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ISSN 0931-4288
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Kommentiertes
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Artikel-Nummer:
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Chromosomenschäden
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Chromosomenschäden
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Tschernobyl-Folgen: Erbgutschäden bei Kindern. Im Erbgut der Kinder
von Katastrophenhelfern von Tschernobyl sind ungewöhnlich viele Mutationen
gefunden worden. In Abschnitten des Genoms haben Wissenschaftler der
Universität von Haifa eine bis auf das Siebenfache erhöhte Zahl von
Veränderungen festgestellt. Wie die Forscher in den Proceedings
der Royal Society of London (Bd. 268, p. 1001)
berichten, gehen diese Mutationen zwar noch nicht mit schweren Krankheiten
einher, die Häufung von Erbveränderungen zeige jedoch, daß sie an die
Nachkommen weitergegeben werden.
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Stx346-347.2001.8.1 (1 Seite)
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Chromosomenschäden
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Atommüll und Umweltradioaktivität: Krebserkrankungen und
Chromosomenschäden unter Bewohnern radioaktiv belasteter Gebäude auf Taiwan.
Mit radioaktiven Zusätzen hergestellter Baustahl wurde in mehr als 2.000
Wohnungen und Schulen verbaut. Eine fünfjährige Studie über die
Krebshäufigkeit unter Bewohnern von radioaktiv verseuchten Gebäuden auf
Taiwan wurde Agenturmeldungen vom April 2001 zufolge jetzt fertiggestellt.
Sie zeigt, daß die Möglichkeit von Chromosomenschäden proportional zur
Langzeitbelastung mit Niedrigdosisstrahlung zunimmt. Von November 1995 bis
Juni 2000 hatte ein Forscherteam der National Yang Ming University auf Taiwan
mehr als 4.100 Menschen untersucht und beobachtet, die in der Stadt Taipeh in
Gebäuden gelebt hatten, die zwischen 1982 und 1983 mit radioaktiv belasteten
Stahlträgern errichtet worden waren. Unter ihnen traten gehäuft verschiedene
Krebsarten auf.
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Stx346-347.2001.4,5.2 (2 Seiten)
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Fehlbildungen
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Fehlbildungen
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Die epigenetische Revolution in der
Strahlenbiologie. Heutige Lehren aus dem Reaktorunfall von Tschernobyl. Daß
die zusätzliche Strahlendosis sich lediglich im Rahmen der natürlichen
Schwankungsbreite bewege, wird gern angeführt, um unliebsame epidemiologische
Beobachtungen nach Katastrophen wie der von Tschernobyl oder in der Umgebung
von Kernkraftwerken im Normalbetrieb abzuwehren und künftige Schäden, jetzt
zum Beispiel nach Fukushima, zu bestreiten. Nach dem Muster, daß nicht sein
kann, was nicht sein darf, wird argumentiert, die beobachteten oder (im Falle
von Fukushima) zu erwartenden Schäden könnten jedenfalls nicht durch
Strahlung verursacht sein, denn die Dosis sei viel zu gering. Zudem fehle
jede plausible ätiologische Erklärung. Das Dosisargument gilt jedoch nur,
wenn man die Strahlendosen über größere Gebiete und längere Zeiträume
zusammenfaßt und dabei örtliche sowie kurzzeitige deutliche Dosisspitzen
heruntermittelt. Und zur Erklärung der beobachteten Effekte beschreiben jetzt
der Berliner Humangenetiker Karl Sperling sowie der Mathematiker Hagen Scherb aus Neuherberg in einem Beitrag im Mai-Heft 2011
der Naturwissenschaftlichen Rundschau das Prinzip der medizinisch-(epi)genetischen Strahlenwirkung.
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Stx586-587.2011.1-3.3 (3 Seiten)
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Fehlbildungen
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Fehlbildungen bei Kindern beruflich
strahlenbelasteter Mütter. Nur wenige Studien untersuchten bisher den
Zusammenhang zwischen einer Belastung von Müttern mit ionisierender Strahlung
in der Schwangerschaft und Missbildungen ihrer
Kinder. Obwohl für Belastungen mit hohen Strahlendosen beschrieben, gelang es
bislang nicht, den Nachweis eines Zusammenhangs für strahlenbelastete
Berufsgruppen zu führen. Das ist jetzt jedoch Wissenschaftlern der Mainzer
Johannes Gutenberg Universität mit einer im Januar 2011 in der Zeitschrift
Radiation and Environmental Biophysics
vorgestellten Arbeit gelungen. Awi Wiesel, Claudia Spix, Andreas Mergenthaler und Annette Queißer-Luft stellten ihre Analyse einer Geburtenkohorte
zwischen Januar 2007 und Februar 2008 vor.
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Stx584-585.2011.10.1 (1 Seite)
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Fehlbildungen
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Gesundheitsschäden
bei Kernkraftwerken: Epidemiologische
Auffälligkeiten um Kernkraftwerke: Synoptische Analyse. Von Alfred Körblein. Seit Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie vor 3 Jahren wurden zwei weitere
epidemiologische Studien veröffentlicht, eine zu Fehlbildungen bei
Neugeborenen um Kernkraftwerke und eine zum Geschlechterverhältnis bei der
Geburt um bayerische Kernkraftwerke. Beide Studien bestätigen die bei der KiKK Studie gefundene Abstandsabhängigkeit, wenn auch
wegen kleiner Fallzahlen nicht alle Einzelbefunde statistisch signifikant
sind. Eine gemeinsame Analyse der drei Datensätze mit einem nichtlinearen
Abstandsmodell (Rayleighverteilung) ergibt eine
hochsignifikante Abstandsabhängigkeit des Risikos mit einem Maximum des
Effekts zwischen 3 und 5 Kilometern.
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Stx576-577.2011.2-5.4 (4 Seiten)
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Fehlbildungen
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Fehlbildungen um deutsche
Kernkraftwerke. In einer neu erschienenen Studie aus dem
Universitätsklinikum in Mainz wurden angeborene Fehlbildungen in der Umgebung
von zwei deutschen Atomkraftwerken untersucht. Die Studie wurde im Auftrage
des Bundesamtes für Strahlenschutz erstellt und vom Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit finanziert. Das Ergebnis war
unauffällig. Allerdings reichte die Nachweisstärke (power) der Studie nicht
aus, um ein ähnlich hohes Risiko nachzuweisen, wie es in der KiKK-Studie beobachtet wurde. Die Abstandsabhängigkeit
des relativen Risikos im Studiengebiet wird dann grenzwertig signifikant,
wenn die unmittelbare Umgebung der Kernkraftwerke bis zu einer Entfernung von
3 Kilometer unberücksichtigt bleibt und wenn als unabhängige Variable der
Abstand anstelle des reziproken Abstands verwendet wird. Von Alfred Körblein
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Stx560-561.2010.6-10.5 (5 Seiten)
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Fehlbildungen
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23 Jahre nach Tschernobyl: Weniger
und mißgebildete Insekten und Vögel. Die ökologischen Auswirkungen der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die sich Ende dieses Monats zum 23. Mal
jährt, sind größer als früher angenommen und erhofft. Die freigesetzten
Radionuklide dezimieren auch weiterhin Insekten und Spinnen. Und mißgebildete
Insekten sind auch schon im Normalbetrieb von Atomkraftwerken deutlich
vermehrt in deren Umgebung zu finden. (A. P. Møller,
T. A. Mousseau 2009; C. Hesse-Honegger, P. Wallimann 2008)
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Stx534-535.2009.1-2.2 (2 Seiten)
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Fehlbildungen
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Fehlbildungen bei Neugeborenen um
bayerische Kernkraftwerke. Von Alfred Körblein.
Ein Bericht des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS)
vom November 1995 [1] untersucht die Häufigkeit (Prävalenz) von Fehlbildungen
bei Neugeborenen um die vier bayerischen kerntechnischen Anlagen Gundremmingen, Isar, Grafenrheinfeld, und Garching für
die Jahre 1984 bis 1991. Laut Bericht ergab sich für angeborene Fehlbildungen
„insgesamt keine signifikante Erhöhung im 15-km Umkreis der im Betrieb
befindlichen kerntechnischen Anlagen (O/E =1,08)“. Einschränkend wird
hinzugefügt, dass sich bei den isolierten
Organfehlbildungen ein signifikant erhöhter O/E-Wert und ein statistisch
signifikanter Trend in Abhängigkeit von der Entfernung zur Anlage zeigte. Dr. Alfred Körblein hat
sich die Daten aus der Studie etwas genauer angeschaut. Zunächst zeigt sich, dass der Trend zu höheren Fehlbildungsraten in KKW-Nähe
nicht nur für die große Gruppe der isolierten Fehlbildungen (n=208, die 61
Prozent der Fehlbildungen ausmachen) sondern auch für die Gruppe der
multiplen Fehlbildungen (n=86, 25 Prozent der Fehlbildungen) feststellbar
ist, auch wenn die Erhöhung in dieser Gruppe für sich betrachtet wegen
kleiner Fallzahlen nicht statistisch signifikant ist. Die chromosomalen
Störungen zeigen als kleinste Gruppe (n=48, 14 Prozent) insgesamt ein
erniedrigtes Risiko im 15-Kilometer Bereich und eine umgekehrte
Entfernungsabhängigkeit des relativen Risikos: ein erniedrigtes Risiko für
den Entfernungsbereich unter 10 Kilometer (km) und ein erhöhtes Risiko im 10-
bis 15-Kilometer Bereich.
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Stx514-515.2008.1,2.2 (2Seiten)
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Fehlbildungen
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Tritium: Mongolismus im Umfeld eines kanadischen Atomkraftwerks.
Eine im Oktober 1991 erschienene Studie im Auftrage der kanadischen Regierung
stellte im Umfeld des Atomkraftwerkes Candu in
Pickering/Ontario in den Gemeinden Pickering und Ajax eine "verblüffend
große" Zahl von Down-Syndrom (Mongolismus) fest.
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Stx124-125.1992.6.1 (1 Seite)
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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Atomarbeiter haben ein erhöhtes
Infarktrisiko. Einer von britischen Wissenschaftlern (McGeoghegan
et al.) erstellten und im März 2008 veröffentlichten Studie über Angestellte
von britischen Atomanlagen zufolge gibt es einen Zusammenhang zwischen
erhöhter Strahlenbelastung und der Sterblichkeit (Mortalität) an
Kreislauferkrankungen.
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Stx510-511.2008.4.1 (1 Seite)
Zur
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs
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Leukämien
um Kernkraftwerke: Emissionsspitzen
können für die erhöhten Leukämieraten verantwortlich sein. Neue Daten der
Edelgaskonzentration in der Fortluft des Kernkraftwerks (KKW) Gundremmingen bei der Revision im September 2011 zeigten
sehr hohe Emissionen mit einem Spitzenwert 500-mal über dem Normalwert.
Diskontinuierliche radioaktive Ableitungen im Zusammenwirken mit einer
nichtlinearen Dosis-Wirkungsbeziehung könnten der Schlüssel zum Verständnis
der Ergebnisse der KiKK-Studie sein. Von Alfred Körblein
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Stx598-599.2011.7-9.3 (3 Seiten)
Zu
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs
um Kernkraftwerke: Die Schweizer
CANUPIS-Studie. Eine neue schweizerische Langzeitstudie fand nach Aussage
der Autoren keine Hinweise dafür, dass kindliche Krebserkrankungen
in der Nähe von Kernkraftwerken häufiger auftreten als anderswo. Nicht
erwähnt wird, dass die Schweizer Ergebnisse sehr
gut mit Befunden von Studien aus Deutschland und Großbritannien
übereinstimmen, die das Gegenteil zeigen. Von Alfred Körblein.
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Stx590-591.2011.14-16.3 (3 Seiten)
Zu
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Kinderkrebs
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AKW Gundremmingen: Emissionsspitzen
beim Brennelementewechsel. Zur Ursache von
Leukämien bei Kindern in der Umgebung von Kernkraftwerken. In der
ARD-Sendung Plus-Minus vom 21. Juni 2011 wurde berichtet, dass
während der Brennelementewechsel in Kernkraftwerken
kurzzeitig hohe radioaktive Emissions-spitzen auftreten. Die verantwortliche
Redakteurin, Frau Bertram, hatte vom Betreiber, dem Energiekonzern RWE, die
Wochenmittelwerte der radioaktiven Abgaben aus dem Abluftkamin des
Kernkraftwerks Gundremmingen erhalten. Im Rahmen
der Recherchen für die Sendung übermittelte sie Dr. Alfred Körblein eine Graphik der RWE, welche die Edelgas- und
Jodabgaben mit der Abluft des Kernkraftwerks Gundremmingen
in den Wochen um die beiden Brennelementewechsel
des Jahres 2010 darstellen und bat ihn um eine Bewertung der Relevanz dieser
Daten hinsichtlich der Interpretation der Ergebnisse der KiKK-Studie
zu Leukämien bei Kleinkindern um Kernkraftwerke. Sein Resümee: Das auffällige
Ergebnis der KiKK-Studie, eine Verdopplung des
Leukämierisikos bei Kleinkindern im Nahbereich von Kernkraftwerken, ließe
sich damit erklären, dass die Strahlenbelastung
durch Kernkraftwerke in „Spikes“ auftritt, und dass
die Strahlenwirkung überproportional mit der Strahlendosis ansteigt. Ein
Beitrag von Alfred Körblein.
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Stx588-589.2011.6-8.3 (3 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Kinderkrebs
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Doch kein Leukämierisiko in AKW-Umgebung?
Die neue COMARE-Studie aus Großbritannien steht keineswegs im Gegensatz
zu den Befunden aus Deutschland, die ein erhöhtes Leukämierisiko in der
Umgebung von Atomkraftwerken aufzeigten. Ein Kommentar von Alfred Körblein.
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Stx586-587.2011.3.1 (1 Seite)
Zur
Originalseite im pdf-Format
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Kinderkrebs
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Gesundheitsschäden
bei Kernkraftwerken: Epidemiologische
Auffälligkeiten um Kernkraftwerke: Synoptische Analyse. Von Alfred Körblein. Seit Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie vor 3 Jahren wurden zwei weitere
epidemiologische Studien veröffentlicht, eine zu Fehlbildungen bei
Neugeborenen um Kernkraftwerke und eine zum Geschlechterverhältnis bei der
Geburt um bayerische Kernkraftwerke. Beide Studien bestätigen die bei der KiKK Studie gefundene Abstandsabhängigkeit, wenn auch
wegen kleiner Fallzahlen nicht alle Einzelbefunde statistisch signifikant
sind. Eine gemeinsame Analyse der drei Datensätze mit einem nichtlinearen
Abstandsmodell (Rayleighverteilung) ergibt eine
hochsignifikante Abstandsabhängigkeit des Risikos mit einem Maximum des
Effekts zwischen 3 und 5 Kilometern.
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Stx576-577.2011.2-5.4 (4 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Kinderkrebs
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Nicht wirklich Neues aus der Anstalt. Kommentar
zu einer neueren Arbeit zu Leukämieclustern in Deutschland. Wir erinnern uns an das reflexartig auftauchende
Scheinargument, das vorgetragen wird, sobald sich irgendwo eine Häufung von
Leukämie- oder Krebsfällen bei Kindern findet und zu der begründete
Vermutungen bezüglich der wahrscheinlichen Ursache diskutiert werden. Es wird
dann dagegengehalten, daß es ja viele solche Häufungen oder Cluster gebe, der
diskutierte Verdacht also völlig unbegründet sei. Jetzt taucht das Thema in
einer Studie von Schmiedel, Blettner, Kaatsch und Schüz wieder auf.
Drei der vier Autoren stammen aus dem Mainzer Universitätsinstitut für
Medizinische Biostatistik, Epidemiologie und Informatik, dem das Deutsche
Kinderkrebsregister angegliedert ist. Die Studie möchte der Frage nachgehen,
ob Leukämie bei Kindern zeitweilig oder räumlich und zeitlich in Clustern
auftritt. Es ist nicht wirklich klar, was die Autoren mit ihrer Studie zeigen
wollten. Ein Kommentar von Dr. Sebastian Pflugbeil.
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Stx572-573.2010.6-7.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs
um Atomkraftwerke: Erwartungsgemäß
keine Ergebnisse für finnische AKW. Aufgeschreckt durch die Ergebnisse
der deutschen Kinderkrebsstudie (KiKK-Studie) hat
auch die finnische Strahlenschutzbehörde die Umgebung ihrer beiden Atomkraftanlagen
auf Krebs und Leukämie bei Kindern und Erwachsenen untersucht.
Erwartungsgemäß hat diese Studie jedoch keine Ergebnisse erbracht. Es leben
dort zu wenige Menschen.
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Stx554-555.2010.5.1 (1 Seite)
Zur
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs
um Atomkraftwerke: Schweizer
Kinderkrebsstudie ist ohne ausreichende statistische Nachweiskraft. Das
Schweizer Studienprojekt CANUPIS untersucht
seit September 2008 die Häufigkeit von Krebserkrankungen und speziell
Blutkrebs bei Kindern in der Umgebung von schweizerischen Atomkraftwerken.
Angeregt worden war dies durch die Ergebnisse der Ende 2007 veröffentlichten
deutschen KiKK-Studie, die eine Verdoppelung des Risikos von
Blutkrebs (Leukämie) bei unter 5-jährigen Kindern ergeben hatte, die zum
Zeitpunkt der Diagnose im Umkreis von 5 Kilometern eines Atomkraftwerkes
wohnten. Die Schweizer Studie sollte die deutschen Resultate bei unter
5-jährigen Kindern sowohl für Blutkrebs als auch für Krebserkrankungen
allgemein mit einer Kohortenstudie für die Jahre
1985 bis 2007 nachvollziehen. Zusätzlich untersucht die CANUPIS-Studie auch
bis zu 16-jährige Kinder. In einem jetzt in der Zeitschrift Schweizer
Krebsbulletin (SKB/BSC) veröffentlichten Beitrag bezeichnen es der Präsident
der schweizerischen Sektion der Internationalen Ärztevereinigung zur
Verhütung des Atomkrieges (PSR/ IPPNW) Claudio Knüsli,
Martin Walter und Hagen Scherb vom Institut für
Biomathematik und Biometrie des Helmholtz Zentrum München, als fragwürdig, ob
aufgrund der demographischen Voraussetzungen (Einwohnerzahl, Fallzahlen,
Bevölkerungsdichte in der Nähe von AKWs) wirklich von einer für solche
Studien zu fordernden statistischen Nachweiskraft (Power) von mindestens 80
Prozent ausgegangen werden kann. Auf dieses Problem hatte Strahlentelex im
November 2008 hingewiesen. Die Atommeiler konzentrieren sich in der
Schweiz auf lediglich zwei Standorte, nicht auf 16 wie in Deutschland.
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Stx550-551.2009.1-2.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: „Das
Ergebnis der KiKK-Studie verlangt eine kritische
Überprüfung der Annahmen und Modelle des Strahlenschutzes“. Eine
ausführliche Darstellung und Betrachtungen zur Bedeutung der
Fall-Kontrollstudie des Mainzer Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der
Umgebung von Kernkraftwerken in Deutschland (KiKK-Studie
von Ende 2007 hat jetzt Rudi H. Nussbaum,
emeritierter Professor der Physik an der Portland State University in Oregon
(USA), in der Juli/September-Ausgabe 2009 des International Journal of Occupational and Environmental Health
veröffentlicht. Nussbaum stellt die Studie im
Kontext anderer aktueller wissenschaftlicher Arbeiten dar und befaßt sich
ausführlich mit der unverständlichen Schlußfolgerung der Autoren der KiKK-Studie (Kaatsch, Spix, Schmiedel, Schulze-Rath, Mergenthaler und Blettner), daß Radioaktivität als Ursache für die
vermehrten Krebserkrankungen von Kindern in der Umgebung von Atomkraftwerken
grundsätzlich auszuschließen sei. „Diese nicht gerechtfertigte
Schlußfolgerung illustriert die Dissonanz zwischen Annahmen und Beweisen“,
kommentiert Nussbaum und rügt, daß der
„gegenwärtige Kenntnisstand der Radiobiologie“ in seiner am weitesten
verbreiteten Version eine ganze Reihe radiobiologischer und dosimetrischer Faktoren nicht zur Kenntnis nimmt.
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Stx544-545.2009.2-3.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Kinderkrebs
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Häufung von Kinderleukämien: Neuer
Leukämiefall bei den Geesthachter Atomanlagen. Erneut
ist jetzt ein Kind im Umfeld der Geesthachter
Atomanlagen bei Hamburg an Leukämie erkrankt. Dabei handelt es sich nach
Angaben aus der dortigen Bürgerinitiative vom März 2009 um ein 9-jähriges
Mädchen aus Horburg. Horburg
gehört zum Landkreis Lüneburg und liegt etwa 5,5 Kilometer Luftlinie südlich
des AKW Krümmel und der GKSS. In den frühen
Morgenstunden des 12. September 1986 war Zeugenaussagen zufolge 30 Kilometer
vor den Toren Hamburgs eine farbig schillernde Flamme in den Himmel von Geesthacht
geschossen. Seitdem erkranken dort bis heute anhaltend und sterben im näheren
Umkreis Kinder in einer so hohen Rate an Leukämie, wie sonst nirgendwo auf
der Welt. Die Parlamente und Regierungen der betroffenen Länder Niedersachsen
und Schleswig-Holstein sowie Bundestag und Bundesregierung weigern sich
bisher, daraus Konsequenzen zu ziehen.
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Stx534-535.2009.2.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: SSK
in Erklärungsnot. Die Mitglieder der deutschen Strahlenschutzkommission
(SSK) geben sich ahnungslos, woher die vermehrten Leukämieerkrankungen bei
den Atomkraftwerken kommen mögen und sind auf der Suche nach dem
„molekulargenetischen Faktor“ bei Krümmel, Sellafield und Dounray. Bericht
von einem „Fachgespräch“ im Februar 2009 in Bonn. Von Dr. Sebastian
Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.
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Stx532-533.2009.1-5.5 (5 Seiten)
Zu
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Kinderkrebs
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Neue ökologische Studien zu Leukämien bei Kleinkindern um
Kernkraftwerke. Nach der
Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie (Kaatsch et al.), einer aufwändigen
Fall-Kontrollstudie, wurde kürzlich im deutschen Ärzteblatt (2008;
105(42):725-32) ergänzend dazu eine neue ökologische Studie von Kaatsch et al. veröffentlicht, in welcher die
Leukämiefälle auf Gemeindeebene ausgewertet werden. Dabei zeigte sich, daß
die Leukämieinzidenz bei Kleinkindern im Studiengebiet fast exakt mit der
Inzidenz im gesamten Bundesgebiet übereinstimmt. Verwiesen wird neuerdings
auch auf eine Studie aus England (Bithell, Keegan et al. Okt. 2008), die im Gegensatz zur KiKK-Studie keine Erhöhung im Nahbereich von dortigen
Kernkraftwerken ergeben haben soll. Auch in Frankreich wurde kürzlich eine
ökologische Studie (Laurier, Hémon et al. Sept.
2008) durchgeführt, die Leukämien bei Kleinkindern in der Umgebung aller 19
Standorte von französischen Kernkraftwerken untersuchte. Eine Bewertung durch
Dr. Alfred Körblein.
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Stx528-529.2009.1-2.2 (2 Seiten)
Zu
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Fehlender
Beweis ist kein Beweis für das Gegenteil. Den englischen und
französischen Regierungen scheinen zwei neue epidemiologische Studien
[Laurier et al., 2008 und Bithell et al., 2008] zu
einem Versuch nutzen zu wollen, die deutsche Kinderkrebsstudie [KiKK-Studie; Spix et al, 2008
und Kaatsch et al., 2008] zu diskreditieren und die
Ansicht zu stützen, daß es bei ihren eigenen Kernkraftwerken keinen Anstieg
von Kinderleukämien gebe. Darauf macht Dr. Ian Fairlie
(London) in einer Mitteilung vom 21. November 2008 aufmerksam. Die Studien
von Laurier (Frankreich) und Bithell
(Großbritannien) kommen zu dem Schluß, daß es „keinen Hinweis“ oder „keinen
Beweis“ für einen Leukämieanstieg bei französischen beziehungsweise
englischen Kernreaktoren gebe.
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Stx526-527.2008.2-3.2 (2 Seiten)
Zu
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Probleme
mit der wissenschaftlichen Begründung der SSK-Stellungnahme zur KiKK-Studie. Fachgespräch in Bonn auf Ende Februar
2009 verschoben. Die deutsche Strahlenschutzkommission (SSK) hat offenbar
Probleme mit der wissenschaftlichen Begründung ihrer Stellungnahme zur
Kinderkrebsstudie des Kinderkrebsregisters in Mainz (KiKK-Studie).
„Aus Termingründen“ werde das ursprünglich für den 16. Dezember 2008 in Bonn
geplante Fachgespräch, auf der sich die SSK laut Erklärung des Bundesumweltministeriums
(BMU) einer Fachdiskussion stellen sollte, auf den 26. Februar 2009
verschoben. Das teilte die SSK auf ihrer Homepage mit. Auch erst „rechtzeitig
vor diesem Termin“ wolle sie nun eine „vollständige wissenschaftliche
Begründung“ veröffentlichen. Die SSK hatte, wie bereits in der vorigen
Strahlentelex-Ausgabe berichtet, am 9. Oktober 2008 auf einem „nicht öffentlichen“ Pressegespräch, das „auf wenige
Tageszeitungen und Hörfunkstationen beschränkt“ war, ihre Beratungsergebnisse
zur KiKK-Studie vorgestellt. Die Strahlenexposition
durch Kernkraftwerke könne die Ergebnisse der KiKK-Studie
nicht erklären, für die Entstehung von Leukämien seien eine Vielzahl von
Einflußfaktoren möglich und es wäre vernünftiger gewesen, die Studie nicht
durchzuführen, waren Kernaussagen, die die SSK nun Schwierigkeiten hat,
wissenschaftlich zu begründen.
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Stx526-527.2008.1-2.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Einfluss der Form der Dosis-Wirkungsbeziehung
auf das Leukämierisiko. Von Alfred Körblein.
Bei der Ermittlung des Strahlenrisikos wird stillschweigend vorausgesetzt, dass die Strahlenwirkung proportional zur Dosis ist. Wenn
aber diese Annahme nicht zutrifft und die Strahlenwirkung überproportional
mit der Dosis ansteigt, führt eine Mittelung der Dosis dann zu einer
Unterschätzung des Risikos, wenn die Dosisbelastung starke örtliche und
zeitliche Schwankungen aufweist, wie das charakteristisch für die
Strahlenbelastung im Nahbereich von Kernkraftwerken ist. Dies ist der
Grundgedanke, der dazu beitragen soll, die Erklärungslücke zwischen den
Befunden der KiKK-Studie und dem momentanen Stand
des radiobiologischen Wissens zu schließen.
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Stx524-525.2008.8-10.3 (3 Seiten)
Zu
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Kinderkrebs
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Von der Gefahr der Vertrottelung in
Kommissionen und in der Wissenschaft. Von Sebastian Pflugbeil. Das Vertrottelungssyndrom
wurde nach dem Strahlenbiologen Prof. Dr.med. Klaus-Rüdiger Trott benannt.
Vor vielen Jahren arbeitete er in der GSF in Neuherberg am Nordrand von
München und er war von 1975 bis 1981 Mitglied der Strahlenschutzkommission
(SSK). Trott wurde dadurch bekannt, dass er als
Fachgutachter der Bayerischen Staatsregierung die Unbedenklichkeit der
atomaren Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf für
die Bevölkerung garantierte und sich im Kollegenkreis damit brüstete, für den
Ministerpräsidenten Strauß Redebeiträge zur Durchsetzung der Atomprogramme
geschrieben zu haben. Als wissenschaftshistorisch klassisch gilt der folgende
Gedankengang von Professor Trott: „Man sollte sich dem öffentlichen Druck,
große epidemiologische Studien durchzuführen, unbedingt widersetzen. ...
Entweder findet man nichts, dann hat man es vorher gewusst
– man kann übrigens auch gar nichts finden – oder man findet, wie in Sellafield, doch etwas, dann hat man sehr große
Schwierigkeiten, einen solchen Zufallsbefund wieder wegzudiskutieren.“ (In:
Energiepolitisches Gespräch mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten, „Umwelt
und Energie, Teil II“, 1987)
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Stx524-525.2008.7-8.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Feuchtgebiete
– der neue Bestseller der Strahlenschutzkommission. Sind die Leukämien
bei Krümmel und anderswo durch Wasserdampf
entstanden? Von Inge Schmitz-Feuerhake. Es war nicht zu erwarten, dass die deutsche Strahlenschutzkommission aus dem
Ergebnis der Kinderkrebsstudie bei Kernkraftwerken von 2007 (KiKK) in einer nachvollziehbaren Weise Lehren ziehen
würde. Als weiland 1991 die Leukämiehäufung beim AKW Krümmel
unübersehbar geworden war, verkündete der damalige Umweltminister Klaus
Töpfer vor Ort, Radioaktivität sei als Ursache auszuschließen, es handele
sich wahrscheinlich um eine Virusinfektion. Auf erstaunte Nachfrage von
Journalisten teilte er mit, das hätten ihm seine Berater in der
Strahlenschutzkommission (SSK) gesagt. Die SSK hielt es für unwissenschaftlich,
der Radioaktivitätsthese überhaupt nachzugehen.
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Stx524-525.2008.5-7.3 (3 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Epidemiologische
Tatsachen fordern „gegenwärtigen strahlenbiologischen Kenntnisstand“ heraus. Anmerkungen
zur Stellungnahme der Strahlenschutzkommission (SSK) zur KiKK-Studie.
Von Hagen Scherb. Die Stellungnahme der
Strahlenschutzkommission (SSK) zur KiKK-Studie
strapaziert den Begriff „gegenwärtiger Kenntnisstand“. Es ist zu kritisieren,
daß sich die SSK dabei auf ein seit Jahrzehnten veraltetes „Wissen“ beruft.
Mittlerweile ist es in vielen epidemiologischen Studien gelungen, die Wirkung
von Niedrigdosisstrahlung zweifelsfrei nachzuweisen. Die Verdoppelungsdosen
für angeborene Fehlbildungen (genetische Effekte, zum Beispiel Down Syndrom)
liegen teilweise in der Größenordnung von 1 Millisievert pro Jahr (mSv/a),
und das Geschlechtschancenverhältnis (sex odds ratio) pro mSv/a liegt bei 1.015. Dem muß man
gegenüberstellen, daß das Wissenschaftliche Komitee der Vereinten Nationen
für die Wirkung von Atomstrahlung UNSCEAR [4] von einem relativen Risiko pro
Gray (Gy) für Fehlbildungen von 1,033 ausgeht. Das entspricht etwa einer Verdoppelungsdosis von 20
Gray: The estimate of risk for congenital
abnormalities is about 2,000 cases per million live births (compared to
60,000 cases per million live births).
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Stx524-525.2008.4-5.2 (2 Seiten)
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Studie
zu Kinderkrebs um Schweizer Kernkraftwerke gestartet. Die Arbeiten zur
Schweizer Studie über Krebserkrankungen bei Kindern mit Wohnort in der Nähe
von Kernkraftwerken sind im September 2008 angelaufen. Die sogenannte
CANUPIS-Studie wurde von der Krebsliga Schweiz und vom Schweizerischen
Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Auftrag gegeben. Sie wird vom Schweizer
Kinderkrebsregister in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozial- und
Präventivmedizin der Universität Bern und der Schweizerischen Pädiatrischen
Onkologie Gruppe (SPOG) durchgeführt. Die Ergebnisse sollen 2011
veröffentlicht werden.
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Stx524-525.2008.3.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Ein
Psychogramm der Strahlenschutzkommission. Stellungnahme der
Strahlenschutzkommission (SSK) zur KiKK-Studie
stößt auf Widerspruch. Zweifel an der Seriosität. Bundesregierung wird
aufgefordert zu reagieren. „Kein strengerer Strahlenschutz – In der
Umgebung deutscher Kernkraftwerke sind keine strengeren Vorschriften im
Strahlenschutz notwendig, weil sich ein Zusammenhang mit Leukämie nicht
nachweisen lässt. Das teilte am Donnerstag das
Bundesumweltministerium in Berlin mit. Es berief sich auf eine Untersuchung
der Strahlenschutzkommission. Diese war von Umweltminister Gabriel beauftragt
worden, die Gründe herauszufinden, warum die Statistik in einem
Fünf-Kilometer-Radius um Kernkraftwerke ein erhöhtes Leukämie-Risiko bei
Kindern unter fünf Jahren ausweist. Die Kommission kam zu dem Ergebnis, dass es eine wissenschaftlich nachvollziehbare Ursache
für diese Beobachtung nicht gibt, weil die Strahlenbelastung der Kraftwerke
viel zu gering sei, um Leukämie auslösen zu können. (km.)“ So faßte die
Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Ausgabe vom 10. Oktober 2008 das
Ergebnis eines Pressegesprächs vom Vortag im Bundesumweltministerium (BMU) in
Berlin zusammen. Gesprächspartner waren der Unterabteilungsleiter
Strahlenschutz des BMU, Dr. Karl-Eugen Huthmacher,
der Fachbereichsleiter Strahlenschutz und Gesundheit des Bundesamtes für
Strahlenschutz (BfS), Dr. Wolfgang Weiß, der
Vorsitzende der Strahlenschutzkommission (SSK) der Bundesregierung, Prof. Dr.
Rolf Michel, und der Leiter der SSK-Arbeitsgruppe zur Bewertung der KiKK-Studie und ehemalige SSK-Vorsitzende Prof. Dr.
Wolfgang-Ulrich Müller. Mit der Begründung, der Zugang zu dem Gespräch sei
„nicht öffentlich“, sondern „auf wenige Tageszeitungen und Hörfunkstationen
beschränkt“, war Strahlentelex zuvor kurzfristig wieder ausgeladen worden.
Der Einschätzung, man habe sich vor unbequemen Fragen gefürchtet, wurde von
Seiten des BMU nicht widersprochen. Aus dem BfS
verlautete, man habe das Gespräch „möglichst niedrig hängen“ wollen, falls
von Seiten der SSK zu viel Unsinn erzählt werde.
Gegendarstellung: Im Artikel „Ein
Psychogramm der Strahlenschutzkommission“ vom 06. November 2008 behaupten Sie
im Zusammenhang mit einem Pressegespräch des BMU: „Aus dem BfS verlautete, man habe das Gespräch „möglichst niedrig
hängen“ wollen, falls von Seiten der SSK zu viel Unsinn erzählt werde.“ Diese
Aussage entbehrt jeder Grundlage. Ich weise sie mit aller Entschiedenheit
zurück. Die Position des BfS zur Bewertung der
SSK-Stellungnahme ist der vorläufigen fachlichen Bewertung des SSK-Berichts
durch das BfS vom 9. Oktober zu entnehmen (http://www.bfs.de/de/kerntechnik/kinderkrebs/Stellungnahme_SSK).
Dort wird ausgeführt, dass sich „das BfS in seiner ersten Bewertung der KiKK-Studie
vom Dezember 2007 durch das jetzt vorgelegte Gutachten von Darby und Read
bestätigt sieht. Auch die zentralen Aussagen der SSK-Bewertung bestätigen die
Positionierung des BfS vom Dezember 2007. In den
zentralen Aussagen ergeben sich auch keine Widersprüche zur Bewertung der
„Epidemiologischen Qualitätsprüfung der KiKK-Studien“
durch die Professoren Jöckel, Greiser und Hoffmann
vom 19.03.2008.“ Werner Nording, Pressesprecher, BfS
Anmerkung der Redaktion: Nach
dem Presserecht besteht ein Anspruch auf Wiedergabe einer Gegendarstellung
unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt. Strahlentelex betont, daß die vom BfS-Sprecher beanstandete Aussage im Strahlentelex vom
November 2008 richtig zitiert worden ist.
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Stx.524-525.2008.1-3.3 (3 Seiten)
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Strahlenrisiken
sind wissenschaftlich nachweisbar, von denen sich behördliche Kalkulationen
nichts träumen lassen. Evidenz – Kontroverse – Konsequenz:
Umweltmedizin-Symposion der Gesellschaft für Strahlenschutz vom 28. September
2008 in Berlin. Die Kinderkrebsstudie des Kinderkrebsregisters in Mainz (KiKK-Studie) alarmierte zum Jahreswechsel 2007/2008 mit
dem Nachweis, daß das Erkrankungsrisiko für Leukämie und andere
Krebserkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren zunimmt, je näher sie bei einem
der deutschen Kernkraftwerke leben. Gegenstand eines am 28. September 2008
von der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. und mit Unterstützung des
Instituts für Humangenetik der Charité auf dem Campus des Virchow Klinikums
in Berlin veranstalteten umweltmedizinischen Symposions waren die
Hintergründe der Studie und die Kontroversen über die Bewertung der
Ergebnisse. Der wissenschaftliche Kontext, die von der Studie unbefriedigend
behandelten Fragen und die Schwierigkeiten, aus den Ergebnissen
epidemiologischer Studien angemessene wissenschaftliche, politische,
wirtschaftliche und humanitäre Konsequenzen zu ziehen, wurden beleuchtet. Es
ging konkret um die Frage, ob die bisher geübte Praxis, ionisierende Strahlen
als mögliche Krankheitsverursacher grundsätzlich auszuschließen, weil die
errechnete Strahlendosis und das angenommene Strahlenrisiko zu gering seien,
um die beobachtete Zunahme der Krankheitsfälle zu erklären, angesichts der
Faktenlage noch gerechtfertigt werden kann. Tatsächlich erweist sich bei
näherer Betrachtung nicht nur die Strahlendosis als nach amtlicher Vorschrift
generell falsch errechnet, sondern auch das zum Ausschluß verwendete
Strahlenrisiko: Sowohl das Lebensalter bei der Bestrahlung, als auch die
spezifische Art und Energie der Bestrahlung, deren spezifische „relative biological effectiveness“,
bleiben bisher unberücksichtigt. Diese Daten sind auch bisher weitgehend
unbekannt oder unpubliziert und würden das ganze
heutige Gedankengebäude des amtlichen Strahlenschutzes zum Einsturz bringen.
Welche Erkenntnisse sich wann und wie durchsetzen, wird schlicht von
Lobbyinteressen bestimmt. Diese Erkenntnis konnten die Teilnehmer eines
Symposions Umweltmedizin am 28. September 2008 in Berlin gewinnen, aber nicht
nur das. Tagungsreader_Berlin_2008.
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Stx522-523.2008.1-7.7 (7 Seiten)
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Kinderkrebs
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2. Ankündigung: Symposion
„Umweltmedizin: Evidenz – Kontroverse – Konsequenz“ der Gesellschaft für
Strahlenschutz mit Unterstützung des Instituts für Humangenetik der Charité
Berlin; Leitung: Dr. Sebastian Pflugbeil. Am Sonntag, 28. September 2008,
10.00-18.30 Uhr in der Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow
Klinikum, Hörsaal Pathologie im Forschungshaus, Forum 4, Amrumer
Str. 1, 13353 Berlin.
Die Kinderkrebsstudie des
Kinderkrebsregisters in Mainz (KiKK-Studie)
alarmierte mit dem Nachweis, daß das Erkrankungsrisiko für Leukämie und
andere Krebserkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren zunimmt, je näher sie bei
einem der deutschen Kernkraftwerke leben. Die Hintergründe der Studie und die
Kontroversen über die Bewertung der Ergebnisse, der wissenschaftliche
Kontext, die von der Studie unbefriedigend behandelten Fragen und die
Schwierigkeiten, aus den Ergebnissen epidemiologischer Studien angemessene
wissenschaftliche, politische, wirtschaftliche und humanitäre Konsequenzen zu
ziehen, sind Gegenstand dieses Symposions. Es geht um die Frage, ob die
bisher geübte Praxis, ionisierende Strahlen als mögliche
Krankheitsverursacher grundsätzlich auszuschließen, weil die errechnete
Strahlendosis zu gering sei, angesichts der Faktenlage noch gerechtfertigt
werden kann.
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Stx518-519.2008.3.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken: „Eine entscheidende Public Health-Studie“
- Die kritische Überprüfung der Grundannahmen der geltenden
Strahlenschutznormen und eine Neueinschätzung der Risikofaktoren bei
Strahlenexposition sind notwendig. Die Nachricht von den Ergebnissen der
Kinderkrebsstudie des Mainzer Kinderkrebsregisters (KiKK-Studie)
fand bislang auch in den USA viel zu wenig Beachtung. Deshalb verfaßte Rudi
H. Nussbaum, emeritierter Professor für Physik und
Umweltwissenschaften an der Portland State University in Portland/Oregon
(USA), einen Kommentar zu dieser Studie für seine angelsächsischen Kollegen
und die Medien, wovon er Strahlentelex freundlicherweise eine Kopie schickte.
Der Nachweis eines steilen Anstiegs des Erkrankungsrisikos für Leukämie und
andere Krebsarten bei Kindern unter 5 Jahren, je näher sie bei einem der
deutschen Atomkraftwerke leben, stimme nachdenklich und beunruhige. Angela
Merkels konservative Regierung, so schreibt Nussbaum
aus der Perspektive eines anderen Kontinents, hat Wissenschaftler des
zentralen Kinderkrebsregisters beauftragt, eine endgültige Studie über eine
Überzahl von Krebserkrankungen bei Kindern in der Umgebung von Atomreaktoren
zu erstellen. Damit sollte offenbar das Konzept der rot-grünen
Vorgängerregierung (unter deren Regie war die Studie ursprünglich in Auftrag
gegeben worden) für einen Atomausstieg unterminiert und dem öffentlichen
Widerstand gegen ein Wiedererstarken der deutschen Nuklearindustrie etwas
entgegengesetzt werden.
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Stx516-517.2008.1-2.2 (2 Seiten)
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Kinderkrebs
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Atompolitik / Atomwirtschaft: Krebsstudie
zum THTR in Hamm gefordert. „Die Umgebung aller in Betrieb befindlichen
Atomkraftwerke wurde untersucht, nur nicht die Region des Reaktors mit den
meisten Pannen und Störfällen innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes: Hamm
und das Lippetal als Standort des
Thorium-Hochtemperaturreaktors (THTR) sind bewußt ausgespart worden.“ – Das
beklagt die Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm e.V. in einer Presseerklärung
vom März 2008 mit Blick auf die Ende 2007 veröffentlichte Fall-Kontrollstudie
zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken (KiKK-Studie).
Die Nichtberücksichtigung des THTR in der Studie habe zu großer Unruhe und
Empörung in der Bevölkerung geführt. Inzwischen fordern auch der Rat von Lippetal und der Stadt Hamm eine Krebsstudie für ihre
Region.
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Stx510-511.2008.7-8.2 (2 Seiten)
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken: Die „Kriterien von Bradford Hill“. Hilfen zur Unterscheidung
von zufälligen und ursächlichen Zusammenhängen. Von Sebastian Pflugbeil. In
der Epidemiologie lässt sich nicht alles mit dem
Füttern eines Computerprogramms mit einem Haufen von Daten und dem Ausdruck
der Ergebnisse erledigen. Ebenso wichtig wie die Lösung der reinen
Rechenaufgabe ist die Bewertung der
Rechenergebnisse, der möglicherweise gefundenen „Signifikanzen“, sowie die
Einschätzung der Beziehung der neuen Ergebnisse zu dem bereits vorhandenen
Wissen. Die häufig als „Kriterien“ von Bradford Hill bezeichneten Punkte
helfen dabei, herauszubekommen, ob man eine Beziehung zwischen Ursache und
Wirkung gefunden hat oder ob man nur einem Zufallsergebnis oder einem
Zusammengehen wie im vielstrapazierten Beispiel mit der Häufigkeit der
Storchennester und der Geburtenrate aufgesessen ist.
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Stx510-511.2008.5-6.2 (2 Seiten)
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Kinderkrebs
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Schweizer Daten über Kinderkrebs in AKW-Nähe erst 2010. Der Schweizer Bundesrat rechnet im Jahre
2010 mit ersten Resultaten einer Studie über Leukämie bei Kindern, die in der
Nähe von Atomkraftwerken wohnen. In einer am 10. März 2008 veröffentlichten Antwort
auf zwei Vorstöße aus dem Nationalrat bekräftigte die Schweizer Regierung den
Plan, gestützt auf Daten des Schweizerischen Kinderkrebsregisters eine
derartige Untersuchung zu veranlassen.
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Stx510-511.2008.4.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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Leukämien bei Kindern in der Umgebung von Tschernobyl. Reanalyse einer offiziellen deutschen Studie. Von Alfred Körblein.
In der Diskussion um die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der Studie zu
Kinderkrebs um deutsche Kernkraftwerke (KiKK-Studie)
wird argumentiert, dass nach Tschernobyl keine
erhöhte Leukämierate in den an den Unglücksreaktor angrenzenden Regionen Weißrusslands, der Ukraine und Russlands
beobachtet worden sei. Das habe eine vom Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderte Studie ergeben. Nach
Durchsicht des Berichts kommt Körblein zu dem
Ergebnis, dass man aus den Zahlen auch andere
Schlüsse ziehen kann. Besonders auffällig ist eine signifikante Erhöhung der
Leukämierate bei Jungen im Jahr 1987, dem Jahr nach Tschernobyl. – Mit einem
Kommentar von Sebastian Pflugbeil.
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Stx508-509.2008.4-6.3 (3 Seiten)
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken: Was einen KKW-Schornstein so interessant macht. Von
Sebastian Pflugbeil. In der KiKK-Studie wird
untersucht, ob Krebs und Leukämie bei Kindern unter 5 Jahren umso häufiger vorkommen, je näher sie am nächstgelegenen
Kernkraftwerks-Schornstein wohnen. Was ist das Besondere an einem
KKW-Schornstein?
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Stx508-509.2008.4.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken: Dekontamination eines Studienergebnisses. Von
Sebastian Pflugbeil. Zu den Absonderlichkeiten in der Diskussion um die
Fall-Kontroll-Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der
Umgebung der deutschen Kernkraftwerke (KiKK-Studie,
vergl. Strahlentelex 504-505 vom 10.01. 2008) gehört die Vergesslichkeit
der Autoren bezüglich des eigentlichen Anliegens der Studie. Sowohl in der
Zusammenfassung des Abschlußberichtes als auch in zahlreichen Interviews wird
von ihnen der Eindruck erweckt, dass man nichts
über die Ursache des gefundenen Effektes sagen könne und dass
insbesondere „die von deutschen Kernkraftwerken im Normalbetrieb emittierte
ionisierende Strahlung grundsätzlich nicht als Ursache interpretiert werden
kann“ (Abschlußbericht Seite XI). Dieser Eindruck, der von den Medien
flächendeckend verbreitet und auch im politischen Raum dankbar aufgegriffen
wurde, geht so gravierend an den tatsächlichen Ergebnissen der Studie vorbei,
dass diese Vernebelung hier dokumentiert und ihr
entschieden widersprochen werden soll.
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Stx508-509.2008.2-3.2 (2 Seiten)
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken: Leukämieclustern auf der Spur - Entenjagd in der Umgebung
der neuen Kinderkrebsstudie des Mainzer Kinderkrebsregisters. Im
Zusammenhang mit der Untersuchung der Frage, ob im Umkreis kerntechnischer
Anlagen vermehrt Kinderkrebs und Leukämie auftreten, begegnen wir auch in der
aktuellen Diskussion um die neue Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters (KiKK-Studie) der Behauptung, es gäbe viele Cluster
solcher Erkrankungen – auch dort, wo es keine Kernkraftwerke (KKW) gibt oder
erst Planungen für solche Anlagen vorliegen. Hier liegt gleich eine doppelte
Irreführung vor. Ein Bericht von Sebastian Pflugbeil.
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Stx508-509.2008.1-2.2 (2 Seiten)
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Kinderkrebs
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Eine Täuschung der Bevölkerung. Atomkraftwerke machen krank. Die methodisch derzeit weltbeste epidemiologische
Studie, erarbeitet beim Mainzer Kinderkrebsregister, weist ein um so höheres
Krebsrisiko für kleine Kinder nach, je näher sie bei einem Atomkraftwerk
leben und aufwachsen. Nachgewiesen ist das für eine Entfernung bis 50
Kilometer. Geredet wurde dagegen nur von 5 Kilometern. (KiKK-Studie,
Peter Kaatsch et al.)
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Stx504-505.2008.1-6.6 (6 Seiten)
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Kinderkrebs
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Vermehrt Kinderkrebs um AKW. In einer im Juli 2007 im European Journal of Cancer Care veröffentlichten Metaanalyse ermittelten
Peter J. Baker und D. G. Hoel von der Abteilung für
Biostatistik und Epidemiologie der Medizinischen Universität von South
Carolina in Charleston (USA) ein erhöhtes Leukämierisiko in der Nähe von
Atomkraftwerken und anderen Nuklearanlagen. Die Analyse umfaßt Daten aus 17
Studien mit 136 Nuklearanlagen in den Ländern USA, Kanada, Großbritannien,
Japan, Frankreich, Spanien und Deutschland für die Jahre 1984 bis 1999. Baker
und Hoel fanden bei Kindern der Altersgruppe bis
neun Jahre ein um 23 Prozent erhöhtes Risiko an Leukämie zu sterben, wenn
diese in einem Abstand von bis zu 16 Kilometern von den kerntechnischen
Anlagen entfernt leben. Die Neuerkrankungsrate für Leukämie ist unter den
gleichen Bedingungen um 14 bis 23 Prozent erhöht. Die Untersuchung wurde im
Auftrage des Energieministeriums der USA durchgeführt.
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Stx494-495.2007.9.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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Elbmarsch/Geesthacht: Höchstes
Leukämierisiko südöstlich von Hamburg hält weiter an. Das Risiko, an
Leukämie zu erkranken, ist für Kinder im Gebiet südöstlich von Hamburg
weiterhin außergewöhnlich erhöht. Das ist Ergebnis einer neuen Untersuchung
des Greifswalder Epidemiologen Prof. Dr. Wolfgang
Hoffmann und Kollegen.
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Stx486-487.2007.4.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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Vermehrt akute Leukämien bei Kindern um Tschernobyl. Von dem
radioaktiven Fallout des Tschernobyl-Unfalls 1986 waren allein in der Ukraine
mehr als 4 Millionen Menschen betroffen. Um die Wirkung der Bestrahlung im
Mutterleib und das Entstehen von Leukämie zu untersuchen haben
Wissenschaftler der Akademie der Wissenschaften der Ukraine und des Roswell Park Cancer Institute
in den USA das Vorkommen der verschiedenen Leukämietypen bei Kindern
untersucht, die im Jahr des Unglücks 1986 geboren worden waren. Die
Entwicklung der Kinder wurde 10 Jahre lang bis 1996 weiter verfolgt. Die
Risikoraten für die akute lymphatische Leukämie (ALL) war für Jungen
dramatisch erhöht und in nicht ganz so starker Ausprägung auch für Mädchen.
Für beide Geschlechter kombiniert war das relative Risiko für die akute
lymphatische Leukämie in belasteten Bezirken mehr als dreifach höher als in
unbelasteten (RR = 3,4). Die Ergebnisse dieser Untersuchung legen den Schluß
nahe, daß das erhöhte Risiko, an Leukämie zu erkranken, für die im Jahre 1986
geborenen und danach weiter in radioaktiv belasteten Gebieten lebenden Kinder
aus dem Tschernobyl-Fallout folgt.
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Stx408-409.2004.2,3.2 (2 Seiten)
Zu
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Kinderkrebs
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Elbmarsch-Leukämien: Darf Epidemiologie Ergebnisse liefern? Die Norddeutsche
Leukämie- und Lymphomstudie ist kein Beitrag zur
Ursachenforschung für die Leukämie bei den Kindern in der Elbmarsch. Am
15. April 2003 wurden der Öffentlichkeit in Geesthacht von Wissenschaftlern
und Landespolitikern aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein die Ergebnisse
einer Studie vorgestellt, die über mehrere Jahre mit Spannung erwartet
wurden. Es handelte sich um die Norddeutsche Lymphom- und Leukämiestudie
(NLL-Studie), durchgeführt vom Bremer Institut für Präventionsforschung und
Sozialmedizin (BIPS). Anlaß für diese wohl umfangreichste und vermutlich auch
teuerste deutsche Fall-Kontroll-Studie war die weltweit höchste Rate von
Leukämieerkrankungen bei Kindern in der Elbmarsch in unmittelbarer Nähe zu
dem Kernkraftwerk Krümmel und dem Kernforschungszentrum
GKSS. So erwarteten die Bürger der Region, die im Geesthachter
Rathaus erschienen waren, daß nun von großen Fortschritten bei der Aufklärung
der Ursachen dieser tragischen Erkrankungen bei ihren Kindern berichtet
werden würde. Sie wurden enttäuscht. Für Verwirrung sorgten in den Tagen
davor verschiedene Presseerklärungen und Pressemeldungen, in denen über die
Fertigstellung der Studie berichtet wurde. Aus dem Senat der Hansestadt
Bremen verlautete: "BIPS: Entwarnung für das Kernkraftwerk Krümmel", im Hamburger Abendblatt: "Krümmel nicht Ursache für Leukämie", in der taz:
"Forscher entlasten AKW Krümmel", in
verschiedenen schleswig-holsteinischen Regionalzeitungen: "Leukämie:
Freispruch für Krümmel", Hannoversche
Allgemeine Zeitung: "Atomkraft nicht Ursache für Leukämie".
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Stx392-393.2003.5,6.2 (2 Seiten)
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den Originalseiten im pdf-Format
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Kinderkrebs
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Vermehrt Krebserkrankungen bei Kindern in der Umgebung von
Atomkraftwerken. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
hat erstmals eine Häufung "kindlicher Krebserkrankungen in der Umgebung
von Atomkraftwerken in Bayern" zugegeben. Es handele sich um "eine
statistisch signifikante Erhöhung von etwa 20 Prozent". "Zur
Klärung der Ursachen" vergab das BfS jetzt
einen Untersuchungsauftrag ausgerechnet an das Mainzer Kinderkrebsregister,
dessen diesbezügliche Untersuchungen nach offizieller Lesart bisher
unauffällige Ergebnisse erbracht hatten. Erst nach kritischer Überprüfung
dieser Studienergebnisse durch Dr. Alfred Körblein
war die Auffälligkeit der Befunde zutage getreten.
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Stx386-387.2003.5,6.2 (2 Seiten)
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Kinderkrebs
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Bundesregierung verneint Strahleneffekte um Atomkraftwerke "weil
die Expositionen zu niedrig sind". Dr. Alfred Körblein
vom Umweltinstitut München hat durch eine statistische Neubewertung von Daten
des Mainzer Kinderkrebsregisters eine Erhöhung der Krebsrate bei Kindern in
der Umgebung von Atomkraftwerken festgestellt. Zuletzt hatten sich die
Positionen von Körblein und dem Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS) dahingehend angenähert, daß BfS-Präsident König mit der Internationalen
Ärztevereinigung zur Verhütung des Atomkieges
(IPPNW) die Durchführung von Studien vereinbarte, die dem Krebsgeschehen in
der Umgebung der deutschen Atomkraftwerke weiter nachgehen sollen. Das soll
einer jüngsten Antwort der Bundesregierung vom 20.8.2001 auf eine Kleine
parlamentarische Anfrage zufolge falls überhaupt, so nur eingeschränkt
gelten. Das Bundesamt für Strahlenschutz prüfe, wie durch weitere
epidemiologische Studien – gedacht sei an eine bundesweite Ausdehnung der bisher
auf bayerische Standorte von Atomkraftwerken beschränkten Untersuchungen –
dem Problem "unter Berücksichtigung anderer Faktoren sinnvoll"
nachgegangen werden könne. Ein Zusammenhang zwischen Strahlung und
Krankheitsgeschehen könne aber nicht gesehen werden, "da die Strahlung
in der Umgebung von Atomkraftwerken weit unter der natürlichen
Strahlenexposition" liege.
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Stx352-353.2001.7,8.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Kinderkrebs
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20 Prozent mehr Kinderkrebsfälle um Atomkraftwerke. Bundesamt für
Strahlenschutz will das Krebsgeschehen um Atomkraftwerke weiter untersuchen. Bei
einem Arbeitstreffen des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS)
mit der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW, dem Umweltinstitut München
und der Gesellschaft für Strahlenschutz am 11. Juli 2001 in Kassel wurde
erstmals vom BfS zugegeben, daß in der Nähe der
bayrischen Atomkraftwerke Grundremmingen, Isar und
Grafenrheinfeld die Krebshäufigkeit bei Kindern um mehr als 20 Prozent erhöht
ist. Diese Zahl ist das Ergebnis einer Studie von Dr. Alfred Körblein vom Umweltinstitut München für den Zeitraum von
1983 bis 1998. Das Bundesamt für Strahlenschutz erkannte außerdem die
Untersuchungsergebnisse auch frühere Studien von Körblein
an, denen zufolge es in der Nahumgebung von Atomkraftwerken eine bis zu 53
Prozent erhöhte Krebsrate bei Kleinkindern gibt.
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Stx350-351.2001.11.1 (1 Seite)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Kinderkrebs
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Sowohl die allgemeine Krebsrate als auch die Leukämierate bei Kindern
unter 15 Jahren ist um bayerische Atomkraftwerke erhöht. Kinderkrebs um
Atomkraftwerke: eine unendliche Geschichte. Eine Neuauswertung
bayerischer Daten auf Landkreisebene durch Dr. Alfred Körblein
vom Umweltinstitut München ergibt, daß bei Kindern sowohl die allgemeine
Krebsrate als auch die Leukämierate in den an die Standorte bayerischer
Kernkraftwerke angrenzenden Landkreisen signifikant gegenüber den übrigen
bayerischen Landkreisen erhöht ist. Die Zahlen sind einer offiziellen Studie
des Bundesamtes für Strahlenschutz entnommen, die jedoch keine Erhöhung der
Leukämierate um die Standorte bayerischer kerntechnischer Anlagen findet.
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Stx296-297.1999.7,8.2 (2 Seiten)
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Kinderkrebs
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Kinderkrebsregister / IMSD-Studie: Erhöhtes Krebsrisiko für Kleinkinder
um Kernkraftwerke. Bei Kleinkindern unter 5 Jahren ist das Krebsrisiko im
Nahbereich von deutschen Kernkraftwerken um 53 Prozent erhöht. Für Leukämien
beträgt die Erhöhung sogar 76 Prozent. Das ist das Ergebnis einer neuen
Auswertung von Daten des Mainzer Kinderkrebsregisters, die Professor Dr.Jörg Michaelis dem Münchner Physiker Dr.Alfred Körblein auf dessen
Bitte überlassen hat. Die Diskussion um die neue Kinderkrebsstudie des
Instituts für Medizinische Statistik und Dokumentation (IMSD) der Universität
Mainz, die seit der Ausgabe des Strahlentelex vom März 1998 anhält, setzt
sich weiter fort. Strahlentelex dokumentiert eine Stellungnahme von
IMSD-Direktor Michaelis zu den Anmerkungen von Alfred Körblein
sowie die Antwort von Körblein darauf: "Kein
Unterschied mehr zwischen Siedewasser- und Druckwasserreaktoren".
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Stx274-275.1998.14-16.3 (3 Seiten)
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Kinderkrebs
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Kinderkrebsregister / IMSD: In der Umgebung von deutschen
Atomkraftwerken läßt sich doch vermehrt Krebs bei Kindern nachweisen.
Zwei unabhängig voneinander erstellte Studien, die des Instituts für
medizinische Statistik und Dokumentation (IMSD) der Universität Mainz von
1997, und die des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS)
von 1995, ergeben jeweils signifikante Erhöhungen der kindlichen Krebsrate in
der Umgebung von deutschen Kernkraftwerken. Um die Standorte von
Siedewasserreaktoren scheint die Erhöhung ausgeprägter als um die
Druckwasserreaktoren. Diese Befunde werden in beiden Arbeiten selbst nicht
erwähnt, sie können aber aus den angegebenen Daten errechnet werden. Der
Münchner Physiker Alfred Körblein hat dies getan.
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Stx272-273.1998.3,4.2 (2 Seiten)
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Kinderkrebs
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Signifikanztests: Michaelis bestätigt die Berechnungen Körbleins.
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Stx272-273.1998.4.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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Statistische Tricks: "Verdünnung" von Daten und Änderung des
Signifikanzkriteriums bei der IMSD-Kinderkrebsstudie. Ein kritischer
Kommentar von Dr.Alfred Körblein.
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Stx270-271.1998.16.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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IMSD-Kinderkrebsstudie: "In den Hauptanalysen ergibt sich ein
unauffälliges Resultat". Als gelungene Public Relations-Veranstaltung
für die Atomlobby habe sich die Präsentation der Leukämiestudie des Mainzer
Instituts für Medizinische Statistik und Dokumentation (IMSD), durch seinen
Leiter Prof. Dr. Jörg Michaelis und die Bundesumweltministerin Angelika
Merkel (CDU) erwiesen, hatte das Strahlentelex in der Ausgabe 264-265 vom 8.
Januar 1998 geschrieben. Es sei "wissenschaftlich untermauert", daß in der Nähe von Atomkraftwerken "kein erhöhtes
Krebsrisiko auftritt", hatten die Nachrichtenagenturen und Medien nach der
Präsentation der Studie Frau Merkel zitiert. In der Zusammenfassung ihrer
Studie erwähnten auch die weiteren Autoren aus dem unter der Bezeichnung
"Mainzer Kinderkrebsregister" bekannten Institut nicht ihre trotz
vorgenommener Datenverdünnung weiterhin signifikanten Ergebnisse, war weiter
im Strahlentelex bemängelt worden. Etwa, daß im Gegensatz zu anderslautenden
Meldungen im Nahbereich von bundesdeutschen Atomkraftwerken zwischen 1980 und
1995 rund dreimal mehr kleine Kinder an Leukämie erkrankten als in
vergleichbaren Gebieten ohne Atomkraftwerke. Dazu nimmt der Leiter des IMSD,
Prof. Dr. Jörg Michaelis, Stellung und betont die unauffälligen Ergebnisse
seiner Studie.
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Stx268-269.1998.4,9.2 (2 Seiten)
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Kinderkrebs
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Rund um La Hague nimmt das Leukämie-Risiko
für Kinder mit der Nähe zur Atomanlage zu. In der Nähe der
Wiederaufarbeitungsanlage für Kernbrennstoffe im französischen La Hague erkranken dreimal so viele Kinder an Leukämie wie
im landesweiten Durchschnitt. Dies ergab eine zehnjährige Untersuchung von
60.000 Krankenakten durch den französischen Wissenschaftler Jean-François
Viel.
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Stx216-217.1996.15,16.2 (2 Seiten)
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Kinderkrebs
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IMSD Mainz: AKW-Arbeiter nach dem Befinden ihrer Kinder gefragt. Die
Kinder der in westdeutschen Atomkraftwerken arbeitenden Väter haben doppelt
so häufig Leukämien wie im Bundesdurchschnitt. Das ermittelten Prof. Dr. Jörg
Michaelis und Mitarbeiter vom Institut für Medizinische Statistik und
Dokumentation (IMSD) an der Universität Mainz anhand einer Befragung der
Beschäftigten, die sie im Herbst 1994 veröffentlichten. Dies sei jedoch
"keine statistisch auffällige Häufung", meinen sie.
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Stx186-187.1994.4.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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Kinderkrebsregister Mainz: Zweiter Neuroblastomanstieg
in ganz Deutschland. Für das Jahr 1990 hat das Institut für Medizinische
Statistik und Dokumentation der Universität Mainz mit seinem
Kinderkrebsregister einen zweiten Neuroblastomanstieg
mit 7,2 Neuerkrankungen pro 100.000 Säuglinge beobachtet - dies aber nicht
mehr nur in den höher durch den Fallout von Tschernobyl belasteten Gebieten
Süddeutschlands, sondern in ganz Deutschland. Das teilte der Leiter des
Instituts, Professor Dr. Jörg Michaelis, dem Strahlentelex mit, nachdem in
der Ausgabe vom April 1994 (Stx174-175/1994/1,2) von früheren Untersuchungen
des Mainzer Kinderkrebsregisters berichtet worden war. Diese belegen für die
belasteten Gebiete Süddeutschlands eine statistisch signifikante Häufung des
kindlichen Tumors für den Geburtsjahrgang 1988.
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Stx176-177.1994.2.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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Tschernobyl-Folgen: Neuroblastomhäufung
in den höher belasteten Fallout-Gebieten Süddeutschlands. Untersuchungen
des Kinderkrebsregisters Mainz belegen für die höher durch den radioaktiven Fallout
aus Tschernobyl belasteten Gebiete Süddeutschlands eine statistisch
signifikante Häufung des kindlichen Tumors Neuroblastom für den
Geburtsjahrgang 1988, also zwei Jahre nach dem Supergau.
Die Häufigkeit dieses seltenen Tumors der Nervenzellen nimmt dabei mit dem
Belastungsgrad der Bodenverseuchung zu. Den Autoren vom Mainzer
Kinderkrebsregister zufolge handelt es sich bei der gefundenen Neuroblastomhäufung "um eine der auffälligsten bei
den Auswertungen des Kinderkrebsregisters bisher beobachteten Schwankungen".
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Stx174-175.1994.1,2.2 (2 Seiten)
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Kinderkrebs
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Bundesgesundheitsamt: Leukämie um ostdeutsche Atomanlagen. Die
Leukämiehäufigkeit bei Kindern um ostdeutsche Atomanlagen ist erhöht.
Speziell innerhalb eines Umkreises von 10 Kilometern um die seit 1956
betriebenen Forschungsreaktoren in Dresden-Rossendorf
und um den 1996 in Betrieb genommenen Atomreaktor Rheinsberg ist die Zahl der
an Leukämie erkrankten Kinder in den Jahren 1979 bis 1988 mehr als doppelt so
hoch, wie zu erwarten wäre. Das ergibt sich aus einer unveröffentlichten
Studie von M. Möhner und R. Stabenow,
Mitarbeiter der Zweigstelle des Bundesgesundheitsamtes in Berlin-Karlshorst, ehemals dem Zentralen Krebsregister der DDR.
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Stx166-167.1993.1,2.2 (2 Seiten)
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Kinderkrebs
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Rheinland-Pfalz: Krebs bei Kindern und Jugendlichen in der Umgebung der
Uranaufbereitungsanlage Ellweiler. In der
Nachbarschaft der im Frühjahr 1990 stillgelegten Uranaufbereitungsanlage
"Gewerkschaft Brunhilde" bei Ellweiler in
Rheinland-Pfalz ist die Leukämiehäufigkeit sowohl in der Altersgruppe der
unter 15jährigen als auch bei den unter 20jährigen signifikant erhöht. Die
Belastung der Bevölkerung um Ellweiler durch Radium
und Radon erscheint insgesamt als eine mögliche Erklärung für die höhere
Leukämiehäufigkeit dort. Das ist Ergebnis einer 1993 an der Universität
Marburg abgeschlossenen Dissertationsarbeit des Arztes Dr. Wolfgang Hoffmann
vom Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin.
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Stx166-167.1993.2,3.2 (2 Seiten)
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Kinderkrebs
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Kindliche Malignome und Atomanlagen. Grundsätzliche Kritik an der
Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters. Die Befunde der Mainzer
Kinderkrebsstudie (IMSD-Studie von 1992) stellen möglicherweise erst die
Spitze eines Eisberges dar: Die westdeutschen Atomanlagen sind bezogen auf auf den Beobachtungszeitraum der Studie von 1980 bis 1990
noch nicht lange genug in Betrieb, um das wahre Ausmaß der gesetzten
Gesundheitsschäden erkennen zu lassen. Die Mehrzahl der Reaktoren wurde
nämlich erst nach 1975 in Betrieb genommen, und Krebserkrankungen treten mit
wenigen Ausnahmen (wie Leukämien) häufig erst mehr als 10 Jahre oder gar
Jahrzehnte nach Einwirkung von ionisierender Strahlung auf. So wären sogar
bei dann Erwachsenen noch Folgeschäden zu erwarten. Darauf weist der
Lüneburger Arzt für öffentliches Gesundheitswesen Dr. Hayo
Dieckmann hin. Dieckmann ist Mitglied der "Expertenkommission
Leukämie" des Niedersächsischen Sozialministeriums.
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Stx160-161.1993.1-3.3 (3 Seiten)
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Kinderkrebs
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Gehäuft Retinoblastome um Nuklearanlage Sellafield. Unter Kindern von Müttern, die in der
Umgebung der Nuklearanlage Sellafield (Windscale) in Großbritannien gelebt hatten, gibt es eine
Häufung von bösartigen Netzhautgeschwulsten (Retinoblastome). Das berichtete 1993 J.A. Morris vom
Lancaster Moor Hospital.
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Stx158-159.1993.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Kinderkrebs
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Im Hintergrund: Die Michaelis-Studie. Eine Kontroverse ohne Ende.
Im Februar 1992 wurde vom Institut für Medizinische Statistik und
Dokumentation (IMSD) in Mainz eine "Untersuchung der Häufigkeit von
Krebserkrankungen im Kindesalter in der Umgebung westdeutscher
kerntechnischer Anlagen 1980-1990" veröffentlicht, die unter dem Namen
des Leiters des IMSD, Prof. Dr. Jörg Michaelis, als "Michaelis-Studie"
bekannt geworden ist. Von Anfang an war diese Untersuchung Gegenstand heftig
und anhaltend geführter Auseinandersetzungen. Der Bremer Diplom-Physiker
Heiko Ziggel beleuchtet die Entstehungsgeschichte
und Herkunft dieser Untersuchung. Er zeigt auf, wie Wissenschaft und
wissenschaftliche Ergebnisse für politische und wirtschaftliche Interessen
funktionalisiert werden, auch und gerade auf Kosten der Wahrheitsfindung und
Klärung von Sachverhalten.
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Stx156-157.1993.4-6.3 (3 Seiten)
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Kinderkrebs
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Versuch einer Ehrenrettung. Häufung von Leukämien und Lymphomen um
deutsche Kernkraftwerke doch noch zugegeben. Den Versuch einer
Ehrenrettung für den Leiter des Mainzer Instituts für Medizinische Statistik
und Dokumentation (IMSD), Prof. Dr. Jörg Michaelis, und seine im Februar 1992
veröffentlichte, umstrittene "Untersuchung der Häufigkeit von
Krebserkrankungen im Kindesalter in der Umgebung westdeutscher
kerntechnischer Anlagen 1980-1990" haben die Epidemiologen
Greiser, Raspe, Wahrendorf und Wichmann
unternommen. "Planung und Auswertung der Studie des Mainzer
Kinderkrebsregisters entsprechen dem Stand der Wissenschaft", erklärten
sie in einer Stellungnahme, die von der schleswig-holsteinischen
Landesregierung am 5. Mai 1993 in Auszügen veröffentlicht wurde.
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Stx154-155.1993.1,2.2 (2 Seiten)
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Kinderkrebs
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Jülich: Häufung von Kinderleukämie bei Kernforschungszentrum. Eine
auffällige Häufung von Leukämieerkrankungen bei Kindern im Kreis Düren
zwischen Köln und Aachen, hat Sorge ausgelöst. Für die Jahre bis 1992 wurden
aus dem Umkreis der dortigen Kernforschungsanlage Jülich zwölf leukämiekranke
Kinder gemeldet. Eine erste, von dem Marburger Nuklearmediziner Prof. Dr.
Horst Kuni vorgenommene Analyse "spricht für ein statistisch
hochsignifikantes zeitliches und örtliches Cluster".
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Stx152-153.1993.2,3.2 (2 Seiten)
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Kinderkrebs
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Radioaktiver Ausstoß: Von gleichmäßigen Emissionen kann keine Rede sein.
Anmerkungen aus meteorologischer Sicht zur IMSD-Studie "Häufigkeit von
Krebserkrankungen im Kindesalter in der Umgebung westdeutscher
kerntechnischer Anlagen 1980-1990". Von lediglich einer
Hauptwindrichtung, einer mittleren Windgeschwindigkeit und von gleichmäßigen
Emissionen ohne Belastungsspitzen gehen heute immer noch die üblicherweise
verwendeten Modelle zur Schadstoffausbreitung aus Atomanlagen aus. So auch
die sogenannte Kinderkrebsstudie des Instituts für Medizinische Statistik und
Dokumentation (IMSD) der Universität Mainz. Dr. Kartsen
Hinrichsen, Diplom-Meteorologe an der Universität Hamburg, zeigt, wie
unzutreffende derartige Modelle sind und wie fragwürdig es ist, bei
epidemiologischen Untersuchungen die betrachteten Gebiete schematisch in
kreisförmige Zonen einzuteilen, wie dies Prof. Dr. Jörg Michaelis in der
IMSD-Studie tat. Bisher hatte man in der Expertenkommission zur Aufklärung
der Leukämiehäufung in der Elbmarsch derartige Einwände zurückgewiesen und
mit Hilfe von Unterschiede ausgleichenden Modellen vorgerechnet, die
jährliche zusätzliche Strahlenbelastung könne nur 0,1 Millirem
betragen, also nur ein Tausendstel der natürlichen Strahlenbelastung. Wie
Hinrichsen zeigt, kann man aber vorhandene meteorologische und örtliche
Gegebenheiten nicht einfach ignorieren.
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Stx150-151.1993.1-3.3 (3 Seiten)
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Kinderkrebs
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Statistik: Kernkraft und Kinderkrebs. "Mit einer Statistik
läßt sich vieles machen, und deswegen gehört zum Umgang mit solchen Zahlen
ein hohes Verantwortungsbewußtsein." Ein Kommentar zur
IMSD-Kinderkrebs-Studie von Prof. Dr. Roland Scholz, München.
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Stx150-151.1993.3,4.2 (2 Seiten)
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Kinderkrebs
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Zwölf Anmerkungen zur IMSD-Studie: Noch ein Nachtrag. Kommentar von
Prof. Dr. Roland Scholz, Gauting, zum Thema "Radiophobie".
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Stx134-135.1992.8.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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Auch in Bayern Kinderkrebs um Kernkraftwerke. Das Bayerische
Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen hatte das Institut
für Strahlenhygiene (ISH) des Bundesamtes für Strahlenschutz in Neuherberg
bei München mit der Durchführung eines "Strahlenbiologischen Umweltmonitorings Bayern" beauftragt. 1992 hat das
Institut erste Ergebnisse vorgestellt.
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Stx132-133.1992.1.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs-Studie des IMSD Mainz: Zwölf Antworten auf zwölf
Anmerkungen. Verkannt fühlt sich Prof. Dr. Jörg Michaelis, Direktor des
Instituts für medizinische Statistik und Dokumentation (IMSD) der Universität
Mainz. Im Juni 1992 (Stx130-131/1992) hatte Strahlentelex "Zwölf
Anmerkungen zur IMSD-Studie" von Prof. Dr.med. Roland Scholz, Institut
für Physiologische Chemie der Universität München, veröffentlicht. Darin
hatte Scholz die IMSD-Studie über die "Häufigkeit von Krebserkrankungen
im Kindesalter in der Umgebung westdeutscher kerntechnischer Anlagen
1980-1990", für die Michaelis verantwortlich zeichnet, einer
ausführlichen Wissenschaftsschelte unterzogen. "Für den Leser, der nicht
mit den Details unserer Studie vertraut ist und der auch nicht die früher zu
der Gesamtfragestellung publizierten wissenschaftlichen Arbeiten kennt,
ergibt sich aus den 'Anmerkungen' ein falsches Bild, das mit den folgenden
'Antworten' korrigiert werden soll", meint Michaelis.
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Stx132-133.1992.1-4.4 (4 Seiten)
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Kinderkrebs
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Zwölf Anmerkungen zur IMSD-Studie: "Untersuchungen der Häufigkeit von
Krebserkrankungen im Kindesalter in der Umgebung westdeutscher
kerntechnischer Anlagen 1980-1990" B.Keller, G.Haaf, P.Kaatsch, J.Michaelis, Institut für medizinische Statistik und
Dokumentation der Universität Mainz (IMSD) mit Unterstützung des Bundesministeriums
für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Kinder, die in der Nähe
eines Kernkraftwerkes aufwachsen, erkranken dort häufiger an Leukämie als in
Vergleichsgebieten. Dies belegt die Studie, die am 13. Februar 1992 von Prof.
Dr. Jörg Michaelis vom Institut für Medizinische Statistik und Dokumentation
der Universität Mainz (IMSD) auf einer Pressekonferenz in Bonn zusammen mit
Umweltminister Töpfer vorgestellt wurde. Deren zentrale Aussage ist aber wie
folgt formuliert: "In der 15km-Region (um Kernkraftwerke) beträgt das
relative Risiko für alle bösartigewn Erkrankungen
der unter 15-jährigen 0,97. Das bedeutet, daß keine Erhöhung der
Krebserkrankungen in den Kernkraftwerksregionen gegenüber den
Vergleichsregionen feststellbar war. ... Für die akuten Leukämien beträgt das
relative Risiko in der 15km-Region 1,06 und zeigt damit ebenfalls keine
auffällig erhöhten Erkrankungsraten in den Kernkraftwerksregionen an".
Entsprechend war das Echo in der Presse. Überschriften wie "Kaum
Krebsrisiko durch AKW", "Statistik entlastet Kernkraft",
"Krebsrate um Atomanlagen normal", "Keine Verbindung Krebs und
Kernkraft", sowie Anzeigen des Informationskreises Kernenergie
"Kein Krebsrisiko" suggerieren, daß nun endlich die Harmlosigkeit
der "friedlichen" Atomenergie-Nutzung bewiesen ist. Wie sich die
Widersprüche erklären und wie die Studie und ihre Aussagen zu bewerten ist,
zeigt Prof. Dr.med. Roland Scholz, Universität München.
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Stx130-131.1992.1-9.9 (9 Seiten)
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Kinderkrebs
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Atomenergie Informationen: Kein Krebsrisiko? Der Studie des Mainzer
Kinderkrebsregisters zufolge ist in der Nähe des Atomkraftwerks Krümmel das Krebsrisiko für Kinder nur halb so hoch wie
im ausgewählten Vergleichsgebiet. Unleugbar ist jedoch, daß dort, wo
statistisch gesehen nur alle 30 Jahre einmal ein Fall von Leukämie auftreten
dürfte, 1990 und 1991 - 6 Jahre nach Inbetriebnahme - insgesamt 5 Kinder und
ein Jugendlicher an Leukämie erkrankten. ... Fragen zur Atomenergie
beantworten gerne: Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges,
Ärzte in sozialer Verantwortung, (IPPNW) e.V. Dokumentation einer
Zeitungsanzeige.
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Stx128-129.1992.8.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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Leukämie in Ellweiler: Unterschiedliche
Interpretation erhöhter Blutkrebsrate um Urananlage in Rheinland-Pfalz. Rund
um die umstrittene Urananlage der Firma "Gewerkschaft Brunhilde" im
rheinland-pfälzischen Ellweiler gibt es nach einer
1990 vom Institut für Medizinische Statistik und Dokumentation der
Universität Mainz unter der Leitung von Prof. Dr. Jörg Michaelis fertiggestellten
Studie "keine auffällig erhöhten Erkrankungsraten für Krebs bei Kindern
und Jugendlichen". Die Mainzer Untersuchungs-Methodik bedeutet, daß
selbst eine fast vierfache Leukämieerhöhung gar nicht feststellbar wäre,
kritisiert die Vorsitzende des Otto Hug-Strahleninstituts in Bonn, Prof. Dr.
Inge Schmitz-Feuerhake, in einer Stellungnahme und verweist auf eine
Untersuchung ihres Instituts. Darin wird eine etwa zweieinhalbfache Erhöhung
der kindlichen und jugendlichen Leukämien in einem Umkreis von fünf
Kilometern um Ellweiler festgestellt.
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Stx86-87.1990.1,2.2 (2 Seiten)
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Kinderkrebs
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"Kopernikanische Wende" im Nachweis der Schädlichkeit von
Strahlung. "Erst einmal keine Kinder mehr zu zeugen" empfahl
der für Gesundheitsfragen in den Atomanlagen des staatlichen englischen
Atomunternehmens "British Nuclear Fuels" zuständige Sicherheits-Direktor Roger Berry
am 21. Februar 1990 seinen Beschäftigten. Dabei bezog er sich auf eine neue
Studie aus der Universität Southampton, die das erhöhte Vorkommen von
Kinder-Leukämien in der Umgebung der atomaren Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield auf die Arbeit der Väter in dieser Anlage
zurückführt. Von dem Epidemiologen Martin J.
Gardner und Mitarbeitern waren am 17. Februar 1990 im British Medical Journal
zwei Fachartikel erschienen, in denen ein solcher Zusammenhang aufgezeigt
wird. Der Berliner Kinderarzt Dr. Ulrich Fegeler
gibt einen genaueren Einblick in diese Studie, die nach Meinung von
Fachleuten eine "kopernikanische Wende" im Nachweis der Schädlichkeit
von Strahlung eingeleitet hat.
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Stx82-83.1990.1-4.4 + Stx78-79.1990.4,7.2 (6 Seiten)
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Kinderkrebs
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Sellafield: Offizielle Studie ignorierte
Radioaktivitätsopfer. Nach monatelangen sorgfältigen Nachforschungen hat die
im Nordwesten Großbritanniens ansässige Organisation der Bevölkerung Cumbrias gegen eine radioaktive Umwelt, CORE (Cumbrians Opposed to a Radioaktive Environment) nachgewiesen, daß 13 Fälle
von Krebs und Leukämien von unter 25 Jahre alten Einwohnern in der 1984
veröffentlichten behördlich veranlaßten Studie nicht berücksichtigt wurden.
Die nach Sir Douglas Black unter der Bezeichnung Black-Report
bekanntgewordene Untersuchung zum Auftreten von Krebs und Leukämie bei
Kindern und Jugendlichen in Seascale und im
Landkreis Millom Rural in Großbritannien hatte nur
32 Fälle ermittelt. Seascale ist der der britischen
Atomanlage Sellafield benachbarte Ort.
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Stx50.1989.5.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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Niedersachsen: Pläne für bundesweite Leukämie-Studie. Offenbar
durch die Studie des Berliner Physikstudenten Bernhard Stein von 1987 zur
Krebssterblichkeit von Kindern unter 15 Jahren in der Umgebung des
Atomkraftwerks Lingen, fühlte sich das niedersächsische Sozialministerium
1988 angeregt, eine bundesweite Leukämie-Studie zu initiieren. Im Jahre 1980
hatte das niedersächsische Sozialministerium in einem Bericht über die
Leukämiesterblichkeit Daten veröffentlicht, mit denen es Behauptungen über
eine erhöhte Leukämiesterblichkeit von Kindern in der Umgebung des 1977 stillgelegten
Kernkraftwerks Lingen widerlegt sah. Stein zog später aus denselben Daten
einen anderen Schluß.
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Stx45.1988.6.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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Jahresbericht 1987 des Kinderkrebsregisters Mainz. In dem im Sommer
1988 vom Institut für Medizinische Statistik und Dokumentation an der
Universität Mainz vorgelegten Bericht sind Aussagen über 8.883 unter
15jährige Patienten enthalten, die in den Jahren 1980 bis 1987 aus mehr als
100 Kliniken an das Mainzer Kinderkrebsregister gemeldet wurden. Für das Jahr
1987 wird eine Erkrankungshäufigkeit von 13,2 pro 100.000 unter 15jähriger
angegeben.
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Stx35.1988.6.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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Schottland: Vermehrt Kinderkrebs in der Umgebung des Atomkraftwerks Dounreay. Eine weit über dem Landesdurchschnitt liegende
Krebsrate bei Kindern und Jugendlichen in der Umgebung des schottischen
Atomkraftwerks Dounreay meldete im Juni 1988 der
regierungsamtliche britische Ausschuß "Committee
on Medical Aspects of
Radiation in the Environment" (CoMARE).
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Stx35.1988.6.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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Studie: Höhere Krebssterblichkeit von Kindern in der Umgebung des
Atomkraftwerks Lingen. Nach relativ hohen radioaktiven Abgaben in den
Jahren 1968 bis 1970 ist in der Umgebung des Atomkraftwerkes Lingen die
Krebssterblichkeit der Kinder unter 15 Jahren in den Jahren 1970 bis 1973
überzufällig (signifikant) höher als im Bundesdurchschnitt. Das ist das
Ergebnis einer 1988 von Bernhard Stein, Arbeitsgruppe Umweltschutz Berlin
e.V., vorgenommenen Auswertung von Daten zur Krebssterblichkeit von Kindern
sowie zur Zahl der Totgeburten und Säuglingssterbefälle in den Landkreisen
Niedersachsens.
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Stx33.1988.6.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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Kinderkrebs durch natürliche Strahlenbelastung im Mutterleib. Die zusätzliche
künstliche Strahlenbelastung liege innerhalb der Grössenordnung
der natürlichen Strahlenbelastung, erklären die internationale und die
nationalen Strahlenschutzkommissionen und behaupten damit deren
Ungefährlichkeit. Die international herausragende Wissenschaftlerin Alice M.
Stewart und ihr Statistiker Georg W. Kneale haben
1987 jedoch erstmals gezeigt, daß die Mehrzahl der Krebs- und Leukämiefälle
bei Kindern unter 16 Jahren in Großbritannien von der natürlichen
Strahlenbelastung während der Schwangerschaft herrühren. Damit werden immer
wieder auftauchende Behauptungen über gesundheitsfördernde Einflüsse von
niedrigen Strahlendosen endgültig in den Bereich der Legende verwiesen. Frau Dr.Stewart, 1986 ausgezeichnet mit dem schwedischen
alternativen Nobelpreis "Right Livelihood Award", stellte die Ergebnisse ihrer
Studie Ende Februar 1988 in Münster auch der bundesrepublikanischen
Fachöffentlichkeit vor.
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Stx31.1988.2,5.2 (2 Seiten)
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Kinderkrebs
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Großbritannien: Mehr Leukämien bei Sellafield.
Leukämie-Sterbefälle unter Kindern haben in der Nähe der britischen
Atomanlage Sellafield um das Zehnfache zugenommen.
Das generelle Krebsrisiko liegt zudem fast vier Mal
höher. Zu diesem Ergebnis kommt Professor Martin Gardner, Leiter einer im
Auftrage des britischen Gesundheitsministeriums arbeitenden Studiengruppe in
einem Anfang Oktober 1987 im "British Medical Journal"
veröffentlichten Artikel.
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Stx19.1987.6.1 (1 Seite)
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Kinderkrebs
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Großbritannien: Leukämie-Risiko bei Atomwaffen-Zentren. Kinder im
Alter bis zu vier Jahren, die in der Nähe der beiden größten britischen
Atomwaffenzentren leben, haben nach einer Anfang März 1987 veröffentlichten
Studie ein etwa doppelt so hohes Leukämie-Risiko wie Kinder in anderen
Landesteilen.
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Stx5.1987.1.1 (1 Seite)
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Krebserkrankungen
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Zurück zum Anfang
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Krebserkrankungen
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Uranmunition: Hohe Krebsraten
bei Schießplatz auf Sardinien. Das „Quirra –
Syndrom“: Ermittlungen über einen Nato-Schießplatz auf Sardinien. Mit 12.000
Hektar Boden und einem großen maritimen Manövergebiet, das sich weit in
internationale Gewässer erstreckt, ist der „Salto di Quirra“
der größte Schieß- und Übungsplatz der NATO in Europa. Seit Anfang des Jahres
2011 ermittelt die Staatsanwaltschaft von Lanusei,
der nächsten größeren Stadt, gegen die Betreiber des Schießplatzes von Salto
di Quirra wegen des Verdachts auf Umweltverseuchung
und vielfacher fahrlässiger Tötung. Ermittelt wird zudem gegen Mitarbeiter
des Prüfungsunternehmens Société Générale de Surveillance. Ihnen
wird vorgeworfen, dem Schießplatz wider besseres Wissen eine hohe
Umweltverträglichkeit bescheinigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft vermutet,
daß das gesamte Sperrgebiet und die Äcker rund um das Militärgelände bei
Waffentests mit umweltschädlichen und krebserregenden Substanzen verseucht
worden sind, unter anderem mit Uranmunition aus abgereichertem
Uran (depleted uranium).
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Stx592-593.2011.15-16.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Krebserkrankungen
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Chronisch Lymphatische Leukämie: Die
USA wollen nun auch die CLL als strahlenverursachte Berufskrankheit
anerkennen. Das US-amerikanische Department of Health and Human Services (HHS)
schlägt vor, auch die Chronische Lymphatische Leukämie (CLL) als
strahlenverursachte Krebserkrankung im Rahmen der Verfahren zur Anerkennung
von Berufskrankheit anzuerkennen. Den
bisher gültigen Leitlinien zufolge gelten alle Krebsarten außer der CLL als potenziell durch Strahlung verursacht. Das HHS schlägt
nun vor, den bisherigen Ausschluß der CLL zu revidieren. Das gab das
US-amerikanische Institut für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (NIOSH, Az.
209), am 21. März 2011 bekannt.
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Stx584-585.2011.10.1 (1 Seite)
Zur
Originalseite im pdf-Format
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Krebserkrankungen
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Vermehrte Einlagerungen von Strontium-90 aus dem Fallout der
oberirdischen Atomwaffentests bei Krebstoten. Fallkontrollstudie anhand von
Milchzähnen. 85.000 Milchzähne
von Amerikanern, die in den Jahren der oberirdischen Atomwaffentests geboren
wurden, erlauben durch Messungen der Rückstände von Strontium-90 (Sr-90)
Aussagen zu den dadurch verursachten Gesundheitsschäden. Joseph Mangano und Janette Sherman vom Radiation and Public Health Project in
New York analysierten mittels Flüssigkeits-Szintillationsspektrometrie
97 Milchzähne von zwischen 1959 und 1961 Geborenen, bei denen Krebs
diagnostiziert worden war, sowie 194 Zähne einer entsprechenden Kontrollgruppe
ohne Krebserkrankung. Der durchschnittliche Strontium-90-Gehalt in den Zähnen
von Personen, die an Krebs verstarben, war signifikant mehr als zweifach
höher als in der Kontrollgruppe (OR=2,22; p<0,04). Dieser Befund legt
nahe, daß viele Tausende – wesentlich mehr als bisher angenommen – aufgrund
ihrer Fallout-Exposition starben oder noch sterben werden, erklären die
Autoren.
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Stx576-577.2011.6.1 (1 Seite)
Zur
Originalseite im pdf-Format
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Krebserkrankungen
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Atommüll-Endlager: Vermehrt
Krebserkrankungen rund um das Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel. Im
Umfeld des maroden Atommülllagers Asse bei Wolfenbüttel ist eine erhöhte Zahl
von Leukämie-Fällen bei Männern festgestellt worden. Frauen erkranken dort
weit öfter an Schilddrüsenkrebs als anderswo. Das teilte das niedersächsische
Umweltministerium am Abend des 25. November 2010 in Hannover mit und
bestätigte damit einen Bericht des regionalen NDR-Fernsehmagazins „Hallo
Niedersachsen“.
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Stx574-575.2010.1-2.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Krebserkrankungen
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Kinderkrebs
um Atomkraftwerke: Erwartungsgemäß
keine Ergebnisse für finnische AKW. Aufgeschreckt durch die Ergebnisse der
deutschen Kinderkrebsstudie (KiKK-Studie) hat auch
die finnische Strahlenschutzbehörde die Umgebung ihrer beiden
Atomkraftanlagen auf Krebs und Leukämie bei Kindern und Erwachsenen
untersucht. Erwartungsgemäß hat diese Studie jedoch keine Ergebnisse erbracht.
Es leben dort zu wenige Menschen.
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Stx554-555.2010.5.1 (1 Seite)
Zur
Originalseite im pdf-Format
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Krebserkrankungen
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Mehr Krebs bei Radarpersonal des
belgischen Militärs. Unter belgischen Militärangehörigen, die zwischen
1963 und 1994 mit Radargeräten gearbeitet hatten, wurden erhöhte Raten von
verschiedenen Krebsarten festgestellt. Statistisch hochsignifikant erhöht
waren lymphatische Blutkrebsarten im Vergleich zu Militärpersonal, das im
gleichen Zeitraum keinen Kontakt mit Radargeräten hatte. (E. Degrave et al. 2009)
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Stx534-535.2009.15(4),1-2
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Krebserkrankungen
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Risiko durch Radon für
Krebserkrankungen auch außerhalb der Lunge. Weitere Ergebnisse der
deutschen Uranbergarbeiter-Kohortenstudie
veröffentlicht. Mitarbeiter des Fachbereichs Strahlenschutz und Gesundheit
des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in
Neuherberg bei München (Kreuzer, Walsh et al.) haben im November 2008 weitere
Ergebnisse ihrer Uranbergarbeiter-Kohortenstudie
veröffentlicht. Sie analysierten die Daten über die Krebssterblichkeit im
Hinblick auf die Frage, ob das aus der Uranzerfallsreihe stammende
radioaktive Edelgas Radon in der Umgebungsluft auch andere Krebserkrankungen
als Lungenkrebs verursacht. Bericht und Kommentar von Thomas Dersee
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Stx528-529.2009.3.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
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Krebserkrankungen
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Medizinische Strahlenbelastung: Spätschäden
durch Therapie mit Radium-224 bei Morbus Bechterew.
Wissenschaftler vom Institut für Strahlenbiologie des Helmholtz-Zentrums
München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt in
Neuherberg, haben im Rahmen einer epidemiologischen Studie „ein ungünstiges
Nutzen-Risiko-Verhältnis“ für die bei Morbus-Bechterew-Patienten
eingesetzte Radium-224-Therapie festgestellt. Das berichteten sie im April
2008 in der Zeitschrift Rheumatology (R. R. Wick et
al. 2008).
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Stx516-517.2008.5.1 (1 Seite)
Zur
Originalseite im pdf-Format
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Krebserkrankungen
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Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken: „Eine entscheidende Public Health-Studie“
- Die kritische Überprüfung der Grundannahmen der geltenden
Strahlenschutznormen und eine Neueinschätzung der Risikofaktoren bei
Strahlenexposition sind notwendig. Die Nachricht von den Ergebnissen der
Kinderkrebsstudie des Mainzer Kinderkrebsregisters (KiKK-Studie)
fand bislang auch in den USA viel zu wenig Beachtung. Deshalb verfaßte Rudi
H. Nussbaum, emeritierter Professor für Physik und
Umweltwissenschaften an der Portland State University in Portland/Oregon
(USA), einen Kommentar zu dieser Studie für seine angelsächsischen Kollegen
und die Medien, wovon er Strahlentelex freundlicherweise eine Kopie schickte.
Der Nachweis eines steilen Anstiegs des Erkrankungsrisikos für Leukämie und
andere Krebsarten bei Kindern unter 5 Jahren, je näher sie bei einem der
deutschen Atomkraftwerke leben, stimme nachdenklich und beunruhige. Angela
Merkels konservative Regierung, so schreibt Nussbaum
aus der Perspektive eines anderen Kontinents, hat Wissenschaftler des
zentralen Kinderkrebsregisters beauftragt, eine endgültige Studie über eine
Überzahl von Krebserkrankungen bei Kindern in der Umgebung von Atomreaktoren
zu erstellen. Damit sollte offenbar das Konzept der rot-grünen
Vorgängerregierung (unter deren Regie war die Studie ursprünglich in Auftrag
gegeben worden) für einen Atomausstieg unterminiert und dem öffentlichen
Widerstand gegen ein Wiedererstarken der deutschen Nuklearindustrie etwas
entgegengesetzt werden.
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Stx516-517.2008.1-2.2 (2 Seiten)
Zu
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Krebserkrankungen
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Fünffach höheres Krebsrisiko beobachtet, als von der ICRP geschätzt. Krebserkrankungen und
Säuglingssterblichkeit nehmen auch mit der Höhe der natürlichen
Hintergrundstrahlung zu. Dabei beobachteten Dr. Alfred Körblein
und Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann in Bayern ein fünffach höheres Krebsrisiko,
als von der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) geschätzt.
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Stx486-487.2007.5.1 (1 Seite)
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Krebserkrankungen
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Umweltradioaktivität: Krebshäufung
in Wales. Krebs bei unter 50-jährigen Frauen gegenüber dem britischen Durchschnitt
um mehr als das 15-fache erhöht. Eine im Juni 2006 veröffentlichte
Untersuchung der britischen Umweltschutzorganisation Green Audit unter
Federführung von Dr. Chris Busby zeigt eine
ungewöhnliche Krebshäufung in der Nähe des Atomkraftwerks Trawsfynydd
in Wales auf. Es ergaben sich Krebshäufigkeiten, die der ehemalige britische
Umweltminister Michael Meacher „sensationell“
nennt. Insgesamt besteht demnach ein signifikant erhöhtes Risiko für
praktisch alle Typen von Krebs gegenüber dem britischen nationalen
Durchschnitt.
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Stx468-469.2006.5-6.2 (2 Seiten)
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Krebserkrankungen
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Erhöhtes Krebsrisiko nach Niedrigdosisstrahlung. Retrospektive Kohortenstudie an Nukleararbeitern in 15 Ländern.
Durch eine geringe kumulative Strahlenexposition erhöht sich das Risiko an
Krebs zu sterben für Beschäftigte der Nuklearindustrie um etwa zehn Prozent.
Das berichtet ein internationales Forscherteam unter der Leitung von
Elisabeth Cardis von der International Agency for Research on Cancer in Lyon.
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Stx448-449.2005.4,5.2 (2 Seiten)
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Krebserkrankungen
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Tschernobyl-Folgen: Vermehrt Krebserkrankungen in Nordschweden nach der
Katastrophe von Tschernobyl. Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl hat
nach Berechnungen von Martin Tondel von der
Universität Linköping in Schweden und Kollegen, bis 1996 zu 849 zusätzlichen
Krebserkrankungen in den Falloutgebieten Nordschwedens geführt. In der
Ausgabe vom Dezember 2004 des Journal of Epidemiology and Community Health stellen sie eine Kohortenstudie
vor, die alle bis 60 Jahre alten Bewohner Nordschwedens zum Zeitpunkt der
Reaktorkatastrophe umfaßt und die Bodenbelastungen mit Cäsium-137 ins
Verhältnis setzt zur Zahl der an Krebs Erkrankten. Demnach stiegen das
Gesamt-Krebsrisiko und das für Lungenkrebs mit der Fallout-Belastung an.
Bericht mit einem Kommentar von Sebastian Pflugbeil.
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Stx430-431.2004.1,2.2 (2 Seiten)
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Krebserkrankungen
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Medizinische Strahlenbelastung: Brustkrebs unter Röntgenassistentinnen.
Eine auf das Dreifache erhöhte Sterblichkeit an Brustkrebs bei Frauen,
die vor 1940 als Radiologisch-Technische Assistentinnen zu arbeiten begonnen
hatten, stellten Wissenschaftler der amerikanischen Food and
Drug Administration und des National Cancer
Institut in Bethesda/USA (Aparna K. Mohan, Michael
Hauptmann, Martha S. Linet, Elaine Ron, Jay H.
Lubin, D. Michael Freedman, Bruce H. Alexander,
John D. Boice Jr., Michele Morin
Doody, Genevieve M. Matanoski)
für das Jahr 1997 unter 69.525 Frauen fest, die zwischen 1926 und 1982 ihre
Assistentinnen-Ausbildung abgeschlossen hatten – verglichen mit denen, die
1960 und später mit ihrer Tätigkeit begonnen hatten.
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Stx422-423.2004.3.1 (1 Seite)
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Krebserkrankungen
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Medizinische Strahlenbelastung: Brustkrebssterblichkeit nach
diagnostischem Röntgen. Ergebnisse der U.S. Skoliose-Kohortenstudie.
Eine Pilotstudie mit 1.030 Frauen mit einer Wachstumsdeformität der
Wirbelsäule (Skoliose) und Strahlenbelastungen infolge entsprechender
diagnostischer Röntgenaufnahmen zeigte ein etwa zweifach statistisch
signifikant erhöhtes Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Das berichteten
Wissenschaftler des National Cancer Institute in
Bethesda/USA bereits im August 2000 in der internationalen
Orthopädie-Zeitschrift Spine (Michele Morin Doody, John E. Lonstein, Marylin Stovall,
David G. Hacker, Nickolas Luckyanov, Charles E.
Land).
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Stx422-423.2004.2,3.2 (2 Seiten)
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Krebserkrankungen
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Höhenstrahlung: Fünffach erhöhtes Brustkrebsrisiko für Stewardessen. Stewardessen,
die mindestens fünf Jahre lang ihren Beruf ausgeübt haben, weisen einer
isländischen Studie zufolge ein fünffach erhöhtes Risiko auf, an Brustkrebs
zu erkranken. Dr. V. Rafnsson und Kollegen vom
Department of Preventive Medicine in Reykjavik hatten unter 1.532 Stewardessen 35
Frauen ausgewählt, die an Brustkrebs erkrankt waren. Außerdem wählten sie 140
gesunde Stewardessen als Kontrollpersonen aus, deren Lebensalter und
reproduktive Daten laut Krankenakten denen der Patientinnen entsprachen. Es
zeigte sich, daß ein fünffach erhöhtes Brustkrebsrisiko bestand, wenn die
Frauen mindestens fünf Jahre lang als Stewardessen gearbeitet hatten, im
Vergleich zu solchen mit einer Arbeitsdauer von weniger als fünf Jahren.
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Stx406-407.2003.7.1 (1 Seite)
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Krebserkrankungen
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Zunahme von Krebs und Säuglingssterblichkeit mit der natürlichen
Hintergrundstrahlung in Bayern. In der Diskussion um die Wirkung
niedriger Strahlendosen (Niedrigdosisstrahlung) von Atomanlagen auf die
menschliche Gesundheit wird immer wieder mit der natürlichen Strahlung
argumentiert: Wenn Niedrigdosisstrahlung vermehrt Krebs hervorriefe oder die
Säuglingssterblichkeit erhöhe, dann müßte sich in Gegenden erhöhter
natürlicher Strahlung ebenfalls ein Effekt zeigen. Aus dieser Formulierung
könnte man schließen, daß dies nicht der Fall sei. Die vorliegende Studie von
Dr. Alfred Körblein, Umweltinstitut München, findet
aber einen Anstieg der Krebsmortalität und der Säuglingssterblichkeit mit der
natürlichen Hintergrundstrahlung in Bayern.
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Stx404-405.2003.1-4.4 (4 Seiten)
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Krebserkrankungen
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Atommüll und Umweltradioaktivität: Krebserkrankungen und
Chromosomenschäden unter Bewohnern radioaktiv belasteter Gebäude auf Taiwan.
Mit radioaktiven Zusätzen hergestellter Baustahl wurde in mehr als 2.000
Wohnungen und Schulen verbaut. Eine fünfjährige Studie über die
Krebshäufigkeit unter Bewohnern von radioaktiv verseuchten Gebäuden auf
Taiwan wurde Agenturmeldungen vom April 2001 zufolge jetzt fertiggestellt.
Sie zeigt, daß die Möglichkeit von Chromosomenschäden proportional zur
Langzeitbelastung mit Niedrigdosisstrahlung zunimmt. Von November 1995 bis
Juni 2000 hatte ein Forscherteam der National Yang Ming University auf Taiwan
mehr als 4.100 Menschen untersucht und beobachtet, die in der Stadt Taipeh in
Gebäuden gelebt hatten, die zwischen 1982 und 1983 mit radioaktiv belasteten
Stahlträgern errichtet worden waren. Unter ihnen traten gehäuft verschiedene
Krebsarten auf.
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Stx346-347.2001.4,5.2 (2 Seiten)
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Krebserkrankungen
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Leukämiesterblichkeit in der Nähe von japanischen Atomkraftwerken doch
erhöht. Dr.med. Wolfgang Hoffmann vom Bremer Institut für Präventionsforschung
und Sozialmedizin und seine Kollegen Prof. Dr.med. Horst Kuni von der
Universität Marburg und Heiko Ziggel, Universität
Portsmouth, veröffentlichten eine Neubewertung der Daten zur
Leukämiesterblichkeit in Japan. Iwasaki und
Kollegen hatten in ihrer Analyse der Daten keinen Anhaltspunkt für ein
erhöhtes Sterblichkeitsrisiko in der Nähe von Atomkraftwerken ermitteln
können. Hoffmann und Kollegen kommen in ihrer Re-Analyse dagegen zu dem
Schluß, daß in der direkten Umgebung japanischer Atomkraftwerke sehr wohl ein
erhöhtes Risiko besteht, an einer Leukämieerkrankung zu sterben.
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Stx238.1996.2-4,9.4 (4Seiten)
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Krebserkrankungen
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Hiroshima: "Signifikante Krebssterblichkeit bei 50
Millisievert". Analysen der Radiation Effects
Research Foundation (RERF) von Daten der
beobachteten japanischen Atombombenüberlebenden über fünf weitere Jahre
würden die Richtigkeit des linearen Dosismodells zur Abschätzung des
Krebsrisikos bei radioaktiver Belastung stützen und zeigten "ein
statistisch gesichertes signifikantes Krebssterblichkeitsrisiko bei Dosen bis
50 Millisievert hinunter".
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Stx238.1996.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Krebserkrankungen
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ZfK Dresden-Rossendorf.
Rechenfehler in Dresdner Leukämistudie.
Vorsorgeuntersuchungen für die Bürger Dresdens auf Schilddrüsenkrebs
gefordert. Im Umkreis des ehemaligen DDR-Zentralinstituts für
Kernforschung (ZfK) Rossendorf
bei Dresden gibt es deutliche Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko für
Erwachsene. Das erklärte am 14. September 1998 der Epidemiologe
und Leiter des Bremer Instituts für Präventionsforschung und Sozialmedizin
(BIPS), Prof. Dr. Eberhard Greiser, auf der Jahrestagung der Deutschen
Gesellschaft für medizinische Informatik, Biostatistik und Epidemiologie in
Bremen. Bei Erwachsenen ist das Risiko um so höher, je näher sie an der
Atomanlage wohnen, erklärte er. Greiser hat eine 1987 vom sächsischen
Sozialministerium veröffentlichte Studie überprüft und kommt zu anderen
Ergebnissen als diese.
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Stx284-285.1998.1,2.2 (2 Seiten)
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Krebserkrankungen
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Dresden-Rossendorf: Erhöhtes Krebs- und
Leukämierisiko in der Umgebung des Zentralinstituts für Kernforschung (ZfK) Rossendorf. Im Februar
1997 veröffentlichten die sächsischen Landesminister für Umwelt und
Gesundheit Arnold Vaatz und Hans Geisler eine Studie, in der erstmals für ein
ganzes Bundesland untersucht worden ist, in welchen Gegenden gehäuft Blut-,
Lymph- und Schilddrüsenkrebs auftritt. Anlaß zur Vergabe der Studie an das PreCura Institut für Präventive Medizin e.V. war die
zunehmende Beunruhigung der Bevölkerung in der Umgebung des ehemaligen
Zentralinstituts für Kernforschung (ZfK) Rossendorf bei Dresden. Zwei Mitarbeiter des gemeinsamen
Krebsregisters der Länder hatten ein erhöhtes Leukämierisiko bei Kindern in
der Umgebung des DDR-Kernforschungszentrums festgestellt. In der Gemeinde Lohmen zum Beispiel sei das Leukämierisiko 16 mal höher
als im Landesdurchschnitt. Als Ursache für die Erhöhung der Krebserkrankungsrate
wurden von der Bevölkerung radioaktive Emissionen des Zentralinstituts für
Kernforschung angesehen. Ziel der Studie sollte es daher sein, ergänzend zur
Auswertung der aufgetretenen Erkrankungsfälle eine sogenannte
"Sachsen-Karte der radioaktiven Strahlung" zu erstellen und zu
vergleichen, ob Orte mit deutlicher Krebshäufung auch Orte mit erhöhter
Radioaktivität seien. Bericht von Bettina Dannheim
mit Kommentar von Wolfgang Hoffmann, Bremen.
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Stx248-249.1997.1-4,9.5 (5 Seiten)
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Krebserkrankungen
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La Hague: Erhöhtes Blutkrebsrisiko bei
Wiederaufarbeitung bestätigt.
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Stx252-253.1997.12.1 (1 Seite)
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Krebserkrankungen
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Leukämiestudie zum Kernforschungszentrum Dresden-Rossendorf
im Zwielicht. Der Streit um die vom Sächsischen Sozial- und Umweltministerium
an den früheren Mitarbeiter der Atomaufsichtsbehörde (SAAS) der DDR Dr.
Jürgen Conrady vergebene Studie, mit der die
Leukämiehäufigkeit um das Kernforschungszentrum Dresden-Rossendorf
untersucht werden soll, eskaliert. Wegen der undurchsichtigen Vorgänge bei
der Vergabe will der Umweltverband Grüne Liga Dresden die Studie kritisch
begleiten, deren Ergebnisse zum Ende des Jahres 1996 vorgelegt werden sollen.
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Stx234-235.1996.4.1 (1 Seite)
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Krebserkrankungen
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Leukämie um Atomanlagen in Frankreich. In Frankreich sei in der
direkten Umgebung kerntechnischer Anlagen das Risiko an Leukämie zu erkranken
und an der Krankheit zu sterben, nicht höher als im landesweiten
Durchschnitt, behaupten J.-M. Hattchouel, A. Laplanche und C. Hill in einer 1995 veröffentlichten
Studie. Damit stellen sie sich in Gegensatz zu den Untersuchungen ihres
französischen Kollegen Jean-François Viel in der Umgebung von La Hague. Allerdings geben Hattchouel
und Kollegen selbst zu, daß ihre Untersuchung auf den falschen Daten beruht.
Wegen eines fehlenden Krebsregisters in Frankreich und weil eigene Recherchen
anhand von Krankenakten und Befragungen der Ärzte und medizinischen
Einrichtungen unterlassen wurden, zählten sie nicht die Leukämieerkrankungen,
sondern lediglich die Todesfälle. Für Todesfälle lassen sich jedoch nur
selten statistisch signifikante Aussagen ableiten, weil durch
Therapiemaßnahmen eine Lebensverlängerung erreicht wird. Weil Studien mit
derartigem Design, das von vornherein keine Ergebnisse erwarten läßt, aber
trotzdem durchgeführt und veröffentlicht werden und mit ihnen regelmäßig
argumentiert wird, ist die Arbeit von Hattchouel
und Kollegen im Strahlentelex dargestellt.
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Stx218-219.1996.9.1 (1 Seite)
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Krebserkrankungen
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Leukämie: Angst vor Fremden. Die Abwässer aus den
Wiederaufbereitungsanlagen Sellafield in England
und Dounreay in Schottland sowie dem französischen
La Hague haben insbesondere die Irische See zu
einer radioaktiven Kloake gemacht. Die Leukämieraten liegen in den Gebieten
um diese Anlagen mehrfach über dem Landesdurchschnitt. Das liege nicht an der
Radioaktivität, sondern an der starken Zuwanderung vo0n Arbeitern und ihren
Familien in diese ländlichen Gebiete, hatten der Engländer Greaves und interessierte Kreise spekuliert. Dadurch
würden Infektionen begünstigt, was der Entstehung von Leukämien
möglicherweise Vorschub leiste. Leo J. Kinlen und
Mitarbeiter vom Department of Public Health der Universität Oxford, versuchten 1993 diese
Hypothese zu stützen. Ihre Studie erinnert an eine Argumentation, nach der
eine Zunahme der Geburtenzahlen mit einem häufigeren Vorkommen von Störchen
einhergeht.
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Stx150-151.1993.7.1 (1 Seite)
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Krebserkrankungen
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Großbritannien: Mehr Leukämien durch Niedrigstrahlung als angenommen.
Das Risiko für Beschäftigte in Atomanlagen, an Leukämie zu sterben, ist
wesentlich größer als bisher angenommen. Das hat eine Studie des britischen
Amtes für Strahlenschutz ergeben, die im British Medical Journal vom 24.
Januar 1992 veröffentlicht wurde.
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Stx128-129.1992.8.1 (1 Seite)
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Krebserkrankungen
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US-Studie: Häufigere Krebserkrankungen durch Niedrigdosisstrahlung.
Von den Beschäftigten der US-Atomfabrik "Oak Ridge National Laboratory" in Tennessee, die über Jahre
geringen Dosen radioaktiver Strahlung ausgesetzt waren, ist ein deutlich
höherer Anteil an Krebs gestorben als bei der übrigen Bevölkerung. Dies hat
nach einer Meldung aus Washington eine am 20. März 1991 im "Journal of the American Medical Association" veröffentlichte Studie ergeben. Die von
Steve Wing von der Universität von North Carolina durchgeführte und vom
US-Energieministerium finanzierte Untersuchung stelle erstmals eine
Verbindung zwischen radioaktiver Belastung weit unter den gesetzlich zugelassenen
Werten (und unterhalb der Strahlenbelastung in Atomkraftwerken) und erhöhtem
Leukämie-Risiko her, heißt es.
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Stx102-103.1991.5.1 (1 Seite)
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Krebserkrankungen
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Sowjetunion: Zunehmende Zahl von Krebskranken nach Atomtests und
Tschernobyl. Die gesundheitlichen Folgen der sowjetischen
Atombombenversuche in Semipalatinsk in der
Sowjetrepublik Kasachstan, gerieten 1990 in den Blickpunkt der
Weltöffentlichkeit. Während eines internationalen Kongresses vom 27. bis 29.
Mai 1990 in der Hauptstadt der Republik, Alma Ata, wurde über eine zunehmende
Zahl von Leukämie-, Anämie- und neurologischen Erkrankungen bei Kindern und
Jugendlichen berichtet.
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St84-85.1990.5.1 (1 Seite)
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Krebserkrankungen
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Großbritannien: U-Boot-Besatzungen sind stärker krebsgefährdet. Das
britische Verteidigungsministerium untersuchte 1989, ob die Krebsrate bei den
Besatzungen britischer Atom-U-Boote höher ist als unter der
Normalbevölkerung. Studien in den USA hatten ergeben, daß die Krebs-Todesrate
bei U-Boot-Besatzungen um 25 Prozent höher ist als bei anderen Amerikanern.
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Stx62-63.1989.10.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Krebserkrankungen
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Israelische Studie: Vermehrt Brustkrebs nach Bestrahlung des Kopfes.
Geringe Mengen ionisierender Strahlen erhöhen das Risiko, an Brustkrebs zu
erkranken. Zu dieser Bewertung kamen israelische Ärzte aufgrund einer
Untersuchung an nahezu 11.000 Personen, die in ihrer Kindheit aus
medizinischen Gründen am Kopf bestrahlt worden waren.
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Stx60-61.1989.3.1 + Stx49.1989.5.1 (2 Seiten)
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Krebserkrankungen
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US-Großstudie: Erhöhtes Leukämie-Risiko bei Rauchern. Raucher haben
in Abhängigkeit von der Höhe des täglichen Zigarettenkonsums ein bis um das Doppelte
erhöhtes relatives Risiko, an Leukämie zu sterben. Dies zeigt eine
epidemiologische Studie mit 248.000 US-amerikanischen Männern, über die Dr.
L. J. Kinlen, Edinburgh, und Dr. E. Rogot, Bethesda, 1988 berichteten.
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Stx50.1989.6.1 (1 Seite)
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Krebserkrankungen
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Strahlenschäden: Vermehrt Leukämieerkrankungen in der Umgebung des
Atomkraftwerkes Würgassen. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt treten in
einem Radius von 20 Kilometern um das Atomkraftwerk Würgassen bei Kindern und
Jugendlichen statistisch überzufällig (signifikant) vermehrt
Leukämieerkrankungen auf. Das ist das Ergebnis einer Studie des Kasseler
Kinderarztes Matthias Demuth für die Jahre 1980 bis 1987, die dieser im
Februar 1988 vorstellte.
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Stx28.1988.6.1 (1 Seite)
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Krebserkrankungen
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Hiroshima: Krebsrisiko höher. Das Risiko einer Brustkrebserkrankung
für Frauen, die 1945 in Hiroshima und Nagasaki nach dem Abwurf der
US-Atombombe radioaktiver Strahlung ausgesetzt waren, ist 20 bis 30 Prozent höher
als zuvor angenommen. Zu diesem Schluß gelangten japanische Wissenschaftler
der "Nationalen Stiftung über die Erforschung von
Strahlenauswirkungen", wie sie am 19. März 1987 in Hiroshima mitteilten.
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Stx6.1987.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Kosmische Strahlung /
Flugpersonal
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Flugpersonal
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Kosmische Strahlung erhöht das Risiko für Grauen Star bei Flugpiloten.
Fliegen setzt Fluggäste und Flugpersonal ionisierender Strahlung kosmischen
Ursprungs und Sekundärstrahlung aus der Kollision galaktischer Partikel mit
Luftpartikeln und dem Material des Flugkörpers aus. Strahleninduzierte
Linsentrübungen (Grauer Star, Katarakt) sind zudem allgemein bekannt. Zur
Ermittlung des Erkrankungsrisikos von Flugpersonal untersuchten Vilhjalmur Rafnsson von der
Abteilung für Präventivmedizin der Universität von Island in Reykjavik und
Kollegen im Rahmen einer Fall-Kontrollstudie 445 Personen mit und ohne
Linsenschädigungen. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung veröffentlichten sie in
der Fachzeitschrift Archives of Ophthalmology.
Das Risiko an einem strahleninduzierten Katarakt zu erkranken, war demzufolge
für Piloten 3-fach höher als für Nicht-Piloten.
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Stx448-449.2005.5.1 (1 Seite)
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Originalseiten im pdf-Format
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Krebsregister
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Krebsregister
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Nicht wirklich Neues aus der Anstalt. Kommentar
zu einer neueren Arbeit zu Leukämieclustern in Deutschland. Wir erinnern uns an das reflexartig
auftauchende Scheinargument, das vorgetragen wird, sobald sich irgendwo eine
Häufung von Leukämie- oder Krebsfällen bei Kindern findet und zu der
begründete Vermutungen bezüglich der wahrscheinlichen Ursache diskutiert
werden. Es wird dann dagegengehalten, daß es ja viele solche Häufungen oder
Cluster gebe, der diskutierte Verdacht also völlig unbegründet sei. Jetzt
taucht das Thema in einer Studie von Schmiedel, Blettner,
Kaatsch und Schüz wieder
auf. Drei der vier Autoren stammen aus dem Mainzer Universitätsinstitut für
Medizinische Biostatistik, Epidemiologie und Informatik, dem das Deutsche
Kinderkrebsregister angegliedert ist. Die Studie möchte der Frage nachgehen,
ob Leukämie bei Kindern zeitweilig oder räumlich und zeitlich in Clustern
auftritt. Es ist nicht wirklich klar, was die Autoren mit ihrer Studie zeigen
wollten. Ein Kommentar von Dr. Sebastian Pflugbeil.
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Stx572-573.2010.6-7.2 (2 Seiten)
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Krebsregister
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Statistik: Unterschiede bei der Krebssterblichkeit in Ost- und
Westdeutschland. Eine auffällige regionale Ungleichheit ist seit der
Vereinigung Deutschlands zu Tage getreten: Die Lebenserwartung
der Menschen in den neuen Ländern ist mehr als zwei Jahre geringer als in den
alten Bundesländern, ein Unterschied, der sich zunehmend in den letzten 20
Jahren eingestellt hat. Dabei weist die frühere DDR bei einer höheren
Gesamtsterblichkeit bezogen auf die Bevölkerungszahl deutlich weniger
Krebstodesfälle auf. Nur die Lungenkrebssterberaten, vor allem bei älteren
Männern, sowie die Sterberaten an Krebserkrankungen der Harnorgane von
Männern und Frauen, Hodenkrebs und Gebärmutterhalskrebs sind im Osten größer
als im Westen. Das zeigt eine Studie des Instituts für Sozialmedizin und
Epidemiologie des Bundesgesundheitsamtes, die die Krebssterblichkeit in den
alten Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland und der ehemaligen DDR für
die Jahre 1970 bis 1987 vergleichend analysiert. Im Mittelpunkt der von
Joachim Bertz, Dieter Schön, Waltraut Casper und
Roland Stabenow durchgeführten Untersuchung stand
die Prüfung von Einflüssen wie unterschiedliche Vorgehensweisen bei der
Feststellung der Todesursache, Unterschiede in der Krebs-Klassifizierung und
unterschiedlichen Sektionsraten auf die Statistik. Dabei werteten die Autoren
die Daten des früheren Nationalen Krebsregisters der DDR aus.
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Stx146-147.1993.1,2.2 (2 Seiten)
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Krebsregister
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Bonn: Das Krebsregister der DDR wird fortgeführt. Die Daten des
"Nationalen Krebsregisters" der ehemaligen DDR sollen gesichert und
bis Ende 1994 fortgeführt werden. Dieses Ziel verfolgt die Bundesregierung
mit ihrem Entwurf für ein "Krebsregistersicherungsgesetz"
(Bundestagsdrucksache 12/3198), der am 8. September 1992 veröffentlicht wurde
und dem der Bundestag am 12. November 1992 mit einigen Änderungen zustimmte.
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Stx142-143.1992.5.1 (1 Seite)
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Krebsregister
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Bonn: Krebsregister der Ex-DDR ist ungesichert. Seit Inkrafttreten
des Einigungsvertrages gebe es keine rechtliche Grundlage mehr, die im
Register gespeicherten Daten vor Löschung und unbefugtem Zugriff zu sichern
sowie sie einer Auswertung zugänglich zu machen. Das erklärte die
Bundesregierung in ihrer am 26. Mai 1992 veröffentlichten Antwort (12/2643)
auf eine Kleine Anfrage der Fraktion PDS/LL im Bundestag.
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Stx132-133.1992.12.1 (1 Seite)
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Krebsregister
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DDR-Krebsregister gesperrt. Das DDR-Krebsregister ist der Forschung
nicht mehr zugänglich. Es wird in einer Außenstelle des (ehemaligen)
Bundesgesundheitsamtes in Berlin aufbewahrt und wurde 1991/1992 in die
Zuständigkeit der einzelnen ostdeutschen Bundesländer gegeben. Das berichtete
Prof. Erich Wichmann, Vorsitzender der niedersächsischen Expertenkommission
für die Leukämiefälle in der Elbmarsch, Ende März 1992 in Hannover der
Presse.
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Stx128-129.1992.8.1 (1 Seite)
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Lungenkrebs
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Lungenkrebs
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Risiko durch Radon für
Krebserkrankungen auch außerhalb der Lunge. Weitere Ergebnisse der
deutschen Uranbergarbeiter-Kohortenstudie
veröffentlicht. Mitarbeiter des Fachbereichs Strahlenschutz und Gesundheit
des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Neuherberg
bei München (Kreuzer, Walsh et al.) haben im November 2008 weitere Ergebnisse
ihrer Uranbergarbeiter-Kohortenstudie
veröffentlicht. Sie analysierten die Daten über die Krebssterblichkeit im
Hinblick auf die Frage, ob das aus der Uranzerfallsreihe stammende
radioaktive Edelgas Radon in der Umgebungsluft auch andere Krebserkrankungen
als Lungenkrebs verursacht. Bericht und Kommentar von Thomas Dersee
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Stx528-529.2009.3.1 (1 Seite)
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Lungenkrebs
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Lungenkrebsrisiko bei
Uranbergarbeitern. Bergleute im Uranbergbau der DDR waren nicht nur
Strahlen, sondern auch Stäuben ausgesetzt. Das wird vom Berufskrankheitenrecht
bisher nicht hinreichend berücksichtigt. Im Auftrag der Bergbau-Berufsgenossenschaft
und aufbauend auf der Wismut Fall-Kontrollstudie zum Lungenkrebsrisiko bei
ehemaligen Beschäftigten der SDAG Wismut haben Irene Brüske-Hohlfeld, und KollegInnen eine genauere Belastungsquantifizierung der
weiteren beruflichen Belastungsfaktoren kristalliner Quarz, Arsen und Asbest
vorgenommen und eine Röntgen-Lungenaufnahme befundet.
Die Autoren beschreiben ein signifikant erhöhtes Lungenkrebsrisiko nicht nur
für die Strahlenbelastung, sondern speziell auch für eine Belastung durch
quarzhaltigen Staub.
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Stx490-491.2007.5-6.2 (2 Seiten)
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Lungenkrebs
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11 Prozent mehr Lungenkrebs in Gegenden Bayerns mit erhöhter
Radonbelastung. In der vorigen Ausgabe Nr. 422-423 vom 5. August 2004
hatte Strahlentelex über die Radonstudie des GSF-Forschungszentrums für
Umwelt und Gesundheit in Neuherberg bei München berichtet. Demnächst soll sie
in der Zeitschrift Health Physics
veröffentlicht werden. Demnach ergab sich in der
Fall-Kontrollstudie von Prof. Dr. Dr. H.-Erich Wichmann und Kollegen ein
nicht signifikanter negativer Zusammenhang des excess
relative risk (ERR) von der Radonexposition in
Westdeutschland und ein grenzwertig signifikanter positiver Zusammenhang in
Ostdeutschland. Zusammen ergab sich bei der gepoolten
Analyse der Daten von Ost und West ein nicht signifikanter Anstieg des
Lungenkrebsrisikos mit der Radonkonzentration in Wohnräumen. Die hier
dokumentierte ökologische Studie von Dr. Alfred Körblein,
Umweltinstitut München, liefert dagegen eine hochsignifikante 11-prozentige
Erhöhung der Lungenkrebssterblichkeit in 20 Landkreisen Ostbayerns mit
erhöhter Radonbelastung gegenüber der Rate im Rest Bayerns (p=0,0001).
Ökologische Studien wie die vorliegende, mit ihren deutlich größeren
Fallzahlen (hier 12.337), sieht Körblein als
Ergänzung zu den Ergebnissen von Fall-Kontrollstudien, bei denen der Nachweis
kleinerer Effekte oft an zu geringer Teststärke (Power) scheitert.
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Stx424-425.2004.1-3.3 (3 Seiten)
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Lungenkrebs
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Radongas in der Zimmerluft erhöht das
Lungenkrebsrisiko. Dem Bundesamt für Strahlenschutz liegen neue Forschungsergebnisse
aus zwei Radonstudien vor. Das radioaktive Edelgas Radon in der Atemluft
ist neben Rauchen ein entscheidender Faktor für das Risiko, an Lungenkrebs zu
erkranken. Darauf weist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
in einer Erklärung vom 29. Juni 2004 hin. Im Auftrag des BfS
vom GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in München durchgeführte
Auswertungen von zwei epidemiologischen Studien zeigten diesen Zusammenhang
eindeutig auf, schreibt das BfS. "Aus diesem
Grund laufen auf Bundesseite zur Zeit die Vorarbeiten für eine gesetzliche
Regelung, die bei Erreichung von bestimmten Werten eine Sanierung der
Wohnräume vorsieht" wird BfS-Präsident Wolfram
König aus Salzgitter zitiert.
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Stx422-423.2004.1,2.2 (2 Seiten)
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Lungenkrebs
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Lungenkrebs durch Radon bei Wismut-Beschäftigten. Beginn des zweiten
Teils der Deutschen Uranbergarbeiter-Studie angekündigt. Der Präsident des
Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram
König, gab am 17. Mai 2000 auf einer Pressekonferenz in der erzgebirgischen
Bergarbeiterstadt Schlema den Beginn einer neuen
Untersuchung zum Zusammenhang zwischen radioaktivem Radongas
und Lungenkrebs bekannt. Er stellte das Konzept einer Studie vor, die das BfS ab Juni 2000 unter ehemaligen Beschäftigten der
Sowjetisch-Deutschen Aktiengesellschaft (SDAG) Wismut durchführen will. Die
"Fall-Kontrollstudie Lungenkrebs" bildet den zweite Teil der
sogenannten Deutschen Uranbergarbeiter-Studie.
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Stx322-323.2000.7.1 (1 Seite)
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Lungenkrebs
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Signifikant erhöhte Lungenkrebssterblichkeit in den Gebieten Bayerns
mit erhöhter Radonbelastung. Eine neue Studie, die Dr. Alfred Körblein am Umweltinstitut München durchgeführt hat,
ergibt, daß die Sterblichkeit an Lungenkrebs in den Gebieten Bayerns mit
erhöhter Radonbelastung deutlich größer ist als in den übrigen Gebieten
Bayerns. Mit einer kurzen Nachbemerkung im Folgeheft.
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Stx298-299.1999.4,5.2 + Stx300-301.1999.3,4.2 (4 Seiten)
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Lungenkrebs
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Bundesgesundheitsamt: Lungenkrebs im Erzgebirge. Erste
epidemiologische Untersuchungsergebnisse über das Lungenkrebsrisiko in
ausgewählten Gebieten des Erzgebirges stellten Dr. Wolf Heiger
Mehnert, D. Laußmann und Dr. Dietrich Arndt von
Klinisch-diagnostischen Bereich des Bundesgesundheitsamtes am 20. Februar
1993 auf dem Umwelttechnologieforum UTECH in Berlin vor.
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Stx150-151.1993.5.1 (1 Seite)
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Lungenkrebs
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Schneeberger Lungenkrebs: Radonausgasungen bereits 1913 in Verdacht.
Bereits 1913 wurde der erste Verdacht ausgesprochen, daß Radongas
für den Schneeberger Lungenkrebs im erzgebirgischen Grubenrevier
verantwortlich ist. Durch in Sachsen durchgeführte epidemiologische
Untersuchungen in den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts ist
dieser Verdacht dann weitgehend bestätigt worden. Darauf wies 1990 Prof. Dr.
Werner Schüttmann, Berlin-Biesdorf/DDR, hin. Einer brutalen Vernachlässigung
des Arbeits- und Strahlenschutzes durch die Sowjetisch-Deutsche
Aktiengesellschaft (SDAG) Wismut in den 40er und 50er Jahren ihres Betriebes
sind etwa 5000 bis 6000 Bergleute mit Lungenkrebs zu Opfer gefallen, erklärte
Schüttmann dem Strahlentelex weiter. In früheren offiziellen Veröffentlichungen
war dagegen von deutlich weniger Lungenkrebsfällen unter den Arbeitern des
Uranbergbaubetriebes im Süden der DDR die Rede. Der Internist und
Arbeitshygieniker Obermedizinalrat Prof. Dr.med. Werner Schüttmann, geboren
1914 in Dresden, war früher Leiter der Hauptabteilung Strahlenschutzmedizin
des Staatlichen Amtes für Atomsicherheit und Strahlenschutz (SAAS) der DDR.
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Stx84-85.1990.1,2.2 (2 Seiten)
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Nervenschäden
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Nervenschäden
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Vorgeburtliche Strahlenbelastung
beeinträchtigt schulische Leistungen. Eine Studie von Ökonomen in
Schweden (Almond Douglas, Lena Eglund, Mårten Palme, 2007) zeigt die Beeinträchtigung der
geistigen Entwicklung von Kindern nach dem Tschernobyl-Fallout.
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Stx496-497.2007.10-11.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Nervenschäden
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Berufliche Strahlenbelastung: Tod durch Demenz nach Strahlenbelastung. Eine
ältere Untersuchung unter weiblichen Atomarbeitern in den USA hatte vermehrt
Todesfälle durch Geistesstörungen gefunden, inklusive Demenz. Im Oktober 2003
veröffentlichten Wissenschaftler der School of Medicine and Biomedical Sciences der State University of
New York/USA (R. F. Sibley, B. S. Moscato, G. S.
Wilkinson, N. Natarajan) im American Journal of Industrial Medicine eine
weitere Studie, die sich mit der Wirkung von ionisierender Strahlung am
Arbeitsplatz und anderen Gefahren auf die Sterblichkeit an Demenz befaßt.
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Stx422-423.2004.2.1 (1 Seite)
Zu den
Originalseiten im pdf-Format
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Recht, Ethik, Statistik
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Recht, Ethik, Statistik
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Fehlender
Beweis ist kein Beweis für das Gegenteil. Den englischen und
französischen Regierungen scheinen zwei neue epidemiologische Studien
[Laurier et al., 2008 und Bithell et al., 2008] zu
einem Versuch nutzen zu wollen, die deutsche Kinderkrebsstudie [KiKK-Studie; Spix et al, 2008
und Kaatsch et al., 2008] zu diskreditieren und die
Ansicht zu stützen, daß es bei ihren eigenen Kernkraftwerken keinen Anstieg
von Kinderleukämien gebe. Darauf macht Dr. Ian Fairlie
(London) in einer Mitteilung vom 21. November 2008 aufmerksam. Die Studien
von Laurier (Frankreich) und Bithell
(Großbritannien) kommen zu dem Schluß, daß es „keinen Hinweis“ oder „keinen
Beweis“ für einen Leukämieanstieg bei französischen beziehungsweise
englischen Kernreaktoren gebe.
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Stx526-527.2008.2-3.2 (2 Seiten)
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den Originalseiten im pdf-Format
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Recht, Ethik, Statistik
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Probleme
mit der wissenschaftlichen Begründung der SSK-Stellungnahme zur KiKK-Studie. Fachgespräch in Bonn auf Ende Februar
2009 verschoben. Die deutsche Strahlenschutzkommission (SSK) hat offenbar
Probleme mit der wissenschaftlichen Begründung ihrer Stellungnahme zur
Kinderkrebsstudie des Kinderkrebsregisters in Mainz (KiKK-Studie).
„Aus Termingründen“ werde das ursprünglich für den 16. Dezember 2008 in Bonn
geplante Fachgespräch, auf der sich die SSK laut Erklärung des
Bundesumweltministeriums (BMU) einer Fachdiskussion stellen sollte, auf den
26. Februar 2009 verschoben. Das teilte die SSK auf ihrer Homepage mit. Auch
erst „rechtzeitig vor diesem Termin“ wolle sie nun eine „vollständige
wissenschaftliche Begründung“ veröffentlichen. Die SSK hatte, wie bereits in
der vorigen Strahlentelex-Ausgabe berichtet, am 9. Oktober 2008 auf einem „nicht öffentlichen“ Pressegespräch, das „auf wenige
Tageszeitungen und Hörfunkstationen beschränkt“ war, ihre Beratungsergebnisse
zur KiKK-Studie vorgestellt. Die Strahlenexposition
durch Kernkraftwerke könne die Ergebnisse der KiKK-Studie
nicht erklären, für die Entstehung von Leukämien seien eine Vielzahl von
Einflußfaktoren möglich und es wäre vernünftiger gewesen, die Studie nicht
durchzuführen, waren Kernaussagen, die die SSK nun Schwierigkeiten hat,
wissenschaftlich zu begründen.
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Stx526-527.2008.1-2.2 (2 Seiten)
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Recht, Ethik, Statistik
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Ein
Psychogramm der Strahlenschutzkommission. Stellungnahme der
Strahlenschutzkommission (SSK) zur KiKK-Studie stößt
auf Widerspruch. Zweifel an der Seriosität. Bundesregierung wird aufgefordert
zu reagieren. „Kein strengerer Strahlenschutz – In der Umgebung
deutscher Kernkraftwerke sind keine strengeren Vorschriften im Strahlenschutz
notwendig, weil sich ein Zusammenhang mit Leukämie nicht nachweisen lässt. Das teilte am Donnerstag das
Bundesumweltministerium in Berlin mit. Es berief sich auf eine Untersuchung
der Strahlenschutzkommission. Diese war von Umweltminister Gabriel beauftragt
worden, die Gründe herauszufinden, warum die Statistik in einem
Fünf-Kilometer-Radius um Kernkraftwerke ein erhöhtes Leukämie-Risiko bei
Kindern unter fünf Jahren ausweist. Die Kommission kam zu dem Ergebnis, dass es eine wissenschaftlich nachvollziehbare Ursache
für diese Beobachtung nicht gibt, weil die Strahlenbelastung der Kraftwerke
viel zu gering sei, um Leukämie auslösen zu können. (km.)“ So faßte die
Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Ausgabe vom 10. Oktober 2008 das
Ergebnis eines Pressegesprächs vom Vortag im Bundesumweltministerium (BMU) in
Berlin zusammen. Gesprächspartner waren der Unterabteilungsleiter
Strahlenschutz des BMU, Dr. Karl-Eugen Huthmacher,
der Fachbereichsleiter Strahlenschutz und Gesundheit des Bundesamtes für
Strahlenschutz (BfS), Dr. Wolfgang Weiß, der
Vorsitzende der Strahlenschutzkommission (SSK) der Bundesregierung, Prof. Dr.
Rolf Michel, und der Leiter der SSK-Arbeitsgruppe zur Bewertung der KiKK-Studie und ehemalige SSK-Vorsitzende Prof. Dr.
Wolfgang-Ulrich Müller. Mit der Begründung, der Zugang zu dem Gespräch sei
„nicht öffentlich“, sondern „auf wenige Tageszeitungen und Hörfunkstationen
beschränkt“, war Strahlentelex zuvor kurzfristig wieder ausgeladen worden.
Der Einschätzung, man habe sich vor unbequemen Fragen gefürchtet, wurde von
Seiten des BMU nicht widersprochen. Aus dem BfS
verlautete, man habe das Gespräch „möglichst niedrig hängen“ wollen, falls
von Seiten der SSK zu viel Unsinn erzählt werde.
Gegendarstellung: Im Artikel „Ein
Psychogramm der Strahlenschutzkommission“ vom 06. November 2008 behaupten Sie
im Zusammenhang mit einem Pressegespräch des BMU: „Aus dem BfS verlautete, man habe das Gespräch „möglichst niedrig
hängen“ wollen, falls von Seiten der SSK zu viel Unsinn erzählt werde.“ Diese
Aussage entbehrt jeder Grundlage. Ich weise sie mit aller Entschiedenheit
zurück. Die Position des BfS zur Bewertung der
SSK-Stellungnahme ist der vorläufigen fachlichen Bewertung des SSK-Berichts
durch das BfS vom 9. Oktober zu entnehmen (http://www.bfs.de/de/kerntechnik/kinderkrebs/Stellungnahme_SSK).
Dort wird ausgeführt, dass sich „das BfS in seiner ersten Bewertung der KiKK-Studie
vom Dezember 2007 durch das jetzt vorgelegte Gutachten von Darby und Read
bestätigt sieht. Auch die zentralen Aussagen der SSK-Bewertung bestätigen die
Positionierung des BfS vom Dezember 2007. In den
zentralen Aussagen ergeben sich auch keine Widersprüche zur Bewertung der
„Epidemiologischen Qualitätsprüfung der KiKK-Studien“
durch die Professoren Jöckel, Greiser und Hoffmann
vom 19.03.2008.“ Werner Nording, Pressesprecher, BfS
Anmerkung der Redaktion: Nach
dem Presserecht besteht ein Anspruch auf Wiedergabe einer Gegendarstellung
unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt. Strahlentelex betont, daß die vom BfS-Sprecher beanstandete Aussage im Strahlentelex vom
November 2008 richtig zitiert worden ist.
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Stx.524-525.2008.1-3.3 (3 Seiten)
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Recht, Ethik, Statistik
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Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken: „Eine entscheidende Public Health-Studie“
- Die kritische Überprüfung der Grundannahmen der geltenden Strahlenschutznormen
und eine Neueinschätzung der Risikofaktoren bei Strahlenexposition sind
notwendig. Die Nachricht von den Ergebnissen der Kinderkrebsstudie des
Mainzer Kinderkrebsregisters (KiKK-Studie) fand
bislang auch in den USA viel zu wenig Beachtung. Deshalb verfaßte Rudi H. Nussbaum, emeritierter Professor für Physik und
Umweltwissenschaften an der Portland State University in Portland/Oregon
(USA), einen Kommentar zu dieser Studie für seine angelsächsischen Kollegen
und die Medien, wovon er Strahlentelex freundlicherweise eine Kopie schickte.
Der Nachweis eines steilen Anstiegs des Erkrankungsrisikos für Leukämie und
andere Krebsarten bei Kindern unter 5 Jahren, je näher sie bei einem der
deutschen Atomkraftwerke leben, stimme nachdenklich und beunruhige. Angela
Merkels konservative Regierung, so schreibt Nussbaum
aus der Perspektive eines anderen Kontinents, hat Wissenschaftler des
zentralen Kinderkrebsregisters beauftragt, eine endgültige Studie über eine
Überzahl von Krebserkrankungen bei Kindern in der Umgebung von Atomreaktoren
zu erstellen. Damit sollte offenbar das Konzept der rot-grünen
Vorgängerregierung (unter deren Regie war die Studie ursprünglich in Auftrag
gegeben worden) für einen Atomausstieg unterminiert und dem öffentlichen Widerstand
gegen ein Wiedererstarken der deutschen Nuklearindustrie etwas
entgegengesetzt werden.
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Stx516-517.2008.1-2.2 (2 Seiten)
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Recht, Ethik, Statistik
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Anerkennung von Berufskrankheiten: Die
Berufsgenossenschaften verwenden immer noch falsche Strahlenwerte für die
Uranbergarbeiter der Wismut. Ergebnisse der epidemiologischen Forschung in
Frage gestellt. Die Ermittlung und Zuordnung von Strahlenbelastungswerten
für erkrankte Hauer in der früheren Sowjetisch-Deutschen Aktiengesellschaft
(SDAG) Wismut durch die Berufsgenossenschaft ist weiterhin fehlerhaft. Das
kritisiert der Strahlenschutzexperte der Gewerkschaften Dr. Gerd Georg
Eigenwillig jetzt in einem Bericht im Dezember-Heft 2007 des Zentralblattes
für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie und weist das beispielhaft
für die Bergbauobjekte in Schneeberg, Oberschlema
und Niederschlema-Alberoda im Erzgebirge nach. Auch
die Ergebnisse der epidemiologischen Forschung werden damit in Frage
gestellt.
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Stx506-507.2008.3-4.2 (2 Seiten)
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Recht, Ethik, Statistik
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Epidemiologie und Recht: Naturwissenschaftler
und Epidemiologen haben kaum Einfluss
auf das Strahlenschutzrecht. Eine Auseinandersetzung mit
Naturwissenschaften findet im umweltrechtlichen Schrifttum kaum statt. Zwar
finden vereinzelt die Disziplinen Biologie, Physik und Chemie Erwähnung, aber
kaum das Fach Epidemiologie. Insbesondere für das Strahlenschutzrecht liegt
hierin ein Defizit, denn die gesetzlichen Grenzwerte und Schutzkonzepte vor
ionisierender und nichtionisierender Strahlung beruhen in erster Linie auf
epidemiologischen Erkenntnissen. Das konstatiert der Kölner Rechtsanwalt Dr.
Martin Riemer in einem Aufsatz über die Einflüsse epidemiologischer Forschung
auf das Strahlenschutzrecht. Dem Beitrag liegt seine Dissertation aus dem
Jahre 2005 zugrunde, die an der Universität Bielefeld von Frau Prof. Dr.rer.nat. Maria Blettner
betreut worden war, inzwischen Leiterin des Instituts für Medizinische
Biometrie, Epidemiologie und Informatik der Universität Mainz mit dem
Kinderkrebsregister am dortigen Universitätsklinikum. – Plus ein ergänzender
Kommentar von Prof. Dr. Wolfgang-Ulrich Müller in der folgenden Ausgabe.
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Stx504-505.2008.6-8.3 (3 Seiten) + Stx506-507.2008.6.1 (1 Seite)
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Recht, Ethik, Statistik
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Wissenschaft: Epidemiologie und
Strahlenschutzrecht. In diesem Sommer verteidigte Martin A. Riemer
erfolgreich seine Dissertation mit dem Titel "Einflüsse
epidemiologischer Forschung auf das Strahlenschutzrecht". Riemer ist
Jurist, er hat sich um die Schnittstelle zwischen Recht und Epidemiologie
Gedanken gemacht. Es gibt zu diesem Ansatz nicht viel Literatur – von daher
ist schon der Versuch, sich interdisziplinär zu engagieren, verdienstvoll.
Die Stärke der Arbeit liegt nicht in dem Überblickskapitel "Natur- und
gesundheitswissenschaftliche Grundlagen des Strahlenschutzes". So läßt
sein Umgang mit der Bewertung von Risiken die leitende Hand seiner Betreuerin
Prof. Maria Blettner spüren.
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Stx450-451.2005.7,8.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Recht, Ethik, Statistik
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Strahlenforschung: Kooperative Epidemiologie als alternative
Forschungsweise. Ein Modell der Hanford Downwinders und der Ärzte in sozialer Verantwortung in
Oregon zur Unterstützung der betroffenen Bürger. In den frühen 1990er Jahren
bildeten betroffene Hanford Downwinders
zusammen mit den Ärzten und Wissenschaftlern der Oregon Physicians
for Social Responsibility (PSR, Ärzte in sozialer Ver-antwortung) die Northwest
Radiation Health Alliance (NWRHA). Nach einigen
vorbereitenden Treffen wurden die PSR-Vorstandsmitglieder, die Drs. Nussbaum, Grossman und
Morton von den Downwinders beauftragt, die ernsten
gesundheitlichen Schäden, die die Bewohner eines weiten Gebietes im Abwind
der Plutonium-Fabrik Hanford in den Jahren nach den
radioaktiven Emissionen bei ihren Familien, Freunden und Nachbarn
festgestellt hatten, zu untersuchen und nach Möglichkeit daraus
Schlußfolgerungen zu erarbeiten. Die eigenen Untersuchungen und Berichte der Downwinders an die einzelstaatlichen oder
bundesstaatlichen Gesundheitsbehörden waren zuvor ignoriert oder abgewiesen
und die Überbringer als "Radiophobe" und
"Geisteskranke" verunglimpft worden.
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Stx420-421.2004.2.1 (1 Seite)
Zu den
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Recht, Ethik, Statistik
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Elbmarsch-Leukämien: Darf Epidemiologie Ergebnisse liefern? Die
Norddeutsche Leukämie- und Lymphomstudie ist kein
Beitrag zur Ursachenforschung für die Leukämie bei den Kindern in der
Elbmarsch. Am 15. April 2003 wurden der Öffentlichkeit in Geesthacht von
Wissenschaftlern und Landespolitikern aus Niedersachsen und
Schleswig-Holstein die Ergebnisse einer Studie vorgestellt, die über mehrere
Jahre mit Spannung erwartet wurden. Es handelte sich um die Norddeutsche
Lymphom- und Leukämiestudie (NLL-Studie), durchgeführt vom Bremer Institut
für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS). Anlaß für diese wohl
umfangreichste und vermutlich auch teuerste deutsche Fall-Kontroll-Studie war
die weltweit höchste Rate von Leukämieerkrankungen bei Kindern in der
Elbmarsch in unmittelbarer Nähe zu dem Kernkraftwerk Krümmel
und dem Kernforschungszentrum GKSS. So erwarteten die Bürger der Region, die
im Geesthachter Rathaus erschienen waren, daß nun
von großen Fortschritten bei der Aufklärung der Ursachen dieser tragischen
Erkrankungen bei ihren Kindern berichtet werden würde. Sie wurden enttäuscht.
Für Verwirrung sorgten in den Tagen davor verschiedene Presseerklärungen und
Pressemeldungen, in denen über die Fertigstellung der Studie berichtet wurde.
Aus dem Senat der Hansestadt Bremen verlautete: "BIPS: Entwarnung für
das Kernkraftwerk Krümmel", im Hamburger
Abendblatt: "Krümmel nicht Ursache für
Leukämie", in der taz: "Forscher entlasten AKW Krümmel",
in verschiedenen schleswig-holsteinischen Regionalzeitungen: "Leukämie:
Freispruch für Krümmel", Hannoversche
Allgemeine Zeitung: "Atomkraft nicht Ursache für Leukämie".
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Stx392-393.2003.5,6.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Recht, Ethik, Statistik
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Wissenschaft und Wissenschaftsethik: Epidemiologie im Gerichtssaal.
Den Klageweg gegen Betreiber einer Atomanlage zu beschreiten und dabei
epidemiologische Studien heranzuziehen, war bisher wenig erfolgreich. Ziggel und Schmidt hatten im Strahlentelex vom 2. Juni
1994 (178-179/1994) den englischen Sellafield-Prozeß
von Elizabeth Reay und Vivien Hope gegen British Nuclear Fuels plc beschrieben. Eine Studie von Martin Gardner hatte
einen direkten Zusammenhang zwischen der beruflichen Strahlenbelastung der
Väter und den Erkrankungen ihrer Kinder hergestellt. Der Epidemiologe
Professor Dr.med. Rainer Frentzel-Beyme greift nun
die Frage auf, welche Rolle epidemiologische Studien bei der Beweisführung im
Streit um die Ursache einer Erkrankung spielen können. Frentzel-Beyme
ist Leiter der Abteilung Epidemiologie der Umwelt und des Arbeitslebens am
Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS). Seine
Meinung: Epidemiologie sei zwar auch für die Untersuchung von
Wahrscheinlichkeiten in Einzelfällen nutzbar, ihre Zielrichtung sei dies aber
nicht. Entschädigungsaspekte würden dem Auftrag an die Epidemiologie zum
vorbeugenden Gesundheitsschutz zunehmend schaden und hätten bereits zu
Datenschutzverschärfungen geführt.
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Stx184-185.1994.2-5.4 (4 Seiten)
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Recht, Ethik, Statistik
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Sellafield: Recht oder Unrecht ist keine Frage
an die Wissenschaft. Elizabeth Reay und Vivien Hope
gegen British Neclear Fuels
plc. Am 8. Oktober 1993 endete der Prozeß von
Vivien Jane Hope und Elizabeth Reay gegen die
British Nuclear Fuels plc (BNFL). Der Prozeß erregte sowohl in der Öffentlichkeit
als auch in Wissenschaftskreisen großes Aufsehen. Gegenstand der Klage war
der Verdacht, daß die in den Familien aufgetretenen bösartigen
Tumorerkrankungen auf den Betrieb der Atomanlage Sellafield
zurückzuführen sind. Wie auch im deutschen Recht, muß in Großbritannien als
Beweis der Schuld der kausale Zusammenhang einer Erkrankung durch den Betrieb
einer Atomanlage erbracht werden. Den Ausgangspunkt des Prozesses bildete
eine epidemiologische Studie von Martin Gardner, die einen direkten
Zusammenhang zwischen der beruflichen Strahlenbelastung der Väter und den
Erkrankungen ihrer Kinder herstellt. Heiko Ziggel
und Michael Schmidt stellen den Gegenstand und die Begründung der Klage von
Vivien Jane Hope und Elizabeth Reay dar. Der
Bericht der Autoren ist ein erster Beitrag zur Diskussion darüber, welche
Rolle epidemiologische Studien bei der Beweisführung zu einer Erkrankung
einnehmen können und inwieweit derartige Studien herangezogen werden sollten,
um den Klageweg gegen Betreiber einer Atomanlage zu beschreiten.
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Stx178-179.1994.1-6.6 + Stx184-185.1994.5.1 (7 Seiten)
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Recht, Ethik, Statistik
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Den Spieß umgedreht. Ein tausendfach gehörtes Standardargument der
herrschenden Epidemiologie lautet: Wer Gesundheitsschäden durch radioaktive Niedrigdosisstrahlung
behauptet, sei unseriös, verfälsche Daten oder gehe jedenfalls fahrlässig mit
Daten um und stelle seine Voreingenommenheit über sorgfältiges
wissenschaftliches Arbeiten. Wer aber wirklich unvoreingenommen die
Fachliteratur sichtet, dem stellt sich die Lage genau umgekehrt dar. Der
Physiker Dr. Jens Scheer, Professor am Fachbereich Physik der Universität
Bremen, gibt einen zusammenfassenden Überblick über die Tricks,
Strahlungseffekte statistisch zu verbergen.
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Stx168-169.1994.3,4,9.3 (3 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
/ Geschlechterverhältnis
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Säuglingssterblichkeit
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Fukushima-Folgen: 14.000 Tote in
den USA? Kürzlich ging die Meldung durch die Medien, Wissenschaftler
hätten festgestellt, dass in den ersten Wochen nach
dem Unfall von Fukushima in den USA circa 14.000 Menschen mehr gestorben
seien als erwartet, darunter circa 800 Kinder unter einem Jahr. Bei der
Durchsicht der Arbeit zeigte sich jedoch, dass der
vermeintliche Effekt ein Artefakt ist: Nach Fukushima wurden von den Autoren
die Daten aus 119 Städten in die Studie einbezogen, in der Zeit davor aber nur
104 Städte. Mit den offiziellen Daten für insgesamt 122 Städte ist kein
Fukushima-Effekt erkennbar. Von Alfred Körblein.
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Stx600-601.2012.5-7.3 (3 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Geschlechterverhältnis
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Epidemiologie: Verlorene Kinder
um Gorleben. Eine Studie des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes bestätigt
Veränderungen des Geschlechterverhältnisses bei Gorleben seit dem Beginn der
Castor-Transporte ins dortige Atom-Zwischenlager. Bericht von Sebastian
Pflugbeil.
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Stx592-593.2011.14.1 (1 Seite)
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Geschlechterverhältnis
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Bei Gorleben werden seit Beginn der
Castor-Transporte ins dortige Atom-Zwischenlager zunehmend zu wenige Mädchen
geboren. Das niedersächsische Statistikamt hat kürzlich die Geburtenzahlen
für 2010 veröffentlicht. In der Umgebung von Gorleben setzt sich damit der
Aufwärtstrend in der Veränderung des Geschlechter-verhältnisses von
Neugeborenen (Human Birth Sex Odds) seit
Inbetriebnahme des dortigen Zwischenlagers weiterhin fort: Es werden
zunehmend zu wenig Mädchen geboren. Das zeigt jetzt eine Auswertung der
Zahlen durch Dr. Hagen Scherb, Dr. Kristina Voigt
und Dipl.-Ing. Ralf Kusmierz in ihrem neuen „Fact
Sheet Gorleben“.
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Stx590-591.2011.17.1 (1 Seite)
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Geschlechterverhältnis
Säuglingssterblichkeit
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Die epigenetische Revolution in der
Strahlenbiologie. Heutige Lehren aus dem Reaktorunfall von Tschernobyl. Daß
die zusätzliche Strahlendosis sich lediglich im Rahmen der natürlichen
Schwankungsbreite bewege, wird gern angeführt, um unliebsame epidemiologische
Beobachtungen nach Katastrophen wie der von Tschernobyl oder in der Umgebung
von Kernkraftwerken im Normalbetrieb abzuwehren und künftige Schäden, jetzt zum
Beispiel nach Fukushima, zu bestreiten. Nach dem Muster, daß nicht sein kann,
was nicht sein darf, wird argumentiert, die beobachteten oder (im Falle von
Fukushima) zu erwartenden Schäden könnten jedenfalls nicht durch Strahlung
verursacht sein, denn die Dosis sei viel zu gering. Zudem fehle jede
plausible ätiologische Erklärung. Das Dosisargument gilt jedoch nur, wenn man
die Strahlendosen über größere Gebiete und längere Zeiträume zusammenfaßt und
dabei örtliche sowie kurzzeitige deutliche Dosisspitzen heruntermittelt. Und
zur Erklärung der beobachteten Effekte beschreiben jetzt der Berliner
Humangenetiker Karl Sperling sowie der Mathematiker Hagen Scherb
aus Neuherberg in einem Beitrag im Mai-Heft 2011 der Naturwissenschaftlichen
Rundschau das Prinzip der medizinisch-(epi)genetischen
Strahlenwirkung.
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Stx586-587.2011.1-3.3 (3 Seiten)
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Geschlechterverhältnis
Säuglingssterblichkeit
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25 Jahre nach Tschernobyl: Erhöhte Sterblichkeit
von Neugeborenen nach Tschernobyl. Trendanalysen der Monatsdaten der Perinatalsterblichkeit aus Westdeutschland und der
Säuglingssterblichkeit aus Polen zeigen im Jahr 1987, dem Jahr nach
Tschernobyl, jeweils statistisch signifikante Zusammenhänge mit der
Cäsiumbelastung der Mütter über Milchverzehr. In beiden Datensätzen treten
Maxima der Sterblichkeit sieben Monate nach den Maxima der Cäsiumbelastung
auf. Die Dosis-Wirkungsbeziehung (DWB) ist stark nach oben gekrümmt, der
Schätzwert für den Dosisexponenten beträgt 3,7. Die Abweichung der
Dosis-Wirkungsbeziehung von einem linearen Verlauf ist deutlich signifikant.
Statistische Überlegungen lassen für die analytische Form der
Dosis-Wirkungsbeziehung eine kumulative Lognormalverteilung erwarten. In den höchstbelasteten Regionen der
Ukraine (Oblast Zhitomir) und Weißrusslands
(Oblast Gomel) zeigt sich nach Tschernobyl außer einer Erhöhung im Jahr 1987
ein deutlich größerer Anstieg in den 1990er Jahren, welcher mit der
verzögerten Wirkung von Strontium erklärt werden kann. Mit etwa 1.000
zusätzlich gestorbenen Neugeborenen in den Jahren 1990 bis 1997 ist der Strontiumeffekt mehr als 10-mal so groß wie der
Cäsiumeffekt im Jahr 1987. Immer
noch geht die internationale Strahlenschutzkommission von der Existenz einer
Schwellendosis für teratogene Schäden in Höhe von 100 Millisievert (mSv) aus.
Nach offiziellen Angaben betrug die mittlere Dosis im ersten Folgejahr nach
Tschernobyl in Deutschland aber nur 0,2 mSv. Die obigen Ergebnisse
widersprechen damit dem Konzept einer unschädlichen Dosis für teratogene
Schäden. Eine Analyse von Dr. Alfred Körblein.
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Stx580-581.2011.1-8.8 (8 Seiten)
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Geschlechterverhältnis
Säuglingssterblichkeit
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Gesundheitsschäden
bei Kernkraftwerken: Epidemiologische
Auffälligkeiten um Kernkraftwerke: Synoptische Analyse. Von Alfred Körblein. Seit Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie vor 3 Jahren wurden zwei weitere epidemiologische
Studien veröffentlicht, eine zu Fehlbildungen bei Neugeborenen um
Kernkraftwerke und eine zum Geschlechterverhältnis bei der Geburt um
bayerische Kernkraftwerke. Beide Studien bestätigen die bei der KiKK Studie gefundene Abstandsabhängigkeit, wenn auch
wegen kleiner Fallzahlen nicht alle Einzelbefunde statistisch signifikant
sind. Eine gemeinsame Analyse der drei Datensätze mit einem nichtlinearen
Abstandsmodell (Rayleighverteilung) ergibt eine
hochsignifikante Abstandsabhängigkeit des Risikos mit einem Maximum des
Effekts zwischen 3 und 5 Kilometern.
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Stx576-577.2011.2-5.4 (4 Seiten)
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Geschlechterverhältnis
Säuglingssterblichkeit
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Geschlechterverteilung in der Umgebung bayerischer Kernkraftwerke. Geschlechtschancen bei der Geburt in Bayern
von 1972 bis 2008 in Abhängigkeit vom Abstand zum nächstgelegenen bayerischen
Kernkraftwerk oder zur nächstgelegenen Nuklearanlage in Deutschland und in
der Schweiz während deren Laufzeiten. Von Ralf Kusmierz
, Kristina Voigt, Hagen Scherb. Im Oktober 2010
hatten Kusmierz, Voigt und Scherb
in einer vorläufigen Machbarkeitsstudie gezeigt, dass
die Geschlechtschance (Sex Odds, SO, Verhältnis männliche/weibliche
Lebendgeburten) des Menschen in der Schweiz und in Deutschland im
35-Kilometer-Umkreis und innerhalb der Laufzeiten von 28 Nuklearanlagen
signifikant erhöht ist gegenüber weiter entfernten Gebieten sowie außerhalb
der entsprechenden Laufzeiten. Dazu wurden vollständige amtliche
Geburtenzahlen nach dem Geschlecht auf Gemeindeebene (Wohnort der Mutter zum
Zeitpunkt der Geburt) in der Schweiz und in den deutschen Bundesländern
Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz
verwendet. Nachdem Tschernobyl ganz offensichtlich eine massive andauernde
Veränderung der Geschlechtschance in ganz Europa hervorgerufen hat, bestätigt
die festgestellte Erhöhung der Sex Odds in Deutschland und in der Schweiz um
Nuklearanlagen qualitativ den Befund der KiKK-Studie
einer erhöhten Krebsrate bei Kindern in der Umgebung deutscher Kernkraftwerke
(KKW). Weil standortabhängige Unterschiede in den Ergebnissen zu erwarten
sind, haben die AutorInnen in einem Kurz-Beitrag
für Strahlentelex exemplarisch die Situation in Bayern dargestellt.
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Stx574-574.2010.2-5.2 (2 Seiten)
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den Originalseiten im pdf-Format
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Geschlechterverhältnis
Säuglingssterblichkeit
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Veränderte geburtliche Geschlechterverteilung in der Umgebung
kerntechnischer Anlagen. In der
Umgebung von Atomkraftwerken kommen in Deutschland und in der Schweiz weniger
Mädchen auf die Welt. In den letzten 40 Jahren haben Mütter, die in
Deutschland und in der Schweiz im Umkreis von 35 Kilometern einer von 31
untersuchten Atomanlagen leben, bis zu 15.000 Kinder weniger geboren als
durchschnittlich zu erwarten gewesen wäre, die Mehrzahl davon Mädchen. Das
meldete am 23. November 2010 die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW und
berief sich dabei auf eine einen Monat zuvor veröffentlichte
wissenschaftliche Studie von Ralf Kusmierz (Bremen)
sowie Kristina Voigt und Hagen Scherb vom Institut
für Biomathematik und Biometrie des Helmholtz-Zentrum München. Für die IPPNW
untermauert diese Studie den ursächlichen Zusammenhang von radioaktiver
Strahlung und einer Schädigung von Zellen, insbesondere bei Embryonen. Die
Kinderkrebsstudie (KiKK-Studie) hatte schon 2007
ein erhöhtes Krebs- und Leukämie-Erkrankungsrisiko bei Kleinkindern im
AKW-Nahbereich in Deutschland nachgewiesen.
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Stx574-574.2010.2-5.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Geschlechterverhältnis
Säuglingssterblichkeit
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Auswirkungen der oberirdischen Atomwaffentests. - Von Alfred Körblein
- In der Zeit nach den oberirdischen Atomwaffentests der 1950er und 1960er
Jahre zeigen sich deutliche Abweichungen der frühen Säuglingssterblichkeit in
Deutschland von einem monoton fallenden zeitlichen Trend. Ähnliche
Abweichungen finden sich auch im Geschlechterverhältnis bei den neonatal (in den ersten 28 Lebenstagen) gestorbenen
Säuglingen aus Japan. Die Medianwerte der glockenförmigen Abweichungen
stimmen bei beiden Datensätzen innerhalb der Fehlergrenzen überein. Das weist
auf eine gemeinsame Ursache hin. Eine Modellrechnung ergibt, dass die Abweichungen mit der Strontiumbelastung
(Strontium-90) der Schwangeren durch den globalen Fallout korrelieren.
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Stx572-573.2010.4-6.3 (3 Seiten)
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Geschlechterverhältnis
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Verlorene Kinder. Die Geschlechtschance des Menschen bei der Geburt in
Europa und in den USA nach den oberirdischen Atomwaffentests und nach
Tschernobyl. Seit der Entdeckung
der Mutagenität von ionisierender Strahlung im
Tierexperiment wurden schädigende strahlengenetische Effekte auch beim
Menschen immer wieder in Betracht gezogen und untersucht. Während das
Wissenschaftliche Komitee der Vereinten Nationen für die Wirkung von
Atomstrahlung (UNSCEAR) noch im Jahre 2000 die Auffassung vertrat,
strahleninduzierte vererbbare Effekte beim Menschen seien bisher nicht
belegt, kann man solche Effekte nach dem Unfall von Tschernobyl mit einfachen
Mitteln eindeutig nachweisen. Die Ergebnisse von Scherb
und Kollegen lassen bei Übertragung auf vollständige Zeiträume und auf die
gesamte Weltbevölkerung erahnen, dass die Anzahl
der verlorenen Kinder nach den globalen Freisetzungen ionisierender Strahlung
in der Größenordnung von mehreren Millionen liegen könnte. Verschärft wird
das Problem dadurch, dass auch strahleninduzierte
angeborene Fehlbildungen und Totgeburten nach Freisetzung von Radioaktivität
in die Biosphäre in etwa der gleichen Größenordung
von insgesamt mehren Millionen weltweit langfristig
aufgetreten sein könnten. Von Hagen Scherb
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Stx558-559.2010.1-4.4 (4 Seiten)
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Geschlechterverhältnis
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Geschlechterverhältnis bei der Geburt in Bayern nach Tschernobyl. Im Januar 1987, 9 Monate nach dem
Reaktorunfall von Tschernobyl, war das Verhältnis zwischen männlichen und
weiblichen Geburten (Geschlechterverhältnis bei der Geburt) in Bayern
signifikant um 5,5 Prozent gegenüber dem Trend der Jahre 1980 bis 1992 erhöht
(p=0,0185). Außerdem zeigt sich in diesem Monat ein signifikanter Anstieg des
Geschlechterverhältnisses um 0,29 Prozent pro Kilobecquerel Cäsium-137 pro
Quadratmeter (kBq/m² Cäsium-137) Bodenbelastung (p=0,011). Nach 1987 ist
keine Abweichung des Geschlechterverhältnisses vom Wert vor Tschernobyl für
Bayern nachweisbar. Von Alfred Körblein.
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Stx556-557.2010.7-10.4 (4 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
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Säuglingssterblichkeit und Geschlechterverhältnis nach den
atmosphärischen Atomwaffentests.
Die zeitlichen Trends der Säuglingssterblichkeit in England und in
Deutschland zeigen nach Beginn der atmosphärischen Atomwaffentests auffällige
Abweichungen von einem gleichmäßig fallenden Verlauf. Mit Hilfe eines
geeigneten Regressionsmodells wird die Gesamtzahl der auf Grund des Fallouts
der Atomwaffentests zusätzlich gestorbenen Säuglinge zu 77.600 in England und
52.000 in Deutschland geschätzt. Ähnliche Abweichungen von einem glatten
ungestörten Verlauf finden sich auch im Verhältnis der Anzahl männlicher zu
weiblicher Geburten in England und den USA, nicht aber in Deutschland. Von
Alfred Körblein
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Stx554-555.2010.1-5.5 (5 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
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Nur mittelmäßig gesunde Kinder in Deutschland. Trotz wesentlich höherer Ausgaben für das Gesundheitswesen
wachsen Kinder in Deutschland unter schlechteren Bedingungen auf als Kinder
in Skandinavien oder Frankreich.
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Stx512-513.2008.7-8.2 (2 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
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Säuglingssterblichkeit nach Tschernobyl in skandinavischen Ländern. Von Alfred Körblein.
Nach Tschernobyl war die Säuglingssterblichkeit in Schweden wie auch in
Finnland und Norwegen hochsignifikant um 15,8 Prozent gegenüber dem Trend der
Jahre 1976 bis 2006 erhöht. Für 1987 bis 1992 errechnen sich insgesamt 1.209
zusätzlich gestorbene Säuglinge (95%-Vertrauensbereich: 875 bis 1.556).
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Stx510-511.2008.1-3.3 (3 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
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Fünffach höheres Krebsrisiko beobachtet, als von der ICRP geschätzt. Krebserkrankungen und
Säuglingssterblichkeit nehmen auch mit der Höhe der natürlichen
Hintergrundstrahlung zu. Dabei beobachteten Dr. Alfred Körblein
und Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann in Bayern ein fünffach höheres Krebsrisiko,
als von der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) geschätzt.
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Stx486-487.2007.5.1 (1 Seite)
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Säuglingssterblichkeit
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Zunahme von Krebs und Säuglingssterblichkeit mit der natürlichen
Hintergrundstrahlung in Bayern. In der Diskussion um die Wirkung
niedriger Strahlendosen (Niedrigdosisstrahlung) von Atomanlagen auf die
menschliche Gesundheit wird immer wieder mit der natürlichen Strahlung
argumentiert: Wenn Niedrigdosisstrahlung vermehrt Krebs hervorriefe oder die
Säuglingssterblichkeit erhöhe, dann müßte sich in Gegenden erhöhter
natürlicher Strahlung ebenfalls ein Effekt zeigen. Aus dieser Formulierung
könnte man schließen, daß dies nicht der Fall sei. Die vorliegende Studie von
Dr. Alfred Körblein, Umweltinstitut München, findet
aber einen Anstieg der Krebsmortalität und der Säuglingssterblichkeit mit der
natürlichen Hintergrundstrahlung in Bayern.
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Stx404-405.2003.1-4.4 (4 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
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USA: Die Säuglingssterblichkeit sank dramatisch, nachdem Nuklearanlagen
stillgelegt worden waren. Die Säuglingssterblichkeit in der Nähe von fünf
US-Atomanlagen sank sofort und dramatisch, nachdem die Reaktoren stillgelegt
worden waren. Außerdem kam es in der Nähe von einem der Reaktoren zu einer
dramatischen Abnahmen von Kinderkrebs und
Todesfällen durch angeborene Defekte, die durch Strahlungsexpositionen
verursacht sind. Das zeigt eine Studie des amerikanischen Epidemiologen
Joseph J. Mangano vom Radiation and
Public Health Project Brooklyn in New York, die im
Frühjahr 2001 in der wissenschaftlichen Zeitschrift Environmental Epidemiology and Toxicology veröffentlicht worden war. Die Studie legt
nahe, daß die Gesundheit von 42 Millionen Amerikanern, die innerhalb von 50
Meilen in der Abluftrichtung einer Atomanlage leben, durch die Reaktoren
beeinträchtigt ist, so der Autor der Studie.
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Stx364-365.2002.6.1 (1 Seite)
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Säuglingssterblichkeit
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Signifikante Erhöhung der Säuglingssterblichkeit in Landkreisen mit
erhöhter terrestrischer Strahlung gefunden. Dr.Alfred
Körblein, Umweltinstitut München.
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Stx296-297.1999.2,3.2 (2 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
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Strahlenstatistik in der Bundesrepublik Deutschland: Anstieg der frühen
Säuglingssterblichkeit nach Tschernobyl. In den Monaten nach dem
Reaktorunglück von Tschernobyl starben in einigen Gebieten der Bundesrepublik
Deutschland vermehrt Säuglinge in den ersten sieben Tagen nach der Geburt.
Dies ermittelten Wissenschaftler um den Physiker Dr. Jens Scheer, Professor an
der Universität Bremen. Mit der Veröffentlichung ihrer
Untersuchungsergebnisse in der angesehenen britischen medizinischen
Zeitschrift "The Lancet" verursachten sie große Aufgeregtheit und
Widerspruch in der wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen
Öffentlichkeit. Unter der Überschrift "Strahlender Unsinn Anmerkungen
zur angeblich erhöhten Totgeburten-Rate" meldete sich "Die
Zeit" am 15. Dezember 1989 zu Wort. Dr. Hans Harald Bräutigam vom
Medizin-Ressort der dortigen Wissenschaftsredaktion versuchte einen Verriß
dieser Studie und stützte sich dabei auf eine Untersuchung von Christian
Thieme von der Kommission für Perinatologie der
Landesärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung in Bayern und Nicholas
Lack von der entsprechenden Einrichtung in Niedersachsen. Die Erwiderung von
Scheer und Mitarbeitern, die von der "Zeit" nicht abgedruckt wurde,
dokumentierte Strahlentelex im Februar 1990.
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Stx74-75.1990.2,7,8.3 (3 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
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Großbritannien: Bei der Säuglingssterblichkeit an der Spitze. Trotz
medizinischer Fortschritte ist die Säuglingssterblichkeit (Todesfälle
innerhalb des ersten Lebensjahres) in Großbritannien innerhalb von zehn
Jahren nicht gesunken und liege mit 9,2 Fälle je 1.000 Lebendgeburten in
Europa an der Spitze, stellte das unabhängige National Childrens
Home 1988 fest.
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Stx58-59.1989.2.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Säuglingssterblichkeit
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Jahresgesundheitsbericht Berlin 1987: Säuglinge starben vermehrt oder
wurden tot geboren. Nachdem die Zahl der im 1.
Lebensjahr gestorbenen Kinder in Berlin-West seit 1955 von 45,3 auf 10,6 pro
1.000 Lebendgeborene in 1985 abgenommen hatte, ist sie in 1986 wieder auf
12,5 und in 1987 auf 11,5 angestiegen. Zwischen 1965 und 1970, der Zeit
höherer Belastungen durch die oberirdischen Atomversuche, hatte die
Säuglingssterblichkeit schon einmal bei 26,3 (in 1965) und 25,6 pro 1.000
Lebendgeburten (in 1970) stagniert.
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Stx55.1989.6.1 (1 Seite)
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Säuglingssterblichkeit
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Streit um Säuglingssterben nach Tschernobyl. Die Physiker Heiko Ziggel und Michael Schmidt an der Universität Bremen
kommen in einem Vorabbericht einer wissenschaftlichen Untersuchung zu dem
Ergebnis, daß eine überzufällig erhöhte Kindersterblichkeit in hochbelasteten
Gebieten Deutschlands seit Mai 1986 zu beobachten ist. Die Studie betrachtet
dabei Todesfälle, die bei Kindern bis eine Woche nach der Geburt auftraten.
Ausgewertet wurden offizielle Daten des Statistischen Bundesamtes in
Wiesbaden. Ihre Aussagen provozierten offiziellen Widerspruch.
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Stx48.1989.1,2.2 (2 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
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Bayern: Fehlgeburten und Fehlbildungen werden nicht erfaßt. Keinen
Einfluß der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl auf die Zahl der Frühgeburten,
Totgeburten und Todesfälle bei Säuglingen kann die Bayerische Staatsregierung
erkennen. Allerdings hat die Zahl der mit Untergewicht geborenen Kinder
zugenommen. Das ist das Ergebnis eines im Juli 1988 fertiggestellten Berichts
des bayerischen Innenministeriums, der auf Zahlenmaterial des Landesamtes für
Statistik beruht.
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Stx40.1988.1,2.2 (2 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
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Berliner Studie: Höhere Säuglingssterblichkeit und mehr Totgeburten in
Richtung Atomkraftwerk Lingen. Säuglingssterblichkeit und Totgeburten nehmen
in Richtung zum Atomkraftwerk Lingen in Niedersachsen zu. Das ist das
Ergebnis einer von Bernhard Stein von der Arbeitsgruppe Umweltschutz der Messgruppe Radioaktivität am Fachbereich Physik der
Freien Universität Berlin erstellten und im Frühjahr 1987 veröffentlichten
Studie, der die Daten der amtlichen Statistik des Landes Niedersachsen von
1969 bis 1982 und der Bericht des niedersächsischen Sozialministers über die
Leukämiesterblichkeit zugrunde liegen.
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Stx8.1987.4.1 (1 Seite)
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Schilddrüsenerkrankungen
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Schilddrüsenerkrankungen
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Hanford/Washington/USA: Die Gesundheitsfolgen
der Radioaktivitätsabgaben aus der Plutonium-Fabrik Hanford
werden weiterhin verschleiert. Professor Dr. Rudi H. Nußbaum und Dr.
Charles M. Grossmann, Vorstandsmitglieder der Vereinigung "Ärzte in
sozialer Verantwortung" in Oregon (USA), diskutieren die vom Fred
Hutchinson Krebsforschungszentrum der Universität Washington veröffentlichte
"Hanford Studie über
Schilddrüsenerkrankungen". Das Ergebnis der Studie mißachtet ihrer
Meinung nach die Erfahrungen zehntausender Menschen, die auch heute noch
unter den Folgen des radioaktiven Fallouts zu leiden haben.
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Stx294-295.1999.3,4.2 (2 Seiten)
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Schilddrüsenerkrankungen
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Washington/USA: Schilddrüsenunterfunktion und Fehlgeburten bei der
amerikanischen Atomanlage von Hanford.
Fehlgeburten kommen bei Frauen mit einer Unterfunktion der Schilddrüse mehr
als doppelt so häufig vor, wobei die miteinander verglichenen Frauen mit und
ohne Schilddrüsenunterfunktion zur selben Zeit in der
selben Umgebung lebten.
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Stx230-231.1996.12.1 (1 Seite)
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