindlicher erzeugt werden, als aus den Daten
der japanischen Atombombenüberlebenden gefolgert wurde. Die
Bauchspeicheldrüse muss dringend in die Liste strahlenempfindlicher Organe
für die Anerkennung von Berufskrankheiten aufgenommen werden. Von Inge
Schmitz-Feuerhake
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Stx610-611.2012.5-6.2
(2 Seiten)
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Strahlen-empfindlichkeit
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Atomstrahlung ist schädlicher für die Frauen. Frauen leiden deutlich mehr unter den Auswirkungen
ionisierender Strahlung als Männer. Darauf macht der Nuclear
Information & Resource Service (NIRS)
aufmerksam. Bei gleichem Strahlenniveau bestehe für Frauen im Vergleich zu
Männern eine dramatische fünfzig Prozent höhere Inzidenz für Krebs und eine
fünfzig Prozent höhere Rate von Todes-fällen durch Krebs. Die Daten, die zu
diesem Ergebnis führen, stammen aus dem Bericht von 2006 der National
Academy of Sciences
(BEIR VII) über die biologische Wirkung ionisierender Strahlung. Die höhere
Anfälligkeit der Frauen stand jedoch nicht im Mittelpunkt dieser
Veröffentlichung, und das Problem blieb unbeachtet.
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Stx596-597.2011.10-11.2
(2 Seiten)
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Strahlen-empfindlichkeit
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Fertilitätsstörungen beim Mann durch ionisierende Strahlung
und Mikrowellen. Dauerhafte Einschränkungen
der Zeugungsfähigkeit durch Expositionen mit ionisierender Strahlung zählen
zu den deterministischen Strahlenschäden, die eine hohe Organdosis
erfordern. Die internationalen Strahlenkomitees ICRP und UNSCEAR verharren
in der Vorstellung, dass die Mindestdosis im Falle einer chronischen
Belastung noch viel höher sein muss als bei einer akuten, das heißt einmaligen Kurzzeitbestrahlung. Spätestens seit Tschernobyl
ist diese Schlussfolgerung überholt. Chronische Strahlenbelastungen im
mittleren und unteren Dosisbereich, wie sie beruflich bedingt vorkommen,
führen ebenfalls zu bleibenden Fertilitätsstörungen. Auch Mikrowellen
können nach neueren Erkenntnissen die Zeugungsfähigkeit herabsetzen. Von
Inge Schmitz-Feuerhake
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Stx594-595.2011.5-6.2
(2 Seiten)
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Originalseiten im pdf-Format
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Strahlen-empfindlichkeit
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Strahlenschutzforschung:
Zur Abschätzung der individuellen
Strahlenempfindlichkeit. Das Erkennen von Risikogruppen mit erhöhter
individueller Strahlenempfindlichkeit hat das Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) zu einem wichtigen Ziel des
Strahlenschutzes erklärt. Es hatte dazu das Institut für Strahlenbiologie
im GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH in Neuherberg mit
einer Studie zur „multiparametrischen Erfassung von Strahlenwirkungen“
beauftragt, deren Ergebnisse im Juli 2006 veröffentlicht worden sind.
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Stx470-471.2006.9-10.2
(2 Seiten)
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Strahlen-empfindlichkeit
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Übersicht zu den Langzeitfolgen von chronischer
Niederdosisbestrahlung. Von Prof. Dr. Inge
Schmitz-Feuerhake, Köln, Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. Die
Internationale Strahlenschutzkommission (ICRP) hat quantitative Angaben
über die gesundheitlichen Folgen gemacht, die bei Exposition einer
Bevölkerung mit niedrigen Strahlendosen zu erwarten sind. Sie wurden von
den Befunden bei den japanischen Atombombenüberlebenden abgeleitet und
beziehen sich auf drei Gruppen von Effekten: 1. genetische Erkrankungen bei
den Nachkommen, 2. Krebssterblichkeit, 3. Entwicklungsstörungen durch
Exposition im Mutterleib. Zahlreiche Beobachtungen in kontaminierten
Regionen zeigen, daß die ICRP-Risikofaktoren die Schäden durch chronische
Niederdosisbestrahlung nach Inkorporation radioaktiver Strahler um
Größenordnungen unterschätzen. Alternativ werden die Abschätzungen des
European Committee of
Radiation Risks ECRR empfohlen.
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Stx460-461.2006.1-5.5
(5 Seiten)
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Strahlen-empfindlichkeit
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IAEA/WHO-Konferenz:
Lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung bestätigt. Bericht zur Konferenz über "Low
Doses of Ionising Radiation: Biological Effects and Regulatory
Control" vom 17. bis 21. November
1997 in Sevilla, Spanien, von Heiko Ziggel.
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Stx262-263.1997.4,9.2
(2 Seiten)
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Strahlen-empfindlichkeit
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Internationaler
Workshop in Portsmouth/England: Über 50jährige sind
strahlenempfindlicher als vermutet. Im Reaktor Three
Mile Island nahe der Stadt Harrisburg (USA) kam
es 1979 vermutlich doch zum "GAU". "Strahlenbelastung
durch nukleare Anlagen - Nachweis gesundheitlicher Auswirkungen"
lautete der Titel eines wissenschaftlichen Workshops, der vom 9. bis 12.
Juli 1996 von der Universität Portsmouth und der Gesellschaft für
Strahlenschutz e.V. durchgeführt wurde. 80 Wissenschaftler und
Wissenschaftlerinnen aus aller Welt diskutierten in Portsmouth neueste
Ergebnisse.
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Stx230-231.1996.1,2.2
(2 Seiten)
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Strahlen-empfindlichkeit
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Niedrigdosisstrahlung:
Zunahme des strahlungsbedingten Krebsrisikos mit dem Alter gefunden.
Bei Erwachsenen über 40 Jahre steigt das Krebsrisiko nach einer Belastung
mit radioaktiver Strahlung dramatisch an: um das bis zu 20-fache. Dieses
Forschungsergebnis wurde von Dr. Alice Stewart anläßlich
einer Tagung über Uranbergbau und Gesundheit vorgestellt. die am 6.
November 1993 von der unabhängigen französischen Forschungsgruppe CRII-Rad
in Limoges in Frankreich veranstaltet wurde. Ein Bericht von Peter Diehl.
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Stx166-167.1993.4,5.2
(2 Seiten)
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Strahlen-empfindlichkeit
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Die Enkel
sind 100-fach strahlenempfindlicher als die Großeltern. On seinem Buch "Radiation und Human Health" versuchte John Gofman
1981 erstmals eine grobe Abschätzung des altersabhängigen Strahlenrisikos.
Nach seiner Analyse der damals zugänglichen Literaturdaten ist das Risiko
extrem hoch im Mutterleib sowie bei Neugeborenen. Bei Säuglingen ist es
drei- bis vierfach höher als bei 20-jährigen, deren Risiko wiederum
dreifach über dem der 40-jährigen und mehr als 30-fach über dem der
60-jährigen liegt. Darauf wies Prof. Dr. Roland Scholz, München, im Februar
1993 hin.
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Stx148-149.1993.2.1
(1 Seite)
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Strahlen-empfindlichkeit
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Das Dogma
"gleiche Dosis, gleiches Risiko" ist ins Wanken geraten. Körperzellen sind unterschiedlich strahlenempfindlich;
diese Eigenschaft wird zu therapeutischen Zwecken bei der Tumorbestrahlung
genutzt. Patienten reagieren nach therapeutischer Röntgenbestrahlung
verschieden heftig mit Nebenwirkungen. Die Strahlenempfindlichkeit nimmt im
Laufe des Lebens ab. Krebs kann familiär gehäuft vorkommen. Für diese
Phänomene könnte es eine gemeinsame Erklärung geben: Die Reparatursysteme,
mit denen die Zellen ausgestattet sind, um Veränderungen (Mutationen) zu
beseitigen, sind unterschiedlich wirksam und leistungsfähig. Das erklärte
der Arzt und Biochemiker Dr. Roland Scholz, Professor am Institut für
Physiologische Chemie, Physikalische Biochemie und Zellbiologie der
Universität München, am 2. November 1989 auf der Tagung
"Niedrigdosisstrahlung und Gesundheit" in Birkenfeld in
Rheinland-Pfalz. Strahlentelex dokumentiert seinen Vortrag
"Strahlensensibilität und DNA-Reparatur - Zum Mechanismus und
Polymorphismus von Enzymsystemen zur Reparatur von DNA-Schäden".
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Stx74-75.1990.1,3-5.4
(4 Seiten)
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Strahlen-empfindlichkeit
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Rosalie Bertell: "Die empfindlichsten Menschen müssen
beobachtet werden". Während am 12. und 13. Juli 1989 in Birmingham
in England eine Konferenz zu Radioaktivität und Krebs-Epidemiologie
stattfand, besuchte die international renommierte Wissenschaftlerin Dr. Rosalie
Bertell auf Einladung der Ärztevereinigung zur
Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) Berlin. Die Kongreßankündigung
für Birmingham hatte des ausdrücklichen Hinweis
enthalten, daß Beiträge "zu politischen Themen", wie die
Festsetzung zulässiger Grenzwerte, unerwünscht seien. Frau Bertell betreibt seit Anfang der 70er Jahre
Krebsforschung und ist Leiterin des "International Institute of Concern for Public Health" in
Toronto/Kanada. 1986 wurde ihr, die dem Orden der "Grauen Nonnen"
angehört, der "Alternative Nobelpreis" Right
Livelihood Award verliehen. In Berlin gab Frau Bertell ein Interview, das Wieland Giebel mit ihr
führte.
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Stx62-63.1989.2.1
(1 Seite)
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Strahlen-empfindlichkeit
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Strahlenschäden:
Die Gefährdung ist abhängig vom Lebensalter. Abhängig vom
Lebensalter zum Zeitpunkt der Strahleneinwirkung ist die Höhe des Risikos,
in der weiteren Lebenszeit an Krebs zu erkranken. Ohne die Zahl der
Erkrankungen insgesamt zu berücksichtigen kam 1985 auch das Institut für
Strahlenschutz der Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung (GfS) anhand der reinen Sterblichkeitsraten für Brust-
und Lungenkrebs zu dem Ergebnis einer deutlichen Altersabhängigkeit der
Gefährdung.
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Stx27.1988.5.1
(1 Seite)
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Strahlen-empfindlichkeit
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Strahlenschäden:
Radioaktivität gefährlicher als angenommen. Seit 1977 galt die
Empfehlung Nr. 26 der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) für
die meisten nationalen und internationalen Strahlenschutzgremien als
Grundlage eigener Aussagen. Die ICRP behauptete stets, mit ihren
Richtwerten auf der sicheren Seite zu liegen. Seit von 1976 an erste
Rechnungen angestellt wurden, nach denen die Neutronen der im August 1945
von den USA über der japanischen Industriestadt Hiroshima abgeworfenen
Atombombe weicher und stärker abgeschirmt waren als bis dahin angenommen,
gibt es Stimmen, die dafür plädieren, die Belastungsrichtwerte um einen
Faktor 2 bis 8 und mehr zu senken. Abhängig vom Lebensalter zum Zeitpunkt
der Strahleneinwirkung ist zudem die Höhe des Risikos, in der weiteren
Lebenszeit an Krebs zu erkranken.
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Stx26.1988.2,5.2
(2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Strahlenrisiko
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Gefahren ionisierender Strahlung. Wissenschaftler verweisen
auf neue Datenlage. Am 8. Oktober 2014
informierte die Ärzteorganisation IPPNW (Internationale Ärzte für die
Verhütung des Atomkriegs / Ärzte in Sozialer
Verantwortung) auf einer Fachtagung mit Politikern und
Wissenschaftsjournalisten in Berlin über die gesundheitlichen Folgen
ionisierender Strahlung. Der Epidemiologe Prof.
Dr. med. Wolfgang Hoffmann und der Kinderarzt Dr. med. Alex Rosen
erläuterten, dass groß angelegte epidemiologische Studien der letzten 15
Jahre das Verständnis von biologischen Effekten durch Radioaktivität,
Röntgenstrahlen und anderen Formen ionisierender Strahlung grundlegend
verändert haben. Ein Bericht von Alex Rosen.
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Stx668-669.2014.4.1
(1 Seite)
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Strahlenrisiko
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Nicht-Krebserkrankungen durch ionisierende Strahlen:
Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch ionisierende Strahlen. Neuere
Erkenntnisse über Effekte bei niedriger Dosis und chronischer Exposition. Bis vor wenigen Jahren wurden offiziell nur
Krebserkrankungen und genetische Schäden als Niederdosiseffekte
ionisierender Strahlung für möglich gehalten. Die vorliegende Arbeit
enthält eine Einführung in den gegenwärtigen Erkenntnisstand über andere
strahlenbedingte Erkrankungen, die bei niedriger Dosis zu erwarten sind:
bei beruflich Strahlenexponierten, nach Umweltkontaminationen und durch
diagnostische Expositionen. Es zeigt sich, dass das bislang bevorzugte
Referenzkollektiv zur Beurteilung von Strahlenschäden, die
Atombombenüberlebenden von Hiroshima und Nagasaki, für nicht-karzinogene
Krankheiten im Falle chronischer oder fraktionierter Expositionen
ungeeignet ist. Dieses wird anhand der Ergebnisse über
Herz-Kreislauf-Erkrankungen dargestellt.
In der
Fachwelt wurde der relativ hohe Dosisgrenzwert für beruflich strahlenexponierte
Personen von 100 Millisievert (mSv) innerhalb von 5 Jahren früher damit
gerechtfertigt, dass die Strahlenrisiken konservativ abgeschätzt und
statistisch erkennbare Effekte in diesem Dosisbereich nicht zu erwarten
seien. Dies trifft jedoch auch für Krebserkrankungen nicht zu, ohne dass
diese Erkenntnisse bislang die unzureichende Anerkennung berufsbedingter
Erkrankungen verbessert hätten. Die nun evidenten zusätzlichen Gefährdungen
durch ionisierende Bestrahlungen am Arbeitsplatz machen eine diesbezügliche
Revision der Berufskrankheitenverordnung umso
dringender erforderlich.
Von Inge
Schmitz-Feuerhake und Sebastian Pflugbeil, für Gesellschaft für
Strahlenschutz e.V. und Bund zur Unterstützung Radargeschädigter e.V.
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Stx628-629.2013.6-12.7
(7 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Strahleninduzierte Karzinome der Bauchspeicheldrüse. Zahlreiche Befunde nach Inkorporation von Alphastrahlen und aus
dem Berufsmilieu zeigen, dass Pankreaskarzinome durch chronische
Strahlenexposition sehr viel empfindlicher erzeugt werden, als aus den
Daten der japanischen Atombombenüberlebenden gefolgert wurde. Die
Bauchspeicheldrüse muss dringend in die Liste strahlenempfindlicher Organe
für die Anerkennung von Berufskrankheiten aufgenommen werden. Von Inge
Schmitz-Feuerhake
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Stx610-611.2012.5-6.2
(2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Strahlenrisiko
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Die Kenntnisse über Gesundheitsschäden durch Radioaktivität
im Tabak wurden jahrzehntelang von der Industrie unterdrückt. Tabakkonzerne wußten mehr als 4
Jahrzehnte lang, daß Zigarettenrauch radioaktive Alphateilchen enthält und
entwickelten ein „tiefes und intimes“ Wissen über das krebserregende
Potential dieser Partikel, speziell Polonium-210. Dieses Wissen wurde aber
mit Absicht vor der Öffentlichkeit geheimgehalten.
Das zeigt eine Studie auf, die online im Magazin „Nicotine
& Tobacco Research“, dem Studienjournal der „Society for Research on Nicotin and
Tobacco“ veröffentlicht wurde. Die Autoren analysierten Dutzende von früher
nicht untersuchten internen Dokumenten der Tabakindustrie, die im Jahre
1998 als Ergebnis einer juristischen Auseinandersetzung zugänglich wurden.
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Stx604-605.2012.8.1
(1 Seite)
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Strahlenrisiko
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Strahlenwirkungen:
Überlegungen zur biologischen
Wirkung von Neutronenstrahlung und deren Bewertung. Durch den politisch
bechlossenen Ausstieg aus der Kernenergie sind
die Entsorgungsprobleme verbrauchter Kern-brennstoffe bei weitem nicht
gelöst. Das durch das Zwischenlagern und den Transport von Castorbehältern
bedingte Problem der Strahlenbelastung besteht weiterhin. Die Bewertung der
aus einem solchen Behälter austretenden Strahlung (Neutronen- und
Gamma-Strahlung) war und ist nach wie vor umstritten. Es ist daher
angebracht, erneut das von Neutronenstrahlung ausgehende Risiko zu
diskutieren. Von Wolfgang Köhnlein.
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Stx602-603.2012.10-13.pdf
(4 Seiten)
Zu den
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Strahlenrisiko
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Der lange Abschied von der unschädlichen Dosisschwelle. Anerkannte
Strahleneffekte im Niederdosisbereich und ausstehende Korrekturen. Bereits vor langer Zeit wurde das Prinzip des
„stochastischen“ Schadens für strahlenbedingte Krebs- und Erbkrankheiten
von der internationalen Strahlenschutzkommission ICRP eingeführt. Es sollte
den als eher unwahrscheinlich beschriebenen Ernstfall zur sicheren Seite
hin abdecken, indem zugestanden wurde, dass ein einzelnes Strahlenquant im
Prinzip einen gravierenden Spätschaden auslösen kann. Grenzwerte mussten
seitdem stets mit einem entsprechend hohen gesellschaftlichen Nutzen
gerechtfertigt werden, da sie reale Schadensfälle zuließen. Anwender und
etliche Standesorganisationen sind bis heute gegen dieses Prinzip Sturm
gelaufen und nach Fukushima wurde vielstimmig die Behauptung lanciert,
unter 100 Millisievert (mSv) seien keine statistisch erkennbaren Schäden
möglich. Demgegenüber liegen Evidenzen aus den Bereichen vorgeburtliche
Röntgendiagnostik, Folgen bei den japanischen Atombombenüberlebenden, Radon
in Häusern und berufliche Expositionen vor, die man heute als den
akzeptierten Stand der Erkenntnis ansehen muss. Hinzu kommen als Beleg für
die Wirksamkeit chronischer Expositionen durch Umweltradioaktivität die
Befunde am Fluss Techa im Südural,
wo die Bevölkerung durch die Emissionen der Plutoniumaufarbeitungsanlage Mayak kontaminiert wurde. Umwelteffekte durch andere
kerntechnische Anlagen werden jedoch weiterhin offiziell geleugnet.
Nachgewiesene Spätfolgen diagnostischer Bestrahlungen von Kindern und
Erwachsenen werden nach wie vor ignoriert. Außerdem werden eine ganze Reihe
von strahlenbedingten Nicht-Krebserkrankungen, genetischen und teratogenen
Schäden nicht berücksichtigt, die insbesondere nach dem Tschernobylunfall
auffällig geworden sind. Von Inge Schmitz-Feuerhake, Gesellschaft für
Strahlenschutz e.V.
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Stx602-603.2012.4-10.7 (7 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
Here you will find in Japanese the critique of the assertion, that radiation effects
are not observable below 100 Millisievert:
「無害な放射線閾値」からの時間のかかる決別
低線量領域内で認知されている放射線の影響と残された修正点
The paper
was written by Dr. Inge Schmitz-Feuerhake of the German Society for Radiation
Protection, professor of physics at the university
of Bremen, Germany
(retired). The Japanese translation was accomplished by a member of ACSIR
(Association of Citizens and Scientists Concerned about Internal Radiation
Exposure), Japan.
Shortened form in English
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Strahlenrisiko
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Atomstrahlung ist schädlicher für die Frauen. Frauen leiden deutlich mehr unter den Auswirkungen
ionisierender Strahlung als Männer. Darauf macht der Nuclear
Information & Resource Service (NIRS)
aufmerksam. Bei gleichem Strahlenniveau bestehe für Frauen im Vergleich zu
Männern eine dramatische fünfzig Prozent höhere Inzidenz für Krebs und eine
fünfzig Prozent höhere Rate von Todes-fällen durch Krebs. Die Daten, die zu
diesem Ergebnis führen, stammen aus dem Bericht von 2006 der National
Academy of Sciences
(BEIR VII) über die biologische Wirkung ionisierender Strahlung. Die höhere
Anfälligkeit der Frauen stand jedoch nicht im Mittelpunkt dieser
Veröffentlichung, und das Problem blieb unbeachtet.
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Stx596-597.2011.10-11.2
(2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Strahlenrisiko
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Strahlenschutz:
Kalkulierter Strahlentod. Die
Grenzwerte für radioaktiv verstrahlte Lebensmittel in Japan und Europa sind
viel zu hoch und nehmen tausende Strahlenkrebstote in Kauf. Die
Aufnahme von Radionukliden mit der Nahrung ist nach Reaktorkatstrophen wie
der von Tschernobyl vor 25 Jahren und jetzt der von Fukushima mittel- und
langfristig der wichtigste Belastungspfad. Eine drastische Absenkung der
Grenzwerte für radioaktiv verstrahlte Lebensmittel in Europa und Japan
fordern deshalb jetzt die Verbraucherorganisation foodwatch
und die deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des
Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW). Nach den
Berechnungsgrundlagen der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP)
würde eine Ausschöpfung der derzeit in Japan und in Europa für die Einfuhr
japanischer Lebensmittel geltenden Grenzwerte für Nahrungsmittel in
Deutschland zu mehr als 150.000 Krebstoten jährlich führen, heißt es in
einem am 20. September 2011 in Berlin vorgestellten Report der beiden
Organisationen. Und würde die gesamte deutsche Bevölkerung sich von
Lebensmitteln ernähren, die lediglich in Höhe von 5 Prozent dieser
Grenzwerte belastet sind, wäre immer noch mit mindestens 7.700 zusätzlichen
Krebstoten jährlich zu rechnen. Nach anderen Berechnungsgrundlagen als
jenen der ICRP könnten es noch deutlich mehr sein und hinzu käme ein
breites Spektrum verschiedenster Erkrankungen und genetischer Schädigungen.
foodwatch und IPPNW beziehen sich dabei auf ein
Gutachten der Vorstandsmitglieder der deutschen Gesellschaft für
Strahlenschutz Thomas Dersee und Sebastian Pflugbeil, die beide auch die
Redaktion des Fachinformationsdienstes Strahlentelex bilden. Report und
Gutachten sind im Internet auf den Webseiten von foodwatch,
IPPNW und Strahlentelex in deutscher, japanischer,
englischer
und französischer
Sprache frei abrufbar.
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Stx594-595.2011.1-4.4
(4 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Strahlenrisiko
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An der Atomenergie festzuhalten ist leichtfertige
Realitätsverweigerung. Die amerikanische
Organisation Physicians for
Social Responsibility
(PSR), die sich auf den Schutz der öffentlichen Gesundheit verpflichtet
hat, drängt auf die Abschaltung aller zur Zeit in den USA betriebenen
Kernkraftwerke und fordert die Kongreßabgeordneten
auf, die Subventionierung des Baus neuer Kernkraftwerke durch staatliche
Bürgschaften für Kredite und Versicherungsprämien zu verweigern. Weshalb?
Der emeritierte Professor für Physik und Umweltwissenschaft an der Portland
State University in Oregon (USA) Rudi H. Nussbaum nennt die
wissenschaftlichen und die Vernunftgründe für einen so kompromißlosen
Standpunkt. Von Rudi H. Nussbaum.
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Stx586-587.2011.4-5.2
(2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Strahlenrisiko
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Schon geringe Strahlendosen gefährden das Herz. Bereits geringe Mengen von Strahlung können kardiovaskuläre
Erkrankungen verursachen und mit der Dosis steigt auch das Risiko. Zu
diesem Ergebnis kommt eine im Oktober 2009 veröffentlichte Untersuchung von
Epidemiologen des Imperial
College London.
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Stx550-551.2009.3-4.2
(2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Die Induktion gutartiger Tumore durch ionisierende Strahlung
– ein vernachlässigtes Kapitel von Strahlenrisikobetrachtungen. Die Induktion gutartiger (benigner) Tumore durch ionisierende
Strahlung ist ein vernachlässigtes Thema von Strahlenrisikobetrachtungen,
da internationale Strahlenschutzgremien als Kriterium zur Empfehlung von
Grenzwerten und von Schutzmaßnahmen ausschließlich die Wahrscheinlichkeit
von Krebserkrankungen zu Grunde legen. In der Berufskrankheitenverordnung
stehen die gutartigen Tumore nicht auf der Liste anzuerkennender
Strahlenschäden, obwohl auch diese zu erheblichen Beeinträchtigungen der
Gesundheit bis hin zur Berufsunfähigkeit führen können. Es ist daher
erforderlich, die Befunde im Niederdosisbereich und Erkenntnisse über
Dosiswirkungsbeziehungen in die Risikobetrachtungen einzubeziehen. Die
Internationale Strahlenschutzkommission (ICRP), auf deren Empfehlungen die
deutsche Strahlenschutzverordnung im wesentlichen
basiert, listet die benignen Tumore unter den zu beachtenden
Strahlenschäden bei niedriger Dosis nicht auf. Weitere wissenschaftliche
Einrichtungen, die international große Beachtung finden und regelmäßig
Beurteilungen von Strahlenrisiken veröffentlichen, sind das UNSCEAR-Komitee
(United Nations Scientific Committee
on the Effects of Atomic Radiation) und
dasjenige der U.S.-amerikanischen Academy of Sciences BEIR (Biological Effects
of Ionizing Radiation).
Letzte haben in ihren früheren Reports auch die
historischen Befunde über benigne Tumore in verschiedenen Körpergeweben,
die nach Strahlentherapie aufgetreten sind, aufgeführt. Im Bericht des
BEIR-Komitees von 2006 werden in einem Kapitel „Benign
Neoplasms“ mehrere große Studien ab 1992 zitiert,
unter anderem die Ergebnisse über Tumore des Zentralnervensystems (ZNS) bei
den Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. In einer
Zusammenfassung für die Öffentlichkeit heißt es dazu (BEIR VII): „Radiation
exposure has also been shown to increase risks of some
benign tumors, but data are inadequate
to quantify this risk.“ Die Einschätzung,
dass das Risiko nicht quantifiziert werden kann, entspricht allerdings in
weiten Teilen nicht dem Stand der Wissenschaft. Von Inge Schmitz-Feuerhake.
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Stx548-549.2009.1-5.5
(5 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Kinderkrebs
um Atomkraftwerke: „Das Ergebnis der
KiKK-Studie verlangt eine kritische Überprüfung
der Annahmen und Modelle des Strahlenschutzes“. Eine ausführliche
Darstellung und Betrachtungen zur Bedeutung der Fall-Kontrollstudie des
Mainzer Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken in Deutschland (KiKK-Studie von
Ende 2007 hat jetzt Rudi H. Nussbaum, emeritierter Professor der Physik an
der Portland State University in Oregon (USA), in der
Juli/September-Ausgabe 2009 des International Journal of
Occupational and
Environmental Health veröffentlicht. Nussbaum
stellt die Studie im Kontext anderer aktueller wissenschaftlicher Arbeiten
dar und befaßt sich ausführlich mit der
unverständlichen Schlußfolgerung der Autoren der KiKK-Studie (Kaatsch, Spix, Schmiedel, Schulze-Rath, Mergenthaler und Blettner), daß Radioaktivität als Ursache für die vermehrten
Krebserkrankungen von Kindern in der Umgebung von Atomkraftwerken
grundsätzlich auszuschließen sei. „Diese nicht gerechtfertigte Schlußfolgerung illustriert die Dissonanz zwischen
Annahmen und Beweisen“, kommentiert Nussbaum und rügt, daß der „gegenwärtige
Kenntnisstand der Radiobiologie“ in seiner am weitesten verbreiteten
Version eine ganze Reihe radiobiologischer und dosimetrischer
Faktoren nicht zur Kenntnis nimmt.
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Stx544-545.2009.2-3.2
(2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: SSK in Erklärungsnot. Die
Mitglieder der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK) geben sich
ahnungslos, woher die vermehrten Leukämieerkrankungen bei den
Atomkraftwerken kommen mögen und sind auf der Suche nach dem
„molekulargenetischen Faktor“ bei Krümmel, Sellafield und Dounray.
Bericht von einem „Fachgespräch“ im Februar 2009 in Bonn. Von Dr. Sebastian
Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.
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Stx532-533.2009.1-5.5 (5 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Medizinische
und berufliche Strahlenbelastung: Herzerkrankungen
durch niedrigdosierte Bestrahlungstherapien. Hochdosierte
therapeutische Bestrahlungsbehandlungen von meist 30 bis 40 Gray, wie sie
bei der Behandlung etwa von Brustkrebs oder Hodgkin-Lymphomen angewendet
werden, sind dafür bekannt, das Risiko für Herzerkrankungen zu erhöhen. Es
gibt aber auch Hinweise darauf, daß für Patienten, die mit kardialen Dosen
von weniger als 4 Gray bestrahlt wurden (etwa bei der Behandlung von Magen-
und Zwölffingerdarmgeschwüren), ebenfalls ein erhöhtes Risiko für
Herzerkrankungen besteht. Eine neue Studie mit 64.937 männlichen
Beschäftigten der Atomwirtschaft in Großbritannien, die im International
Journal of Epidemiology
veröffentlicht wurde, fand nun ebenfalls einen statistisch signifikanten
Zusammenhang zwischen Strahlenbelastungen mit niedrigen Dosen und
Herzerkrankungen. Für dabei 42.426 aufgrund persönlicher Dosimetriedaten als „Strahlenarbeiter“ identifizierte
Personen geben die Autoren eine Erhöhung des Risikos, an Herzerkrankungen
zu sterben, von 65 Prozent pro Sievert über das Arbeitsleben kumulierte
Strahlenbelastung an. (McGeoghegan et al. 2008: p
< 0,001, ERR = 0,65 (90%-CI 0,36-0,98) Sv-1).
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Stx524-525.2008.11.1
(1 Seite)
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Strahlenrisiko
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Strahlenrisiken sind wissenschaftlich
nachweisbar, von denen sich behördliche Kalkulationen nichts träumen
lassen. Evidenz – Kontroverse – Konsequenz: Umweltmedizin-Symposion der
Gesellschaft für Strahlenschutz vom 28. September 2008 in Berlin. Die
Kinderkrebsstudie des Kinderkrebsregisters in Mainz (KiKK-Studie)
alarmierte zum Jahreswechsel 2007/2008 mit dem Nachweis, daß das
Erkrankungsrisiko für Leukämie und andere Krebserkrankungen bei Kindern
unter 5 Jahren zunimmt, je näher sie bei einem der deutschen Kernkraftwerke
leben. Gegenstand eines am 28. September 2008 von der Gesellschaft für
Strahlenschutz e.V. und mit Unterstützung des Instituts für Humangenetik
der Charité auf dem Campus des Virchow Klinikums in Berlin veranstalteten
umweltmedizinischen Symposions waren die Hintergründe der Studie und die
Kontroversen über die Bewertung der Ergebnisse. Der wissenschaftliche
Kontext, die von der Studie unbefriedigend behandelten Fragen und die
Schwierigkeiten, aus den Ergebnissen epidemiologischer Studien angemessene
wissenschaftliche, politische, wirtschaftliche und humanitäre Konsequenzen
zu ziehen, wurden beleuchtet. Es ging konkret um die Frage, ob die bisher
geübte Praxis, ionisierende Strahlen als mögliche Krankheitsverursacher
grundsätzlich auszuschließen, weil die errechnete Strahlendosis und das
angenommene Strahlenrisiko zu gering seien, um die beobachtete Zunahme der
Krankheitsfälle zu erklären, angesichts der Faktenlage noch gerechtfertigt
werden kann. Tatsächlich erweist sich bei näherer Betrachtung nicht nur die
Strahlendosis als nach amtlicher Vorschrift generell falsch errechnet,
sondern auch das zum Ausschluß verwendete
Strahlenrisiko: Sowohl das Lebensalter bei der Bestrahlung, als auch die
spezifische Art und Energie der Bestrahlung, deren spezifische „relative biological effectiveness“,
bleiben bisher unberücksichtigt. Diese Daten sind auch bisher weitgehend
unbekannt oder unpubliziert und würden das ganze
heutige Gedankengebäude des amtlichen Strahlenschutzes zum Einsturz
bringen. Welche Erkenntnisse sich wann und wie durchsetzen, wird schlicht
von Lobbyinteressen bestimmt. Diese Erkenntnis konnten die Teilnehmer eines
Symposions Umweltmedizin am 28. September 2008 in Berlin gewinnen, aber
nicht nur das. Tagungsreader_Berlin_2008.
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Stx522-523.2008.1-7.7 (7 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Strahlenbiologie:
Für Auger-Elektronen
aussendende Radioisotope lassen sich keine Werte für die dosisabhängige
relative biologische Wirksamkeit (RBW-Werte) angeben. Das Bild von
sogenannten Auger-Elektronen emittierenden
Radioisotopen in der Strahlenbiologie beginnt sich zu wandeln und in jedem
Fall zu differenzieren. Wegen unerwarteter experimenteller Ergebnisse
ließen sich keine Werte für das Konzept der dosisbasierten relativen
biologischen Wirksamkeit (RBW-Werte) bestimmen. Derartige Angaben müssen nun
mit großem Vorbehalt betrachtet werden. Das erklären die Autoren des im Mai
2008 in der Schriftenreihe Reaktorsicherheit und Strahlenschutz des
Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
veröffentlichten Abschlußberichtes (BMU-2008-712)
über „Untersuchungen der Auger-Emitter abhängigen
biologischen Wirksamkeit zur Ermittlung des Strahlungs-Wichtungsfaktors
für Auger-Elektronen“ am Forschungszentrum
Jülich. (F.A.H. Schneeweiss, A. Turtoi, E. Pomplun, G. Sutmann,
2008)
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Stx514-515.2008.2-3.2
(2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Übersicht zu den Langzeitfolgen von chronischer
Niederdosisbestrahlung. Von Prof. Dr. Inge
Schmitz-Feuerhake, Köln, Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. Die
Internationale Strahlenschutzkommission (ICRP) hat quantitative Angaben
über die gesundheitlichen Folgen gemacht, die bei Exposition einer Bevölkerung
mit niedrigen Strahlendosen zu erwarten sind. Sie wurden von den Befunden
bei den japanischen Atombombenüberlebenden abgeleitet und beziehen sich auf
drei Gruppen von Effekten: 1. genetische Erkrankungen bei den Nachkommen,
2. Krebssterblichkeit, 3. Entwicklungsstörungen durch Exposition im
Mutterleib. Zahlreiche Beobachtungen in kontaminierten Regionen zeigen, daß
die ICRP-Risikofaktoren die Schäden durch chronische Niederdosisbestrahlung
nach Inkorporation radioaktiver Strahler um Größenordnungen unterschätzen.
Alternativ werden die Abschätzungen des European Committee
of Radiation Risks ECRR
empfohlen.
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Stx460-461.2006.1-5.5
(5 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Epidemiologie:
Kosmische Strahlung erhöht das Risiko für Grauen Star bei Flugpiloten.
Fliegen setzt Fluggäste und Flugpersonal ionisierender Strahlung kosmischen
Ursprungs und Sekundärstrahlung aus der Kollision galaktischer Partikel mit
Luftpartikeln und dem Material des Flugkörpers aus. Strahleninduzierte
Linsentrübungen (Grauer Star, Katarakt) sind zudem allgemein bekannt. Zur
Ermittlung des Erkrankungsrisikos von Flugpersonal untersuchten Vilhjalmur Rafnsson von der
Abteilung für Präventivmedizin der Universität von Island in Reykjavik und
Kollegen im Rahmen einer Fall-Kontrollstudie 445 Personen mit und ohne
Linsenschädigungen. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung veröffentlichten sie
in der Fachzeitschrift Archives of Ophthalmology. Das Risiko an einem strahleninduzierten
Katarakt zu erkranken, war demzufolge für Piloten 3-fach höher als für
Nicht-Piloten.
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Stx448-449.2005.5.1
(1 Seite)
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Strahlenrisiko
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US-Strahlenkommission:
"Es gibt keine sicheren Strahlendosen". Bericht BEIR VII im Juni
2005 veröffentlicht. Eine von der
US-amerikanischen Nationalen Akademie der Naturwissenschaften (U.S.
National Academy of Sciences,
NAS) einberufene Kommission (BEIR) mit dem Auftrag, die Gefahren
niedrigenergetischer und niedrigdosierter ionisierender Strahlung zu
untersuchen, ist jetzt zu dem Schluß gelangt
"daß es unwahrscheinlich ist, daß eine Schwelle für die Erzeugung von
Krebs existiert". Die Kommission nimmt eine lineare Dosis/Wirkungs-Beziehung
an, bis hinunter in niedrige Dosisbereiche. Ferner gebe es reichlich Daten über strahleninduzierte vererbliche
Mutationen bei Mäusen und anderen Organismen. Daher gebe es keinen Grund
anzunehmen, daß Menschen von dieser Art Schädigung ausgenommen sein
könnten. Andere Gesundheitsschädigungen als Krebs, wie Herzerkrankungen und
Schlaganfälle, gingen zwar mit höheren Strahlendosen nachweislich einher,
um aber einen Zusammenhang auch bei niedrigen und chronisch verabfolgten
Strahlendosen herstellen zu können, sei die Datenbasis nicht ausreichend.
Dasselbe nimmt die Kommission auch für gutartige Tumore an, weil es dafür
nicht genügend Daten gebe, dieses Risiko zu quantifizieren.
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Stx446-447.2005.1,2.2
(2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Strahlenschäden:
Wie verlässlich sind die Grenzwerte? Neue Erkenntnisse über die Wirkung
inkorporierter Radioaktivität. Von Inge Schmitz-Feuerhake. Es werden
unvollständige Annahmen über die zu erwartenden Effekte bei niedriger
Strahlendosis gemacht. Die japanischen Atombombenüberlebenden sind keine
geeignete Referenzbevölkerung zur Beurteilung der Gesundheitsschäden durch
Umweltradioaktivität. Das System zur Sicherung der Einhaltung der
Grenzwerte ist fehlerhaft. Angesichts der Fülle der zu beobachtenden
Effekte nach Tschernobyl wird klar, dass sich die Dosis mit Hilfe der
herkömmlichen und amtlich vorgeschriebenen Methodik nicht bestimmen läßt. Außer in den direkten Anrainerländern Ukraine und
Weißrussland wurde nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl auch aus dem
Nachbarland Türkei eine Zunahme von Fehlbildungen bei Säuglingen gemeldet.
Erstaunlich sind auch die Effekte in weit entfernten europäischen Ländern.
Das erklärte Frau Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Köln, in ihrem Beitrag
auf dem 2. Fachgespräch zur Situation im Atommüll-Endlager Asse II in
Wolfenbüttel am 23. April 2005. Strahlentelex dokumentiert hier diesen
Beitrag.
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Stx442-443.2005.1-6.6
(6 Seiten)
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Strahlenrisiko
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CERRIE
Minderheitenbericht 2004: Heftige Auseinandersetzung in Großbritannien um
Strahlenwirkungen. Das britische Komitee zur Untersuchung von Strahlenrisiken
aus interner Bestrahlung (CERRIE) weist abweichende Meinungen zurück.
Vorwürfe von Voreingenommenheit und Unterdrückung wissenschaftlicher
Diskussion. Ein Minderheitenbericht des
Komitees zur Untersuchung von Strahlenrisiken aus interner Bestrahlung
(CERRIE) ist am 8. September 2004 im Britischen Unterhaus vorgestellt
worden. Der frühere Labour-Umweltminister und Parlamentsabgeordnete Michael
Meacher stellte den Bericht zusammen mit den Komiteemitgliedern Dr. Chris Busby,
Richard Bramhall und Dr. Paul Dorfman,
einem Mitglied des Sekretariats dieses Ausschusses, vor. Der
Minderheitenbericht enthält die Meinungen, Belege und weiterführende
Literatur, die von dem im Oktober 2004 veröffentlichten Hauptbericht
ausgeschlossen worden sind. Die CERRIE-Kommission war im Jahre 2001 vom
damaligen Umweltminister Michael Meacher
eingesetzt worden, nachdem die britische Low Level Radiation Campaign (LLRC) dargelegt hatte, daß die Modelle, die
die Regierung zur Einschätzung des Strahlenrisikos annimmt, fehlerhaft sind
und zu einer wesentlichen Unterschätzung der Schäden durch Radioaktivität
in der Umwelt führen.
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Stx432-433.2005.1-3.3
(3 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Der Inhalt des
UNSCEAR '94-Berichtes. Das Wissenschaftliche
Komitee zu den Auswirkungen von Atomstrahlung der Vereinten Nationen
(United Nations Scientific Committee
on the Effects of Atomic Radiation -
UNSCEAR) legt in unregelmäßigen Abständen der UNO-Generalversammlung eine
Bewertung der Gesundheitsschäden infolge einer Strahlenbelastung vor. Der
von dem Physiker Heiko Ziggel, Universität
Portsmouth, England, dargestellte UNSCEAR-Bericht aus dem Jahre 1994 ist
der bisher zwölfte Bericht an die Generalversammlung und bildet zusammen
mit dem Bericht des Jahres 1993 die Zusammenstellung einer breit angelegten
Untersuchung zu Quellen und Auswirkungen ionisierender Strahlung. Neben dem
UNSCEAR-Komitee befassen sich auch das Komitee zu den Biologischen
Auswirkungen Ionisierender Strahlung (Committee
on the Biological Effects
of Ionizing Radiation -
BEIR) der Amerikanischen Akademie der Wissenschaften sowie die
Internationale Strahlenschutzkommission (International Commission
on Radiological Protection - ICRP) in ihren Empfehlungen
mit der Bewertung und Bestimmung des Strahlenrisikos. Gemeinhin finden die
Berichte dieser Komitees bzw. die Empfehlungen der ICRP internationale
Beachtung, obwohl neue Erkenntnisse meist nur zögerlich oder abgeschwächt
in diese Berichte Eingang finden.
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Stx224-225.1996.6,12-15.5
(5 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Britische
Strahlenschutzkommission bewertet das Krebsrisiko nach Bestrahlung. In ihrem Bericht von 1995 (Risk of Radiation-induced Cancer
at Low Doses and Low
Dose Rates for Radiation Protection
Purposes) erstellte die Britische
Strahlenschutzkommission (NRPB) eine Übersicht von Arbeiten zum Thema
Risikobewertung der Krebsentstehung durch ionisierende
Niedrigdosisstrahlung. Es existiere keine Schwelle und somit ein linearer
Dosiswirkungseffekt, heißt es darin zusammenfassend.
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Stx218-219.1996.12.1
(1 Seite)
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Strahlenrisiko
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Gesundheitsschäden
durch Atomkraftwerke: Netzwerk gegründet. Nach englischem Vorbild
wurde im Frühjahr 1995 ein Netzwerk von Initiativen und Einzelpersonen gegründet,
die es sich zur Aufgabe machen, eine Erfassung und Auswertung von
Gesundheitsschäden in der direkten Umgebung von Atomanlagen durchzuführen.
Auf zwei Folgetreffen wurden die Schwerpunkte und Problemfelder der
zukünftigen Arbeit skizziert. In dem Bericht werden die Hintergründe und
Perspektiven des Netzwerkes dargestellt. Kontakt: Heiko Ziggel,
Wittekindstraße 7, 28239 Bremen.
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Stx210-211.1995.9,10.2
(2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Krebs und
Niedrigdosisstrahlung: Eine unabhängige Analyse. Ein Bericht von
Prof. Dr. Rudi H. Nussbaum, Portland/USA und Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein Köhnlein, Münster,
über John W. Gofmans 1990 veröffentlichtes Buch
"Radiation-Induced Cancer from Low-Dose Exposure: an
Independent Analysis" (ISBN 0-932682-89-8).
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Stx112-113.1991.4,5.2
(2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Neue Zahlen
der Lebenszeitstudie von Hiroshima und Nagasaki: Häufiger, nicht
unbedingt früher tritt Krebs bei Strahlung auf.
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Stx92-93.1990.5,7.2
(2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Unterschiede
im Stoffwechsel von Cäsium und Kalium. Künstliches radioaktives Cäsium und
natürliches Kalium-40 im Vergleich. Eine
zusätzliche Strahlenbelastung durch künstliche Radioaktivität sei
unbedenklich, solange sie sich im Schwankungsbereich der natürlichen Strahlung
befinde. So wird fälschlich zum Teil immer noch argumentiert, um
Dosisgrenzwerte zu begründen. Stewart und Kneale
hatten 1987 für England gezeigt, daß zwischen der Höhe der erdgebundenen
Strahlung und der örtlichen Krebshäufigkeit ein Zusammenhang besteht. Nach
ihren Schlußfolgerungen rührt die Mehrzahl der
Krebs- und Leukämiefälle bei Kindern unter 16 Jahren von der natürlichen
Strahlenbelastung während der Schwangerschaft her. Bei der natürlichen
Strahlung wird zwischen kosmischer, erdgebundener (terrestrischer) und
körperinnerer Strahlung unterschieden. Dabei wird der vorwiegend durch das
radioaktive Kalium-40 verursachte Einfluß der
körperinneren Strahlung mit Hilfe der Statistik kaum nachweisbar sein, denn
Unterschiede in der Belastung verschiedener Menschen sind dabei praktisch
nicht vorhanden. Aus strahlenbiologischer Sicht werden aber gerade die
Teilchenstrahlungen der in den Körper aufgenommenen Radionuklide für
Schadwirkungen verantwortlich gemacht. Jacqueline Burkhardt und Erich Wirth
zeigten in einer im Herbst 1986 veröffentlichten Studie außerdem
Unterschiede im Stoffwechsel von Cäsium und Kalium bei Säugetieren auf.
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Stx39.1988.2,5.2
(2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Strahlenschäden:
Das Problem der Risikofaktoren ist ungelöst.Zum Verhalten von
radioaktiven Stoffen in der Nahrungskette und im menschlichen Körper und zu
den gesundheitlichen Risiken einer Dauerbelastung mit Radioaktivität in
niedriger Dosierung bestehen gravierende Wissensdefizite. Die
Risikoabschätzung internationaler und nationaler Kommissionen, die
"zum Schutze der Bevölkerung vor den Gefahren der ionisierenden
Strahlung" von gesetzgebender und vollziehender staatlicher Gewalt als
Bewertungsgrundlage herangezogen werden, beruhen
nicht auf Erfahrungen mit kerntechnischen Anlagen. Es sind die
Beobachtungen der Folgen der Atombombenexplosionen über Hiroshima und
Nagasaki und Langzeitstudien nach therapeutischer Strahlenanwendung in der
Medizin. Hierbei handelte es sich vorwiegend um die einmalige
Einwirkung hoher Strahlendosen von energiereicher Wellenstrahlung
durch eine Strahlenquelle außerhalb des Körpers. Bei der
Strahlenbelastung der Bevölkerung durch kerntechnische Anlagen handelt es
sich dagegen um eine dauernde Einwirkung niedriger Strahlendosen von
vorwiegend Teilchenstrahlung durch in den Körper aufgenommene (inkorporierte)
Radioaktivität. Für deren Spätfolgen gibt es keine umfangreichen
Erfahrungswerte, betonte in diesem Beitrag im Sommer 1988 der Münchner Arzt
und Biochemiker Professor Dr.med. Roland Scholz.
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Stx34.1988.1,2,5.3
(3 Seiten)
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Waldschäden, Pflanzenschäden
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Waldschäden
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Pflanzen reagieren auf Radioaktivität. Pflanzen reagieren auf vermehrte Radioaktivität in ihrer Umgebung.
Sojapflanzen, die im Umkreis des Atomkraftwerks Tschernobyl wachsen,
produzieren Eiweiße in anderen Mengen und in anderer Zusammensetzung, sind
zudem kleiner und nehmen langsamer Wasser auf als radioaktiv unbelastete
Pflanzen. Obwohl der Boden in der Nähe von Tschernobyl 167 mal mehr mit
Radiocäsium belastet sei, nähmen die Samen der dort angepflanzten
Sojabohnen dadurch weniger Radioaktivität auf als die in 100 Kilometer
Entfernung angebauten. (M. Danchenko et al. 2009)
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Stx540-541.2009.6.1
(1 Seite)
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Waldschäden
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Luftchemische
Wirkungshypothese: Streit um Waldschäden durch Radioaktivität. Der
1988 bekannt gewordene schweizerische Waldschadensbericht der "Eidgenössischen
Anstalt für das forstliche Versuchswesen" bei Zürich schließt einen
Zusammenhang zwischen Waldschäden und radioaktiven Ableitungen aus
Kernkraftwerken auch offiziellerseits nicht mehr
aus. Anders in der Bundesrepublik Deutschland. 1985 hatten Reichelt und
Kollert ihr Buch "Waldschäden durch Radioaktivität?" vorgelegt,
das große Beachtung in der Öffentlichkeit fand. Der darin von dem
Diplom-Physiker Roland Kollert aus Bremen formulierte
Zusammenhang zwischen radioaktiven Ableitungen aus Kernkraftwerken und
einer örtlichen Verstärkung von Waldschäden wurde von
bundesrepublikanischen staatlichen Forschungsinstitutionen sogleich heftig
abgelehnt. In der Öffentlichkeit wird jetzt behauptet, die Hypothese über
luftchemische Effekte von Radioaktivität seien widerlegt. Dies trifft
jedoch nicht zu, erklärt die Bremer Expertin für die Wirkung von
Niedrigdosisstrahlung Professor Dr. Inge Schmitz-Feuerhake. In einem
umfangreichen, an der Universität Bremen veröffentlichten Bericht
"Luftchemie und Radioaktivität" zeigt Kollert, daß die
vorgebrachte Kritik seine Hypothese nicht trifft und zum Teil sogar stützt.
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Stx43.1988.1,2,5.3
(3 Seiten)
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