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ISSN 0931-4288
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Kommentiertes
Register des Sachgebietes Medizinische Strahlenbelastung
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Mammographie
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Röntgendiagnostik
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Röntgenstrahlung
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Strahlentherapie
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Mammographie
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Mammographie
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Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen: Über
den Nutzen der Selbstuntersuchung der Brust gibt es ebenfalls keine
Gewißheit. Bericht zum Standpunkt der National Breast
Cancer Coalition (NBCC). Selbst
entdecken heisst nicht Selbstuntersuchung. Weil es
für Mammographie-Reihenuntersuchungen (Screening)
keinen Erfolgsnachweis im Sinne einer Senkung der Brustkrebssterblichkeit
gibt und die massenweise Anwendung dieser Röntgenuntersuchung Schaden
anrichtet, war in der Ausgabe des Strahlentelex
vom 6. Mai 2010 als Alternative eine systematische Förderung der
Selbstuntersuchung empfohlen worden. Das ist womöglich schon ein Schritt zu
weit gegangen. Wenn 80 Prozent der Frauen ihren Brustkrebs mehr oder weniger
zufällig selbst entdecken, so die Schlussfolgerung,
verspricht es einen größeren Erfolg, dies weiter zu fördern und also besser
ein wenig an diesem großen Rad zu drehen, als mit einem neu eingeführten Mammographie-Screening hektisch an einer kleinen Schraube
zu kurbeln. Selbst entdecken ist jedoch nicht selbst untersuchen. Denn auch
für die systematisch geförderte und aktive Selbstuntersuchung der Brust gibt
es keinen Nachweis einer Wirksamkeit. Wie das Mammographie-Screening
führt auch die Selbstuntersuchung der Brust nicht zu einer Verringerung der
Sterblichkeit an Brustkrebs, jedoch zu allen Nachteilen wie Ängsten,
Überdiagnosen, vermehrten Biopsien bei gutartigen Befunden etc.. Darauf weisen Gudrun Kemper und Beate Schmidt vom
unabhängigen Projekt Breast Cancer
Action Germany (www.bcaction.de) in ihrem hier
dokumentierten Bericht zum Standpunkt der Nationalen Brustkrebskoalition in den
USA (National Breast Cancer
Coalition, NBCC) hin. Von Gudrun Kemper und Beate
Schmidt.
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Stx562-563.2010.2-5.4 (4 Seiten)
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Mammographie
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Fünf Jahre Mammographie-Screening
in Deutschland. Bundesweit werden seit fünf Jahren Frauen im Alter
zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre schriftlich zur Teilnahme an der
Röntgen-Reihenuntersuchung eingeladen. Die bisher eingeladenen 9,2 Millionen
Frauen stellen etwa die Hälfte und die teilnehmenden 4,9 Millionen Frauen
damit etwa ein Viertel der Zielgruppe dar. 70 Prozent jedoch müßten es
mindestens sein, damit eine ausreichende statistische Nachweisstärke für die
erwartete Größenordnung einer erhofften verringerten Brustkrebssterblichkeit
nach frühestens 10 Jahren erreicht werden kann. Das hatten die begleitenden
Epidemiologen vor der Einführung des Programms erklärt. Damit läßt sich
absehen, daß das „europaweit größte und teuerste“ Mammographie-Screeningprogramm
schließlich ohne wirklichen Erfolgsnachweis bleiben wird.
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Stx562-563.2010.1.1 (1 Seite)
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Mammographie
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Dänische Studie zeigt erneut:
Mammographie-Reihenuntersuchungen nutzen nichts. Keinen Effekt des dänischen
Screeningprogramms auf die Brustkrebssterblichkeit
fanden Wissenschaftler des Nordischen Cochrane-Zentrums
in Kopenhagen und des Norwegischen Instituts für Public Health
in Oslo. Das berichteten sie jüngst in dem Wissenschaftsmagazin British Medical Journal. Die Abnahmen der
Brustkrebssterblichkeit, die in den Gebieten mit Screening
beobachtet werden konnten, waren demnach ähnlich hoch wie oder geringer als
die in den Gebieten ohne Screening sowie bei
Altersgruppen, die zu jung für das Screening waren.
Die Abnahme der Brustkrebssterblichkeit ist wahrscheinlich eher durch
Veränderungen bei den Risikofaktoren und mit verbesserter Behandlung zu
erklären, als durch Mammographie-Screening,
schreiben die Autoren. Bericht mit einem Kommentar von Thomas Dersee.
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Stx560-561.2010.4-6.3 (3 Seiten)
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Mammographie
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Mammographie als Brustkrebsrisiko. Frauen
mit familiär gehäuft auftretenden Brustkrebserkrankungen oder genetisch bedingt
erhöhtem Brustkrebsrisiko wird häufig schon in jungen Jahren zu vermehrten,
jährlichen Mammographie-Untersuchungen geraten. Einer auf der Jahrestagung
der Radiologischen Gesellschaft von Nordamerika am 30. November 2009 in
Chicago vorgestellten Metaanalyse aus den Niederlanden zufolge kann dies
jedoch das Brustkrebsrisiko weiter erhöhen (Marijke
C. Jansen-van der Weide et al. 2009). Die deutsche
Gesellschaft für Strahlenschutz hatte auf dieses Problem, von dem etwa 0,5
bis 1 Prozent der weiblichen Bevölkerung betroffen ist, bereits im Dezember
2001 hingewiesen.
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Stx552-553.2010.2-3.2 (2 Seiten)
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Mammographie
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Mammographie-Screening: Nur die Hälfte nimmt teil. Sorgen um den Erfolgsnachweis für die
Röntgen-Reihenuntersuchungen auf Brustkrebs. In nur drei Jahren ist seit
April 2005 in Deutschland das europaweit größte – und mit einem Aufwand der
gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von jährlich 250 bis 300 Millionen
Euro teuerste – Brustkrebs-Früherkennungsprogramm installiert worden. Die
Anbieter des Mammographie-Screenings, ihre
Funktionäre und Politiker geben sich begeistert: „Mammographie-Screening
rettet Leben. Noch nie zuvor hatten wir in Deutschland eine qualitativ so
hochwertige und zuverlässige Brustkrebsfrüherkennung“ – so Dr. Andreas
Köhler, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. „Für die
besonders gefährdete Gruppe der Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren haben
wir in Deutschland mit dem Mammographie-Screening
eine Früherkennungsmaßnahme geschaffen, die allerhöchsten europäischen
Qualitätsvorgaben genügt“ – so die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt.
Jedoch: Nur jede zweite dazu eingeladene Frau nimmt an der Reihenuntersuchung
teil, mehr als 70 Prozent aber müßten es sein, damit Epidemiologen die
Möglichkeit hätten, die optimistischen Aussagen für das deutsche Screening-Programm statistisch eindeutig zu belegen –
sofern diese zutreffen. Das war am 8. April 2008 auf einer Tagung in Berlin
zu erfahren, zu der das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit, das Bundesministerium für Gesundheit und die
Kooperationsgemeinschaft Mammographie der Spitzenverbände von Krankenkassen
und Kassenärztlicher Bundesvereinigung eingeladen hatten. Ein Bericht von
Thomas Dersee.
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Stx512-513.2008.1-2.2
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Mammographie
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Risikokommunikation: Das Mammographiescreening wird wie eine Versicherung beworben.
Risikowahrnehmung beim Mammographiescreening. Zur
individuellen Entscheidungsfindung über eine Teilnahme am Mammographiescreening
sei die Risikoverringerung für Tod durch Brustkrebs im Erkrankungsfall
ausschlaggebend. Diese Meinung vertreten Prof. Dr.rer.nat.
Nikolaus Becker vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und Prof. Dr.med. Hans Junkermann von der Universitätsfrauenklinik
Heidelberg im Deutschen Ärzteblatt. Sie empfehlen folgende Formulierung: Von
100 an Brustkrebs erkrankten Frauen sterben tumorbedingt innerhalb der
folgenden zehn Jahre nach Diagnosestellung ohne Screening
31 Frauen an Brustkrebs, bei Teilnahme am Screening
sterben nur 20 (35 Prozent weniger). Auf dieser Grundlage, so Becker und
Junkermann, würden bisher etwa 70 Prozent der zum Mammographiescreening
eingeladenen Frauen der Aufforderung zur Teilnahme folgen. Mit einem
Kommentar von Thomas Dersee.
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Stx510-511.2008.6-7.2 (2 Seiten)
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Mammographie
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Statt Zwang zur Reihenuntersuchung
jetzt Zwang zur Beratung. Krebsvorsorge und andere
Früherkennungsuntersuchungen sollen nun doch nicht zur Pflicht werden. Darauf
verständigte sich am 20. Juli 2007 der Gemeinsame Bundesausschuß (GBA) der
Gesundheitsbranche, der den Leistungskatalog der Gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV) festlegt, und hebelte damit einen äußerst
umstrittenen Punkt der Gesundheitsreform aus, der wie gemeldet bereits im
April 2007 in Kraft getreten war.
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Stx494-495.2007.9.1 (1 Seite)
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Mammographie
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Zwang zur Reihenuntersuchung. Das
ist kein Aprilscherz: Mit dem Inkrafttreten der Gesundheitsreform am 1. April
2007 ist die Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen für die
Geburtsjahrgänge ab 1987 zur Pflicht geworden. – Mit einem Kommentar von
Sebastian Pflugbeil.
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Stx488-489.2007.6.1 (1 Seite)
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Mammographie
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Screening: Keine
signifikante Verringerung der Brustkrebssterblichkeit bei
Mammographie-Reihenuntersuchung. Nach der Einführung von
Reihenuntersuchungen (Screening) auf Brustkrebs
mittels Mammographie für ältere Frauen ab 50 Jahren blieben Sinn und
Wirksamkeit solcher Maßnahmen besonders für jüngere Frauen weiterhin
umstritten. Eine Meta-Analyse aller bisherigen Untersuchungen zeigte zwar
eine etwa 15-prozentige Reduzierung der Sterblichkeit beim Mammographieren von Frauen zwischen 40 und 49 Jahren,
jedoch könnte dieser Befund auch auf einen darin enthaltenen Anteil von
älteren Frauen über 50 Jahre zurückzuführen sein. Sue M. Moss
und Kollegen vom Institute of Cancer Research in Sutton, der University of Leeds, dem City Hospital in
Nottingham und dem Addenbrookes Hospital in
Cambridge (sämtlich in Großbritannien), untersuchten deshalb 160.921 Frauen
aus England, Wales und Schottland im Alter zwischen 39 und 41 Jahren. Ihre
Untersuchung ergab keine signifikanten Ergebnisse.
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Stx484-485.2007.4.1 (1 Seite)
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Mammographie
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Screening: Wege
der Brustkrebsfrüherkennung. Die Deutsche Gesellschaft für Senologie fragt auf ihrer Jahrestagung in Dresden nach
zielführenden Wegen zur Früherkennung von Brustkrebs. Ende 2007 soll die
Mammographie-Reihenuntersuchung (Screening) zur
Brustkrebsfrüherkennung in Deutschland flächendeckend etabliert sein. Gegen
sachkundigen Rat, aber in Erfüllung der Wünsche einer starken Lobby und
ergänzend zur Gesundheitsreform hatte die frühere rot-grüne Bundesregierung
im Januar 2004 entschieden, ein solches Screening-System
in Deutschland aufzubauen. Brustgesunde Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren
sollen im Rahmen dieses Programms alle zwei Jahre zu einer
Röntgenuntersuchung ihrer Brust aufgefordert werden. Die Protagonisten des Screenings erhoffen sich dadurch eine Verringerung der
Sterblichkeit (Mortalität) um zirka 30 Prozent. Das heißt, ohne Screening sterben von 1.000 Frauen in 10 Jahren 4 Frauen
an Brustkrebs, mit Screening sollen es nur noch
etwa 3 sein.
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Stx472-473.2006.5.1 (1 Seite)
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Mammographie
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Mammographie-Screening bis Ende 2007 bundesweit. Gegen
sachkundigen Rat, aber in Erfüllung der Wünsche einer starken Lobby und
ergänzend zur Gesundheitsreform hatte die frühere rot-grüne Bundesregierung
im Januar 2004 entschieden, ein flächendeckendes System zur Früherkennung von
Brustkrebs (Mammographie-Screening) in Deutschland
aufzubauen. Brustgesunde Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren sollen im
Rahmen dieses Programms alle zwei Jahre zu einer Röntgenuntersuchung der
Brust aufgefordert werden. In Bremen, Wiesbaden und der Region Weser-Ems war
bereits Mitte des Jahres 2001 vorbereitend mit einem Modellprojekt Mammographie-Screening begonnen worden. Von bundesweit
insgesamt 90 geplanten Screeningzentren sind heute
jedoch erst 8 in Betrieb, erklärte Jan Graebe-Adelssen
von der Kooperationsgemeinschaft Mammographie am 19. Januar 2006 vor
Journalisten in Berlin.
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Stx458-459.2006.7.1 (1 Seite)
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Mammographie
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Sirnach, 30. März 2005: Risiken durch
radioaktive Niedrigdosisstrahlung und Mammographie-Reihenuntersuchungen.
Die Diskussion über Sinn und Zweck der Früherkennung von Brustkrebs mit Hilfe
von Mammographie-Reihenuntersuchungen läuft in der Schweiz derzeit auf
Hochtouren. Zuletzt hatten sich im Januar 2005 auf einem internationalen
Brustkrebs-Kongreß in St. Gallen 3.700 Ärztinnen und Ärzte versammelt und
auch Laienpublikum eingeladen. Der Veranstalter Hans-Jörg Senn widersprach
dabei jenen Studien, die den Wert eines breit angelegten
Mammographie-Programms anzweifeln und kritisierte die Deutschschweiz. In der
Westschweiz gebe es dagegen das Mammographie-Screening,
die Rehenuntersuchung noch nicht
"verdächtiger" Frauen. Die Röntgenmethode sei immer noch die beste.
Die Forschung zur gesundheitsgefährdenden Wirkung niedriger Strahlendosen ist
bisher auch in medizinischen Fachkreisen wenig diskutiert, konstatiert
dagegen der schweizerische Arbeitskreis "Tschernobyl und die
Folgen" und lädt deshalb für den 30. März 2005 um 19.00 Uhr in die Fischingerstr. 66 in CH-8370 Sirnach
TG zu einem Vortrag und Diskussion mit Frau Professor Dr.rer.nat.
Inge Schmitz-Feuerhake zu den "Risiken durch
radioaktive Niedrigdosis-Strahlung – Risiken der
Mammographie-Reihenuntersuchung" ein.
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Stx436-437.2005.8.1 (1 Seite)
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Mammographie
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Strahlenwirkungen: Zur Mammographie verwendete Röntgenstrahlen sind
fünffach stärker krebserregend als bisher angenommen. Über die
biologische Wirksamkeit der 29kVp-Röntgenstrahlung, die für
Mammographie-Massenuntersuchungen (Screening)
verwendet wird, herrscht derzeit ein heftiger Streit. Der Ausgang dieser
Auseinandersetzung wird entscheidende Auswirkungen auf die Berechnung des
Ausmaßes der Strahlenrisiken durch Brustkrebs-Screening
haben. G. J. Heyes und A. J. Mill von der Radiation Biophysics Group an der
Fakultät für Physik und Astronomie der Universität von Birmingham in
Großbritannien, stellten in der Zeitschrift Radiation
Research eine "definitive Abschätzung" der biologischen Wirksamkeit
von 29 kVp-Röntgenstrahlung vor, im Vergleich zur
Strahlung, der die Atombombenüberlebenden ausgesetzt waren. Sie fanden eine
rund 5-fach höhere biologische Wirksamkeit der 29 kVp-Röntgenstrahlung und fordern eine nochmalige
Überprüfung des Nutzens von Mammographie-Untersuchungen.
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Stx430-431.2004.6.1 (1 Seite)
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Mammographie
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2 Jahre Mammographie-Screening in
Deutschland. In Bremen, Wiesbaden und in der Region Weser-Ems war Mitte
des Jahres 2001 mit einem Modellprojekt Mammographie-Screening
zur Brustkrebs-Früherkennung begonnen worden, um eine flächendeckende
Einführung in ganz Deutschland vorzubereiten. Jetzt stellte Dr. med. Hans
Junkermann auf dem Deutschen Röntgenkongress am 22.
Mai 2004 in Wiesbaden eine erste Auswertung vor.
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Stx418-419.2004.6.1 (1 Seite)
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+ Stx420-421.2004.3.1 (1 Seite)
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Mammographie
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Die Röntgen-Massenuntersuchung auf Brustkrebs wird eingeführt. Ein
gemeinsamer Beschluß von Bundesumwelt- und Bundesgesundheitsministerium.
Gegen allen sachkundigen Rat, dafür in Erfüllung der Wünsche einer starken
Lobby und ergänzend zur Gesundheitsreform hat die derzeitige Bundesregierung
jetzt entschieden: In Deutschland wird ein flächendeckendes System zur
Früherkennung von Brustkrebs (Mammographie-Screening)
aufgebaut. Dazu sind jetzt Richtlinien und Eckpunkte zur Ausgestaltung der
Massenuntersuchung überwiegend gesunder Frauen in Kraft getreten. Das teilten
Bundesumwelt- und Bundesgesundheitsministerium am 28. Januar 2004 gemeinsam mit.
Aktuelle Metaanalysen lassen jedoch bezweifeln, daß die Durchführung eines Mammographiescreenings zu einem Überlebensvorteil der
Patientinnen führt.
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Stx410-411.2004.2-4.3 (3 Seiten)
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Mammographie
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Keinen Überlebensvorteil durch Früherkennung von Brustkrebs gefunden. Aktuelle
Metaanalysen lassen bezweifeln, daß die Durchführung eines generellen Mammographiescreenings zu einem Überlebensvorteil der
Patientinnen führt. Dies veranlaßte Dr.med.
Wolfgang Janni von der I. Frauenklinik am Klinikum
der Ludwig-Maximilians-Universität München und Kollegen zu überprüfen, ob
Bestrebungen zur Krebsfrüherkennung in den 80er Jahren Einfluß auf die
durchschnittliche diagnostizierte Tumorgröße bei Primärdiagnose und auf die
Überlebensprognose hatten. Während des Untersuchungszeitraumes war laut Janni und Kollegen zwar eine signifikante Abnahme der
durchschnittlichen Tumorgröße bei Erstdiagnose des Mammakarzinoms
zu beobachten. Dies führte aber nicht zu einem nachweisbaren
krankheitsspezifischen Überlebensvorteil für die Patientinnen.
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Stx394-395.2003.7,8.2 (2 Seiten)
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Mammographie
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"Am Knoten in der Brust ist noch keine Frau gestorben".
Stellungnahme des Deutschen Ärztinnenbundes zur Einführung eines
flächendeckenden Mammographie-Screenings.
Verbesserte Tastuntersuchungen statt Reihenuntersuchungen mit Mammographie
empfiehlt der Deutsche Ärztinnenbund. Nicht jede Brustkrebsart führe zum
Tode, beim Umgang mit Mammographie werde das ignoriert. Der Deutsche
Ärztinnenbund befürworte dagegen alle Maßnahmen, die eine effektivere medizinische
Versorgung der Bevölkerung bewirken. Insbesondere begrüße er die zunehmende
Berücksichtigung evidenzbasierter Kriterien bei der Entscheidungsfindung in
der Medizin. Daher seien gerade die Analysen der Cochrane
Collaboration von ihm ausgiebig studiert worden.
Das erklärte beim Fachgespräch des Bundesamtes für Strahlenschutz zur
Einführung eines flächendeckenden Mammographie-Screenings
am 23. April 2002 im Berliner Roten Rathaus die Frauenärztin Dr.med. Friederike M. Perl, Mitglied des Bundesvorstandes
des Deutschen Ärztinnenbundes e.V..
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Stx382-383.2002.1-3.3 (3 Seiten)
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Mammographie
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Medizinische Strahlenbelastung: Auch das Bundesamt für Strahlenschutz
lehnt das Mammographie-Screening ab. Fachgespräch
beim Bundesamt für Strahlenschutz zur Brustkrebs-Früherkennung am 23. April 2002
in Berlin. Auf Einladung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) fand am
23. April 2002 im Roten Rathaus in Berlin ein Fachgespräch zum Thema
Brustkrebs-Früherkennung statt. Die Diskussion war in drei Abschnitte
unterteilt: "Medizinische Aspekte der Brustkrebs-Früherkennung",
"Nutzen-Risiko-Bewertung des Röntgen-Mammographie-Screenings"
und "Position gesellschaftlicher Gruppen". Wir dokumentieren den
Beitrag der Gesellschaft für Strahlenschutz, die eingeladen wurde, sich mit
einem eigenen Beitrag an diesem Fachgespräch zu beteiligen. Von Dr.med. Helga Dieckmann und Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake.
Es ist bemerkenswert, daß das BfS nicht nur zu einer kontroversen Debatte
über das heikle Thema "Brustkrebs-Screening"
einlädt sondern auch noch nachdrücklich einfordert, daß der Nutzen dieses Screenings das Risiko überwiegen muß. Diese vernünftige
Forderung scheint lediglich selbstverständlich, tatsächlich dokumentiert sie
Courage – sie stellt nämlich die Position der Gesundheitsministerin in Frage,
derzufolge die gegenwärtig vorliegenden Fakten eine
klare Antwort gestatteten und nur noch zu handeln sei. Es ist auch
bemerkenswert, daß das BfS, hier in Gestalt von Herrn Dr. Jung, in Form einer
Überschlagsrechnung auf die Größenordnung der Kollektivdosis hinwies, die
durch das Brustkrebs-Screening verursacht würde.
Diese kollektive Strahlenbelastung wäre beträchtlich viel höher als alle
bisherigen Strahlenbelastungen von beruflich Strahlenexponierten und der
Bevölkerung zusammengenommen.
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Stx368-369.2002.1-6.6 (6 Seiten)
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Mammographie
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Mammographie-Screening: Ärztekammer
Berlin warnt vor Irreführung der Bevölkerung bei
Mammographie-Reihenuntersuchungen. Der Gesundheitsausschuß des Deutschen
Bundestages will ab 2003 ein flächendeckendes Mammographie-Screening
einführen. Ergebnisse über den Nutzen aus den Mammographie-Erprobungsregionen
will Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) nicht
abwarten, sondern lediglich erfahren, "wie es gelingt, die Frauen zum
Mitmachen zu motivieren".
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Stx366-367.2002.7,8.2 (2 Seiten)
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Mammographie
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Mammographie-Screening:
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) will
Röntgen-Reihenuntersuchungen für alle Frauen ab 50 Jahre. Das Bundesamt für
Strahlenschutz fordert zuvor den Nachweis eines Nutzens und plant für April
2002 ein Fachgespräch zur Klärung offener Fragen. Kommentar: Denkfehler.
80 Prozent ihrer Brustkrebserkrankungen entdeckten die Frauen bisher mehr
oder weniger zufällig selbst, indem sie bei Auffälligkeiten an ihrer Brust
zum Arzt gehen. Das erklären die Anhängerinnen und Anhänger des massenhaften Mammographierens und verkünden, das dürfe nicht sein und
müsse durch das von ihnen propagierte Verfahren abgelöst werden. Das ist ein
logischer Fehler. Die Gesetzmäßigkeiten der Ökonomie des Erfolges lassen es
vielmehr geraten erscheinen, gerade diesen hohen Anteil noch weiter zu
erhöhen. Denn schon die Anstrengungen für eine nur geringe Verbesserung um
zum Beispiel 5 Prozent des Anteils von 36.800 Frauen (80 Prozent von 46.000
Frauen, die nach Aussage des Bundesamtes für Strahlenschutz jährlich in
Deutschland neu an Brustkrebs erkranken) würde schon mehr als 1.840 Frauen
helfen und entsprechend den Anteil der anderen 9.200 Frauen, die ihren Krebs
nicht entdecken, um 20 Prozent verringern. Die Logik der Erfolgsökonomie verlangt,
alles dafür zu tun, den 80 Prozent-Anteil der Frauen
weiter zu erhöhen, die ihren Brustkrebs selbst finden. Ihn zu verringern wäre
geradezu kontraproduktiv. Das spricht für eine systematische Förderung und
Propagierung der Selbstuntersuchung, für eine professionelle Anleitung der
Frauen zum richtigen Abtasten. Kommentar von Thomas Dersee
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Stx364-365.2002.1,2.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Mammographie
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Buchmarkt: "Brustkrebsfrüherkennung Ja, Reihenuntersuchung mit
Mammographie Nein!" Die Mammographie ist ein wichtiges
diagnostisches Verfahren zur Erkennung von Brustkrebs. Vielen Wohlmeinenden
aus Medizin, Gesundheitspolitik und Krankenkassen, die etwas gegen das
Brustkrebsproblem unternehmen wollen, fällt es jedoch schwer zu akzeptieren,
daß die Reihenuntersuchung mit Mammographie nach aller Erfahrung weder eine
Senkung der Brustkrebssterblichkeit noch der Gesamtsterblichkeit zur Folge
hat. Das erste Screeningprogramm wurde 1963
begonnen. Seitdem füllt das Thema zehntausende
Seiten der wissenschaftlichen Literatur. In ihrem Anfang 2002 erscheinenden
neuen Bericht des Otto Hug Strahleninstituts Nr. 23
stellt die Gesellschaft für Strahlenschutz aus Anlaß aktueller Initiativen
der rot-grünen Regierungskoalition zur Förderung des Mammographiescreenings
den derzeitigen Erkenntnisstand dar. Es sei Zeit, sich von
Wunschvorstellungen zu befreien und neue Strategien zur Bekämpfung des
Brustkrebses auszuarbeiten, schreiben die Autorinnen und Autoren der
Gesellschaft für Strahlenschutz.
Ausführliche Information über diesen
Bericht und eine Bestellmöglichkeit finden Sie hier.
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Stx360-361.2002.6,7.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Mammographie
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Erfolglosigkeit des Mammographie-Screenings
bestätigt. Die Strahlenbelastung der Menschen in Deutschland durch die
Medizin ist mit durchschnittlich rund 2 Millisievert pro Jahr im europäischen
und im Weltvergleich unverändert sehr hoch und muß gesenkt werden. In
Großbritannien sind es zum Beispiel lediglich 0,3 Millisievert pro Jahr. Zu
diesem Ergebnis gelangte Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) in
seinem Bericht über Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2000,
den er am 27. September 2001 dem Parlament zuleiten ließ.
Dagegen forderte unter der Schirmherrschaft von
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) am 20. Oktober 2001 in Berlin
ein Zusammenschluß von zwölf Institutionen und Initiativen auf einer
"Demonstration gegen Brustkrebs" die flächendeckende Einführung des
Mammographie-Screenings und damit eine weitere
Strahlenbelastung für Frauen. Die Röntgen-Reihenuntersuchung der Brust, so
die Hoffnung, soll den Kampf gegen den Brustkrebs voranbringen.
Daß dies jedoch tatsächlich so nicht geschieht, zeigten zeitgleich die
Wissenschaftler des Nordischen Cochrane-Zentrums in
Kopenhagen. Sie fanden, daß es dabei sogar zu vermehrten Brustamputationen
und radikaleren Therapien anstatt zu mehr brusterhaltendem Vorgehen kommt,
ohne daß auch nur die Sterblichkeit an Brustkrebs sinkt. Ein Bericht von
Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake.
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Stx356-357.2001.1,2.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Mammographie
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Dokumentation: Reihenuntersuchungen zur Brustkrebsfrüherkennung: Wie
sinnvoll erscheinen sie zu Beginn des 21. Jahrhunderts? von Professor Cornelia J. Baines
MD, MSc, FACE, Department Public Health Sciences, Faculty of Medicine,
University of Toronto, Canada, Internationaler Kongress "Strahlenschutz nach der Jahrtausendwende",
9. Juni 2000, Bremen. Ein "flächendeckendes Mammographie-Screening nach europäischen Leitlinien"
fordern die Frauen der Bundestagsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen
und einige ihrer männlichen Kollegen im Sommer 2001 in einem Antrag (14/6453)
für den Deutschen Bundestag an die Bundesregierung. Zeitgleich ist in Bremen
und Wiesbaden mit der Erprobung eines Programms von Mammographie-Reihenuntersuchungen
begonnen worden. Vor allem hätten die bisher "in Deutschland
durchgeführten Mammographien nicht zu einer Absenkung der
Brustkrebssterblichkeit geführt", beklagen die Politikerinnen. Dagegen
werde in vielen anderen Ländern ein qualitätsgesichertes Mammographie-Screening
angeboten, führen sie an und nennen unter anderem das weltweit größte derzeit
laufende Screeningprogramm in Kanada. Die Leiterin
dieses Programms, Frau Professor Dr. Cornelia J. Baines,
kommt jedoch nach 20 Jahren Erfahrung mit dem Mammographie-Screening
zu dem Schluß, das Screening sei zwar gut, wenn man
Statistik betreiben will. Es verhindere jedoch weder Brustkrebs noch senke es
im Vergleich zu anderen Untersuchungsmethoden die Sterblichkeit daran.
Frauen, die so etwas erwarten und deshalb an den Programmen teilnehmen,
könnten nur enttäuscht werden. Wenn Geld für Gesundheitsprogramme vorhanden
sei, sollte es tunlichst für etwas ausgegeben werden, das einen größeren
Nutzen erwarten läßt als ausgerechnet ein Mammographie-Screeningprogramm.
Strahlentelex dokumentiert den Vortrag von Frau Professor Baines,
den diese am 9. Juni 2000 in Bremen auf dem Internationalen Kongress "Strahlenschutz nach der
Jahrtausendwende" gehalten hat.
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Stx350-351.2001.8-11.4 (4 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Mammographie
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Brustkrebs-Früherkennung: Die Ärztekammer Berlin warnt vor der
Irreführung der Bevölkerung und falschen Hoffnungen: In Bremen und Wiesbaden
beginnen Mitte 2001 Mammografie-Reihenuntersuchungen.
Nach einer einjährigen Vorbereitungszeit bekommen im Sommer 2001 die
ersten Frauen in Bremen und Wiesbaden eine Einladung zum Mammografie-Screening.
Zielgruppe der Reihenuntersuchung zur Brustkrebsfrüherkennung sind Frauen
zwischen 50 und 69 Jahren, die dort wohnen. Die Ärztekammer Berlin warnt vor
Irreführung und falschen Hoffnungen auf Mammografie-Reihenuntersuchungen:
Nur jede 1000. Frau hat einen Nutzen, aber 250 erleiden dabei einen Schaden.
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Stx348-349.2001.1,2.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Mammographie
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Neue Jenaer Studie zur Brustkrebsdiagnostik: Magnetresonanzmammographie
ist die überlegene Methode. Die Magnetresonanzmammographie (MRM) ist die
genaueste Methode, wenn es um die Diagnose eines bösartiges
Brusttumors geht. Dies fand die Jenaer Gynäkologin Dr. Sabine Malur in einer Anfang 2001 veröffentlichten Studie
heraus. "Im Vergleich zur Röntgenmammographie oder zur
Ultraschalluntersuchung (Sonographie) lieferte die Magnetresonanzmammographie
bei einem Verdacht auf Brustkrebs die besten Resultate", faßt die
Medizinerin von der Frauenklinik der Friedrich-Schiller-Universität ihre
Ergebnisse zusammen. Die Magnetresonanzmammographie arbeitet nicht mit Röntgenstrahlen,
sondern mißt die Energieveränderungen im Gewebe,
die unter Einfluß eines von außen angelegten starken Magnetfeldes in Form von
elektromagnetischen Wellen aus dem Körper austritt. Mit Hilfe eines Computers
lassen sich so zweidimensionale Bilder erzeugen, die mit sehr hoher Auflösung
auch die Darstellung kleiner anatomischer Strukturen möglich machen.
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Stx342-343.2001.6,7.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Mammographie
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Strahlenwirkungen: Mammographie-Röntgenstrahlen sind 3,4-fach stärker krebsauslösend
als 200 kVp-Röntgenstrahlen und mindestens 7-fach
stärker als Cobalt-60-Gammastrahlung. Die derzeit geltenden
Strahlenrisiko-Abschätzungen für beruflich strahlenbelastete Personen und für
die medizinische Diagnostik beruhen zum größten Teil auf den
epidemiologischen Daten der Atombombenüberlebenden von Hiroshima und
Nagasaki, die im wesentlichen mit Gammastrahlung exponiert worden waren. Die
biologische Wirksamkeit dieser Gammastrahlen ist derjenigen von
Cobalt-60-Gammastrah-lung vergleichbar. Bei beruflicher Strahlenbelastung und
in der medizinischen Diagnostik sind dagegen Röntgenstrahlen und Elektronen
im sogenannten LET-Bereich bis etwa 10 keV/µm
die hauptsächlichen Strahlenarten. Die Publikation 60 der Internationalen
Strahlenschutzkommission und die deutsche Strahlenschutzverordnung (1990)
gehen von der Annahme aus, daß alle Photonen- und Elektronenstrahlungen bis
zu einem LET von 11 keV/µm die gleiche biologische Wirksamkeit haben.
Strahlenphysikalische und strahlenbiologische Daten widersprechen aber dieser
Annahme. Das zeigten D. Frankenberg, K. Kelnhofer,
F. Bär und M. Frankenberg-Schwager von der Abteilung Klinische
Strahlenbiologie und Klinische Strahlenphysik am Zentrum Radiologie der
Universität Göttingen auf der 32. Jahrestagung des Fachverbandes für
Strahlenschutz (FS-GAST) vom 2. bis 6. Oktober 2000 in Bad Kissingen anhand
von Untersuchungen an einer menschlichen Hybridzelllinie (CGL1).
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Stx332-333.2000.10,11.2 (2 Seiten)
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Mammographie
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Mammographie-Screening in der
Kontroverse: Zweifel am Sinn von Mammographie-Reihenuntersuchungen nach 20
Jahren Screening in Kanada und vor einem Neustart
in Deutschland. Der Kreis, der die Sinnhaftigkeit
dieser Röntgenmethode zur Früherkennung von Brustkrebs anzweifelt, wird immer
größer. Andererseits hat man im Jahr 2000 in Deutschland erstmals ein
Programm zur Durchführung von Mammographie-Reihenuntersuchungen beschlossen.
Zum Kongress "Strahlenschutz nach der
Jahrtausendwende", den die Gesellschaft für Strahlenschutz mit
Unterstützung der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges
(IPPNW) am 9. und 10. Juni 2000 in Bremen durchführte, reiste auch Frau Dr.
Cornelia J. Baines an, Professorin für Öffentliches
Gesundheitswesen an der Universität Toronto und Leiterin des weltweit größten
derzeit laufenden Screeningprogramms in Kanada.
Deren Haltung nach 20 Jahren Erfahrung mit dem Mammographie-Screening
läßt sich wie folgt zusammenfassen: Das Screening
ist gut, wenn man Statistik betreiben will, es verhindert jedoch weder
Brustkrebserkrankungen noch senkt es die Sterblichkeit an Brustkrebs. Frauen,
die so etwas erwarten und deshalb an den Programmen teilnehmen, könnten nur
enttäuscht werden. Wenn Geld für Gesundheitsprogramme vorhanden sei, sollte es
tunlichst für etwas ausgegeben werden, das einen größeren Nutzen erwarten
läßt als ausgerechnet Mammographie-Screeningprogramme.
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Stx324-325.2000.1-3.3 (3 Seiten)
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Mammographie
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Bei genetischer Prägung für Brustkrebs ist die Mammographie besonders
risikoreich. Über die Risiken der Mammographie unter Berücksichtigung
physikalischer und genetischer Aspekte berichtete Professor Dr. Dieter
Frankenberg vom Zentrum für Radiologie der Georg-August Universität Göttingen
auf dem internationalen Kongreß "Die Wirkung niedriger
Strahlendosen", der vom 19. bis 21. März 1998 in Münster stattfand. Aus
seinen Darstellungen kann geschlossen werden, daß Frauen mit einer ererbten
genetischen Prädisposition für Brustkrebs ein besonders hohes Risiko tragen,
durch die Anwendung der Früherkennungsmethode Mammographie an einem
Krebstumor zu erkranken. Ein Bericht von Bettina Dannheim.
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Stx272-273.1998.1,2.2 (2 Seiten)
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Mammographie
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Krawall um Reihenuntersuchungen auf Brustkrebs: Die Auseinandersetzung darum,
ob regelmäßige Mammographien für Frauen in den Vierzigern empfehlenswert
sind, wird durch unsichere Beweise und entgegengesetzte Weltbilder geschürt.
Die Frage stellt sich einfach: Sollten Frauen in den Vierzigern regelmäßige
Mammographien empfohlen werden? Die Suche nach der Antwort führt in den USA
ebenso wie in Deutschland zu einem scharfen Streit. Das muß nicht verwundern,
denn regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind zunächst einmal auch ein
Geschäft. Die Vorbereitungen zu einer entscheidenden Sitzung des National
Instituts of Health (NIH) der USA im Januar 1997,
wurde von einem Mitglied des Vorbereitungsausschusses als
"Rauferei" bezeichnet und die Sitzung selbst habe auch diesem
Eindruck entsprochen, berichtete Gary Taubes im Wissenschaftsmagazin Science
vom 21. Februar 1997. Der Direktor des National Cancer
Institute (NCI) zeigte sich "schockiert, die Giftigkeit und
Feindseligkeit mit ansehen zu müssen", die dieses Thema begleitet. Die
wissenschaftliche Sitzung endete mit öffentlichen Anschuldigungen wegen
Betrugs und bürokratischer Schikane. Ein Radiologe gab öffentlich und mit
großem Medienecho seine Meinung kund, daß die Schlußfolgerung der Sitzung,
jede Frau in den Vierzigern müsse über Mammographie selbst entscheiden, ein
"Todesurteil" für diese Frauen sei. Er werde um sie Trauern.
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Stx246-247.1997.1-4.4 (4 Seiten)
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Mammographie
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Techniker-Krankenkasse wurde Mamma-Screening
untersagt. Das Bundesversicherungsamt hat es
der Techniker Krankenkasse (TK) untersagt, ihren weiblichen Mitgliedern ab 50
Jahren die Kostenübernahme einer jährlichen Röntgenuntersuchung der Brust
anzubieten. Die Begründung lautet unter anderem, die TK würde ihre weiblichen
Versicherten einer unnötigen Strahlenbelastung aussetzen.
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Stx208-209.1995.12.1 (1 Seite)
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Mammographie
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"Röntgenärzte wollen röntgen". Das Feministische FrauenGesundheitsZentrum (FFGZ) e.V., Berlin, stellt
fest, daß ÄrztInnen und Fachgesellschaften
zunehmend Frauen ab 35 Jahren auffordern, routinemäßig ihre Brüste röntgen zu
lassen. Leserinnenbrief von Sylvia Groth, FFGZ e.V., Berlin, zum Bericht im
Strahlentelex 180-181 vom 7. Juli 1994.
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Stx182-183.1994.3,4.2 (2 Seiten)
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Mammographie
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Röntgenärzte wollen röntgen. Die jährliche Mammographie für Frauen
ab 40 oder 50 Jahren soll fester Bestandteil der Krebsvorsorge werden. Das
wünscht sich die Deutsche Röntgengesellschaft von den Krankenkassen, die das
bezahlen müßten. 25 Prozent mehr Frauen mit Brustkrebs könnten so länger
überleben. Das heftig diskutierte Strahlenrisiko dieser Röntgenuntersuchungen
der Brust schätzen die Radiologen gering.
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Stx180-181.1994.3.1 (1 Seite)
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Mammographie
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Mammographien im Zwielicht. Rund jedes zweite Mammographie-Gerät zur
Diagnose von Brustkrebs ist veraltet oder technisch defekt und liefert
Röntgenaufnahmen, die zur einwandfreien Diagnose ungeeignet sind. Hinzu
kommen mangelnde Erfahrung etlicher Ärzte, die
selbst bei einwandfreien Röntgenbildern diese nicht korrekt auswerten können.
Das ist das Ergebnis der deutschen Mammographie-Studie, teilte der
Bundesverband der Innungskrankenkassen (IKK) am 21. Juli 1993 mit.
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Stx160-161.1993.6.1 (1 Seite)
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Mammographie
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Brustkrebsrate verdoppelt. Die Zahl der Todesfälle durch Brustkrebs
hat sich seit 1968 in der Bundesrepublik verdoppelt. Wie Prof. Dieter Krebs
im September 1992 in Berlin mitteilte, steigt die Zahl der Brustkrebstoten
trotz der erweiterten Möglichkeiten bei der Früherkennung und der Behandlung.
Kurzmeldung.
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Stx144-145.1993.12.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Röntgendiagnostik
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Auch ohne nuklearen Müll und Atomkraftwerke: Die Verstrahlung der
Menschheit schreitet voran. Die
Röntgen-Computertomographie (CT) muß zur Ausnahme werden, denn sonst
schreitet auch ohne nuklearen Müll und Atomkraftwerke die Verstrahlung der
Menschheit voran. Einem neuen Buch aus dem Springer-Verlag zufolge gibt es
zur Zeit bereits über 5.000 PET/CT-Scanner. Das sind Systeme, die
gleichzeitig eine (Röntgen-) Computertomographie (CT) und eine Positronenemissionstomographie (PET) vom ganzen Menschen
anfertigen können. Letzteres ist eine nuklearmedizinische dreidimensionale
Methode, bei der Positronenstrahler – meistens
Fluor-18 mit einer Halbwertszeit von 1,8 Stunden – eingesetzt werden. Für
eine einzige Ganzkörperuntersuchung klettert dabei die effektive Dosis von 10
Millisievert (mSv) für eine alleinige CT auf 25 mSv. Die Organdosen sind
entsprechend: Knochenmark 29 mSv, Lunge 27 mSv, Eierstöcke 33 mSv, Darm 36
mSv, Magen 29 mSv. Zum Vergleich: Der Grenzwert für die Bevölkerung bei einem
Atomkraftwerk beträgt 0,3 mSv (effektiv) pro Jahr, für beruflich
Strahlenexponierte 20 mSv pro Jahr. Auch andere „Hybridsysteme“ sind im
Kommen, nämlich SPECT /CT, bei dem normale gammastrahlende Nuklide verwendet
werden, und CT/ MRT, bei dem die Magnetresonanztomographie (MRT) zwar keine
ionisierende Strahlung aussendet, womöglich aber die Hochfrequenzstrahlung
einen synergistischen Effekt mit der
Röntgenstrahlung des CTs erzeugt. Gerechtfertigt
wird die hohe Dosis mit einer strengen Indikation, da sie nur bei Patienten
eingesetzt werden soll, die schon Krebs haben. Da dient die Methode zur
präzisen Darstellung des zu therapierenden Tumors und zur laufenden
Metastasen-Nachkontrolle. In der Medizin gibt es aber bekanntlich keine
Dosisgrenzwerte für Patienten. Die Hybridsysteme werden außerdem, wie bereits
seit längerer Zeit die „Darmspiegelung“ per CT, für Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen
angeboten. Die Ärzte sagen gern, sie seien für die weitgehende Vermeidung
solcher Expositionen, aber viele Patienten würden diese Diagnoseverfahren
verlangen und die Ärzte regresspflichtig machen,
wenn sie nicht alle Möglichkeiten ausschöpften. Bericht von Inge Schmitz-Feuerhake
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Stx580-581.2011.8-13.6 (6 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Prostatakrebs und diagnostisches Röntgen. Mitte der 1990er Jahre lösten Prostatakarzinome den Lungenkrebs in Deutschland
als häufigste Krebserkrankung bei Männern ab. Die altersstandardisierte
Erkrankungsrate hat zwischen 1980 und 2004 um etwa 150 Prozent zugenommen.
Demgegenüber ist die Sterblichkeit (Mortalität) seit Mitte der 1990er Jahre
rückläufig, erreicht jedoch im Vergleich zu anderen Ländern noch
Spitzenwerte. Wegen des Rückgangs der Mortalität führt man den enormen
Anstieg der Neuerkrankungsrate weitgehend auf den üblich gewordenen PSA-Test
zurück, durch den noch latente Stadien früher oder überhaupt erkannt werden.
Da jedoch auch in den Altersgruppen unter 50 Jahre ein deutlicher Anstieg der
Neuerkrankungsrate zu verzeichnen ist und eine drastische Zunahme bereits vor
den 1980er Jahren erfolgte, erscheint die Frage nach Risikofaktoren weiterhin
vordringlich. Von Inge Schmitz-Feuerhake
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Stx560-561.2010.1-3.3 (3 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Die medizinische Strahlenbelastung steigt kontinuierlich und ungehemmt.
Erwachsene sind in Deutschland
rechnerisch einer natürlichen und zivilisatorisch veränderten
Strahlenbelastung von 2,1 Millisievert pro Jahr (mSv/a) ausgesetzt, wovon 1,1
mSv auf die Inhalation von Radon und seinen Zerfallsprodukten entfallen. Das
geht aus der im März 2010 veröffentlichten Unterrichtung der Bundesregierung
an den Deutschen Bundestag über die Umweltradioaktivität und
Strahlenbelastung im Jahr 2008 hervor (Bundestagsdrucksache 17/ 770 vom
24.02.2010). Die zivilisatorische Strahlenbelastung beträgt zusätzlich knapp
2 mSv jährlich und wird praktisch allein von der Medizin verursacht. Von 1996
bis 2006, so die Bundesregierung, ist die mittlere effektive Dosis der
Bevölkerung durch die Röntgendiagnostik kontinuierlich von 1,5 Millisievert
(mSv) auf circa 1,8 mSv angestiegen. Der Anteil der Nuklearmedizin betrage
zusätzlich 0,13 mSv pro Jahr. Zwar habe die Häufigkeit von
Röntgenuntersuchungen in Deutschland von 1996 bis 2006 insgesamt um 12
Prozent abgenommen, jedoch sei die Anzahl der besonders strahlenintensiven Computertomographien
innerhalb dieser 10 Jahre von den Ärzten praktisch verdoppelt worden und
verursache deshalb jetzt allein deutlich mehr als die Hälfte der medizinisch
und zivilisatorisch bedingten kollektiven Dosis.
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Stx558-559.2010.5-6.2 (2 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Spätfolgen von CT-Untersuchungen
werden unterschätzt. Seit 1993 hat sich in den USA die Anzahl computertomographischer (CT-) Untersuchungen auf 72
Millionen allein im Jahre 2007 verdreifacht. Die hemmungslose Zunahme von
CT-Untersuchungen in den vergangenen Jahren kann deshalb künftig allein in
den USA zu jährlich zehntausenden zusätzlichen
Krebserkrankungen führen. Davor warnen Wissenschaftler der University of California in San Francisco, des National Cancer Institute in Bethesda (Maryland), der Johns
Hopkins University in Baltimore (Maryland), der University of Washington
(Seattle) sowie der Kyung Hee
University der Republik Korea jetzt in zwei im Dezember 2009 veröffentlichten
Studien. (Rebecca Smith-Bindman et al. 2009 und Amy Berrington
de Gonzàlez et al. 2009)
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Stx552-553.2010.1-2.2 (2 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Meningeome und andere Tumore im Hals-Kopfbereich,
Leukämie, Katarakte: Neue Abschätzungen der Folgen der grassierenden
CT-Diagnostik in Deutschland. Der Anstieg der diagnostischen
Strahlenexposition durch die zunehmende Anzahl von Computertomographien (CT)
hat zu einer Reihe gesundheitspolitischer Maßnahmen geführt, unter anderem
den Empfehlungen der Strahlenschutzkommission von 2006 zum äußerst
restriktiven CT-Einsatz bei Kindern. Diese Bemühungen erscheinen jedoch
relativ wirkungslos und selbstamputiert, da ihre Risikoangaben zu
vergleichsweise harmlosen Schadenszahlen führen (1 bis 2 Krebstote pro 10.000
Untersuchungen). Der Grund ist die Verwendung des Konzeptes der „effektiven“
Dosis nach ICRP (Internationale Strahlenschutzkommission), die auf einer
Mittelung über alle Bevölkerungsgruppen beruht, und die ausschließliche
Berufung auf den Krebstod als Schadensmaß. Schon gar nicht werden diese
Expositionen mit dem zu beobachtenden Anstieg von Krebserkrankungen in der
Bevölkerung in Zusammenhang gebracht, der durchaus nicht nur auf Alterskrebs
zurückgeht, sondern auch die jüngeren Altersgruppen betrifft. In einer jetzt
in der Zeitschrift „Gesundheitswesen“ erschienenen Arbeit von Schmitz-Feuerhake, Sebastian und Christine Pflugbeil wird
auf die Organdosen zurückgegangen und Originalbefunde für Spätschäden nach
Bestrahlungen im Kindes- und Erwachsenenalter. Abgeschätzt wird die
Morbidität nicht nur für bösartige, sondern auch für strahleninduzierte
gutartige (benigne) Tumore, die bei der ICRP nicht
betrachtet werden. Denn auch gutartige Tumore, insbesondere im Kopf, sind
alles andere als harmlos und gerade auch ein Anstieg von benignen
Hirntumoren – insbesondere Meningeomen – ist in
verschiedenen Industrienationen seit dem Beginn der CT-Anwendungen zu
verzeichnen.
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Stx544-545.2009.1-2.2 (2 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Erhöhtes Krebsrisiko nach Messung
der Herzgefäßverkalkung. Messungen der Verkalkung von Herzgefäßen mit dem
Computertomographen (CT) haben ein deutlich
erhöhtes Krebsrisiko zur Folge. Das zeigen Untersuchungen koreanischer und
amerikanischer Wissenschaftler. (K.P. Kim, A.J. Einstein et al., 2009)
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Stx542-543.2009.6.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Erhöhtes Risiko für Prostatakrebs
nach Röntgenuntersuchungen. Belastungen mit ionisierender Strahlung sind
ein Risikofaktor für viele Krebsarten. Englische Wissenschaftler unter der
Federführung von Kenneth Muir von der Abteilung für
Epidemiology and Public Health
der University of Nottingham Medical School,
veröffentlichten jetzt im British Journal of Cancer
die Ergebnisse ihrer Untersuchung über das Risiko, nach Röntgenuntersuchungen
an Prostatakrebs zu erkranken. Dabei ergaben sich für Röntgenuntersuchungen
des Darms und für das Röntgen der Hüfte signifikant vermehrte, mehr als
doppelt so viele Prostatakrebsfälle. Für Patienten aus Familien mit gehäuft
auftretenden Krebserkrankungen und Röntgenuntersuchungen der Hüfte zehn oder
zwanzig Jahre zuvor, ist das Risiko deutlich noch weiter erhöht.
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Stx518-519.2008.2.1 (1 Seite)
Zur
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Röntgendiagnostik
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Den Röntgenpass
wenigstens für Kinder sicherstellen. Die Vorschriften der Röntgenverordnung
von 2002 werden immer noch nicht ausreichend umgesetzt. Weil
Röntgenuntersuchungen auch mit Strahlengefährdungen verbunden sind, ist die
Aufklärung der Patientinnen und Patienten darüber sowie eine Aufzeichnung in
der seit 1987 geltenden Röntgenverordnung zur Pflicht erklärt worden. Und
damit die Information der behandelnden Ärztinnen und Ärzte über erfolgte
Untersuchungen und Strahlenbelastungen nicht vom Erinnerungsvermögen der
Patienten abhängig ist, erhielt Paragraph 28 der Röntgenverordnung im Jahre
2002 unter anderem den folgenden Zusatz: „(2) ... Bei Röntgenuntersuchungen
sind Röntgenpässe bereitzuhalten und der untersuchten Person anzubieten. ...“
Tatsächlich wird nach weiteren sechs Jahren die Röntgenverordnung in diesem
Punkt heute häufig immer noch nicht umgesetzt, stellt dazu jetzt die Fraktion
der Grün-Alternativen Liste (GAL) in der Bezirksverordnetenversammlung Spandau von Berlin fest. Die Ausgabe von Röntgenpässen
werde von den Ärzten oft nicht angeboten und weil viele Patientinnen und
Patienten ihrerseits keine Kenntnis von der Verordnung haben, auch nicht
nachgefragt. Deshalb stellte die GAL-Fraktion in Berlin-Spandau
nun im Juli 2008 den Antrag, das Bezirksamt möge sich gemeinsam mit den
anderen Berliner Bezirken und dem Senat von Berlin dafür einsetzen, daß im Rahmen
der gesundheitlichen Aufklärung der Bevölkerung die Veröffentlichung von
Inhalt und Zielstellung der Röntgenverordnung in die regelmäßige Information
des öffentlichen Gesundheitsdienstes aufgenommen und Röntgenpässe zur Ausgabe
bereitgehalten werden. In Zusammenarbeit mit der Ärztekammer Berlin, den
Kliniken und Hebammen solle zudem sichergestellt werden, daß für jedes
neugeborene Kind ein Impfpass und ein Röntgenpass ausgestellt und den Eltern mit einem
Merkblatt ausgehändigt wird. Und schließlich solle in Zusammenarbeit mit der
Ärztekammer Berlin, den niedergelassenen Kinderärzten und Kliniken auch
sichergestellt werden, daß im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen und der
Einschulungsuntersuchung für jedes untersuchte Kind, das keinen Röntgenpass hat, ein Röntgenpass
ausgestellt und gemeinsam mit einem Merkblatt den Eltern übergeben wird.
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Stx518-519.2008.1-2.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Röntgendiagnostik
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Röntgenrisiko. Neues vom
Fachverband für Strahlenschutz. Fast 50 Jahre hat es gedauert, bis die
Ende der 1950er Jahre von Alice Stewart gewonnene Erkenntnis, dass diagnostisches Röntgen von Schwangeren zu
Krebserkrankungen der Kinder führt, von der Fachwelt übernommen wurde. Die
von Alice Stewart festgestellte Dosis, die zu einer Verdopplung der Krebsrate
führt, lag bei nur 5 Millisievert (mSv). An diesen skandalösen Vorgang
erinnert Inge Schmitz-Feuerhake in der jüngsten
Ausgabe des Journals des Fachverbandes für Strahlenschutz. Schmitz-Feuerhake greift dabei den einflussreichen
Sievert-Preisträger Streffer an, der noch 2003 in
Zusammenhang mit der Publikation ICRP 90 der Internationalen
Strahlenschutzkommission, in der es um das Risiko bei vorgeburtlicher
Exposition geht, einen Schwellenwert von 100 mSv (!) einführt, obwohl der
Röntgeneffekt vorsichtshalber angenommen werden soll. Schmitz-Feuerhake
gibt dazu eine Liste von Befunden aus der Zeit nach 1970 (also nicht aus den
„wilden Jahren“ des Röntgens) zu Krebserkrankungen infolge postnatalen
diagnostischen Röntgens an.
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Stx508-509.2008.7-8.2 (2 Seiten)
Zu
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Röntgendiagnostik
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Die Notwendigkeit einer
öffentlichen Debatte über CT-Diagnostik bei Kindern – Wider die politischen
Tabus im Strahlenschutz – Von Lynn Howard Ehrle,
Rosalie Bertell und Inge Schmitz-Feuerhake.
Die Computertomographie (CT) ist eine Röntgenuntersuchung mit vergleichsweise
hoher Strahlenbelastung. Dieser Artikel befasst
sich mit Strahlenfolgen in Hinblick auf CT-Anwendungen bei Kindern. Er beruft
sich auf etliche frühere Studien, die in der Strahlenforschung nur selten
berücksichtigt werden und gibt eine Abschätzung über die Krebstodesfälle, die
aufgrund von 6,5 Millionen pädiatrischer CT-Untersuchungen in den USA zu
erwarten sind. Danach erleiden 1,8 Prozent der untersuchten Kinder im
späteren Lebensverlauf einen strahlenbedingten Krebstod. Die Autoren setzen
bei einem wichtigen gesundheitspolitischen Dokument an, das vom Nationalen
Krebsinstitut (National Cancer Institute der USA)
gemeinsam mit der Gesellschaft für Pädiatrische Radiologie in den USA
veröffentlicht wurde – insbesondere bei ihrer Schlussfolgerung,
dass die Dosis bei der Computertomographie ein
„Problem der öffentlichen Gesundheitspflege“ darstellt. Die Autoren fordern Diskussionen
zwischen den Standesorganisationen der Radiologie und gemeinnützigen
Gesundheitsorganisationen mit dem Ziel, die CT-Anwendungen wesentlich zu
reduzieren.
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Stx500-501.2007.1-6.6 (6 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Röntgendiagnostik
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Die Strahlenbelastung helfender
Personen beim Zahnröntgen. Die Strahlenbelastung helfender Personen in
der Zahnmedizin haben Dr. O. Hupe von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt
(PTB) und Kollegen in der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der
Medizinischen Hochschule Hannover genauer untersucht. Die Anwesenheit
helfender Personen ist unter Umständen während zahnmedizinischer
Röntgenuntersuchungen erforderlich, etwa zur Beruhigung bei der Untersuchung
von kleinen Kindern, bei behinderten oder dementen
Patienten.
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Stx498-499.2007.5.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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BMU und BfS gemeinsam gegen
Computertomographie. Bundesumweltminister Gabriel und BfS-Präsident
König: Unnötige Röntgenuntersuchungen müssen vermieden werden.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der
Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, haben sich
dafür ausgesprochen, die Strahlenbelastung der Bevölkerung weiter zu senken.
Bei der Vorstellung des BfS-Jahresberichts 2006 am
12. Juli 2007 in Berlin sagte Gabriel: „In Deutschland wird zu viel
geröntgt.“
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Stx494-495.2007.8.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Chromosomenschäden nach
CT-Untersuchung. Wissenschaftler befürchten künftig 58.000 zusätzliche
tödliche Krebserkrankungen unter 6,5 Millionen kindlichen Patienten in den
USA als Folge von CT-Untersuchungen im Jahr 2006. Die Warnungen von
Strahlenschützern vor der ständig zunehmenden Zahl von
Computertomographie(CT)-Untersuchungen vor allem bei Kindern und jungen
Menschen, erhalten durch drei neue Studien weitere Unterstützung. Von G.
Stephan vom Institut für Strahlenhygiene des Bundesamtes für Strahlenschutz
in Oberschleißheim und Kollegen erschien im Mai 2007 ein
Untersuchungsbericht, der eine erhöhte Rate von Chromosomenaberrationen nach
CT-Untersuchungen bei pädiatrischen Patienten nachweist. Bereits im Januar
2007 war zudem eine von Kai Rothkamm vom Department of Radiation
Oncology & Biology
der University of Oxford und Kolleginnen verfaßte Arbeit über DNA-Schäden in
weißen Blutkörperchen (Leukozyten) nach Strahlenbelastungen durch CT
erschienen, die als quantitative Biomarker für Niedrigdosisstrahlung dienen
können. Schließlich erschien eine Arbeit von Rosalie Bertell,
Lynn Ehrle und Inge Schmitz-Feuerhake,
in der ausgehend vom Risiko der Anwendung der Computertomographie bei Kindern
auch die Geschichte der Leugnung des Strahlenrisikos beschrieben wird.
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Stx492-493.2007.3,4.2 (2 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Unter Ärzten herrscht meist
Unkenntnis über die Strahlenbelastung bei der Computertomographie. Studie
der Ruhr-Universität Bochum. 72 Prozent der in einer Studie des Instituts für
Radiologie der Ruhr-Universität befragten Klinikärzte (Nicht-Radiologen) unterschätzten
die Strahlendosis der Computertomographie (CT) des Brustraumes (Thorax) im
Vergleich zur konventionellen Röntgen-Thoraxaufnahme (C.M. Heyer et al. 2007). Die Effektivdosis der CT liegt
tatsächlich 100- bis 1000-fach höher. Der unkritische Einsatz des Verfahrens
ist die Folge.
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Stx488-489.2007.6.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Unterrichtung 2005. Ihren
Bericht „Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2005“ zur Berichterstattung
an den Deutschen Bundestag und Bundesrat über die Entwicklung der
Radioaktivität in der Umwelt hat die Bundesregierung Ende Oktober 2006
vorgelegt und im Internet veröffentlicht. Er kann unter der Adresse http://www.bmu.de/strahlenschutz/downloads/doc/38070.php
heruntergeladen werden. Demnach nahm die Anzahl der Computertomographien von
2002 auf 2003 um weitere 3 Prozent zu und die mittlere effektive Dosis der
Bevölkerung durch Röntgen stieg bei 1,7 Untersuchungen pro Einwohner und Jahr
auf 1,7 Millisievert.
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Stx478-479.2006.8.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Strahlenfolgen: Neue Auswertung
der Thorotrast-Studie zeigt ein noch höheres
Sterberisiko durch Thorium-232 als bisher angenommen. Das Referat
Reaktorsicherheit im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit hat jetzt eine weitere Auswertung im Rahmen der sogenannten
Deutschen Thorotraststudie veröffentlicht, die von
Mitarbeitern des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg (N. Becker
et al. 2006) durchgeführt wurde und die Nachbeobachtung der Studienteilnehmer
bis zum 30. Juni 2004 fortführt. Außerdem wurden die Todesursachen erstmals
mit denen in der Allgemeinbevölkerung verglichen. Demnach ist die
Sterblichkeit (Mortalität) sowohl in der Thorotrast-exponierten
Gruppe als auch in der internen Vergleichsgruppe signifikant erhöht. Von der
Erhöhung sind demnach in beiden Gruppen eine Vielzahl von
Todesursachengruppen und Einzeltodesursachen betroffen, einschließlich der
für die gegebene Strahlenexposition besonders relevanten Krebsarten (Krebs
insgesamt, Leberkrebs). Die gefundene erhöhte Sterblichkeit ist den Autoren
zufolge zwar konsistent mit den in früheren Auswertungen auf der Basis
interner Vergleiche errechneten Risikoerhöhungen, doch liegen die jetzt
vorliegenden Schätzungen zum Teil höher, wird erklärt.
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Stx474-475.2006.2,3.2 (2 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Durchblick ohne Strahlenbelastung. Ein „digitales Stethoskop“ kann Röntgen ersetzen. Seit Dezember 2005
steht an der Thoraxklinik in Heidelberg eine neue klinische Technologie in
Erprobung, die im direkten Wortsinne das Bild der Medizin ändern könnte. Ein
„Vibration Response Imaging“ genanntes Verfahren
liefert sekundenschnell Lungenbilder, ganz ohne Strahlenbelastungen. Während
die deutschen Lungenspezialisten jetzt das Verfahren in der Praxis testen,
arbeiten die Erfinder bei Deep Breeze
in Israel an weiteren Einsatzmöglichkeiten: Vibration Response Imaging für das Herz und eine Anwendung zur Früherkennung
von Brustkrebs.
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Stx458-459.2006.7,8.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Röntgendiagnostik
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Kritik an Computertomographie. Bei "Vorsorge"-Untersuchungen
mit dem Computertomographen (CT) ist das
Strahlenrisiko nicht vernachlässigbar. Darauf weisen Radiologen David J.
Brenner und Carl D. Elliston von der Columbia
University in New York/USA hin, nachdem sie die Strahlendosen berechnet
hatten.
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Stx426-427.2004.7,8.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Röntgendiagnostik
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BfS-Jahresbericht 2003: Diagnostische
Referenzwerte zur Verbesserung des medizinischen Strahlenschutzes. Ein
besserer medizinischer Strahlenschutz ist ein Schwerpunkt des kürzlich
veröffentlichten Jahresberichtes 2003 des Bundesamtes für Strahlenschutz
(BfS). Als besondere Leistung hebt das BfS dabei die Erstellung und
Veröffentlichung sogenannter diagnostischer Referenzwerte (DRW) für
Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin hervor. Mittelfristig sollen diese zu
einer Senkung der Strahlenbelastung der Bürgerinnen und Bürger durch
medizinische Anwendung ionisierender Strahlung führen, schreibt BfS-Präsident Wolfram König.
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Stx422-423.2004.4.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Röntgendiagnostik
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Brustkrebs unter Röntgenassistentinnen. Eine auf das Dreifache
erhöhte Sterblichkeit an Brustkrebs bei Frauen, die vor 1940 als
Radiologisch-Technische Assistentinnen zu arbeiten begonnen hatten, stellten
Wissenschaftler der amerikanischen Food and Drug Administration und des
National Cancer Institut in Bethesda/USA (Aparna K. Mohan, Michael
Hauptmann, Martha S. Linet, Elaine Ron, Jay H.
Lubin, D. Michael Freedman, Bruce H. Alexander,
John D. Boice Jr., Michele Morin
Doody, Genevieve M. Matanoski)
für das Jahr 1997 unter 69.525 Frauen fest, die zwischen 1926 und 1982 ihre
Assistentinnen-Ausbildung abgeschlossen hatten – verglichen mit denen, die
1960 und später mit ihrer Tätigkeit begonnen hatten.
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Stx422-423.2004.3.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Röntgendiagnostik
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Brustkrebssterblichkeit nach diagnostischem Röntgen. Ergebnisse der
U.S. Skoliose-Kohortenstudie. Eine Pilotstudie mit 1.030 Frauen mit einer
Wachstumsdeformität der Wirbelsäule (Skoliose) und Strahlenbelastungen
infolge entsprechender diagnostischer Röntgenaufnahmen zeigte ein etwa
zweifach statistisch signifikant erhöhtes Risiko an Brustkrebs zu erkranken.
Das berichteten Wissenschaftler des National Cancer
Institute in Bethesda/USA bereits im August 2000 in der internationalen
Orthopädie-Zeitschrift Spine (Michele Morin Doody, John E. Lonstein, Marylin Stovall, David G. Hacker, Nickolas
Luckyanov, Charles E. Land).
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Stx422-423.2004.2,3.2 (2 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Strahlenschutz-Bericht 2003: Die medizinische Strahlenbelastung ist in
Deutschland weiter angestiegen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
will die medizinische Strahlenbelastung in Deutschland senken. Ein besserer
medizinischer Strahlenschutz ist einer der thematischen Schwerpunkte im BfS-Jahresbericht 2003. BfS-Präsident
Wolfram König betonte, daß die medizinisch verursachte Strahlenbelastung der
deutschen Bevölkerung international weiterhin auf hohem Niveau liege. Im
Vergleich zum Jahr 1996 sei die durchschnittliche Strahlenbelastung um etwa
0,2 Millisievert (mSv) auf 1,8 mSv pro Einwohner gestiegen. Dieser Anstieg
wird auf die vermehrte und offenbar vermehrt unkritische Anwendung der
dosisintensiven Computertomographie (CT) zurückgeführt.
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Stx420-421.2004.2,3.2 (2 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Mehr untergewichtige Neugeborene nach dem Zahnröntgen der Mutter. Eine
geringe Strahlenbelastung der Schilddrüse der Mutter reicht offenbar aus, um
ihr ungeborenes Kind zu schädigen. Bereits das Röntgen von Zähnen führt bei
schwangeren Frauen zu einem erhöhten Risiko, untergewichtige Kinder zu
gebären. Dabei führt eine Strahlenbelastungen ab 0,4 Milligray
(mGy) zu einem insgesamt mehr als doppelt so hohen Risiko für
Untergewichtigkeit bei Neugeborenen und zu einem mehr als dreieinhalbfach
höheren Risiko für Untergewichtigkeit bei termingerecht, ab der 37.
Schwangerschaftswoche Geborenen. Das ist Ergebnis einer Fall-Kontroll-Studie
der amerikanischen Wissenschaftler Dr. Philippe P. Hujoel
und Kollegen an der University of Washington, die im April 2004 in dem sehr
konservativen Journal der American Medical
Association (JAMA) veröffentlicht worden ist.
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Stx420-421.2004.1,2.2 (2 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Keine Aussicht auf Verringerung der überhöhten Strahlendosen für
Patienten in Deutschland. Deutsche Röntgengesellschaft: "Wir sind es
nicht, die Teilgebietsradiologen sind schuld." Deutsche Ärztinnen
und Ärzte verabreichen ihren Patienten seit Jahren die mit weltweitem Abstand
höchsten Strahlendosen. Ein Leitgedanke der Deutschen Röntgenkongresse der letzten Jahre, so auch des jüngsten, der vom 19. bis 22.
Mai 2004 in Wiesbaden stattgefunden hat, ist denn auch die Verringerung der
Strahlendosen. Professor Dr. med. Bernd Hamm, Präsident der Deutschen
Röntgengesellschaft und Direktor des Instituts für Radiologie am Berliner
Universitätsklinikum Charité, ist wie seine Vorgänger im Präsidentenamt davon
überzeugt, daß diese Mißstände maßgeblich den sogenannten
Teilgebietsradiologen anzulasten sind.
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Stx418-419.2004.5,6.2 (2 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Erhöhtes Krebsrisiko durch Röntgendiagnostik. Neue britische
vergleichende Studie über 15 Länder. Zu diagnostischen Zwecken
eingesetzte Röntgenstrahlung hat den größten Anteil an der gesamten
zivilisatorischen Strahlenbelastung der Bevölkerung weltweit. Zwar erscheine
das individuelle Risiko des Einzelnen klein, weil eine einzelne Röntgenaufnahme
nur jeweils eine verhältnismäßig geringe Strahlenbelastung verursache –
üblicherweise weniger als 10 Milligray (mGy) –,
aber wegen der großen Zahl der Betroffenen habe das trotzdem eine erhebliche
Zahl dadurch an Krebs Erkrankter zur Folge. Das schreiben Amy Berrington de González und Sarah Darby
von der Universität Oxford in England in der Ausgabe der
Wissenschaftszeitschrift The Lancet vom 31. Januar
2004 und stellen ihre neue Studie über das Krebsrisiko durch
Röntgendiagnostik in 15 Industriestaaten vor. Für Japan und Deutschland
finden sie die höchsten Werte. Bericht mit einem Kommentar von Thomas Dersee.
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Stx412-413.2004.4,5.2 (2 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Neue "ärztliche und zahnärztliche Stellen" nach der
Strahlenschutzverordnung. Richtlinie zur Qualitätssicherung bei medizinischen
Anwendungen radioaktiver Stoffe und ionisierender Strahlung tritt am 1. März
2004 in Kraft. Für den Bereich der Röntgenverordnung waren sogenannte
ärztliche Stellen bereits im Jahre 1995 eingeführt worden. Weil diese sich
nach Auffassung des zuständigen Bundesumweltministeriums bewährten, werden
jetzt auch für den Bereich der Strahlenschutzverordnung ärztliche und
zahnärztliche Stellen eingerichtet. Die Richtlinie Ärztliche und
zahnärztliche Stellen wurde deshalb erarbeitet, um für die zuständigen
Landesbehörden eine Grundlage für Qualitätssicherungsmaßnahmen bei der
Anwendung radioaktiver Stoffe und ionisierender Strahlung am Menschen zu
schaffen. Die Richtlinie tritt am 1. März 2004 in Kraft.
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Stx410-411.2004.4.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Die Computertomographie des Kopfes bei Kindern beeinträchtigt die
Entwicklung des Gehirns. Schwedische Mediziner fordern ein sorgfältigeres
Abwägen von Risiken und Nutzen solcher Untersuchungen. Eine Belastung mit
ionisierender Strahlung im Kindesalter beeinträchtigt die Hirnentwicklung.
Bereits bei Strahlendosen, wie sie typischerweise mit der Computertomographie
erreicht werden, lassen sich Schädigungen überzufällig häufig nachweisen.
Deshalb sollten Nutzen und Risiken solcher Untersuchungen sorgfältiger gegeneinander
abgewogen werden als bisher. Das forderten jetzt schwedische Mediziner von
den Ärzten. Anlaß ist das Ergebnis der Studie einer Forschergruppe um Per
Hall von der Abteilung für Medizinische Epidemiologie und Biostatistik des
renommierten Karolinska-Instituts in Stockholm, die
Anfang Januar 2004 im British Medical Journal
veröffentlicht worden ist. Demnach ist die Anwendung ionisierender Strahlung
bei Kindern dosisabhängig und signifikant häufig mit einer verminderten
Hirnleistung im Erwachsenenalter verbunden.
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Stx410-411.2004.1,2.2 (2 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Diagnostische Referenzwerte im Bundesanzeiger veröffentlicht. Mit
der Veröffentlichung im Bundesanzeiger werden mit sofortiger Wirkung
sogenannte diagnostische Referenzwerte (DRW) für röntgendiagnostische
und nuklearmedizinische Untersuchungen eingeführt. Das teilte das Bundesamt
für Strahlenschutz (BfS) am 5. August 2003 mit. Sie sollen der
Qualitätssicherung bei der Untersuchung von Menschen dienen und geben für
weitverbreitete Röntgenuntersuchungen Dosiswerte an, die unter normalen
Bedingungen von den Ärzten nicht überschritten werden sollen.
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Stx400-401.2003.6.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Die Strahlenbelastung der Patienten ist in Deutschland am höchsten. Deutsche
Ärzte können vom Röntgen nicht lassen. Die Zahl der Röntgenaufnahmen nimmt
ständig weiter zu. Warnung vor weiterem Anstieg der Strahlendosis durch neue
Technik. Wissenschaftler des GSF-Forschungszentrums und des Bundesamtes für
Strahlenschutz in Neuherberg berichten über den
aktuellen Stand der Strahlenbelastung von Patienten in Deutschland.
"20.000 Krebstote jährlich in der Bundesrepublik durch Röntgen."
Das rechnete die Gesellschaft für Strahlenschutz im Jahre 1990 aus der
Häufigkeit von Röntgenuntersuchungen und der mittleren Strahlenbelastung in
der medizinischen Praxis öffentlich vor. Danach begann das Bundesamt für
Strahlenschutz im Jahre 1991 regelmäßig die Häufigkeit von Röntgen- und
nuklearmedizinischen Untersuchungen und die mit diesen Diagnoseverfahren
verbundenen Strahlenbelastungen zu erheben. Jetzt berichteten damit befaßte
Wissenschaftler vom Institut für Strahlenschutz im GSF-Forschungszentrum für
Umwelt und Gesundheit in Neuherberg sowie vom
ebenfalls dort ansässigen Institut für Strahlenhygiene des Bundesamtes für
Strahlenschutz in der Zeitschrift für Medizinische Physik (Band 13 Heft 2,
Urban & Fischer Verlag 2003) über den aktuellen Stand der
Strahlenbelastung von Patienten in Deutschland. Sie bestätigen für das
Erhebungsjahr 1997 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor): Einschließlich
zahnmedizinischer Untersuchungen verzeichneten die Kostenträger wie die
kassenärztlichen und kassenzahnärztlichen Bundesvereinigungen sowie der
Verband der privaten Krankenversicherungen insgesamt rund 136 Millionen
Röntgenuntersuchungen pro Jahr in Deutschland und zwischen 1994 und 1997 eine
Steigerung von etwa 1 Prozent pro Jahr. Mit einem Kommentar von Thomas Dersee
(Seit 1990: Untersuchungen zur Strahlenbelastung in der Medizin).
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Stx400-401.2003.1-5.5 (5 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Das Sittenser Leukämie-Cluster.
Ursachenaufklärung ohne Konsequenzen. Daß diagnostisches Röntgen auch
Krebs erzeugt, paßt nicht in das Denkbäude des
offiziellen Strahlenschutzes. Deshalb werden aus dem Leukämie-Cluster in
Sittensen (Niedersachsen) keine Konsequenzen gezogen.
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Stx370-371.2002.6.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Neues Verfahren reduziert die Strahlenbelastung beim Röntgen.
Wissenschaftler vom Institut für Diagnostische und Interventionelle
Radiologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena stellten auf der Jahrestagung
der Vereinigung Deutscher Strahlenschutzärzte im Mai 2001 eine Methode vor,
mit der die Strahlendosis bei Röntgenuntersuchungen um bis zu 85 Prozent
reduziert werden kann. Hochempfindliche Speichermedien, die das von den
Strahlen erzeugte Röntgenbild aufzeichnen, würden dies möglich machen. Beim
neuen System würden Speicherfolien mit Röntgenstrahlen belichtet und dann
digital gelesen. Das Bild erscheine dann auf einem Monitor und könne auf
einen Laserfilm ausgedruckt werden. Untersuchungen an Phantomen und
anatomischen Präparaten hätten gezeigt, daß mit dieser Technik zum Beispiel
bei Aufnahmen des Schädels 56 Prozent, der Hand 52 Prozent, des Beckens 50
bis 78 Prozent und bei Stellungskontrollen nach Knochenbrüchen 15 bis 23
Prozent der bisher verwendeten Strahlendosis ausreichen.
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Stx352-353.2001.7.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Strahlenbelastung beim Zahnröntgen: Höhere Strahlendosen durch
Metallkronen im Mund. Belastungen wie bei der Tumor-Bestrahlung ermittelt. Trifft
Röntgenstrahlung, wie sie in der zahnärztlichen Diagnostik mit Spannungen
zwischen 60 und 125 Kilovolt erzeugt wird, auf
Metalle, dann werden Elektronen aus der Oberfläche dieser Metalle
herausgeschleudert. Diese verursachen eine zusätzliche (Beta-)Strahlenbelastung
für das umliegende Gewebe. Darauf weisen der Zahnmediziner Michael Gente von der Universitätszahnklinik in Marburg und der
Physiker Andreas Sommer aus Ulm in einem Bericht in der Deutschen
Zahnärztlichen Zeitschrift hin (Bd. 56, S. 181). Sie untersuchten, wie sich Metallegierungen in den Zähnen bei einer Röntgenaufnahme
auf die Strahlenbelastung auswirken. Dabei stellte sich heraus, daß die Dosis
durch Betastrahlung in unmittelbarer Nähe einer goldhaltigen Legierung rund
das Hundertfache der Röntgenstrahlung erreicht.
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Stx346-347.2001.7,8.2 (2 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Die Strahlenbelastung der Bevölkerung ist gestiegen. Ursache ist die
zunehmende Zahl der Röntgenaufnahmen. Die Strahlenbelastung der
Bevölkerung in Deutschland durch medizinische Anwendungen radioaktiver Stoffe
und Röntgenstrahlung konnte nicht verringert werden. Im Gegenteil: Die
mittlere medizinische Strahlenbelastung der Bevölkerung stieg in den letzten
Jahren von etwa 1,5 Millisievert auf circa 2 Millisievert pro Jahr und Person
an. Sie liegt damit in Deutschland deutlich höher als in den meisten anderen
europäischen Ländern. Das erklärt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in
seinem am 2. August 2000 gemeinsam von Bundesumweltminister Jürgen Trittin
(Grüne) und BfS-Präsident Wolfram König in Berlin
präsentierten Jahresbericht 1999.
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Stx328-329.2000.1,2.2 (2 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Deutschlands Ärzte röntgen von Jahr zu Jahr mehr. Die effektive
Dosis der zivilisatorischen Strahlenbelastung wird im neusten Bericht der Bundesregierung
über Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 1988 mit circa 1,6
Millisievert pro Person und Jahr angegeben. Den größten Anteil liefere die
Strahlenbelastung radioaktiver Stoffe und ionisierender Strahlung in der
Medizin, vor allem die Röntgendiagnostik, wird festgestellt.
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Stx314-315.2000.5-7.3 (3 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Deutschlands Ärzte sind immer noch Weltmeister im Röntgen. Ein
Bericht von der Jahrestagung 1999 der Deutschen Röntgengesellschaft.
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Stx298-299.1999.1-3.3 (3 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Die digitale Röntgentechnik ermöglicht eine deutliche Senkung der
Strahlenbelastung. Nach einer Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für
Medizinische Physik e.V. (DGMP) bestehen Dosiseinsparmöglichkeiten bei digitalen
Bildverstärker-Anlagen mit gepulster Durchleuchtung. Es wird darauf
hingewiesen, daß "schon 5-7 Jahre alte Generatoren über eine einfache,
generatorgesteuerte gepulste Durchleuchtung verfügen können". Nach
Angaben der Hersteller seien Reduktionen von 80 bis 90 % in der Dosisleistung
bei Anwendung der gepulsten Durchleuchtung zugesichert. Roland Wolff.
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Stx290-291.1999.10-12.3 (3 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Referenzwerte für Röntgenuntersuchungen. Dosiswerte bei röntgendiagnostischen Untersuchungen an Patienten mit
gleichen Körpermaßen können sich um bis zu zwei Größenordnungen
unterscheiden. Diese "Erfahrung" habe es in den letzten zwei Jahren
auch gemacht, teilt das Bundesamt für Strahlenschutz in einer
Pressemitteilung vom 23. Oktober 1997 mit.
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Stx260-261.1997.6.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Strahlenwirkungen: Leukämien nach medizinischer Strahlenanwendung.
Eine Bestrahlung des Vaters vor der Befruchtung erhöht Untersuchungen von Xiao Ou Shu,
Minnesota, zufolge das Leukämierisiko der Kinder.
Ein signifikanter Zusammenhang wurde vor allem für die akute lymphatische Leukämie (ALL) im Kindesalter gefunden. Für
die seltenere akute nichtlymphatische Leukämie
(ANLL) und die akute myeloische Leukämie (AML)
waren die Befunde weniger ausgeprägt. Eine pränatale Röntgendiagnostik führt
zu einer Häufung von Leukämien und soliden Tumoren im Kindesalter, wobei die
Verdoppelungsdosis für bestimmte Tumorarten nicht spezifisch ausgeprägt ist.
Sie ist abhängig vom Alter der Schwangeren und erreicht im ersten Trimester
Werte um 2 Millisievert. Das erklärte Prof. Dr. Horst Kuni,
Marburg, auf einer Veranstaltung am 19. Juni 1997 an der Universität Kiel
über Leukämie durch das Atomkraftwerk Krümmel, nach
der Auswertung diverser Studien.
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Stx258-259.1997.4.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Bremen: Jugendliche Flüchtlinge weiterhin zwangsweise geröntgt. Im
Bremer Zentralkrankenhaus haben Ärzte auf Veranlassung der Polizei und der Staatsanwaltschaft
in zahlreichen Fällen Röntgenbilder der linken Hand und des linken
Kniegelenks von jugendlichen Flüchtlingen angefertigt, um daraufhin in der
Regel den Schluß zu ziehen, die Betroffenen seien älter als bei ihrer
Antragstellung angegeben.
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Stx208-209.1995.12.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Die Zahl der Computertomographien hat sich innerhalb von 5 Jahren
verdoppelt. Die Zahl der Röntgenuntersuchungen hat im Bereich der
Kassenambulanz von 1988 bis 1992 insgesamt um 13,6 Prozent zugenommen. Am
stärksten war der Anstieg bei der Computertomographie (CT) des Rumpfes mit
einem Plus von 95 Prozent.
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Stx204-205.1995.10,11.2 (2 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Die DDR war ebenfalls Weltmeister im Röntgen. Zähne werden häufiger geröntgt
als bisher angenommen. In der DDR wurde noch häufiger geröntgt als in der
Bundesrepublik. Einschließlich Zahnaufnahmen und Thoraxschirmbildern
entfielen über 15 Jahre lang auf jeden Bürger der DDR durchschnittlich zwei
Röntgenaufnahmen jährlich. In der Bundesrepublik waren es 1,52. Das berichtet
Dr. W. Angerstein der Strahlenschutzkommission (SSK) im Oktober 1993 auf
einer Klausurtagung in Rostock.
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Stx204-205.1995.11,12.2 (2 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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100 Jahre Röntgen: Bei Röntgenreihenuntersuchungen war der Schaden
größer als der Nutzen. Röntgenreihenuntersuchungen zum Aufspüren von
Tuberkuloseerkrankungen sind wegen der Belastung einer großen Zahl gesunder
Menschen mit Röntgenstrahlen nicht weiter vertretbar. Zwischen 1972 und 1984
wurden in Hessen sechs Millionen Schirmbildaufnahmen gemacht und dadurch rund
900 zusätzliche tödliche Krebsfälle verursacht, davon etwa 70 Prozent
Lungentumoren. Unbekannte, aktive Tuberkulosefälle wurden dabei im
Durchschnitt jedoch lediglich 4,2 je 10.000 Röntgenuntersuchungen entdeckt.
Tödlich verlaufen wären davon höchstens 10 Prozent, da die Tuberkulose mit
Hilfe von Antibiotika zu 95 bis 100 Prozent heilbar ist. Damit stehen etwa
250 möglicherweise verhinderte tödliche Tuberkulosefälle 900 durch Röntgenstrahlen
verursachten Krebstodesfällen gegenüber und der Schaden übersteigt den Nutzen
um das 3,6-fache. Das berichteten Achim Breidenstein
und Prof. Dr. Hans Pfeiff vom Fachbereich
Technisches Gesundheitswesen der Fachhochschule Gießen-Friedberg und der Nuklearmediziner
Prof. Dr.med. Horst Kuni
vom Medizinischen Zentrum für Radiologie der Philipps-Universität Marburg auf
dem Internationalen Kongreß "100 Jahre Röntgen: Medizinische
Strahlenbelastung - Bewertung des Risikos", der vom 28. April bis 1. Mai
1995 in der Charité in Berlin stattfand.
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Stx202-203.1995.10.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Im Hintergrund: Die Häufigkeit von Röntgenuntersuchungen nimmt weiter
zu. Das erklärt die Bundesregierung in ihrem Ende 1994 dem Bundestag vorgelegten
Bericht über die Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 1993.
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Stx202-203.1995.11.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Internationaler Kongreß der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.: "Jedes
Jahr stirbt die Bevölkerung einer Kleinstadt an den Spätfolgen von
Röntgenuntersuchungen in Deutschland". Etwa 20.000 bis 40.000
Menschen sterben jährlich in Deutschland an Krebserkrankungen, die durch die
Strahlenbelastung in der Medizin und speziell durch Röntgenuntersuchungen
verursacht worden sind. Das entspricht der Bevölkerungszahl einer Kleinstadt.
Deutschland nimmt dabei eine Spitzenstellung ein. Das rechneten der
Strahlenbiologe Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein vom
Strahlenbiologischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität
Münster und die Medizinphysikerin Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake
von der Universität Bremen den rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des
Internationalen Kongresses "100 Jahre Röntgen: Medizinische
Strahlenbelastung - Bewertung des Risikos" vor. Der Kongreß fand vom 28.
April bis 1. Mai 1995 im Universitätsklinikum Charité in Berlin statt und
wurde gemeinsam mit der Ärztekammer Berlin und der deutschen Sektion der
Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer
Verantwortung (IPPNW), von der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.
durchgeführt. Unabhängig davon, ob es jährlich 20.000 oder eher 40.000
medizinische Strahlenopfer sein mögen, erklären Köhnlein
und Schmitz-Feuerhake, müssen wir uns bewußt
machen, daß es trotz der diagnostischen Möglichkeiten, die
Röntgenuntersuchungen bieten, doch ganz reale Opfer einer weitgehend
ungehemmten Anwendungspraxis dieser Medizintechnik
sind. Das Krebsrisiko werde durch medizinisch-diagnostische
Strahlenbelastungen insgesamt um 10 bis 20 Prozent erhöht.
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Stx200-201.1995.1-3.3 (3 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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John W. Gofman: "Ionisierende Strahlung
und insbesondere die medizinische Röntgenstrahlung ist für etwa drei Viertel
des Brustkrebsproblems in den Vereinigten Staaten verantwortlich". Das
erklärt John William Gofman, emeritierter Professor
für Molekulare und Zellbiologie an der University of California
School of Medicine in San Francisco, in seiner
Studie, die er im April 1995 vorstellte.
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Stx200-201.1995.3.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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100 Jahre Röntgen: Die verbreitetsten
Dosisvorstellungen von Röntgenärzten sind falsch. Die beiden häufigsten
Antworten von Röntgenärzten sind falsch, wenn ihre Patienten sie nach der
Höhe von Strahlendosen fragen. Das ergibt eine über mehrere Jahre
durchgeführte Befragung im universitären Bereich unter Frauen- und
Röntgenärzten.
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Stx200-201.1995.3.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Thorotrast-Follow up Studie: Spätschäden
durch Röntgenkontrastmittel. Thorotrast war der
Firmenname eines Röntgenkontrastmittels, das von 1930 bis 1950 vor allem zur
Darstellung von Blutgefäßen angewandt wurde. Es bestand aus einer
24-prozentigen kolloidalen Lösung von
Thoriumdioxid. Die Injektion des Thoriumdioxidpartikel
in die Gefäße verursachte eine lebenslange Alpha-Bestrahlung der
Speicherorgane wie Leber, Milz und Knochenmark. Darüber hinaus wurden die
Lungen über das ausgeatmete Radon-220 belastet. Auch die sogenannten
"Nicht-Speicherorgane" enthalten geringe Mengen von
Thoriumdioxidpartikeln. Sie werden außerdem durch die im Blut kreisenden
Zerfallsprodukte wie Radon-220 und Radon-224 einer geringen, jedoch
permanenten Alpha-Strahlung ausgesetzt. So beschreibt Prof. Dr. van Kaick vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg
in einem Zwischenbericht zur seit 1981 laufenden sogenannten Thorotrast-Follow up Studie den Wirkmechanismus des zu
Diagnosezwecken eingesetzten Röntgenkontrastmittels, dem die damit
untersuchten Patienten meist nach wenigen bis mehr als 20 Jahren zum Opfer
fielen.
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Stx196-197.1995.5.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Jeder zweite Arzt mit älterer Röntgenanlage verstößt gegen die
Röntgenverordnung - obwohl das Regelwerk bereits seit fünf Jahren gültig ist.
Das berichtete Claus Schwing im Dezember 1993 in der Ärzte-Zeitung als
Ergebnis einer Stichprobenkontrolle an 1338 in Nordrhein-Westfalen
betriebenen Röntgeneinrichtungen. Rund zwölf Prozent der Betreiber hätten
Bußgelder bis zu 5000 Mark zahlen müssen.
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Stx168-169.1994.11,12.2 (2 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Neue Bewertung des Strahlenrisikos: Ärzte erzeugen die meiste
künstliche Strahlenbelastung. Mehr als 200 Millirem (2 Millisievert)
effektive Äquivalentdosis erleidet jeder Bundesbürger jährlich durch die
Anwendung von Strahlung in der Medizin. Jedenfalls im statistischen Mittel:
Wer sich nicht röntgen läßt wird auch nicht strahlenbelastet, wer aber
Röntgenuntersuchungen an sich durchführen läßt, bekommt dafür um so mehr ab.
Diese 200 Millirem sind viermal mehr als frühere Schätzungen behaupteten und
stellen fast die Hälfte der gesamten mittleren jährlichen Strahlenbelastung
eines Bundesbürgers dar. Deshalb könnte in der Medizin auch am meisten
Strahlenbelastung eingespart werden, sofern Arzt und Patient darauf achten.
Das ist ein Ergebnis der 1. Internationalen Konferenz, die die Gesellschaft
für Strahlenschutz vom 28. Februar bis 1. März 1992 in Kiel veranstaltete.
Ein Bericht von Dr. Werner Neumann.
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Stx126-127.1992.1-6.6 + Stx128-129.1992.3.1 (7 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Bundesamt für Strahlenschutz verteidigt Röntgendiagnostik trotz
erhöhter Krebsgefährdung. In der Presse würden häufig Angaben einer neuen
Strahlenschutzvereinigung zitiert, wonach vor den Gefahren der Röntgendiagnostik
gewarnt werden müsse, beklagt das Bundesamt für Strahlenschutz in einer
Pressemitteilung vom Januar 1991. Derartiges sei irreführend und
unverantwortlich, meint die Behörde.
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Stx104-105.1991.5.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Strahlengefährdung durch Ärzte: Bis zu 20.000 Krebstote jährlich durch
Röntgenuntersuchungen in der Bundesrepublik. Durch die Anwendung von
Strahlung in der Medizin werden insgesamt die größten künstlichen
Strahlenbelastungen verursacht. Bis zu 20.000 Menschen können jedes Jahr in
den alten Bundesländern an den Spätfolgen von Röntgenuntersuchungen sterben,
schätzt die Gesellschaft für Strahlenschutz. Die Deutsche Röntgengesellschaft
ist über solche Meldungen verschreckt. Was rechnerisch und theoretisch
möglich sei, könne praktisch doch nicht immer nachvollzogen werden.
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Stx96-97.1991.1-4.4 (4 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Medizintechnik: "Strahlenphysikalischer Kunstfehler" beim
Zahnarzt. Strahlenschutzfilter für die Röntgendiagnostik aus Niob sind nicht
besser als herkömmliche Filter aus Kupfer. Das erklärten 1990 Prof. Dr. Jakob
Roth, Basel, und Dr. Hans-Dieter Nagel, Röntgen-Physiker bei Phillips.
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Stx92-93.1990.5.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Röntgenschäden: "20.000 Krebstote jährlich in der Bundesrepublik
durch Röntgen". Diese hohe Zahl ergebe sich aus der mittleren
Strahlenbelastung in der medizinischen Praxis, erklärte Ende Mai 1990 der
Münchner Arzt Dr.med. Edmund Lengfelder, Professor
am Strahlenbiologischen Institut der Universität München. Lengfelder ist
Präsident der im Mai 1990 gegründeten Gesellschaft für Strahlenschutz, die
mit dieser Einschätzung ihre erste öffentliche Erklärung abgab.
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Stx80-81.1990.10.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Buchmarkt: Die Strahlenbelastung beim Röntgen. Der Vergleich des
Strahlenrisikos bei der Röntgenuntersuchung wurde meist vereinfacht geführt.
Nur in einzelnen Zusammenstellungen wurde versucht, den verschiedenen
Untersuchungen in der Röntgendiagnostik ein Risiko zuzuordnen, bemängelt der
Hamburger Radiologe Prof. Dr. Hermann Vogel. Deshalb hat er die in der
Literatur angegebenen Risikoberechnungen für die verschiedenen
Röntgenuntersuchungen zusammengestellt und erstmals als Buch vorgelegt. Unter
dem Titel "Strahlendosis und Strahlenrisiko in der bildgebendsen
Diagnostik" ist es 1989 in der ecomed
Verlagsgesellschaft mbH erschienen. Buchbesprechung. ISBN 3-609-64520-2, 352
S., DM 78,-.
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Stx70-71.1989.8.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Praktischer Strahlenschutz: Richtige Röntgen-Aufnahmetechnik beim
Zahnarzt verringert die Strahlenbelastung der Schilddrüse. Deutlich
verringern läßt sich die Strahlenbelastung der Schilddrüse beim Röntgen des
Gebisses, wenn die richtige Aufnahmetechnik angewendet wird. Die sogenannte
parallele Aufnahmetechnik (Paralleltechnik) bei "weicher"
Röntgenstrahlung verursacht die geringsten Belastungen. Sie verringert im
Vergleich zur noch häufig angewandten sogenannten Halbwinkeltechnik die
Strahlenbelastung der Schilddrüse um bis zu 79 Prozent. Es lohnt sich, beim
Zahnarztbesuch darauf zu achten. Dies ist das Ergebnis einer von
Wissenschaftlern an der Universität von Toronto in Kanada durchgeführten und
1989 veröffentlichten Studie.
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Stx66-67.1989.1-3.3 (3 Seiten)
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Röntgendiagnostik
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Berlin-Marokko: Strahlende Entwicklungshilfe. Ein neuer
Schirmbildbus, der nur noch etwa 5 Prozent der Strahlenbelastung seines
Vorgängers verursacht, nahm 1988 seine Arbeit im Bezirk Wedding von Berlin
seine Arbeit auf. Der alte Bus, der nach Angaben des Leiters der Weddinger
Tuberkulosefürsorge- und Schirmbildstelle Dr.Wolfgang
Schmidt bereits pro Aufnahme eine Belastung von 40 bis 60 Millirem
verursacht, soll in Zukunft vom Roten Kreuz in Marokko eingesetzt werden.
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Stx43.1988.6.1 (1 Seite)
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Röntgendiagnostik
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Berlin/München: Röntgenpass zur
Dokumentation medizinischer Strahlenbelastung. Einen Röntgenpass
zur Dokumentation der Strahlenbelastung durch Röntgen- und
nuklearmedizinische Untersuchungen entwickelte im Jahre 1987 das
Gesundheitsamt des Bezirks Wilmersdorf von Berlin unter Leitung des
Gesundheitsstadtrates Johannes Spatz (Alternative Liste) in Zusammenarbeit
mit dem R. König Verlag, München.
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Stx12.1987.6.1 (1 Seite)
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Röntgenstrahlung
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Zurück zum Anfang
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Röntgenstrahlung
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Auch ohne nuklearen Müll und Atomkraftwerke: Die Verstrahlung der
Menschheit schreitet voran. Die
Röntgen-Computertomographie (CT) muß zur Ausnahme werden, denn sonst
schreitet auch ohne nuklearen Müll und Atomkraftwerke die Verstrahlung der
Menschheit voran. Einem neuen Buch aus dem Springer-Verlag zufolge gibt es
zur Zeit bereits über 5.000 PET/CT-Scanner. Das sind Systeme, die
gleichzeitig eine (Röntgen-) Computertomographie (CT) und eine Positronenemissionstomographie (PET) vom ganzen Menschen
anfertigen können. Letzteres ist eine nuklearmedizinische dreidimensionale
Methode, bei der Positronenstrahler – meistens
Fluor-18 mit einer Halbwertszeit von 1,8 Stunden – eingesetzt werden. Für
eine einzige Ganzkörperuntersuchung klettert dabei die effektive Dosis von 10
Millisievert (mSv) für eine alleinige CT auf 25 mSv. Die Organdosen sind
entsprechend: Knochenmark 29 mSv, Lunge 27 mSv, Eierstöcke 33 mSv, Darm 36
mSv, Magen 29 mSv. Zum Vergleich: Der Grenzwert für die Bevölkerung bei einem
Atomkraftwerk beträgt 0,3 mSv (effektiv) pro Jahr, für beruflich
Strahlenexponierte 20 mSv pro Jahr. Auch andere „Hybridsysteme“ sind im
Kommen, nämlich SPECT /CT, bei dem normale gammastrahlende Nuklide verwendet
werden, und CT/ MRT, bei dem die Magnetresonanztomographie (MRT) zwar keine
ionisierende Strahlung aussendet, womöglich aber die Hochfrequenzstrahlung
einen synergistischen Effekt mit der
Röntgenstrahlung des CTs erzeugt. Gerechtfertigt
wird die hohe Dosis mit einer strengen Indikation, da sie nur bei Patienten
eingesetzt werden soll, die schon Krebs haben. Da dient die Methode zur
präzisen Darstellung des zu therapierenden Tumors und zur laufenden
Metastasen-Nachkontrolle. In der Medizin gibt es aber bekanntlich keine
Dosisgrenzwerte für Patienten. Die Hybridsysteme werden außerdem, wie bereits
seit längerer Zeit die „Darmspiegelung“ per CT, für Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen
angeboten. Die Ärzte sagen gern, sie seien für die weitgehende Vermeidung
solcher Expositionen, aber viele Patienten würden diese Diagnoseverfahren
verlangen und die Ärzte regresspflichtig machen,
wenn sie nicht alle Möglichkeiten ausschöpften. Bericht von Inge Schmitz-Feuerhake
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Stx580-581.2011.8-13.6 (6 Seiten)
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Röntgenstrahlung
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Keine Angst vor Röntgenstrahlen? – Habt Angst vor denen, die uns das
weismachen wollen! - Von Inge Schmitz-Feuerhake und Sebastian Pflugbeil - Eine neuere
Untersuchung aus Deutschland (Hammer, Seidenbusch, Schneider, Regulla, Zeeb, Spix, Blettner: Fortschr Röntgenstr 2010;
182:404-414) suggeriert, dass Spätfolgen durch
diagnostisches Röntgen von Kindern nicht beobachtbar sind. Methodisch war sie
aber nicht geeignet, aussagefähige Ergebnisse zu erzielen. Erstens wurde ein
Untersuchungskollektiv mit viel zu kleiner Dosis ausgewählt und zweitens
wurden Latenzzeiten nicht abgewartet. Die Interpretation der Autoren
konterkariert die dringend notwendigen Bemühungen um eine Begrenzung der
medizinischen Expositionen.
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Stx572-573.2010.1-4.4 (4 Seiten)
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Röntgenstrahlung
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Prostatakrebs und diagnostisches Röntgen. Mitte der 1990er Jahre lösten Prostatakarzinome den Lungenkrebs in
Deutschland als häufigste Krebserkrankung bei Männern ab. Die
altersstandardisierte Erkrankungsrate hat zwischen 1980 und 2004 um etwa 150
Prozent zugenommen. Demgegenüber ist die Sterblichkeit (Mortalität) seit
Mitte der 1990er Jahre rückläufig, erreicht jedoch im Vergleich zu anderen
Ländern noch Spitzenwerte. Wegen des Rückgangs der Mortalität führt man den
enormen Anstieg der Neuerkrankungsrate weitgehend auf den üblich gewordenen
PSA-Test zurück, durch den noch latente Stadien früher oder überhaupt erkannt
werden. Da jedoch auch in den Altersgruppen unter 50 Jahre ein deutlicher
Anstieg der Neuerkrankungsrate zu verzeichnen ist und eine drastische Zunahme
bereits vor den 1980er Jahren erfolgte, erscheint die Frage nach Risikofaktoren
weiterhin vordringlich. Von Inge Schmitz-Feuerhake
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Stx560-561.2010.1-3.3 (3 Seiten)
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Röntgenstrahlung
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Berufliche Strahlenexposition: PD Dr.med. Rainer Becher. 19. März 1934 – 23. Februar
2009. Mensch, Arzt, Strahlentherapeut, Niedrigdosisexperte – ein kritischer
und unabhängiger Geist. Im Februar 2009 starb der Nuklearmediziner Priv.-Doz. Dr.med. Rainer
Becher an chronisch lymphatischer Leukämie. Er
wehrte sich gegen den Mythos, seine Erkrankung sei nicht strahleninduzierbar.
Ein Nachruf von Prof. Dr.med. Wolfgang Hoffmann,
Universität Greifswald.
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Stx534-535.2009.4-6.3 (3 Seiten)
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Röntgenstrahlung
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Chromosomenschäden nach
CT-Untersuchung. Wissenschaftler befürchten künftig 58.000 zusätzliche
tödliche Krebserkrankungen unter 6,5 Millionen kindlichen Patienten in den
USA als Folge von CT-Untersuchungen im Jahr 2006. Die Warnungen von Strahlenschützern
vor der ständig zunehmenden Zahl von Computertomographie(CT)-Untersuchungen
vor allem bei Kindern und jungen Menschen, erhalten durch drei neue Studien
weitere Unterstützung. Von G. Stephan vom Institut für Strahlenhygiene des
Bundesamtes für Strahlenschutz in Oberschleißheim und Kollegen erschien im
Mai 2007 ein Untersuchungsbericht, der eine erhöhte Rate von
Chromosomenaberrationen nach CT-Untersuchungen bei pädiatrischen Patienten
nachweist. Bereits im Januar 2007 war zudem eine von Kai Rothkamm vom
Department of Radiation Oncology
& Biology der University of Oxford und
Kolleginnen verfaßte Arbeit über DNA-Schäden in weißen Blutkörperchen
(Leukozyten) nach Strahlenbelastungen durch CT erschienen, die als
quantitative Biomarker für Niedrigdosisstrahlung dienen können. Schließlich
erschien eine Arbeit von Rosalie Bertell, Lynn Ehrle und Inge Schmitz-Feuerhake,
in der ausgehend vom Risiko der Anwendung der Computertomographie bei Kindern
auch die Geschichte der Leugnung des Strahlenrisikos beschrieben wird.
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Stx492-493.2007.3,4.2 (2 Seiten)
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Röntgenstrahlung
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Strahlenwirkungen: Zur Mammographie verwendete Röntgenstrahlen sind fünffach
stärker krebserregend als bisher angenommen. Über die biologische
Wirksamkeit der 29kVp-Röntgenstrahlung, die für
Mammographie-Massenuntersuchungen (Screening)
verwendet wird, herrscht derzeit ein heftiger Streit. Der Ausgang dieser
Auseinandersetzung wird entscheidende Auswirkungen auf die Berechnung des
Ausmaßes der Strahlenrisiken durch Brustkrebs-Screening
haben. G. J. Heyes und A. J. Mill von der Radiation Biophysics Group an
der Fakultät für Physik und Astronomie der Universität von Birmingham in
Großbritannien, stellten in der Zeitschrift Radiation
Research eine "definitive Abschätzung" der biologischen Wirksamkeit
von 29 kVp-Röntgenstrahlung vor, im Vergleich zur
Strahlung, der die Atombombenüberlebenden ausgesetzt waren. Sie fanden eine
rund 5-fach höhere biologische Wirksamkeit der 29 kVp-Röntgenstrahlung und fordern eine nochmalige
Überprüfung des Nutzens von Mammographie-Untersuchungen.
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Stx430-431.2004.6.1 (1 Seite)
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Röntgenstrahlung
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Mehr untergewichtige Neugeborene nach dem Zahnröntgen der Mutter. Eine
geringe Strahlenbelastung der Schilddrüse der Mutter reicht offenbar aus, um
ihr ungeborenes Kind zu schädigen. Bereits das Röntgen von Zähnen führt bei
schwangeren Frauen zu einem erhöhten Risiko, untergewichtige Kinder zu
gebären. Dabei führt eine Strahlenbelastungen ab 0,4 Milligray
(mGy) zu einem insgesamt mehr als doppelt so hohen Risiko für
Untergewichtigkeit bei Neugeborenen und zu einem mehr als dreieinhalbfach
höheren Risiko für Untergewichtigkeit bei termingerecht, ab der 37.
Schwangerschaftswoche Geborenen. Das ist Ergebnis einer Fall-Kontroll-Studie
der amerikanischen Wissenschaftler Dr. Philippe P. Hujoel
und Kollegen an der University of Washington, die im April 2004 in dem sehr
konservativen Journal der American Medical
Association (JAMA) veröffentlicht worden ist.
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Stx420-421.2004.1,2.2 (2 Seiten)
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Röntgenstrahlung
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Strahlenschutz: Die SSK will Erleichterungen für die Forschung. Die
Strahlenschutzkommission (SSK) will Erleichterungen für die medizinische
Forschung. Auf ihrer 190. Sitzung am 22./23. April 2004 hat sie eine
Lockerung der Regeln zur Genehmigung der Anwendung radioaktiver Stoffe oder
ionisierender Strahlen in der medizinischen Forschung empfohlen. Der
Versicherungsschutz für strahlenbelastete Versuchspersonen soll von 30 auf 5
bis 10 Jahre verkürzt werden.
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Stx418-419.2004.6,7.2 (2 Seiten)
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Röntgenstrahlung
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Niedrigdosisstrahlung / Strahlenwirkung: Schwache Röntgenstrahlung kann
die Erbsubstanz nachhaltiger schädigen als angenommen. Das Reparatursystem
versagt. Schwache Röntgenstrahlen können das Erbmolekül DNA nachhaltiger
schädigen als bislang angenommen. Zwar greifen sie das Erbgut zunächst nicht
so sehr an wie starke Strahlen, doch dafür können sich leicht beschädigte
Zellen wesentlich schlechter regenerieren als stark beschädigte. Das folgt
aus einer Studie von Biophysikern an der Universitätsklinik des Saarlandes in
Homburg.
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Stx392-393.2003.6,7.2
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+ Stx394-395.2003.7.1 (3 Seiten)
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Röntgenstrahlung
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Strahlenwirkungen: Chromosomale Schäden nach
chronischer Belastung durch Niedrigdosisstrahlung. Beruflich
Strahlenbelastete sind besonders gefährdet. Bei im Gesundheitswesen
Tätigen mit chronischen Belastungen durch Niedrigdosisstrahlung sind gehäuft
Chromosomen-Aberrationen und Vertauschungen bei Schwesterchromatiden der
Chromosomen zu finden. Das berichten Dr. Elza Sakamoto-Hojo von der Universität São Paulo in Brasilien
und Kollegen in der Dezember-Ausgabe 2001 der Zeitschrift Teratogenesis,
Carcinogenesis and Mutagenesis
(2001;21:431-439). Chromosomale Aberrationen sind
mit Prozessen der Krebsentstehung gekoppelt erklären die Autoren. So könne
die zunehmende Anwendung von ionisierender Strahlung Grund für zunehmende
genetische Instabilität und entsprechende gesundheitliche Folgen bei
Beschäftigten in der Radiologie und Nuklearmedizin sein. Die Studie zeigt,
daß Beschäftigte, die beruflich niedrig dosierter Gamma- und/ oder
Röntgenstrahlung ausgesetzt sind, eine höhere Zahl von Chromosomenschäden
aufweisen als vergleichbare Kontrollpersonen, obwohl die anhand der personendosimetrischen Überwachung ermittelten
kumulierten absorbierten Dosen innerhalb der von der Internationalen
Strahlenschutzkommission (ICRP) etablierten Grenzen geblieben sind,
schlußfolgern die Autoren.
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Stx362-363.2002.5.1 (1 Seite)
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Röntgenstrahlung
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Strahlenbelastung beim Zahnröntgen: Höhere Strahlendosen durch
Metallkronen im Mund. Belastungen wie bei der Tumor-Bestrahlung ermittelt. Trifft
Röntgenstrahlung, wie sie in der zahnärztlichen Diagnostik mit Spannungen
zwischen 60 und 125 Kilovolt erzeugt wird, auf
Metalle, dann werden Elektronen aus der Oberfläche dieser Metalle
herausgeschleudert. Diese verursachen eine zusätzliche
(Beta-)Strahlenbelastung für das umliegende Gewebe. Darauf weisen der
Zahnmediziner Michael Gente von der
Universitätszahnklinik in Marburg und der Physiker Andreas Sommer aus Ulm in
einem Bericht in der Deutschen Zahnärztlichen Zeitschrift hin (Bd. 56, S.
181). Sie untersuchten, wie sich Metallegierungen
in den Zähnen bei einer Röntgenaufnahme auf die Strahlenbelastung auswirken.
Dabei stellte sich heraus, daß die Dosis durch Betastrahlung in unmittelbarer
Nähe einer goldhaltigen Legierung rund das Hundertfache der Röntgenstrahlung
erreicht.
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Stx346-347.2001.7,8.2 (2 Seiten)
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Röntgenstrahlung
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Strahlenwirkungen: Mammographie-Röntgenstrahlen sind 3,4-fach stärker
krebsauslösend als 200 kVp-Röntgenstrahlen und
mindestens 7-fach stärker als Cobalt-60-Gammastrahlung. Die derzeit
geltenden Strahlenrisiko-Abschätzungen für beruflich strahlenbelastete
Personen und für die medizinische Diagnostik beruhen zum größten Teil auf den
epidemiologischen Daten der Atombombenüberlebenden von Hiroshima und Nagasaki,
die im wesentlichen mit Gammastrahlung exponiert worden waren. Die
biologische Wirksamkeit dieser Gammastrahlen ist derjenigen von
Cobalt-60-Gammastrahlung vergleichbar. Bei beruflicher Strahlenbelastung und
in der medizinischen Diagnostik sind dagegen Röntgenstrahlen und Elektronen
im sogenannten LET-Bereich bis etwa 10 keV/µm die hauptsächlichen Strahlenarten. Die Publikation
60 der Internationalen Strahlenschutzkommission und die deutsche
Strahlenschutzverordnung (1990) gehen von der Annahme aus, daß alle Photonen-
und Elektronenstrahlungen bis zu einem LET von 11 keV/µm die gleiche biologische
Wirksamkeit haben. Strahlenphysikalische und strahlenbiologische Daten
widersprechen aber dieser Annahme. Das zeigten D. Frankenberg, K. Kelnhofer, F. Bär und M. Frankenberg-Schwager von der
Abteilung Klinische Strahlenbiologie und Klinische Strahlenphysik am Zentrum
Radiologie der Universität Göttingen auf der 32. Jahrestagung des
Fachverbandes für Strahlenschutz (FS-GAST) vom 2. bis 6. Oktober 2000 in Bad
Kissingen anhand von Untersuchungen an einer menschlichen Hybridzelllinie
(CGL1).
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Stx332-333.2000.10,11.2 (2 Seiten)
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Röntgenstrahlung
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Die relative biologische Wirksamkeit der Röntgenstrahlung wird
unterschätzt. Im Strahlenschutzkonzept wird davon ausgegangen, daß die
relative biologische Wirksamkeit von Röntgen- und Gammastrahlung
gleichgesetzt werden kann. Roland Wolff, Diplomphysiker im Radiologischen
Zentrum der Krankenhäuser des Märkischen Kreises, stellt die
Forschungsergebnisse verschiedener Gruppen dar, anhand derer deutlich wird,
daß die biologische Wirksamkeit von Röntgenstrahlung größer ist als die von
Gammastrahlung. Diese Erkenntnis müßte dringend im Strahlenschutz
Berücksichtigung finden.
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Stx204-205.1995.2-4,10.4 (4 Seiten)
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Strahlentherapie
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Strahlentherapie
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Berufliche Strahlenexposition: PD Dr.med. Rainer Becher. 19. März 1934 – 23. Februar
2009. Mensch, Arzt, Strahlentherapeut, Niedrigdosisexperte – ein kritischer
und unabhängiger Geist. Im Februar 2009 starb der Nuklearmediziner Priv.-Doz. Dr.med. Rainer
Becher an chronisch lymphatischer Leukämie. Er
wehrte sich gegen den Mythos, seine Erkrankung sei nicht strahleninduzierbar.
Ein Nachruf von Prof. Dr.med. Wolfgang Hoffmann,
Universität Greifswald.
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Stx534-535.2009.4-6.3 (3 Seiten)
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Strahlentherapie
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Medizinische und berufliche Strahlenbelastung: Herzerkrankungen durch niedrigdosierte Bestrahlungstherapien. Hochdosierte
therapeutische Bestrahlungsbehandlungen von meist 30 bis 40 Gray, wie sie bei
der Behandlung etwa von Brustkrebs oder Hodgkin-Lymphomen angewendet werden,
sind dafür bekannt, das Risiko für Herzerkrankungen zu erhöhen. Es gibt aber
auch Hinweise darauf, daß für Patienten, die mit kardialen Dosen von weniger
als 4 Gray bestrahlt wurden (etwa bei der Behandlung von Magen- und
Zwölffingerdarmgeschwüren), ebenfalls ein erhöhtes Risiko für
Herzerkrankungen besteht. Eine neue Studie mit 64.937 männlichen
Beschäftigten der Atomwirtschaft in Großbritannien, die im International
Journal of Epidemiology veröffentlicht wurde, fand
nun ebenfalls einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen
Strahlenbelastungen mit niedrigen Dosen und Herzerkrankungen. Für dabei
42.426 aufgrund persönlicher Dosimetriedaten als
„Strahlenarbeiter“ identifizierte Personen geben die Autoren eine Erhöhung
des Risikos, an Herzerkrankungen zu sterben, von 65 Prozent pro Sievert über
das Arbeitsleben kumulierte Strahlenbelastung an. (McGeoghegan
et al. 2008: p < 0,001, ERR = 0,65 (90%-CI 0,36-0,98) Sv-1).
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Stx524-525.2008.11.1 (1 Seite)
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Strahlentherapie
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Epidemiologie: Spätschäden durch
Therapie mit Radium-224 bei Morbus Bechterew. Wissenschaftler
vom Institut für Strahlenbiologie des Helmholtz-Zentrums München – Deutsches
Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt in Neuherberg,
haben im Rahmen einer epidemiologischen Studie „ein ungünstiges
Nutzen-Risiko-Verhältnis“ für die bei Morbus-Bechterew-Patienten
eingesetzte Radium-224-Therapie festgestellt. Das berichteten sie im April
2008 in der Zeitschrift Rheumatology (R. R. Wick et al. 2008).
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Stx516-517.2008.5.1 (1 Seite)
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Strahlentherapie
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Elektronen mit geringer Energie
wirken mehr. Biochemiker erforschen, auf welche Weise Elektronen mit geringer
Energie Zellen zerstören. Bei der Strahlentherapie wird energiereiche
Strahlung örtlich begrenzt auf jenen Bereich im Körper gerichtet, in dem sich
der Tumor befindet. Durch Schädigungen der Erbsubstanz (DNA) sollen die
bösartigen Tumor-Zellen absterben. Leider wirken die eingesetzten Strahlen
aber nicht nur auf die DNA der Tumorzellen. Auch das umliegende, gesunde
Gewebe wird durch die Bestrahlung geschädigt. In den vergangenen Jahrzehnten
beschäftigten sich deshalb zwar zahllose Forschungsprojekte mit dem Thema
Strahlenschäden und Strahlentherapie. Welche molekularen Prozesse diese
Schäden jedoch auslösen, war bislang weitgehend unbekannt. „Die Rolle von
sogenannten sekundären Elektronen, die bei der Bestrahlung auftreten, war
kaum erforscht“, erklärte Professor Dr. Eugen Illenberger
vom Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität Berlin. Den
Elektronen mit geringer Energie komme eine Schlüsselrolle zu.
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Stx484-485.2007.5,6.2 (2 Seiten)
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Strahlentherapie
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Ermittlung der Strahlenempfindlichkeit. Falls die
strahlenempfindlichen Individuen vor einer geplanten therapeutischen
Bestrahlung ermittelt werden könnten, wäre eine Dosissteigerung bei den
übrigen Personen möglich und der therapeutische Erfolg größer, meinen
Strahlentherapeuten. Auf der Suche nach einem schnellen und zuverlässigen
Labortest zur Vorhersage der individuellen Strahlenempfindlichkeit haben
deshalb Erhard Severin und Kollegen vom Universitätsklinikum Münster mehrere
Bluttests auf ihre Eignung geprüft.
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Stx438-439.2005.7-8.2 (2 Seiten)
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Strahlentherapie
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Die Krebsbehandlung mit Neutronen ist fragwürdig. "Andere
Strahlenarten wirken effektiver und schonender" – Broschüre zum
Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München. In einer 24 Seiten
starken Broschüre hat die Diplom-Physikerin Karin Wurzbacher
vom Umweltinstitut München verschiedene Arten der Strahlentherapie
miteinander verglichen. Daraus geht hervor, daß eine Krebsbehandlung mit
Neutronenstrahlen die schlechteste, weil von vielen unerwünschten toxischen
Nebenwirkungen begleitete Variante ist. Die
künftigen Betreiber des neuen Atomforschungsreaktors FRM II der Technischen
Universität München hatten die Krebstherapie mit Neutronen stets als
wichtiges Argument benutzt, um für das international umstrittene Projekt zu
werben. Karin Wurzbacher zeigt auf, daß dieses
Argument nicht stichhaltig ist und offenbar gegen besseres Wissen gebraucht
wurde. Damit nicht genug: Den Reaktorkritikern wurde sogar unterstellt, daß
sie mit ihrer angeblichen Verzögerungshaltung "vielen schwer Krebskranken
die Chancen auf eine Therapie und damit auf eine Gesundung genommen
haben". Mit der verständlich formulierten Broschüre, für die Prof. Dr.
med. Dr. h. c. Edmund Lengfelder vom Strahlenbiologischen Institut der
Ludwig-Maximilians-Universität München ein Vorwort geschrieben hat und die
beim Umweltinstitut München kostenlos angefordert werden kann, wird dies
widerlegt: http://www.umweltinstitut.org
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Stx406-407.2003.7,8.2 (2 Seiten)
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Strahlentherapie
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Strahlentherapie schädigt Blutgefäße. Bei Krebspatienten nach einer
Strahlentherapie auftretende Komplikationen am Darm scheinen primär auf
Schädigungen der kleinen Blutgefäße des Organs zu beruhen. Bislang hatte man
dagegen angenommen, daß die epithelialen
Stammzellen der Darmschleimhaut durch die Bestrahlung zugrunde gehen, so daß
sich die Epithelschicht nicht erneuern kann. Richard Kolesnick
und Kollegen vom Memorial Sloan Kettering
Krebszentrum in New York berichten jetzt, daß nach einer
Ganzkörperbestrahlung bei Mäusen als erstes Endothelzellen
zugrunde gehen, die die feinen Blutgefäße auskleiden. Die epithelialen
Stammzellen sterben erst später ab.
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Stx352-353.2001.7.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Strahlentherapie
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Strahlenschutz: Die Strahlung nimmt erst nach mehreren Metern Abstand
mit dem Quadrat der Entfernung von strahlenden Personen ab. Strahlungsmessungen
nach einer Radiojodtherapie. In den ersten vier Tagen nach der Entlassung
nach einer Radiojodtherapie, berichteten Professor Dr.-Ing. Reinhold Zwickler und die Diplombiologin Dr.-Ing. Dorothee Lohr, habe die Körperstrahlung in der Nähe der Patientin
das 1.000- bis 100-fache der natürlichen Umgebungsstrahlung betragen. Nehme
man hypothetisch an, daß sich eine Person vier Tage lang ständig dicht bei
der Patientin aufhalte, so ergebe sich für diese vier Tage eine Dosis von
etwa 2,1 Millisievert (mSv). Dieser Wert entspricht etwa der sonst durch
natürliche Strahlenquellen verursachten mittleren Jahresdosis, die damit
bereits nach rund 100 Stunden erreicht wäre.
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Stx314-315.2000.7,8.2 (2 Seiten)
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Strahlentherapie
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Strahlenanwendung in der Medizin: Strahlenreaktionen der Lunge. Die
Empfindlichkeit der Lunge ist dosisbegrenzend bei der Strahlentherapie etwa
von Patientinnen mit Brustkrebs. Dabei ist die Zahl der tierexperimentellen
und klinischen Untersuchungen zur lungentoxischen Strahlenwirkung relativ
gering, ein plausibles Gerüst an mechanistischen, pathogenetischen
Vorstellungen zur Strahlenwirkung auf die Lunge ist nur ansatzweise vorhanden
- jedenfalls im Vergleich zu den Befunden und mechanistischen Vorstellungen
der durch Stäube verursachten Lungenerkrankungen. Ziel der zukünftigen
Entwicklung dürfte sein, Marker der individuellen Strahlenempfindlichkeit der
Lunge zu definieren. So faßt Prof. J. Bruch vom Institut für Hygiene und
Arbeitsmedizin am Universitätsklinikum Essen seinen einleitenden Beitrag in
dem Ende 1994 erschienenen Band 36 der Reihe Strahlenschutz in Forschung und
Praxis des Gustav Fischer Verlages Stuttgart zusammen.
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Stx196-197.1995.3,4.2 (2 Seiten)
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Strahlentherapie
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Schädelbestrahlung verringert die Intelligenz. Bei vielen
leukämiekranken Kindern, die eine Schädelbestrahlung erhalten haben, sind
Jahre später die intellektuellen Hirnleistungen vermindert. (The Lancet Bd. 344, S. 224)
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Stx186-187.1994.3,4.2 (Kurzmeldung, 2 Seiten)
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Strahlentherapie
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Nutzen und Risiko falsch abgewogen. Deutsche Ärzte verursachen die
höchsten Strahlenbelastungen. Radiologen am Städtischen Klinikum Karlsruhe
empfahlen noch 1993, häufiger eine Strahlentherapie bei chronischen Gelenkschmerzen
zu verschreiben. Sie begründeten das mit Risikoabschätzungen auf einem
Wissensniveau von 20 Jahren zuvor.
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Stx160-161.1993.5,6.2 (2 Seiten)
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Strahlentherapie
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Israel: Gehirntumoren durch Röntgenstrahlen. Das Risiko, an einem
der seltenen Tumoren des Gehirns, des Kopfes oder des Nackens zu erkranken,
erhöht sich bis zum 20-fachen, wenn diese Körperpartien zur Behandlung von
Pilzerkrankungen des Kopfes mit Röntgenstrahlung behandelt worden waren. Das
ist das Ergebnis einer Langzeitstudie an 10.834 israelischen Patienten.
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Stx49.1989.5.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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