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ISSN 0931-4288
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Kommentiertes Register
des Sachgebietes Atomtests und Menschenversuche
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Atomopfer
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Strahlenschäden
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Test-Statistik
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Golf-Krieg und Irak-Krieg
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China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien,
GUS/UdSSR, USA
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Atomopfer
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Atomopfer
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Verlorene Kinder. Die Geschlechtschance des Menschen bei der Geburt in
Europa und in den USA nach den oberirdischen Atomwaffentests und nach
Tschernobyl. Seit der Entdeckung der
Mutagenität von ionisierender Strahlung im Tierexperiment wurden schädigende
strahlengenetische Effekte auch beim Menschen immer wieder in Betracht
gezogen und untersucht. Während das Wissenschaftliche Komitee der Vereinten
Nationen für die Wirkung von Atomstrahlung (UNSCEAR) noch im Jahre 2000 die
Auffassung vertrat, strahleninduzierte vererbbare Effekte beim Menschen seien
bisher nicht belegt, kann man solche Effekte nach dem Unfall von Tschernobyl
mit einfachen Mitteln eindeutig nachweisen. Die Ergebnisse von Scherb und
Kollegen lassen bei Übertragung auf vollständige Zeiträume und auf die
gesamte Weltbevölkerung erahnen, dass die Anzahl der verlorenen Kinder nach
den globalen Freisetzungen ionisierender Strahlung in der Größenordnung von
mehreren Millionen liegen könnte. Verschärft wird das Problem dadurch, dass
auch strahleninduzierte angeborene Fehlbildungen und Totgeburten nach
Freisetzung von Radioaktivität in die Biosphäre in etwa der gleichen
Größenordung von insgesamt mehren Millionen weltweit langfristig aufgetreten
sein könnten. Von Hagen Scherb
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Stx558-559.2010.1-4.4 (4 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Atomopfer
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Säuglingssterblichkeit und Geschlechterverhältnis nach den
atmosphärischen Atomwaffentests.
Die zeitlichen Trends der Säuglingssterblichkeit in England und in
Deutschland zeigen nach Beginn der atmosphärischen Atomwaffentests auffällige
Abweichungen von einem gleichmäßig fallenden Verlauf. Mit Hilfe eines
geeigneten Regressionsmodells wird die Gesamtzahl der auf Grund des Fallouts
der Atomwaffentests zusätzlich gestorbenen Säuglinge zu 77.600 in England und
52.000 in Deutschland geschätzt. Ähnliche Abweichungen von einem glatten
ungestörten Verlauf finden sich auch im Verhältnis der Anzahl männlicher zu
weiblicher Geburten in England und den USA, nicht aber in Deutschland. Von
Alfred Körblein
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Stx554-555.2010.1-5.5 (5 Seiten)
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Atomopfer
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Menschenversuche: Umkehr der
Beweislast für Atomopfer Frankreichs. Die Opfer der französischen
Atomtests sollen jetzt entschädigt werden. Dabei wird die Beweislast
umgekehrt: Der Staat soll beweisen, wenn die Gesundheitsschäden nicht von der
Strahlung stammen.
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Stx534-535.2009.4.1 (1 Seite)
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Atomopfer
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Menschenversuche: Opfer
französischer Atomtests sollen entschädigt werden. Frankreich will nach
Angaben seines Verteidigungsministers Hervé Morin erstmals Soldaten und
Zivilisten entschädigen, die bei den Atombombentests verstrahlt wurden und
erkrankten. Das meldete die Deutsche Presseagentur am 26. November 2008 aus
Paris. Zwischen 1960 und 1996 hatte Frankreich erst in Algerien und später in
Polynesien insgesamt 210 atomare Sprengsätze gezündet, 41 davon unter freiem
Himmel. Noch 2001 hatte die französische Regierung geleugnet, daß überhaupt
Personen geschädigt wurden.
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Stx526-527.2008.8.1 (1 Seite)
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Atomopfer
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Menschenversuche: Vermehrte
Chromosomenschäden bei neuseeländischen Atomtest-Veteranen. 1957/58
führte Großbritannien ausgehend von den Weihnachts- und Malden-Inseln im
mittleren Pazifik unter dem Codenamen Operation Grapple (entern, Enterhaken)
eine Serie von Atombombentests durch, in die mehrere Seeschiffe
Großbritanniens und Neuseelands einbezogen waren. Zwei neuseeländische
Fregatten mit 551 Personen an Bord waren dort in unterschiedlichen Entfernungen
zwischen 20 und 150 Seemeilen vom Explosionsort entfernt stationiert.
Wissenschaftler von der Massey University in Palmerston North in Neuseeland
und französische Kollegen (M. A. Wahab et al., 2008) veröffentlichten jetzt
in der Zeitschrift Cytogenetic and Genome Research die Ergebnisse ihrer
Chromosomenuntersuchungen bei Veteranen, die an diesen Atomtests teilgenommen
hatten.
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Stx516-517.2008.5-6.2 (2 Seiten)
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Atomopfer
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Atomversuche: Hitlers Bombe. Mark Walker: "Es gab keine
Atombombe, es war eine Kernwaffe". Der Berliner Wirtschaftshistoriker
Dr. Rainer Karlsch hat vier Jahre recherchiert, um besser zu verstehen, wie
weit die Kernforschung, insbesondere die militärische Kernforschung, in den
letzten Jahren des Dritten Reiches tatsächlich gekommen ist. Die bisher
gültige Lehre hat sich auf die beiden hochangesehenen Physiker Carl-Friedrich
von Weizsäcker und Werner Heisenberg konzentriert: Beide hätten nach
anfänglicher Geistesverwirrung für die Entwicklung einer Atombombe
rechtzeitig gemerkt, was sie da taten und dann den weiteren Gang der Dinge so
verzögert, daß es vor Kriegsende mit der deutschen Atombombe nichts mehr
wurde. Karlsch hat auf 415 Seiten und gestützt auf fast tausend Quellen
völlig neue Aspekte dieses Problemkreises erschlossen. Er hat in bisher
unbekannten Nachlässen und in deutschen, amerikanischen, belgischen,
italienischen, englischen, israelischen und vor allem russischen Archiven
Belege gefunden, an denen künftig niemand vorbeikommen wird, der sich mit
dieser Zeit ernsthaft befassen will. Ein Bericht von Sebastian Pflugbeil.
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Stx438-439.2005.1-3.3 (3 Seiten)
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Atomopfer
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Atombombentest: 4. März 1945. Am Abend des 4. März 1945 wurde auf
dem Truppenübungsplatz bei Ohrdruf, südwestlich von Erfurt in Thüringen, vor
hunderten von KZ-Häftlingen eine Atombombe gezündet. Ein Bericht von Dr.
Sebastian Pflugbeil.
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Stx436-437.2005.1-3.3 (3 Seiten)
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Atomopfer
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Menschenversuche: "Bravo". Gedenken an den Atombombentest der
US-Amerikaner vor 50 Jahren auf den Marshallinseln in Mikronesien. Vor genau
50 Jahren, am 1. März 1954 wurde von den USA die Atombomben-Testexplosion
"Bravo" gezündet. Es handelte sich um eine
Kernspaltungs/Kernfusionsbombe mit einer Sprengstärke von etwa 15 Megatonnen,
also dem knapp 1000-fachen der Hiroshima- und Nagasaki-Bomben. Diese
Explosion ist aus verschiedenen Gründen bemerkenswert. Die Amerikaner waren
sich im klaren darüber, daß sie eine sehr starke Wirkung erzielen würden. Sie
konnten grob abschätzen, welche gewaltigen Mengen an Radionukliden
beziehungsweise kontaminierten Materialien dabei in die Umgebung geschleudert
werden würden. Sie verfügten auch über ein recht gutes
Wettervorhersagesystem. So muß man davon ausgehen, daß die Einwohner mehrerer
Inseln, die in der Fallout-Zone lagen, bewußt und gewollt als menschliche
Versuchsopfer mißbraucht wurden. Ein Bericht von Dr. Sebastian Pflugbeil.
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Stx412-413.2004.1-3.3 (3 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
+ Stx414-415.2004.2.1 (1 Seite)
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Atomopfer
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Berlin: Atomopfer fordern Entschädigung. Mit der Forderung nach
Anerkennung und Entschädigung aller durch radioaktive Strahlung Geschädigten
ist am 25. September 1992 die Zweite Weltkonferenz der Strahlenopfer in
Berlin zu Ende gegangen.
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Stx138-139.1992.1.1 (1 Seite)
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Atomopfer
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Weltkonferenz der Strahlenopfer in Berlin. Berlin liebt sie nicht,
die Strahlenopfer. Etwa 16 Millionen Menschen sollen es bisher sein - nicht
mitgerechnet die Betroffenen von Niedrigdosisstrahlung, deren Schädigungen
sich erst später zeigen. Vom 20. bis 25. September 1992 fand in Berlin die
Zweite Weltkonferenz der Strahlenopfer statt. Während aber der Berliner Senat
etwa religiösen Gruppierungen für Veranstaltungen Unterstützung gewährt,
verweigert er der die Weltkonferenz organisierenden Gesellschaft für eine
nuklearfreie Zukunft die normale Kongreßförderung der Stadt. Berlin liebt
offenbar eher Sekten, aber eben keine Strahlenopfer. Die Liste der
Strahlenopfer, die die Gesellschaft für eine nuklearfreie Zukunft aufzählt,
ist lang und umfaßt alle Erdteile.
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Stx136-137.1992.1,3-5.4 (4 Seiten)
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Atomopfer
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Verseucht und totgeschwiegen. Im November 1988 waren drei Atomopfer
auf einer Vortragsreise in der Bundesrepublik Deutschland unterwegs. Irene Noll,
Köln, die die Reise organisiert hatte, berichtet.
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Stx58-59.1989.9,10.2 (2 Seiten)
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Atomopfer
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Ist Radioaktivität wirklich so gefährlich? Drei Menschen, die auf
unterschiedliche Art durch Radioaktivität verseucht wurden, reisten vom 20.
bis 26. November 1988 durch die Bundesrepublik Deutschland: Joan King ist die
Witwe eines in der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Windscale/Sellafield
tätigen Arbeiters. Ole Markussen war 1968 auf der US-Militärbasis Thule auf
Grönland beschäftigt, als ein mit Wasserstoffbomben beladener B-52-Bomber
abstürzte. Ken McGinley, heute Vorsitzender des Vereins britischer
Atomveteranen, war 1958 neunzehn Jahre alt, als seine Militäreinheit von
Osnabrück zu den Weihnachtsinseln im Südpazifik beordert wurde, um bei der
Zündung von drei Wasserstoff- und zwei Atombomben zuzuschauen.
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Stx45.1988.1,2.2 (2 Seiten)
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Atomopfer
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Hiroshima/Nagasaki: Zum 43. Mal. Am 6. August 1988 jährte sich der
Atombombenabwurf auf Hiroshima zum 43. Mal. Bis Ende Dezember 1945 starben
annähernd 140.000 der etwa 400.000 Betroffenen in der Stadt. In Nagasaki
starben zur selben Zeit weitere 70.000 Menschen durch die drei Tage später
abgeworfene Atombombe. Infolge der radioaktiven Bestrahlung erkranken und
sterben Atombombenopfer in Hiroshima und Nagasaki noch heute. Ein Bericht von
Jannes Kazuomi Tashiro.
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Stx39.1988.6.1 (1 Seite)
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Atomopfer
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Großbritannien: Leukämie nach Atomtests. Britische Soldaten, die in
den fünfziger und sechziger Jahren den Atomtests in Australien und im Südpazifik
beiwohnten, erkranken häufiger an Blutkrebs (Leukämie) als die restliche
Bevölkerung. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom britischen
Verteidigungsministerium in Auftrag gegebene Untersuchung der Nationalen
Strahlenschutzbehörde NRPB und des Krebsforschungs-Fonds ICFR, die im Januar
1988 in London veröffentlicht wurde.
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Stx26.1988.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Strahlenschäden
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Strahlenschäden
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Vermehrte Einlagerungen von Strontium-90 aus dem Fallout der
oberirdischen Atomwaffentests bei Krebstoten. Fallkontrollstudie anhand von
Milchzähnen. 85.000 Milchzähne
von Amerikanern, die in den Jahren der oberirdischen Atomwaffentests geboren
wurden, erlauben durch Messungen der Rückstände von Strontium-90 (Sr-90)
Aussagen zu den dadurch verursachten Gesundheitsschäden. Joseph Mangano und
Janette Sherman vom Radiation and Public Health Project in New York
analysierten mittels Flüssigkeits-Szintillationsspektrometrie 97 Milchzähne
von zwischen 1959 und 1961 Geborenen, bei denen Krebs diagnostiziert worden
war, sowie 194 Zähne einer entsprechenden Kontrollgruppe ohne
Krebserkrankung. Der durchschnittliche Strontium-90-Gehalt in den Zähnen von
Personen, die an Krebs verstarben, war signifikant mehr als zweifach höher
als in der Kontrollgruppe (OR=2,22; p<0,04). Dieser Befund legt nahe, daß
viele Tausende – wesentlich mehr als bisher angenommen – aufgrund ihrer
Fallout-Exposition starben oder noch sterben werden, erklären die Autoren.
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Stx576-577.2011.6.1 (1 Seite)
Zur
Originalseite im pdf-Format
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Strahlenschäden
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Epidemiologie: Auswirkungen der oberirdischen Atomwaffentests. - Von Alfred Körblein - In der Zeit nach
den oberirdischen Atomwaffentests der 1950er und 1960er Jahre zeigen sich
deutliche Abweichungen der frühen Säuglingssterblichkeit in Deutschland von
einem monoton fallenden zeitlichen Trend. Ähnliche Abweichungen finden sich
auch im Geschlechterverhältnis bei den neonatal (in den ersten 28
Lebenstagen) gestorbenen Säuglingen aus Japan. Die Medianwerte der
glockenförmigen Abweichungen stimmen bei beiden Datensätzen innerhalb der
Fehlergrenzen überein. Das weist auf eine gemeinsame Ursache hin. Eine
Modellrechnung ergibt, dass die Abweichungen mit der Strontiumbelastung
(Strontium-90) der Schwangeren durch den globalen Fallout korrelieren.
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Stx572-573.2010.4-6.3 (3 Seiten)
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den Originalseiten im pdf-Format
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Strahlenschäden
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Verlorene Kinder. Die Geschlechtschance des Menschen bei der Geburt in Europa
und in den USA nach den oberirdischen Atomwaffentests und nach Tschernobyl. Seit der Entdeckung der Mutagenität von
ionisierender Strahlung im Tierexperiment wurden schädigende
strahlengenetische Effekte auch beim Menschen immer wieder in Betracht gezogen
und untersucht. Während das Wissenschaftliche Komitee der Vereinten Nationen
für die Wirkung von Atomstrahlung (UNSCEAR) noch im Jahre 2000 die Auffassung
vertrat, strahleninduzierte vererbbare Effekte beim Menschen seien bisher
nicht belegt, kann man solche Effekte nach dem Unfall von Tschernobyl mit
einfachen Mitteln eindeutig nachweisen. Die Ergebnisse von Scherb und
Kollegen lassen bei Übertragung auf vollständige Zeiträume und auf die
gesamte Weltbevölkerung erahnen, dass die Anzahl der verlorenen Kinder nach
den globalen Freisetzungen ionisierender Strahlung in der Größenordnung von
mehreren Millionen liegen könnte. Verschärft wird das Problem dadurch, dass
auch strahleninduzierte angeborene Fehlbildungen und Totgeburten nach
Freisetzung von Radioaktivität in die Biosphäre in etwa der gleichen
Größenordung von insgesamt mehren Millionen weltweit langfristig aufgetreten
sein könnten. Von Hagen Scherb
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Stx558-559.2010.1-4.4 (4 Seiten)
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den Originalseiten im pdf-Format
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Strahlenschäden
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Säuglingssterblichkeit und Geschlechterverhältnis nach den
atmosphärischen Atomwaffentests.
Die zeitlichen Trends der Säuglingssterblichkeit in England und in Deutschland
zeigen nach Beginn der atmosphärischen Atomwaffentests auffällige
Abweichungen von einem gleichmäßig fallenden Verlauf. Mit Hilfe eines
geeigneten Regressionsmodells wird die Gesamtzahl der auf Grund des Fallouts
der Atomwaffentests zusätzlich gestorbenen Säuglinge zu 77.600 in England und
52.000 in Deutschland geschätzt. Ähnliche Abweichungen von einem glatten
ungestörten Verlauf finden sich auch im Verhältnis der Anzahl männlicher zu
weiblicher Geburten in England und den USA, nicht aber in Deutschland. Von
Alfred Körblein
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Stx554-555.2010.1-5.5 (5 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Strahlenschäden
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Menschenversuche: Umkehr der
Beweislast für Atomopfer Frankreichs. Die Opfer der französischen
Atomtests sollen jetzt entschädigt werden. Dabei wird die Beweislast
umgekehrt: Der Staat soll beweisen, wenn die Gesundheitsschäden nicht von der
Strahlung stammen.
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Stx534-535.2009.4.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
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Strahlenschäden
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DU-Munition: „Todesstaub“ Mit
einem Sechs-Punkte-Antrag reagierte die Bündnisgrüne Bundestagsfraktion auf
einen offenen Brief der Pritzwalker Initiative „Gesicht zeigen“. Deren
Mitglieder hatten im Herbst 2008 zum zweiten Mal Adressaten in Berlin
angeschrieben, um die Ächtung von DU-Munition zu erreichen.
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Stx528-529.2009.4.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
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Strahlenschäden
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Menschenversuche: Opfer
französischer Atomtests sollen entschädigt werden. Frankreich will nach
Angaben seines Verteidigungsministers Hervé Morin erstmals Soldaten und
Zivilisten entschädigen, die bei den Atombombentests verstrahlt wurden und
erkrankten. Das meldete die Deutsche Presseagentur am 26. November 2008 aus
Paris. Zwischen 1960 und 1996 hatte Frankreich erst in Algerien und später in
Polynesien insgesamt 210 atomare Sprengsätze gezündet, 41 davon unter freiem
Himmel. Noch 2001 hatte die französische Regierung geleugnet, daß überhaupt
Personen geschädigt wurden.
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Stx526-527.2008.8.1 (1 Seite)
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Strahlenschäden
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Menschenversuche: Vermehrte Chromosomenschäden
bei neuseeländischen Atomtest-Veteranen. 1957/58 führte Großbritannien
ausgehend von den Weihnachts- und Malden-Inseln im mittleren Pazifik unter
dem Codenamen Operation Grapple (entern, Enterhaken) eine Serie von
Atombombentests durch, in die mehrere Seeschiffe Großbritanniens und
Neuseelands einbezogen waren. Zwei neuseeländische Fregatten mit 551 Personen
an Bord waren dort in unterschiedlichen Entfernungen zwischen 20 und 150
Seemeilen vom Explosionsort entfernt stationiert. Wissenschaftler von der
Massey University in Palmerston North in Neuseeland und französische Kollegen
(M. A. Wahab et al., 2008) veröffentlichten jetzt in der Zeitschrift
Cytogenetic and Genome Research die Ergebnisse ihrer
Chromosomenuntersuchungen bei Veteranen, die an diesen Atomtests teilgenommen
hatten.
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Stx516-517.2008.5-6.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Strahlenschäden
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Menschenversuche: "Bravo". Gedenken an den Atombombentest der
US-Amerikaner vor 50 Jahren auf den Marshallinseln in Mikronesien. Vor
genau 50 Jahren, am 1. März 1954 wurde von den USA die
Atombomben-Testexplosion "Bravo" gezündet. Es handelte sich um eine
Kernspaltungs/Kernfusionsbombe mit einer Sprengstärke von etwa 15 Megatonnen,
also dem knapp 1000-fachen der Hiroshima- und Nagasaki-Bomben. Diese
Explosion ist aus verschiedenen Gründen bemerkenswert. Die Amerikaner waren
sich im klaren darüber, daß sie eine sehr starke Wirkung erzielen würden. Sie
konnten grob abschätzen, welche gewaltigen Mengen an Radionukliden
beziehungsweise kontaminierten Materialien dabei in die Umgebung geschleudert
werden würden. Sie verfügten auch über ein recht gutes
Wettervorhersagesystem. So muß man davon ausgehen, daß die Einwohner mehrerer
Inseln, die in der Fallout-Zone lagen, bewußt und gewollt als menschliche
Versuchsopfer mißbraucht wurden. Ein Bericht von Dr. Sebastian Pflugbeil.
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Stx412-413.2004.1-3.3 (3 Seiten)
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+ Stx414-415.2004.2.1 (1 Seite)
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Strahlenschäden
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Radioaktive Verseuchung von Himmel und Erde. Bis zum Ende des 20.
Jahrhunderts werden die atmosphärischen Atomwaffentests weltweit etwa 430.000
tödliche Krebserkrankungen verursacht haben. Wird der Berechnungszeitraum auf
die gesamte Zukunft der Menschheit ausgedehnt, könnten etwa 2,4 Millionen
Menschen durch bisher durchgeführte Atomwaffentests sterben. Mit diesen
Ergebnissen ihrer Untersuchung war die "Internationale IPPNW-Kommission
zur Untersuchung der Auswirkungen der Atomwaffenproduktion auf Gesundheit und
Umwelt" bereits 1991 vorab an die Öffentlichkeit getreten. Seit 1992
liegt der vollständige Bericht schriftlich vor.
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Stx128-129.1992.4,5.2 (2 Seiten)
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Strahlenschäden
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Säuglingssterben nach Atombombentests. In der Fachzeitschrift
"The British Medical Journal" vom 9. Februar 1992 erschien eine
Studie von R. K. Whyte, Professor an der McMaster University in Hamilton,
Ontario/Kanada, die einen Zusammenhang zwischen atmosphärischen
Atombombentests der fünfziger und sechziger Jahre und einem Babysterben
befürchten läßt. Solche Zusammenhänge wurden bisher weltweit von allen
Strahlenschutzgremien und Gesundheitsbehörden in Abrede gestellt. Ein Bericht
von Ralph Graeub.
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Stx128-129.1992.5.1 (1 Seite)
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Strahlenschäden
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50 Jahre Kernspaltung - 50 Jahre Atomversuche. Es gebe die
"Flucht auf eine Insel der Glückseligkeit ohne Atomwaffen nur
gedanklich", erklärte Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen
(CDU) Anfang Dezember 1988 auf einer Festveranstaltung anläßlich der
Entdeckung der Kernspaltung 50 Jahre zuvor. In der Ausgabe vom 1. Januar 1939
gaben Hahn und Straßmann in der Zeitschrift "Naturwissenschaften"
ihre in der Woche um den 17. Dezember 1938 erzielten Versuchsergebnisse unter
dem Titel "Über den Nachweis und das Verhalten der bei der Bestrahlung
des Urans mittels Neutronen entstehenden Erdalkalimetalle" bekannt. Die
Deutung der Versuche reichte die vor den Nazis nach Schweden geflüchtete Lise
Meitner gemeinsam mit ihrem Neffen Otto Robert Frisch zehn Tage später in der
englischen Fachzeitschrift "Nature" nach: es handele sich um eine
Kernspaltung. Im April 1939 wiesen französische Physiker bereits auf die
Möglichkeit von Kettenreaktionen hin. Ein Mitarbeiter Hahns veröffentlichte
bald darauf in einer Sonntagszeitung einen Artikel, in dem die Möglichkeiten
der Nutzung der Atomkraft samt Bombe ausführlich geschildert werden. In
diesen Monaten vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges blickte man beunruhigt
nach Nazi-Deutschland. Der Nobelpreisträger Werner Heisenberg arbeitete
bereits an einer Schrift für das Heereswaffenamt, in der er die Grundlagen
einer Atomwirtschaft skizzierte. Das von Heisenberg, Hahn, Carl Friedrich von
Weizsäcker angeführte geheime "Uran-Projekt" wurde mit der höchsten
Förderungsstufe durch das Militär ausgestattet. Zum Bau einer deutschen
Atombombe kam es trotzdem nicht mehr. Die Versuche zur Konstruktion eines
funktionierenden Reaktors blieben in den Wirren des Krieges stecken. Den Bau
einer Bombe hätten sie auch nicht im Sinn gehabt, konnten so die deutschen
Atomforscher nach 1945 behaupten. Eine Verschwörung, "die Bombe nicht zu
machen", habe es jedoch nicht gegeben, korrigierte Carl Friedrich von
Weizsäcker in seinem 1988 erschienenen Buch "Bewußtseinswandel"
vorsichtig. Die USA waren schließlich schneller und warfen im August 1945 die
ersten Atombomben über Hiroshima und Nagasaki in Japan ab.
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Stx47.1988.2,5.2 (2 Seiten)
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Test-Statistik
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Test-Statistik
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10. Atomtest 1991. Am 15. August 1991 explodierte im US-Bundesstaat
Nevada zum 4. Mal in diesem Jahr ein Atomsprengsatz mit einer Sprengkraft von
circa 20 Kilotonnen. Es handelt sich um den insgesamt 10. Atomtest in 1991,
von denen allein Frankreich sechs zu verantworten hat.
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Stx114-115.1991.8.1 (1 Seite)
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Test-Statistik
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Atomtest Nr. 1829: 9. Atomexplosion in 1990. Insgesamt wurden damit
seit 1945 weltweit 1.829 Atomwaffen gezündet. Durchschnittlich entspricht das
einem Atomtest alle 9 Tage.
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Stx86-87.1990.5.1 (1 Seite)
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Test-Statistik
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Stockholm: 1987 Zahl der Atomtests verdoppelt. 1987 hat es weltweit
mehr als doppelt so viele Atomwaffentests gegeben wie im Jahre 1986. Nach
Angaben der Schwedischen Friedensgesellschaft in Stockholm wurden bis
Weihnachten 1987 45 atomare Sprengsätze unterirdisch gezündet. 22 davon
unternahm die Sowjetunion nach der Beendigung ihres einseitig erklärten und
viermal verlängerten Testmoratoriums, dem sich die USA verweigert hatten.
Infolge des zeitweiligen Verzichts auf Atomtests durch die Sowjetunion war
1986 mit 21 Zündungen die niedrigste Zahl von Atomwaffenversuchen seit 1960
registriert worden.
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Stx25.1988.6.1 (1 Seite)
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China, Deutschland,
Frankreich, Großbritannien, GUS/UdSSR, USA
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China
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Schweden: Neuer Atomtest in China. China hat am 26. Mai 1990 offenbar
erstmals seit September 1988 wieder einen Atomtest durchgeführt. Dies meldete
das schwedische Militärobservatorium in Hagfors.
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Stx80-81.1990.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Deutschland
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Buchmarkt: Für und Wider „Hitlers
Bombe“. In der Reihe der Cottbuser Studien zur Geschichte von Technik,
Arbeit und Umwelt ist vor kurzem ein besonders interessanter Band erschienen.
Die Herausgeber Rainer Karlsch (Wirtschaftshistoriker) und Heiko Petermann
(Journalist) haben nach dem Erscheinen ihres Buches „Hitlers Bombe“ ihre
Recherchen weitergeführt und Unterstützung von zahlreichen Fachleuten aus dem
In- und Ausland bekommen.
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Stx504-505.2008.12.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Kernwaffentestung in Thüringen: Die
PTB konnte bei Ohrdruf keine Spuren von „Hitlers Bombe“ finden. Das thüringische
Ohrdruf steht unter Beobachtung, seit der Historiker Dr. Rainer Karlsch mit
seinem im Frühjahr 2005 erschienenen Buch „Hitlers Bombe“ den Verdacht
nährte, dort sei im März 1945 ein erster Kernwaffentest durchgeführt worden.
Die Physikalisch Technische Bundesanstalt (PTB) konnte bei Ohrdruf jetzt
keine Spuren von „Hitlers Bombe“ finden. Sie meint jedoch, ein Gegenbeweis
zum vermuteten Kernwaffentest am Ende des 2. Weltkrieges sei das nicht.
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Stx460-461.2006.6.1 (1 Seite)
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Deutschland
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Atomversuche: Hitlers Bombe. Mark Walker: "Es gab keine
Atombombe, es war eine Kernwaffe". Der Berliner Wirtschaftshistoriker
Dr. Rainer Karlsch hat vier Jahre recherchiert, um besser zu verstehen, wie
weit die Kernforschung, insbesondere die militärische Kernforschung, in den letzten
Jahren des Dritten Reiches tatsächlich gekommen ist. Die bisher gültige Lehre
hat sich auf die beiden hochangesehenen Physiker Carl-Friedrich von
Weizsäcker und Werner Heisenberg konzentriert: Beide hätten nach anfänglicher
Geistesverwirrung für die Entwicklung einer Atombombe rechtzeitig gemerkt,
was sie da taten und dann den weiteren Gang der Dinge so verzögert, daß es
vor Kriegsende mit der deutschen Atombombe nichts mehr wurde. Karlsch hat auf
415 Seiten und gestützt auf fast tausend Quellen völlig neue Aspekte dieses
Problemkreises erschlossen. Er hat in bisher unbekannten Nachlässen und in
deutschen, amerikanischen, belgischen, italienischen, englischen,
israelischen und vor allem russischen Archiven Belege gefunden, an denen
künftig niemand vorbeikommen wird, der sich mit dieser Zeit ernsthaft
befassen will. Ein Bericht von Sebastian Pflugbeil.
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Stx438-439.2005.1-3.3 (3 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Deutschland
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Atombombentest: 4. März 1945. Am Abend des 4. März 1945 wurde auf
dem Truppenübungsplatz bei Ohrdruf, südwestlich von Erfurt in Thüringen, vor
hunderten von KZ-Häftlingen eine Atombombe gezündet. Ein Bericht von Dr.
Sebastian Pflugbeil.
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Stx436-437.2005.1-3.3 (3 Seiten)
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Deutschland
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Kernfusion und Kernwaffen: Teufel und Beelzebuben: Die Stasi sorgte
sich wegen Kernbrennstoff-Kügelchen. Das Ministerium für Staatssicherheit
der DDR vermutete, daß Berechnungen und Experimente mit
Kernbrennstoff-Kügelchen, die von deutschen, amerikanischen und schweizer
Atomforschern unter dem Deckmantel der Fusionsforschung durchgeführt wurden,
vorwiegend militärisch motiviert waren. Denn sie verleiten zum Bau von
Mini-Atombomben, die in einem Kugelschreiber untergebracht werden könnten.
Das ergibt sich aus Stasi-Akten der Gauck-Behörde. Eine Recherche von Dr.
Sebastian Pflugbeil.
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Stx350-351.2001.1,2.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Deutschland
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Strahlenschutz in der DDR: Mißbrauch von Radionukliden durch die
Staatssicherheit. Im Verlauf von Recherchen für die Gauck-Behörde im Jahr
2000 hat der Medizinphysiker und Mitbegründer des "Neuen Forums"
Dr. Sebastian Pflugbeil, umfangreiche, bisher nicht bekannte Unterlagen
erschlossen, die belegen, daß die STASI ein komplexes System
unterschiedlicher Markierungsverfahren auf der Basis von Radionukliden
entwickelt und eingesetzt hat. Demzufolge wurden Papiere, Kraftfahrzeuge,
Schreibmaterialien und sogar Personen mit radioaktiven Substanzen markiert,
um dann "konspirativ" deren Bewegungen mit Hilfe von Geigerzählern
kontrollieren zu können. Die Experten der STASI seien sich darüber im klaren
gewesen, daß diese Verfahren nicht unter Einhaltung der
Strahlenschutzbestimmungen der DDR zu verwirklichen gewesen waren, berichtet
Pflugbeil. Es sei damit zu rechnen, daß bisher nur die Spitze eines Eisbergs
bekannt ist.
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Stx324-325.2000.7.1 (1 Seite)
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Deutschland
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50 Jahre nach den ersten Atomtests / Kongreßbericht. Wissenschaft in
der Verantwortung. Am 15. Juli 1995 fand in Göttingen der Kongreß
"50 Jahre nach dem ersten Atomtest" statt. Eingeladen zu dieser
öffentlichen Gedenkveranstaltung hatten die Deutsche Physikalische
Gesellschaft (DPG), die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler für Frieden und
Abrüstung und die Naturwissenschaftler-Initiative "Verantwortung für den
Frieden". Vorausgegangen war ein zweitägiges Fachgespräch, bei dem rund
40 Experten über das Thema "Die sichere Eingrenzung der zivilen Nutzung
der Kerntechnologie gegen militärische Anwendungen - Möglichkeiten und
Grenzen" diskutierten. Unterstützt wurde diese Initiative von der
Deutschen Forschungsgemeinschaft. Aus Göttingen berichtet der Diplomphysiker
Roland Wolff.
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Stx208-209.1995.3,4,9,10.4 (4 Seiten)
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Deutschland
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Wissenschaft in der Verantwortung. Auch Reaktorplutonium ist
waffentauglich. Mahnung zum 50. Jahrestag der ersten Atomtests.
"Jetzt gehen wir alle als Dreckschweine in die Geschichte ein",
sagte Kenneth Bainbridge, Leiter des Atombombnenprojekts "Trinity",
der Überlieferung zufolge zu seinem Vorgesetzten Robert Oppenheimer, dem
"Vater der Atombombe", nachdem sie am Montag, dem 16. Juli 1945 im
Morgengrauen in der Wüste von New Mexiko die erste Atombombe gezündet hatten.
Auch heute fühlen sich Forscher verantwortlich für die Folgen dieser
Entwicklung. Vier wissenschaftliche Vereinigungen hatten zum 13. und 14. Juli
1995 zu einem Fachgespräch nach Göttingen eingeladen.
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Stx206-297.1995.9.1 (1 Seite)
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Frankreich
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Menschenversuche: Umkehr der Beweislast
für Atomopfer Frankreichs. Die Opfer der französischen Atomtests sollen
jetzt entschädigt werden. Dabei wird die Beweislast umgekehrt: Der Staat soll
beweisen, wenn die Gesundheitsschäden nicht von der Strahlung stammen.
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Stx534-535.2009.4.1 (1 Seite)
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Frankreich
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Menschenversuche: Opfer
französischer Atomtests sollen entschädigt werden. Frankreich will nach
Angaben seines Verteidigungsministers Hervé Morin erstmals Soldaten und
Zivilisten entschädigen, die bei den Atombombentests verstrahlt wurden und
erkrankten. Das meldete die Deutsche Presseagentur am 26. November 2008 aus
Paris. Zwischen 1960 und 1996 hatte Frankreich erst in Algerien und später in
Polynesien insgesamt 210 atomare Sprengsätze gezündet, 41 davon unter freiem
Himmel. Noch 2001 hatte die französische Regierung geleugnet, daß überhaupt
Personen geschädigt wurden.
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Stx526-527.2008.8.1 (1 Seite)
Zur Originalseite im pdf-Format
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Frankreich
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Bordeaux, Fusionsforschung: Mit Laserlicht und Brennstoffkügelchen zur
Kernfusion. Im französischen Bordeaux entsteht eine der größten
Laseranlagen der Welt. Sie soll in Brennstoffkügelchen die Fusion leichter
Atomkerne ermöglichen. Das Megaprojekt dient in erster Linie der
militärischen Forschung.
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Stx382-383.2002.3,4.2 (2 Seiten)
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Frankreich
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Muroroa: Radioaktivitätsfreisetzungen nach Atomtests. Nach
französischen Atomtests ist in der Vergangenheit auf dem Muroroa-Atoll radioaktives
Jod-131 in die Atmosphäre freigesetzt worden. Der Leiter der Atomtests, Alain
Borthoux, bestätigte am 23. Januar 1996 in Paris einen entsprechenden Bericht
der japanischen Zeitung Yomiuri.
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Stx218-219.1996.11,12.2 (2 Seiten)
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Frankreich
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Fatale Versuche. Unter diesem Titel erschien im Dezember 1995 ein
von Annnette Schaper und Harald Müller zusammengestellter Analysen- und
Quellen-Band zu den technischen und politischen Hintergründen der
französischen Entscheidung zur Wiederaufnahme der Atomtests und zu deren
ökologischen und sozialen Folgen. Kurzbesprechung.
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Stx216-217.1996.16.1 (1 Seite)
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Frankreich
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Muroroa: Frankreich treibt den Rüstungswettlauf wieder an. Über
die Hintergründe der Atomtests auf dem Muroroa-Atoll. Im September 1995
wurden erneut Atomwaffentests auf dem Muroroa-Atoll durchgeführt. Frankreichs
Präsident Jacques Chirac löste mit dieser Bekanntgabe eine weltweite Welle
des Protestes aus. In einem gewollten Klima der Abrüstung und einer
friedlichen Koexistenz der Länder könnte Frankreich mit diesen Tests einen
erneuten Rüstungswettlauf in Gang setzen. Eine gesundheitliche Gefährdung der
Bevölkerung im Testgebiet wird von den Franzosen gänzlich bestritten, von den
Kritikern der Tests als zwangsläufig angesehen. Roland Reiners, Physiker an
der Kooperationsstelle Kerntechnik und Energie in Bremen, stellt die
politischen und militärstrategischen Hintergründe Frankreichs, die zur
erneuten Aufnahme der Tests führten, dar. Er geht auch der Frage nach, wie
sich eine Rücknahme der Testankündigung auf das innenpolitische Klima in
Frankreich und die zukünftige Rolle der Gaullisten auswirken würde.
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Stx206-207.1995.1-4.4 (4 Seiten)
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Frankreich
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Atomtests im Südpazifik: Weltweiter Boykott französischer Waren.
Die Supermarktkette "Spar" ist das erste Unternehmen in Dänemark,
das wegen der für September 1995 vorgesehenen Wiederaufnahme der
französischen Atomtests auf dem Muroroa-Atoll im Südpazifik Produkte aus
Frankreich boykottieren.
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Stx206-207.1995.4.1 (1 Seite)
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Frankreich
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Protest gegen französische Atomversuche im Südpazifik: Kein Urlaub mehr
in Frankreich: weiterfahren nach Spanien und Portugal. Die
niederländische Umweltministerin Margreet de Boer hat sich für einen Verbraucherboykott
französischer Produkte ausgesprochen, um die von dem neuen französischen
Präsidenten Jacques Chirac am 13. Juni 1995 angekündigten Atombombentests im
Muroroa-Atoll im Südpazifik zu verhindern. Beginnend im September 1995 soll
dort auf Anordnung von Chirac und unter Bruch des bis dahin bestehenden
Test-Moratoriums eine Serie von acht Atomexplosionen durchgeführt werden.
Erst danach will Frankreich den Atomteststoppvertrag unterzeichnen. Die
Deutsche Bundesregierung nannte dies lediglich "eine nationale
Entscheidung".
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Stx204-205.1995.1,2.2 (2 Seiten)
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Frankreich
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Atomversuche: Warnung vor Urlaub in Südfrankreich. "Atomare
'wissenschaftliche Neugier' oder 'Wahrscheinlichkeitsmathematik' eines
atomaren Restrisikos erscheinen der TUI für die Sicherheit ihrer Gäste höchst
problematisch. Ein 'GAU'-Experiment in einem weltberühmten Urlaubsgebiet
durchzuführen, nährt Ängste bei Urlaubern und Reisebüros", warnt das
deutsche Reiseunternehmen Touristik Union International (TUI) in einer Presseinformation
vom 8. Oktober 1993 vor Reisen in die Provence und an die Côte d'Azur. Grund
ist eine Reihe von Atomversuchen im Forschungszentrum Cadarache bei Avignon
im unteren Rhônetal in Südfrankreich.
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Stx164-165.1993.6.1 (1 Seite)
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Frankreich
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Kernschmelze in Frankreich geplant. Französische Ingenieure planen,
schwere Atomunglücke in dem Versuchsreaktor Phébus bei Marseille zu proben.
Kurzmeldung.
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Stx148-149.1993.8.1 (1 Seite)
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Frankreich
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Algerien: Französische Atomtests bei den Tuareg. Von 1958 bis 1966
führte Frankreich in der südlichen Sahara, in dem Gebiet um Reggane, vier
oberirdische und im Hoggar-Gebirge 13 unterirdische Atomtests durch.
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Stx138-139.1992.8.1 (1 Seite)
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Frankreich
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Paris: Für September 1987 Menschenversuche mit radioaktivem Tritium
geplant. Großangelegte Versuche mit radioaktivem Tritiumgas hat sich die
Kommission der Europäischen Gemeinschaft ausgedacht und läßt sie "unter
Feldbedingungen" (EG-Pressemitteilung) knapp dreißig Kilometer von Paris
entfernt durchführen. Dort, umgeben von kleinen Dörfern, ist bereits am 15.
Oktober 1986 schon einmal von Brüsseler Atomspezialisten aus der
militärischen Kernforschungsanlage Bruyères le Chatel des französischen
Commissariat à l'energie atomique (CEA) eine Menge von 7.000 Curie (1 Curie =
37 Milliarden Becquerel) des geruchslosen und unsichtbaren radioaktiven
Tritiumgases in die Umwelt freigesetzt worden. Getestet werden soll damit die
Wirkung auf die Umwelt.
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Stx13.1987.6.1 (1 Seite)
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Großbritannien
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Geheime Atomversuche mit Nuklear-Arbeitern. In Großbritannien haben Regierungswissenschaftler Frauen und Männer
aus den britischen Atomanlagen jahrelang für Experimente mißbraucht. Die Probanden
mußten radioaktive Flüssigkeiten schlucken.
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Stx488-489.2007.5.1 (1 Seite)
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Großbritannien
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Atomtest-Veteranen werden überwacht. Kenneth McGinley, Vorsitzender
der britischen Vereinigung der Atomtest-Veteranen, war 1958 als Soldat zu den
Weihnachtsinseln im Pazifik beordert worden, um bei der Zündung von drei
Wasserstoff- und zwei Atombomben zuzuschauen. Kurzmitteilung.
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Stx138-139.1992.8.1 (1 Seite)
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Großbritannien
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Neuseeland: Seeleute an Leukämie erkrankt. Neuseeländische
Seeleute, die 1957 und 1958 an britischen Atomtests im Pazifik teilgenommen
hatten, sind häufiger an Leukämie erkrankt als ihre Kollegen, die normalen
Dienst hatten. Das erklärte 1990 der neuseeländische Verteidigungsminister
Peter Tapsell in Wellington.
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Stx80-81.1990.12.1 (1 Seite)
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Großbritannien
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Die Irische See wurde "organisiert und überlegt" radioaktiv
verseucht. Offenbar auch vorsätzlich wurde die Irische See mit gezielten
Freisetzungen von Radioaktivität aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage
Windscale/Sellafield zum am stärksten radioaktiv verseuchten Gewässer
gemacht. Das geht aus dem Protokoll einer internationalen Expertensitzung vom
11.September 1958 zum Thema "Umweltaspekte der großtechnischen Anwendung
von Atomenergie" hervor.
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Stx60-61.1989.9,10.2 (2 Seiten)
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GUS/Sowjetunion
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Die erste Atomkatastrophe. Von
Sebastian Pflugbeil gelesen in „The Unknown Stalin“ der Zwillingsbrüder Zhores
and Roy Medwedjev. Die Beschreibung der ersten russischen Atomkatastrophe vor
58 Jahren kommt in der internationalen Literatur über die Geschichte der
Atomwaffen und Kernenergienutzung bisher nicht vor. Der Autor des hier
referierten Berichtes, Zhores Medwedjew, Biochemiker und Historiker, wurde
durch die Aufdeckung der schrecklichen Katastrophe in Kyshtym 1958 bekannt.
In einer Art forensischer Biologie fielen ihm zahlreiche Publikationen auf,
in denen gehäuft über genetische Veränderungen an verschiedenen Pflanzen und
Tieren berichtet wurde, ohne anzugeben, worauf diese Veränderungen wohl
zurückgehen könnten. Er rekonstruierte dann minutiös, wo genau diese Pflanzen
und diese Tiere gemeinsam vorkommen – das war in der Umgebung von Kyshtym auf
der Ostseite des Urals. Er stach damit quasi in ein Hornissennest und mußte
1973 ins Exil gehen. Er lebt seither in London. Dieser Bericht beruht auf
Informationen aus dem Buch über den „unbekannten Stalin“.
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Stx490-491.2007.6-8.3 (3 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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GUS
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Semipalatinsk: "Interkontinentalflüge gefährlicher als das Leben
am Rande des ehemaligen russischen Atombombentestgeländes". Das Forschungszentrum
für Strahlenbiologie und Medizin der Universität Hiroshima und das
Wissenschaftliche Forschungsinstitut für Strahlenmedizin und Ökologie
Kasachstan starteten 1995 eine Studie, die den gesundheitlichen Effekt des
radioaktiven Fallouts der sowjetischen Atombombentests auf die Bevölkerung in
der Region Semipalatinsk untersuchen sollte. Erste Ergebnisse der Studie
wurden in der Septemberausgabe 1997 der Zeitschrift Health Physics
veröffentlicht. Bericht und kritischer Kommentar.
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Stx260-261.1997.5,6.2 (2 Seiten)
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GUS
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Tscheljabinsk-Forschung: Lust auf Katastrophen. In den frühen
Zeiten des Kalten Krieges haben die sowjetischen Atomarbeiter des
militärischen Gebietes von Tscheljabinsk im südlichen Ural so viel
radioaktiven Schlamm in den sibirischen Fluß Techa geschüttet, daß man 40
Jahre später dem Fluß immer noch nicht nahekommen darf. An seinem Ufer wäre
man einer Ortsdosisleistung von 1 rem pro Stunde ausgesetzt. Das reicht, um
an einem Vormittag die für Atomarbeiter zulässige Jahreshöchstdosis zu
erhalten. Darauf machte im Januar 1993 das Wissenschaftsmagazin Science
aufmerksam und verwies auf eine Studie der Ärztin Mira M. Kossenko, Chefin
des Clinical Department am Ural Research Center of Radiation Medicine in
Tscheljabinsk.
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Stx148-149.1993.3.1 (1 Seite)
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GUS
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Kasachstan: Schließung des Atomtestgeländes Semipalatinsk verfügt.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion hat der kasachische Präsident Nursultan
Nasarbajew am 29. August 1991 per Dekret die Schließung des Atomtestgeländes bei
Semipalatinsk angeordnet und eine Entschädigung für durch radioaktive
Verseuchung entstandene Gesundheitsschäden verlangt. Ursprünglich sollten bis
zur Schließung im Jahre 1993 noch Atomtests stattfinden.
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Stx112-113.1991.6,7.2 (2 Seiten)
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GUS
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UdSSR: Menschenversuche in Kasachstan. Die Situation im sowjetischen
Atomtestgebiet Semipalatinsk nach Zeugnissen dort lebender Bewohner. In
der Region Semipalatinsk, in der Kasachischen Sowjetrepublik, liegt das
größte Atomwaffentestgebiet der UdSSR. Der kasachische Arzt Kanaat
Kabdrachmanov hat Tatsachen über zahlreiche Schädigungen durch
Nuklearexplosionen zusammengetragen und einen Bericht vorgelegt. Darin sind
die Aussagen vieler Bewohner wiedergegeben, die Schäden durch Radioaktivität
bezeugen. Auszüge daraus stellte die japanische Zeitschrift AERA am 22.
Januar 1991 vor. Nach AERA berichtete der Leiter des vom
Gesundheitsministerium der UdSSR betriebenen Zentrums für Medizinische
Radiologie in Semipalatinsk, Boris Gushev, bei einem Hiroshima-Besuch im
Januar 1990, die Erkrankungshäufigkeit von Speiseröhrenkrebs sei in der
Region 7 mal höher als normal. Strahlentelex dokumentierte die in AERA
erschienenen Auszüge in einer Übersetzung von Annette Hack.
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Stx100-101.1991.1,5,6.3 (3 Seiten)
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GUS
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UdSSR: 100.000 Krebstote in Region für Atomversuche. Rund 500.000
Menschen sind in der Nähe der zentralasiatischen sowjetischen Testregion für
Atomversuche radioaktiv verstrahlt worden. 100.000 von ihnen starben bereits
an Krebserkrankungen, die durch radioaktive Strahlen hervorgerufen worden
waren. Das berichtete der Leiter des sowjetischen Instituts für
Strahlenkunde, Dr. Boris Gusew, Ende 1990 in Hiroshima.
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Stx96-97.1991.8.1 (1 Seite)
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USA
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Nevada/USA: Plutonium wandert unter der Erde. Im Erdinnern gelagerte
radioaktive Stoffe können sich trotz schlechter Wasserlöslichkeit über das
Grundwasser kilometerweit ausbreiten. Das berichteten Wissenschaftler um
Annie Kersting vom kalifornischen Lawrence Livermore National Laboratory im
britischen Fachjournal Nature (Bd. 397, S.56) vom 7. Januar 1999.
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Stx292-293.1999.12.1 (1 Seite)
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|
USA
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Oberirdische Atombombenversuche: Die Schilddrüsenbelastungen waren
schlimmer als bisher zugegeben. Durch die oberirdischen Atomwaffentests
der USA auf dem Testgelände von Nevada waren Kinder in den USA 15- bis 70mal
höherer Strahlung ausgesetzt als bisher dem US-Kongress gegenüber zugegeben
wurde. Eine Studie des Nationalen Krebsforschungsinstituts (NCI) im Auftrag
des Kongresses, die in Bruchstücken am 1. August 1997 veröffentlicht wurde,
gibt eine detaillierte Schätzung der Schilddrüsendosis aufgrund von
Jod-131-Emissionen, die zumeist zwischen 1951 bis 1958 stattfanden. Sie zeigt
darüber hinaus, daß nicht nur die Umgebung des Testgeländes betroffen war,
sondern durch Fallout bei Regenfällen bedingte 'hot spots' sich praktisch
überall in den USA finden.
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Stx266-267.1998.3,4,12.3 (3 Seiten)
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USA
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Menschenversuche: Pentagon ließ rund 2.400 Strahlen-Experimente an
Menschen durchführen. Das US-Verteidigungsministerium hat während und
nach der Zeit des Kalten Krieges radioaktive Experimente an Menschen
durchführen lassen. Nahezu 2.400 Strahlenversuche wurden zwischen 1944 und
1994 vorgenommen, ergibt sich aus einem am 27. August 1997 in Washington
veröffentlichten Bericht einer Regierungskommission.
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Stx256-257.1997.9.1 (1 Seite)
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USA
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Strahlenwirkungen: Mehr Krebstote durch Atomtests als bisher angenommen.
Vorenthaltene US-Daten könnten IPPNW-Hochrechnung bestätigen.
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Stx254-255.1997.3,4.2 (2 Seiten)
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USA
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Neue Menschenversuche. In den USA werden nach Angaben von
Energieministerin Hazel O'Leary auch heute (1994) mehr als 200 verschiedene
Menschenversuche mit Radioaktivität durchgeführt. Kurzmeldung.
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Stx170-171.1994.7.1 (1 Seite)
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USA
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Menschenversuche mit radioaktiv vergifteten Nahrungsmitteln.
Wissenschaftler der Universität Harvard und des Massachusetts Institut of Technology
(MIT) in den USA haben von 1946 bis 1956 an geistig behinderten Jugendlichen
in der Schule gezielt radioaktiv verseuchtes Frühstück verteilt.
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Stx168-169.1994.12.1 (1 Seite)
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USA
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Alaska: Menschenversuche der US-Luftwaffe. Die US-Luftwaffe hat dem
CNN-Fernsehen zufolge Menschenversuche mit einer radioaktiven Substanz
vorgenommen. Ärzte haben danach in den fünfziger Jahren 102 Eskimos und
Indianern in Alaska Pillen mit radioaktivem Jod verabreicht, berichtete CNN
am 3. Mai 1993.
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Stx154-155.1993.7.1 (1 Seite)
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USA
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Neue Atomtests geplant. Die USA wollen am 7. Juli 1993 auf ihrem
Testgelände in Nevada eine Atombombe zünden und damit das Atomtest-Moratorium
brechen. Das berichtete am 10. März 1993 die IPPNW.
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Stx150-151.1993.8.1 (1 Seite)
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USA
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Bikini-Atoll: Radioaktives Cäsium in Kokosnüssen. 1954 wurde das
Bikini-Atoll vom Fallout aus einem Atomversuch verseucht. Heute erleidet die
wieder zurückgekehrte Bevölkerung 70 Prozent ihrer Strahlenbelastung über die
Aufnahme von Cäsium-137 aus der Nahrungskette. Das berechneten W.L. Robinson
und E.L. Stone von der University of Florida in Gainesville (USA) nach ihrem
1992 veröffentlichten Bericht.
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Stx132-133.1992.12.1 (1 Seite)
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USA
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Rosalie Bertell: Atomtests erhöhen die Kindersterblichkeit. Rund
fünf bis sechs Millionen Menschen sind weltweit durch Produktion und Tests
von Atombomben unmittelbar gesundheitlich geschädigt worden. Diese Zahlen
veröffentlichte eine Arbeitsgruppe des "Anti-Atomtest-Kongresses",
der von der Umweltorganisation Greenpeace im Januar 1991 in Las Vegas im
US-Bundesstaat Nevada veranstaltet wurde.
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Stx98-99.1991.12.1 (1 Seite)
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Golf-Krieg und Irak-Krieg
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Golf-Krieg und Irak-Krieg
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DU-Munition: „Todesstaub“ Mit
einem Sechs-Punkte-Antrag reagierte die Bündnisgrüne Bundestagsfraktion auf
einen offenen Brief der Pritzwalker Initiative „Gesicht zeigen“. Deren Mitglieder
hatten im Herbst 2008 zum zweiten Mal Adressaten in Berlin angeschrieben, um
die Ächtung von DU-Munition zu erreichen.
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Stx528-529.2009.4.1 (1 Seite)
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Irak-Krieg
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Einsatz uranhaltiger Munition. Substantielle genetische Schäden und
langfristige Gesundheitsrisiken durch DU-Geschosse. Zwölf Jahre nach dem
erstmaligen Einsatz von abgereichertem Uran (Depleted Uranium, DU) in
panzerbrechenden Geschossen im ersten Golfkrieg, haben die Armeen der USA und
Großbritanniens diesen Waffentyp jetzt erneut eingesetzt. Im Golfkrieg von
1991 war es zu Panzerschlachten entlang der Grenzen zu Kuwait gekommen.
Diesmal gab es offenbar zwar weniger Panzer-Gefechte, allerdings lag der
Schwerpunkt der militärischen Auseinandersetzungen entlang der
Versorgungslinien nach Bagdad und in die Stadt hinein. Diese Strecken führen
durch städtische Gebiete, was die Gefahr einer Belastung durch toxische
Uranpartikel für die dort lebenden Menschen erhöht.
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Stx392-393.2003.1-3.3 (3 Seiten)
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Irak-Krieg
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Ärzte warnen vor nuklearen bunkerbrechenden Bomben der US-Armee. Unterirdische
Depots für chemische und biologische Kampfstoffe sollen zu den wichtigsten
Zielen der US-Armee im Irak-Krieg gehören. Doch die gut geschützten Anlagen
können womöglich nur mit nuklearen bunkerbrechenden Bomben zerstört werden.
In einer am 21. März 2003 in Washington vorgestellten Studie warnte die
internationale Ärzteorganisation zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW)
eindringlich vor dem Einsatz dieser Waffen. Am 28. März 2003, dem 9. Tag des
Irak-Krieges, meldeten US-Militärs aus dem Pentagon den erstmaligen Abwurf
von zwei "bunker buster" auf Bagdad.
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Stx390-391.2003.1,2.2 (2 Seiten)
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Golf-Krieg
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Golf-Krieg: Temperaturstürze und schwarzer Regen. "Ölpest im Persischen
Golf" und "Kuwait brennt" lauteten 1991 neben Berichten über
Tote und Verletzte die Katastrophenmeldungen aus dem Golfgebiet. Die
ökologischen Folgen rückten notwendigerweise in den Blickpunkt des
Interesses. Eigentlich hätten sie zu Kriegsbeginn besser bedacht werden und
zur Verhinderung des Krieges führen müssen. Vergleiche mit einem atomaren
Winter sind zwar nicht angebracht, aber die Folgen sind von weit mehr
Menschen zu tragen als in der Golfregion leben, wurde befürchtet. Welche
Ausmaße die ökologischen Schäden tatsächlich bereits angerichtet hatten, war
wegen der Nachrichtensperre und Zensur nicht zuverlässig bekannt. Was möglich
und womit zu rechnen war, recherchierte der Berliner Arzt Martin Deeken,
Mitglied der Berliner Ärzteinitiative gegen Atomenergie und der
Internationalen Ärztevereinigung gegen den Atomkrieg (IPPNW).
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Stx100-101.1991.1-5.5 (5 Seiten)
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Golf-Krieg
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Golf-Krieg: Kriegsfolgen. Über die Folgen des Golfkrieges wurde
1991 öffentlich nur wenig gesprochen. Es herrschte Zensur. Die
Berichterstattung vom Golf war von starken Einschränkungen betroffen.
Korrespondenten und Fotografen, die von dort berichteten, unterlagen einer
Militärzensur. Die USA, Großbritannien und Frankreich übten die Zensur ebenso
aus wie Irak, der fast alle ausländischen Journalisten ausgewiesen hatte.
Auch Israel und die Türkei hatten Zensur verfügt. Besonders davon betroffen
sind alle Berichte über die Kriegshandlungen und deren Opfer. Es gab keine
authentischen Berichte. Die Wahrheit wurde uns vorenthalten. Auch die
Regierung der Bundesrepublik Deutschland verfügte eine zusätzliche
Informationssperre. Die Anfrage des Strahlentelex an den Deutschen
Wetterdienst über typische globale Wetterverhältnisse und Luftströmungen,
wurden von diesem abschlägig beschieden. Ihm seien derartige Auskünfte durch
Bonner Anordnung verboten worden. Kurz vor Kriegsbeginn hatten der Berliner
Arzt Dr. Jürgen Hölzinger und der Physiker und Militärexperte Dr. Joachim
Wernicke für die Sektion Bundesrepublik der Internationalen Ärzte für die
Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) Informationen über die möglichen
Kriegsauswirkungen zusammengestellt. Strahlentelex zitierte die Fakten.
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Stx98-99.1991.1-3.3 (3 Seiten)
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Golf-Krieg
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Internationales Rotes Kreuz: Der Schutz der Opfer bleibt unbeachtet.
Die Hegemonie des Denkens im Ost-West-Gegensatz ist gebrochen. Mit dem
Niedergang im Ostblock schienen weltumspannende Konfliktpotentiale abgebaut
zu sein. In militärischer Denkweise scheint dies jetzt einen Atomkrieg
begrenzt und ohne unkalkulierbares eigenes Risiko durchführbar zu machen.
Eine gefährliche Situation. Dazu haben die direkt beteiligten Mächte die
Genfer Zusatzprotokolle zum Rotkreuzabkommen über den Schutz der Opfer
internationaler Konflikte entweder erst gar nicht unterzeichnet oder nicht
ratifiziert. Das gilt auch für die Bundesrepublik Deutschland.
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Stx98-99.1991.4.1 (1 Seite)
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Golf-Krieg
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Erklärung der 203: Aufruf zu Ungehorsam. "Wir werden nicht
stillhalten" - das kündigten 169 Professorinnen und Professoren und 34
weitere Akademiker aus Naturwissenschaften, Medizin, Theologie, Philosophie
und anderen Fachrichtungen in 1991 für den Fall an, daß die Bundesregierung
Deutschland mit militärischen Aktionen am Golfkrieg beteiligt. Dokumentation
des Textes im Wortlaut.
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Stx98-99.1991.4,9.2 (2 Seiten)
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Golf-Krieg
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Verband Kind und Umwelt: Appell der Kinder. Einen "Appell der
Kinder", sofort den Krieg zu beenden und Verhandlungen aufzunehmen, richtete
1991 der Verband Kind und Umwelt gemeinsam mit weiteren Organisationen an
Saddam Hussein und US-Präsident Bush. Dokumentation des Textes im Wortlaut.
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Stx98-99.1991.9.1 (1 Seite)
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Golf-Krieg
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Frauenaktion Scheherazade: "Welturabstimmung jetzt!"
"Welturabstimmung jetzt! Sofortiger Waffenstillstand! Kein dritter
Weltkrieg! Wir fordern, daß die Mehrheit dieser Welt zu Wort kommt!" Mit
diesem Aufruf wandte sich 1991 die Frauenaktion Scheherazade in einer
internationalen Aktion an die Weltöffentlichkeit und die UNO. Dokumentation
des Textes im Wortlaut.
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Stx98-99.1991.9.1 (1 Seite)
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